|
Hintergrund des Projektes ist die Tatsache, dass das technologische und organisatorische Niveau der Anlagensicherheit in der VR China im Vergleich zu EU-Standards erhebliche Defizite aufweist. Solche Defizite haben in China bereits zu akuten Umweltschäden geführt bzw. bergen das Potential kurz- oder langfristiger, unmittelbarer Umweltgefährdungen. Um diese Lücken in den chinesischen Sicherheitsstandards zu schließen, wurde das Projekt „Aktualisierung und Anpassung der Checklisten-Methode zur sicherheitstechnischen Untersuchung von Anlagen für störfallrelevante Industriebetriebe in China“ vom Bundesumweltministerium initiiert. Dieses Projekt zielt insbesondere auf eine Erhöhung des Sicherheitsstandards im Bereich der anlagenbezogenen Gewässersicherheit. Die fachliche und institutionelle Leitung des Vorhabens übernahm in Deutschland das Umweltbundesamt und auf chinesischer Seite das Center of Environmental Emergency and Accident Investigation of the Ministry of Environmental Protection. Kernstück des Projektes war die Vermittlung und Schulung chinesischer Inspektoren zu einer einfachen und übersichtlich strukturierten Methodik der Gefahrenanalyse im Hinblick auf den Schutz von Grundwasser und Oberflächengewässer. Diese Methodik basiert auf Empfehlungen der internationalen Flussgebietskommissionen. Um die Anwendung dieser Methode zu trainieren, wurden gefährliche Anlagen in den Seminarorten identifiziert, um diese mit Hilfe der Checklistenmethode zu prüfen und auf potentielle bzw. akute Gefährdungen zu analysieren. Zahlreiche fachliche Diskussionen bei dieser praktischen Zusammenarbeit zwischen den chinesischen Inspektoren und den deutschen Experten führten zu einer Verbesserung und Erweiterung der Checklistenmethode.
|