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Über die Kompanie Die Geschichte der Pioniere
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Abbildung 1: Das inoffizielle KpTrp-Wappen
Unsere Helden im Kampf mit dem wiehernden Amtsschimmel... Mutig schleudern wir dem Feind unsere grausamste Waffe entgegen - die Dienstvorschrift
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Panzerpionierkompanie 140
Vorstellung der Teileinheiten
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"Pioniere - Wir machen den Weg frei."
 

QUELLE: "Festschrift 25 Jahre PzPiKp140" (öffentlich) und eigene Recherche
 

1.) Kompanieführungsgruppe

Zur Kompanieführungsgruppe gehören der Kompanietrupp (KpTrp) und der Kompaniefeldwebeltrupp (KpFwTrp).

Die Aufgaben des KpTrp sind :
-Erkunden und Einrichten des Kompaniegefechtsstandes
-Vorbereiten von Kompaniebefehlen
-Sammeln und Auswerten von Meldungen sowie Vorbereiten von Meldungen an die Brigade
-Führen von Lagekarten ,Übersichten, Einsatzplänen und sonstigen Unterlagen
-Halten der Verbindung zu den Zügen und Nachbarn
-spezielle Datenverarbeitung (Homepage erstellen z. B. ...), sowie
-ABC-Abwehr

Die KpTrp-Soldaten helfen dem Fernmeldefeldwebel (FMFw) beim Vorbereiten und Abwickeln des Funkverkehrs und bei der Pflege und Wartung der dazu notwendigen Geräte. Ferner verwalten sie die Dienstvorschriftenstelle (DVS) und wickeln wichtige organisatorische Planungen ab (die andere Abteilungen nicht ausführen wollen oder können...). 
 

Die Aufgaben des KpFwTrp sind:
-Personalführung und Abwicklung des gesamten Schriftverkehrs sowie der Datenverarbeitung der Kompanie
-Der Kompaniefeldwebel ist Führer des gesamten Unteroffizierkorps der Kompanie. Er ist verantwortlich für Erziehung, Ausbildung und Förderung des Unteroffizierkorps. Er wird von vielen oft respektvoll "Mutter der Kompanie" genannt, da er neben den Vertrauenspersonen der Hauptansprechpartner der Soldaten ist.
 

2.) I., II. und III. Panzerpionierzug 

Der I., II. und III. Zug der Kompanie sind Pioniereinsatzzüge mit annähernd gleicher Ausrüstung und Gliederung sowie identischer Aufgabenstellung. Der II. und III. Zug sind jedoch im Frieden gekadert, d. h. nicht aufgestellt. Sie werden im Spannungs-/Verteidigungsfall mit Reservisten besetzt werden. 

Die drei Züge haben schwerpunktmäßig durch Anlegen eigener Sperren die Bewegungen des Feindes zu hemmen, müssen aber gleichermaßen in der Lage sein (z. B. durch Öffnen feindlicher Sperren) die Bewegungen der eigenen Truppe zu fördern. Man nennt sie Kampfpionierzüge, da sie mit ihren Sperren kämpfen.

Zum Einsatz kommen hierbei im größeren Umfang Spreng- und Zündmittel (z.B. für das Beseitigen von Drahtsperrren und sonstigen Hindernissen oder das Räumen feindlicher Minenfelder). Der Sperrdienst ist notwendig, um das Vordringen des Feindes zu verhindern und den eigenen Truppen den Weg frei zu machen. 

Der Schwimmpanzer FUCHS dient dem Transport von Pioniergerät und von Soldaten. Er ist wat- und schwimmfähig.
 

3.) Mineneinsatz- und Kampfmittelzug (MEK)

Mit Hilfe des Minenwerfers SKORPION werden großflächige Minenfelder als Wurfminensperren angelegt. Das Verlegeminensystem 5 dient dem Anlegen von mittleren Minensperren. Ferner plant "das MEK" als Büro den Einsatz von Sprengstoffen und überwacht im normalen Dienstbetrieb die ordnungsgemäße Verwendung. Ergänzend zu den Minensperren können versteckte Ladungen und Panzerabwehrrichtminen (verlegt durch die Kampfpioniere) eingesetzt werden. Letztere kann man sich als "Rakete" vorstellen, die nach Berührung des "Stolperdrahtes" durch ein Fahrzeug großen Schaden anrichten. 
 

4.) Pioniermaschineneinsatzzug, gepanzert (PiMaschEinsZug gep. oder kurz "Pi-Masch")

Hier fahren die Jungs mit den wirklich großen Fahrzeugen herum... Es gibt Brückenlegepanzer "BIBER", schwere Pionierpanzer "DACHS" sowie Minenräumpanzer "KEILER". "BIBER" überbrücken mit Panzerschnellbrücken Hindernisse wie Schluchten und Gewässer und erlauben auch schweren gepanzerten Fahrzeugen die Weiterfahrt. Der "DACHS" baut verdeckte Stellungen für Panzer, z. B. für den "LEOPARD", und räumt den Weg, falls defekte Fahrzeuge oder andere Hindernisse den Vormarsch hemmen. Er verschleiert auch den Rückzug durch das Anlegen von Wällen mit seiner Baggerschaufel. Der "KEILER" ermöglicht mit einer vorn angebrachten "Fräse" das Passieren von Minenfeldern durch das Anlegen einer Gasse für Fahrzeuge und Soldaten.

Die Schnellboote zur Gewässerdurchquerung und zum Transport von Mensch und Material sind auch Sache der "PiMasch"-Soldaten.Einige von ihnen besitzen daher einen Bootsführerschein.
 

5.) Unterstützungszelle Pioniere (UZ Pi)

Diese kleine, geheime Teileinheit kümmert sich z. B. um die Transportplanung, den Marsch in Kolonnen und den Einsatz in wichtigen Details. Ein bis zwei Offiziere bemühen sich, "das Chaos zu organisieren"... 
 

6.) Instandsetzung

Vergleichbar mit einer großen KFZ-Werkstadt, leisten hier "SpeziListen" und Improvisationstalente Schwerarbeit beim Reparieren und Warten von Fahrzeugen und Geräten.
 

7.) Nachschub und Versorgung
Die "Besorger" stellen alle notwendigen Materialien (Büroartikel!), Ersatzteile und Betriebsstoffe bereit, die dann in anderen Teileinheiten verwendet werden. Die Beschaffung ist oft nur durch Tricks zu erreichen, daher der Spitzname "Blaue Mafia". 

Die "Nachschieber" sorgen unter anderem dafür, daß die Gulaschkanone stets gefüllt ist, denn: "Ohne Mampf kein Kampf!"...