Stadtrundgang Zürich 2000
(ca. 5-6 Stunden mit Pausen)
Ich war im Rahmen eines Schweiztrips in Zürich. Diese Reise war praktisch der Abschluss meiner Australien / Neuseeland-Tour 1999, da ich meine, auf dieser Reise, neu gewonnen Schweizer Freunde besuchen konnte.
In Zug habe ich einen tollen Abend mit Linda bei Fischknuschperlis und Wein am See verbracht, in Basel war habe ich auf Mariannes und Jürgs Hochzeit getanzt und mir den Bauch vollgeschlagen und in Zürich durfte ich zwei Tage Lindas (eine andere als die Zuger) charmante Gesellschaft und Donatos Autofahrkünste genießen.
An dieser Stelle allen nochmals meinen herzlichen Dank! Dieser Beitrag ist Euch gewidmet, also fangen wir an mit meinem Stadtbummel: |
Schweizerisches Landesmuseum*** |
Die größte kulturgeschichtliche Sammlung der Schweiz, die sich, in einem an eine Burg erinnernden Bau befindet. Der Park lädt zum Verweilen ein, oder man verbringt seine Zeit in einer der Sonderausstellungen. Ich hatte das Glück dort die Werke Leonardo da Vincis***** bestaunen zu dürfen. |
Limmatquai |
Hier kam es 1982 zu Studentenunruhen. Sonst bietet der Limmatquai einen schönen Ausblick** auf das andere Ufer der Stadt. Leider ist die Geruchsbelästigung, von den sich meist hier stauenden Autos enorm. |
Niederdorf** |
Das Niederdorf ist geprägt von kleinen verwinkelten Gassen, die sich manchmal plötzlich zu Plätzen weiten, auf denen dann oft hübsche Brunnenanlagen zu sehen sind. Manchmal ist noch ein altes Wohnhaus, wie der Brunnenturm oder der Grimmelturm zu sehen und man kann einige Zunft- und Ritterhäuser, wie den Bilgeriturm entdecken. Hier wurde schon Goethe von vom Züricher Gelehrten Johann Caspar Lavater empfangen und ein gewisser Wladimir Iljitsch Uljanow, besser bekannt als Lenin wohnte hier 1916/17 Monate vor seiner Machtergreifung in Russland. Tip:Am besten, man nimmt sich etwas Zeit und läuft die Gassen nach Lust und Laune ab. Man wird bestimmt fündig. |
Grossmünster** |
Romanischer Kirchenbau aus dem 11. und 12. Jahrhundert über den Gräbern der Stadtheiligen Felix und Regula. Hier wirkte der Reformator Ulrich Zwingli von 1519-1531. Die Turmhauben wurden von Victor Hugo als "Pfefferbüchsen" bezeichnet. Eine Assoziation, die nahe liegt. An der Außenwand, zur Limmat hin thront Karl der Große. Nebenan ist das "Haus zum Loch" in dem angebl. Karl der Große abgestiegen sein soll.  |
Wasserkirche** |
Eine spätgotische Kirche, die einstmals auf einer Insel in der Limmat stand, bevor sie im letzten Jahrhundert, beim Bau des Limmatquais mit dem Festland verbunden wurde. Hier sollen angeblich die Enthauptungen von Felix und Regula, den Stadtheiligen stattgefunden haben. |
Zürich See** |
An einem schönen, sonnigen Tag, so wie ich ihn hatte, drängen sich hier Jung und Alt und genießen die Sonne bei einem Spaziergang, oder bei einer Rast auf einer der Parkbänke. Man kann hier mit einem Eis in der Hand flanieren und den Straßenkünstlern zusehen, oder man macht sich Gedanken, welche Bedeutung der steinerne Löwe am Mythenquai* hat. Ich habe es nicht herausgefunden, aber wer etwas bereist ist, fühlt sich sehr an Lindau erinnert. Achtung:Es ist übrigens verboten Feuer am See zu entzünden. Ein Fakt, der Falco schon bewegt hat ("Auf der Flucht"). |
Zunfthaus zur Meise* |
Ein barockes Stadtpalais, das die Porzellansammlung des Landesmuseums beherbergt. |
Frauenmünster |
Der einzige bedeutende Schmuck des Frauenmünsters sind die 1970 von Marc Chagall geschaffenen Glasfenster****. Früher war es mal ein Damenstift, aber auch der noch erhaltene Kreuzgang kann nicht zu Jubelstürmen hinreißen.  |
Paradeplatz |
Früher ein Markt-und Exerzierplatz ist er heute von Banken und Geschäftsgebäuden geprägt. Tip:Allerdings befindet sich dort auch die weltbekannte Konditorei Sprüngli**, durch deren Ladenräume man auf jeden Fall bummeln sollte, auch wenn man gerade mal wieder am abnehmen ist, oder einem nicht der Sinn nach Süßem steht. |
St. Peter* |
Mit seinen riesigen Zifferblättern bietet einen markanten Anhaltspunkt im Stadtbild von Zürich. So ungewöhnlich und durchaus schön die Kirche von außen zu betrachten ist, so nüchtern, reformiert und leer ist sie innen. Außer ein paar Kronleuchtern an der Decke findet man keinen Schmuck. |
Lindenhof |
Der baumbestandene Platz war die Urzelle Zürichs. Hier stand das Kastell der römischen Zollstation Turicum und später, im Mittelalter, eine kaiserliche Pfalz. Heute ist der Platz nicht mehr besonders aufregend, außer man hat Lust auf eine Partie "Riesenschach", aber man hat von dort oben einen wunderbaren Ausblick* auf die Stadt. |

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Kaminfegergasse** |
Von den Wegen, die vom Lindenplatz wegführen, ist die Kaminfegergasse vielleicht die urigste. Teilweise so eng, dass einem keine wohlbeleibte Person entgegen kommen sollte, vermittelt sie einen guten Einblick in die "Wohnkultur" des Mittelalters. Sie soll hier exemplarisch für die vielen netten Gassen Zürichs stehen. |
Die Schipfe* |
war das alte Schifferquatier von Zürich. Es ist recht lustig durch die niederen Arkaden zu gehen, aber Vorsicht:größere Personen sollten den Kopf einziehen! |
Bahnhof-Strasse |
Die Züricher vergleichen sie mit dem Pariser Champs-Elysées. Dem wird sie bei weitem nicht gerecht, aber bevor man am Monatsende wieder das lästige Kleingeld verbrennen muß, kann man hier zu horrenden Preisen, auf effektive Weise sein Geld in Pelze, Schmuck, oder alles, was Damen sonst noch anmacht investieren. |
Hauptbahnhof |
Von 1865-1871 als Prachtbau errichtet. Hier kann man über und unter der Erde seinen Einkaufsbummel verrichten. Vor dem Bahnhof steht die Statue von Alfred Escher und bildet mit der Fassade des Hauptbahnhofs ein ansprechendes Ambiente**. |