|
Ich bekam
die TS 150 von einem Freund für sehr wenig Geld angeboten. Dieser hatte
sie selber durch sehr günstige Umstände angeboten bekommen und keine
Verwendung dafür.
Die TS 150 hatte einen
Vorbesitzer und wirkte recht verschmutzt, hatte ca 2 Jahre gestanden.
Die Sitzbank hatte einen
Riss, der Krümmer war rostig und hatte ein Loch. Eine neue Batterie war
fällig.
Die TS sprang jedoch
sofort an und nach 50 Meter Probefahrt hatte mich mich entschieden, sie
zu kaufen.
Erste Erfahrungen
Nach Vergaserreinigung
und Einstellung der Zündung konnte ich die erste längere Fahrt
problemlos absolvieren.
Nach ca. 450km Fahrt im Alltag (Stadtverkehr) tourte sie zunehmend
schlecht ab und zeigte Symptome für Falschluft. Eine Sichtkontrolle des
rechten KW-Simmerrings ergab, dass dieser sich sichtbar "zerlegt" hatte
(vermutlich ausgetrocknet während der Standzeit). Eine Erneuerung des
Simmerrings brachte sofortige Abhilfe.
Der Regler und
damit verbundene Tücken
Das Fahren mit Licht im
Statdverkehr ließ die Batterie stets leer werden. Ein Messen am
originalen, mechanischen Regler zeigte zu niedrige Spannungswerte. Also
wird
einfach ein elektronischer Regler eingebaut... dachte ich.
Das es Unterschiede bei elektronischen Reglern gibt, merkte ich nach
wenigen Kilometern, als der erste Regler sich "verabschiedet" hatte.
Wer nähere Infos dazu Nachlesen möchte, kann das im mz-forum.com
gerne machen.
Anschließend fuhr ich mehr als 3 Tkm mit einem Regler von
"Oldtimer-Haase"
problemlos.
Im Alltag
Im Leipziger
Stadtverkehr und über Land nutzte ich die TS 150 bei trockenem Wetter
mehrmals die Woche. Von Ampel zu Ampel schwamm ich damit problemlos
im Verkehr mit. Über Land sind gemütliche 80km/h machbar. Bei einem
Verbrauch von
2,5 bis 3 Liter/100km und dem geringen "Parkplatzbedarf" ist die TS 150
eine echte Alternative zum PKW.
Ersatzteile
Verschleissteile gibt es
zum Teil noch original oder als Nachbau. Ein bekanntes Auktionshaus
bietet jede Menge an. Die Qualität ist sehr unterschiedlich.
Zum Beispiel besitzen Nachbauten der Rücklichtkappe kein
Zulassungszeichen und originale Rücklichtkappen sind sehr schwer
erhältlich. Baut man nun einfach den Nachbau an und es kommt zu einem
Unfall, kann es u.U. Probleme mit der Versicherung geben, da ein Anbau
von nicht genehmigten/zugelassenen Teilen an ein KFZ zum Erlöschen der
Betriebserlaunis führen kann (mein Kentnissstand).
Ungeachtet dessen halten sich die Preise für Ersatzteile, auch durch
die derzeit nicht sehr große Beliebtheit (im Verhältnis zur ETZ 250),
in Grenzen.
Im Jahr 2010 habe ich die TS 150 verkauft und mir deren größere
Schwester, eine TS 250/1 zugelegt.
|