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What i would like is that you write me what you think about the poems and i want you to criticise them/me, only then i can improve myself.
My Poems: (Most of them are written in german, some in english) and those with chords are signed
Ein Haus mit so vielen Türen
Da kann man sich schon sehr leicht einmal verirren
Man weiß nicht in welche soll man gehen
Es gibt 80 und man hat doch keine Ahnung
Ein Haus mit so vielen Fluren
Da kann man sich schon sehr leicht mal verlaufen
Man weiß nicht wohin die Flure führen
Es gibt zu viele und man hat doch keine Ahnung
Ein Haus mit so vielen Etagen
Da muß man dann schon sehr oft mal raten
In welches Stockwerk soll man fahren
Es gibt 80 und man hat doch keine Ahnung
Ein Haus mit so vielen Menschen
Daß kann einen schon sehr leicht mal verwirren
Man weiß nicht welchen kann man fragen
Es sind über Tausend und keiner hat ne Ahnung
©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)
Wer hat den heiligen Krieg erfunden?
Er hat wohl den Verstand verloren,
Gebote, Bibel, Koran missverstanden
Und war vom Teufel beraten
Ich möchte wissen,
Wer hat dem Wetter wohin gebissen?
Er hat, hoff ich, auch ein schlechtes Gewissen,
So wurd´ ich um Sommer und Winter beschissen
Wer hat den Telekrieg gewollt?
Ihm gehört ein großes Lob gezollt!
-Wenn er heut alle Vorwahln kennt,
Und aus dem Standgreif mir,
Die besten Preise samt Nummer nennt
Mich interessiert auch,
Wieso steht Starr auf Billis Schlauch
Und warum ist Betrug noch Brauch
Weshalb nur Mord und Bombenrausch?
Welcher Virus hat die Welt befallen?
Wer macht den Mensch sich selber hassen?
Sich von Luxus blenden lassen?
Und was ihn sich selbst zerstören lassen?
©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)
Es beginnt: Ein neues Jahr
Alles vergangen: Was vorher war
Und 98: Wird 99
Alles was schlecht war: Wird wunderbar
Ein Prosit: Auf´s neue Jahr
Und viel Krach: Ist doch klar
Das Leben: Es läuft nun rund
Wir sind glücklich: Und Gesund
Wir hoffen: Auf neue Hoffnung
Weise Voraussicht und: keine Erinnerung
Wir wollen: Eine gerechte Welt
Wo keine Armut und: Uns das Glück anwährt
©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)
Spiel mir was vor sagte sie
Und ich spielte ihr was vor
Sing dazu dann klingt´s besser sagte sie
Und ich sang sofort
Lass uns lieber was anderes machen sagte sie
Ich hab´s dir ja gleich gesagt sagte ich
und stimmte zu
Qualm
steigt zur Decke
Whiskeygeruch
liegt in der Luft
Fenster
bleiben geschlossen
Gas und Funken werden zur Flamme
Während jemand den Kellner ruft
Stühle
werden gerückt
Gemurmel
kämpft mit dem Rauch
Das wenige Licht ist genug
Gemütlichkeit
fesselt den Gast
Er nimmt
seinen letzten Zug
Sie ist Wachs in meinen Händen
Mir wird heiß komm ich ihr nah
Sie entflammt ganz leicht
Und sie riecht wunderbar
Auch bringt sie Licht in mein Leben
Dafür bin ich ihr dankbar
©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)
2 Gedichte für Christine (Hommage an den Kinofilm Das Phantom der Oper) ↑
Nr.1:
Schau hinein
Schau schon hin
Wie es sich hebt
Die Haut sich senkt
Dem schönen Dekollete
Volumen schenkt
Der Luft
Die ihre Lunge füllt
Tauch in sie ein
Mit dem Sog hinein
Ein Wirbel
Drückt den Busen hoch
Die Luft dreht um
Und schießt nach oben
Vorbei am Kehlkopf
Die Bänder toben
Wandeln Luft
In Schwingungen
Die Luft entweicht
Und sanft umstreichst
Du mit ihr
Deine Ohren
Deinen Körper
Kehr zurück!
Genieß ihre Stimme!
Den Augenblick
Das Schaudern
Das dich wohlig packt
Sieh!
Ihr Busen hebt sich sacht
Ton gibt Ton
Ihr Ton gibt Kraft
©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)
Nr.2:
Im Jahr Dreihundert
Nach Christines Tod
Streicht das Phantom
Durch den Ort der Geburt
Es sucht sie
Sucht von Hass bestrebt
Es sucht die Liebe
Vom Genie umwebt
Das Theater
Ort des wahren Lebens
Hier wohnt er
Hier wird sie ihm begegnen
Die Schöne Sie
Und er mit Maske
Sie liebt den Gönner
Er will Christine
Ein Kampf
Um die Liebe beginnt
Während das Übel
Die Entscheidung erzwingt
Mit viel Liebe
Kann Sie seinen Haß besiegen
Im Theater wird wieder gespielt
Erholung vom Leben
©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)
Abseits,
Ist doch klar,
Weil beim Abspiel,
Der angespielte Stürmer,
Zwischen Torwart,
Und letztem Abwehrspieler war!
Kein Abseits,
Ne, Total klar,
Weil in der Slow motion,
Der Stürmer doch,
Mit dem Abwehrspieler,
Auf gleicher Höhe war!
Der Pfiff allerdings,
Fand vorher statt,
Weil jemand den Passgeber,
Beim passen,
Von den Beinen,
Geholt hat!
Unnötig,
Jede Diskussion,
Weil das Foul,
War sonnenklar,
Abseits,
Steht der Stürmer da!
Und,
Stellt der Moderator fest,
Auch wenn das Auge irrt,
Der Schiedsrichter,
Hat meißtens,
Ok,
Fast immer recht!
©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)
Ich bin ein Geist, bin ein Geist, bin ein Geist
Ich bin Unsichtbar: Wie du sicher weißt
Ich komm aus der Flasche weißt bescheid
Unterstütze deinen Kampf um Freiheit
Nun, Ich bin dein Geist
Hauptberuflich, wie du sicher weißt
My home is my bottle, alright?
Bist du nicht willig, geh ich dir auf den Geist
Der Korken, er hält mich zurück
Ist er fort, komm ich aus der Flasche gezischt
Kann dir helfen, komm gib mir deine Hand
Und dein Problem:im Nebel verschwand
Nun, Ich bin dein Geist
Hauptberuflich, wie du sicher weißt
My home is my bottle, alright?
Bist du nicht willig, geh ich dir auf den Geist
Ich bin ein Geist, bin ein Geist, bin ein Geist,
Kurz nur da: Aber solang´ein guter Gast
Und wenn du Gesellschaft brauchst:
Ein kurzer Griff zur Flasche und: Ein Geist kommt heraus
Und wenn du traurig bist,
Dein Geist er weint für dich
Er ist sicherlich
Ein Weingeist so wie ich
Ist ein Geist, ist ein Geist, ist ein Geist
Ist ein Weingeist, wie du sicher weißt
Kommt aus der Flasche, weißt bescheid
Deine Seele von Erinnerung befreit
©Copyright by Poetslam (Frederic Höring) ↑
Wer´s noch net kapiert hat
Wird´s nimmer mehr versteh´n
Hab keinen Bock mehr
Immer nur das gleiche zu erzähl´n
Doch macht es keinen Spaß
Euch beim Abdreh´n zuzuseh´n
Soll alles was gut ist auf der Welt
Wirklich untergeh´n? hey?
Dieser Song, hey
Wisst ihr warum ich den sing?
Für Leute wie euch,
Ich steig gegen euch in den Ring.
Werf euch Worte an den Kopf,
Versteht ihr den Sinn?
Ihr zieht den Umweltschutz
Mit der Wirtschaft in den Schmutz!
Ihr schwingt große Reden
Und haut bei Charity-Galas auf den Putz!
Ihr spendet
Und habt ein reines Gewissen?
-Leute glaubts mir:
Ihr habt euch selbst beschissen:
Denn Umweltschutz braucht Forschung
Neue Technologie und Entwicklung
Es kostet nicht, nein es schafft Arbeitsplätze
Und nicht das Abwandern der Wirtschaft in Billig-Lohn-Länder ist ein Problem,
Sondern das die Leute dort einfach weniger verdien´
Und: wer spendet hat zuviel Geld!
Muss der Mensch Milliardär sein damit er was zählt?
Warum verdient ein Fussballer mehr als ein Minenarbeiter?
Ein deutscher mehr als ein afrikanischer Securitybegleiter?
Das System fördert die Innovation –ja klar?
Und Konkurrenz die Entwicklung – nicht wahr?
Alles richtig, doch fördert es auch den Druck,
Ein besseres, billigeres, massenhaftes Produkt
Herzustellen und somit den Umkehrschluss:
Billigproduktion vergiftet den Himmel, die Natur und den Fluss!
Immer weniger Leistung und höhere Steuern,
Ich fühl mich als würde man mir ständig auf´s neue eine scheuern
Und wenn ich mit den Leuten rede sagen die: Du hast recht
Drehen sich um und mir wird gleich doppelt schlecht,
Weil ich weiss das alles so bleibt wie es ist
Und der Mensch seine Ideale zu schnell vergisst,
Vor der ersten Hürde über den Haufen wirft,
Nach Macht und Anerkennung giert,
Und die Schuld dem Nächsten in die Schuhe schiebt.
Manch einer fühlt sich da unter Ignoranten verlor´n
Und fragt sich, hey: warum bin ich nur gebor´n?
Denn die Zahl der Menschen, die´s erkennen ist klein,
Und diejenigen die die Konsequenzen ziehen,
Haben die Mitgliederzahl eines örtlichen Fußballvereins!
Mir ist klar,
Ihr werdet´s nimmer mehr versteh´n,
Doch gerade deshalb
Werd´ ich´s euch noch öfter erzähl´n!
Dieser Song,
Wisst ihr eigentlich warum ich den Sing?
Auch für mich!
-Um mich dran zu messen,
Mir Ziele zu setzen, meine Werte zu verbessern,
Ausserdem um meinen Frust rauszulassen
Und den Alltag in Worte zu fassen!
©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)
Ich fühl mich so komisch
Mir ist alles Banane
Hab keine Lust zu Nichts
Und eß den ganzen Tag nur Sahne
Gestern Nacht, war da ein Monster:
Es hat mich mit Bissen
Regelrecht, aus meinem Alptraum gerissen.
Und noch, als ich schon wach war machte es „summ“
und tockte gegen das halboffene Fenster;
eine halbe Stunde lang!
Ich blieb ausdauernd stumm.
Als das Monster durch den Fensterspalt entwich:
schlief ich wieder ein, doch lang brauchte es nich´
bis ein Haufen kleiner Kinder mich auf offener Straße verhaute
und ich schon mein Augenlicht und mein Gebiß im Gully suchte
als ich dann wieder erwachte und bemerkte:
Daß der Wind meine Zimmertür ständig in den Rahmen haute.
Es brauchte wirklich nur etwas Zeit dann lag
Die Tür auf dem Boden und ich in festem Schlaf.
Doch wollte es mein Pech,
daß ich,
am vorigen Abend über 15 Bier und ´ne Flasche Korn erhaben,
meine Fenstervorhänge nicht richtig zugezogen habe.
So schien nun die Sonne mit ihrem hellen Licht,
so heiß auf mein Gesicht,
daß ich nach erneut nur kurzem Schlaf erwachte
und mein Gesicht in die Tiefkühltruhe tauchte.
Das tat ich bis meine Nase so schnell lief,
daß ich dachte,
wenn ich noch länger ruhe:
krieg ich sie nie mehr aus der Truhe.
So kam es,
daß ich von Hitze und Kälte total krank,
halb sterbend,
mein Frühstück zu mir nahm;
bis ein Gefühl mir sagte:
Dir ist schlecht!
Ich rannte zum Klo
und hatte Recht.
Ein Bier zuviel auf der Zeche,
werfe ich mir vor,
als ich nach 25 Minuten immer noch breche.
Von dem Gekotze geschwächt,
habe ich hunger und bin müde:
doch ist Essen jetzt übel und schlafen zu blöde.
So überlege ich was tun?
und habe eine Idee:
Nichts.
Denn tu ich nichts,
kann ich nichts falsch-machen,
muß nicht kotzen und nicht schlafen.
Habe sogar meine Ruh.
-ok, und Hunger noch dazu.
Aber dann ist der Tag ja auch schon vorbei
und ich schlafe ein und bin endlich sorgenfrei.
©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)
Unter dem Brunnen
Sitzt du da
Junge Dame
In der Sonne
Schimmer dein Haar
Erste Sahne
Du singst
Ein Lied
Junge Frau
Wie ich dich
Anschau
Merkst du genau
Lächelnd
Genießt du Bewunderung
Hübsche Lady
Ziehst die
Männer an
Du bist crazy
Träumend
Betrachte ich dich
Junger Blickfang
Die Sonne
Scheint wegen dir
Heut so warm
©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)
Der Himmel
An schönen Tagen
Das Meer
An ruhigen Tagen
Die Wand
Frisch gestrichen
Das Handtuch
So unverblichen
Die Pupille
Ohne grauen Star (od.:Wenn sie nicht grün oder braun wär)
Ich und Du
Nach zuviel Likör
Ein Wunder
Das erwünscht
Schimmelkäse
Der gelungen ist
Die Tinte
Von manch andrem Gedicht
Das Thema
Das sich hier bespricht
Das Blut
In den Venen
Das Haar
Nach dem Färben
Der Fleck
Nach dem Anstoß
Lila auf Rotentzug
Ist diese Farbe bloß
Die Jeans
Nicht abgetragen
Das Wasser
In Scheiben-Wischanlagen
Der Laser
Welcher sich in Rohlinge brennt
Die Mannschaft steckt drin
Die S04 sich nennt
Der Pinsel
In der Hand von Marc
Das Bild desselbigen
Schon klar
Ist komplementär
Zum Orange
Bleibt der Arbeit fern
Und ist doch nicht krank
Mit Pause
Eine Druckseiten-Testkopie
Mit Gelb
-Grün irgendwie
Als Nachname
Hält es her
Als Vereinsnamenteil
Ebenso sehr
In der Tricolore
Kommt es vor
Im Testbild
Auf dem Monitor
Als Variation
Berlin, Indigo oder Kobalt
Doch Nichtsdestoweniger:
Jeder sehende erkennt seine „Gestalt“
©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)
Mein Herz spielt Blues
Weil ich an dich denken muss
Dein Lächeln und dein Liebesgruß
Und ich zeigte dir ein Schmunzeln bloß
Mein Herz spielt Rock´n´Roll
Weil es zu dir finden will
Es schlägt den Takt der Liebe wild
Im ganzen Kopf nur dein Bild
Mein Herz spielt Jazz
Weil ich brauch dich jetzt
Deine Stimme in den Ohren
Und dein warmer Atem
Mein Herz spielt Punk
Weil vor Sehnsucht schon halb krank
Nach deiner Nähe
Und deinem Haar
Mein Herz spielt Blues
Weil ich an dich denken muss
Und du die Musik bist
Die mein Herz vermisst
©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)
Ref.: Du bist so schön
Viel zu schön um wahr zu sein
Ist das etwa nur ein Traum
Oder kann ich dich berühren
Du zeigst mir den Weg der Liebe
Auf daß ich ihn nie mehr verliere
Ich will ihn mit dir begehen
Denn nur er führt Himmelwärts
Du erweckst so ein Gefühl
Das hab ich vorher nicht gekannt
Deine Stimme ist Musik
Und dein Körper Wunderland
Ref.
Du liegst neben mir
Keine Zigarette und kein Bier
Liegst nur hier in meinem Arm
Und die Liebe hält uns warm
Wenn sich unsre Lippen küssen
Unsre Körper sich berühr´n
Dann sind wir ganz dicht beisammen
Auf dem Weg zu unsrem Stern
Du bist eine Blüte
Die Morgens aufgeht
Im Garten der Liebe
In unsrem Paradies
Du bist so schön
Viel zu schön um Geist zu sein
Ich hoffe es ist kein Traum
Und ich kann immer bei dir sein
©Copyright by Poetslam (Frederic Höring) ↑
(Die Geschichte spielte im 1.Jhdt., Ähnlichkeiten mit noch lebenden Personen, sollten Sie sich
auch angesprochen fühlen, sind rein zufällig, nicht beabsichtigt, lassen sich aber wohl nicht
vermeiden und gehören zum Leben dazu! Der Text ließe sich übrigens sehr gut mit der
Melodie des bekannten Volksliedes „Bolle (reiste jüngst zu Pfingsten)" kombinieren)
Busch wollte mit dem Flugzeug zum Natogipfel nach Berlin
Doch fehlte seinem Flugzeug über Syrien Kerosin
Da ist er halt gelandet und hat Syrien anektiert
Und dabei hat sich double U ganz königlich amüsiert
Und dabei hat sich double U ganz königlich amüsiert
Als neuer Staatschef Syriens befahl Busch Jr. seinem Volk:
Gebt mir einen Panzer und hat den Irak überrollt
Dabei sind seine Töchter ins Nachtleben abgeschwirrt
Aber dennoch hat sich double U ganz köstlich amüsiert
Aber dennoch hat sich double U ganz köstlich amüsiert
Im Osmanenreich dann schließlich war der Panzer voll im Arsch
Die Kurden hatten alle Ketten in die Luft gejagt
Doch hat er sie besiegt und von Attatürk ein Fahrrad dafür gekriegt
Und damit hat er dann bei der Tour de France gesiegt
Und damit hat er dann Jan Ullrich besiegt
Von Frankreich ging es schließlich das letzte Stück zu Fuß
Und in Berlin angekommen freut er sich schon auf den Kuss
Von der Queen die ihn ja wirklich ganz abgöttisch liebt
Und mit der sich double U Abends amüsiert
Und mit der sich double U Abends amüsiert
Zwar war der Kuppelbau der Falsche doch bat man ihn herein
Eine Al-Quaida-Gruppe hatte hier ihr Stelldichein
Wen man da vor sich hatte hat man zwar erst spät kapiert
Aber danach hat man double U ganz kräftig masakriert
Aber danach hat man double U ganz kräftig masakriert
So kam Busch ins Klinikum die Organe mussten raus
Mit Tränen in den Augen rief er: Ich bin ein Star holt mich hier raus
So ist er dann geflüchtet und auf dem Kuhdamm krepiert
Und dabei hat er noch Amazing Grace rezitiert
Und dabei hat er noch Amazing Grace rezitiert
Im Himmel hat er dann die Welt allein regiert
Norden, Osten, Süden Westen in sein Reich inegriert
Und für die Zeit der Re-Inkarnation geübt
Und dabei hat er sich dann auch ganz teuflisch amüsiert
Und dabei hat er sich dann auch ganz teuflisch amüsiert
©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)
Cdo“gB“-h (Club der offiziellen „große Brillen“-hasser) ↑
Ich steh auf´m Schlauch
Kennst du das auch?
Große Gläser auf der Nase
Wie ein Hula-Reifen-Piercing am Bauchnabel
Die Gläser wie Teller...große...!
Getönt – wie braune Bratensoße!
Ein Hauch des Gesichtversteckens
Mit einem Hauch des 68´er-Lächeln
Dazu ein Rahmen...mal breit mal dünner
Der B-Träger selbst mal klüger mal dümmer
Modisch auch mal häßlich mal schöner
Von Brillen aber keinen Schimmer – soviel ist mal sicher!
Mal billig; manchmal sogar teuer!
Aber immer groß ununförmig wie Ungeheuer.
Die Farben der Gläser stehen im Kontrast zur Farbe des Rahmen
So kann man rausgeschmissenes Geld am Körper tragen
Ist es Ignoranz, Individualität?
Unwissenheit? Spiritualität?
Was bewegt jemanden so etwas zu tragen?
Ich muß ma´ losgehen...jemanden zu fragen.
Ok, es mag ja jemand geben,
Dem diese Brillen wirklich stehen...
Doch hab ich von diesen
Noch niemanden gesehen
Das will ich auch nicht ändern
Abstand von den Nachfolgern der Hornbrillenträger
Ich hasse diese „gB´s“ nun einmal
Und bin ein Fan vom Cdo“gB“-h
©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)
Es war einmal ein cowboy
und der ritt um die Welt
Er hatte keinen Hut
und er hatte auch kein Geld
Es war einmal ein cowboy
und der ritt um die Welt
er hatte kein Pferd
und er hatte kein Geld
Es war einmal ein cowboy
und der ritt um die Welt
er hatte keine cowboystiefel
und er hatte keinen Stern
Es war einmal ein cowboy
und der ritt um die Welt
er hatte keinen Mut
er hatte nr sich selbst
(Pfeifen)
Es war einmal ein cowboy
der wollte cowboy sei
war er aber nicht
er war ein armes Schwein
Es war einmal ein cowboy
dem war es ganz egal
ist der wilde Westen hier
oder in Afrika
Es war einmal ein cowboy
und er war ganz allein
er hatte nur sich selbst
und er wollte cowboy sein
(Pfeifen,zitternd wie wiehern)
Solo
Es war einmal ein cowboy
und der lebte inner Stadt
und die brauchte keinen coiboy
weswegen er sie verlassen hat
und er ging aufs Land
auf den nächsten Bauernhof
doch die hatten keine Tiere
das fand der Cowboy doof
Es war einmal ein cowboy
und er wollte cowboy sein
er hatte keinen Cowboystern
er war ganz allein
Solo
Es blieb dem armen Cowboy
die Pistole und das Feld
er spielte russisches Roulette, verlor:
er war sein eigner Held
Drum sei dem geraten
dem das cowboysein gefällt
er mache es wie John Wayne
und als Filmstar viel Geld
©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)
Du Wenn ich
Liebst mich Dich sähe
Aber ich Dann wüßte ich
Ich kenn dich nicht Sofort
Du liebst nur Du gehörst
Mich Zu mir
Aber ich Und ich gehör zu
Ich kenn dich nicht Dir
Du Das ist
Liebst mich Was du willst
Aber ich Das ist doch
Ich kenn dich nicht So schwer
Ich lieb Denn ich
Dich nicht Ja ich
Denn ich Ja ich
Ich kenne dich ja nicht Ich kenn dich nicht
In dei- Doch du
Nem Fenster Ja Du
Brennt jede Nacht ein Ja du
Licht Du liebst nur mich
Du hoffst, Und ich
Das ich es sehe Ja ich
Aber ich Ja ich
Ich kenn dich nicht Ich kenn dich nicht
Wenn Ich Das Licht
Dich sehe Es brennt
Bin ich sofort Und ich
In dich verliebt Ich seh es nicht
Doch ich Du liebst
Ja ich Mich
Ja ich Aber ich
Ich kenn dich nicht Ich weiß es nicht
Das ist Du brauchst
Das Problem Mich
Und außer- Aber ich
Dem Ich brauch dich nicht
Bist du Denn ich
Weit weg Ja ich
Und ich Ich weiß gar nicht
Ich kenn dich nicht Das es dich gibt
Und doch Das Licht
Wenn ich dich sähe Das Licht
Ich weiß ich wär sofort Wo ist das
Verliebt Licht
In dich
In dich
Denn ich
Ich brauch nur dich
Ich
Ja ich
Ja ich
Ich lieb nur dich
Wo ist
Dein Licht
Ich find es einfach
Nicht
Ob es
Dich
Vielleicht auch gar nicht
Gibt
Und du
Vielleicht
Nur in meinen Träumen
Existierst
Das ist
Vielleicht
Eine Horror-
Vision
Und schon
Bin ich
Dieser Welt weit ent-
Rückt
Doch du
Ja du
Ja du
Du liebst nur mich
Und ich
Ja ich
Ja ich
Ich weiß es nicht
Copyright by Poetslam (Frederic Höring)
(oder: Die Rettung des alten Schlosses)
Opi hast du bestimmt schon mal gesehen. Ich meine übrigens nicht deinen Opi, auch nicht meinen Opi, zu dem wir jedes Wochenende rausfahren um ihn zu besuchen. Nein, Opi, das ist der, der immer mit ´nem Buch unterm Arm und seiner Brille auf der kauzigen Nase durch unsere kleine Stadt läuft. Und Opi ist lediglich sein Spitzname, der sein Alter und seine Fähigkeit Geschichten zu erzählen, verbindet. Kannst du dich an ihn erinnern?
Opi hat ein sehr gutes Gedächtnis. Wenn ihr euch begegnet seid, kann er sich bestimmt an dich erinnern. Außerdem sind in seinem Kopf sehr, sehr viele Geschichten gespeichert.
Und diese Geschichten möchte er sehr gerne loswerden. Deswegen ist er immer wieder auf der Suche nach kleinen und großen Menschen, die seine Geschichten hören möchten.
Hast du auch schon eine der Geschichten gehört?
Ich meine natürlich nicht so eine über graue Haare oder so. – Die hat Opi zum letzten mal erzählt, als er sich sein letztes Haar selbständig ausgezupft hat. Nun ist er stolzer Besitzer einer Erzählerglatze, welche im Schein jeder Leselampe funkelt und ihm die Autorität verleiht, die ein erfahrener Vorleser nun mal braucht um die schönsten und besten Geschichten erzählen zu können.
Wenn du die Geschichten von Opi schon alle kennen solltest, dann kannst du jetzt getrost spielen gehen. Denn von ihm sind diese sicherlich viel lebhafter und spannender erzählt worden, als ich es zu tuen imstande bin. Ich kenne auch bei weitem nicht so viele Geschichten wie Opi, was wohl auch daran liegen könnte, das ich ja noch viel jünger und unerfahrener bin, als unser Opi es war.
Wenn du aber hören willst, welche tolle Geschichte mir Opi von seiner Jugend erzählt hat, dann macht es euch bequem und lauscht.
Es war einmal vor einigen Jahren ein Mann. Da war Opi noch ein sehr kleiner Junge.
Und der Mann war sehr alt, und hatte auch eine Glatze. So wie Opi später auch.
Naja, dieser Mann also wohnte in einem Schloß. Ganz nah bei der Kleinstadt in der unser Opi aufgewachsen ist. Damals war der Ort noch kleiner als heute, und das Schloß befand sich etwas ausserhalb der Ortes.
Der Mann war wie gesagt schon sehr alt, doch nichts im Vergleich zu dem Schloß in dem er wohnte. Fenster fehlten, Türen waren verrostet und Treppen eingestürzt. Alles in allem ein nicht sonderlich wohnlicher Ort, oder? Nur, der alte Mann fühlte sich dort noch sehr wohl. Aus Gründen die ihr noch erfahren werdet.
Achja, unser Opi mochte das Schloß auch. Bei schönem Wetter erklomm er einen der kleineren Türme des Schlosses um ungestört lesen zu können. Eine Menge der Geschichten die er erzählt, sind aus den Büchern, oder mit viel Phantasie aus den verschiedenen Büchern zusammengefügt. Von dem alten Mann ahnte Opi nichts. Und das ganze Dorf im Übrigen auch nicht.
Geschichten erzählte man sich zwar über spukende Geister, aber Geschichten sind eben Geschichten, der Wahrheit manchmal ebenso fern als auch nah zugleich.
Irgendwann, Opi war bereits ein junger Bursche, da wollte man aus dem alten Schloß eine neue Oper herrichten, um dem Volk etwas Abwechslung zu bieten und das heruntergekommene Schloß loszuwerden.
Das konnte natürlich dem alten Mann nicht gefallen, denn dann hätte er ja sein Zuhause verloren. Und unserem Opi konnte es auch nicht gefallen, denn wo hätte er dann so ungestört lesen sollen?
Also hatten die Stadtbewohner und ihr Bürgermeister, ohne daß sie etwas davon ahnten, 2 Widersacher, die ihre Pläne versuchen würden zu durchkreuzen.
So war es auch mehr Glück als Zufall, daß der alte Mann und unser Opi sich trafen. Zumindest war es ein Glück für diese beiden. Und für diese Geschichte war es auch nicht von Nachteil.
Aber du fragst dich zurecht, wie es dazu kam...
Schließlich wußten die beiden doch nichts voneinander...
Nun gut, das war so:
An einem schönen, sonnigen Frühlingsmorgen während der Schulferien, hatte Opi es sich auf einer eingestürzten Schlossmauer gemütlich gemacht.
Er nutzte das gute Wetter um ein schönes spannendes Buch zu lesen.
Nur, er war noch nicht weit gekommen, als sich ein kleines Rotkehlchen in seine direkte Nähe setzte und ihm ein Liedchen zwitscherte. Verwundert schaute er es an und hörte ihm eine Weile zu. Und, als die Vorstellung zuende war, ging er ganz verträumt nach Hause und vergaß sein Buch auf der Mauer. Auch wenn er es mit dem Rotkehlchen nicht aufnehmen konnte, pfiff er doch den ganzen Weg bis nach Hause dessen Lieder.
Hm, Abends kam dann der alte Mann an der Mauer vorbei und entdeckte das kleine Buch sofort, da es in einen leuchtend roten Umschlag gehüllt war, wie er zum Schutz von Schulbüchern benutzt wird.
Oh, sagte er Tom Sawyer, ein gutes Buch, und wurde neugierig. Er versteckte sich, und noch am selbigen Abend, kam wie er erwartet hatte der Besitzer des Buches zurück um seine Lektüre wiederzuholen. Unser Opi war dem alten mann sofort sympathisch.
Nur kurz ließ er ihn suchen und gab dann einen leisen Pfiff von sich.
Ein erstaunter Opi drehte sich zu dem Pfiff um und sah – eine Hand, welche sein kleines Buch in die Höhe hielt. Das ist deins! – Oder?, fragte der alte Mann und trat aus seinem Versteck, einer keinen Nische in der Mauer hervor.
Jaaa! rief Opi, und beide lächelten erleichtert und erfreut.
Sie gingen aufeinander zu und Opi fragte den alten Mann wie er denn heiße. Dieser antwortete, daß er nur alter Mann heiße, weil er ein ebensolche nunmal sei. Darauf entgegnete unser Opi, er sei Opi. Wobei, das hat er natürlich nicht gesagt, schließlich war er ja noch klein und jung, aber in seinen Geschichten nennt Opi sich immer Opi, und seinen wahren Namen kennt so weit ich weiß gar niemand mehr. Ausserdem war Opi für mich schon immer Opi und wird es auch immer bleiben...
Wenn ihr den alten Mann aus dem Schloß, so er denn noch lebt, was ich nicht für unmöglich halte, einmal treffen solltet, dürft ihr ihn von Opi und mir grüßen und ihn nach Opi´s wirklichem Namen fragen, vielleicht weiß er ihn noch.
Aber ich schweife ab. Zurück zu unserer Geschichte:
Unser Opi freute sich sein Buch wiederzuhaben und der alte Mann freute sich darüber, einen jungen Menschen gefunden zu haben, der einerseits sein altes Schloß zu mögen schien, andererseits aber auch gute Bücher las und, drittens, sich nicht vor seinem hageren Körper und dem langen Bart, sowie den listig funkelnden Augen ängstigte.
Die Hoffnung des alten Mannes war sich sicher nun endlich jemanden gefunden zu haben, dem er seine Geschichten, Erfahrungen und sein Wissen weitergeben konnte.
Na, und wenn du unseren Opi kennst... Dann weißt du natürlich auch, wie sehr dieser sich freute, den Erzählungen des alten Mannes zu lauschen und über die Abenteuer eines Huckleberry Finn zu diskutieren.
Also wurden die beiden während der Sommerferien unseres Opi´s ganz dicke Freunde und lasen geschichten, erfanden Geschichten und redeten über Geschichten, Zauberer, Prinzessinnen, böse Piraten und Feen namens Glöckchen, und was weiß ich noch alles...
Klar, als die Schulferien zuende waren, konnte unser Opi nicht mehr so oft zum Schloß, aber er kam so oft es irgendwie ging.
So gingen 2 – 3 Jahre ins Land.
Eines wilden Herbsttages, der Wind fegte die bunten Laubblätter, die von den Bäumen gefallen waren, durch die Kleinstadt, da stürmte unser Opi schneller als der Wind in die Bibliothek des Schlosses.
Bibliothek? Oh jemine, ich habe ja ganz vergessen dir von der Bibliothek zu erzählen, nicht wahr? – Von der geheimen Bibliothek?
In dem Schloß gabe es nämlich eine unbekannte Bibliothek. Voll mit uralten Büchern und Bänken und Tischen. Mit Regalen und großen alten, eisernen Kerzenhaltern und, dem alten Mann natürlich.
Da dieser unserem Opi sofort vertraute, zeigte er ihm den Geheimeingang, der sich unter den Steinen des riesigen Küchenofens befand und den schon seit Jahrhunderten niemand mehr kannte, ausser dem alten Mann und nun auch unserem Opi.
Mittlerweile, das schon mal im Voraus, um eure Spannung zu erhöhen, kennt die Bibliothek jeder. Naja, das ist übertrieben, viele kennen sie.
Aber ich springe ja schon wieder hin und her. Daran merkt ihr, daß ich noch kein so erfahrener Geschichtenerzähler bin, wie es ein alter Mann oder ein Opi sind.
Also, unser Opi stürmte in die Bibliothek, aufgeregt und verunsichert, erschreckte er mit seinem Ansturm den alten Mann ziemlich.
Nachdem dieser erfahren hatte worum es ging, wurde er aber noch deutlich blasser im Gesicht.
Jedoch, der ihm ausgehändigte Zeitungsartikel zeigte es ihm Schwarz auf Weiß: Das alte Schloß; sein Schloß (!), sollte abgerissen und durch ein modernes Musical-Theater ersetzt werden. Unglaublich: Man war der Meinung, daß das alte Schloß, baufällig und unbewohnt, und für öffentliche Zwecke nicht nur unnutzbar, sondern auch zu teuer war. Wegen der ganzen Untersuchungen der Bausubstanz und der nötigen Absicherungen einsturzgefährdeter Treppen, etc..
Jetzt trafen sich der alte Mann und unser Opi wieder beinahe täglich und grübelten und grübelten, wie sie diese Katastrophe noch verhindern könnten. – Das schöne alte Schloß einreissen... Nicht mit Opi und dem alten Mann. Aber was tun?
Einfach würde es nicht werden, das war klar. Aber wer es nicht versucht, der kann auch nicht gewinnen. So zerbrachen sie sich beide die Köpfe.
Mal wollten sie im Schloß zu zweit einen Sitstreik abhalten. Aber wer gab ihnen eine Garantie, das man sie nicht einfach heraustragen würde?
Dann erwägten sie, auch wegen der herumgeisternden Spukgeschichten, die Politiker, Bauarbeiter und Einwohner durch Geistererscheinungen verängstigen und vom Schloß fernhalten. Aber wie das bewerkstelligen? Manche Menschen haben einfach keine Angst vor Spuk, weil sie nicht daran glauben, und andere würde der Spuk erst dazu antreiben, vor lauter Panik, diejenigen, die nicht an Spuk glaubten, zum Abriss des Schlosses eher heute als morgen zu bewegen. Also auch eine blöde Idee.
...Gar nicht so einfach so eine Schloßrettung...
Auch die Idee Spenden zu sammeln, um das Schloß kaufen oder sanieren zu können, schien nicht sonderlich aussichtsreich und wurde verworfen. Zu teuer war so ein großes Haus, und das Interesse am Erhalt des maroden Schlosses zu gering, das sahen selbst unsere beiden Geschichtenerzähler ein.
Blieb der Weg, das Schloß als Denkmalschutzwürdiges Gebäude vor dem Umbau oder gar dem Abriss zu bewahren. Nicht das Opi gewußt hätte was Denkmalschutz überhaupt ist. Die Erklärung des alten Mannes, daß das Schloß ein altes Gebäude sei, an dem man die Bauweisen vergangener Jahre nachvollziehen und die Lebensweisen seiner Ahnen erahnen könne, leuchtete ihm ebenso ein, wie der Umstand, das es Leute gäbe, denen es am Herzen liege solche Gebäude zu erhalten und diese per Gesetz zu schützen. Nur, wie das zu bewerkstelligen wäre, war den beiden, juristisch unerfahrenen, absolut unklar, und es war wohl auch immer noch fraglich dann, ob die Kosten für den Denkmalschutz nicht auch zu hoch würden. Schlösser gab es ja schließlich auch anderswo einige und besser erhaltene noch dazu.
Auf eine andere, aber damit zusammenhängende, also eigentlich naheliegende Idee, kamen unsere Beiden zunächst gar nicht. Diese sollte aber noch eine entscheidende Rolle spielen.
Aber der Reihe nach.
Während die Pläne der Gemeinde immer weiter voranschritten und sogar schon Ausschreibungen für Architekten (in denen diese sich mit Entwürfen für das Schloßprojekt um die Ausführung und Gestaltung dieses Projektes bewerben und schließlich der beste oder schönste oder günstigste Vorschlag den Zuschlag erhält) ausgearbeitet wurden, schienen der alte Mann und unser Opi die einzigen zu sein, die ein Interesse an der Erhaltung des Schlosses hatten.
Dementsprechend verloren sie immer mehr von ihrer Hoffnung und ihre Energie schwand.
Es fiel ihnen Einfach nichts ein, was das Schloß noch hätte retten können.
Etwa 4-5 Wochen später geschah dann etwas Unerwartetes:
Unser Opi war derart deprimiert gewesen, daß ihm ein Fehler nach dem anderen passierte, und das häufig noch nicht einmal merkte.
Es begann damit, daß er ein Buch des alten Mannes, aus der Bibliothek mit nach Hause nahm um es zu lesen. Dort ließ er es aber dummerweise auf seinem Schreibtisch liegen. Seine Mutter fand es schließlich, als sie nach ihrer Büroschere suchte. Diese war mal wieder verschwunden gewesen und nicht umsonst suchte sie sie bei unserem Opi, der sie sich von Zeit zu Zeit ausborgte und dann vergaß sie wieder zurückzubringen. Außer der Schere fand seine Mutter aber auch das Buch und fragte nicht nur sich, sondern auch seinen Vater und die Verwandten, wie ihr Sohn an ein Buch kommen konnte, in dessen Umschlag „Erstausgabe, 1835" stand. An solche Bücher kam man schließlich auch damals nicht so leicht.
Unser Opi verriet es nicht und behauptete fest, er habe es auf dem Flohmarkt geschenkt bekommen. Dumm war nur, das es sich herumsprach, die Sache mit dem Buch; so sehr, daß sich Historiker und Restaurateure meldeten, die sich für den „Fund" zu interessieren begannen. Auch glaubte die Sache mit dem Geschenk niemand so recht.
Wie dem auch sei, das Buch war für unseren Opi erstmal verloren; die Wissenschaftler nahmen es für ihre Forschungen mit.
Aber, niemand wusste wo das Buch tatsächlich herkam. Denn den Ort, wo unser Opi zum lesen hinging, und auch den alten Mann, kannte weiterhin niemand. Ein kleiner Trost immerhin.
Manchmal machte unser Opi den Fehler, zu auffällig über das Schloß, dessen Schönheit, Geheimnisumwittertheit und den drohenden Umbau zu reden. Klar, das Schloß war allgemein zum Thema geworden und seine Eltern taten die Geschichten zunächst auch als Phantasien unseres Opi´s ab, aber die ständige Wiederholung, machte sie, nicht zuletzt auch wegen des Buches stutzig. Sie erinnerten ihn an ihre uralte Ermahnung, daß das Schloß gefährlich zum spielen sei und das er dort nicht hingehen solle.
Der entscheidende Fehler aber war, als unser Opi, den Hinweis seiner Eltern außer Acht lassend, am folgenden Dienstag wieder in die Bibliothek des Schlosses schlich, um dem alten mann zu berichten, welch ein Aufruhr wegen des „interessanten, aufschlußreichen, gefundenen, uralten Buches in gutem Zustand" bereits im Ort und um unseren Opi herum herrschte.
Genau an diesem Dienstag nämlich, besichtigte eine Delegation von Politikern, Investoren und Bürgern das Schloß, um die Situation des Schlosses zu begutachten.
Als diese in der Küche ankamen und eine Augenblick still prüfend verharrten,wurden Stimmen vernehmbar. Die Stimmen kamen nicht von draußen oder so, sie kamen aus dem Kamin.
Wie du dir sicherlich denken kannst, waren es die Stimmen von Opi und dem alten Mann. Zu hören waren sie, weil unser Opi die geheime Tür nicht vollständig hinter sich geschlossen. Der Aufregung wegen, wie er mir erzählte.
- Nun war es zu spät. Der Zugang wurde natürlich entdeckt und kaum 5 Minuten später versammelten sich die 12 Delegierten um Opi und den alten Mann und staunten und stellten den beiden entsetzt dreinschauenden Fragen jeglicher Art.
Kurze Zeit später waren auch Presse und die nächstliegende Universität informiert und die Katastrophe in ungeahntem Ausmaß perfekt. Treffen zum ruhigen lesen und Ungestörtsein in dem Schloß fortan unmöglich. Der alte Mann nicht mehr unbekannt und die Bücher sollten abtransportiert werden, um sie wissenschaftlich zu untersuchen und sie gegebenenfalls in einer klimatisierten Bibliothek vor Zerfall und unsachgemäßem Gebrauch zu schützen. Nicht daß unser Opi den Wissenschaftlern die Bücher nicht gegönnt hätte, nur war ihm nicht klar, warum die Bücher gerade vor ihm geschützt werden sollten und warum man ihm und dem alten Mann, die doch die Bibliothek quasi entdeckt hatten, ihre Bücher nun wegnehmen wollte. Er geriet sehr in Aufregung, während der alte Mann wie paralysiert wirkte.
Nun gab es aber eine unerwartete Entwicklung.
Das Bekanntwerden der Bibliothek mit ihren zahlreichen Büchern rief eine große Anzahl von Menschen auf den Plan, die sich auf einmal für das Schloß zu interessieren begannen.
Nicht einmal Opi konnte mir erklären, woher die damals alle so plötzlich kamen, und warum, oder wo sie vorher gewesen waren.
Entscheidend sollte aber werden, daß sie nun da waren.
Denn, entgegen der Annahme von Opi und dem alten Mann, hatten doch einige Menschen ein Interesse, wenn schon nicht am Schloß, so doch an den vielen Büchern.
Somit war ungewollt eine Sache erreicht: Ein Woche vor dem offiziellen Start der Ausschreibung für den Neubau des Musical-Theaters, richtete sich die Aufmerksamkeit einer großen Öffentlichkeit auf das Schloß. Und, die Frage über das weitere Verfahren mit den Büchern, sorgte auch für eine Verschiebung des Termines der Ausschreibung und des offiziell angepeilten Baubeginns um jeweils 3 Monate.
Zeit sich darüber zu freuen hatten unsere beiden Freunde allerdings zunächst nicht, zumal sie um ihre Bibliothek fürchteten. Zudem gerieten sie als sogenannte „Kenner" der alten Bibliothek in den Blick von Presse, Forschern, Politikern und Sammlern. Sie mußten viele Fragen beantworten und immer wieder ihre Geschichte erzählen.
Auch viele kritische Fragen waren darunter, wie z.B., warum die Beiden die, für die Gemeinheit derart interessante und aufschlussreiche Bibliothek so lange, bzw. warum sie sie überhaupt geheimgehalten hatten.
Aber wie du ja weißt, hatten Opi und der alte Mann allen Grund dazu, und die aktuellen Entwicklungen schienen sie noch dazu zu bestätigen.
Jedenfalls war es mit dem entspannten lesen und diskutieren der Beiden in ihrem alten Schloß ersteinmal vorbei. Selbst zum lernen für die Schule kam unser Opi wegen des ganzen Rummels kaum mehr, was seine Eltern beunruhigte und sie veranlaßte ab und zu doch dazwischenzugehen.
Immerhin wußten sie und seine Lehrer jetzt aber, warum seine Leistungen in letzter Zeit so nachgelassen hatten und der bekam sogar für manche Stunden schulfrei, um der Neugier der Öffentlichkeit, die bis zu Talkshows im Fernsehen und Radio reichte, nachkommen zu können.
Gleichwohl das alles viele Erfahrungen für unseren Opi mit sich brachte, mißfiel diesem damals der ganze Rummel genauso, wie die nervigen Fragen seiner Eltern.
Allerdings überraschte ihn, daß seine Eltern ihm keinesfalls mit reinem Unverständnis begegeneten. Vielmehr stellten sie, wie Eltern es nunmal tun, seiner Liebe für das Schloß, die Bücher und den alten Mann, die Gefahren des alten Gemäuers gegenüber.
Den alten Mann hingegen luden sie einige Tage später gar zum Kaffee ein und lauschten dessen spannenden Erzählungen. Aus diesen erfuhren sie, daß der alte Mann, schon als junger Mann (so wie unser Opi, nicht wahr?), in den Ruinen des Schlosses sich aufgehalten hatte und dabei, quasi zufällig, die Geheimtür entdeckt hatte.
Genaugenommen war er eines Tages in den Kamin geklettert um zu sehen, ob er darin aufrecht würde stehen können. Und um zu sehen, ob man durch den Schornstein des Kamines, den freien Himmel würde sehen können. Den Himmel konnte er freilich, wegen einer Abdeckplatte auf dem Schornstein, nicht sehen. Gleichwohl entdeckte er einen leicht versetzten Stein in der Kaminmauer, der sich als herausziehbar, also nicht eingemauert herausstellte. Und dahinter? Dahinter befand sich ein kleiner Griff, an dem unser alter Mann öfters zog und drehte. Doch zunächst tat sich anscheinend nichts. Bis dem alten Mann auffiel, daß sich unweit seiner Füße eine schwer aussehende Steinbodenplatte leicht angehoben hatte. Diese konnte er, wie er verwundert festgestellt hatte, relativ leicht hochklappen und bekam dann eine dunkle Steintreppe zu sehen, die in ein ungewisses Etwas führte.
Erst nach einigen Tagen habe er sich dann getraut, mit einer Kerze und einem festen Stock bewaffnet, die Dunkelheit zu erforschen und war nach wenigen Metern schnell in der Bibliothek gelandet, von der nun jeder sprach.
Naja, einige Jahre war er von da an sehr häufig heimlich in die Bibliothek geschlichen und hatte unter anderem, durch das lesen vieler alter Bücher, sehr gut altdeutsch gelernt.
Dann traf ihn aber eines Tages ein schwerer Schicksalsschlag. Er war auf einem Tagesausflug mit seiner Klasse in die nahegelegene Heide gewesen, als er nach seiner Rückkehr erfuhr, daß seine Eltern bei einem Brand ihres Hauses ums Leben gekommen waren.
Eine kleine Träne rollte dem alten Mann bei dieser Schilderung über die linke Wange und er machte eine kurze Pause. Unser Opi nahm seine rechte Hand in seine linke und hielt sie fest, während seine Eltern den alten Mann aufmunterten weiter zu erzählen.
...Um dem Leben im Waisenhaus zu entkommen, war er der alte Mann dann schnell ausgerissen und mit ein paar Essensdingen und Kleidern in die Bibliothek geflüchtet. Zwar hatte man im Schloß intensiv gesucht, ihn aber nicht gefunden.
Problematisch war zunächst die Frage gewesen, wie er an Essen gelangen könnte, dann hatte er aber nach und nach gelernt, sich auf den Feldern der Bauern in der Nähe das Nötige zu besorgen. Wasser holte er aus einem kleinen klaren, weil schnell fließendem, Bach in der Nähe, der auch im Winter nicht zufror. Als er älter wurde, ging er dann auch ab und zu in einem entfernten Ort ein wenig betteln. Nur in seinen eigenen Ort hatte er sich bis heute nicht getraut, weil er fürchtete, Fragen beantworten zu müssen zu seiner Person und was er getan habe all die Jahre. Auch war natürlich nach und nach die Gewöhnung an die Bibliothek gewachsen und ebenso die Angst dieses Zuhause auch wieder zu verlieren.
Wie lange er nun schon in dem alten Schloß gewohnt hatte wußte der alte Mann nicht. Und auch seinen Namen hatte er vergessen oder wollte ihn nicht preisgeben. Deswegen hieß er fortan auch immer noch der „alte Mann". Opi erzählte mir zwar, natürlich habe der Mann einen Pass bekommen mit einem Namen und so; anhand von Zeitungsartikeln über entflohene Waisenkinder der Gegend aus den letzten Jahrzehnten, sei auch dessen Identität relativ sicher festgestellt worden, sie habe aber niemanden interessiert.
Jetzt drohte ihm aber wieder ein Heimaufenthalt, auch wenn es nicht wieder das Waisenheim war, so drohte nun das Obdachlosenheim.
Und da, so wieder Opi, hätten seine Eltern dem alten Mann völlig überraschend angeboten, daß dieser im Gästezimmer wohnen dürfe und einen eigenen Schlüssel für das Haus erhalten würde. Außerdem wollten sie ihren Sohn und den alten Mann unterstützen, eine gute Lösung für das Schloßproblem zu suchen.
Aber der ganze Rummel hatte eine Menge Zeit gekostet und so blieb auch von den 3 Monaten nicht mehr viel Zeit übrig. Und der Bürgermeister beharrte auch auf dem Plan, aus dem Schloß ein Musical-Theater zu machen, während Opi und der alte Mann unbedingt ihre Bibliothek behalten wollten.
Das beides nicht wie bisher in die Tat umzusetzen war, war aufgrund der veränderten Umstände klar. Die Frage war nur, wer würde sich wie weitgehend durchsetzen können. Schließlich teilten sich auch die Bürger der Kleinstadt, die Wirtschaft und die Kultur-
verbände je nachdem, ob sie Musicals oder Bücher lieber mochten, in zwei annähernd gleich-große Gruppen auf.
Und dem Druck von mir, dem alten Mann und meinen Eltern, hatte der Bürgermeister kaum etwas entgegenzusetzen, sagte Opi mir stolz.
Schließlich gab es aber einen Architekten, der es schaffte, einen Vorschlag zu unterbeiten, der eine Sanierung des Hauptteiles des Schlosses vorsah, in der die Bibliothek sich weiterhin befinden sollte, wennauch in etwas modernerem Stil, also Lampen statt der brennenden Kerzen. Die maroden Außenmauern sollten abgerissen und durch neue Anbauten, welche im Zusammenspiel mit dem Hauptgebäude stehen würden, ersetzt werden. Durch das Haupgebäude würde man folglich sowohl in die neue „Alte Bibliothek", als auch in die neuen Räume des Musical-Theaters gelangen. Im Sommer könnten dann Musicals auch im zu restaurierenden Innenhof des Schlosses stattfinden.
Natürlich würden aber eine Menge der alten Bücher trotzdem in eine geeignetere, der Erhaltung besser angepasste Bibliothek wechseln müssen. Ausserdem sollten natürlich auch neue Bücher angeschafft werden um alle Geschmäcker der Bürger zu befriedigen.
Damit fanden sich unser Opi und der alte Mann schließlich ab. Zumal sie Freikarten für Bücherei und Musical-Theater bekommen sollten und eine Zugangsberechtigung für die Räume, in denen die alten, zerfallgefährdeten Bücher aufbewahrt werden sollten.
3 Jahre später habe dann das neue Kulturzentrum des Ortes gestanden, erzählte mir Opi. Und er und der alte Mann hätten häufig zusammen in der Bibliothek gesessen, wo der alte Mann fortan gearbeitet habe. Opi hatte ein paar Jahre lang einen Nebenjob als Bedienung in der Bar des Theaters, und so seien die beiden auch häufig ins Musical gegangen.
Das erste Stück habe Die geheimnisvollen alten Bücher geheißen und sei ein Renner gewesen.
Ob der alte Mann wohl noch dort arbeitet? Wie hieß der Ort gleich noch?
Opi jedenfalls zog es irgendwann hinaus in die weite Welt um seine Geschichten zu erzählen.
Hast du ihn vielleicht gesehen?
©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)
Das ist Leben
Das ist geben
Das ist nehmen
Das ist verstehen
Bücher lesen
Briefe schreiben
Musik hören
Filme sehen
Auf der Wiese liegen
In Schlangen stehen
Einkaufen gehen
In Urlaub fliegen
Das ist Leben
Das ist vergeben
Das ist benehmen
Das ist gestehen
Cocktails trinken
Lecker essen
Pillen schlucken
Dinge genießen
Freunde treffen
Sich was erzählen
Manchmal streiten
Und sich dann versöhnen
Das ist Leben
Das ist nachgeben
Das ist abnehmen
Das ist anstehen
Schule besuchen
Und dann studieren
Dann Arbeiten
Wird sich´s rentieren?
Die große Liebe
Und die Enttäuschung
Neue Bekanntschaft
Und Entfremdung
Das ist Leben
Das ist angeben
Das ist mitnehmen
Das ist überstehen
Viele Probleme
Manche Lösungen
Viele Versprechen
Und Abmachungen
Das ist Leben
Das ist abgeben
Das ist vernehmen
Das ist bestehen
Das ist Leben
Das ist geben
Das ist nehmen
Das ist zu leben üben
©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)
Denken
Drüber-Nach-Denken
Die eigenen Gedanken
Lenken
Sich anstrengen,
Einer Sache Aufmerksamkeit
Schenken.
Probleme vermeiden,
Vorteile
Erkennen.
Denken
Über-Etwas-Nach-Denken
Oder an Etwas
Denken
Sich aus-Denken,
Einer Sache das Leben
Schenken.
Probleme erkennen,
Und bei ihrem Namen
Nennen.
Denken,
Denken-zu-Denken,
Denken die Gedanken zu
Lenken
Und Denken,
Daß es die eigenen
sind
Und dran zu Denken
Zu Denken,
Auch an die Anderen.
Denk Mal!
Mal Denken?
NachDenken?
Über Denkmäler?
Denkende Denker,
VorDenker?
Umdenken?
Bedenken?
Gedenken.
©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)
Vor meinem Haus
Da steht ein Baum
Der ist so alt
Wie mein Traum
Und was er weiß
Will ich ihn fragen
Denn er ist weise
Und reich an Jahren
Er kennt die Welt
Was sie zusammenhält
Und seine Macht
Ist seine Milde
Wenn ich ihn sehe
So eine Ruhe
Trotzt dem Sturm
Der Katastrophe
Seine Wurzeln
Tief in der Erde
Und seine Krone
Zeigt mir die Sterne
Er gibt mir
Die Luft zum Atmen
Und den Schatten
Um gut zu schlafen
Er fühlt Gut und Böse
Keine Frage
Und liebt das Lachen
Und nicht die Klage
Er dehnt sich aus
Durch Zeit und Raum
Bis tief hinein
In meinen Traum
Und ist er irgend-
Wann vor mir tot
In meinen Träumen
Lebt er immerfort
©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)
Mit weißem Stab
Durch die Wüste der Menschen Menge
Fliederduft
Harte und sanfte Stimmen
Von Oben tropft kühl
Der Himmel auf sein Haupt
Dann wölbt sich der Bogen über ihn
Verkündet Verzeihung
Der Blinde sieht nicht
Das seine Blindheit ihm verziehen wurde
©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)
Zunächst muss betont werden, daß es sich bei der hier vorliegenden Geschichte um eine ebensolche handelt. Ergo: es handelt sich folglich um eine „Geschichte", um Phantasie und Ereignisse, die in ihrer Art so hätten passiert sein können, es meinem Wissen nach aber nicht getan haben; zumindestens nicht wirklich.
Auch muss ich betonen, daß der Autor dieser Geschichte dabei keineswegs auf meine, also seine eigene Geschichte zurückgreift - aber das ist ja klar nach der vorhergegangenen Erklärung – nicht wahr?
Vielmehr versucht er also sein Glück darin zu finden, dass er eine Heldenfigur erfindet und auswählt. Es bleibt zu hoffen das er die richtige Auswahl getroffen haben möge, schließlich erzähle ich nur sehr ungern über die Erfahrungen eines unerfahrenen Antihelden. Und: Wer möchte schon den Geschichten eines langweiligen Menschen [Wie der des Erzählers selbst, Anm. des Autors][Das ist auch deine eigene, du Blödmann, Anm. des Erzählers] lauschen, der von einem Autor zu einem Helden ernannt wird, somit wohl auch einer sein muss, gleichwohl in keiner weiteren Weise einem ebensolchem nahekommt?
...Ich [Und damit bin in keinster Weise ICH selbst gemeint! Anm. d. Erzählers], hatte keine Ahnung was mein Erfinder von mir erwartete. Ich wusste lediglich das ich ein Held sein sollte. Das ging schon daraus hervor das mein „Erfinder" ständig betonte: „Ich sei ein Held", wobei er wortwörtlich natürlich sagte: „Du bist ein Held", denn er meinte ja mich und nicht sich selbst.
...Somit war ich geboren und, das wird er nicht müde zu betonen, nur dank IHM und SEINER Phantasie. Was wäre ich nur ohne IHN.
Und nun war ich dran. Ich sollte das in mich gesetzte Vertrauen bestätigen, ob ich wollte oder nicht, und nicht nur ein Held sein, sondern mich auch gleich derartig vollführen und zu erkennen geben.
- Was könnte einfacher sein?
Ok, mir fallen da viele Dinge ein: Lolli lutschen, Frauen anbaggern, Kaiser von China oder doch zumindest Bäckerin bei Kaisers Bäckerei zu werden. Alles ist einfacher als ein Held nicht nur zu sein, sondern auch zu werden und zu bleiben, puh.
Was ist eigentlich ein Held?
Woher sollte ich eigentlich wissen, was „Er" von mir wollte?
-Das ich ein Held sein sollte, ok, das hatte er ja betont, aber was das bedeutete, das betonte er nicht; nicht mal auf die Idee kam „Er", dass ich ihn hätte fragen können was das bedeutete. So brauchte „Er" denn auch nicht zu antworten. Aber vermutlich bin ich ja das Ergebnis „Seiner" Unwissenheit, was ein Held sei, und somit möglicherweise die Antwort auf meine eigene Frage, die denn wohl auch „Seine" Frage war...
Klar ist aber, das brauche ich nicht hervorzuheben, dass eine phantastische Person wie ich, keine Grenzen kennt, ausser der Vorstellungskraft ihres „Erfinders". Doch auch mit größtmöglich vorstellbarer Phantasie ist aller Anfang bei großen Taten schwer und führt doch zumeist erst nach einigen Irrungen und Wirrungen von Geist und Feder, die den Helden auf sich selbst gestellt in die weite Welt hinausjagen, zu einer Idee, einem Plan, einem geordneten Pfad, den der Gejagte beschreiten kann und dieses auch zufriedengestellt tuen mag. Sei das Ergebnis auch noch so zufällig.
So auch bei mir:
Zunächst wurde ich der Ausübung 1.Hilfe befähigt, um dann an eine Kreuzung gestellt zu werden, dort auf zu rettende Unfallopfer zu warten. Dieses Unterfangen mußte scheitern.
Nicht nur daß Unfälle relativ selten dort vorkommen wo man auf sie wartet, auch ist heldenhafte Hilfe zuoft nicht nötig, nicht möglich, oder, dank besser ausgerüsteter Ärzte nicht nötig. Und, Helden die auf den Schaden anderer bauen sind auch nicht gern gesehen, und werden, bei Auffallen, gerne sogar mit Eiern beworfen. An der Idee war was faul!
Nun gut, beseelte man mich also mit politischem Charisma.
Schnell wurde klar, daß mir zwar dieses zu gewissen Erfolgen und manchem Ruhm und Ehre gereichte, allein, die angestrebte Weltverbesserung, aufgrund der Göße der Welt, und der Komplexität alles zu durchschauen und überall zur gleichen Zeit seien zu müssen, überfordert auch einen Helden. Im Großen und Ganzen muß derlei Unterfangen in einer Fabel oder einem Epos enden, oder aber, wie bei mir, den Helden zu einer wohl ehrenvollen, gleichwohl tragischen Figur werden lassen. An so jemand erinnert sich später niemand mehr.
Der letzte Irrweg schließlich, wenn auch nicht der einzige neben den anderen beiden, wurde mir auferlegt mit einem Adoniskörper. Der sollte zum Helden machen. Doch stellte sich auch dieses Vorhaben als Schnapsidee heraus. Diese Art von Helden, so sie denn welche sind, gelten „nur" den Frauen etwas, und diesen auch nur bis zum Verfall des gepriesenen Körpers.
Sobald alles hängt und Bier und Schnaps die Hirnzellen vom Kopf in den Bauch verlegt haben, oder eine Straßenbahn das Sixpack zerquetscht hat, werden jüngere Lover gesucht und man gerät im Altersheim in Vergessenheit.
Also back to the Roots...
Wir sind (damit sind Sie<der Leser> und ich gemeint, Anm. d. Helden) ja nun immerhin schon etwas klüger und konnten bereits ein paar gutaussehende, aber letztlich doch glücklose Ideen ausschließen, auf dem Weg zum Heldentum.
„Nun steh ich hier, ich armer Held und hab so wenig Ahnung von der Welt".
Gut, ich weiß, daß klingt bei Goethe besser, aber kein Held ist perfekt.
Also erstmal Pause und raus. Raus aus dem Kopf von „Ihm". Raus aus der Feder des Schreibers. Raus aus dem haus und ab in den Englischen Garten mit dem bayrischen Rasen und dem nassen Wasser von Isar und Eisbach.
Und dann nicht mehr dran denken. Einfach vergessen ein Held zu sein; ein Held einer Vorstellung eines Menschen zu sein.
Nur relaxen und ich selbst sein.
– Es regnet. Und es ist dunkel.
Ich habe geträumt. Von Helden. Wenn ich mich doch bloß genauer erinnern könnte.
Ich werde nass! Werden Helden eigentlich auch nass?
- Schon sehe ich aus wie ein begossener Pudel! – Sehen Helden eigentlich auch...?
Quiiiiieeeeetsch!!!!!
Ein ohrenbetäubender Pfiff durchdringt mein Trommelfell. Und zwar von Nahem und derart laut, daß es anschließend in meinen Ohren zwitschert.
Erschrocken fahre ich zusammen. Dicht hinter mir höre ich eine Stimme reden:
„Ich bin Ari auf Safari". Ich drehe mich um und sehe nichts. Stattdessen bemerke ich dann den bunten Vogel auf meiner Schulter.
„Bei dir piepts wohl?" fragt er in meinen lädierten Gehörgang.
Obwohl es regnet und ich mich fortbewege, bleibt er auf meiner Schulter und wiegt den Kopf hin und her wie ein Schiff seinen Mast im Sturm.
„Ari liebt Sari" – „Jaja ich weiß!" (eine Lüge des Helden, Anm. d. Autors) antworte ich genervt aber doch irgendwie belustigt.
„Wo kommst du her?" frage ich ihn (sprechende Vögel sind selten aus der freien NAtur entflohen, Anm. d. Helden). „Wo kommst du her?" antwortet der so gefragte.
Ich gehe weiter. „Sind wir bald da?" fragt Ari, fröhlich wie mir scheint.
„Nein, leider nicht", will ich antworten, komme aber nicht dazu.
Schon wieder ein greller Ton. „Da iiiiissst er ja!!!!!!!!". „Wo?" fragt Ari. „Wer" frage ich mich verdutzt.
„Aaaariiiii!!!!". Das Ding macht einen Satz und landet 2 Meter weiter auf einem hellgrünen Wollpulli.
„Wo haben Sie ihn gefunden?". – Durch Regen und Dunkelheit erkenne ich einen kleinen Jungen. „Er hat mich gefunden, möchte ich behaupten. Und: gehört der Vogel dir? – und wenn ja, wer ist Sari?" –Ich bin verwirrt, diese Situation überfordert einen Helden wie mich.
Der Vogel schaut mich weiter mit schiefgelegtem Kopf an.
„Nun ja," antwortet der Junge verlegen, „eigentlich heiße ich ja Ali, aber das kapiert Ari nicht!". „Achso!" antworte ich.
„Hier wohne ich!" sagt er und zeigt auf eine offene Tür in der eine schöne Frau am Rahmen lehnt und lächelt. – Ein wunderbares Lächeln, wenn Du (damit sind Sie als Leser gemeint, Anm. d. Autors) mich fragst...
„3 Stunden ist Ari schon weggewesen!" sagt sie und zeigt auf das offene Fenster neben dem der Küche.
„Heißen Sie Sari?" frage ich einer Eingebung folgend. „Nein, Anni." antwortet sie, lächelt wissend, und schon sitzen wir zu viert, nein zu dritt am, plus Ari auf dem Wohnzimmertisch.
Wir trinken ein Glas Wein oder Apfelschorle.
„So ein Vogel kostet viel Geld!" sagt Anni. „Und Ari ist unbezahlbar!" ergänzt Ali.
„Ari liebt Sari." quatscht Ari dazwischen.
„Ari scheint Sie auch zu mögen, sonst setzt er sich nie auf fremde Schultern!" bemerkt Anni, als sie die ganze Geschichte von mir und Ari gehört hat. „Das stimmt." bestätigt Ali, „Sie haben ihn gerettet!". – „Sie sind ein Held!" – war das gerade der Vogel?
©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)
Er ist rund und schön
läßt manchen im Schlafe sich dreh´n
sich unbewußt erheben
und auf Dächern spazier´n
Wer ihn sieht ist entzückt
das es ihn gibt ist ein Glück
denn er erhellt die Welt
und scheint derselben doch entrückt
Wer ihn träumend erblickt
schaut tief in sein Gesicht
ist dem Himmel so nah
vergißt jede Gefahr
Er macht den Werwolf aktiv
der Tagelang schlief
und die Nacht so kühl
die Wolkenlos still
Wer das Wasser sieht
der merkt das höher es heut zieht
und das ein gelber Kreis
auf den Wellen sich zeigt
Wenn der Mond graziös
Das Licht der Sonne verströmt
Steht die Zeit beinahe still
und erholt sich von des Tages Spiel
©Copyright by Poetslam (Frederic Höring) ↑
Mir scheint
Der Schein trügt
Weil er die Wahrheit
Nicht reflektiert
Eine Vermutung
So scheint es mir
Ist der Schein
Oder ists doch mehr?
Doch ein Schein
Der Wahrheit wäre
Wäre Schein nicht nur
Sondern gäbe der Realität die Ehre
Nur allein fehlt der Beweis
Zur Entlarvung eines solchen Scheinscheins
Ist er auch da
Ists vorbei mit diesem Schein
So wird der Schein
Denn zum Bewußtsein
Und war schließlich
Nur zum Schein ein Schein
©Copyright by Poetslam (Frederic Höring) ↑
Wir sind draußen
Machen keinen Halt, denn
Es ist scheiß kalt
Und ärgern uns
Über die Leute, die
Uns aus dem Warmen zuwinken
Nun sind wir im Haus
Stehen am Fenster, und
Schauen raus
Können uns amüsieren
Über die Leute, die
Draußen frieren
©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)
30 Jahr, blondes Haar. Susi ist eine durchaus gutaussehende Frau. Ein Mangel an Freiern soll nicht ihr Problem sein und im Beruf läuft fast alles nach Wunsch. Auch wenn die Affäre mit einem ihrer Kollegen, den sie unbedingt mal in seiner „ganzen" Schönheit kennenlernen möchte, der ihr auch schon ein paar mal ganz tief in die Augen geschaut hat, sie aber noch nie angesprochen hat, noch nicht realisiert werden konnte. Das Problem ist, das sie, sonst ganz selbstbewußt und durchaus auf Männer zugehend oder gar mit diesen spielend, eine Hemmung hat, ihn von ihr aus aufzureissen. Aber ansonsten läuft wie gesagt alles blendend bei ihr. Letzte Woche war sie sogar los zur Bank und hat sich beraten lassen. Dem war ein Urlaub in Brasilien vorausgegangen und eine Menge reiflicher Überlegungen. Vor allem aber der Traum ein eigenes Haus, möglichst bald erwerben können zu wollen. Bisher hatte sie noch alles erreicht. Also, warum nicht auch das. Viele Menschen besitzen mit 30 ein eigenes Haus. Und da sie gut verdiente, würde sie wohl auch Kredite bekommen und relativ leicht wieder zurückzahlen können. Es mußte ja nicht gleich ein Haus am Strand von Rio sein, obwohl sie dafür natürlich gerne brasilianisch lernen würde. Wie dem auch sei, sie hatte sich beraten lassen und es klang alles sehr überzeugend. Jetzt hat sie die Hoffnung, das sie, wenn schon nicht das „Große Geld", so doch zumindest eine nicht unerhebliche Steigerung ihres Kapitals schafft. Sie hat sogar eine Sicherheit eingebaut. Und zwar hatte sie sich für eine breite Fächerung entschieden. Anstatt voll auf eine einzige Firma zu setzen, erwarb sie Aktien von mehren verschiedenen Firmen. 10.000€, die in ihren kurzfristigen Planungen keine große Rolle spielten, und die sie vor ein paar Monaten von ihrer verstorbenen Großmutter geerbt hatte, investierte sie dafür. In Gesprächen, die sie mit Bernd führte, merkte sie deutlich, das er sie für ihren Mut bewunderte. Bernd ist 29, ebenfalls Blond und hat ein süßes Lächeln. Dieses Lächeln mag es wohl gewesen sein, was alle im Büro anzog –nicht nur die Frauen, aber natürlich hauptsächlich die Frauen. Aber auch sein Körper, der sich stets unter den nicht immer gebügelten Anzügen abzeichnete, versprach schöne Stunden... Nicht umsonst galt er als erfolgreichster „An-Land-Zieher" und „Abschlepper" von Aufträgen für die Firma. Bevor die Auftraggeberinnen es merkten, hatten sie sich ihm ausgeliefert und Aufträge vergeben, während er schon wieder gesehen hatte, das er Land gewann. Beziehungen mit Verhandlungspartnerinnen waren ihm suspekt. Bernd war abgesehen davon auch schon seit längerem auf eine Frau aus seiner eigenen Firma aufmerksam geworden. Jedes mal wenn sie an ihm vorbeiging, verursachte ihr Geruch, der wohl von einer Bodylotion herrührte, da war er sich sicher, eine ungeheure Lust auf Eis in ihm. Nur, es war keine Lust darauf, das Eis alleine zu essen. Er würde sie sogar füttern...dachte er bei sich. Sein Problem war nur, da die Frauen eigentlich immer auf ihn zukamen, wußte er nicht wie er sie gewinnen sollte. Denn, von alleine war sie bisher nicht auf ihn zugegangen. Er begann schon an sich zu zweifeln. Auch wenn die Gespräche wie er meinte dann doch immer vertraulicher geworden waren. Ein paar Monate später schaut Susi mal wieder im Internet nach ihren Kursen. Bislang hatte sich alles nach Wunsch entwickelt und so war es auch zu ihrer Gewohnheit geworden, jeden Morgen vor, und jeden Abend nach der Arbeit, sofort zu ihrem Rechner zu laufen, und die Wertzugewinne zu betrachten. Würde ihr Bernd nicht jeden Tag im Büro über den Weg laufen, könnte ihr Leben echt perfekt sein. Möglicherweise würde sie ihn gar vergessen. Schade das Bernd keine AG war, die man über Aktien relativ unkompliziert hätte erwerben können. Allerdings wird ihr bei diesem Gedanken bewußt, das sich etwas verändert hatte. War es ihr ursprünglich um das Haus gegangen, so waren die Aktien mittlerweile vom Mittel zum Zweck geworden. Für ein Haus reichte es bei weitem noch nicht, aber das hatte sie ohnehin so schnell nicht erwartet. Aber jetzt wo die Aktien eben doch überaus viel Rendite abwarfen, begannen die Aktien sie zu vereinnahmen. Bernd merkt davon nur wenig, schließlich ist sie ihm gegenüber immer noch freundlich. Wie sie mit den anderen umgeht –auch keineswegs unfreundlich, so doch distanzierter- kann ihm egal sein. Schließlich fährt Susi sogar zu ihrer ersten Aktionärsversammlung von einer der Firmen von der sie Aktien besitzt. Keine ganz unwichtige Veranstaltung. Ein Großaktionär hatte, da er sich eine positivere Entwicklung der Firma erhoffte, die Versammlung erbeten und die Manager waren der Forderung nachgekommen. Susi hatte reiflich überlegt, ob sie für oder gegen den abzustimmenden Plan stimmen sollte. Nach einiger Zeit war sie zu dem Schluß gekommen: Nicht nur in ihrem eigenen Sinne, sondern auch in dem der anderen Aktionäre und gar der Konkurrenzfähigkeit der Firma sollte sie für den geforderten Sparkurs stimmen. Das tut sie denn auch. Am nächsten Morgen, im Zug, auf der Rückfahrt von Stuttgart, liest Susi dann in der faz, was auf der Pressekonferenz verkündet worden war. Zuvor hatte sie bereits erfreut registriert, das ihre Aktien im Zuge der Ankündigung der Versammlung bereits um etwa 2,5% gestiegen waren. Sie ist sehr zufrieden mit sich. Die nächsten Monate vergehen relativ ereignislos. Aber dann sollte es losgehen: Sie sieht immer mehr mißmutige Gesichter an ihr vorbeilaufen. Und würde sie in einen Spiegel schauen, sie würde sehen, daß sie keine Ausnahme diesbezüglich darstellt. Aber das weiß sie auch so. Und Bernd ebenfalls. Sie war nicht die einzige Person in ihrem Unternehmen welche Aktien besaß, aber so wie sie besaß kaum einer der Anderen Aktien vom eigenen Unternehmen. Es gibt also zunächst einige Pressemitteilungen. Der Betriebsrat schaltet sich ein. Wochenlang wird eigentlich nur diskutiert und niemand weiß genaueres. Dann erfährt sie von der Ankündigung der Versammlung. Als Aktionärin ist auch sie eingeladen. Obwohl sie die Wertpapiere durchaus im Auge hat, weiß sie, dieses Mal wird sie anders stimmen müssen als in Stuttgart. Aber sie ahnt bereits, daß ihre Stimme die Entscheidung genauso wenig umdrehen kann, wie sie in Stuttgart schon nicht nötig gewesen wäre, die bereits getroffene Entscheidung durchzubringen. Im Dezember, es sind 3 Monate vergangen, fährt sie zum Arbeitsamt. Sie hofft, daß ihr Freund einen Job bekommen hat, oder zumindestens ein Vorstellungsgespräch. Sie arbeitet noch immer in ihrer Firma. Allerdings hat sie vor etwa 3 Monaten alle ihre Aktien verkauft. Auch wegen ihres Freundes. Er wartet schon. Erwartungsvoll gibt sie ihm einen Kuß und fragt: Und, wie ist es gelaufen? Nicht so gut, antwortet dieser. Dennoch,seit Susi ihre Aktien verkauft hat, hat Bernd noch mehr Respekt vor ihr. Er hatte zwar eine Abneigung gegen die Börse, aber er weiß ja auch, daß es im Kapitalismus nicht um die Schädigung anderer, sondern um die eigene maximale Gewinnsteigerung geht. Und außerdem liebt er sie ja auch.
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Seit 6 Monaten sitze ich nun schon hinter schwedischen Gardinen.
Neulich habe ich eine Bank überfallen.
Geld war gar nicht das Problem. Beziehungsweise, Geld war natürlich schon das Problem. Nur halt nicht so, wie man das vielleicht erwarten könnte. Anders halt. Anders als normal halt. Jeder würde doch erwarten, daß man eine Bank überfällt, weil man Geld braucht. Oder um der Freundin zu beweisen, wie sehr man sie liebt, und was man alles auf sich nimmt, um sie heiraten zu dürfen, oder so was halt.
Wer rechnet schon damit, daß jemand, der Geld hat und keine Freundin oder so, eine Bank überfallen würde. Und das, damit diese sein Geld verwalten darf.
Aber wer rechnet auch schon damit, daß eine Bank jemanden abweisen würde, der ihr sein Geld bringen will.
Meine Bank schon.
Und das nur wegen meiner etwas zerissenen Jeans und dem stinkenden Pulli. Und der Fahne.
Kann jeder sagen, das er geerbt hätte. Und, wo wohnen Sie überhaupt? Kommen Sie wieder wenn Sie eine Wohnung haben. Und eine Arbeit und so.
Warum soll ich arbeiten, wenn ich doch Geld habe? Und ne Wohnung, wo ich doch mit meinem Wohnwagen überall hinfahren kann?
Dann ist mir das mit den Banküberfällen eingefallen.
Das klappt doch auch häufig.
Dann fliegen wieder anschließend die Hubschrauber ganz tief über die Stadt und suchen den Einbrecher, der direkt neben der Bank wohnt, und den sie dann auch 20 jahre später fassen, nachdem er zum 20. Male die Bank nebenan überfallen hat. Sie fassen ihn, weil kein Geld mehr in der Bank ist, und der Bankräuber sich weigert die Bank zu verlassen, bevor sie ihm die übliche 20.000€ gegeben haben.
Ausserdem hat er, wenn sie ihn erwischen, das ganze Geld schon verbraucht oder gespendet oder so.
Naja, er hat immerhin nun eine Wohnung mit Verpflegung und so.
Ich habe mir also eine Strumpfhose gekauft, und ein StarWars-Laserschwert und bin dann hin zu meiner Bank. Das geerbte Bargeld in drei Plastiktüten mit Henkel.
Ich habe den verwirrten Angestellten gefragt ob mein Sachbearbeiter da wäre.
Der Herr Schulz, mein Name wäre Bussel. Er würde schon wissen, worum es gehe. Und er solle sich bitte beeilen, denn unter dem Strumpf wäre es deutlich wärmer als er es sich vorstellen könne.
Natürlich war der Herr Schulz gar nicht mein Sachbearbeiter, schließlich war ich ja gar nicht Kunde der Bank, dank Herrn Schulz. Aber ihn kannte ich wenigstens.
Auch war Herr Schulz leider gerade im verlängerten Wochenende.
Also richtete ich meine Botschaft an den anwesenden Angestellen aus:
Nehmen Sie mein Geld und zwar zackig, sagte ich und deutete auf mein Schwert. Und geben Sie mir ein Konto!
Die Zinsen können Sie behalten, ich will nur mein Geld nicht mit mir herumschleppen, sonst wird es möglicherweise noch geklaut!
Zwei Minuten später waren dann die Beamten da.
Sie zerbrachen mein Schwert einfach. Warfen mich auf den Boden und legten mir Handschellen an. Das Geld nahmen sie mit um dessen Herkunft zu überprüfen. Bei ihnen war es in Sicherheit.
Ich wurde abgeführt.
Der Hubschrauber war nur kurz da, dann flog er wieder woanders hin.
Mein Geld bekomme ich wieder, wenn ich in drei Jahren rauskomme.
Jedenfalls das, was noch übrig ist, nachdem die Polizei-Einsatzkosten und der Schaden, der der Bank entstanden ist, beglichen sind.
Es hat sich herausgestellt, das es tatsächlich von meiner verstorbenen Tante aus Südafrika stammt.
Und die Drogenspuren auf manchen der Scheine auch.
Warum hätte ich auch das Geld aus einem Bankraub, per Banküberfall bei einer anderen Bank einzahlen sollen?
Das wären natürlich drei Fliegen mit einer Klappe gewesen. Zwei Banküberfälle aufgeklärt und noch dazu einen Kokainabhängigen erwischt.
Die Drogensüchtige ist an ihrem Kokain gestorben, sie zu verhaften, dafür war es nun zu spät.
Ich habe nun einen festen Wohnsitz für die nächsten drei Jahre, sogar mit Gardinen. Nur will die Bank mein Geld, oder was davon übrig sein wird, trotzdem nicht annehmen. Weil ich vorbestraft bin, wie Sie sagen. Es ist völlig egal, ob ich eine Wohnung haben werde, wenn ich wieder aus meinem jetzigen Einzimmerappartement ausziehen muss.
Ausserdem ist das Geld ja sowieso solange in Obhut der Polizei, bis ich wieder rauskomme.
Ich zähle die Tage rückwärts, bis zu meiner Entlassung.
Ausserdem frage ich mich, wo wir denn da hinkommen, wenn jede Bank sich aussuchen kann, wessen Geld sie annehmen will, und wessen Geld nicht.
Das wäre, als wenn der Staubsaugervertreter sich seine Kunden selbst aussucht, und seine Ware nur an die verkauft, die ihm sympathisch sind. Die anderen können gucken wie sie ihre Teppiche staubsaugen, auch wenn sie Milliardäre seien sollten. Verrückte Welt.
Ich bin mir sicher, daß jeder normale Bankräuber sein Geld völlig problemlos auf der Bank spart, von der er es erbeutet hat. Und das nur, weil er einen normalen Pulli trägt und nicht stinkt.
Das stinkt doch zum Himmel, oder?
(Übrigens möchte ich sagen, daß Banküberfälle natürlich auch keine Lösung sind, egal ob man Geld braucht, oder welches hat. Das bringt nur Probleme und ist moralisch sicherlich nicht positiver zu sehen, als die Abweisung eines potenziellen Kunden durch eine Bank aufgrund von Äußerlichkeiten.)
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Die Geschichte des Roman Tisch: ↑
Es war einmal vor langer, langer Zeit, ein junger Mann, der in einer Zeit allgemeiner Zufriedenheit und des Friedens aufwuchs. Er ward auf den Namen Roman getauft. Sein Vater Ole Ander und seine Mutter Juli Sonne erkannten schon früh das mal etwas Besonderes aus ihrem Sohn werden sollte.Sie unterstützten ihn von seinem ersten Lebenstag an in allem was er tat und so kam es eines Tages, daß ihr Roman eine schöne Frau kennenlernen sollte, sich in sie verliebte und fortan nicht mehr ohne sie leben wollte.Ihr Name war Ann-Alphabe Tisch und als das nächste Mal der Oleander blühte und die Julisonne schien, traten die Beiden voller Freude und Spannung vor den Traualtar. Er nahm ihren Nachnahmen an und hieß von nun an Roman Tisch.Ja, und wenn die Geschichte noch nicht zu Ende ist, wie könnte sie dann weitergehen?
... Die Beiden bekamen Kinder. Das Erste sollte ein Junge werden den sie Andre Thema Tisch nannten. Das Zweite, ein Mädchen welches seiner Mutter und seiner Großmutter an Schönheit in Nichts nachstand, bekam den passenden Namen Petra Rosa Tisch. Viele nannten sie aber nur kurz Prosa Isch. Es stellte sich alsbald heraus, daß sich Roman Tisch und Prosa Isch sehr gut verstehen sollten, während gleiches auch bei Ann-Alphabe Tisch und Andre Thema Tisch festzustellen war.Aber nur zusammen fühlten sie sich so richtig wohl und glücklich. Und Da es nichts geben sollte was sie hätte trennen können, beherrschen sie auch heute noch die Welt der Buchstaben und der Leser.
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Es steht auf der Kippe:
Raucher sterben früher!
Als was?
Als nichtrauchende Alkoholiker?
Es steht auf der Kippe,
Die europäische Verfassung!
Warum?
Weil alle politischen Vertreter
Ihre eigene durchbringen wolln!
Es steht auf der Kippe:
Rauchen während der Schwangerschaft
Schadet ihrem Kind!
Tja,
Wenn man auch zu früh
Mit dem Rauchen beginnt!
Es steht auf der Kippe,
Die Zukunft der Universitäten!
Die Politiker,
Wer?
Verordnen ihnen höhere Diäten!
(Daß das nicht für alle gut ist,
-Werden sie auch noch merken!)
Es steht auf der Kippe:
Rauchen führt zu einem qualvollen Tod!
Von wem?
Dem Geiselgangsteropfer,
Dessen Entführer schmokt?
Es steht auf der Kippe,
Das Wirtschaftswachstum!
Wieso?
Weil wir zuwenig dafür tun!
Es steht auf der Kippe:
Die Gesundheitsminister warnen:
Rauchen schadet der Gesundheit!
Welcher?
Der des Finanzministers?
Wohl eher nicht!
Es steht auf der Kippe,
Der europäische Stabilitätspakt!
Weshalb?
Hat der Teufel ihn verfaßt?
Es steht auf der Kippe:
Wer raucht schadet den Menschen
In seiner Umgebung!
Weswegen?
Naja,
Bei dem Mundgeruch verzichtet jeder Patient
Auf Wiederbelebung!
Es steht auf der Kippe,
So mancher der arbeiten will!
Wozu?
Er kriegt Geld dafür,
Er sortiert den Müll!
Es steht auf der Kippe:
Die Angabe der Inhaltsstoffe!
Wofür?
Nun,
Damit der Raucher nicht hoffe,
Es sei Kaugummi,
Was er sich da kaufe!
Es steht auf der Kippe,
Rauchen verursacht Krebs,
Wie?
Na bitte,
Wenn ich dann jemanden nicht mag,
Schenk ich ihm einfach ne Zigarette!
Es steht auf der Kippe:
Daß der Transrapid in München fährt!
Wo?
Ok ich gebs ja zu:
Ich hab von dem Ort auch noch nichts gehört
Es steht auf der Kippe,
Mein Fuß!
Wann?
Wenn sie ausgesaugt ist,
Auf dem Boden liegt,
Und wehrlos ist!
-Dann!
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Die Schlange und der Steinbiss: ↑
Der Stein biss ihn,
Viel stärker als es die Schlange hätte tun können.
Die Schlange schaute zu dabei,
Viel ruhiger als der Stein es gekonnt hätte.
Von vorne sah die Schlange,
Wie der Stein hinterlistig von hinten zubiss.
Er genoss die Sonne im Rücken,
Wärmte den Stein auf dem er saß,
Und spendete der Schlange Schatten.
Dann wurde es der Schlange zuviel,
Sie rollte davon.
Der Mann hatte nun nichts mehr zu beobachten,
Und ging auch.
Der Biss begann zu wirken,
Der Mann bekam eine Blaseninfektion.
Er starb daran.
Dem Stein war warm,
Er schlängelte sich aber nicht davon.
Er blieb wo er war.
Er wurde wieder kalt.
Und biss einen anderen,
Der ihn wärmte...
©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)
Sie ist die schönste Frau
Die ich kenne
Und ich weiß ganz genau
Wie ich mit ihr penne
Wenn sie kommt
Dann komm ich auch
Wir küssen uns
Und streicheln uns den Bauch
Sie ist die klügste Frau
Die ich kenne
Und sie weiß genau
Das ich sie begehre
Sie ist die mutigste Frau
Die ich kenne
Wir bleiben stehn
Wo andere rennen
Und geht sie
Dann geh ich auch
Zusammenhalten
Ist bei uns so Brauch
Sie ist das Abbild
meiner Traumfrau
Und wenn ich sie treffe
Weiß ich genau
Daß ich sie anspreche
Und ihr sag:
Ich halt zu dir
Was immer auch geschehen mag
©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)
Siehst du die Sonne
In ihrem Gesicht?
Siehst du die Sonne
Oder siehst du sie nicht?
Ob es warm ist oder heiß
Kalt oder kühl
Sie lächelt immer
Die Sonne ist ihr Gefühl
Sie leuchtet am Tag
Und sie scheint in der Nacht
Sie ist dasjenige
Was Feuer in dir entfacht
Sie ist dein Engel
Und sie tut dir gut
Sie kennt nur Liebe
Und Haß ist tabu
Wenn du sie anschaust
So bist du geblendet
Es ist ihre Schönheit
Die dich verändert
Egal was du sagst
Egal was du willst
Sie ist die Wahrheit
Die deine Gefühle stillt
Wenn du ihr treu bist
Bei tag und in der Nacht
Dann wirst du sehen
Daß Höheres vollbracht
Siehst du die Sonne
In ihrem Gesicht?
Siehst du die Sonne
Oder siehst du sie nicht?
©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)
Wenn die Suppe
Einen Blick über den Tellerand riskiert
Geht das nicht selten
In die Hose
Die in den Augen des Betrachters
Dann zum Blickfang wird
Womit dem glücklosen Träger
Auch noch das Pech sich zugesellt
Der vor Scham
Im Boden am liebsten versünke
Und sein Kleeblatt, Vierblättrig fraß Nachbars Schwein
Kommt ein Unglück, doch selten allein
Bleibt doch nur
Die eingebrockte Suppe auszulöffeln
Und die Sache auszusitzen
Als gegenüber dem Blinddate die Segel zu streichen
©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)
Dienstleister: Transport & Logistik ↑
Wir sind Dienst Leister
Wir leisten jedem Dienst
Mit Transport und Logistik
Machen wir uns verdient
Dir fehlt der Gewinn
Wir bringen dich hin
Wir bringen den Täter zu Fall
Und diesen zum Wasser
Und dieses zur Stelle
Und diese zum Dienst
Wir bringen den Zahn zum Arzt
Und diesen zum Fach
Und dieses Zum Schrank
Und diesen zum Büro
Wir bringen Straftaten zur Anzeige
Und diese zum Leuchten
Und dieses zum Auge
Und dieses zum Blick
Wir bringen den Sound zu den Ohren
Und diese zum Sessel
Und diesen zum Fernseh(´n)
Und dieses zur Werbung
Wir bringen die Logistik zum Transport
Und diesen zum Unternehmer
Und den zur Tätigkeit(´s)
Und diese zum Entgelt
Wir machen Transporte
-Logisch! –durch und in jedes Land
Wir cruisen durch die Welt
Für wenig Geld
Dir fehlt der Geschäftssinn
Wir bringen dich hin
©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)
Ob in China ein Baum umfällt,
Der Chef sich blöde verhält,
Ein Clown eine Lüge erzählt,
Ein Koch seine Möhre schält,
Ein reicher Mann sein Papier grad zählt,
Der Nachbar keine Rente erhält,
Ein Politiker verspricht was er nicht hält
Ein Fremder deine Nummer wählt,
Der Urwald dem Fortschritt zum Opfer fällt,
Es interessiert dich nicht.
Es ist dir alles irgendwie egal.
Dich interessiert nur dein Wohl...
...Doch egal ist 88
Und „jaja" heißt: „leck mich am Arsch",
Doch du bist bild; erkennst es nicht,
Wie auf Erden alles Leben erlischt,
Wie der Haß gewinnt,
Und Moral verliert,
Und du?
Du trinkst!
Weißt wie die Welt funktioniert,
Und hast doch gar nichts kapiert!
©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)
„Mein Akku ist alle." sagte sie, und: „Shit!-hast du nicht zufälligerweise dein Handy dabei?"
„Ich habe mein Handy normalerweise immer dabei!Aber Heute zufälligerweise nicht!"
„Witzig!" sagte sie.
Da saß das schönste Mädchen der Welt neben mir auf der Bank und ausgerechnet da hatte ich mein Handy vergessen.
An hatte ich ohnehin „nur" ein Siemenshandy und bin mir sicher: Hätte ich es dabeigehabt, es hätte sich wohl ohnehin von alleine ausgeschaltet. Und wäre dann auch nicht wieder angesprungen oder es hätte meinen Netzanbieter O2 nicht akzeptiert, kurzum: es hätte seinen Dienst sehr wahrscheinlich verweigert!
Und nun war diese Traumfrau neben mir auch noch sauer auf mich, weil zu ihrem Pech, daß der Akku alle war, sie jetzt auch noch mein Unvermögen –an mein Handy zu denken- ertragen mußte!
„Womit habe ich das nur verdient?" –schrie sie mich an.
Ich fragte höflich zurück: „Was gibt es denn?" , obwohl ich mich fühlte wie jemand, der gerade eine Ehekrise durchzustehen hat, in der die „Ehe" eigentlich jemand anderem gehörte, die „Krise" aber dennoch mir überlassen wurde. Aber vielleicht hat das ja die Beziehung der Traumfrau und ihrem Freund gerettet(wenn sie einen hatte).
Angewidert schaute sie auf mich herunter:
„Was geht dich das an?".
„Tja,..." sagte ich.
-Was hätte ich auch sonst sagen sollen? Vielleicht: Hey, mein Schatz, wir haben gerade unsere erste Ehekrise –und du fragst mich was mich was mich das angeht? –Ne ganze Menge würde ich mal denken!
Aber das behielt ich für mich!
Dennoch, das Wörtchen Denken mußte sie irgendwie telepathisch oder so mitbekommen haben und dadurch irritiert worden sein. Wie kein so ein Affe überhaupt denken? dachte sie wohl, denn sie fragte mich nun:
„Sag mal: kannst du eigentlich auch noch an irgendetwas anderes denken als an Sex?... „(Einschub des Autors: Meinte sie das Handy?)"...Und hör gefälligst auf mir auf den Arsch zu glotzen! –Du Spanner!"
„Ok" sagte ich und wandte meinen Blick (wie befohlen) von dem Marzipanschweinchen in dem Konditorei-Schaufenster gegenüber ab, ließe ihn über die Bushaltestelle und die Straße, direkt in ihren Ausschnitt wandern.
„So besser?" fragte ich sie.
Es wurde gefährlich!
Zwar konnte ich von diesem Point of View ihre Augen nicht sehen, fühlen dafür aber umso besser:
Die Blitze jagten Strom durch meinen Körper und desto erschreckter war icht, als sich plötztlich eine Tüpr vor mir öffnete!
_Würde jetzt gleich ein helles, warmes Licht am Ende eines Tunnels leuchten, in den diese Tür führen mußte?
Hatte mich jemand von diesen irdischen, akuten Qualen erlöst?
Ich ging, von meinem Schicksal getrieben, durch die Tür, welche sich hinter mir schloss.
Dann fuhr der Bus ab und ich stellte erleichtert fest, daß Sie nicht mit eingestiegen war, sondern auf jemanden einschimpfte, der den einzigen Münztelefon-Apparat blockierte, den die Telekom noch in der stadt gelassen hatte.
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Ein improvisiertes Gespraech: ↑
Neulich, da habe ich an einer roten Ampel gehalten...
...Um dennoch nicht absteigen zu müssen, habe ich mich mit einer Hand an einer Straßenlaterne abgestützt. Beim Blick auf den Lichterständer, fiel das Licht meiner Fahrradlampe – die ich, anders als viele andere Menschen, nicht am Rahmen meines Bikes, sondern auf meinem Kopf transportiere, was immer viele bewundernde Blicke auf mich zieht – naja fiel mein Blick halt auf einen dieser nicht auszurottenden Werbezettel:
„Improvisation, Theater" stand da. Auf einem gelben Zettel. Und darunter: „Workshop 1.-3.10., fortlaufend ab dem 5.10.´04".
Ok, das war also schon über einen Monat her und somit von Gestern.
Doch kaum wurde die Ampel grün und ich fuhr los, sprang ein blondes Wesen auf mich zu und lief neben mir her...
„Du", sagte sie, „laß uns doch mal ein bißchen improvisieren!".
„Wie heißt du?" fragte ich sie etwas erstaunt. „Annika" antwortete sie freundlich, „Und du?".
„Ich heiße Torbian" sagte ich stolz. „Diesen Namen habe ich noch nie gehört!" antwortete Annika. „Das glaube ich gerne." antwortete ich...
...Ich hatte diesen Namen bis vor Kurzem auch nicht gekannt; ein Umstand der sie in nicht improvisierte Erstaunung versetzte. „Kanntest du deinen eigenen Namen nicht?", fragte sie.
„Dochdoch;" antwortete ich, „sogar beide", und war schon wieder ein kleinwenig stolz.
Annika hingegen war verwirrt: „Wieso ist Torbian nicht dein einziger Name?". Ich beeilte mich zu antworten: „Doch schon! –und auch wieder nicht... .". Sie zu verwirren begann mich zu erheitern und so steigerte ich mich immer weiter in ein „Impro-talent" hinein...
„Du kennst meine Freundin die Susi nicht!" sagte ich. „Ihr voller Name ist Susi Isus. Ich habe sie vor kurzem kennengelernt!".
„Ja, und was hat das mit deinem Namen zu tun?" fragte sie mich mit rollenden Augen.
„Nun" sagte ich, „wir hatten erst einen tollen Abend, dann eine tolle Nacht, und schließlich, ist sie neben mir aufgewacht!". –Der kleine Reim ging in Annikas sichtlicher Verstörung unter: „Ähem..." räuspern war ihrerseits zu vernehmen und erinnerte mich an ihre Frage.
„Ja, dann hat sie mich nach meinem Namen gefragt..." „-und du hast gesagt: `Ich heiße Torbian´, nicht wahr?", unterbrach sie mich. „Nein, ich habe gesagt: `Ich heiße Tobias Korbinian Muschelzwerg." korrigierte ich ihre Annahme.
„Du bist kompliziert!" sagte sie. „Ja, wenn ich improvisiere, dann schon, sonst nämlich nicht, weil sonst wäre es ja keine Impro...-du weißt schon!".
„Tobias – Torbinian?" überlegte sie laut. Dann bekam sie eine Erleuchtung die an Helligkeit nicht zu überbieten war. Sogar den Xenonstrahl meiner Lampe stellte sie locker mal eben in den Schatten: „Tobias... Korbinian = Torbian!?! –nicht wahr?". „Djawoll" sagte ich.
„Aber was hat Susi damit zu tun?". „Na, sie war ganz entrüstet: `Wir wollen doch gleichgute Menschen sein, oder?´", Frage folgte auf Frage: „Das ist doch Voraussetzung für eine moderne Beziehung, oder?", „Also auch für unsere, oder?", „Gleichberechtigung von Mann und Frau und so, oder?". Endlich kam ich auch mal kurz zu Wort: „Ja...", Schon fuhr sie fort:
„Warum komme ich dann mit einem Namen aus während du zwei brauchst?".
In dem Fall bin ich dann die verwirrte Person gewesen: „Hat unsere Beziehung nun keine Zukunft deswegen?" fragte ich verzweifelt. „Willste mich verarschen?" replizierte sie unsanft.
„Wieso?" fragte ich.
„Na denk doch mal nach!", sie wurde fanatisch. Also versuchte ich es und gab, gänzlich unimprovisiert, da meinen Gefühlen entsprechend, den Schein eines Idioten ab, den man auffordert, die Welt zu verstehen...
„Ist doch ganz einfach!", Unruhe übermannte sie.
„Naja...?!?"sagte ich, „Wie man´s nimmt... .".
„Du hörst ab jetzt auf den Namen Torbian, der sich aus den zwei Komponenten [Kleber ist hier nicht gemeint, hat aber ähnliche Wirkung, Anm. d. Autors] Tobias und Korbinian zusammensetzt!" [Anm. d. Autors: So wie Annika es ganz richtig bemerkt hatte.].
„Lag ich also gar nicht so falsch!" bemerkte sie triumphierend. [Achne?! –Anm. d. Autors, der das letzte Wort immer für sich beansprucht.] Kurze Pause.
Dann wieder ich: „Du hättest mal zwei Wochen später beim Standesamt dabei sein sollen!".
„Ich will dich doch gar nicht heiraten!".
„Sollst du ja auch gar nicht.", sagte ich, „du solltest ja auch nur miterleben, wie verwirrt der Standesbeamte gewesen ist." „Achso!", sie wirkte erleichtert.
Ich fuhr fort: „Wollen sie, Tobias Korbinian, die hier anwesende Susi Isuszur Frau nehmen, sie..." „-Nein!", unterbrach Susi ihn und schaute mich an.
Daraufhin fragte der SB: „Wie – Nein?".
„Nicht nur daß er mich gefragt und sie geantwortet hat, auch ihr heftiger, fordernder Blick zu mir, irritierte ihn. Es bwegte ihn, seinen Blick von ihr zu mir zurückzuwenden.
„Öh, äh, nun, also" brabbelte ich vor mich hin und dachte zu mir selbst: „Sprich dich aus Penner!!!". Das half: „Ja, ich und meine Frau, äh Nochfreundin hier, Susi also, wir haben beschlossen, daß zwei Namen einer zuviel sind – sie verstehen? –Gleichberechtigung und so?."Natürlich lächelte der SB unverständnisvoll."
„Den verstehe ich!" grinste Annika nun, „So kompliziert..., das verstehe mal Einer, aber, wo man keine Probleme hat, schaft man sich welche, wa?".
„Naja," gab ich zu,"hätte ich gesagt,`wenn Sie, Herr SB nur einmal meinen Namen zu sagen brauchen, sind wir schneller fertig und Sie kommen schneller zu ihren Käsecroissants´,die im Pausenraum sicher auf ihn gewartet haben, hätte er das wohl eher verstanden!".
„Aber mir war halt nicht nach Lügen!".
„Mal ne andere Frage:" sagte Annika, „Ich muß nämlich gleich abbiegen, biste eigentlich noch mit der Susi zusammen?".
„Nein" antwortete ich, „Wir konnten uns auf keinen Familiennamen einigen!...Das war mir dann zu kompliziert.".
©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)
Ref.: Ein Kuß von dir so schön
Ich kann die Sterne seh´n
Der Kuß so wunderbar
Deine Augen wie die Nacht so klar
Und deine Lippen liebkosen zart
Die Oberfläche meiner Haut
Deine Haare so braun
Ich kann tief in deine Augen schaun
Ref.
Und du kommst nah an mich ran
Es ist viel schöner als ein Traum sein kann
Deine Stimme in meinem Ohr
Klingt lieblicher als alles andere zuvor
Ref.
Deine Finger in meinem Haar
Bin deinem Körper so nah
Und unsere Zungen berühren sich
In deinen Arm kuschel ich mich
2x Ref.
©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)
Kennst du die kleine Anna?
Siehst du, wie sie ruhig in ihrem kleinen Bettchen schläft und mit einem Lächeln um die Mundwinkel in eine andere Welt geflogen ist? Die Augen hat sie geschlossen und hinter diesen läuft ein Film, den nur die kleine Anna sehen kann. Und der Mond vielleicht, denn der hat das große Fenster in der kleinen Stadt schon längst entdeckt, in dem eine kleine Kerze lustig flackert. Und die Mutter vielleicht, die auch im Traum immer bei ihrer kleinen Anna ist.
Und ihr Vater – weiß der auch, was die kleine Anna gerade erlebt?
Achja, und ich weiß es möglicherweise auch – der Mond erzählt es mir.
Denn, alle Träume die kleine Menschenkinder träumen, kann der Mond sehen, und er sieht sie gerne. Er hat die kleine Anna besonders gerne. Aber er hat auch die anderen kleinen Kinder sehr gerne. Nur wie die kleine Anna jeden Abend mit großen Augen zu ihm heraufschaut und ihrem Teddy und ihren Eltern erzählt, wie schön der Mond ist und wie lieb sie den Mond hat, das rührt den Mond jedesmal zu Tränen – der Freude natürlich.
Am liebsten würde der Mond ja wenigstens einmal zu der kleinen Anna hinuntersteigen um sie in den Arm zu nehmen, ihr ein Gute-Nachtlied zu singen und ihr zum Abschied zu sagen, wie gern er auch sie hat.
Aber dann würden die Erwachsenen sofort glauben, der Mond wäre verschwunden, während die anderen Kinder sicherlich ahnen würden, was der Mond gerade machte. Nur würden die großen Menschen ihren kleinen Kindern vielleicht nicht glauben. Und so war es sicherer, der Mond blieb wo er war und begnügte sich damit, die kleine Anna jede Nacht besonders gut zu beobachten, wenn sie träumte.
Na, und diese Träume erzählte er dann mir, mit der Bitte, daß ich sie dir und den Anderen doch erzählen möge.
Daher möchte ich nun mein Versprechen einlösen, daß ich dem Mond gab und euch von dem Traum der kleinen Anna erzählen, den ich selbst am schönsten finde.
Also schließ deine Augen und folge mir auf eine Reise, die unsere kleine Anna getan hat, und auf der sie die ganze Zeit vom Mond begleitet wurde:
Es ist ein schöner, warmer Herbsttag. Ein leichter Wind weht die vielen bunten Blätter von den Bäumen und in dem kleinen Park umher, in dem Anna und ihre Eltern spazieren gehen. Anna geht in der Mitte und sie singen zusammen.
„Links der Papa,
Rechts die Mama,
Dazwischen Anna.
Und sie fliegt so hoch,
Sie fliegt soweit,
Daß sie bald die Wolken streift.
Sie will sich bald entfernen,
Um Sterne und Planeten,
Kennenzu-lernen,
Und den Mond
Um ihm zu erzählen
Von ihrem Leben.“
3 mal machen sie das. Und jedes Mal fliegt die kleine Anna ein kleines Stückchen höher.
Dann, beim vierten Mal, läßt sie die Hände ihrer Eltern los...
Und sie fliegt tatsächlich. Sie dreht sich noch einmal kurz um und ruft:
„Mama, ich komme gleich wieder!“. Und ihre Eltern nicken lächelnd und winken ihr aus der Ferne zu.
Die kleine Anna aber schwebt. Sie verläßt die Erde und unsere Zeit, und nähert sich dem Mond. Schon von ganz weit, sieht sie ihn winken und rufen: „Hier bin ich kleine Anna. Hier bin ich.“. Und sie kommt ihm näher und näher. Sie kann schon seine grauen Haare sehen.
Ihr Papi hat auch schon 2 oder 3 graue Strähnchen. Aber der Mond hat viele graue Strähnen. Er muß also schon etwas älter sein als ihr Papa, denkt die kleine Anna.
Ui, da kommt ein Stern, Anna weicht aus und nimmt wieder Kurs auf den Mond. Einige Zeit später ist sie dort.
Mit ganz großen Augen und offenem Mund starrt sie den Mond an. „Du bist aber groß – Mond“, sagt sie staunend. „Nicht größer als dein Traum“, antwortet dieser. „Und du hast mehr graue Haare als mein Vater“, plappert es aus Anna heraus. „Ich habe schon eine Menge gesehen“, sagt der Mond. „Ich habe jeden Abend zu dir aufgeschaut und dich bewundert“, sagt klein-Anna. „Ich weiß“ erwidert der Mond, „ich konnte jeden Abend sehen, wie du deiner Mutter und deinem Vater von mir erzählt hast.“.
„Achso?“, die kleine Anna ist erstaunt. „Das kannst du alles sehen?“. „Und hören!“ ergänzt der Mond.
„Du Mond...“. “Ja kleine Anna?“
„Du Mond, ich muß jetzt aber wieder los!“. „Stimmt, gleich wachen deine Eltern wieder auf und dann wären sie sehr in Sorge, wenn ihre kleine Anna noch nicht zurück wäre, nicht wahr?“. Der Mond lächelt nur kurz und winkt ihr nach.
Aus der Ferne hört sie ihn noch rufen: „Du darfst mich gerne mal wieder besuchen kommen, kleine Anna!“.
Dann öffnet die kleine Anna ihre Augen und sieht zwei lächelnde Gesichter.
„Und meine kleine Anna, wie war dein Ausflug zum Mond?“ fragt sie ihr Vater.
-Hat er es also doch auch mitbekommen! Oder hat die Mama ihm was geflüstert?
„Schön!“ freut sich die kleine Anna. „Aber wißt ihr was, ich habe ganz vergessen dem Mond zu sagen, daß ich ihn lieb hab.“
„Das weiß der Mond auch so!“, antwortet ihre Mutter. „Und meint ihr, er hat mich auch gern?“, fragt Anna. „Gewiß!“ antworten ihre Eltern fast gleichzeitig und so geht unsere kleine Anna beruhigt frühstücken.
©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)
Einzug eines Wasserzaehlers: ↑
Ein früher Tag im November.
Es ist Mittag und ich muß los zur Uni.
Der Besuch war angekündigt, aber noch nicht erschienen. Natürlich ist dieser Fall vorherzusehen gewesen und somit auch der „facility manager" mit der Bitte versehen worden, den Gast doch bei seiner Ankunft in´s Appartment zu lassen.
Apropo Gast, Besuch, eigentlich ist es ja ein neuer Mitbewohner, oder zwei, oder drei, oder vier...
Denn, er wird wohl für unabsehbare Zeit in meiner Wohnung bleiben und seinen Hobbies nachgehen.
Einen Beruf hat er nicht, die Zimmer verläßt er auch nicht, er geht nicht mal in den Flur, aber dafür hat er seine 2 Hobbies.
Naja, ich komme wieder nach Hause und bin gespannt. Zwar hatte er sich per Brief ankündigen lassen, aber wie er denn nun aussehen sollte, das war mir völlig unklar.
Ich öffne die Tür und gehe direkt in die Küche –wenn man einen Kühlschrank, zwei Herdplatten und eine Spüle, die im Wohn-, Schlaf- und Eßzimmer stehen, so nennen kann- und sehe: nicht nur einer ist da, sondern zwei...
...Schnell rüber in´s Bad: noch zwei! –und alle viel größer als erwartet.
Ein Anflug von etnsetzen packt mich, als mir auffällt, daß unter den Kacheln, auf denen die neuen Mitbewohner sitzen, sowohl in Küche wie auch Bad, jeweils große Löcher klaffen...
...Wollen die dort ihre Vorräte verstauen? –oder wollen die sich dort verstecken, wenn sie sich mal verzählt haben? –Antwort erhalte ich keine.
Achja, bei meinen neuen Mitbewohnern handelt es sich um sogenannte Wasserzähler.
Dabei ist mir persönlich völlig unklar wie sich Wasser zählen lassen soll: ...1 Wasser, 2 Wasser...etc.?-Und die 4 zählen nicht nur das Wasser, sondern auch noch getrennt nach warmem und kaltem Wasser, also der eine: 1 warmes Wasser, 2 warme Wasser... und der Andere: 1 kaltes Wasser etc. pp.
Am liebsten würde ich die vier Häßlichen ja wieder aus meiner Wohnung schmeißen, aber meine Nachbarn haben mir davon abgeraten.
Sie meinten, es handle sich bei den Dingern um eine richtige Plage, überall im Haus seien sie mit der gleichen Masche eingezogen. Und wenn man sie nun wieder loswerden wolle, so sei daß zum Einen sehr schwer, zum Anderen kämen sie wahrscheinlich wieder und man bekäme nur noch mehr Probleme.
©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)
Manchmal... geht es nicht mehr weiter
Du steht oben auf der Leiter
Nach der letzten Sprosse...
Kommt nichts mehr
Manchmal... geht es nicht mehr weiter
Du bist der Wellenkronenreiter
Auf dem Gipfel der Bewegung...
Umkehr nun unmöglich
Manchmal... geht es nicht mehr weiter
Du bist der Beste aller Streiter
Nach dem schwersten aller Gegner...
Kommt keine Herausforderung mehr
Manchmal... geht es nicht mehr weiter
Du bist der Weltenglückbereiter
Doch nach der Überwindung des Unglücks...
Hat das Glück keine Basis mehr
Manchmal... geht es nicht mehr weiter
Du bist der erfahrenste Berater
Doch sagen kannst du nicht...
Was nach dem Tod geschieht
Manchmal... geht es nicht mehr weiter
Ist des Poeten Stimme heiser
Und nach dem letzten Vierzeiler...
Kommt nichts mehr
©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)
Bin gerade aufgestanden
Ganz schön anstrengend
Wär lieber liegengeblieben
Erstmal regenerieren, puh
Dann Kaffee machen
Brote schmieren
Müsli essen und Zeitung lesen
Und dann alles verdauen, puh
Bin gerade auf den Balkon gegangen
Ganz schön anstrengend
Die frische Luft, Bewegung und so
Erstmal ausruhen, puh
Dann eine Rauchen
Die Balkonseite wechseln
Leute beobachten die sich abhetzen
Und dabei entspannt relaxen
Bin gerade auf dem Sprung
Zur Arbeit
Doch wieder diese Anstrengung
Ich meld mich lieber krank
Bin nicht gesund
Brauche dringend
Schlaf und
Erholung
Copyright by Poetslam (Frederic Höring)
Es ist so schön
So schön
So schön ist es
Doch
Ich muss jetzt leider geh´n
Irgendwann
Irgendwo
Werden wir uns wiederseh´n
Doch wird die Welt
Sich bis dahin weiterdreh´n
Deine Liebe hält mich wach
Bist du da
Bin ich stark
Bist du weit fort
So bin ich schwach
Und das Gefühl
Lässt irgendwie nicht nach
Du bist so schön
So schön
So schön bist du
Doch
Ich muss jetzt leider geh´n
Irgendwann
Irgendwo
Werden wir uns wiederseh´n
Doch wird die Welt
Sich bis dahin weiterdreh´n
Deine Worte
Durchdringen mein Herz
Bist du da
Hör ich dir zu
Bist du weg
So bleibt mein Schmerz
Und die Träne
Fällt endlos
Bodenwärts
Erinnerung
Ist so schön
So schön
Doch
Wird auch Sie leider geh´n
Irgendwann
Irgendwie
Werde ich die Welt versteh´n
Doch bis dahin
Werd ich mich
Nach dir umdreh´n
©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)
Zieh die Augenbrauen hoch
Runzel die Stirn
Und mach den Mund
Weit, weit auf
Zuck zusammen
Schau interessiert
Sag Ah und Oh
Und Wow und Achso
Zitter ein wenig
Kneif dich selbst
Atme tief durch
Realisier das erstmal
Fall fast vom Hocker
Sag Das zieht dir glatt die Schuhe aus
Und dann sei erstaunt
Wie gut du erstaunt wirken kannst
©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)
Es kann ja wohl nicht sein
daß ihr immer nur davonlauft
Es kann ja wohl nicht sein
daß den ganzen Tag nur Bier ihr sauft
Es kann ja wohl nicht sein
daß die Arbeit euch nur schlaucht
Es kann ja wohl nicht sein
daß zum Schlafen einen Sarg ihr braucht
Es kann ja wohl nicht sein
daß das Lebennur schlecht ist
Es kann ja wohl nicht sein
das wer böse ist, im Recht ist
Es kann ja wohl nicht sein
daß ein Betrüger der Hecht ist
Es kann ja wohl nicht sein
daß die Bildzeitung wahrheit misst
Es kann ja wohl nicht sein
daß jemand beim Sonnenaufgang errötet
Es kann ja wohl nicht sein
daß man seine Freundin belügt hey
Es kann ja wohl nicht sein
daß man seinen Freund verrät hey
Es kann ja wohl nicht sein daß man einen Mörder tötet
Es kann ja wohl nicht sein
daß man immer nur zuschaut
Es kann ja wohl nicht sein
daß Kritik einen umhaut
Es kann ja wohl nicht sein
daß man ungestraft die Umwelt versaut
Es kann ja wohl nicht sein
daß man anderen ihre Zukunft verbaut
Es kann ja wohl nicht sein
daß man „Probleme" einfach abschiebt
Es kann ja wohl nicht sein
daß man Gott mehr als seinen Nächsten liebt
Es kann ja wohl nicht sein
daß man dem Bürger einen Arschtritt gibt
Es kann ja wohl nicht sein
daß man seine Ideale aus den Augen verliert
©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)
Ref.: Geh mir nicht auf den Wecker
Geh mir aus der Sonne
Erzähl mir keinen Scheiß
Den ich nicht hören will
Du warst beim Arzt?
Ich will es gar nicht wissen!
Du hast nen Neuen?
Und er kann gut ficken?
Dir geht es gut?
Wen soll das interessieren?
Du nervst mich nur:
Willst du das nicht kapieren
Ref.
Ob ich eine Freundin hab?
Ich werds dir nicht erzählen!
Ob ich mit ihr im Bett schon war
Brauch dich nicht angehen
Du fragst mich warum?
Ich nicht mehr mit dir rede?
Weil ich mich nun mal
Nicht gern im Kreise drehe!
Ref.
Du bist glücklich ohne mich?
Das freut mich für dich.
Du bereust die Trennung nicht?
-Ja,ja natürlich
Ob ich ne neue Nummer hab?
Wofür ist das wichtig?
Du hast dich von mir getrennt!
-Ich stell das nur mal richtig.
Ref.
Du hast noch Geld von mir
Deine Eltern lassen grüßen
Ich soll mich wieder melden
Da sie von Trennung nichts erfahren dürfen
Ja, ja du störst mich nur
Merkst du das denn nicht?
Ich brauche dich nicht mehr
Verschwinde aus dem Licht!
©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)
Er ist ein Pyromane
Zog mit seiner Fahne
Los
Fast jede Nacht
Bloß
Er wollte sie nicht schwenken
Nur als Brandpapier verwenden
12 Häuser sind zerstört
In der Stadt mit dem Turm
Dann wurde er entdeckt
Und Verhört
In einer Zelle nah dem Turm
Sein Name in jeder Zeitung
Gefürchtet sein Tun
In geistiger Verwirrung
Wie konnte das geschehen?
Die Sucht trieb ihn
In das soziale Abseits
In den Ruin
Erst in die Krankheit
Nun in die Anstalt
Dort wird er geheilt
Doch wer weiß
Nach 10 Jahren Therapie
Wirds da wieder heiß?
Ist er wirklich dann geheilt?
Oder steht nur noch mehr abseits?
©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)
Flieg
hoch und weit
Flieg
nicht zu-hoch oder-weit
Flieg
schön und gut
Flieg
doch sei auf der hut
Flieg
im prächtigen Kleid
Flieg
die Flügel so breit
Flieg
und beobachte genau
Flieg
Machtvoll...schlau
Flieg
und stürze hinab
Flieg
pass die Beute ab
Flieg
heimwärts zum Neste
Flieg
zur Familie
Flieg
kraftvoll und elegant
Flieg
gefühlvoll...imposant
Flieg
flieg
Flieg
Adler...König der Lüfte
©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)
Flocke
fällt tief
Auf die Erde hinab
Flocke
fällt tief
In sein Erdengrab
Flocke
ist kalt
Und wenn die Sonne scheint
Dann ist es
mit Flocke
Sehr schnell vorbei
Dann steigt
Flockes Seele
In den Himmel hinauf
Flocke kommt zu
Tröpfchen
Und füllt die Regenwolke auf
Tröpfchen
fällt tief
Auf die Erde hinab
Tröpfchen
fällt tief
In ihr Erdengrab
Tröpfchen
ist nass
Doch wenn die Sonne scheint
Dann ist es
mit Tröpfchen
Sehr schnell vorbei
Dann steigt
Tröpfchens Seele
In den Himmel hinauf
Das Schicksal von
Flocke und Tröpfchen
nimmt erneut seinen Lauf
©Copyright by Poetslam (Frederic Höring) ↑
Bürgersteig
Licht
der Laterne
Es regnet
Tropfen
auf der Wange
Reflektiert
die Sterne
Sehnsucht
nach
dir
Du fehlst
mir
Berlin
endlose Strasse
Ich
gehe nach
der Frage
Wo
Bist
Du
©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)
Haare hast du
Als Frau
2 Ohren
Und 2 Augen auch
Ne Nase
Und n´ Mund dazu
Und dein Bauch
Frau bist du
Ein Gehirn
Und 2 Füße
2 Beine
Und Körpergröße
Einen Hintern
Und 2 Titten
2 Hände
Und viel freien Rücken
Reden kannst du
Riechen auch
Hören und sehen
Schall wie Rauch
Beißen ist dir möglich
Trinken sowieso
Laufen kannst du
Und denken, yo
Lieben tust du
Hassen auch
Leben
Und atmen auch
Tun irgendwas
Ruh´n irgendwo
Ficken irgendwie
Frau sein so
Nur manchmal
Ist die Fassade Schein
Steckt unterm Kleid
Ein geschminktes Männlein
©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)
Frei wie der Wind
Frei wie ein Kind
Frei wie die Gedanken
Die in der Freiheit sind
Denken heißt frei sein
Gedanken sind Freiheit
Komm laß uns denken einfach
frei sein
Reden heißt frei sein
Worte sind Freiheit
Über alles reden bedeutet
Frei sein
Frei wie der Wind
Frei wie ein Kind
Frei wie die Gedanken
Die in der Freiheit sind
Helfen heißt frei sein
Handeln ist Freiheit
Wir wollen suchen wollen
Frei sein
Lieben heißt frei sein
Respekt ist Freiheit
Meinungen, Gefühle zeigen
Frei sein
Frei wie der Wind
Frei wie ein Kind
Frei wie die Gedanken
Die in der Freiheit sind
Fliegen ein Vogel
Tauchen wie ein Fisch
Laufen wie ein Löwe
Mensch sein
©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)
Parfum?
Als Medizin?
Weil der Körper stinkt?
Und Duschen nichts bringt?
Weil jemand dich nicht riechen kann?
Und er dich parfümiert dann doch liebt?
Parfum?
Was wenn es zur Neige geht?
Der benebelte die Wahrheit riecht?
Oder ihn ein andrer Duft noch mehr verführt?
Mit ihm dann auch der Glanz verfliegt?
Er hatte nur den Duft geliebt?
Parfum?
Ein Geruch von Extravaganz?
Ein kleines Fläschchen Glückssubstanz?
Aufgesprühtes Wohlgefühl?
Zeichen für den Lebensstil?
Oder nur ein Ablenkspiel?
Parfum?
©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)
Rauschen höre ich
Warm umgibt es mich
Blau in der Ferne und helles Licht
Im grünen Gras liege ich
Zufriedenheit erfüllt mich
Ich denk an dich
Meine Augen schließe ich
Ein Blick streift mich
Genieß mein Glück
Die Füße kühlen sich
Ruhe umgibt mich
Es riecht süßlich
Den Wind fühle ich
Angenehm berührt er mich
An dich denke ich
Rauschen höre ich
Traum umhüllt mich
Das Wasser fliesst auch ohne mich
©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)
Du fühlst dich schlecht?
-Das ist dein gutes Recht!
Jeder hat mal Höhen und Tiefen
Das gehört einfach zum Leben.
Ok? Lehn dich zurück!
Höre gute, ruhige Musik.
Und koste den traurigen Augenblick...
...Aber nur kurz... dann lass es zurück:
Heule! Dicke Tropfen ins halbleere Glas Wein,
Niemand hält dich zurück: Du darfst ruhig schrein!
Vielleicht bist du´s nicht aber, du fühlst dich allein,
Schlag dein Kopfkissen, grab die Faust tief hinein.
Atme tief aus, tief ein, tief aus, tief ein,
Beschimpfe wen du magst deine Freunde werdens dir verzeih´n
So, fühlst du dich nun besser? –ist die Luft jetzt rein?
Ok, noch mal tief ein, tief aus, und schlafe ein:
Morgen wird vieles besser sein
Ruf deine Freunde an, erklär ihnen alles
Sie werden lächeln und dich verstehen...
-versprochen!!!
©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)
Gott sagt lies die Bibel?
Und Unterdrücke deine Triebe?
Du sollst nur den Nächsten lieben?
Wie dich selbst?
Und nie deinen Freund betrügen?
Ref.: Nur dann darfst du ins Paradies?
Dorthin wo´s kein Böses gibt?
Der Weg zum Ziel beschritten ist?
Jeder Wunsch in Erfüllung geht?
Gott sagt wenn du ruhig bleibst?
Niemals in der Kirche fehlst?
Immer deine Eltern ehrst?
Und nie eines Anderen Weib begehrst?
Ref.: Nur dann wirst du Gast im Paradies?
Wirst Sorgenfrei und überdies
Mit Engeln reden?
Die dir dort dort von Gott erzählen?
Ich genieße jetzt mein Leben
Oder hast du Gott schon mal gesehen?
Sei einfach so wie du bist
Und mache alles was du willst
Ref.: Dann kannst du das Paradies erleben
Jetzt, Sofort, und hier auf Erden
Feste Feiern und Krüge heben
Fremdgehen und in Luxus schwelgen
Aber alle Mensche lieben
Und in Frieden leben
Und sollt´s im Himmel doch ein Paradies geben
Dann, Amen, So sei es eben und:
Auf Wiedersehen
©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)
Gestern war ich noch jünger
Nun bin ich einen Tag älter
Und noch ein paar Erfahrungen ärmer
Als ich morgen haben werde
Vor einer Woche war der Wochentag
Der morgen Gestern gewesen sein wird
Und das Ende der Woche
Deren Anfang bedeutet
Bald ist es Zeit
Mit Verspätung aus der Vergangenheit
Gerade noch pünktlich durch die Gegenwart
Die Zukunft zu früh zu erreichen
Jetzt haben wir Sommer
Den wir kürzlich nicht hatten
Auch nicht lange haben werden
Und doch muß es nicht der Letzte gewesen sein
Und in der Zukunft
Wird Heute Vergangenheit sein
Gleichwohl doch auch Gegenwart
Oder einfach ein Tag
Gestern war ich noch Zukunft
Nun bin ich Gegenwart
Morgen werde ich Geschichte sein
Und dann?
Und dann, dann, da—nn
Irgendwann
Kommt dann irgendwas
So ist das!
©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)
Lächel
Nur für mich
Schau dir zu dabei
Bin glücklich
Warum ich gucke
Fragst du dich
Du lächelst
Reicht das nicht?
Schöne Augen
Wie die Sonne
Geöffnet und ich
Bin glücklich
Du mußt gehen
Ich bleib sitzen
Zum Abschied ein Lächeln
Ich bin glücklich
©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)
Ich wär so gerne groß
Ein großer Macher
Ein großer Macker
Ein großer Mensch
Ein großer Gold-Dukaten-Kacker
Ich wär so gerne groß
Das große Los
Der große Boss
Im größten Schloss
Auf´m größten Ross
Ich wär so gerne groß
Ein großer Denker
Ein großer Lenker
Ein großer Sportler
Ein großer Schenker
Ich wär so gerne groß
Der größte Casanova
Der größte Musikstar
Ein großes Wunda
Das schönste, größte Modell auf der Gala
Ich wär so gerne groß
Ein großer Entertainer
Ein großer Trainer
Ein großer Tänzer
Ein großer Erzähler
Ich wär so gerne groß
Der größte Lover
Von allen der große Brother
Immer größer then the other(s)
Der Größte ever
Ich wär so gerne groß
Ein großer Prolet
Ein großer Rumkotzer
Ein großer Ignorant
Ein großer Protzer
Ich wär so gerne groß
Ein großer Arbeitskräfteentlasser
Ein großer Kleine-Leute-Hasser
Ein großer Kinder-in-die-Welt-Setzer
Ein großer Meinungsmacher
Ich wär so gerne groß
Der größte Vollidiot
Der größte Egoist
Der größte Macho
Der größte Chauvinist
Ich wär so gerne groß
Die größte Gefahr
Der größte Feind
Der größte Asoziale
Der größte Arschkriecher
©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)
Ref.: Ole, ole, ole
Ich bin die gute Fee
Auch wenn du mich nicht siehst
Ich bin immer für dich da
Deine Freundin die ist weg
Dein Hund er ist verreckt
Dein Haus ist nicht mehr da
Doch du fühlst dich wunderbar
denn: Ref.
Dein Geld wurde geklaut
Deine Karriere versaut
Deine Zukunft verbaut
Doch du bist hoch erfreut
denn: Ref.
Du wurdest verletzt
Vor die Haustür gesetzt
Von Freunden vergrätzt
Doch dein Glück ist fast komplett
Du kannst es selbst nicht verstehn
Mich nicht hörn und auch nicht sehn
Doch es kann ruhig noch was passiern
Denn dir wird nichts geschehn
denn: Ref.
©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)
Man läuft häufig etwas hinterher
Schaut häufig hinter schönen Menschen her
Zeigt häufig seinen Hintern her
Und auch klüger ist man hinterher
Man erinnert sich meißt hinterher
News erfährt man hinterher
Ist hinter Glück und Reichtum her
Namen kommen hinter Herr
Man stirbt immer hinterher
Bezahlt wird man hinterher
Rechnung kriegt man hinterher
Hinter Frühling geht der Sommer einher
Ausruhen tut man meistens hinterher
Meist folgt man hinter Herrschern her
Der Page geht hinter dem Gaste her
Hinter dem Regen folgt die Sonne daher
Aufwachen tut man hinterher
Erleichtert ist man hinterher
Hinter dem Boot kommt die Welle her
Die Zukunft folgt hinterher
Der Böse ist hinter dem Guten her
Er ist ein Hintergeher
Hinter schwedischen Gardinen landet man nachher
Überhaupt folgt die Landung hinterher
Verdauen tut man hinterher
Man putzt hinter dem Ofen her
Urteilen kann man erst hinterher
Zu spät ist es meißtens hinterher
Manchmal steht man hinter dem Her(d)
Verteidigungsminister stehen immer hinter dem Heer
Der Schmerz folgt hinter der Verletzung her
Das Aufschreiben dieses Gedichts folgte der Idee dafür hinterher
©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)
Kinder regier´n diese Welt
Sie agiern weil es ihnen gefällt
Und sie tun es für diese Welt
Nicht für Ruhm, erst recht nicht für Geld
Kinder retten diese Welt
Ihr Lächeln verhindert Gewalt
Und sie tun es für sich selbst
Und für jeden, dem es gefällt
Ref.: Dies ist eine Hymne gegen das Geld
Dies ist eine Hymne für uns´re Welt
Dies ist eine Hymne gegen das was zerstört
Dies ist eine Hymne die uns allen gehört
Liebe regiert diese Welt
Sie verbindet was zusammen gehört
And she rules all over the world
Für jeden der ihre Hand festhält
Liebe rettet diese Welt
Ihr Gefühl die Gesichter erhellt
Irgendwann sie jeden mal befällt
Denn: Liebe rettet diese Welt
Ref: Dies ist eine Hymne gegen Gewalt
Dies ist eine Hymne für Zusammenhalt
Dies ist eine Hymne gegen Intoleranz
Dies ist eine Hymne, ich lad dich ein zum Tanz
Die family regiert diese Welt
Sie gibt Schutz und Normalität
And the world is one family
Stütze dich voll auf sie
Die family rettet diese Welt
Ihr Rückhalt ist es der zählt
Sie vermittelt Liebe und Spaß
Für jeden, auf sie ist verlaß
Ref.: Dies ist eine Hymne gegen irgendeinen Feind
Dies ist eine Hymne auf das was uns eint
Dies ist eine Hymne gegen die Infanterie
Dies ist eine Hymne für uns´re family
Die Natur regiert diese Welt
Sie ist dasjenige was uns am Leben hält
Und sie ist das Paradies
Für jeden der sie genießt
Die Natur regiert diese Welt
Sie gibt uns Nahrung und sie erzählt
Uns unsere Vergangenheit
Die Natur uns von den Grenzen befreit
Ref.: Dies ist eine Hymne gegen Marktwirtschaft
Dies ist eine Hymne auf uns´re Kraft
Dies ist eine Hymne gegen die Konjunktur
Dies ist eine Hymne für uns´re Mutter Natur
Musik regiert diese Welt
Wir singen weil es uns gefällt
Good vibrations all over the world
Ihre styles verändern die Welt
Die Musik rettet diese Welt
Es gibt keinen der ihr nicht zuhört
Sie ist die Wahrheit die sich nicht verstellt
Wir singen zusammen, das ist es was zählt:
Denn:
Dies ist eine Hymne für die Kinder dieser Welt
Dies ist eine Hymne auf die Liebe, heyhey
Dies ist eine Hymne für die family
Dies ist eine Hymne für die Natur
come sing with me:
Dies ist eine Hymne für die Musik
Dies ist eine Hymne für den, den man Liebt
Dies ist eine Hymne für die, die sie singt
Dies ist eine Hymne nur für uns
©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)
Und die Zu-kunft Hier auf meinem Gesicht
Vermisse Gegen-wart Und ich bitte dich
Ohne Ver-nunft Erzähl mir noch ein Gedicht
Deiner Person –halt
Von deiner Liebe. Ich
Komm zu mir zurück Höre dir zu und
Ich vermisse dich Ich küsse dich und
Du warst noch gar nicht fort? Ich umarme dich
Egal ich brauche dich
Und die Zukunft
Bleib hier bei mir Ohne Vernunft
Dann zeig ich dir Brauche die Gegenwart
Meine Liebe für Deiner Liebe halt
Nur einen Blick von dir
Laß dich einfach geh´n
Was wär ich ohne dich (Mich)Deine Gefühle seh´n
Dieser Welt unwürdig Über alles reden und
Könnte heulen und Die Welt verbessern und
Hab doch gar keinen Grund
Ich weiß genau
Denn du hältst meine Hand Du bist die schönste Frau
Hältst mich fest Bist du kleiner als ich?
Und ich verspreche dir Du bist die größte für mich
Daß ich den Rest meines Lebens hier
Und jedes Wort, daß
An deiner Seite steh Deinen Mund verläßt
Und für dich kämpfe und Ist ein Beweis für mich
Auch zu später Stund Daß es dich wirklich gibt
Neben dir liege. Bunt Du lächelst mich an
Sind deine Kleider, hoffe Und ich erinner mich dran
Du machst weiter Daß alles weitergeht
Und immer weiter Die Erde sich weiterdreht
Denn deine Nähe ist Doch wenn du bei mir bist
Meine Zuversicht Mir eine Zukunft gibst
Und ich glaube dran Dann singe ich für dich
Daß du die meine bist Dieses Lied das ich
Zu der ich ehrlich bin Nur für dich schrieb
Und die mich glücklich macht Als Beweis dafür
Die meine Sorgen teilt Daß ich nur dich lieb´
Und die das Feuer entfacht Und keine andre will
Ist die Nacht auch kalt
Die mir Geschichten erzählt Und die Zukunft
Und die nie müde wird Ohne Vernunft
Zu sagen daß sie mich liebt Mit vielen Kindern und
Uns beiden ist Grund
Ich mag deine Hände
Daß ich gerne
In die Zukunft seh´
Alle Probleme
Mit dir durchsteh´
Denn ich liebe dich
©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)
©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)
©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)
1.) Im Kreis
Steht ein Greis
Und versucht verbissen
In der Ecke zu stehen
2.) Im Kreis
Geht ein Preuß´
Und versucht beflissen
Ihn zu verlassen
3.) Im Kreis
Liegt das Zentrum
Und weiß
Es kommt nicht drumrum
4.) Im Kreis
Dreht sich leis
Wer versucht trotz Tatsachen
In alle Richtungen zur gleichen Zeit zu schauen
5.) Im Kreis
Von Erholung und Verschleiß
Versucht manch einer allein
Der allzeit Allergrößte zu sein
6.) Im Kreis
So weis
Versucht der Kontraste-Fan Schwarz zu erblicken
Allein: Es wird ihm nicht glücken
7.) Im Kreis
Im ungeernteten Mais
Versuchen viele mühsam zu erkennen
Spuren von Ufo´s ferner Galaxien
8.) Im Kreis
Ist ein Kreis
Ist noch ein Kreis
Und noch ein Kreis
9.) Und noch ein Kreis
Und wer weiß
Wieviele Kreise es gibt?
(Uups hat jemand die fehlende 4.Zeile gesehen?-Anm. d. Autors)
10.) Im Kreis
Läuft heiß
Wer versucht die Kreise zu zählen
Er müßte die Unendlichkeit
Beim Namen nennen!
(Aha, da ist ja die 4.Zeile in die 5. gerutscht!-Anm. d. Autors)
©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)
©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)
Interview mit einem Papier: in drei Blättern ↑
Zur Information: Der Fragesteller interviewt die berühmten Drillinge „Papier" nach ihrem Privatleben, ihrem Beruf und ihren Hobbies. Da alle das Gleiche machen, fragt er jeden der Drei etwas anderes!-das erspart Wiederholungen!)
Blatt1:
Guten Tag Herr Papier. Bis vor kurzem waren Sie ja noch ein eher unbeschriebenes Blatt in der hiesigen Kunstszene! Wie kommt es daß sich das geändert hat?
Nun ja, zunächst mal Grüße ich Sie auch recht herzlich!
Und nun zu Ihrer Frage: Bis vor drei Tagen war ich tatsächlich noch ein Blatt von vielen. Aber dann habe ich eine neue Bekannte kennengelernt, die Frau Feder.
Sie hat mir zu dem Ruhm verholfen!
Aber war da nicht noch jemand nötig?
Stimmt genau!
Mein Freund, der „Poeta", hat mir auch sehr geholfen, denn er hat mir die wichtigen
Bühnen hier gezeigt und mich dem Publikum vorgestellt! –ohne ihn und die Frau Feder wäre dieser Erfolg nicht möglich gewesen.
Nachdem wir das geklärt haben: Es gibt da ja dasd Gerücht, das viele Menschen Angst
vor Ihnen gehabt haben sollen!-wie gehen Sie damit um?
Ja, es ist wohl besser kein Blatt vor den Mund zu nehmen: Ich kann bestätigen, daß die
Menschen sich vor mir gefürchtet haben und Angst hatten, daß ich sie aussaugen und Ihre Geheimnisse, Schwarz auf Weiß, preisgeben könnte.
Alle Menschen bis auf Einer!-oder?
Auch das ist richtig: Mein Freund der „Poeta"! Aber auch er war zunächst im Gesicht so weiß wie ich! Sie hätten ihn sehen sollen! –Daß er sich dennoch getraut hat war echt überraschend: Ich bin immer noch ganz platt deswegen!
Kurze Pause, Umblättern, dann:
Blatt2:
Und:... haben Sie vor etwas Angst?
Natürlich!
Z.B. daß die Frau Feder mal etwas mit einem Anderen anfangen könnte, einem Kollegen von mir z.B., oder das jemand meinen Wert verkennen und mich als wertloses Feuerpapier mißbrauchen könnte!
...Zum Bleistift aber auch: Vor dem Altern!
Was meinen Sie damit?
Ich habe kürzlich von Kollegen gehört, die sich in sogenannten Büchern zusammengetan haben und dann nach und nach immer mehr vergilbten, bis sie so sehr an Alzheimer litten, daß sie niemandem mehr zur Information dienen konnten!...
...Viele wurden ja auch durch den Dreck gezogen, in der Luft zerissen, beschmutzt,
zerknüllt oder einfach vergessen nicht war?
Genau! Ich würde sagen das Angst unter diesen Umständen nur zu Papierlich ist!
Apropo: Sie haben gerade von einem Feuerpapier gesprochen, was Sie nie werden
wollten wenn ich sie richtig verstanden habe.
Wollten Sie denn schon immer in die Lyrische Ecke gehen?
Nein.
Kurz nachdem ich auf die Welt gekommen bin war es mein Traum in der Werbung tätig zu werden: All die bunten Farben und so!
Dann dachte ich, ich könnte den Menschen mitteilen was es Neues in der Welt gibt oder zumindestens das Wetter von Morgen.
-Nun bin ich aber überglücklich, daß soviele verschiedene Menschen von mir hören.
Kurze Pause, Umblättern, dann:
Blatt3:
Wie ist denn eigentlich das Verhältnis zu den anderen beiden Drillingen Herr Papier?
Nun ja, Wie Sie wissen, bin ich der jüngste von uns Drei´n. Demenentsprechend groß
waren auch meine Befürchtungen, man könnte mich von meinen Brüdern trennen!-was aber nicht geschehen ist! Wir hängen sehr aneinander und wurden von den gleichen Dingen des Lebens gezeichnet.
Wie weit reicht denn Ihre Verbundenheit?
Bei uns weiß jeder immer wo der Andere grad ist, was er gerade macht, wie es ihm
geht oder wie er aussieht!
Aha, Aussehenist ein gutes Stichwort: Wie sieht es denmit Ihren Hobbies aus?
Naja, am liebsten liege ich natürlich faul herum und mache nichts. Ansonsten bin ich
aber auch gern in Bar´s und Cafe´s und auf Bühnen oder freue mich auch immer sehr über die Treffen mit der Frau Feder.
Die Zeit ist gleich rum, kommenwir zur letzten Frage: Was erhoffen Sie sich für die
Zukunft?
Das sich das Blatt nicht zum Schlechten wenden möge und meine Freunde zu mir
stehen werden wenn einmal schlechte Zeiten kommen. Ein wenig pessimistisch muß man aber sein, bei der ganzen Konkurrenz die gerade im Bereich der Neuen Medien für Furore sorgt und uns zu verdrängen droht.
Ich danke Ihnen sehr herzlich für Ihre Bereitschaft zu diesem Interview! Wünsche
Ihnen viel Glück für die Zukunft! Auf Wiedersehen!
Gern geschehen! –Bis zum nächsten Mal!
Ende
©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)
A D A
Oh i´m drinking my pint o´beer
D D A A
That´s the reason why i am here
D D
And it´s cold and fresh
E E
And i pay it cash
A D A
So i´m drinking my pint o´beer
Oh i´m drinking another pint o´beer
Some day it could be away that´s my fear
And it´s fresh and well
And we all go to hell
So we´re drinking another beer
Oh i´m drinking next pint o´beer
And we´re singing bout the irish history
It was bloody hard
But now we start
To drink another beer
©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)
Sie saß an der Theke
Und trank Tee
Und sie schaute auf den Boden
Denn sie hatte fernweh
Und ich wußte nicht
Ob ich richtig seh
Diese schöne Frau
Dort trank Tee
Sie saß an der Theke
Und trank Tee
Irish Cream
Riecht so gut
Ich sah sie an der Theke
Mir war klar
Ich brauchte nur noch
Etwas Mut
Dann ging ich auf sie zu
Sagte Hallo,
Du siehst so traurig aus,
Geht es dir gut?
Sie saß an der Theke
Und trank Tee
Und sie schaute auf den Boden
Denn sie hatte fernweh
Ich legte meinen Arm
Um Sie
Und bestellte
Eine Tasse Tee
Tee
Mit einem Keks
Und mit Milch
So ist das stets
Und der Tee
Er dampfte vor sich hin
Und da kam
Ihr etwas in den Sinn
Sie saß an der Theke
Und trank Tee
Und sie schaute auf den Boden
Denn sie hatte fernweh
Weißt du woran ich denke
Fragte sie
Ich schaute sie fragend an
Und trank einen Schluck Tee
Immer wenn ich
Diesen Tee see
Denke ich an Irland
Sagte sie
Der Keks so fein
Ist Irland
Und der Tee
Der Ozean
Und der Keks ist so klein
Sagte sie
Und der Ozean
So groß wie nie
Sie saß an der Theke
Und trank Tee
Und dachte an Irland
So schön
Sie saß an der Theke
Und trank Tee
Und sie schaute mich an
Sie hatte fernweh
Ich trank an der Theke
Meinen Tee
Und ich schaute
Die ganze Zeit auf Sie
Wie sie erzählte
Mir schien
Irland vor Augen
Zu stehn
Sie saß an der Theke
Und trank Tee
Und doch war Irland
So fern für sie
Sie saß an der Theke
Und trank Tee
Mit Tränen in den Augen
Denn sie hatte fernweh
Irgendwann
Musste ich gehn
Und sie blieb alleine
Da stehn
Sie trank noch an der Theke
Manchen Tee
Und dachte an Irland
So schön
Ich aber
Ich musste gehn
Und dachte fortan
Immer nur an sie
©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)
Baby i love you
Baby i can´t do...
...Anything without you.
Baby i love you
Baby you know it´s true
Baby don´t pass through...
...Please stay here with me.
Baby you love me
Baby that´s why we are free
Baby let me see...
...Your naked body in the sea.
Baby i don´t know
Baby why don´t you show
Baby your feelings for me...
...Those of love and sorrow.
Baby don´t use your head
Baby first the fools than the head instead
Baby your face is coloured red:
Please give me your heart
I´ve lost mine
And then let us start
A new live together
For today and forever
Love is so much better
Then to stay alone
No matter
©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)
Durch´s Durchsichtige betrachtet
Scheint die Welt wunderbar
Schnee der in der Sonne glitzert
Und eine Gruppe die über den Schnee hinschlittert
Alles hinter durchsichtbarer Wand
- Rote Nasen, Schal´s und Mützen
Die Wintertiere und gefrorenen Pfützen -
Ist sie gegen Kälte doch ein Pfand
Klare Luft hinter blitzblankem Glas
Vögel sammeln sich um´s Vogelhaus
Diesseits Lebkuchen und geheizt
Draußen 4. Jahreszeit
Geöffnet kurz und dann geschlossen
Kommt kalter Schwall hindurchgeschossen
Es friert einen jeden der sterblich
Ist, Die Luft im Raum bessert sich
Dann wieder da die klare Grenze
Zwischen warmem Leben und frostiger Todeskälte
Zwischen wunderbarem Winter
Und Warten auf den Sommer
Copyright by Poetslam (Frederic Höring)
Kleiner Junger grosser Traum: ↑
Ein kleiner Junge
Joe genannt
Sitzt allein im Wüstensand
Mit einer Gitarre in der Hand
Singt und träumt vom fernen Land
Er will so gern ein Cowboy sein
Mit Pferd und Ruhm und Sheriffstern
Mit Colt und einer Westernbraut
Da wo er geht wird aufgeschaut
Ein kleiner Junge
Joe genannt
Sitzt allein im Wüstensand
Mit einer Gitarre in der Hand
Singt und träumt vom fernen Land
Im Traum kann er ein Ritter sein
Tapfer, stark, geadelt sein
Seinem Volke Gutes tun
Und sich erfreu´n am hohen Ruhm
Ein kleiner Junge
Joe genannt
Sitzt allein im Wüstensand
Mit einer Gitarre in der Hand
Singt und träumt vom fernen Land
Als Sportler darf er Siege feiern
In Athen, in Rom, in London
Er bricht Rekorde überwindet jede Hürde
Im Traum kann er ein Sportler sein
Ein kleiner Junge
Joe genannt
Sitzt allein im Wüstensand
Mit einer Gitarre in der Hand
Singt und träumt vom fernen Land
Er darf die Welt vom Bösen befrein
Der Held des Friedens auf Erden sein
Kann sein Glück mit andren teil´n
Und Symbol für eine Zukunft sein
Ein kleiner Junge
Joe genannt
Sitzt allein im Wüstensand
Mit einer Gitarre in der Hand
Singt und träumt vom fernen Land
Und während so der Junge träumt
Schlägt Well auf Welle an den Strand
Die Sonne geht unter in die Nacht
Dafür das Herz des Jungen lacht
©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)
©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)
Du siehst: ich liebe dich
Ich weiß: Du liebst auch mich
Komm jetzt wir gehen fort
An einen andren Ort:
Wo wir alleine sind
Wo unsre Träume sind
Dort wo uns niemand stört
Wo uns die Welt gehört
©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)
©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)
Ich habe ein Problem
Ich liebe alle Frauen
Die Lächeln
Ich habe ein Problem
Ich liebe alle Frauen
Die Lächeln
Ich muß ihnen in die Augen seh´n
Kann ihnen nicht mehr aus dem Wege geh´n
Ja:
Ich muß ihnen in die Augen seh´n
Kann ihnen nicht mehr aus dem Wege geh´n
So schön
und drum habe ich ein Problem
Denn ich liebe alle Frauen
Die lächeln
Ja ich habe ein Problem
Ich liebe alle Frauen
Die Lächeln
So schön
Kann mich nicht entscheiden mit welcher
Soll ich geh´n, mit welcher will ich geh´n
So schön
Und im Kopf beginnt sich alles zu dreh´n
Ich finde alle Frau´n die lächeln schön
So schön
Ich muß ihnen in die Augen seh´n
Kann ihnen nicht mehr aus dem Wege geh´n
So schön
Und drum habe ich das Problem
Frauenlächeln so schön
So- schön
©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)
Es brennt ein Feuer
Inmitten der nacht
Irgendwo
Zwischen Wasser und Land
Jemand hat
Die Gitarre in der Hand
Singt sich und die Andern
Durch die Macht
Mit ruhiger Stimme
Das Feuer brennt
Irgendwo
Zwischen Tag und Nacht
Er singt und singt
Der Funken springt
Über auf die Andren
In der Nacht
Besingt die Welt
Das Feuer das brennt
Irgendwo
Zwischen Erde und Sternenzelt
Von Hoffnung und Liebe
Schmerz und Leid
Von sich und den Anderen
In der Nacht
©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)
Leider
Kann ich dir nicht sagen
Was ich dir wirklich sagen will
Denn
Du bleibst immer still
Und
Ich weiß nicht
Was das soll
Leider
Kann ich dich nicht umarmen
Obwohl du doch oft da bist
Denn du flüchtest dann
Und doch
Dein Körper und Du
Ihr seid wunderbar
Leider
Kann ich dich nicht gewinnen
Für ein Leben mit mir
Denn
Du wirst mir immer entrinnen
Und
Ich Dich
Niemals wiederfinden
©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)
Lili?
hörst du mich?
Lili?
ich brauche dich.
Du?
ich bin blind,
fühlst du mich?
Es regnet,
-auch auf dein Gesicht?
Ich konnte sehen,
du nie!
Ich mußte meine Welt verlassen,
dafür durfte ich dich treffen!
Erinnerst du dich?
...ich bin weggelaufen,
vor dir!
...Du hast mich verfolgt.
Spuren im Kornfeld...
war es so Gelb?
so wie die warmen Kieselsteine?
Unsere Spuren,
wir wissen wo sie sind.
Du bist mir gefolgt,
hast mich nicht aufgegeben,
hast mir deine Welt gezeigt.
Nun bin ich bereit,
in deine einzutauchen...
Lili?
bist du da?
Lili?
ich hab dich alleingelassen.
Nun stehe ich im Regen...
Lili?
ist das deine Hand?
Wollen wir gehen?
PS: Ich habe selten bei einem Film so geheult, unbedingt sehenswert, ich musste dieses Gedicht einfach loswerden. Gez. der Autor poetslam
©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)
Ja, es war irgend so ein Montag in irgend so einer 21. Woche in irgend so einem Jahr 2004 gewesen. Da kam meine Freundin herein und sagte hey es ist schon Mai...Zeit zum Aufstehen. –Wie lange hatte ich geschlafen? Das halbe Jahr? In welchem Jahrtausend sind wir? fragte ich. Sie starrte mich an wie ein Pferd. Wir wollten doch weggehen!... Sach bloß!-wann denn?
Vor ner halben Stunde!...-Achso. Und wo sind wir hingegangen?
1 paar Punps drehten sich ruckartig um die viel zu hohen Hacken, Stoff wehte bemüht hinter zwei langen Beinen hinterher, noch gerade so durch die sich schließende Tür. Deren Knall beim Auftreffen auf den erschrockenen Rahmen, wurde auch nicht durch den Gegenwind gemindert, den die rauschenden Haare meiner Freundin bei ihrer Kehrtwende hinterließen; jedenfalls nicht in bedeutendem Maße.
Bedeutend war nur die Wolke die meine kochende Freundin hinterlassen hatte. Hätte sie noch gespuckt, hätte ich gedacht es regnet. –Aber dafür ist sie sich wohl zu fein.
Naja, nun war ich wach und bekam Hunger, doch zu meinem Entsetzen, hatte nur die Schlafzimmertür geknallt. Was war mit der Wohnungstür, hatte sie geklemmt? War sie geklaut worden? Oder saß der Grund meines Unwohlseins in der Küche?
Was nun, warten bis das Unwetter sich verziehen würde oder schnell durch das Tiefdruckgebiet laufen und mich verziehen oder mit der Regengöttin über Vergebung verhandeln. Warum musste sie auch immer weggehen wollen. Zuhause kann man viel besser schlafen als wenn man auf allen Hochzeiten tanzt. –Ach du scheiße Hochzeit. –Nein nicht meine eigene: Ich bin Atheist und hasse sowohl Kirchen als auch Verträge!- Aber ihre beste Freundin! Und wir waren als Helfer bei ihrer Feier vorgesehen.
Ich sprang aus dem Bett und legte mich gleich wieder hin. An die glatten Fliesen würde ich mich nochmal gewöhnen müssen. Erstmal Zähneputzen und die Gedanken sortieren.
Sortieren ist immer gut wenn unerwartetes passiert.
Ich musste an meine erste Freundin denken und daran als sie mich verlassen hatte:
Auch damals musste ich erstmal sortieren: Meine Gedanken, meine Socken, meine Freunde und natürlich die Photos. Bis ich mein Leben sortiert hatte, dauerte es damals eine ganze Weile, was sogar dazu führte, das ich meinen Job beim BRK schmiss und anfing, neben meinem Studium bei Lego am Fliessband bunte Steinchen in präparierte Kästchen zu sortieren: immer 3 Grüne, 2 Gelbe und 1 Rotes Steinchen pro Karton...und eine Anleitung.
Die hatte mir eigentlich gefehlt...Wie funktionierte das Leben als Single doch gleich?
Mit der Zeit begann ich mich zu erinnern und alles klappte wieder wie früher.
Bis dieser Engel in mein Leben geschneit war. Dann kehrte sich das Problem um:
Ich konnte nicht mehr heimkommen wann oder wenn ich wollte, musste meine Freunde die einen Irokesen oder eine derartige Gesinnung trugen aussortieren und mich mit den Regeln der Zivilisation begnügen. Aber ihr Körper der war schon Sahne und das war wohl auch der Grund unseres Zusammenseins: das wir einander so ähnlich waren!!!
Ok, ich mag Punk und sie Pop oder Klassik, ich mag verruchte Kneipen und eine chaotische Wohnung, sie das P1 und Meißner Porzellan, ich ihren Körper und sie meinen Charakter (oder doch mehr mein Fingerspiel?). Aber das entscheidende war wohl, das wir beide Sahne waren: ihr Körper war so feincremig und süß wie Sahne, während ich bei ihrem Anblick dahinschmolz wie Sahne auf heißem Apfelstrudel.
O Gott, wo war ich stehengeblieben? Achja, im Bad beim Zähneputzen! und wieso nochmal? Wegen der Sahne jetzt fällts mir wieder ein! So ganz sortiert war ich noch nicht, also erstmal anziehen: wenn ich meiner Freundin nackt gegenübertrete nimmt sie mich ja doch nicht ernst
(so könnte auch der Glückliche von Ina, der Freundin meiner Freundin heißen, da er Psychologie studiert und immer alles so ernst nimmt)... schon wieder schweifte ich ab und mir fielen einige Witze ein, die alle von diesem Thema handeln und in etwa so flach sind wie der nun folgende exemplarisch ausgewählte:
Ein Pärchen ist beim Vorspiel und die Frau ist sehr erregt, in ihrer Extase sagt sie zu ihrem Partner:“Nimm mich Ernst“, darauf er: „Ich nehme dich doch ernst“.
Selten so gelacht... (da kommen Erinnerungen an die Flachwitzrunden auf, die in der 12. Klasse immer Donnerstags in der Freistunde stattfanden).
Nun noch Gel in die Haare und ein Lächeln ins Gesicht und so warf ich mich in die tobende See.
Doch, als ich durch den Flur in die Küche schlich und mich vorsichtshalber beim Öffnen der Tür an der Klinke festklammerte, hörte ich nur noch eins: „Wow, so hab ich dich ja noch nie gesehen!-komm mit!“ ,und schon lag ich wieder im Bett und wusste nicht wie mir geschah.
Als wir dann mit 2 Stunden Verspätung aufbrachen, sahen wir beide etwas ungebügelt aus und das Gel hatte mir eine Frisur gefestigt, die meine Freundin meinen Freunden verboten hätte. Aber ändern ließ sie es mich nicht mehr: „Wir müssen los!“.
Auf dem Weg sagte sie dann noch: „Morgen musst du rechtzeitiger aufstehen, damit wir endlich mal pünktlich kommen – sonst schütte ich dir einen Eimer Wasser über den Kopf!“.
Was?? Morgen schon wieder irgendwohin?!? Wenn ich leicht in Ohnmacht fallen würde, wäre ich gefallen, aber dafür bin ich nicht stark genug – und: der Hunger war stärker.
©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)
Mein Haus und das Ding am Himmel: ↑
Letztens erst wieder:
Ich sitze am PC und hol mir Einen runter: Einen von den Songs die total geil sind; Und von denen ich finde, daß man sie einfach besitzen muß – da beginnt das Röhren.
...Ein mir wohlbekanntes Geräusch! Es kommt von 4 Blättern, die sich mit ungeheurer Geschwindigkeit und Wucht durch die Luft schneiden.
Zu wissen was jetzt wieder auf mich zukommt reicht um mich wieder zu reizen:
Kommt dieses Ding eigentlich immer nur zu mir?
Und gibt es nicht auch andere und anderswo böse Menschen?
Oder wird immer nur meine Sparkasse überfallen?
-Ich hole schon mal mein Handy und die dazugehörige Mini-Kamera.
Schließlich ist es eines meiner Hobbies meine Freunde zu Photographieren und ganz besonders gern diejenigen in Grün, die über meinem Dach etwas suchen, das sie bei mir nicht finden können.
Zumindest habe ich niemanden weglaufen sehen und diesem Niemand dann auch meine Tür nicht geöffnet...
©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)
Mein Kopf: (oder Scheißtag, Teil2) ↑
Sie sind nicht die Erste
die sagt,
daß ich nochmal meinen Kopf vergesse.
Und manchmal denke ich
Es wäre wohl besser wenn er jetzt zu Hause läge
auf dem Kopfkissen und schliefe.
Dann bräuchte er nicht mitanzusehen
wie ich mich durch den Pechtag quäle
Er läge dann bei meinen Hausaufgaben,
die ich ausnahmsweise mal gemacht
aber gewohnheitsmäßig nicht mitgenommen habe.
Und mein Brot?
Schitt, nicht dran gedacht!-und ein Kommilitone fragt:
hast du meine Cd mitgebracht?
Oh Gott, die Sonne scheint doch in meinem Kopf ist es Nacht!
Vielleicht hab ich auch gar keinen Kopf
habe ihn abgehackt,
in ein Paket verpackt,
dieses zugeschnürt,
an mich selbst adressiert und
wohin geschickt?
Wohin weiß nur mein Kopf!
Tja, wenn ich ihn zufällig wiederfinde
pack ich die Gelegenheit auf jeden Fall beim Schopf,
setze die Zentrale wieder auf meine Hals und hoff,
das er sich besser erinnern möge:
Auch an Dinge die zwar öde
oder Schade doch wichtig sind!
Ohne mich kann er nicht Leben
Ohne ihn bin ich blind, und
ohne Erinnerung
©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)
Sie hat lange schöne Beine
Und glänzende, weiche Haare
Sie hat dunkle Augenfarbe
Und ne kleine, gerade Nase
Meine Traumfrau
SIe hat wunderschöne, weiße Zähne
Brauch kein Make Up und keine Creme
Sie ist locker und hat Humor
Raucht nicht und ihr Verstand ist klar
Meine Traumfrau
Sie ist nicht zu dick, hat festen Busen
Rote Zungen und Lippen zum Liebkosen
Ihr Wille ist stark
Und: Sie mag Nacht und Tag
Meine Traumfrau
©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)
sieh den Untergang
rot umgreift die Welt
das runde Etwas
das Runde verschwindet langsam
rot wird zu Pink
es bleibt noch etwas
es breitet sich sogar noch aus
erreicht seinen Höhepunkt
und löst sich dann auf
in dem dunklen Blau
das die ruhige Zeit begleitet
verbrauchte Kräfte wieder auffrischt
und die Karten für Morgen neu mischt
©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)
Schmeiß den Müll aus dem Fenster in den Hof
Wer Müll sortiert ist selber schuld
Wer unter deinem Fenster steht ist (selber) doof
Schmeiß den Müll durch die Tür in den Hausflur
Wer oben wohnt ist selber schuld
Wer Müll nicht mag ist (selber) doof
Schmeiß den Müll von der Brücke in den Fluß
Wer drin schwimmt ist selber schuld
Wer verseuchte Fische ißt ist (selber) doof
Schmeiß den Müll aus dem Auto in den Park
Wer drüber stolpert ist selber schuld
Wer Pärke schützt ist (selber) doof
Schieß den Atommüll von der Erde auf den Mars
Wer glaubt das Ende naht ist selber schuld
Verbrauchte Energie kommt sofort zurück:
Das war´s
©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)
Mein Spitzname ist Mütze!
Und im Sommer schwitze-
n Die Leute sehr
Sehn sie mich mit Mütze
Am Meer
Ob ich selbst schwitze?
Ich glaube es fast nicht,
Schließlich läuft mir die Soße
Ja nicht übers Gesicht!
Und niemand darf Mütze anfassen
Dafür würd ich ihn ewig hassen!
-Lieber nehm ich Pillen gegen Haarwuchs
Als daß ein Coiffeur flugs
Mir Mütze wegnähme
Und die Sonne auf meinen Schädel schiene!
Wisst ihr wie gefährlich das ist,
Wenn der Wind den Schädel streift
Oder Petrus von oben runterpißt?
Mütze ist rot
Und beschützt mich!
Ja, denn er leuchtet wie ein Rücklicht.
Wird er angestrahlt
Nimmt jeder Fahrer Rücksicht.
Und werde ich mal rot
Vor Scham oder Wut
Passe ich noch besser zu Mütze
Is ja och janz jut.
Und treff ich mich mit Freunden,
Und keiner weiß nen Treffpunkt,
Treffen wir uns bei Mütze
Oder wenn du mich suchst frag die Leute:
Haben Sie Mütze gesehen?
Nur aufs Land würd ich mich nicht wagen,
Schließlich könnt der Bulle Angst vor mir haben
Und ich will ihn ja nicht verjagen.
Mütze verdeckt auch meine Ohren,
Weswegen manche glauben,
Ich sei ohne geboren.
Ok, in Mützes Begleitung hör ich manchmal schlecht,
Vor allem Kritik fängt Mütze locker weg.
Auch etwas anderes ist so nie ein Problem:
Dadurch daß nichts zum einen Ohr reinkommt,
Kann auch nichts zum Anderen wieder hinausgehn!
Mittelohrentzündung kann mir auch nicht passieren,
Schließlich verhindert Mütze
Daß meine Ohren im Winde frieren.
Und nen Ohrring brauch ich nicht
Kann ich mir sparen –is zwar schick,
Doch bekäme ihn ohnehin niemand zu Gesicht!
Und dank Mütze kann ich vermeiden,
Das gute Gedanken meinem Kopf entweichen.
Mütze ist wirklich mein bester Freund
Wir bleiben für immer vereint.
Und Mütze ist stark
-Ich hab noch nie gesehn daß er weint!
Und ist er obenauf
Bin ich auch gut gelaunt!
Die meißten Frauen stehen auf Mütze, echt cool!
Doch beim Sex sind die weniger erbaut,
Aber Mütze is halt überall dabei!
Wir sind ein Herz und eine Seele:
Wir zwei!
©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)
A
Hey Hey
D
Alles Klar
E
Hat lang gedauert
A
Doch nun sind wir da
Wir rappen die Welt
Den Eiffelturm das kleinste Zelt
Für alle da draußen
Haben wir´n Tipp:
Hier gehts voll ab
Denn wir sind echt hipp
Und ihr hier drin´
Ihr wisst es
Also macht mal hophop
Wir machen die Styles dazu
That´s our job
It´s a mix of Dancehall and Pop...
Reggae, Hiphop and Rock
Die Uhr macht Ticktock
Und noch ehe sie 2x geschlagen
Haben wir die Welt gerockt
Und sämtliche Charts getoppt
Music is a thing
Of participation
A thing that rocks
Does´nt carry about a nation
You will see
The relation
Between love
And our vibrations
Wir geben euch alles
Was wir haben
Wir werden euren Puls
In die Höhe jagen
Nur ein Herz das schlägt
Im Takt mit dem Beat
Ist eines das liebt
Und sich freut das es lebt
Reggae is
Our soul
Hiphop will make us
Seem to be cool
Rock will make
Our messages true
And Dancehall is our
Presant for you
Zum Reggae hebt den Fuß
Zum Hiphop die Hand in die Luft
Zum Rock geht ab
Und zum Dancehall singt das es grooved
Alles Klar?
Music is a thing...
Zum Reggae...
We make party tonight
Being together to fight
All the bad things alright
Out of reach but not out of sight
Music is a thing...
©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)
every chord two times the following tabs
e|xxxxxxxxxxxx|
a|xxxxxxxxxxxx|
d|----/-/-----------|
g|----------|--|----|
h|----------|--|----|
E|----------|--|----|
two times staccato the d-side then beating the sides ghE fast down and up
©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)
Im Westen nichts Neues
Kaum sag ich´s, bereu ich´s
Was Neues gibt´s schon:
Ein Loch im Haushalt und eins im Ozon
Wir die wir Rechte vertreten
Wir die wir alles zerreden
Wir die wir nichts mehr bereuen
Wir die wir Gerüchte verstreuen
Ich hör nur: Aufrüsten
Wir müssen mithalten
Dürfen nicht nachlassen
Uns´rem Volk helfen
Der Gegner ist stärker
Seine Waffen sind moderner
Wir brauchen auch C-Waffen
Wie wäre es sonnst zu schaffen
Selbstschutz ist Pflicht
Nur Krieg der zur Sicherheit verhilft
Ist ja auch Heilig
Also nicht Grundlos
Das ist nichts Neues
Kaum sag ich´s, bereu ich´s
Was Neues gibt´s schon:
Ein Loch im Kopf ein´s im Ozon
©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)
150.000*
Keine Zahl
Ein Grauen
Ein Jahr geht zuende
Es läßt
Erschauern
Eine Welle
Spült es hinfort
Dann noch eine...
Überrollt den Strand
Zurück fließt
Eine Träne
Über den Sand
Eine Träne
Für unglaublichen
Verlust
Eine Träne
Für Hoffnung
Auf 2005
*(Geschrieben in Erinnerung an die vielen Toten der Tsunami-Katastrophe im indischen Ozean und um die schrecklichen Bilder aus dem Fernseher zu verarbeiten, die mich zum Weinen gebracht haben. Beim Schreiben des poems wurde die Zahl der Toten noch mit etwa 80.000 angegeben –schlimm genug. Nun wurde die Zahl nach oben korrigiert auf 150.000)
©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)
Steckdose
Du bist so klein
Du passt in meine Hose
Meine kleine Steckdose
Du stehst ständig
Unter Strom
Das schadet nie
Auf langer Reise
Gib meiner Taschenlampe Licht
Und Sound meinem Radio
Meinem Laptop Saft
Ich mag dich so
Steckdose
In der Wand
Ich bekomm dich nicht lose
Bist mit dem Kabel im Bund
Du bist nie dort
Wo man dich braucht
Und haust die Sicherung oft raus
Wenn dich was schlaucht
Gibst mir den Rest
Wenn ich dir zu nahe komm
Und will ich etwas in dich stecken
Ist es rund und du hast Ecken
©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)
Paerchen von Beruf: (Warum ich mit meiner besten Freundin zusammen bin) ↑
Jeder kennt das.
Wenn zwei berühmte Menschen behaupten, sie seien ein Pärchen.
Und sich auch so verhalten.
Also Händchen haltend. Ab und zu rumknutschen. Verträge abschließen.
Aber eigentlich glaubt man, daß sie doch kein Pärchen sind.
Daß sie nur so tun als ob.
Daß sie ihre Filme oder Musik vermarkten wollen, oder so.
Werbegag und so.
Auch genannt, das sogenannte „Wir heiraten, alle schauen auf uns, wir bleiben länger zusammen als die Leute vermuten, sie schauen weiter auf uns, wir scheiden uns doch, alle schauen noch mehr auf uns“-Syndrom.
Ein Berufspärchen zeichnet sich dadurch aus, daß es in der öffentlichen Diskussion steht.
Zugegeben, wahrscheinlich sind diese Vermutungen von Bildlesern und Boulevardmedien meißtens in Anflügen von Verfolgungswahn aufgestellt und unhaltbar.
Doch existieren diese Vermutungen, wie das Beispiel des Scientisten, pardon Scientologymembers Tom Cruise und seiner britischen Flamme zeigt.
Ich bin nicht berühmt!
Ich habe keinen Film gedreht! Außer den paar kurzen Handysequenzen.
Auch habe ich keine CD veröffentlicht, wenngleich ich schon manchmal mein Gitarren- gezupfe für die Ewigkeit auf Rohlinge banne.
Ich arbeite in der Betreuung von alten Menschen und mir macht das auch Spaß.
Und schließlich bin ich auch weder besonders schön noch reich.
Für meine beste Freundin gilt das Gleiche, nur daß sie mit jemandem zusammen ist, den ich nicht kenne. Und, entschuldigung, daß sie vielleicht etwas schöner ist...
Dennoch sind wir sowas wie ein Berufspärchen.
Klingt komisch, ist es auch.
Tja, wenn man mit den älteren Damen der Gesellschaft sich öfters unterhält, so wie es mein Job ist, bleibt man immer über die aktuellen Beziehungsprobleme der Reichen und Schönen auf dem Laufenden.
Der Fehler ist dann, Menschen die es gewohnt sind, die Beziehungen anderer, anhand von den geringsten Informationen, die sich hinter riesigen bunten angeblichen Beweisfotos verstecken, und sich in den hunderten von Illustrierten tummeln, zu analysieren, von Frauen zu erzählen.
Da läuten 1000de von Alarmglocken. Bilder schwirren in Köpfen herum. Und Fragen werden gestellt.
Ist sie schön? Woher kennen Sie sie? Was macht sie so? Möchten Sie Kinder mit ihr haben?
Oha, warum hat man das nur erzählt? Warum hat man seinen Freundeskreis nicht auf männliche Personen reduziert und lediglich erwähnt, daß man vor etwa einem Jahr mit einer ziemlich süßen Frau zusammen war, die aber leider bei einem Autounfall umgekommen ist; nur um auch auszuschließen, man sei schwul und auszuschließen, das daraus vielleicht doch noch ne Versöhnungsstory werden könnte.
Ich habe ehrlich gesagt ab und zu von meiner besten Freundin erzählt.
Ist sie schön?
Ja.
Woher kennen Sie sie?
Uni und Job.
Was macht sie so?
Uni und Job.
Wollen Sie heiraten?
Nein.
Warum?
1. Ich glaube nicht an ewige Versprechen und
2. Sie ist mit einem zusammen den ich nicht kenne und
3. Wir sind weder verliebt noch haben wir eine Beziehung.
Aber sie machen doch soviel zusammen?
Ja.
Sehen Sie!
Was sehe ich?
Ja, sie hängt offenbar an Ihnen!
Achja?
Das wird schon!
Ich gebe auf.
Also antworte ich auf die Frage, wie geht es Ihrer Freundin, womit nicht die beste Freundin gemeint ist, wohl aber die gleiche Person, die auch meine beste Freundin zu sein scheint, mit dem Gesundheitszustand meiner besten Freundin, als wäre sie meine Freundin.
Ihr wiederum richte ich dann die Grüße der alten Damen aus. Und halte meine beste Freundin auf dem Laufenden, ob wir gerüchtemäßig noch zusammen sind.
Die Lösung wäre wahrscheinlich, eine neue Freundin zu suchen, sie den alten Leuten vorzustellen und zu sagen, daß man die Alterspyramide in Deutschland wieder umkehren möchte.
Für einen schüchternen Menschen wie mich aber keine einfache Sache.
Wir werden erstmal in der Diskussion bleiben, von Menschen, mit denen wir nur beruflich zu tun haben und ein Berufspärchen bleiben.
Offiziell zusammen, inoffiziell befreundet; und wir werden neben den Nachteilen der schwierigen Trennung von Privatfreundschaft und Berufsbeziehung, die Vorteile der gestiegenen Trinkgelder und Achtung der Rentnerinnen genießen.
©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)
Ein Tag wie gestern und morgen
Ein Tag voller Kummer und Sorgen
Mit dem linken Bein aus dem Bett
Mit dem Rechten gegen ein Brett
Die linke Hand trifft neben dem Bett die Vase
Die Rechte trifft die eigene Nase
Ein Tag wie gestern und morgen
Ein Tag voller Kummer und Sorgen
An der Haustür quetsche ich mir einen Finger
Die Müdigkeit macht alles noch schlimmer
Für den Kaffee habe ich keinen Filter
Und das Auto wird auch nicht jünger
Bei der Arbeit dann die Krönung
Erst zu spät und Stress und Pech und
Dann der Feierabend, doch statt Ruhe und Erholung
Steh ich zunächst im Stau und bekomm nur noch Reihe 1 im Kino
Ein Tag wie gestern und morgen
Ein Tag voller Kummer und Sorgen
©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)
Ich bin ein Stummfisch
auch ein Redner
Bin dein Freund
und mal:
dein Gegner
Meißt bin ich ehrlich
Von Zeit zu Zeit:
ein Lügner
Immer im Dienste
Ihrer Majestät:
dem Zuhörer
Wie jeder der dichtet
bin ich dem verpflichtet
an den sich mein Gedicht richtet
Ich schreibe über Kunst
Und über Liebe
Über Gefühle
Kritisiere
mal Subjektiv, mal rational
was mir nicht gefällt
Du, Ich, Scheinmoral?
Ich werfe vor:
Den Kritikern meine Gedanken
Sie zu bewerten und mir zu verraten
wo sind meine Probleme, wo sind meine Schranken
Dir mein Gedicht
Es zu lesen, zu reflektieren
Was gefällt dir, was sei zu korrigieren
Den Kollegen meine Arbeit
Sie zu verarbeiten und fortzuentwickeln
den kritischen Dialog, zu pflegen
Denen die mich nicht mögen
Das sie mich nicht verstehen, aber:
Geschmäcker sind eben verschieden
Mir selbst meine Imkompetenz
in vielen Fragen und den Drang
trotzdem etwas dazu zu sagen
Ich beherrsche die Kunst
Wörter zu Sätzen und diese zu Versen zu fügen
Und versuche dabei
dem Anspruch des Lesers zu genügen
Ihm in meinen Reimen
Einen Teil seiner Welt zu zeigen
dir Hoffnung zu machen
Die Feder schreibt:
meine Gedanken zu Papier
in Reimform, als Lied oder Gedicht
Ich bin Poet, deswegen bin ich hier
©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)
Traue einem Politiker
Nicht über den Weg
Denn sonst legt er dich rein
Mit dem was er erzählt
Traue einem Politiker
Nicht über den Weg
Denn sonst fällst du herein
Auf das was er Erzählt
Ein Politiker
Kennt sein Wahlprogramm
Maximal
4 Monate lang
Dann ist es im egal
Die Wahl ist vorbei
Er ist gewählt
Und das wie ist einerlei
Ein Politiker
Kennt sein Wahlprogramm
Nur so lang
Wie es ihm dienen kann
Dann ist es ihm egal
Politik wird real
Der Wähler ist entsetzt
Er wurde wieder mal versetzt
Traue einem Politiker
Nicht über den Weg
Denn sonst legt er dich rein
Mit dem was er erzählt
Traue einem Politiker
Nicht über den Weg
Denn sonst fällst du herein
Auf das was er Erzählt
Ein Politiker
Kennt seine Wähler nur
Während der wichtigen
Kanzlerkandidatur
Dann sind sie ihm egal
Ihre Meinung ist banal
So leicht zu verarschen
Bei der nächsten Wahl
Ein Politiker
Mag die Wähler nur
Die nicht nachdenken
Über das was sie tun
Drum sind sie ihm egal
Ihre Meinungen banal
So leicht zu verarschen
Bei jeder Wahl
Und doch ist es ne Kunst
Der Glücklichste zu sein
Unter allen Dummen
Im staatlichen Verein
©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)
Ref.:She´s princess of munig city
No other girl is so pretty
She plays with boys
Like with sextoys
She´s princess of munig city
No other girl is so pretty
She plays with boys
If she
looks in someones eyes
He get´s paralysed
If she has sex with him
He feels like in a dream
But when she says it was nice – goodbye
He wants to die, he wants to die
Ref.:She´s Queen of munig city
No other woman is so pretty
She´s enjoying her life
She´s nobodys wife
She´s Queen of munig city
No other woman is so pretty
She´s enjoying her life
She causes
troubles all around
And don´t cares about
She get´s what she want
Everyone is forgetting his doubts
But when she says was nice to meet you all – goodbye
All men want to die, all men want to die
Ref.:She´s dictator of munig city
No other lady is so pretty
She has power over all men
But one isn´t enough she wants them all
She´s dictator of munig city
No other lady is so pretty
She has power over all men
But one isn´t enough she wants them all
She causes
troubles all around
And don´t cares about
She get´s what she want
Everyone is forgetting his doubts
But when she says was nice to meet you all – goodbye
All men want to die, all men want to die
Repeat all refrains and then Strophe 1
©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)
Hey,
Ihr redet dauernd nur von Quoten.
Quoten hier, Erfolg da.
Wie hoch ist eigentlich,
Der Quotient der Idioten,
Hier im Staat?
Quoten für die Im mi gra tion
Kann ein Wort:
„Ausländer",
Nicht mehr hör´n,
Und sowieso,
Den Sinn nicht versteh´n.
Als würd die Welt nicht
gleichermaßen allen,
Sondern ein Bereich den Deutschen,
Ein anderer,
Den Namibiern gehörn.
Stellt sich die Frage:
Nach Kriterium:
Gibt es außer Bürokratischem,
Auch ein natürlich, logische
Erklärung?
-Warum man ein Europäer ist,
Anstatt ein freier Weltbürger,
Schlicht?
Versteh nicht,
Warum,
Man Angst vo andren Menschen hat,
Aus jedem,
Den man nicht kennt,
Extremisten macht.
Wind macht auch nicht
An des Menschen Grenzen halt,
Nur,
Weil ihm ein Ausweis fehlt!
Und Quoten z.B. für Taifune?
-Nur weil bei Winden
Unterrepräsentiert?
Sorry,
Aber für den,
Der´s nie kapiert!
Tja liebe Götter,
Sollte es euch doch geben,
Schickt,
Please, please,
Keinen Propheten!
Schickt Hermes
Als Boten,
Und Überbringer:
Der Einsicht,
Zu den Quoten-Idioten:
Die Briefmarke,
Bezahl ich euch.
Nun wieder zu euch,
Und euren Quoten,
Quoten hoch oder Quoten tief,
Wie hoch ist eigentlich
Der Quotient der Idioten,
Im TiVi?
Quoten für die Fernsehstation,
Gottschalk, Big Brother
Für die Nation.
Wenn Quoten
Dann für Information
Aber:
Auch das hatten wir schon.
So bleiben Quoten
Über dem Anspruch,
Werbung und Show,
Als komerzieller Fluch.
Es findet wer sucht:
Ein paar Sendeplätze
Sind nämlich doch
Für Bildung gebucht.
Der Zuschauer,
Freiwilliges Quotenschwein?
Die Sender und Zeitungen,
Als gezwungener Zuchtverein?
Weiß nicht was ich wählen soll?
Aber finde Teletubbies cool?
Und weiß nicht,
Was ich davon halten soll:
3, 2, 1, meins!
Toll!
Wie läufts
Mit euren Quoten?
Quoten gut?
Oder sind sie schlecht?
Wie hoch ist eigentlich,
Der Quotient der Idioten?
..Psst sag´s lieber nicht!
Quoten für deutsche Hits,
Denn:
Im Radio wird nichts
„Deutsches" mehr gespielt.
Ein schlechter Witz:
In den Charts
Nichts Anderes,
Als deutsche Beats
Und deutscher Gesang.
Ein dummer Radiosender der spielt,
Was keiner hören will,
Außer dem Künstler,
Und dessen Plattenfirma –ill!
40% für Newcomergroups,
Als Forderung der Millionär-Troups.
Lindenberg,
Spar dir den Schmuh.
Pfeif deine Deppen zusammen,
Und gib endlich ruh.
Trinkt weniger
Hochprozentiges,
Und die Prozente die ihr spart,
Gebt meinetwegen aus,
Für deutsche Gruppen,
Und deren Start.
Was sollen all die Quoten?
Quoten hier,
Und Quoten da:
Wie hoch ist der Quotient,
Der Quoten,
In jedem
Satz,
Den ihr sagt?
Einen Vorschlag,
Hab ich noch für euch:
Ne Quote für Quoten!
Und eine für Idioten!
Und eine für deutsche Maler,
In der Pinakothek der Moderne!
Und eine für Ausländer,
Im Bundestag der Zeit der Ferne!
Und eine für deutsche Lebensmittel,
Denn,
Deutsche Lebensmittel eß ich so gerne!
Und eine für deutsche Sportler,
Weil´s so wenige davon gibt!
Und eine für deutsche Auto´s,
Die sind doch so beliebt!
Und eine für deutsche Autoren,
Wird Zeit,
Das die mal wieder jemand liest!
Und eine für die Frauen,
Sind die nicht so untauglich,
Das die eine brauchen?
Hey,
Ich freu mich bereits:
Auf die Zeit,
Ohne Quoten,
Ohne Geiz.
Die einzigen Quoten,
Sollten jene sein,
Die besagen,
Das 0% an Vorschriften,
Aber 100 Prozent an Freiheit,
Existiert,
Für alle Bürger,
Und die Künstler,
Die die Kunst,
Interessiert.
Denn ich will,
Hören was ich will.
Ich will,
Lesen was spannend ist.
Ich will sehen,
Was es zu sehen gibt!
Ich will Multikulturell,
Wo es meiner Unterhaltung dient!
Aber auch dort,
Wo sich mein Leben abspielt!
Ich bin auch für
Meinungsfreiheit:
Also redet ruhig weiter,
Doch wird die Zeit,
Euch überholen.
Oder ihr sorgt dafür,
Das sie euch recht gibt,
Dann bleibe sie mir gestohlen:
Denn für den Dieb,
Der mir meine Vielfalt vermiest,
Fehlt mir einfach:
Jede Sympathie.
Notfalls such ich
In der ganzen Welt,
Den Platz,
Wo Alles und Jeder,
Sein darf wie´s ihm,
Oder ihr gefällt.
Schließlich leben
Wir alle
Unter´m gleichen
Sternenzelt,
Trinken das gleiche Wasser,
Sehen die gleiche Welt,
Sind alle Lebewesen,
Unnötig,
Das sich eines für das „Bessere" hält.
Also „rest in peace",
Lebt in Frieden,
Und vergesst eure
Blöden Reden,
Über Quoten und Idioten,
Habt Respekt vor allen
Und genießt die Freiheit,
Zu hören,
Was immer gut ist,
Und nun tu ich euch den gefallen
Und höre auch auf hier rumzulallen.
©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)
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Es ist schön den Schnee schmelzen zu sehn
Schön, die Wärme der Sonne zu fühln
Es ist schön wieder spazieren zu gehn
Schön, auf grünem Rasen zu stehn
Es ist schön in der Sonne zu liegen
Schön, einen leichten Windhauch zu spüren
Es ist schön den Frühling zu begrüßen
Schön auch, wenn Knospen wieder sprießen
Es ist schön den Stimmen zu lauschen
Schön, wenn fern die Bäche rauschen
Es ist schön wenn die Sonne den Tag erhellt
Schön, wenn es einen wieder nach draußen zieht
Es ist schön, wenn es schön ist
Und schön, wenn der Himmel blau, die Wiese grün ist
Es ist schön, wenn es schöner nicht mehr geht
Schön also, wenn der Frühling einzieht
©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)
Schoen aber wirr und ungerecht: ↑
©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)
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Streitgespräch mit einem Ignoranten: ↑
Du Wichser!
I: Ja?
Wie: Ja? – Du Arsch!
I: Nana...
Kannst du reden du Windelscheisser?
I: Ja.
Dann sag was!
I: Ja.
Wie: Ja?
I: Jott A.
Stroh im Kopf, wa?
I: Ich?
Ja Du! – Trottel!
I: Weiß nicht.
Was weißt du überhaupt? – Blödmann!
I: So?
Bescheuerter Ignorant!
I: ...verrückt eher...
Fick mich!
I: Gerne.
Schwul oder wie?
I: Nur hilfsbereit...
Dich erschießen würde helfen...
I: Wozu?
Deine häßliche Visage zu beseitigen!
I: Achso.
Dich Penner kratzt wohl gar nichts, wa?
I: Höchstens mal n Floh am Sack, im Moment nichts, nein.
Bist witzig, wa?
I: Ja.
Du Idiot!
I: Denke ich auch manchmal...
Dir hat jemand ins Hirn geschissen.
I: Mir auch?
Willst du etwa sagen mir?
I: Nein.
Willst du mich etwa anmachen?
I: Habe ich das gesagt?
Gedacht! – Du Drecksau!
I: Schmutzige Gedanken mag ich.
Perverses Schwein!
I: ...eher offen für alles...
Gibts eigentlich was, was dich aufregt du Schlaftablette?
I: Ja, über Menschen die sich aufregen, über die könnte ich mich aufregen, aber das lohnt
nicht...
©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)
Streitgespräch mit einem Streitsüchtigen: ↑
Hi.
S: Laber mich nicht an!
Wollte nur...
S: Verpiss dich!
...sagen...
S: Schnauze endlich...
...daß...
S: sonst gibts Schläge!
...ich dich liebe!
S: Komm mir nicht zu nahe!
Warum nicht?
S: Fick dich selbst!
Macht keinen Spaß...
S: Dann such dir n´ anderen Penner!
Ich liebe dich unsterblich!
S: Jaja, dann tu mir mal n´ Gefallen!
Ja?
S: Bring dich trotzdem um!
Was soll diese Kälte?
S: Was soll das Generve?
Ich nerve nicht. Ich liebe dich!
S: Genau, das meine ich, du nervst gewaltig!
Arschloch!
S: Sag das nochmal!
Verdammter Wichser!
S: Verzieh dich Schlampe!
Wie hast du mich genannt?
S: Zieh ab oder es gibt wirklich Schläge...
Ich liebe dich aber so!
Aua!
Das gibt eine Anzeige wegen Körperverletzung!
S: Das war´s wert du Nervensäge!
©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)
Explosion
Schreiende Menschen
Es zerreißt die Stille
Dann die Trommelfelle
Stille
Leben
Heiter und beinahe friedlich
Es reizt den Hass
Färbt der geistig schwachen Blick rot
Die Folge
Tod
Fragen
Warum und warum so
Verstörtes Verhältnis
Und so
Diverse Antworten
Der Weg
Gewalt
Unaufhaltsam
Richtung
Frieden
Dem Ziel
Möglich
Waffenstillstand
Für ungewisse Zeit
Frieden
Unwahrscheinlich
©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)
Gefangen!
Hier!
Unschuldig!
Wer glaubt mir?
Schuld?
Erwiesen!
Verurteilt?
Unvollständige Indizien!
Der Richter?
Seiner Sache sicher!
Der Schein trügt!
Ich, er und es,
Wir wissen es besser!
Der Henker?
Nur der Vollstrecker!
Tut nur seine Pflicht!
Die itzt,
Die Hinrichtung,
Eines Unschuldigen ist!
Er,
Der Mörder frei!
Der Richter,
Er war gar nicht dabei!
Fällte das 2.
Todesurteil!
Der Henker,
Überläßt das Urteil and´ren!
Nicht nachdenken,
Unwiderruflich handeln!
Ich und Es,
Die Opfer,
Wir folgen den And´ren!
©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)
Die U-Bahn hat...
Einen Fahrer
Zwei Gleise
Drei Kontrolleure
Vier Räder pro Waggon
Fünf Waggons für je hundert Fahrgäste
Sechs Fahrkarten auf der Automatenliste
Sieben-Tage-Woche
Acht Linien
Neun-Minuten-Takt
und: Zehn-Minuten-Verspätung
©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)
Was ich alles fuer dich tue: ↑
©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)
Manchmal
stelle ich mir vor
Was um mich rum passiert
Welche Bakterie
mich angreift
Und welche mir hilft
Wie ist die Temperatur
um mein linkes Ohr
Und wie warm ist mein erregter Schwanz
Was die Funkwellen bedeuten
die mich umschwirren
Und wieviele es wohl grad sind
Einer ruft
seine Freundin an
Doch sie geht nicht dran, tuuut
Eine telefoniert
mit ihrem Geliebten
Um ihm das Anrufen zu verbieten
2 haben
heißen Telefonsex
Denn sie ist weit weg
Fernsehwellen
unendlich vieler Bilder
Auf ihrem Weg zum Fernseher
Mikrowellen
Von Heizgeräten und Sendemasten
Wollen meine Gesundheit belasten
Wieviel Staubkrümel gerade
auf mir landen
Und wieviele von mir runterfallen
Wer ist der Typ
der meine Nachbarin grad fickt
Und so komisch dabei stöhnt
Wo
kommt die Musik her
Die durch die Decke dröhnt
Was du denkst
wenn du das hier liest
Und ob du es verstehst
Was wär
wenn ich jemand anders wär
Als ein Irgendwer
Ob mein Nachbar
noch lebt
Oder wer gerade stirbt
Welches Leid
mich umgibt
Und ob es bald aufhört
Was wichtig
ist
Und was nicht
Was so passiert
um mich herum
Während ich so träume
©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)
©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)
a.: Heute haben wir Wetter
b.: Gestern war es auch schon da
a.: Wetter ist immer und überall
b.: Und doch ist es unfassbar
a.: Wetter kann gut sein
b.: Oder schlecht
a.: Einem
Ist es immer recht
a.: Es kann auch warm sein
b.: oder Kalt
a.: Sommer
b.: Oder Winterzeit
b.: Stürmig
a.: Oder Windstill sein
b.: Hagel
a.: Oder Sonnenschein
a.: Wer sich ärgert ist ein Narr
b.: Wetter, das ist immer da
a.: Drum Mensch ärger dich nicht
Nimm es hin, so wie es ist
b.: Auch ist es eigentlich
Nie gut oder wirklich schlecht
a.: Und kalt oder warm
Ist´s auch wirklich nicht
a.: Wetter ist Wetter
b.: Und doch ein Begriff
b.: Abstrakt und schwer berechenbar
a.: Wie Wetter nunmal ist
a.: Wetter ist gleichzeitig
Gut und schlecht
Erstrahlt in Berlin die Sonne
b.: So Tokyo im Blitzlicht
a.: Wetter gleicht sich selbst aus
b.: Der Wind folgt der Hitze
b.: Und ein Wolkenbruch kann Erlösung sein
a.: Nach schweißtreibender Schwüle
a.: Es treibt das Wasser
Durch die Welt
Dunst steigt auf
Regen fällt
b.: Wen das stört, der ist ein Narr
Nicht immer ist gutes Wetter himmelklar
Und wer sich ärgert gleich wie ein Tor
Den bringts auch nicht weiter als zuvor
b.: Wenn die Atmosphäre
Voller Wolken ist
a.: Wähnt hinter der verdeckten Troposphäre
Der Klügere, daß dort die Sonne ist
a.: Wetter und Erde
b.: Stehn im Zusammenspiel
a.: So erwärmt die Luft das Meer
b.: Und der Golfstrom die Luft ebensosehr
a.: Und der Hahn
kräht weiter morgens auf dem Mist
b.: Denn Wetter ändert sich doch nicht
Es bleibt was es ist
©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)
Wie ich mal nicht in der Lotterie gewann: ↑
Und das kam so: Jeder kennt das, man schläft und träumt von vielen Dingen. Man schläft in einem exclusiven Wasserbett, neben sich die Freundin und Weltschönheitskönigin der letzten 10 und nächsten 20 Jahre. Dann klingelt das Telefon und man wird von einem guten Freund zum Essem eingeladen. Raus aus den Wellen und den Armen der Liebe, rein in den neuen Armani. Keine Fliege, die trägt der Kellner, also Krawatte und Stecknadel. Ein Küsschen für die Schönheit, die eigene und die der Freundin.
Ok, nicht mehr viel Zeit, mit dem Fahrstuhl ins Erdgeschoss, durch den Empfangssaal und am Swimmingpool vorbei, zum Auto. Da es schnell gehen soll und der Chauffeur gerade nicht da ist, den Drittwagen. Türen hoch, 320 Pferde auf die Straße gebracht und ab zum nahen Strandrestaurant. Dort wartet der Bürgermeister, ein Freund schon auf einen, um bei einem wunderbaren Essen und bei einem guten Tropfen, auf die sonnige blaue See schauend, die Unterlagen und Genehmigungen für das neue Hotelprojekt zu überreichen.
Nunja, soweit der Traum. Aber zurück ins Bett: Langsam die Realität überschauend. Das Telefon klingelt. Rangehen: ok. Aber bloß nicht den Namen sagen, den wollen SIE wissen. Hallo, Frederic Höring hier [–Scheiße]. Schönen Guten Tag, schön das Sie es sind Herr Höring, Sie haben an unserem Gewinnspiel teilgenommen und wollen das Auto oder 35.000 € gewinnen? Jaja, natürlich. Schön Herr Höring, dann muss ich einmal Ihre Daten nachprüfen.
- Die Daten stimmen, auch wenn ich ihr erklären muss, wofür die Abk. App. steht. Sie versteht das dann.
Wie ist denn das Wetter in München, Herr Höring? –Es regnet.
Ok, Herr Höring, dann drücke ich Ihnen die Daumen für das Gewinnspiel und... –Dankeschön, aber machen Sie das dann bitte nur bei mir, sonst bringt es mir nämlich nichts! Das mache ich, Herr Höring. Den nächsten Zweien werde ich nicht die Daumen drücken. [- ok, immerhin etwas erreicht, die Zwei haben schonmal keine Chance mehr!] –Herr Höring! –Ja. Also, wir haben hier noch ein Los der Goldenen Klassenlotterie mit einer 96%igen Gewinngarantie für Sie bereitliegen. Dieses ist extra für Sie reserviert und wenn Sie den Wagen nicht gewinnen [Gedankengang: wie, nicht gewinnen?], können Sie ihn sich ja dann kaufen und um die Welt fahren...Ich habe ein Interesse an keinem Los! Wieso haben Sie kein Interesse an dem Los: Sie nehmen damit Teil an den noch größeren Gewinnausschüttungen der Klassenlotterie, mit Gewinnen von bis zu 11 Mio. und können einen Platz in der Skl-Show von Günther Jauch mit bis zu 5 Mio.€ gewinnen. –Mögen Sie den Herrn Jauch?
Naja, solange ich ihn nicht persönlich treffe schon. Ok, Herr Höring, aber 11 Mio. können Sie sicher gebrauchen, gerade wenn Sie den Wagen gewinnen, werden Sie Spritgeld brauchen. –Och wissen Sie, ich wohne in der Stadt, da muss man nicht für jede Fahrt den Wagen nehmen [leiser Gedankengang: zumal ich ihn, den Wagen, ohnehin verkaufen wollen würde, aber pssst, Sie redet wieder]. Wollen Sie denn das Geld nicht? –Mir reicht eigentlich der Wagen, die 11 Mio. gönne ich den Anderen. Nagut Herr Höring, von dem Geld können Sie doch auch Weltreisen machen, oder Frauen zum Essen einladen oder... [Gedankengang: Frauen, nicht schlecht, Sie argumentiert mit ihrem Geschlecht!Ich unterbreche aber:]Hey, ich kann kochen, wenn ich Frauen zum Essen einladen will, dann koche ich selbst! –kurzes fröhliches Lachen ihrerseits. Nagut Herr Höring, dann lade ich Sie zum Essen ein und schicke Ihnen das vorgemerkte Los an Ihre genannte Adresse. –Also, ich höre Ihnen ja gerne zu wenn Sie reden, [wieder fröhliches Lachen ihrerseits in meinem Ohr, schon eine nette Stimme] aber meine Antwort zu der Losfrage kennen Sie! Ok, Herr Höring obwohl ich Sie zum Essen einladen würde, und als Ihre persönliche Glücksfee weiterhin für Sie zuständig währe [Sagte sie „währe" –gebunden an das Los?-oder „bin", also auch für das Gewinnspiel um das Auto?-Ich weiß es nicht mehr so genau], haben Sie kein Interesse? Sie haben es erfasst, sage ich, es sei denn....Sie können mir garantieren, das die 96%ige Garantie[Gedankengang: Garantie = 96%?-Was nun? –Garantie oder 96%?], die Sie mir geben, Gewinnen bringen, die höher liegen, als die absolute Summe, die ich einsetzen muss. Wieder lacht sie. Langsam verliebe ich mich in Sie. Dann wieder Sie: Das kann ich Ihnen natürlich nicht garantieren, aber Sie müssen schon was tun, wenn Sie Glück haben wollen! –Naja, ich hoffe eigentlich darauf, Glück zu haben, nämlich ohne mitzuspielen, trotzdem zu gewinnen. Ich will nämlich schon Geld gewinnen, aber dafür nicht zuerst welches verlieren.-Das wäre Glück. Jetzt lachen wir beide: Sie über das was ich gesagt habe, ich, weil sie lacht. Also, wenn Sie mir 11 Mio. geben, nehme ich die gerne, und gehe auch gerne mit Ihnen Essen, aber ein Los nehme ich nicht. Schon gut Herr Höring, ich sehe schon, das das mit Ihnen nichts wird, dann wünsche ich Ihnen viel Erfolg bei dem Gewinnspiel und noch einen schönen Tag! –Dankeschön, ich wünsche Ihnen auch einen Schönen Tag.
Tschüüüß. –Aufwiederhören.
So werde ich denn wohl nicht in der Lotterie gewinnen. Kann ich das Auto trotzdem gewinnen? –Muss ich beim nächsten Mal glatt mal nachfragen. [Beim nächsten Gewinnspiel hören wir uns wieder, oder?-Das nächste Mal kommt bestimmt!]
PS: Damit kein falscher Eindruck entsteht: Ich telefoniere gerne mit diesen Damen, auch wenn ich keine Lose
kaufe. Zum Beweis: Ich habe schonmal mit einer Studentin telefoniert, die mich wegen einer Umfrage
angerufen hat, ein sehr persönliches Gespräch, über eine halbe Stunde lang. Wenn diese diese Geschichte
hören sollte, Sie darf sich gerne nochmal melden und mir sagen, um welche Umfrage es denn gegangen
wäre, wenn wir uns nicht über anderes Unterhalten hätten. –Auch eine Frau mit einer zauberhaften Stimme.
©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)
©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)
Wissenschaft (die Wissende schafft): ↑
Intro: Ärzte braucht das Volk sehr viele
Für Gesundheit und für Forscherei
Doch steht vor dem Doktortitel die Hürde
Des Fleißes und der Lernerei
Zu fortgeschrittener Stunde war´s
Im Lichte einer Kerze
Das er im dicken Buche las
Was Medizin ihn lehrte
Nur wenige Minuten später
Legte er´s ermattet nieder
Schaute den Berg Papier sich an
Und wünschte den Wald sich wieder
Gedanken fuhren durch sein haupt
Wie sollte er bestehen?
Sein Leben hing vom Ausgang ab
Und „Jedermanns Gehilfe“ war nicht zu sehen
Die Eule flog am Haus vorbei
Einblick in´s kalte Dunkel
Das Buch so schwer der Lernerei
Daneben der Flamme Gefunkel
Zu fortgeschritt´ner Stunde war´s
Im Schummerlicht der Kerze
Das er das dicke Buch mit Blicken maß
Denen Abscheu nicht entbehrte
Nur wenige Augenblicke später
Legte er sich ermattet nieder
Den Kopf er unterm Kissen barg
Dem Buch der Platz darauf oblag
Erfüllt von der Verzweiflung Hohn
Trachtend nach des Buches Wissen
Doch nicht gewillt zu hohem Frohn
War dem Aberglauben er zu vetrau´n beflissen
Nun war der Schlaf allerdings sehr beschwert
Alp und Atemnot ließen ihn schwitzen
Und dennoch blieb der Erfolg verwehrt
Es wollt´ alles nichts nützen
Bald schien die Sonne in sein Zimmer
Zeit war´s um aufzubrechen
Von der Nacht gezeichnet und mit blassem Schimmer
Mußte er mit dem schlimmsten rechnen
Outro: Den Doktortitel woll´n sehr viele
Benötigt, bemittelt und beliebt
Doch steht dem allem wohl im Wege
Die Wissenschaft die ihn vergibt
©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)
Blick nach vorn
beim Rückwärtstreten.
Zusammenstoß
mit dem,
der sich gerad
gebückt.
Trotz Enge,
nach dem
Kind im Wagen.
Schreiend,
Ruhe fordernd,
vom
Pöbel der laut schnattert,
schlafen verunmöglicht.
Trotz der Wichtigkeit
für
eine kommende Persönlichkeit,
die
Noch nichts sagen kann,
derweil
sie später
nichts mehr zu sagen hat,
den
Menschen,
die Fragen stell´n:
Mutter, Lehrer, Reporterin;
welche auch nichts wissen
über des Lebens Sinn,
da
man ständig
stolpert,
sich verspricht,
den
Weg nicht kennt,
oder vergißt:
das Wort,
gar
den Namen,
oder das man ist,
was man ist...
Wo
führt das hin?
©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)
©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)
Wo ist Helga?
Hast du sie gesehen?
Alle rufen und suchen,
Und das schon seit Jahren!
Zelt an Schnur
Hallt ihr Name,
Bei Wind und Wetter,
Wie eine Fanfare.
Über den Chiemsee
Und´s Reggae-Festival.
Gibt die Musik ruh,
Hat Helga Revival.
Doch wo ist Helga?
Hört sie zu?
Versteckt sie sich?
Mag sie Reggae nicht?
All die coolen Leute,
Die fetten Vibes and styles,
Die schönen Bräute
Und die Party-Meute?
Die Berge fern am Horizont?
Die Musik als Background,
Wenn der Letzte schlafen geht,
Die Sonne schon ihr Licht aufdreht?
Und jedes Jahr,
Zur gleichen Zeit,
Warten fette Line-Ups
Auf die Welt:
Alle tanzen und singen
In die Nacht hinein;
Doch können sie nicht schlafen:
Wo mag Helga sein?
Und meldet sich eine,
Sagt: Ich bin doch hier!
Geht die Diskussion weiter,
Wer glaubt schon ihr?
Helga ist längst Legende,
Und der Weg das Ziel:
Drum lebe der Reggae
Vom Chiemsee gibts nie zuviel
©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)
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