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KORNNATTERN ( Elaphe guttata L. 1766) ( Pantherophis guttatus guttatus 2003 )
Vier Unterarten: E. g. guttata, E. g. rosacea, E. g. emory, E. g. mehllmorum
Herkunft: Östliche und Zentrale Gebiete der USA sowie Nordmexiko
Beschreibung: “Typische” , im Mittel je nach Population zwischen 60cm – 150cm meist jedoch um 120cm lange Kletternatter. Der Körperbau ist schlank aber kräftig. Der Kopf setzt sich nur wenig vom Körper ab und trägt eine mehr oder weniger deutliche `Pfeilspitze` als Zeichnungsmerkmal. Im Allgemeinen sehr farbenfroh, die Sattelflecken sind meist rötlich/braun und schwarz umrandet. Die Grundfarbe unterscheidet je nach Population und reicht von schmutzig grau bis leuchtend orange. Die ventral weiße Seite ist mit unregelmäßigen schwarzen oder braunen Flecken gemustert, der Schwanz ist längsgestreift. Die Dorsalschuppen sind leicht gekeilt, das Analschild ist geteilt.
Terrariumhaltung: Die `Mindestanforderungen an die Haltung von Reptilien`, vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten-Referat Tierschutz geben als Richtwert eine Behältergröße von 1,0X0,5X1,0 an. Diese Formel bezieht sich auf die Länge der darin gehaltenen Schlange und ist für eine Paarhaltung ausgelegt. Für jedes weitere Tier ist das Volumen um 20% zu vergrößern! Generell ist es in vielerlei Hinsicht von Vorteil die Schlangen nur in kleineren Gruppen oder in Pärchen pro Behälter zu pflegen, was die Kontrolle und Dokumentation der einzelnen Tiere erleichtert. Dem natürlichen Sozialverhalten entsprechend, wäre Einzelhaltung ideal
Lebenswichtig für Wechselwarme Tier ist, ihnen im Terrarium ein Klima zu schaffen, das Ihrem Bedürfnissen an Temperatur, Luftfeuchtig- keit, Belüftung usw. entspricht. Damit ist nicht gemeint das ganze Jahr über die Temperatur Tag und Nacht auf 27°C zuhalten ! Vielmehr sollte man zwei Temperaturkurven schaffen, eine Tagesbezogene mit nächt- licher Abkühlung und mittäglichem Höchstwert , als auch eine Jahres bezogene Kurve mit warmen Sommer und kühlen Winter. Lufttemperaturen von 22°-25°C sind dabei ausreichend, wenn mithilfe von Strahlern oder Heizmatten o.Ä. lokale Wärmeplätze aufgesucht werden können. Nachts sollte die Temperatur um ca. 5°C fallen. Auf eine Kühle Überwinterung sollte nicht verzichtet werden, da die Tiere es dem Halter mit Gesundheit und Jährlicher Nachzucht danken werden. Hierzu werden die Temp. im Spätherbst langsam gesengt ( beim Autor im Nov.) und die Futterung eingestellt. Einige Tiere verweigern Von allein das Futter und ziehen sich in eine stille Ecke zurück, selbst Wenn die Temp. nicht gesengt wird. 8-10 Wochen bei 10°-15°C haben Sich bewährt. Dann wird die Temp. wiederum langsam gesteigert und Die Beleuchtung die während der Winterruhe ausgeschaltet war wieder aktiviert. Die Beleuchtungsdauer sollte ebenfalls im Jahresverlauf schwanken und im Frühjahr etwa 5, im Sommer 12 Stunden in Betrieb sein. Die Einrichtung des Terrariums sollte gut strukturiert sein, das heißt, damit die Tiere nicht nur im Kreis kriechen können müssen Kletter- möglichkeiten ( Kletternattern) vorhanden sein. Dazu eignen sich naturgemäß verzweigte Äste, Wurzeln o.ä. einestrukturierte Rückwand gibt den Tieren neben weiterer Klettermöglichkeit auch ein gewisses Sicherheitsgefühl. Des Weiteren sind den Tieren mehrere Versteckmöglichkeiten anzubieten Korkröhren, Blumentöpfe, Papprören usw. sind alle geeignet, solange sie eng genug sind um den Tieren Sicherheit zu geben. Ein obligatorischer Wasserbehälter ist so groß zu wählen das die Tiere bei Bedarf darin Baden Können. Der Bodengrund sollte saugfähig, Staubarm, sauber und trocken sein, da zu feuchtes Substrat schnell zu Gesundheits- und Hygieneproblemen führen kann.
Futter: im Terrarium werden meist Laborsäuger und Küken verfüttert, in der Natur ist das Specktrumm wesentlich größer und unmöglich nachzu- ahmen, umso wichtiger ist die Qualität der Futtertiere in Bezug auf Vitamin- und Mineralstoffversorgung!!! Über die richtige Futtermenge möchte ich an dieser Stelle bewusst keine Empfehlung geben.
Zucht: Die Zuchtreife erreicht E. guttata im Normalfall im Alter von 2 Jahren, sie sind dann ca. 80-100cm lang und ca.170-200g schwer. Die Winterruhe ist ein zuverlässiger Paarungsauslöser und gelingt auch dem wenig erfahrenen Pfleger. Die Gelegegröße schwankt zwischen 5-30 ! Eiern und liegt im Schnitt beim Autor bei 15. Nach ca. 70 tagen schlüpfen nicht selten 100% der Eier. Die Inkubation kann im Brut- gerät bei konstanter Temp. stattfinden, oder dem natürlichen Schwank- ungern der Tagestemp. folgen. Im Allgemeinen entwickeln sich die Eier bei Temp. zwischen 22-30°C. Idealtemp. laut Literatur 27°C .
Sonstiges: Kornnattern sind keine Kuscheltiere und können bei guter Pflege über 20 Jahre alt werden!!! Bitte beachten sie das vor dem Kauf eines solchen Tieres. Spontan angeschaffte Tiere müssen leider viel zu oft später leiden, wenn man die Lust dran verloren hat!!!
Dies ist nur eine Kurzeinweisung zur Pflege die sehr Lückenhaft ist, bitte kauft euch den Tieren zuliebe wenigstens ein oder mehrere GUTE FACHBÜCHER !!!!!!!!!!!!!!
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