Heinz-Joachim Pethke

 

Bundekanzler

Gerhard Schröder                                                                       

Berlin

12.12.2002

 

 

MIR REICHT’S (Untertanen, Obertanen und Übertanen)

Sehr geehrter Herr Bundeskanzler,

glücklicherweise wird der stete Tropfen langsam wirksam und als einen solchen verstehen Sie bitte auch diese Zeilen, wenn ich konstatiere:

Mit Machtbesessenheit, Mangel an Sach- und Fachverstand in Führungsfragen, mit der Selbstüberschätzung eines Kartellbosses haben Sie in nahezu allen Bereichen der Politik einen Riesenschaden nicht etwa verringert, sondern in bestürzender Weise vergrößert.

Weil das Prinzip "Teile und herrsche" nur mit Claqeuren funktioniert anstatt mit eigenverantwortlich agierenden Fachleuten, ist Ihre Mannschaft mehr damit beschäftigt, für Sie in die Hände zu klatschen, anstatt die Probleme der Bürger anzupacken und zu lösen.

Ihrer Aufgabe, die Bürger zu vertreten, statt Hochfinanz und Wirtschaft, werden Sie in keiner Weise gerecht. Denken Sie überhaupt an eine Erfüllung des Wahlauftrags?

Und wenn Sie Ihrerseits fragen, wer Ihren Job besser mache, dann würde selbst ich mir (vor dem Hintergrund der Kanzlerleistungen der letzten 20 Jahre) das zutrauen. Doch dazu fehlt es am Wahlauftrag: "Steuererhöhungen sind in der jetzigen konjunkturellen Situation ökonomisch unsinnig." (sagte Gerhard Schröder in der ARD am 26.07.2002) Und jetzt ???

 

Einstweilen verbleibe ich

mit freundlichen Grüßen

 

Heinz-Joachim Pethke

 

Untertanen=Bürger | Obertanen=Politiker | Übertanen=Hochfinanz/Wirtschaft

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