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Zur
Reise
Wir
(meine Freundin und ich) sind mit den im Auto verpackten Rädern nach
Rheinsberg gefahren, haben das Auto etwas außerhalb des Zentrums
abgestellt, die Räder bepackt und sind losgefahren.
Wir
sind in sieben Tagen folgende Runde gefahren: Rheinsberg - Fürstenberg
- Neustrelitz - Waren/Müritz - Lychen - Rheinsberg
Mit kleineren Umwegen haben wir täglich ca. 45km bei einer
Gesamtstrecke von 300km zurückgelegt.
Die
Strecke haben wir mittels 3 verschiedener Karten vor Reisebeginn grob
festgelegt und uns dann vor Ort von attraktiven Örtlichkeiten zu
"Umwegen" verleiten lassen.
Ausrüstung
Was braucht ein Mensch für eine
Radtour durch Deutschland?
Diese Frage muss sich jeder selbst beantworten. Es ist nach unserer
Erfahrung aber weniger als man denkt. Wer von einer
Jugendherberge/Pension zur nächsten radelt, benötigt weniger als z.B.
wir.
Selbst das Trinkwasser (ca. 5 Liter) führten wir mit, um jederzeit an
einer schönen Stelle unser Lager aufschlagen zu können.
Sachen
-
Radtrikot, Radhose kurz &
lang, Helm,
Handschuhe, Windjacke, feste Schuhe, Sandalen
-
Regensachen
-
warme Pullover, lange Hose,
Socken, 2 T-Shirt`s,
Unterwäsche
Fahrrad
-
intakte Schaltung und Bremsen
(Berge)
-
rundlaufende Räder (sonst
schlenkert`s schön)
-
stabile Gepäckträger, möglichst
auch vorn
(Verteilung)
-
Bereifung, nicht zu schmal und
mit Profil
(Sandwege)
-
stabiles Schloss
Sie wollen wissen, was es für ein
Fahrrad sein "muss"? Da
gibt es zig Meinungen ;-)
Wir sind mit 28er Trekking Rädern unterwegs gewesen.
Beide Räder haben eine 7 Gang Nabenschaltung. Jetzt hör ich einen
Aufschrei durch die "Gemeinde der Kettenschaltungsliebhaber" gehen.
Es gab jedoch trotz der hügeligen Region um Feldberg nur zwei Berge,
die wir schieben durften.
Mein Rad hatte zu Tourbeginn mehr als 2000km runter und an
Schaltungspflege wollte nur die Kette etwas Öl und gespannt werden.
Wert sollte auf wasserdichte Verpackung gelegt werden. Wer preiswerte
Radtaschen sein Eigen nennt, kann seine Utensilien in viele kleine
Plastkitüten verpacken. So findet man nach einigen Tagen Gewöhnung
schneller das Gesuchte und trocken bleibt es auch.
Werkzeug / Ersatzteile
Das Werkzeug haben wir auf unsere
Räder "abgestimmt". Da
jedoch in jeder größeren Stadt in Deutschland Fahrradläden existieren,
haben wir im Gegensatz zu unserer Schwedentour nur das "abgespeckte
Werkzeug" mitgenommen.
-
1 Schlauch, Flickzeug, Ventile,
Luftpumpe
-
Draht und "Isolierband"
-
Gripzange
-
Universalringschlüssel bis 17
-
Tool mit Kreuzschlitz und
Steckschlüssel 6 bis 10
-
Öl und Lappen (für
Kettenreinigung)
Zelt /
Schlafsäcke / Kocher / Essen
Wir kamen mit unserem "Kaufhaus"
Zelt aus. Empfehlen würden wir aber
gute Isomatten und warme Schlafsäcke, da es nachts empfindlich kalt
wurde. Mit einem Trangia- Kocher (Spirituskocher) haben wir uns abends
die mit Wasser versetzten Tütensuppen zubereitet.
Mit Nahrung haben wir uns in
größeren Supermärkten versorgt.
Wir haben möglichst viele verschiedene Nudelgerichte mitgenommen. Das
auf Campingplätzen kostenlos gezapfte Wasser haben wir in
4Liter Wasserbeuteln transportiert und in 2 Wasserflaschen mit
Brause(Vitamin)tabletten versetzt. Aber auch im Fischgeschäft von Canow
durfte ich z.B. einen im Verkaufsraum befindlichen Wasserhahn nutzen.
Karte
Wir sind mit drei verschiedenen
Karten im Maßstab von 1:25000
bis 1:100000 zu recht gekommen. In jedem Buchladen der Region fanden
wir Angebote verschiedener Verlage mit Karten für "Wandern und
Fahrradfahren" vor.
Strecke
Wir sind den größten Teil der Strecke
auf Radwegen, z.T. auf
dem Mecklenburger Seenradweg, der sehr gut ausgeschildert ist,
unterwegs gewesen. Der Belag war überwiegend Asphalt, manchmal aber
auch sandig, so dass Schieben angesagt war. Teilweise führte uns die
Tour auf der Straße lang.
Wer abseits der Radwege durch den Wald fährt sollte bedenken, dass
mancher Feldweg sandig ist. Es ist schon ein Erlebniss sein Rad bergab
schieben zu müssen, weil der Weg sehr sandig ist...
Camping
Wir haben möglichst auf geduldeten
Wasserrastplätzen
übernachtet. Einmal mitten auf freien Feld und einmal auf dem
"Kamerun"-Campingplatz von Waren/Müritz.
Es ist jedoch problemlos möglich, seine Tour von einem Campingplatz zum
nächsten zu planen. Jedoch ist vorherige Buchung in der Saison
empfehlenswert. Für Jugendherbergen gilt das gleiche.
Fazit
Mit
dem PKW schafft man in 7 Tagen sicher mehr touristische Highlights, mit
denen sich im Bekanntenkreis Eindruck schinden lässt. Das unmittelbare
Erleben der Natur und Menschen, ist von einer Blechhülle umgeben,
jedoch schlecht möglich.
Wer
keinen Pauschalurlaub und ausgetretene Touristenpfade mag, sondern eher
das individuelle Erleben sucht, gern Rad fährt und Natur mag, dem würde
ich Mecklenburg per Rad unbedingt empfehlen.
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