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For your information: All poems are written by myself, you are allowed to read or use the poems for private use only!!!!!! If you want to use them in a commercial way, you have to contact me (see the adresses under impressed!) first and wait if i give my permission or not!!!!!                                    

What i would like is that you write me what you think about the poems and i want you to criticise them/me, only then i can improve myself.

My Poems: (Most of them are written in german, some in english) and those with chords are signed

G                    Prin                                                                  

80  Laecheln 
1998 Lagerfeuer der Hoffnung
3 short Poems (Der Besserwisser, Der Raucher und Die Kerze) Leider     (Poem)
2 Gedichte fuer Christine             Sound1     Sound2 Lili und Jacob  (poem)
Abseits    (Poem) Mein Engel und Ich
Alkohol Mein Haus und das Ding am Himmel (short story)
Alltag                    Mein Kopf
Alptraum Meine Traumfrau
Bewunderung   (Poem) Morgen
Blau                        Poem Muelllied 
Blues          (Poem) Muetze
Bluete Music is a thing                   +Chords
Busch Jr. Nichts Neues im Westen
Cdo"gB"-h              (Poem) Ohne Worte (In memory of all the victims of the big catastrophe in Asia in the end of 2004)
Cowboy Ose an die Steckdose (Poem)
Das (Fußball-)Spiel  +Audio

Paerchen von Beruf:  (Warum ich mit meiner besten Freundin zusammen bin)    (Short story)

Das ist Leben Pechstraehnentag
Das Licht Poeten
 Das Phantom von Opi    (Kindergeschichte) Politiker
Denke Princess of munig city
Der Baum Quoten - Idioten     Rap
Der Blinde Raus
Der Held:    (Short story) Romantik
Der Mond Rot steht dir gut
Der Schein       Poem Sound Ruhig
Der Winter Saufen
Die Aktionaerin (short story) Sauflied
Die Bank  (Short story) Scheisstag
Die Geschichte des Roman Tisch  (short story) Schicksal
Die Kippe Schoen          Sound
Die Schlange und der Steinbiss (very short Short story/Poem) Schoen aber wirr und ungerecht 
Die Schoenste Schoene neue Welt      Sound
Die Sonne Senf
Die Suppe    Poem Sie kam sah und ging wieder
Dienstleister Skandinavien
Egal ist 88 Soll die Welt denn untergehen
Ehekrise   (short story) Soundcheck
Ein improvisiertes Gespraech  (short story)        Sound Stell dir vor
Ein Kuss Stern, Sonne und Mond     Sound
Eine schoene Geschichte       Sound (Kindergeschichte) Streitgespräch mit einem Ignoranten
Einzug eines Wasserzaehlers  (short story) Streitgespräch mit einem Streitsüchtigen
Ende                   Poem TelKoenig                  Sound
Erholung           (Poem)     Sound Terror      (Poem)
Erinnerung          Song/Poem Toedliche Wahrheit     (Poem)
Erstaunen       (Poem)      Sound Traeumer
Es kann ja wohl nicht sein Trauer
Exgeist-Nervensaege Traumhaus
Feuerteufel Tropfen                            Sound
Flieg, flieg, flieg         Poem Ubahn        Short-Poem
Flocke und Troepfchen Ungezogenheiten          +Grafik
Frage Warten
Frau     (Poem) Warten auf dich
Freisein Warum traurig sein
Fremdgeruch     (Poem) Was ich alles fuer dich tue
Fruehlingsfluss WeiberSka
Gefuehle Weihnachtsmann, Frauenkalender und draussen Regen
Geniess das Leben Wellen      (Poem)
Gestern, heute, Morgen Wer ist Schuld
Gluecklich Wetter                   Poem Sound
Gross Wie ich mal nicht in der Lotterie gewann:       (Short story)
Gute Fee will dass ihr mir zuhoert 
Hinterher Will see you in Heaven
Hymne Wintermärchen 
Ich brauche dich Wissenschaft     Poem      Sound
Ich liebe dich Wo führt das hin          Poem Sound
Ihr Lächeln Wohin du willst
Im Kreis               (10-Part-Poem) Wo ist Helga (2005)   (Poem)
In die Welt x den Traum
Interview mit einem Papier Zerstörung
Irish beersong           +Chords/+sound Zugfahrt
Irland - Ich denke an sie Zukunft
It is love  
Klarer Blick       (Poem)     Sound  
Kleiner Junge grosser Traum  
Kleines Segelboot  
Komm wir gehen fort  
Krieg  

80:

Ein Haus mit so vielen Türen

Da kann man sich schon sehr leicht einmal verirren

Man weiß nicht in welche soll man gehen

Es gibt 80 und man hat doch keine Ahnung

Ein Haus mit so vielen Fluren

Da kann man sich schon sehr leicht mal verlaufen

Man weiß nicht wohin die Flure führen

Es gibt zu viele und man hat doch keine Ahnung

Ein Haus mit so vielen Etagen

Da muß man dann schon sehr oft mal raten

In welches Stockwerk soll man fahren

Es gibt 80 und man hat doch keine Ahnung

Ein Haus mit so vielen Menschen

Daß kann einen schon sehr leicht mal verwirren

Man weiß nicht welchen kann man fragen

Es sind über Tausend und keiner hat ne Ahnung

©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)


1998:                                                         

Wer hat den heiligen Krieg erfunden?

Er hat wohl den Verstand verloren,

Gebote, Bibel, Koran missverstanden

Und war vom Teufel beraten

Ich möchte wissen,

Wer hat dem Wetter wohin gebissen?

Er hat, hoff ich, auch ein schlechtes Gewissen,

So wurd´ ich um Sommer und Winter beschissen

Wer hat den Telekrieg gewollt?

Ihm gehört ein großes Lob gezollt!

-Wenn er heut alle Vorwahln kennt,

Und aus dem Standgreif mir,

Die besten Preise samt Nummer nennt

Mich interessiert auch,

Wieso steht Starr auf Billis Schlauch

Und warum ist Betrug noch Brauch

Weshalb nur Mord und Bombenrausch?

Welcher Virus hat die Welt befallen?

Wer macht den Mensch sich selber hassen?

Sich von Luxus blenden lassen?

Und was ihn sich selbst zerstören lassen?

©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)

Es beginnt: Ein neues Jahr

Alles vergangen: Was vorher war

Und 98: Wird 99

Alles was schlecht war: Wird wunderbar

Ein Prosit: Auf´s neue Jahr

Und viel Krach: Ist doch klar

Das Leben: Es läuft nun rund

Wir sind glücklich: Und Gesund

Wir hoffen: Auf neue Hoffnung

Weise Voraussicht und: keine Erinnerung

Wir wollen: Eine gerechte Welt

Wo keine Armut und: Uns das Glück anwährt

©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)


3 short poems:                                    

Der Besserwisser

Spiel mir was vor sagte sie

Und ich spielte ihr was vor

Sing dazu dann klingt´s besser sagte sie

Und ich sang sofort

Lass uns lieber was anderes machen sagte sie

Ich hab´s dir ja gleich gesagt sagte ich

und stimmte zu

 

Der Raucher

Qualm

steigt zur Decke

Whiskeygeruch

liegt in der Luft

Fenster

bleiben geschlossen

Gas und Funken werden zur Flamme

Während jemand den Kellner ruft

Stühle

werden gerückt

Gemurmel

kämpft mit dem Rauch

Das wenige Licht ist genug

Gemütlichkeit

fesselt den Gast

Er nimmt

seinen letzten Zug

 

Die Kerze

Sie ist Wachs in meinen Händen

Mir wird heiß komm ich ihr nah

Sie entflammt ganz leicht

Und sie riecht wunderbar

Auch bringt sie Licht in mein Leben

Dafür bin ich ihr dankbar

©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)


2 Gedichte für Christine (Hommage an den Kinofilm Das Phantom der Oper)                            

Nr.1:

Schau hinein

Schau schon hin

 

Wie es sich hebt

Die Haut sich senkt

 

Dem schönen Dekollete

Volumen schenkt

 

Der Luft

Die ihre Lunge füllt

 

Tauch in sie ein

Mit dem Sog hinein

 

Ein Wirbel

Drückt den Busen hoch

 

Die Luft dreht um

Und schießt nach oben

 

Vorbei am Kehlkopf

Die Bänder toben

 

Wandeln Luft

In Schwingungen

 

Die Luft entweicht

Und sanft umstreichst

 

Du mit ihr

Deine Ohren

 

Deinen Körper

Kehr zurück!

 

Genieß ihre Stimme!

Den Augenblick

 

Das Schaudern

Das dich wohlig packt

 

Sieh!

Ihr Busen hebt sich sacht

 

Ton gibt Ton

Ihr Ton gibt Kraft

©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)

Nr.2:

Im Jahr Dreihundert

Nach Christines Tod

Streicht das Phantom

Durch den Ort der Geburt

 

Es sucht sie

Sucht von Hass bestrebt

Es sucht die Liebe

Vom Genie umwebt

 

Das Theater

Ort des wahren Lebens

Hier wohnt er

Hier wird sie ihm begegnen

 

Die Schöne Sie

Und er mit Maske

Sie liebt den Gönner

Er will Christine

 

Ein Kampf

Um die Liebe beginnt

Während das Übel

Die Entscheidung erzwingt

 

Mit viel Liebe

Kann Sie seinen Haß besiegen

Im Theater wird wieder gespielt

Erholung vom Leben

©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)


Abseits?:                                                               

Abseits,

Ist doch klar,

Weil beim Abspiel,

Der angespielte Stürmer,

Zwischen Torwart,

Und letztem Abwehrspieler war!

 

Kein Abseits,

Ne, Total klar,

Weil in der Slow motion,

Der Stürmer doch,

Mit dem Abwehrspieler,

Auf gleicher Höhe war!

 

Der Pfiff allerdings,

Fand vorher statt,

Weil jemand den Passgeber,

Beim passen,

Von den Beinen,

Geholt hat!

 

Unnötig,

Jede Diskussion,

Weil das Foul,

War sonnenklar,

Abseits,

Steht der Stürmer da!

 

Und,

Stellt der Moderator fest,

Auch wenn das Auge irrt,

Der Schiedsrichter,

Hat meißtens,

Ok,

Fast immer recht!

©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)


Alkohol:                                                                       

Ich bin ein Geist, bin ein Geist, bin ein Geist

Ich bin Unsichtbar: Wie du sicher weißt

Ich komm aus der Flasche weißt bescheid

Unterstütze deinen Kampf um Freiheit

Nun, Ich bin dein Geist

Hauptberuflich, wie du sicher weißt

My home is my bottle, alright?

Bist du nicht willig, geh ich dir auf den Geist

Der Korken, er hält mich zurück

Ist er fort, komm ich aus der Flasche gezischt

Kann dir helfen, komm gib mir deine Hand

Und dein Problem:im Nebel verschwand

Nun, Ich bin dein Geist

Hauptberuflich, wie du sicher weißt

My home is my bottle, alright?

Bist du nicht willig, geh ich dir auf den Geist

Ich bin ein Geist, bin ein Geist, bin ein Geist,

Kurz nur da: Aber solang´ein guter Gast

Und wenn du Gesellschaft brauchst:

Ein kurzer Griff zur Flasche und: Ein Geist kommt heraus

Und wenn du traurig bist,

Dein Geist er weint für dich

Er ist sicherlich

Ein Weingeist so wie ich

Ist ein Geist, ist ein Geist, ist ein Geist

Ist ein Weingeist, wie du sicher weißt

Kommt aus der Flasche, weißt bescheid

Deine Seele von Erinnerung befreit

©Copyright by Poetslam (Frederic Höring) 


Alltag:                            

 

Wer´s noch net kapiert hat

Wird´s nimmer mehr versteh´n

Hab keinen Bock mehr

Immer nur das gleiche zu erzähl´n

Doch macht es keinen Spaß

Euch beim Abdreh´n zuzuseh´n

Soll alles was gut ist auf der Welt

Wirklich untergeh´n? hey?

Dieser Song, hey

Wisst ihr warum ich den sing?

Für Leute wie euch,

Ich steig gegen euch in den Ring.

Werf euch Worte an den Kopf,

Versteht ihr den Sinn?

 

Ihr zieht den Umweltschutz

Mit der Wirtschaft in den Schmutz!

 

Ihr schwingt große Reden

Und haut bei Charity-Galas auf den Putz!

 

Ihr spendet

Und habt ein reines Gewissen?

-Leute glaubts mir:

Ihr habt euch selbst beschissen:

Denn Umweltschutz braucht Forschung

Neue Technologie und Entwicklung

Es kostet nicht, nein es schafft Arbeitsplätze

Und nicht das Abwandern der Wirtschaft in Billig-Lohn-Länder ist ein Problem,

Sondern das die Leute dort einfach weniger verdien´

 

Und: wer spendet hat zuviel Geld!

Muss der Mensch Milliardär sein damit er was zählt?

Warum verdient ein Fussballer mehr als ein Minenarbeiter?

Ein deutscher mehr als ein afrikanischer Securitybegleiter?

 

Das System fördert die Innovation –ja klar?

Und Konkurrenz die Entwicklung – nicht wahr?

Alles richtig, doch fördert es auch den Druck,

Ein besseres, billigeres, massenhaftes Produkt

Herzustellen und somit den Umkehrschluss:

Billigproduktion vergiftet den Himmel, die Natur und den Fluss!

 

Immer weniger Leistung und höhere Steuern,

Ich fühl mich als würde man mir ständig auf´s neue eine scheuern

Und wenn ich mit den Leuten rede sagen die: Du hast recht

Drehen sich um und mir wird gleich doppelt schlecht,

Weil ich weiss das alles so bleibt wie es ist

Und der Mensch seine Ideale zu schnell vergisst,

Vor der ersten Hürde über den Haufen wirft,

Nach Macht und Anerkennung giert,

Und die Schuld dem Nächsten in die Schuhe schiebt.

 

Manch einer fühlt sich da unter Ignoranten verlor´n

Und fragt sich, hey: warum bin ich nur gebor´n?

Denn die Zahl der Menschen, die´s erkennen ist klein,

Und diejenigen die die Konsequenzen ziehen,

Haben die Mitgliederzahl eines örtlichen Fußballvereins!

 

Mir ist klar,

Ihr werdet´s nimmer mehr versteh´n,

Doch gerade deshalb

Werd´ ich´s euch noch öfter erzähl´n!

 

Dieser Song,

Wisst ihr eigentlich warum ich den Sing?

Auch für mich!

-Um  mich dran zu messen,

Mir Ziele zu setzen, meine Werte zu verbessern,

Ausserdem um meinen Frust rauszulassen

Und den Alltag in Worte zu fassen!

 

©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)


Alptraum:                               

 

Ich fühl mich so komisch

Mir ist alles Banane

Hab keine Lust zu Nichts

Und eß den ganzen Tag nur Sahne

 

Gestern Nacht, war da ein Monster:

Es hat mich mit Bissen

Regelrecht, aus meinem Alptraum gerissen.

Und noch, als ich schon wach war machte es „summ“

und tockte gegen das halboffene Fenster;

eine halbe Stunde lang!

Ich blieb ausdauernd stumm.

 

Als das Monster durch den Fensterspalt entwich:

schlief ich wieder ein, doch lang brauchte es nich´

bis ein Haufen kleiner Kinder mich auf offener Straße verhaute

und ich schon mein Augenlicht und mein Gebiß im Gully suchte

als ich dann wieder erwachte und bemerkte:

Daß der Wind meine Zimmertür ständig in den Rahmen haute.

 

Es brauchte wirklich nur etwas Zeit dann lag

Die Tür auf dem Boden und ich in festem Schlaf.

Doch wollte es mein Pech,

daß ich,

am vorigen Abend über 15 Bier und ´ne Flasche Korn erhaben,

meine Fenstervorhänge nicht richtig zugezogen habe.

So schien nun die Sonne mit ihrem hellen Licht,

so heiß auf mein Gesicht,

daß ich nach erneut nur kurzem Schlaf erwachte

und mein Gesicht in die Tiefkühltruhe tauchte.

 

Das tat ich bis meine Nase so schnell lief,

daß ich dachte,

wenn ich noch länger ruhe:

krieg ich sie nie mehr aus der Truhe.

 

So kam es,

daß ich von Hitze und Kälte total krank,

halb sterbend,

mein Frühstück zu mir nahm;

bis ein Gefühl mir sagte:

Dir ist schlecht!

Ich rannte zum Klo

und hatte Recht.

 

Ein Bier zuviel auf der Zeche,

werfe ich mir vor,

als ich nach 25 Minuten immer noch breche.

 

Von dem Gekotze geschwächt,

habe ich hunger und bin müde:

doch ist Essen jetzt übel und schlafen zu blöde.

 

So überlege ich was tun?

und habe eine Idee:

Nichts.

Denn tu ich nichts,

kann ich nichts falsch-machen,

muß nicht kotzen und nicht schlafen.

Habe sogar meine Ruh.

-ok, und Hunger noch dazu.

Aber dann ist der Tag ja auch schon vorbei

und ich schlafe ein und bin endlich sorgenfrei.

 

©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)


Bewunderung:                                                                    

 

Unter dem Brunnen

Sitzt du da

Junge Dame

 

In der Sonne

Schimmer dein Haar

Erste Sahne

 

Du singst

Ein Lied

Junge Frau

 

Wie ich dich

Anschau

Merkst du genau

 

Lächelnd

Genießt du Bewunderung

Hübsche Lady

 

Ziehst die

Männer an

Du bist crazy

 

Träumend

Betrachte ich dich

Junger Blickfang

 

Die Sonne

Scheint wegen dir

Heut so warm

 

©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)


Blau:                                                                                                                       

 

Der Himmel

An schönen Tagen

Das Meer

An ruhigen Tagen

 

Die Wand

Frisch gestrichen

Das Handtuch

So unverblichen

 

Die Pupille

Ohne grauen Star (od.:Wenn sie nicht grün oder braun wär)

Ich und Du

Nach zuviel Likör

 

Ein Wunder

Das erwünscht

Schimmelkäse

Der gelungen ist

 

Die Tinte

Von manch andrem Gedicht

Das Thema

Das sich hier bespricht

 

Das Blut

In den Venen

Das Haar

Nach dem Färben

 

Der Fleck

Nach dem Anstoß

Lila auf Rotentzug

Ist diese Farbe bloß

 

Die Jeans

Nicht abgetragen

Das Wasser

In Scheiben-Wischanlagen

 

Der Laser

Welcher sich in Rohlinge brennt

Die Mannschaft steckt drin

Die S04 sich nennt

 

Der Pinsel

In der Hand von Marc

Das Bild desselbigen

Schon klar

 

Ist komplementär

Zum Orange

Bleibt der Arbeit fern

Und ist doch nicht krank

 

Mit Pause

Eine Druckseiten-Testkopie

Mit Gelb

-Grün irgendwie

 

Als Nachname

Hält es her

Als Vereinsnamenteil

Ebenso sehr

 

In der Tricolore

Kommt es vor

Im Testbild

Auf dem Monitor

 

Als Variation

Berlin, Indigo oder Kobalt

Doch Nichtsdestoweniger:

Jeder sehende erkennt seine „Gestalt“

 

©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)


Blues :       (14.11.2005)                                                            

 

Mein Herz spielt Blues

Weil ich an dich denken muss

Dein Lächeln und dein Liebesgruß

Und ich zeigte dir ein Schmunzeln bloß

 

Mein Herz spielt Rock´n´Roll

Weil es zu dir finden will

Es schlägt den Takt der Liebe wild

Im ganzen Kopf nur dein Bild

 

Mein Herz spielt Jazz

Weil ich brauch dich jetzt

Deine Stimme in den Ohren

Und dein warmer Atem

 

Mein Herz spielt Punk

Weil vor Sehnsucht schon halb krank

Nach deiner Nähe

Und deinem Haar

 

Mein Herz spielt Blues

Weil ich an dich denken muss

Und du die Musik bist

Die mein Herz vermisst

©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)


Blüte:      

Ref.: Du bist so schön

Viel zu schön um wahr zu sein

Ist das etwa nur ein Traum

Oder kann ich dich berühren

Du zeigst mir den Weg der Liebe

Auf daß ich ihn nie mehr verliere

Ich will ihn mit dir begehen

Denn nur er führt Himmelwärts

Du erweckst so ein Gefühl

Das hab ich vorher nicht gekannt

Deine Stimme ist Musik

Und dein Körper Wunderland

Ref.

Du liegst neben mir

Keine Zigarette und kein Bier

Liegst nur hier in meinem Arm

Und die Liebe hält uns warm

Wenn sich unsre Lippen küssen

Unsre Körper sich berühr´n

Dann sind wir ganz dicht beisammen

Auf dem Weg zu unsrem Stern

Du bist eine Blüte

Die Morgens aufgeht

Im Garten der Liebe

In unsrem Paradies

Du bist so schön

Viel zu schön um Geist zu sein

Ich hoffe es ist kein Traum

Und ich kann immer bei dir sein

©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)   


Busch:   

 (Die Geschichte spielte im 1.Jhdt., Ähnlichkeiten mit noch lebenden Personen, sollten Sie sich

auch angesprochen fühlen, sind rein zufällig, nicht beabsichtigt, lassen sich aber wohl nicht

vermeiden und gehören zum Leben dazu! Der Text ließe sich übrigens sehr gut mit der

Melodie des bekannten Volksliedes „Bolle (reiste jüngst zu Pfingsten)" kombinieren)

 

Busch wollte mit dem Flugzeug zum Natogipfel nach Berlin

Doch fehlte seinem Flugzeug über Syrien Kerosin

Da ist er halt gelandet und hat Syrien anektiert

Und dabei hat sich double U ganz königlich amüsiert

Und dabei hat sich double U ganz königlich amüsiert

Als neuer Staatschef Syriens befahl Busch Jr. seinem Volk:

Gebt mir einen Panzer und hat den Irak überrollt

Dabei sind seine Töchter ins Nachtleben abgeschwirrt

Aber dennoch hat sich double U ganz köstlich amüsiert

Aber dennoch hat sich double U ganz köstlich amüsiert

Im Osmanenreich dann schließlich war der Panzer voll im Arsch

Die Kurden hatten alle Ketten in die Luft gejagt

Doch hat er sie besiegt und von Attatürk ein Fahrrad dafür gekriegt

Und damit hat er dann bei der Tour de France gesiegt

Und damit hat er dann Jan Ullrich besiegt

Von Frankreich ging es schließlich das letzte Stück zu Fuß

Und in Berlin angekommen freut er sich schon auf den Kuss

Von der Queen die ihn ja wirklich ganz abgöttisch liebt

Und mit der sich double U Abends amüsiert

Und mit der sich double U Abends amüsiert

Zwar war der Kuppelbau der Falsche doch bat man ihn herein

Eine Al-Quaida-Gruppe hatte hier ihr Stelldichein

Wen man da vor sich hatte hat man zwar erst spät kapiert

Aber danach hat man double U ganz kräftig masakriert

Aber danach hat man double U ganz kräftig masakriert

So kam Busch ins Klinikum die Organe mussten raus

Mit Tränen in den Augen rief er: Ich bin ein Star holt mich hier raus

So ist er dann geflüchtet und auf dem Kuhdamm krepiert

Und dabei hat er noch Amazing Grace rezitiert

Und dabei hat er noch Amazing Grace rezitiert

Im Himmel hat er dann die Welt allein regiert

Norden, Osten, Süden Westen in sein Reich inegriert

Und für die Zeit der Re-Inkarnation geübt

Und dabei hat er sich dann auch ganz teuflisch amüsiert

Und dabei hat er sich dann auch ganz teuflisch amüsiert

©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)   


Cdo“gB“-h (Club der offiziellen „große Brillen“-hasser)                            

 

Ich steh auf´m Schlauch

Kennst du das auch?

Große Gläser auf der Nase

Wie ein Hula-Reifen-Piercing am Bauchnabel

 

Die Gläser wie Teller...große...!

Getönt – wie braune Bratensoße!

Ein Hauch des Gesichtversteckens

Mit einem Hauch des 68´er-Lächeln

 

Dazu ein Rahmen...mal breit mal dünner

Der B-Träger selbst mal klüger mal dümmer

Modisch auch mal häßlich mal schöner

Von Brillen aber keinen Schimmer – soviel ist mal sicher!

 

Mal billig; manchmal sogar teuer!

Aber immer groß ununförmig wie Ungeheuer.

Die Farben der Gläser stehen im Kontrast zur Farbe des Rahmen

So kann man rausgeschmissenes Geld am Körper tragen

 

Ist es Ignoranz, Individualität?

Unwissenheit? Spiritualität?

Was bewegt jemanden so etwas zu tragen?

Ich muß ma´ losgehen...jemanden zu fragen.

 

Ok, es mag ja jemand geben,

Dem diese Brillen wirklich stehen...

Doch hab ich von diesen

Noch niemanden gesehen

 

Das will ich auch nicht ändern

Abstand von den Nachfolgern der Hornbrillenträger

Ich hasse diese „gB´s“ nun einmal

Und bin ein Fan vom Cdo“gB“-h

 

©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)


Cowboy:   

Es war einmal ein cowboy

und der ritt um die Welt

Er hatte keinen Hut

und er hatte auch kein Geld

Es war einmal ein cowboy

und der ritt um die Welt

er hatte kein Pferd

und er hatte kein Geld

Es war einmal ein cowboy

und der ritt um die Welt

er hatte keine cowboystiefel

und er hatte keinen Stern

Es war einmal ein cowboy

und der ritt um die Welt

er hatte keinen Mut

er hatte nr sich selbst

(Pfeifen)

Es war einmal ein cowboy

der wollte cowboy sei

war er aber nicht

er war ein armes Schwein

Es war einmal ein cowboy

dem war es ganz egal

ist der wilde Westen hier

oder in Afrika

Es war einmal ein cowboy

und er war ganz allein

er hatte nur sich selbst

und er wollte cowboy sein

(Pfeifen,zitternd wie wiehern)

Solo

Es war einmal ein cowboy

und der lebte inner Stadt

und die brauchte keinen coiboy

weswegen er sie verlassen hat

und er ging aufs Land

auf den nächsten Bauernhof

doch die hatten keine Tiere

das fand der Cowboy doof

Es war einmal ein cowboy

und er wollte cowboy sein

er hatte keinen Cowboystern

er war ganz allein

Solo

Es blieb dem armen Cowboy

die Pistole und das Feld

er spielte russisches Roulette, verlor:

er war sein eigner Held

Drum sei dem geraten

dem das cowboysein gefällt

er mache es wie John Wayne

und als Filmstar viel Geld

©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)    


Das Licht:    

Du                                                                       Wenn ich

Liebst mich                                                        Dich sähe

Aber ich                                                             Dann wüßte ich

Ich kenn dich nicht                                          Sofort

Du liebst nur                                                    Du gehörst

Mich                                                                  Zu mir

Aber ich                                                            Und ich gehör zu

Ich kenn dich nicht                                         Dir

Du                                                                      Das ist

Liebst mich                                                      Was du willst

Aber ich                                                            Das ist doch

Ich kenn dich nicht                                          So schwer

Ich lieb                                                               Denn ich

Dich nicht                                                         Ja ich

Denn ich                                                            Ja ich

Ich kenne dich ja nicht                                   Ich kenn dich nicht

In dei-                                                                Doch du

Nem Fenster                                                     Ja Du

Brennt jede Nacht ein                                     Ja du

Licht                                                                  Du liebst nur mich

Du hoffst,                                                         Und ich

Das ich es sehe                                                Ja ich

Aber ich                                                              Ja ich

Ich kenn dich nicht                                          Ich kenn dich nicht

Wenn Ich                                                          Das Licht

Dich sehe                                                          Es brennt

Bin ich sofort                                                    Und ich

In dich verliebt                                                 Ich seh es nicht

Doch ich                                                           Du liebst

Ja ich                                                                  Mich

Ja ich                                                                 Aber ich

Ich kenn dich nicht                                         Ich weiß es nicht

Das ist                                                              Du brauchst

Das Problem                                                    Mich

Und außer-                                                      Aber ich

Dem                                                                 Ich brauch dich nicht

Bist du                                                             Denn ich

Weit weg                                                        Ja ich

Und ich                                                           Ich weiß gar nicht

Ich kenn dich nicht                                       Das es dich gibt

Und doch                                                       Das Licht

Wenn ich dich sähe                                     Das Licht

Ich weiß ich wär sofort                                Wo ist das

Verliebt                                                           Licht

In dich

In dich

Denn ich

Ich brauch nur dich

Ich

Ja ich

Ja ich

Ich lieb nur dich

Wo ist

Dein Licht

Ich find es einfach

Nicht

Ob es

Dich

Vielleicht auch gar nicht

Gibt

Und du

Vielleicht

Nur in meinen Träumen

Existierst

Das ist

Vielleicht

Eine Horror-

Vision

Und schon

Bin ich

Dieser Welt weit ent-

Rückt

Doch du

Ja du

Ja du

Du liebst nur mich

Und ich

Ja ich

Ja ich

Ich weiß es nicht

Copyright by Poetslam (Frederic Höring)    


Das Phantom von Opi                                            

(oder: Die Rettung des alten Schlosses)

Opi hast du bestimmt schon mal gesehen. Ich meine übrigens nicht deinen Opi, auch nicht meinen Opi, zu dem wir jedes Wochenende rausfahren um ihn zu besuchen. Nein, Opi, das ist der, der immer mit ´nem Buch unterm Arm und seiner Brille auf der kauzigen Nase durch unsere kleine Stadt läuft. Und Opi ist lediglich sein Spitzname, der sein Alter und seine Fähigkeit Geschichten zu erzählen, verbindet. Kannst du dich an ihn erinnern?

Opi hat ein sehr gutes Gedächtnis. Wenn ihr euch begegnet seid, kann er sich bestimmt an dich erinnern. Außerdem sind in seinem Kopf sehr, sehr viele Geschichten gespeichert.

Und diese Geschichten möchte er sehr gerne loswerden. Deswegen ist er immer wieder auf der Suche nach kleinen und großen Menschen, die seine Geschichten hören möchten.

Hast du auch schon eine der Geschichten gehört?

Ich meine natürlich nicht so eine über graue Haare oder so. – Die hat Opi zum letzten mal erzählt, als er sich sein letztes Haar selbständig ausgezupft hat. Nun ist er stolzer Besitzer einer Erzählerglatze, welche im Schein jeder Leselampe funkelt und ihm die Autorität verleiht, die ein erfahrener Vorleser nun mal braucht um die schönsten und besten Geschichten erzählen zu können.

Wenn du die Geschichten von Opi schon alle kennen solltest, dann kannst du jetzt getrost spielen gehen. Denn von ihm sind diese sicherlich viel lebhafter und spannender erzählt worden, als ich es zu tuen imstande bin. Ich kenne auch bei weitem nicht so viele Geschichten wie Opi, was wohl auch daran liegen könnte, das ich ja noch viel jünger und unerfahrener bin, als unser Opi es war.

Wenn du aber hören willst, welche tolle Geschichte mir Opi von seiner Jugend erzählt hat, dann macht es euch bequem und lauscht.

Es war einmal vor einigen Jahren ein Mann. Da war Opi noch ein sehr kleiner Junge.

Und der Mann war sehr alt, und hatte auch eine Glatze. So wie Opi später auch.

Naja, dieser Mann also wohnte in einem Schloß. Ganz nah bei der Kleinstadt in der unser Opi aufgewachsen ist. Damals war der Ort noch kleiner als heute, und das Schloß befand sich etwas ausserhalb der Ortes.

Der Mann war wie gesagt schon sehr alt, doch nichts im Vergleich zu dem Schloß in dem er wohnte. Fenster fehlten, Türen waren verrostet und Treppen eingestürzt. Alles in allem ein nicht sonderlich wohnlicher Ort, oder? Nur, der alte Mann fühlte sich dort noch sehr wohl. Aus Gründen die ihr noch erfahren werdet.

Achja, unser Opi mochte das Schloß auch. Bei schönem Wetter erklomm er einen der kleineren Türme des Schlosses um ungestört lesen zu können. Eine Menge der Geschichten die er erzählt, sind aus den Büchern, oder mit viel Phantasie aus den verschiedenen Büchern zusammengefügt. Von dem alten Mann ahnte Opi nichts. Und das ganze Dorf im Übrigen auch nicht.

Geschichten erzählte man sich zwar über spukende Geister, aber Geschichten sind eben Geschichten, der Wahrheit manchmal ebenso fern als auch nah zugleich.

Irgendwann, Opi war bereits ein junger Bursche, da wollte man aus dem alten Schloß eine neue Oper herrichten, um dem Volk etwas Abwechslung zu bieten und das heruntergekommene Schloß loszuwerden.

Das konnte natürlich dem alten Mann nicht gefallen, denn dann hätte er ja sein Zuhause verloren. Und unserem Opi konnte es auch nicht gefallen, denn wo hätte er dann so ungestört lesen sollen?

Also hatten die Stadtbewohner und ihr Bürgermeister, ohne daß sie etwas davon ahnten, 2 Widersacher, die ihre Pläne versuchen würden zu durchkreuzen.

So war es auch mehr Glück als Zufall, daß der alte Mann und unser Opi sich trafen. Zumindest war es ein Glück für diese beiden. Und für diese Geschichte war es auch nicht von Nachteil.

Aber du fragst dich zurecht, wie es dazu kam...

Schließlich wußten die beiden doch nichts voneinander...

Nun gut, das war so:

An einem schönen, sonnigen Frühlingsmorgen während der Schulferien, hatte Opi es sich auf einer eingestürzten Schlossmauer gemütlich gemacht.

Er nutzte das gute Wetter um ein schönes spannendes Buch zu lesen.

Nur, er war noch nicht weit gekommen, als sich ein kleines Rotkehlchen in seine direkte Nähe setzte und ihm ein Liedchen zwitscherte. Verwundert schaute er es an und hörte ihm eine Weile zu. Und, als die Vorstellung zuende war, ging er ganz verträumt nach Hause und vergaß sein Buch auf der Mauer. Auch wenn er es mit dem Rotkehlchen nicht aufnehmen konnte, pfiff er doch den ganzen Weg bis nach Hause dessen Lieder.

Hm, Abends kam dann der alte Mann an der Mauer vorbei und entdeckte das kleine Buch sofort, da es in einen leuchtend roten Umschlag gehüllt war, wie er zum Schutz von Schulbüchern benutzt wird.

Oh, sagte er Tom Sawyer, ein gutes Buch, und wurde neugierig. Er versteckte sich, und noch am selbigen Abend, kam wie er erwartet hatte der Besitzer des Buches zurück um seine Lektüre wiederzuholen. Unser Opi war dem alten mann sofort sympathisch.

Nur kurz ließ er ihn suchen und gab dann einen leisen Pfiff von sich.

Ein erstaunter Opi drehte sich zu dem Pfiff um und sah – eine Hand, welche sein kleines Buch in die Höhe hielt. Das ist deins! – Oder?, fragte der alte Mann und trat aus seinem Versteck, einer keinen Nische in der Mauer hervor.

Jaaa! rief Opi, und beide lächelten erleichtert und erfreut.

Sie gingen aufeinander zu und Opi fragte den alten Mann wie er denn heiße. Dieser antwortete, daß er nur alter Mann heiße, weil er ein ebensolche nunmal sei. Darauf entgegnete unser Opi, er sei Opi. Wobei, das hat er natürlich nicht gesagt, schließlich war er ja noch klein und jung, aber in seinen Geschichten nennt Opi sich immer Opi, und seinen wahren Namen kennt so weit ich weiß gar niemand mehr. Ausserdem war Opi für mich schon immer Opi und wird es auch immer bleiben...

Wenn ihr den alten Mann aus dem Schloß, so er denn noch lebt, was ich nicht für unmöglich halte, einmal treffen solltet, dürft ihr ihn von Opi und mir grüßen und ihn nach Opi´s wirklichem Namen fragen, vielleicht weiß er ihn noch.

Aber ich schweife ab. Zurück zu unserer Geschichte:

Unser Opi freute sich sein Buch wiederzuhaben und der alte Mann freute sich darüber, einen jungen Menschen gefunden zu haben, der einerseits sein altes Schloß zu mögen schien, andererseits aber auch gute Bücher las und, drittens, sich nicht vor seinem hageren Körper und dem langen Bart, sowie den listig funkelnden Augen ängstigte.

Die Hoffnung des alten Mannes war sich sicher nun endlich jemanden gefunden zu haben, dem er seine Geschichten, Erfahrungen und sein Wissen weitergeben konnte.

Na, und wenn du unseren Opi kennst... Dann weißt du natürlich auch, wie sehr dieser sich freute, den Erzählungen des alten Mannes zu lauschen und über die Abenteuer eines Huckleberry Finn zu diskutieren.

Also wurden die beiden während der Sommerferien unseres Opi´s ganz dicke Freunde und lasen geschichten, erfanden Geschichten und redeten über Geschichten, Zauberer, Prinzessinnen, böse Piraten und Feen namens Glöckchen, und was weiß ich noch alles...

Klar, als die Schulferien zuende waren, konnte unser Opi nicht mehr so oft zum Schloß, aber er kam so oft es irgendwie ging.

So gingen 2 – 3 Jahre ins Land.

Eines wilden Herbsttages, der Wind fegte die bunten Laubblätter, die von den Bäumen gefallen waren, durch die Kleinstadt, da stürmte unser Opi schneller als der Wind in die Bibliothek des Schlosses.

Bibliothek? Oh jemine, ich habe ja ganz vergessen dir von der Bibliothek zu erzählen, nicht wahr? – Von der geheimen Bibliothek?

In dem Schloß gabe es nämlich eine unbekannte Bibliothek. Voll mit uralten Büchern und Bänken und Tischen. Mit Regalen und großen alten, eisernen Kerzenhaltern und, dem alten Mann natürlich.

Da dieser unserem Opi sofort vertraute, zeigte er ihm den Geheimeingang, der sich unter den Steinen des riesigen Küchenofens befand und den schon seit Jahrhunderten niemand mehr kannte, ausser dem alten Mann und nun auch unserem Opi.

Mittlerweile, das schon mal im Voraus, um eure Spannung zu erhöhen, kennt die Bibliothek jeder. Naja, das ist übertrieben, viele kennen sie.

Aber ich springe ja schon wieder hin und her. Daran merkt ihr, daß ich noch kein so erfahrener Geschichtenerzähler bin, wie es ein alter Mann oder ein Opi sind.

Also, unser Opi stürmte in die Bibliothek, aufgeregt und verunsichert, erschreckte er mit seinem Ansturm den alten Mann ziemlich.

Nachdem dieser erfahren hatte worum es ging, wurde er aber noch deutlich blasser im Gesicht.

Jedoch, der ihm ausgehändigte Zeitungsartikel zeigte es ihm Schwarz auf Weiß: Das alte Schloß; sein Schloß (!), sollte abgerissen und durch ein modernes Musical-Theater ersetzt werden. Unglaublich: Man war der Meinung, daß das alte Schloß, baufällig und unbewohnt, und für öffentliche Zwecke nicht nur unnutzbar, sondern auch zu teuer war. Wegen der ganzen Untersuchungen der Bausubstanz und der nötigen Absicherungen einsturzgefährdeter Treppen, etc..

Jetzt trafen sich der alte Mann und unser Opi wieder beinahe täglich und grübelten und grübelten, wie sie diese Katastrophe noch verhindern könnten. – Das schöne alte Schloß einreissen... Nicht mit Opi und dem alten Mann. Aber was tun?

Einfach würde es nicht werden, das war klar. Aber wer es nicht versucht, der kann auch nicht gewinnen. So zerbrachen sie sich beide die Köpfe.

Mal wollten sie im Schloß zu zweit einen Sitstreik abhalten. Aber wer gab ihnen eine Garantie, das man sie nicht einfach heraustragen würde?

Dann erwägten sie, auch wegen der herumgeisternden Spukgeschichten, die Politiker, Bauarbeiter und Einwohner durch Geistererscheinungen verängstigen und vom Schloß fernhalten. Aber wie das bewerkstelligen? Manche Menschen haben einfach keine Angst vor Spuk, weil sie nicht daran glauben, und andere würde der Spuk erst dazu antreiben, vor lauter Panik, diejenigen, die nicht an Spuk glaubten, zum Abriss des Schlosses eher heute als morgen zu bewegen. Also auch eine blöde Idee.

...Gar nicht so einfach so eine Schloßrettung...

Auch die Idee Spenden zu sammeln, um das Schloß kaufen oder sanieren zu können, schien nicht sonderlich aussichtsreich und wurde verworfen. Zu teuer war so ein großes Haus, und das Interesse am Erhalt des maroden Schlosses zu gering, das sahen selbst unsere beiden Geschichtenerzähler ein.

Blieb der Weg, das Schloß als Denkmalschutzwürdiges Gebäude vor dem Umbau oder gar dem Abriss zu bewahren. Nicht das Opi gewußt hätte was Denkmalschutz überhaupt ist. Die Erklärung des alten Mannes, daß das Schloß ein altes Gebäude sei, an dem man die Bauweisen vergangener Jahre nachvollziehen und die Lebensweisen seiner Ahnen erahnen könne, leuchtete ihm ebenso ein, wie der Umstand, das es Leute gäbe, denen es am Herzen liege solche Gebäude zu erhalten und diese per Gesetz zu schützen. Nur, wie das zu bewerkstelligen wäre, war den beiden, juristisch unerfahrenen, absolut unklar, und es war wohl auch immer noch fraglich dann, ob die Kosten für den Denkmalschutz nicht auch zu hoch würden. Schlösser gab es ja schließlich auch anderswo einige und besser erhaltene noch dazu.

Auf eine andere, aber damit zusammenhängende, also eigentlich naheliegende Idee, kamen unsere Beiden zunächst gar nicht. Diese sollte aber noch eine entscheidende Rolle spielen.

Aber der Reihe nach.

Während die Pläne der Gemeinde immer weiter voranschritten und sogar schon Ausschreibungen für Architekten (in denen diese sich mit Entwürfen für das Schloßprojekt um die Ausführung und Gestaltung dieses Projektes bewerben und schließlich der beste oder schönste oder günstigste Vorschlag den Zuschlag erhält) ausgearbeitet wurden, schienen der alte Mann und unser Opi die einzigen zu sein, die ein Interesse an der Erhaltung des Schlosses hatten.

Dementsprechend verloren sie immer mehr von ihrer Hoffnung und ihre Energie schwand.

Es fiel ihnen Einfach nichts ein, was das Schloß noch hätte retten können.

Etwa 4-5 Wochen später geschah dann etwas Unerwartetes:

Unser Opi war derart deprimiert gewesen, daß ihm ein Fehler nach dem anderen passierte, und das häufig noch nicht einmal merkte.

Es begann damit, daß er ein Buch des alten Mannes, aus der Bibliothek mit nach Hause nahm um es zu lesen. Dort ließ er es aber dummerweise auf seinem Schreibtisch liegen. Seine Mutter fand es schließlich, als sie nach ihrer Büroschere suchte. Diese war mal wieder verschwunden gewesen und nicht umsonst suchte sie sie bei unserem Opi, der sie sich von Zeit zu Zeit ausborgte und dann vergaß sie wieder zurückzubringen. Außer der Schere fand seine Mutter aber auch das Buch und fragte nicht nur sich, sondern auch seinen Vater und die Verwandten, wie ihr Sohn an ein Buch kommen konnte, in dessen Umschlag „Erstausgabe, 1835" stand. An solche Bücher kam man schließlich auch damals nicht so leicht.

Unser Opi verriet es nicht und behauptete fest, er habe es auf dem Flohmarkt geschenkt bekommen. Dumm war nur, das es sich herumsprach, die Sache mit dem Buch; so sehr, daß sich Historiker und Restaurateure meldeten, die sich für den „Fund" zu interessieren begannen. Auch glaubte die Sache mit dem Geschenk niemand so recht.

Wie dem auch sei, das Buch war für unseren Opi erstmal verloren; die Wissenschaftler nahmen es für ihre Forschungen mit.

Aber, niemand wusste wo das Buch tatsächlich herkam. Denn den Ort, wo unser Opi zum lesen hinging, und auch den alten Mann, kannte weiterhin niemand. Ein kleiner Trost immerhin.

Manchmal machte unser Opi den Fehler, zu auffällig über das Schloß, dessen Schönheit, Geheimnisumwittertheit und den drohenden Umbau zu reden. Klar, das Schloß war allgemein zum Thema geworden und seine Eltern taten die Geschichten zunächst auch als Phantasien unseres Opi´s ab, aber die ständige Wiederholung, machte sie, nicht zuletzt auch wegen des Buches stutzig. Sie erinnerten ihn an ihre uralte Ermahnung, daß das Schloß gefährlich zum spielen sei und das er dort nicht hingehen solle.

Der entscheidende Fehler aber war, als unser Opi, den Hinweis seiner Eltern außer Acht lassend, am folgenden Dienstag wieder in die Bibliothek des Schlosses schlich, um dem alten mann zu berichten, welch ein Aufruhr wegen des „interessanten, aufschlußreichen, gefundenen, uralten Buches in gutem Zustand" bereits im Ort und um unseren Opi herum herrschte.

Genau an diesem Dienstag nämlich, besichtigte eine Delegation von Politikern, Investoren und Bürgern das Schloß, um die Situation des Schlosses zu begutachten.

Als diese in der Küche ankamen und eine Augenblick still prüfend verharrten,wurden Stimmen vernehmbar. Die Stimmen kamen nicht von draußen oder so, sie kamen aus dem Kamin.

Wie du dir sicherlich denken kannst, waren es die Stimmen von Opi und dem alten Mann. Zu hören waren sie, weil unser Opi die geheime Tür nicht vollständig hinter sich geschlossen. Der Aufregung wegen, wie er mir erzählte.

- Nun war es zu spät. Der Zugang wurde natürlich entdeckt und kaum 5 Minuten später versammelten sich die 12 Delegierten um Opi und den alten Mann und staunten und stellten den beiden entsetzt dreinschauenden Fragen jeglicher Art.

Kurze Zeit später waren auch Presse und die nächstliegende Universität informiert und die Katastrophe in ungeahntem Ausmaß perfekt. Treffen zum ruhigen lesen und Ungestörtsein in dem Schloß fortan unmöglich. Der alte Mann nicht mehr unbekannt und die Bücher sollten abtransportiert werden, um sie wissenschaftlich zu untersuchen und sie gegebenenfalls in einer klimatisierten Bibliothek vor Zerfall und unsachgemäßem Gebrauch zu schützen. Nicht daß unser Opi den Wissenschaftlern die Bücher nicht gegönnt hätte, nur war ihm nicht klar, warum die Bücher gerade vor ihm geschützt werden sollten und warum man ihm und dem alten Mann, die doch die Bibliothek quasi entdeckt hatten, ihre Bücher nun wegnehmen wollte. Er geriet sehr in Aufregung, während der alte Mann wie paralysiert wirkte.

Nun gab es aber eine unerwartete Entwicklung.

Das Bekanntwerden der Bibliothek mit ihren zahlreichen Büchern rief eine große Anzahl von Menschen auf den Plan, die sich auf einmal für das Schloß zu interessieren begannen.

Nicht einmal Opi konnte mir erklären, woher die damals alle so plötzlich kamen, und warum, oder wo sie vorher gewesen waren.

Entscheidend sollte aber werden, daß sie nun da waren.

Denn, entgegen der Annahme von Opi und dem alten Mann, hatten doch einige Menschen ein Interesse, wenn schon nicht am Schloß, so doch an den vielen Büchern.

Somit war ungewollt eine Sache erreicht: Ein Woche vor dem offiziellen Start der Ausschreibung für den Neubau des Musical-Theaters, richtete sich die Aufmerksamkeit einer großen Öffentlichkeit auf das Schloß. Und, die Frage über das weitere Verfahren mit den Büchern, sorgte auch für eine Verschiebung des Termines der Ausschreibung und des offiziell angepeilten Baubeginns um jeweils 3 Monate.

Zeit sich darüber zu freuen hatten unsere beiden Freunde allerdings zunächst nicht, zumal sie um ihre Bibliothek fürchteten. Zudem gerieten sie als sogenannte „Kenner" der alten Bibliothek in den Blick von Presse, Forschern, Politikern und Sammlern. Sie mußten viele Fragen beantworten und immer wieder ihre Geschichte erzählen.

Auch viele kritische Fragen waren darunter, wie z.B., warum die Beiden die, für die Gemeinheit derart interessante und aufschlussreiche Bibliothek so lange, bzw. warum sie sie überhaupt geheimgehalten hatten.

Aber wie du ja weißt, hatten Opi und der alte Mann allen Grund dazu, und die aktuellen Entwicklungen schienen sie noch dazu zu bestätigen.

Jedenfalls war es mit dem entspannten lesen und diskutieren der Beiden in ihrem alten Schloß ersteinmal vorbei. Selbst zum lernen für die Schule kam unser Opi wegen des ganzen Rummels kaum mehr, was seine Eltern beunruhigte und sie veranlaßte ab und zu doch dazwischenzugehen.

Immerhin wußten sie und seine Lehrer jetzt aber, warum seine Leistungen in letzter Zeit so nachgelassen hatten und der bekam sogar für manche Stunden schulfrei, um der Neugier der Öffentlichkeit, die bis zu Talkshows im Fernsehen und Radio reichte, nachkommen zu können.

Gleichwohl das alles viele Erfahrungen für unseren Opi mit sich brachte, mißfiel diesem damals der ganze Rummel genauso, wie die nervigen Fragen seiner Eltern.

Allerdings überraschte ihn, daß seine Eltern ihm keinesfalls mit reinem Unverständnis begegeneten. Vielmehr stellten sie, wie Eltern es nunmal tun, seiner Liebe für das Schloß, die Bücher und den alten Mann, die Gefahren des alten Gemäuers gegenüber.

Den alten Mann hingegen luden sie einige Tage später gar zum Kaffee ein und lauschten dessen spannenden Erzählungen. Aus diesen erfuhren sie, daß der alte Mann, schon als junger Mann (so wie unser Opi, nicht wahr?), in den Ruinen des Schlosses sich aufgehalten hatte und dabei, quasi zufällig, die Geheimtür entdeckt hatte.

Genaugenommen war er eines Tages in den Kamin geklettert um zu sehen, ob er darin aufrecht würde stehen können. Und um zu sehen, ob man durch den Schornstein des Kamines, den freien Himmel würde sehen können. Den Himmel konnte er freilich, wegen einer Abdeckplatte auf dem Schornstein, nicht sehen. Gleichwohl entdeckte er einen leicht versetzten Stein in der Kaminmauer, der sich als herausziehbar, also nicht eingemauert herausstellte. Und dahinter? Dahinter befand sich ein kleiner Griff, an dem unser alter Mann öfters zog und drehte. Doch zunächst tat sich anscheinend nichts. Bis dem alten Mann auffiel, daß sich unweit seiner Füße eine schwer aussehende Steinbodenplatte leicht angehoben hatte. Diese konnte er, wie er verwundert festgestellt hatte, relativ leicht hochklappen und bekam dann eine dunkle Steintreppe zu sehen, die in ein ungewisses Etwas führte.

Erst nach einigen Tagen habe er sich dann getraut, mit einer Kerze und einem festen Stock bewaffnet, die Dunkelheit zu erforschen und war nach wenigen Metern schnell in der Bibliothek gelandet, von der nun jeder sprach.

Naja, einige Jahre war er von da an sehr häufig heimlich in die Bibliothek geschlichen und hatte unter anderem, durch das lesen vieler alter Bücher, sehr gut altdeutsch gelernt.

Dann traf ihn aber eines Tages ein schwerer Schicksalsschlag. Er war auf einem Tagesausflug mit seiner Klasse in die nahegelegene Heide gewesen, als er nach seiner Rückkehr erfuhr, daß seine Eltern bei einem Brand ihres Hauses ums Leben gekommen waren.

Eine kleine Träne rollte dem alten Mann bei dieser Schilderung über die linke Wange und er machte eine kurze Pause. Unser Opi nahm seine rechte Hand in seine linke und hielt sie fest, während seine Eltern den alten Mann aufmunterten weiter zu erzählen.

...Um dem Leben im Waisenhaus zu entkommen, war er der alte Mann dann schnell ausgerissen und mit ein paar Essensdingen und Kleidern in die Bibliothek geflüchtet. Zwar hatte man im Schloß intensiv gesucht, ihn aber nicht gefunden.

Problematisch war zunächst die Frage gewesen, wie er an Essen gelangen könnte, dann hatte er aber nach und nach gelernt, sich auf den Feldern der Bauern in der Nähe das Nötige zu besorgen. Wasser holte er aus einem kleinen klaren, weil schnell fließendem, Bach in der Nähe, der auch im Winter nicht zufror. Als er älter wurde, ging er dann auch ab und zu in einem entfernten Ort ein wenig betteln. Nur in seinen eigenen Ort hatte er sich bis heute nicht getraut, weil er fürchtete, Fragen beantworten zu müssen zu seiner Person und was er getan habe all die Jahre. Auch war natürlich nach und nach die Gewöhnung an die Bibliothek gewachsen und ebenso die Angst dieses Zuhause auch wieder zu verlieren.

Wie lange er nun schon in dem alten Schloß gewohnt hatte wußte der alte Mann nicht. Und auch seinen Namen hatte er vergessen oder wollte ihn nicht preisgeben. Deswegen hieß er fortan auch immer noch der „alte Mann". Opi erzählte mir zwar, natürlich habe der Mann einen Pass bekommen mit einem Namen und so; anhand von Zeitungsartikeln über entflohene Waisenkinder der Gegend aus den letzten Jahrzehnten, sei auch dessen Identität relativ sicher festgestellt worden, sie habe aber niemanden interessiert.

Jetzt drohte ihm aber wieder ein Heimaufenthalt, auch wenn es nicht wieder das Waisenheim war, so drohte nun das Obdachlosenheim.

Und da, so wieder Opi, hätten seine Eltern dem alten Mann völlig überraschend angeboten, daß dieser im Gästezimmer wohnen dürfe und einen eigenen Schlüssel für das Haus erhalten würde. Außerdem wollten sie ihren Sohn und den alten Mann unterstützen, eine gute Lösung für das Schloßproblem zu suchen.

Aber der ganze Rummel hatte eine Menge Zeit gekostet und so blieb auch von den 3 Monaten nicht mehr viel Zeit übrig. Und der Bürgermeister beharrte auch auf dem Plan, aus dem Schloß ein Musical-Theater zu machen, während Opi und der alte Mann unbedingt ihre Bibliothek behalten wollten.

Das beides nicht wie bisher in die Tat umzusetzen war, war aufgrund der veränderten Umstände klar. Die Frage war nur, wer würde sich wie weitgehend durchsetzen können. Schließlich teilten sich auch die Bürger der Kleinstadt, die Wirtschaft und die Kultur-

verbände je nachdem, ob sie Musicals oder Bücher lieber mochten, in zwei annähernd gleich-große Gruppen auf.

Und dem Druck von mir, dem alten Mann und meinen Eltern, hatte der Bürgermeister kaum etwas entgegenzusetzen, sagte Opi mir stolz.

Schließlich gab es aber einen Architekten, der es schaffte, einen Vorschlag zu unterbeiten, der eine Sanierung des Hauptteiles des Schlosses vorsah, in der die Bibliothek sich weiterhin befinden sollte, wennauch in etwas modernerem Stil, also Lampen statt der brennenden Kerzen. Die maroden Außenmauern sollten abgerissen und durch neue Anbauten, welche im Zusammenspiel mit dem Hauptgebäude stehen würden, ersetzt werden. Durch das Haupgebäude würde man folglich sowohl in die neue „Alte Bibliothek", als auch in die neuen Räume des Musical-Theaters gelangen. Im Sommer könnten dann Musicals auch im zu restaurierenden Innenhof des Schlosses stattfinden.

Natürlich würden aber eine Menge der alten Bücher trotzdem in eine geeignetere, der Erhaltung besser angepasste Bibliothek wechseln müssen. Ausserdem sollten natürlich auch neue Bücher angeschafft werden um alle Geschmäcker der Bürger zu befriedigen.

Damit fanden sich unser Opi und der alte Mann schließlich ab. Zumal sie Freikarten für Bücherei und Musical-Theater bekommen sollten und eine Zugangsberechtigung für die Räume, in denen die alten, zerfallgefährdeten Bücher aufbewahrt werden sollten.

3 Jahre später habe dann das neue Kulturzentrum des Ortes gestanden, erzählte mir Opi. Und er und der alte Mann hätten häufig zusammen in der Bibliothek gesessen, wo der alte Mann fortan gearbeitet habe. Opi hatte ein paar Jahre lang einen Nebenjob als Bedienung in der Bar des Theaters, und so seien die beiden auch häufig ins Musical gegangen.

Das erste Stück habe Die geheimnisvollen alten Bücher geheißen und sei ein Renner gewesen.

Ob der alte Mann wohl noch dort arbeitet? Wie hieß der Ort gleich noch?

Opi jedenfalls zog es irgendwann hinaus in die weite Welt um seine Geschichten zu erzählen.

Hast du ihn vielleicht gesehen?

©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)


Das ist Leben:                      

 

Das ist Leben

Das ist geben

Das ist nehmen

Das ist verstehen

 

Bücher lesen

Briefe schreiben

Musik hören

Filme sehen

 

Auf der Wiese liegen

In Schlangen stehen

Einkaufen gehen

In Urlaub fliegen

 

Das ist Leben

Das ist vergeben

Das ist benehmen

Das ist gestehen

 

Cocktails trinken

Lecker essen

Pillen schlucken

Dinge genießen

 

Freunde treffen

Sich was erzählen

Manchmal streiten

Und sich dann versöhnen

 

Das ist Leben

Das ist nachgeben

Das ist abnehmen

Das ist anstehen

 

Schule besuchen

Und dann studieren

Dann Arbeiten

Wird sich´s rentieren?

 

Die große Liebe

Und die Enttäuschung

Neue Bekanntschaft

Und Entfremdung

 

Das ist Leben

Das ist angeben

Das ist mitnehmen

Das ist überstehen

Viele Probleme

Manche Lösungen

Viele Versprechen

Und Abmachungen

 

Das ist Leben

Das ist abgeben

Das ist vernehmen

Das ist bestehen

 

Das ist Leben

Das ist geben

Das ist nehmen

Das ist zu leben üben

©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)


Das (Fußball-)Spiel                                      
Hallo meine Damen Herren an den Tv-Schirmen.
Mein Name ist unwichtig und ich heiße Sie recht herzlich willkommen zu unserem heutigen spannenden Fußballabend in der BRD.
Das Spiel ist restlos ausverkauft, weswegen wir heute Mensch-Ärgere-Dich-Nicht als Alternative zum Erwerb empfehlen.
Die Stimmung hier ist bereits Super...meine jedenfalls. Es liegt ein Knistern der Spannung in der Luft. Direkt neben dem Tor und der Entscheidung.
In den gelben Trikots, Dynamisch Dresden, hat heute Heimrecht, wegen Randalen bei der letzten Abstiegsfeier, dieses aber vom runden Tisch aberkannt bekommen und deswegen doch kein Heimrecht. Aber Mailand oder Madrid, Hauptsache Spanien –daher wurde das Spiel nach Wien verlegt. Wir senden daher aus dem Ernte Pappel Stadion in Wien.
...In den blütenweißen, Zitroneduftenden Trikots sehen Sie die Elf vom holländischen Meister Proper WC. Und außerdem schon auf dem Feld, sehen Sie den Unparteiischen Robert H. in Schwarz. Auf seiner Notizkarte stehen das Ergebnis und die Ereignisse des heutigen Spiels...
Ich habe auf 4:2 für DD getippt... schau´n mer mal ob´s stimmt: Gut getippt ist halb gewonnen...
Beide Teams wurden aufgestellt und stehen nun auf dem Rasen als könnten sie Figuren beim Rasenschach sein und nicht mehr umfallen.
Da, ein Anpfiff. Mario B auf der ausgewechselten Bank, zuckt zusammen und stammelt: „Aber Trainer, ich hab doch noch gar nicht gespielt... .".
Aha, nun geht auch das Spiel los: unaufhaltsam geht es, und zwar dem Ende entgegen.
Eigentlich eine leichte Aufgabe für DD heute. Schließlich ist das nächste Spiel ja immer erst das Schwerste...
Erste Chance auch schon für DD, aber Pierre Little Bar Ski rutscht der Spann über den Fuß. Hoffentlich stecken unsere Kicker nicht den Sand in den Kopf, wenn es doch etwas dauern sollte bis zum verdienten Erfolg. Oha, eine brenzlige Situation auf der anderen Seite. Glück für DD, daß der gegnerische Stürmer dabei im passiven Abseits steht und der gute Schiri das sofort erkannt hat. Sonst läge der Haushohe Favorit bereits haushoch zurück, da Auswärtstore ja bekanntermaßen im internationalen Wett-bewerb doppelt zählen.
Hören Sie daß zuhause? Die Fans des Proper WC skandieren ganz laut: „Ohne Jiri, habt ihr keine Chance!". –Jiri, das für diejenigen Zuschauer, die nicht so Firma sind in Sachen Fußball, ist der Spielmacher, die Nr. 10 von DD, der heute verletzungsbedingt, mit Schnupfen ausfällt.
Und, wo wir schon dabei sind, zu den vielen Anrufern, die in der Redaktion nachfragen, warum die Spieler alles so komische Nummern auf ihren Trikots tragen. Diese sind keineswegsTeil eines Gewinn- oder Wettspiels wie Bingo, auch keine Telefonnummern. Vielmehr handelt es sich bei diesen um Kennummern, die mit bestimmten Namen, des die Nummer tragenden, verbunden sind. Somit kann ein Spieler, wenn er einen Gegenspieler besonders mag, zum Schiri gehen und diesen fragen: „Du, wie heißt die Nr.5?" . Der Referee muß dann nur kurz in seinen Spielberichtsbogen schauen, wo die Nummern samt Namen aufgelistet sind, und dann braucht der Spieler sich und die 5 nicht vor 60.000 Zuschauern zu outen. Er kann dann im Telefonbuch nach der Telefonnummer der 5 schauen.
...Natürlich, sie haben recht, wenn sie sagen, er könnte auch die 11880 anrufen und fragen, wo die 5 wohnt. –Aber auch wenn ein direktes Erscheinen verbindlicher ist als ein Anruf, wer verläßt sich schon gerne auf die Auskünfte einer Fr. Pooth?
Ronald schiebt immer noch eine Ruhige Kugel vor sich her. –Wenn es stimmt, daß der Ball rund ist, könnte es sich bei dieser Kugel tatsächlich um den Ball handeln. –Ich denke mal, er wird es sein, schließlich braucht man einen Ball zum Fußball spielen. Und einen anderen Ball kann ich nicht entdecken.
Da! –Eine Flanke vors Dynamische Tor! Doch, mir scheint sie kam aus dem Gästefanblock.
Die Banane senkt sich gefährlich in den 5er. Kran steigt hoch, doch anstatt zu parieren, legt er sich ein Ei ins Netz. Da liegen nun Ei und Banane im Dresdener Tor, der Ball unbemerkt im Bereich der Eckfahne und die Proper-Spieler sich in den Armen. Wenn das keine Nächstenliebe ist...-Gefühle haben heute den Fußballsport erreicht!-Entschuldigung, aber mir kommen 1:2 Tränen der Ergreifung.
Das Spiel kann noch nicht weitergehen: Es sind 2 Bälle im Spiel, erst muß derjenige bei der Eckfahne vom Feld entfernt werden.
„Raaaauus, Raaauuus, die Luft ist Raaaus! –Der Ball ist platt Meister!" –Ein kurioses Spiel.
Aber da ist schon ein Ersatzball und es geht weiter.
Und wie: Trahn auf Böller, Schuß! –Pfosten!! -Welch ein Pech für DD: Ausgerechnet in dem Augenblick, wo der in die linke untere Ecke gezielte, unhaltbare Schuß, die Torlinie passieren will, verschiebt sich die Erdachse und der Ball trifft nur den Pfosten. Das nenn ich mal Pech.
Der Ball reagiert ungehalten, aber er zappelt halt nicht im Netz iwe ein Fisch, nein er bleibt im Spiel.
Ein Pfiff ertönt, die weibliche Assistentin an der Linie dreht sich wütend um. Aber der Pfiff kam vom Feld, verehrte Dame! Es ist 17 Uhr und ihr wehrter Kollege hat pünktlich zum Pausentee gebeten. ...
So, verehrter Zuschauer, da bin ich wieder...
Hoffen wir, das DD noch ein Tor schießt und den Respekt der 1. Hälfte ablegen kann. Schließlich sind die Holländer auch keine Brasilianer. Außerdem Wird der Triner die 1.Hälfte in der Kabine noch mal Paroli gelaufen lassen und bemerkt haben, daß das Spiel kaum noch zu gewinnen ist, es sei denn es schösse noch jemand ein Tor, oder 2, oder 3.
Also, vom Feeling her, habe ich aber ein gutes Gefühl.
Da! –Dresden kommt wirklich mit Schwung aus der Kabine: Keine 15 Sekunden sind jetzt gespielt, ein 50 Meterpass von M. Latthäus: 45 hoch und 5 Meter weit! Er hat aber Glück, denn der Ball landet bei Dicke Äßler und der verliert das Kopfballduell –das musste ja mal so kommen –so daß DD in Ballbesitz bleibt. Und wie, Schema Moll verwandelt urplötzlich seine Unbekümmertheit in kontrollierte Spontanität um und zieht aus 35 Metern ab auf´s –Nein(!), in´s „Tor! Tor, Tor, Dresden vor"... Jubel außer Rand und Band! –Moll reißt sich das Trikot vom Leib.
Der Mann in Schwarz zeigt ihm Gelb und sagt etwas. Wenn ich die Lippenbewegung richtig gehört habe, hat er gesagt: „Ich verwarne Ihnen!". Jetzt sagt auch der Mann in Gelb etwas: Ich bin mir fast sicher, daß er „Ich danke Sie!" gesagt hat. Ohohoh, ein Griff an die Gesäßtasche...
Der Mann in Schwarz zeigt dem Mann in Gelb Rot und verweist in vom Grün.
Nach dem Spiel wird es dann wieder heißen vom Trainer: So eine Ungerechtigkeit habe er in seinem ganzen Leben noch nicht gesehen. –Schließlich wüßten alle, daß so einer wie Moll, egal ob nun Dresden, München oder sonstwo im Ausland, niemals sage, was er gesagt hat, was er gesagt haben soll, das er es gesagt hat. –Wäre ja nicht das erste Mal...
Nun wird Dresden aber ohne Moll auskommen müssen. Das hat es schon öfter gegeben, reden wir die Situation also nicht so schlecht wie sie wirklich ist.
Okay, ich höre gerade, Oliver Bölkstoff hat unten am Spielfeld den Spieler Moll am Mikrofon versammelt. Also Oliver, ergreifen Sie die Gelegenheit und das Wort.
„Ja, ein Hallo vom Spielfeldrand! Herr Moll: 2 kurze Fragen: 1. Wie kam es genau zu der Roten Karte?".
„Nun uja, ein Wort gab das andere – Wir hatten uns einfach nichts mehr zu sagen!".
„Aha, dann die 2.Frage: Glauben Sie, Ihre Mannschaft kann das Spiel noch gewinnen?".
„Ich weiß es nicht, ich mache nie Vorraussagen und werde das auch niemals tun!".
„Vielen Dank Herr Moll! Das war es von mir hier unten, schneller Steilpass zurück nach oben zu dir, H. Wartmann."
Danke schön Oliver. Ich denke auch, daß eine Prognose sehr schwierig ist, schließlich kann auch eine spielerisch stärker besetzte Manschaft jederzeit den Favoriten schlagen. Und man muß sagen, daß die Breite an der Spitze dichter geworden ist. Jeder kann jeden schlagen, -auch sich selbst.
Schuß auf´s Dresdener Tor! Der Torwart kann den Ball nicht fangen, eine Hand erscheint und lenkt den Ball in´s Tor! Tor! –Die Hand Gottes... Gott hat seine Finger im Spiel! Der Schiri hat die unsichtbare Hand nicht gesehen und gibt das Tor!
-Nichts ist, was es scheint zu sein... –Ich war mir sicher: Es war die Hand von Diego´s Madonna. Aber die Tatsachenentscheidung des Schiedsrichtergespanns beweist das Gegenteil.
...Die letzten Sekunden laufen. Es sieht jetzt gar nicht gut aus. Für den Tabellenersten und Spitzenreiter der deutschen Landesliga Ost-Nord-Ost-Süd-West 3, scheint es 5 vor 12 zu sein. Sie sind auf die finaziellen Einnahmen der Finalrunder existenziell angewiesen.
Für alle anderen ist es bereits 18 Uhr. 2 Minuten werden nachgespielt. –Warum? –Ich will nach Hause! ...Das ist ja nicht mitanzusehen!
Aha, verehrte Zuschauer, das Spiel ist vorbei, DD hat verloren und muß nun auf das Rückspiel hoffen. Ich gebe gleich wieder runter zu den Interviews: Oliver?
„Hallo nochmal, bei mir steht jetzt der Trainer von DD. Wie fanden Sie das Spiel?".
„Naja, teilweise haben wir schon ganz gut gespielt, aber uns fehlte die Kontinu... äh, die Kontuni ... ach scheiß Fremdwörter: Wir waren nicht beständig genug. Im Großen und Ganzen war es doch ein Spiel, das, wenn es anders läuft, auch anders hätte ausgehen können.".
„Was sagen sie denn zu den 2 Gegentoren?".
„Naja, ich will den Torwart gar nicht erwähnen, und kann diesem im Prinzip auch gar keinen Vorwurf machen, er kriegt da so den Ball, und das ist halt immer so sein Problem.".
„Bleibt die Rote Karte...".
„Ja, eine absolut bodenlose Ungerechtfertigtkeit! Der Moll ist ein total stiller, unauffälliger Spieler! –Das einzige Mal, daß er in seinem Leben etwas gesagt hat, war als seine Frau ihm einen Antrag gemacht hat – da hat er „Pst" gesagt. Und ausgerechnet jetzt soll er etwas gesagt haben, was er gesagt haben soll, daß er es nicht gesagt hat, daß er es gesagt hat?".
„Naja: Letzte Frage: Welche Chancen sehen Sie noch für´s Rückspiel in 2 Wochen?".
„Ja gut, es gibt ja nur eine Möglichkeit für uns: Sieg, Unentschieden oder Niederlage! Ich würde sogar sagen, daß die Chancen 50:60 stehen, aber wenn wir mehr Tore schießen als Proper WC und hinten weniger kassieren als Proper, dann stehen die Chancen gar nicht so schlecht!".
So meine Damen Herren vor den Bildern zuhause, dieses Spiel wurde Ihnen präsentiert von Chrommacher und mir. Das soll es denn auch von uns gewesen sein: Wir sehen uns in 2 Wochen beim Rückspiel wieder.
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Denke:   

Denken

Drüber-Nach-Denken

Die eigenen Gedanken

Lenken

Sich anstrengen,

Einer Sache Aufmerksamkeit

Schenken.

Probleme vermeiden,

Vorteile

Erkennen.

Denken

Über-Etwas-Nach-Denken

Oder an Etwas

Denken

Sich aus-Denken,

Einer Sache das Leben

Schenken.

Probleme erkennen,

Und bei ihrem Namen

Nennen.

Denken,

Denken-zu-Denken,

Denken die Gedanken zu

Lenken

Und Denken,

Daß es die eigenen

sind

Und dran zu Denken

Zu Denken,

Auch an die Anderen.

Denk Mal!

Mal Denken?

NachDenken?

Über Denkmäler?

Denkende Denker,

VorDenker?

Umdenken?

Bedenken?

Gedenken.

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Der Baum:                              

 

Vor meinem Haus

Da steht ein Baum

Der ist so alt

Wie mein Traum

 

Und was er weiß

Will ich ihn fragen

Denn er ist weise

Und reich an Jahren

 

Er kennt die Welt

Was sie zusammenhält

Und seine Macht

Ist seine Milde

 

Wenn ich ihn sehe

So eine Ruhe

Trotzt dem Sturm

Der Katastrophe

 

Seine Wurzeln

Tief in der Erde

Und seine Krone

Zeigt mir die Sterne

 

Er gibt mir

Die Luft zum Atmen

Und den Schatten

Um gut zu schlafen

 

Er fühlt Gut und Böse

Keine Frage

Und liebt das Lachen

Und nicht die Klage

 

Er dehnt sich aus

Durch Zeit und Raum

Bis tief hinein

In meinen Traum

 

Und ist er irgend-

Wann vor mir tot

In meinen Träumen

Lebt er immerfort

 

©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)


Der Blinde:                               

Mit weißem Stab

Durch die Wüste der Menschen Menge

Fliederduft

Harte und sanfte Stimmen

Von Oben tropft kühl

Der Himmel auf sein Haupt

Dann wölbt sich der Bogen über ihn

Verkündet Verzeihung

Der Blinde sieht nicht

Das seine Blindheit ihm verziehen wurde

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Der Held:                                                                                              

Zunächst muss betont werden, daß es sich bei der hier vorliegenden Geschichte um eine ebensolche handelt. Ergo: es handelt sich folglich um eine „Geschichte", um Phantasie und Ereignisse, die in ihrer Art so hätten passiert sein können, es meinem Wissen nach aber nicht getan haben; zumindestens nicht wirklich.

Auch muss ich betonen, daß der Autor dieser Geschichte dabei keineswegs auf meine, also seine eigene Geschichte zurückgreift - aber das ist ja klar nach der vorhergegangenen Erklärung – nicht wahr?

Vielmehr versucht er also sein Glück darin zu finden, dass er eine Heldenfigur erfindet und auswählt. Es bleibt zu hoffen das er die richtige Auswahl getroffen haben möge, schließlich erzähle ich nur sehr ungern über die Erfahrungen eines unerfahrenen Antihelden. Und: Wer möchte schon den Geschichten eines langweiligen Menschen [Wie der des Erzählers selbst, Anm. des Autors][Das ist auch deine eigene, du Blödmann, Anm. des Erzählers] lauschen, der von einem Autor zu einem Helden ernannt wird, somit wohl auch einer sein muss, gleichwohl in keiner weiteren Weise einem ebensolchem nahekommt?

...Ich [Und damit bin in keinster Weise ICH selbst gemeint! Anm. d. Erzählers], hatte keine Ahnung was mein Erfinder von mir erwartete. Ich wusste lediglich das ich ein Held sein sollte. Das ging schon daraus hervor das mein „Erfinder" ständig betonte: „Ich sei ein Held", wobei er wortwörtlich natürlich sagte: „Du bist ein Held", denn er meinte ja mich und nicht sich selbst.

...Somit war ich geboren und, das wird er nicht müde zu betonen, nur dank IHM und SEINER Phantasie. Was wäre ich nur ohne IHN.

Und nun war ich dran. Ich sollte das in mich gesetzte Vertrauen bestätigen, ob ich wollte oder nicht, und nicht nur ein Held sein, sondern mich auch gleich derartig vollführen und zu erkennen geben.

- Was könnte einfacher sein?

Ok, mir fallen da viele Dinge ein: Lolli lutschen, Frauen anbaggern, Kaiser von China oder doch zumindest Bäckerin bei Kaisers Bäckerei zu werden. Alles ist einfacher als ein Held nicht nur zu sein, sondern auch zu werden und zu bleiben, puh.

Was ist eigentlich ein Held?

Woher sollte ich eigentlich wissen, was „Er" von mir wollte?

-Das ich ein Held sein sollte, ok, das hatte er ja betont, aber was das bedeutete, das betonte er nicht; nicht mal auf die Idee kam „Er", dass ich ihn hätte fragen können was das bedeutete. So brauchte „Er" denn auch nicht zu antworten. Aber vermutlich bin ich ja das Ergebnis „Seiner" Unwissenheit, was ein Held sei, und somit möglicherweise die Antwort auf meine eigene Frage, die denn wohl auch „Seine" Frage war...

Klar ist aber, das brauche ich nicht hervorzuheben, dass eine phantastische Person wie ich, keine Grenzen kennt, ausser der Vorstellungskraft ihres „Erfinders". Doch auch mit größtmöglich vorstellbarer Phantasie ist aller Anfang bei großen Taten schwer und führt doch zumeist erst nach einigen Irrungen und Wirrungen von Geist und Feder, die den Helden auf sich selbst gestellt in die weite Welt hinausjagen, zu einer Idee, einem Plan, einem geordneten Pfad, den der Gejagte beschreiten kann und dieses auch zufriedengestellt tuen mag. Sei das Ergebnis auch noch so zufällig.

So auch bei mir:

Zunächst wurde ich der Ausübung 1.Hilfe befähigt, um dann an eine Kreuzung gestellt zu werden, dort auf zu rettende Unfallopfer zu warten. Dieses Unterfangen mußte scheitern.

Nicht nur daß Unfälle relativ selten dort vorkommen wo man auf sie wartet, auch ist heldenhafte Hilfe zuoft nicht nötig, nicht möglich, oder, dank besser ausgerüsteter Ärzte nicht nötig. Und, Helden die auf den Schaden anderer bauen sind auch nicht gern gesehen, und werden, bei Auffallen, gerne sogar mit Eiern beworfen. An der Idee war was faul!

Nun gut, beseelte man mich also mit politischem Charisma.

Schnell wurde klar, daß mir zwar dieses zu gewissen Erfolgen und manchem Ruhm und Ehre gereichte, allein, die angestrebte Weltverbesserung, aufgrund der Göße der Welt, und der Komplexität alles zu durchschauen und überall zur gleichen Zeit seien zu müssen, überfordert auch einen Helden. Im Großen und Ganzen muß derlei Unterfangen in einer Fabel oder einem Epos enden, oder aber, wie bei mir, den Helden zu einer wohl ehrenvollen, gleichwohl tragischen Figur werden lassen. An so jemand erinnert sich später niemand mehr.

Der letzte Irrweg schließlich, wenn auch nicht der einzige neben den anderen beiden, wurde mir auferlegt mit einem Adoniskörper. Der sollte zum Helden machen. Doch stellte sich auch dieses Vorhaben als Schnapsidee heraus. Diese Art von Helden, so sie denn welche sind, gelten „nur" den Frauen etwas, und diesen auch nur bis zum Verfall des gepriesenen Körpers.

Sobald alles hängt und Bier und Schnaps die Hirnzellen vom Kopf in den Bauch verlegt haben, oder eine Straßenbahn das Sixpack zerquetscht hat, werden jüngere Lover gesucht und man gerät im Altersheim in Vergessenheit.

Also back to the Roots...

Wir sind (damit sind Sie<der Leser> und ich gemeint, Anm. d. Helden) ja nun immerhin schon etwas klüger und konnten bereits ein paar gutaussehende, aber letztlich doch glücklose Ideen ausschließen, auf dem Weg zum Heldentum.

„Nun steh ich hier, ich armer Held und hab so wenig Ahnung von der Welt".

Gut, ich weiß, daß klingt bei Goethe besser, aber kein Held ist perfekt.

Also erstmal Pause und raus. Raus aus dem Kopf von „Ihm". Raus aus der Feder des Schreibers. Raus aus dem haus und ab in den Englischen Garten mit dem bayrischen Rasen und dem nassen Wasser von Isar und Eisbach.

Und dann nicht mehr dran denken. Einfach vergessen ein Held zu sein; ein Held einer Vorstellung eines Menschen zu sein.

Nur relaxen und ich selbst sein.

– Es regnet. Und es ist dunkel.

Ich habe geträumt. Von Helden. Wenn ich mich doch bloß genauer erinnern könnte.

Ich werde nass! Werden Helden eigentlich auch nass?

- Schon sehe ich aus wie ein begossener Pudel! – Sehen Helden eigentlich auch...?

Quiiiiieeeeetsch!!!!!

Ein ohrenbetäubender Pfiff durchdringt mein Trommelfell. Und zwar von Nahem und derart laut, daß es anschließend in meinen Ohren zwitschert.

Erschrocken fahre ich zusammen. Dicht hinter mir höre ich eine Stimme reden:

„Ich bin Ari auf Safari". Ich drehe mich um und sehe nichts. Stattdessen bemerke ich dann den bunten Vogel auf meiner Schulter.

„Bei dir piepts wohl?" fragt er in meinen lädierten Gehörgang.

Obwohl es regnet und ich mich fortbewege, bleibt er auf meiner Schulter und wiegt den Kopf hin und her wie ein Schiff seinen Mast im Sturm.

„Ari liebt Sari" – „Jaja ich weiß!" (eine Lüge des Helden, Anm. d. Autors) antworte ich genervt aber doch irgendwie belustigt.

„Wo kommst du her?" frage ich ihn (sprechende Vögel sind selten aus der freien NAtur entflohen, Anm. d. Helden). „Wo kommst du her?" antwortet der so gefragte.

Ich gehe weiter. „Sind wir bald da?" fragt Ari, fröhlich wie mir scheint.

„Nein, leider nicht", will ich antworten, komme aber nicht dazu.

Schon wieder ein greller Ton. „Da iiiiissst er ja!!!!!!!!". „Wo?" fragt Ari. „Wer" frage ich mich verdutzt.

„Aaaariiiii!!!!". Das Ding macht einen Satz und landet 2 Meter weiter auf einem hellgrünen Wollpulli.

„Wo haben Sie ihn gefunden?". – Durch Regen und Dunkelheit erkenne ich einen kleinen Jungen. „Er hat mich gefunden, möchte ich behaupten. Und: gehört der Vogel dir? – und wenn ja, wer ist Sari?" –Ich bin verwirrt, diese Situation überfordert einen Helden wie mich.

Der Vogel schaut mich weiter mit schiefgelegtem Kopf an.

„Nun ja," antwortet der Junge verlegen, „eigentlich heiße ich ja Ali, aber das kapiert Ari nicht!". „Achso!" antworte ich.

„Hier wohne ich!" sagt er und zeigt auf eine offene Tür in der eine schöne Frau am Rahmen lehnt und lächelt. – Ein wunderbares Lächeln, wenn Du (damit sind Sie als Leser gemeint, Anm. d. Autors) mich fragst...

„3 Stunden ist Ari schon weggewesen!" sagt sie und zeigt auf das offene Fenster neben dem der Küche.

„Heißen Sie Sari?" frage ich einer Eingebung folgend. „Nein, Anni." antwortet sie, lächelt wissend, und schon sitzen wir zu viert, nein zu dritt am, plus Ari auf dem Wohnzimmertisch.

Wir trinken ein Glas Wein oder Apfelschorle.

„So ein Vogel kostet viel Geld!" sagt Anni. „Und Ari ist unbezahlbar!" ergänzt Ali.

„Ari liebt Sari." quatscht Ari dazwischen.

„Ari scheint Sie auch zu mögen, sonst setzt er sich nie auf fremde Schultern!" bemerkt Anni, als sie die ganze Geschichte von mir und Ari gehört hat. „Das stimmt." bestätigt Ali, „Sie haben ihn gerettet!". – „Sie sind ein Held!" – war das gerade der Vogel?

©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)


Der Mond:     

Er ist rund und schön

läßt manchen im Schlafe sich dreh´n

sich unbewußt erheben

und auf Dächern spazier´n

Wer ihn sieht ist entzückt

das es ihn gibt ist ein Glück

denn er erhellt die Welt

und scheint derselben doch entrückt

Wer ihn träumend erblickt

schaut tief in sein Gesicht

ist dem Himmel so nah

vergißt jede Gefahr

Er macht den Werwolf aktiv

der Tagelang schlief

und die Nacht so kühl

die Wolkenlos still

Wer das Wasser sieht

der merkt das höher es heut zieht

und das ein gelber Kreis

auf den Wellen sich zeigt

Wenn der Mond graziös

Das Licht der Sonne verströmt

Steht die Zeit beinahe still

und erholt sich von des Tages Spiel

©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)        


Der Schein:                                                                 

Mir scheint

Der Schein trügt

Weil er die Wahrheit

Nicht reflektiert

 

Eine Vermutung

So scheint es mir

Ist der Schein

Oder ists doch mehr?

 

Doch ein Schein

Der Wahrheit wäre

Wäre Schein nicht nur

Sondern gäbe der Realität die Ehre

 

Nur allein fehlt der Beweis

Zur Entlarvung eines solchen Scheinscheins

Ist er auch da

Ists vorbei mit diesem Schein

 

So wird der Schein

Denn zum Bewußtsein

Und war schließlich

Nur zum Schein ein Schein

©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)        


Der Winter:                     

 

Wir sind draußen

Machen keinen Halt, denn

Es ist scheiß kalt

 

Und ärgern uns

Über die Leute, die

Uns aus dem Warmen zuwinken

 

 

Nun sind wir im Haus

Stehen am Fenster, und

Schauen raus

 

Können uns amüsieren

Über die Leute, die

Draußen frieren

 

©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)


Die Aktionaerin                                                         

30 Jahr, blondes Haar. Susi ist eine durchaus gutaussehende Frau. Ein Mangel an Freiern soll nicht ihr Problem sein und im Beruf läuft fast alles nach Wunsch. Auch wenn die Affäre mit einem ihrer Kollegen, den sie unbedingt mal in seiner „ganzen" Schönheit kennenlernen möchte, der ihr auch schon ein paar mal ganz tief in die Augen geschaut hat, sie aber noch nie angesprochen hat, noch nicht realisiert werden konnte. Das Problem ist, das sie, sonst ganz selbstbewußt und durchaus auf Männer zugehend oder gar mit diesen spielend, eine Hemmung hat, ihn von ihr aus aufzureissen.                                                                                                                                                                                                                 Aber ansonsten läuft wie gesagt alles blendend bei ihr.                                                                                                                                                                                                                      Letzte Woche war sie sogar los zur Bank und hat sich beraten lassen. Dem war ein Urlaub in Brasilien vorausgegangen und eine Menge reiflicher Überlegungen. Vor allem aber der Traum ein eigenes Haus, möglichst bald erwerben können zu wollen. Bisher hatte sie noch alles erreicht. Also, warum nicht auch das. Viele Menschen besitzen mit 30 ein eigenes Haus.                                                                                                                                                                                                                                                                                                               Und da sie gut verdiente, würde sie wohl auch Kredite bekommen und relativ leicht wieder zurückzahlen können. Es mußte ja nicht gleich ein Haus am Strand von Rio sein, obwohl sie dafür natürlich gerne brasilianisch lernen würde.                                                                                                                                                                                                                              Wie dem auch sei, sie hatte sich beraten lassen und es klang alles sehr überzeugend. Jetzt hat sie die Hoffnung, das sie, wenn schon nicht das „Große Geld", so doch zumindest eine nicht unerhebliche Steigerung ihres Kapitals schafft.                                                                                                                                                                                                                              Sie hat sogar eine Sicherheit eingebaut. Und zwar hatte sie sich für eine breite Fächerung entschieden. Anstatt voll auf eine einzige Firma zu setzen, erwarb sie Aktien von mehren     verschiedenen Firmen. 10.000€, die in ihren kurzfristigen Planungen keine große Rolle spielten, und die sie vor ein paar Monaten von ihrer verstorbenen Großmutter geerbt hatte, investierte sie dafür.                                                                                                                                                                                                                                                                                         In Gesprächen, die sie mit Bernd führte, merkte sie deutlich, das er sie für ihren Mut bewunderte.                                                                                                                                            Bernd ist 29, ebenfalls Blond und hat ein süßes Lächeln. Dieses Lächeln mag es wohl gewesen sein, was alle im Büro anzog –nicht nur die Frauen, aber natürlich hauptsächlich die Frauen. Aber auch sein Körper, der sich stets unter den nicht immer gebügelten Anzügen abzeichnete, versprach schöne Stunden...                                                                              Nicht umsonst galt er als erfolgreichster „An-Land-Zieher" und „Abschlepper" von Aufträgen für die Firma. Bevor die Auftraggeberinnen es merkten, hatten sie sich ihm ausgeliefert und Aufträge vergeben, während er schon wieder gesehen hatte, das er Land gewann. Beziehungen mit Verhandlungspartnerinnen waren ihm suspekt.                      Bernd war abgesehen davon auch schon seit längerem auf eine Frau aus seiner eigenen Firma aufmerksam geworden. Jedes mal wenn sie an ihm vorbeiging, verursachte ihr Geruch, der wohl von einer Bodylotion herrührte, da war er sich sicher, eine ungeheure Lust auf Eis in ihm. Nur, es war keine Lust darauf, das Eis alleine zu essen. Er würde sie sogar füttern...dachte er bei sich. Sein Problem war nur, da die Frauen eigentlich immer auf ihn zukamen, wußte er nicht wie er sie gewinnen sollte. Denn, von alleine war sie bisher nicht auf ihn zugegangen. Er begann schon an sich zu zweifeln. Auch wenn die Gespräche wie er meinte dann doch immer vertraulicher geworden waren.                                                              Ein paar Monate später schaut Susi mal wieder im Internet nach ihren Kursen. Bislang hatte sich alles nach Wunsch entwickelt und so war es auch zu ihrer Gewohnheit geworden, jeden Morgen vor, und jeden Abend nach der Arbeit, sofort zu ihrem Rechner zu laufen, und die Wertzugewinne zu betrachten.                                                                                   Würde ihr Bernd nicht jeden Tag im Büro über den Weg laufen, könnte ihr Leben echt perfekt sein. Möglicherweise würde sie ihn gar vergessen. Schade das Bernd keine AG war, die man über Aktien relativ unkompliziert hätte erwerben können.                                                                                                                                                                                            Allerdings wird ihr bei diesem Gedanken bewußt, das sich etwas verändert hatte. War es ihr ursprünglich um das Haus gegangen, so waren die Aktien mittlerweile vom Mittel zum Zweck geworden. Für ein Haus reichte es bei weitem noch nicht, aber das hatte sie ohnehin so schnell nicht erwartet. Aber jetzt wo die Aktien eben doch überaus viel Rendite abwarfen, begannen die Aktien sie zu vereinnahmen.                                                                                                                                                                                                                         Bernd merkt davon nur wenig, schließlich ist sie ihm gegenüber immer noch freundlich.                                                                                                                                                                Wie sie mit den anderen umgeht –auch keineswegs unfreundlich, so doch distanzierter- kann ihm egal sein.                                                                                                                       Schließlich fährt Susi sogar zu ihrer ersten Aktionärsversammlung von einer der Firmen von der sie Aktien besitzt. Keine ganz unwichtige Veranstaltung. Ein Großaktionär hatte, da er sich eine positivere Entwicklung der Firma erhoffte, die Versammlung erbeten und die Manager waren der Forderung nachgekommen. Susi hatte reiflich überlegt, ob sie für oder gegen den abzustimmenden Plan stimmen sollte. Nach einiger Zeit war sie zu dem Schluß gekommen: Nicht nur in ihrem eigenen Sinne, sondern auch in dem der anderen Aktionäre und gar der Konkurrenzfähigkeit der Firma sollte sie für den geforderten Sparkurs stimmen.                                                                                                                                                          Das tut sie denn auch.                                                                                                                                                                                                                                                                                   Am nächsten Morgen, im Zug, auf der Rückfahrt von Stuttgart, liest Susi dann in der faz, was auf der Pressekonferenz verkündet worden war. Zuvor hatte sie bereits erfreut registriert, das ihre Aktien im Zuge der Ankündigung der Versammlung bereits um etwa 2,5% gestiegen waren. Sie ist sehr zufrieden mit sich.                                                                  Die nächsten Monate vergehen relativ ereignislos.                                                                                                                                                                                                                               Aber dann sollte es losgehen: Sie sieht immer mehr mißmutige Gesichter an ihr vorbeilaufen.                                                                                                                                                       Und würde sie in einen Spiegel schauen, sie würde sehen, daß sie keine Ausnahme diesbezüglich darstellt. Aber das weiß sie auch so. Und Bernd ebenfalls.                                        Sie war nicht die einzige Person in ihrem Unternehmen welche Aktien besaß, aber so wie sie besaß kaum einer der Anderen Aktien vom eigenen Unternehmen.                                     Es gibt also zunächst einige Pressemitteilungen. Der Betriebsrat schaltet sich ein. Wochenlang wird eigentlich nur diskutiert und niemand weiß genaueres.                                               Dann erfährt sie von der Ankündigung der Versammlung. Als Aktionärin ist auch sie eingeladen. Obwohl sie die Wertpapiere durchaus im Auge hat, weiß sie, dieses Mal wird sie anders stimmen müssen als in Stuttgart. Aber sie ahnt bereits, daß ihre Stimme die Entscheidung genauso wenig umdrehen kann, wie sie in Stuttgart schon nicht nötig gewesen wäre, die bereits getroffene Entscheidung durchzubringen.                                                                                                                                                                                                                     Im Dezember, es sind 3 Monate vergangen, fährt sie zum Arbeitsamt. Sie hofft, daß ihr Freund einen Job bekommen hat, oder zumindestens ein Vorstellungsgespräch. Sie arbeitet noch immer in ihrer Firma. Allerdings hat sie vor etwa 3 Monaten alle ihre Aktien verkauft.                                                                                                                                                        Auch wegen ihres Freundes. Er wartet schon. Erwartungsvoll gibt sie ihm einen Kuß und fragt: Und, wie ist es gelaufen? Nicht so gut, antwortet dieser.                                           Dennoch,seit Susi ihre Aktien verkauft hat, hat Bernd noch mehr Respekt vor ihr. Er hatte zwar eine Abneigung gegen die Börse, aber er weiß ja auch, daß es im Kapitalismus nicht um die Schädigung anderer, sondern um die eigene maximale Gewinnsteigerung geht. Und außerdem liebt er sie ja auch.

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Die Bank:                                                                                                

 Seit 6 Monaten sitze ich nun schon hinter schwedischen Gardinen.

Neulich habe ich eine Bank überfallen.

Geld war gar nicht das Problem. Beziehungsweise, Geld war natürlich schon das Problem. Nur halt nicht so, wie man das vielleicht erwarten könnte. Anders halt. Anders als normal halt. Jeder würde doch erwarten, daß man eine Bank überfällt, weil man Geld braucht. Oder um der Freundin zu beweisen, wie sehr man sie liebt, und was man alles auf sich nimmt, um sie heiraten zu dürfen, oder so was halt.

Wer rechnet schon damit, daß jemand, der Geld hat und keine Freundin oder so, eine Bank überfallen würde. Und das, damit diese sein Geld verwalten darf.

Aber wer rechnet auch schon damit, daß eine Bank jemanden abweisen würde, der ihr sein Geld bringen will.

Meine Bank schon.

Und das nur wegen meiner etwas zerissenen Jeans und dem stinkenden Pulli. Und der Fahne.

Kann jeder sagen, das er geerbt hätte. Und, wo wohnen Sie überhaupt? Kommen Sie wieder wenn Sie eine Wohnung haben. Und eine Arbeit und so.

Warum soll ich arbeiten, wenn ich doch Geld habe? Und ne Wohnung, wo ich doch mit meinem Wohnwagen überall hinfahren kann?

Dann ist mir das mit den Banküberfällen eingefallen.

Das klappt doch auch häufig.

Dann fliegen wieder anschließend die Hubschrauber ganz tief über die Stadt und suchen den Einbrecher, der direkt neben der Bank wohnt, und den sie dann auch 20 jahre später fassen, nachdem er zum 20. Male die Bank nebenan überfallen hat. Sie fassen ihn, weil kein Geld mehr in der Bank ist, und der Bankräuber sich weigert die Bank zu verlassen, bevor sie ihm die übliche 20.000€ gegeben haben.

Ausserdem hat er, wenn sie ihn erwischen, das ganze Geld schon verbraucht oder gespendet oder so.

Naja, er hat immerhin nun eine Wohnung mit Verpflegung und so.

Ich habe mir also eine Strumpfhose gekauft, und ein StarWars-Laserschwert und bin dann hin zu meiner Bank. Das geerbte Bargeld in drei Plastiktüten mit Henkel.

Ich habe den verwirrten Angestellten gefragt ob mein Sachbearbeiter da wäre.

Der Herr Schulz, mein Name wäre Bussel. Er würde schon wissen, worum es gehe. Und er solle sich bitte beeilen, denn unter  dem Strumpf wäre es deutlich wärmer als er es sich vorstellen könne.

Natürlich war der Herr Schulz gar nicht mein Sachbearbeiter, schließlich war ich ja gar nicht Kunde der Bank, dank Herrn Schulz. Aber ihn kannte ich wenigstens.

Auch war Herr Schulz leider gerade im verlängerten Wochenende.

Also richtete ich meine Botschaft an den anwesenden Angestellen aus:

Nehmen Sie mein Geld und zwar zackig, sagte ich und deutete auf mein Schwert. Und geben Sie mir ein Konto!

Die Zinsen können Sie behalten, ich will nur mein Geld nicht mit mir herumschleppen, sonst wird es möglicherweise noch geklaut!

 

Zwei Minuten später waren dann die Beamten da.

Sie zerbrachen mein Schwert einfach. Warfen mich auf den Boden und legten mir Handschellen an. Das Geld nahmen sie mit um dessen Herkunft zu überprüfen. Bei ihnen war es in Sicherheit.

Ich wurde abgeführt.

Der Hubschrauber war nur kurz da, dann flog er wieder woanders hin.

Mein Geld bekomme ich wieder, wenn ich in drei Jahren rauskomme.

Jedenfalls das, was noch übrig ist, nachdem die Polizei-Einsatzkosten und der Schaden, der der Bank entstanden ist, beglichen sind.

Es hat sich herausgestellt, das es tatsächlich von meiner verstorbenen Tante aus Südafrika stammt.

Und die Drogenspuren auf manchen der Scheine auch.

Warum hätte ich auch das Geld aus einem Bankraub, per Banküberfall bei einer anderen Bank einzahlen sollen?

Das wären natürlich drei Fliegen mit einer Klappe gewesen. Zwei Banküberfälle aufgeklärt und noch dazu einen Kokainabhängigen erwischt.

Die Drogensüchtige ist an ihrem Kokain gestorben, sie zu verhaften, dafür war es nun zu spät.

Ich habe nun einen festen Wohnsitz für die nächsten drei Jahre, sogar mit Gardinen. Nur will die Bank mein Geld, oder was davon übrig sein wird, trotzdem nicht annehmen. Weil ich vorbestraft bin, wie Sie sagen. Es ist völlig egal, ob ich eine Wohnung haben werde, wenn ich wieder aus meinem jetzigen Einzimmerappartement ausziehen muss.

Ausserdem ist das Geld ja sowieso solange in Obhut der Polizei, bis ich wieder rauskomme.

 Ich zähle die Tage rückwärts, bis zu meiner Entlassung.

Ausserdem frage ich mich, wo wir denn da hinkommen, wenn jede Bank sich aussuchen kann, wessen Geld sie annehmen will, und wessen Geld nicht.

Das wäre, als wenn der Staubsaugervertreter sich seine Kunden selbst aussucht, und seine Ware nur an die verkauft, die ihm sympathisch sind. Die anderen können gucken wie sie ihre Teppiche staubsaugen, auch wenn sie Milliardäre seien sollten. Verrückte Welt.

Ich bin mir sicher, daß jeder normale Bankräuber sein Geld völlig problemlos auf der Bank spart, von der er es erbeutet hat. Und das nur, weil er einen normalen Pulli trägt und nicht stinkt.

Das stinkt doch zum Himmel, oder?

(Übrigens möchte ich sagen, daß Banküberfälle natürlich auch keine Lösung sind, egal ob man Geld braucht, oder welches hat. Das bringt nur Probleme und ist moralisch sicherlich nicht positiver zu sehen, als die Abweisung eines potenziellen Kunden durch eine Bank aufgrund von Äußerlichkeiten.)

 

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Die Geschichte des Roman Tisch:      

Es war einmal vor langer, langer Zeit, ein junger Mann, der in einer Zeit allgemeiner Zufriedenheit und des Friedens aufwuchs. Er ward auf den Namen Roman getauft. Sein Vater Ole Ander und seine Mutter Juli Sonne erkannten schon früh das mal etwas Besonderes aus ihrem Sohn werden sollte.Sie unterstützten ihn von seinem ersten Lebenstag an in allem was er tat und so kam es eines Tages, daß ihr Roman eine schöne Frau kennenlernen sollte, sich in sie verliebte und fortan nicht mehr ohne sie leben wollte.Ihr Name war Ann-Alphabe Tisch und als das nächste Mal der Oleander blühte und die Julisonne schien, traten die Beiden voller Freude und Spannung vor den Traualtar. Er nahm ihren Nachnahmen an und hieß von nun an Roman Tisch.Ja, und wenn die Geschichte noch nicht zu Ende ist, wie könnte sie dann weitergehen?

... Die Beiden bekamen Kinder. Das Erste sollte ein Junge werden den sie Andre Thema Tisch nannten. Das Zweite, ein Mädchen welches seiner Mutter und seiner Großmutter an Schönheit in Nichts nachstand, bekam den passenden Namen Petra Rosa Tisch. Viele nannten sie aber nur kurz Prosa Isch. Es stellte sich alsbald heraus, daß sich Roman Tisch und Prosa Isch sehr gut verstehen sollten, während gleiches auch bei Ann-Alphabe Tisch und Andre Thema Tisch festzustellen war.Aber nur zusammen fühlten sie sich so richtig wohl und glücklich. Und Da es nichts geben sollte was sie hätte trennen können, beherrschen sie auch heute noch die Welt der Buchstaben und der Leser.

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Die Kippe:      

Es steht auf der Kippe:

Raucher sterben früher!

Als was?

Als nichtrauchende Alkoholiker?

Es steht auf der Kippe,

Die europäische Verfassung!

Warum?

Weil alle politischen Vertreter

Ihre eigene durchbringen wolln!

Es steht auf der Kippe:

Rauchen während der Schwangerschaft

Schadet ihrem Kind!

Tja,

Wenn man auch zu früh

Mit dem Rauchen beginnt!

Es steht auf der Kippe,

Die Zukunft der Universitäten!

Die Politiker,

Wer?

Verordnen ihnen höhere Diäten!

(Daß das nicht für alle gut ist,

-Werden sie auch noch merken!)

Es steht auf der Kippe:

Rauchen führt zu einem qualvollen Tod!

Von wem?

Dem Geiselgangsteropfer,

Dessen Entführer schmokt?

Es steht auf der Kippe,

Das Wirtschaftswachstum!

Wieso?

Weil wir zuwenig dafür tun!

Es steht auf der Kippe:

Die Gesundheitsminister warnen:

Rauchen schadet der Gesundheit!

Welcher?

Der des Finanzministers?

Wohl eher nicht!

Es steht auf der Kippe,

Der europäische Stabilitätspakt!

Weshalb?

Hat der Teufel ihn verfaßt?

Es steht auf der Kippe:

Wer raucht schadet den Menschen

In seiner Umgebung!

Weswegen?

Naja,

Bei dem Mundgeruch verzichtet jeder Patient

Auf Wiederbelebung!

Es steht auf der Kippe,

So mancher der arbeiten will!

Wozu?

Er kriegt Geld dafür,

Er sortiert den Müll!

Es steht auf der Kippe:

Die Angabe der Inhaltsstoffe!

Wofür?

Nun,

Damit der Raucher nicht hoffe,

Es sei Kaugummi,

Was er sich da kaufe!

Es steht auf der Kippe,

Rauchen verursacht Krebs,

Wie?

Na bitte,

Wenn ich dann jemanden nicht mag,

Schenk ich ihm einfach ne Zigarette!

Es steht auf der Kippe:

Daß der Transrapid in München fährt!

Wo?

Ok ich gebs ja zu:

Ich hab von dem Ort auch noch nichts gehört

Es steht auf der Kippe,

Mein Fuß!

Wann?

Wenn sie ausgesaugt ist,

Auf dem Boden liegt,

Und wehrlos ist!

-Dann!

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Die Schlange und der Steinbiss:                                                    

 

Der Stein biss ihn,

Viel stärker als es die Schlange hätte tun können.

Die Schlange schaute zu dabei,

Viel ruhiger als der Stein es gekonnt hätte.

Von vorne sah die Schlange,

Wie der Stein hinterlistig von hinten zubiss.

Er genoss die Sonne im Rücken,

Wärmte den Stein auf dem er saß,

Und spendete der Schlange Schatten.

Dann wurde es der Schlange zuviel,

Sie rollte davon.

Der Mann hatte nun nichts mehr zu beobachten,

Und ging auch.

Der Biss begann zu wirken,

Der Mann bekam eine Blaseninfektion.

Er starb daran.

Dem Stein war warm,

Er schlängelte sich aber nicht davon.

Er blieb wo er war.

Er wurde wieder kalt.

Und biss einen anderen,

Der ihn wärmte...

 

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Die Schönste:                       

 

Sie ist die schönste Frau

Die ich kenne

Und ich weiß ganz genau

Wie ich mit ihr penne

 

Wenn sie kommt

Dann komm ich auch

Wir küssen uns

Und streicheln uns den Bauch

 

Sie ist die klügste Frau

Die ich kenne

Und sie weiß genau

Das ich sie begehre

 

Sie ist die mutigste Frau

Die ich kenne

Wir bleiben stehn

Wo andere rennen

 

Und geht sie

Dann geh ich auch

Zusammenhalten

Ist bei uns so Brauch

 

Sie ist das Abbild

meiner Traumfrau

Und wenn ich sie treffe

Weiß ich genau

 

Daß ich sie anspreche

Und ihr sag:

Ich halt zu dir

Was immer auch geschehen mag

 

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Die Sonne:        

Siehst du die Sonne

In ihrem Gesicht?

Siehst du die Sonne

Oder siehst du sie nicht?

Ob es warm ist oder heiß

Kalt oder kühl

Sie lächelt immer

Die Sonne ist ihr Gefühl

Sie leuchtet am Tag

Und sie scheint in der Nacht

Sie ist dasjenige

Was Feuer in dir entfacht

Sie ist dein Engel

Und sie tut dir gut

Sie kennt nur Liebe

Und Haß ist tabu

Wenn du sie anschaust

So bist du geblendet

Es ist ihre Schönheit

Die dich verändert

Egal was du sagst

Egal was du willst

Sie ist die Wahrheit

Die deine Gefühle stillt

Wenn du ihr treu bist

Bei tag und in der Nacht

Dann wirst du sehen

Daß Höheres vollbracht

Siehst du die Sonne

In ihrem Gesicht?

Siehst du die Sonne

Oder siehst du sie nicht?

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Die Suppe:                                                                             

 

Wenn die Suppe

Einen Blick über den Tellerand riskiert

Geht das nicht selten

In die Hose

 

Die in den Augen des Betrachters

Dann zum Blickfang wird

Womit dem glücklosen Träger

Auch noch das Pech sich zugesellt

 

Der vor Scham

Im Boden am liebsten versünke

Und sein Kleeblatt, Vierblättrig fraß Nachbars Schwein

Kommt ein Unglück, doch selten allein

 

Bleibt doch nur

Die eingebrockte Suppe auszulöffeln

Und die Sache auszusitzen

Als gegenüber dem Blinddate die Segel zu streichen

 

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Dienstleister: Transport & Logistik                             

Wir sind Dienst Leister

Wir leisten jedem Dienst

Mit Transport und Logistik

Machen wir uns verdient

Dir fehlt der Gewinn

Wir bringen dich hin

Wir bringen den Täter zu Fall

Und diesen zum Wasser

Und dieses zur Stelle

Und diese zum Dienst

Wir bringen den Zahn zum Arzt

Und diesen zum Fach

Und dieses Zum Schrank

Und diesen zum Büro

Wir bringen Straftaten zur Anzeige

Und diese zum Leuchten

Und dieses zum Auge

Und dieses zum Blick

Wir bringen den Sound zu den Ohren

Und diese zum Sessel

Und diesen zum Fernseh(´n)

Und dieses zur Werbung

Wir bringen die Logistik zum Transport

Und diesen zum Unternehmer

Und den zur Tätigkeit(´s)

Und diese zum Entgelt

Wir machen Transporte

-Logisch! –durch und in jedes Land

Wir cruisen durch die Welt

Für wenig Geld

Dir fehlt der Geschäftssinn

Wir bringen dich hin

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Egal ist 88:                                   

Ob in China ein Baum umfällt,

Der Chef sich blöde verhält,

Ein Clown eine Lüge erzählt,

Ein Koch seine Möhre schält,

Ein reicher Mann sein Papier grad zählt,

Der Nachbar keine Rente erhält,

Ein Politiker verspricht was er nicht hält

Ein Fremder deine Nummer wählt,

Der Urwald dem Fortschritt zum Opfer fällt,

Es interessiert dich nicht.

Es ist dir alles irgendwie egal.

Dich interessiert nur dein Wohl...

...Doch egal ist 88

Und „jaja" heißt: „leck mich am Arsch",

Doch du bist bild; erkennst es nicht,

Wie auf Erden alles Leben erlischt,

Wie der Haß gewinnt,

Und Moral verliert,

Und du?

Du trinkst!

Weißt wie die Welt funktioniert,

Und hast doch gar nichts kapiert!

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 Ehekrise?:     

„Mein Akku ist alle." sagte sie, und: „Shit!-hast du nicht zufälligerweise dein Handy dabei?"

„Ich habe mein Handy normalerweise immer dabei!Aber Heute zufälligerweise nicht!"

„Witzig!" sagte sie.

Da saß das schönste Mädchen der Welt neben mir auf der Bank und ausgerechnet da hatte ich mein Handy vergessen.

An hatte ich ohnehin „nur" ein Siemenshandy und bin mir sicher: Hätte ich es dabeigehabt, es hätte sich wohl ohnehin von alleine ausgeschaltet. Und wäre dann auch nicht wieder angesprungen oder es hätte meinen Netzanbieter O2 nicht akzeptiert, kurzum: es hätte seinen Dienst sehr wahrscheinlich verweigert!

Und nun war diese Traumfrau neben mir auch noch sauer auf mich, weil zu ihrem Pech, daß der Akku alle war, sie jetzt auch noch mein Unvermögen –an mein Handy zu denken- ertragen mußte!

„Womit habe ich das nur verdient?" –schrie sie mich an.

Ich fragte höflich zurück: „Was gibt es denn?" , obwohl ich mich fühlte wie jemand, der gerade eine Ehekrise durchzustehen hat, in der die „Ehe" eigentlich jemand anderem gehörte, die „Krise" aber dennoch mir überlassen wurde. Aber vielleicht hat das ja die Beziehung der Traumfrau und ihrem Freund gerettet(wenn sie einen hatte).

Angewidert schaute sie auf mich herunter:

„Was geht dich das an?".

„Tja,..." sagte ich.

-Was hätte ich auch sonst sagen sollen? Vielleicht: Hey, mein Schatz, wir haben gerade unsere erste Ehekrise –und du fragst mich was mich was mich das angeht? –Ne ganze Menge würde ich mal denken!

Aber das behielt ich für mich!

Dennoch, das Wörtchen Denken mußte sie irgendwie telepathisch oder so mitbekommen haben und dadurch irritiert worden sein. Wie kein so ein Affe überhaupt denken? dachte sie wohl, denn sie fragte mich nun:

„Sag mal: kannst du eigentlich auch noch an irgendetwas anderes denken als an Sex?... „(Einschub des Autors: Meinte sie das Handy?)"...Und hör gefälligst auf mir auf den Arsch zu glotzen! –Du Spanner!"

„Ok" sagte ich und wandte meinen Blick (wie befohlen) von dem Marzipanschweinchen in dem Konditorei-Schaufenster gegenüber ab, ließe ihn über die Bushaltestelle und die Straße, direkt in ihren Ausschnitt wandern.

„So besser?" fragte ich sie.

Es wurde gefährlich!

Zwar konnte ich von diesem Point of View ihre Augen nicht sehen, fühlen dafür aber umso besser:

Die Blitze jagten Strom durch meinen Körper und desto erschreckter war icht, als sich plötztlich eine Tüpr vor mir öffnete!

_Würde jetzt gleich ein helles, warmes Licht am Ende eines Tunnels leuchten, in den diese Tür führen mußte?

Hatte mich jemand von diesen irdischen, akuten Qualen erlöst?

Ich ging, von meinem Schicksal getrieben, durch die Tür, welche sich hinter mir schloss.

Dann fuhr der Bus ab und ich stellte erleichtert fest, daß Sie nicht mit eingestiegen war, sondern auf jemanden einschimpfte, der den einzigen Münztelefon-Apparat blockierte, den die Telekom noch in der stadt gelassen hatte.

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Ein improvisiertes Gespraech:                                                               

Neulich, da habe ich an einer roten Ampel gehalten...

...Um dennoch nicht absteigen zu müssen, habe ich mich mit einer Hand an einer Straßenlaterne abgestützt. Beim Blick auf den Lichterständer, fiel das Licht meiner Fahrradlampe – die ich, anders als viele andere Menschen, nicht am Rahmen meines Bikes, sondern auf meinem Kopf transportiere, was immer viele bewundernde Blicke auf mich zieht – naja fiel mein Blick halt auf einen dieser nicht auszurottenden Werbezettel:

„Improvisation, Theater" stand da. Auf einem gelben Zettel. Und darunter: „Workshop 1.-3.10., fortlaufend ab dem 5.10.´04".

Ok, das war also schon über einen Monat her und somit von Gestern.

Doch kaum wurde die Ampel grün und ich fuhr los, sprang ein blondes Wesen auf mich zu und lief neben mir her...

„Du", sagte sie, „laß uns doch mal ein bißchen improvisieren!".

„Wie heißt du?" fragte ich sie etwas erstaunt. „Annika" antwortete sie freundlich, „Und du?".

„Ich heiße Torbian" sagte ich stolz. „Diesen Namen habe ich noch nie gehört!" antwortete Annika. „Das glaube ich gerne." antwortete ich...

...Ich hatte diesen Namen bis vor Kurzem auch nicht gekannt; ein Umstand der sie in nicht improvisierte Erstaunung versetzte. „Kanntest du deinen eigenen Namen nicht?", fragte sie.

„Dochdoch;" antwortete ich, „sogar beide", und war schon wieder ein kleinwenig stolz.

Annika hingegen war verwirrt: „Wieso ist Torbian nicht dein einziger Name?". Ich beeilte mich zu antworten: „Doch schon! –und auch wieder nicht... .". Sie zu verwirren begann mich zu erheitern und so steigerte ich mich immer weiter in ein „Impro-talent" hinein...

„Du kennst meine Freundin die Susi nicht!" sagte ich. „Ihr voller Name ist Susi Isus. Ich habe sie vor kurzem kennengelernt!".

„Ja, und was hat das mit deinem Namen zu tun?" fragte sie mich mit rollenden Augen.

„Nun" sagte ich, „wir hatten erst einen tollen Abend, dann eine tolle Nacht, und schließlich, ist sie neben mir aufgewacht!". –Der kleine Reim ging in Annikas sichtlicher Verstörung unter: „Ähem..." räuspern war ihrerseits zu vernehmen und erinnerte mich an ihre Frage.

„Ja, dann hat sie mich nach meinem Namen gefragt..." „-und du hast gesagt: `Ich heiße Torbian´, nicht wahr?", unterbrach sie mich. „Nein, ich habe gesagt: `Ich heiße Tobias Korbinian Muschelzwerg." korrigierte ich ihre Annahme.

„Du bist kompliziert!" sagte sie. „Ja, wenn ich improvisiere, dann schon, sonst nämlich nicht, weil sonst wäre es ja keine Impro...-du weißt schon!".

„Tobias – Torbinian?" überlegte sie laut. Dann bekam sie eine Erleuchtung die an Helligkeit nicht zu überbieten war. Sogar den Xenonstrahl meiner Lampe stellte sie locker mal eben in den Schatten: „Tobias... Korbinian = Torbian!?! –nicht wahr?". „Djawoll" sagte ich.

„Aber was hat Susi damit zu tun?". „Na, sie war ganz entrüstet: `Wir wollen doch gleichgute Menschen sein, oder?´", Frage folgte auf Frage: „Das ist doch Voraussetzung für eine moderne Beziehung, oder?", „Also auch für unsere, oder?", „Gleichberechtigung von Mann und Frau und so, oder?". Endlich kam ich auch mal kurz zu Wort: „Ja...", Schon fuhr sie fort:

„Warum komme ich dann mit einem Namen aus während du zwei brauchst?".

In dem Fall bin ich dann die verwirrte Person gewesen: „Hat unsere Beziehung nun keine Zukunft deswegen?" fragte ich verzweifelt. „Willste mich verarschen?" replizierte sie unsanft.

„Wieso?" fragte ich.

„Na denk doch mal nach!", sie wurde fanatisch. Also versuchte ich es und gab, gänzlich unimprovisiert, da meinen Gefühlen entsprechend, den Schein eines Idioten ab, den man auffordert, die Welt zu verstehen...

„Ist doch ganz einfach!", Unruhe übermannte sie.

„Naja...?!?"sagte ich, „Wie man´s nimmt... .".

„Du hörst ab jetzt auf den Namen Torbian, der sich aus den zwei Komponenten [Kleber ist hier nicht gemeint, hat aber ähnliche Wirkung, Anm. d. Autors] Tobias und Korbinian zusammensetzt!" [Anm. d. Autors: So wie Annika es ganz richtig bemerkt hatte.].

„Lag ich also gar nicht so falsch!" bemerkte sie triumphierend. [Achne?! –Anm. d. Autors, der das letzte Wort immer für sich beansprucht.] Kurze Pause.

Dann wieder ich: „Du hättest mal zwei Wochen später beim Standesamt dabei sein sollen!".

„Ich will dich doch gar nicht heiraten!".

„Sollst du ja auch gar nicht.", sagte ich, „du solltest ja auch nur miterleben, wie verwirrt der Standesbeamte gewesen ist." „Achso!", sie wirkte erleichtert.

Ich fuhr fort: „Wollen sie, Tobias Korbinian, die hier anwesende Susi Isuszur Frau nehmen, sie..." „-Nein!", unterbrach Susi ihn und schaute mich an.

Daraufhin fragte der SB: „Wie – Nein?".

„Nicht nur daß er mich gefragt und sie geantwortet hat, auch ihr heftiger, fordernder Blick zu mir, irritierte ihn. Es bwegte ihn, seinen Blick von ihr zu mir zurückzuwenden.

„Öh, äh, nun, also" brabbelte ich vor mich hin und dachte zu mir selbst: „Sprich dich aus Penner!!!". Das half: „Ja, ich und meine Frau, äh Nochfreundin hier, Susi also, wir haben beschlossen, daß zwei Namen einer zuviel sind – sie verstehen? –Gleichberechtigung und so?."Natürlich lächelte der SB unverständnisvoll."

„Den verstehe ich!" grinste Annika nun, „So kompliziert..., das verstehe mal Einer, aber, wo man keine Probleme hat, schaft man sich welche, wa?".

„Naja," gab ich zu,"hätte ich gesagt,`wenn Sie, Herr SB nur einmal meinen Namen zu sagen brauchen, sind wir schneller fertig und Sie kommen schneller zu ihren Käsecroissants´,die im Pausenraum sicher auf ihn gewartet haben, hätte er das wohl eher verstanden!".

„Aber mir war halt nicht nach Lügen!".

„Mal ne andere Frage:" sagte Annika, „Ich muß nämlich gleich abbiegen, biste eigentlich noch mit der Susi zusammen?".

„Nein" antwortete ich, „Wir konnten uns auf keinen Familiennamen einigen!...Das war mir dann zu kompliziert.".

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Ein Kuß...:               

Ref.: Ein Kuß von dir so schön

Ich kann die Sterne seh´n

Der Kuß so wunderbar

Deine Augen wie die Nacht so klar

Und deine Lippen liebkosen zart

Die Oberfläche meiner Haut

Deine Haare so braun

Ich kann tief in deine Augen schaun

Ref.

Und du kommst nah an mich ran

Es ist viel schöner als ein Traum sein kann

Deine Stimme in meinem Ohr

Klingt lieblicher als alles andere zuvor

Ref.

Deine Finger in meinem Haar

Bin deinem Körper so nah

Und unsere Zungen berühren sich

In deinen Arm kuschel ich mich

2x Ref.

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Eine schöne Geschichte                                          

Kennst du die kleine Anna?

Siehst du, wie sie ruhig in ihrem kleinen Bettchen schläft und mit einem Lächeln um die Mundwinkel in eine andere Welt geflogen ist? Die Augen hat sie geschlossen und hinter diesen läuft ein Film, den nur die kleine Anna sehen kann. Und der Mond vielleicht, denn der hat das große Fenster in der kleinen Stadt schon längst entdeckt, in dem eine kleine Kerze lustig flackert. Und die Mutter vielleicht, die auch im Traum immer bei ihrer kleinen Anna ist.

Und ihr Vater – weiß der auch, was die kleine Anna gerade erlebt?

Achja, und ich weiß es möglicherweise auch – der Mond erzählt es mir.

Denn, alle Träume die kleine Menschenkinder träumen, kann der Mond sehen, und er sieht sie gerne. Er hat die kleine Anna besonders gerne. Aber er hat auch die anderen kleinen Kinder sehr gerne. Nur wie die kleine Anna jeden Abend mit großen Augen zu ihm heraufschaut und ihrem Teddy und ihren Eltern erzählt, wie schön der Mond ist und wie lieb sie den Mond hat, das rührt den Mond jedesmal zu Tränen – der Freude natürlich.

Am liebsten würde der Mond ja wenigstens einmal zu der kleinen Anna hinuntersteigen um sie in den Arm zu nehmen, ihr ein Gute-Nachtlied zu singen und ihr zum Abschied zu sagen, wie gern er auch sie hat.

Aber dann würden die Erwachsenen sofort glauben, der Mond wäre verschwunden, während die anderen Kinder sicherlich ahnen würden, was der Mond gerade machte. Nur würden die großen Menschen ihren kleinen Kindern vielleicht nicht glauben. Und so war es sicherer, der Mond blieb wo er war und begnügte sich damit, die kleine Anna jede Nacht besonders gut zu beobachten, wenn sie träumte.

Na, und diese Träume erzählte er dann mir, mit der Bitte, daß ich sie dir und den Anderen doch erzählen möge.

Daher möchte ich nun mein Versprechen einlösen, daß ich dem Mond gab und euch von dem Traum der kleinen Anna erzählen, den ich selbst am schönsten finde.

Also schließ deine Augen und folge mir auf eine Reise, die unsere kleine Anna getan hat, und auf der sie die ganze Zeit vom Mond begleitet wurde:

  Es ist ein schöner, warmer Herbsttag. Ein leichter Wind weht die vielen bunten Blätter von den Bäumen und in dem kleinen Park umher, in dem Anna und ihre Eltern spazieren gehen. Anna geht in der Mitte und sie singen zusammen.

„Links der Papa,

Rechts die Mama,

Dazwischen Anna.

Und sie fliegt so hoch,

Sie fliegt soweit,

Daß sie bald die Wolken streift.

Sie will sich bald entfernen,

Um Sterne und Planeten,

Kennenzu-lernen,

Und den Mond

Um ihm zu erzählen

Von ihrem Leben.“

3 mal machen sie das. Und jedes Mal fliegt die kleine Anna ein kleines Stückchen höher.

Dann, beim vierten Mal, läßt sie die Hände ihrer Eltern los...

Und sie fliegt tatsächlich. Sie dreht sich noch einmal kurz um und ruft:

„Mama, ich komme gleich wieder!“. Und ihre Eltern nicken lächelnd und winken ihr aus der Ferne zu.

Die kleine Anna aber schwebt. Sie verläßt die Erde und unsere Zeit, und nähert sich dem Mond. Schon von ganz weit, sieht sie ihn winken und rufen: „Hier bin ich kleine Anna. Hier bin ich.“. Und sie kommt ihm näher und näher. Sie kann schon seine grauen Haare sehen.

Ihr Papi hat auch schon 2 oder 3 graue Strähnchen. Aber der Mond hat viele graue Strähnen. Er muß also schon etwas älter sein als ihr Papa, denkt die kleine Anna.

Ui, da kommt ein Stern, Anna weicht aus und nimmt wieder Kurs auf den Mond. Einige Zeit später ist sie dort.

Mit ganz großen Augen und offenem Mund starrt sie den Mond an. „Du bist aber groß – Mond“, sagt sie staunend. „Nicht größer als dein Traum“, antwortet dieser. „Und du hast mehr graue Haare als mein Vater“, plappert es aus Anna heraus. „Ich habe schon eine Menge gesehen“, sagt der Mond. „Ich habe jeden Abend zu dir aufgeschaut und dich bewundert“, sagt klein-Anna. „Ich weiß“ erwidert der Mond, „ich konnte jeden Abend sehen, wie du deiner Mutter und deinem Vater von mir erzählt hast.“.

„Achso?“, die kleine Anna ist erstaunt. „Das kannst du alles sehen?“. „Und hören!“ ergänzt der Mond.

„Du Mond...“. “Ja kleine Anna?“

„Du Mond, ich muß jetzt aber wieder los!“. „Stimmt, gleich wachen deine Eltern wieder auf und dann wären sie sehr in Sorge, wenn ihre kleine Anna noch nicht zurück wäre, nicht wahr?“. Der Mond lächelt nur kurz und winkt ihr nach.

Aus der Ferne hört sie ihn noch rufen: „Du darfst mich gerne mal wieder besuchen kommen, kleine Anna!“.

Dann öffnet die kleine Anna ihre Augen und sieht zwei lächelnde Gesichter.

„Und meine kleine Anna, wie war dein Ausflug zum Mond?“ fragt sie ihr Vater.

-Hat er es also doch auch mitbekommen! Oder hat die Mama ihm was geflüstert?

„Schön!“ freut sich die kleine Anna. „Aber wißt ihr was, ich habe ganz vergessen dem Mond zu sagen, daß ich ihn lieb hab.“

„Das weiß der Mond auch so!“, antwortet ihre Mutter. „Und meint ihr, er hat mich auch gern?“, fragt Anna. „Gewiß!“ antworten ihre Eltern fast gleichzeitig und so geht unsere kleine Anna beruhigt frühstücken.

 

©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)


Einzug eines Wasserzaehlers:                                        

Ein früher Tag im November.

Es ist Mittag und ich muß los zur Uni.

Der Besuch war angekündigt, aber noch nicht erschienen. Natürlich ist dieser Fall vorherzusehen gewesen und somit auch der „facility manager" mit der Bitte versehen worden, den Gast doch bei seiner Ankunft in´s Appartment zu lassen.

Apropo Gast, Besuch, eigentlich ist es ja ein neuer Mitbewohner, oder zwei, oder drei, oder vier...

Denn, er wird wohl für unabsehbare Zeit in meiner Wohnung bleiben und seinen Hobbies nachgehen.

Einen Beruf hat er nicht, die Zimmer verläßt er auch nicht, er geht nicht mal in den Flur, aber dafür hat er seine 2 Hobbies.

Naja, ich komme wieder nach Hause und bin gespannt. Zwar hatte er sich per Brief ankündigen lassen, aber wie er denn nun aussehen sollte, das war mir völlig unklar.

Ich öffne die Tür und gehe direkt in die Küche –wenn man einen Kühlschrank, zwei Herdplatten und eine Spüle, die im Wohn-, Schlaf- und Eßzimmer stehen, so nennen kann- und sehe: nicht nur einer ist da, sondern zwei...

...Schnell rüber in´s Bad: noch zwei! –und alle viel größer als erwartet.

Ein Anflug von etnsetzen packt mich, als mir auffällt, daß unter den Kacheln, auf denen die neuen Mitbewohner sitzen, sowohl in Küche wie auch Bad, jeweils große Löcher klaffen...

...Wollen die dort ihre Vorräte verstauen? –oder wollen die sich dort verstecken, wenn sie sich mal verzählt haben? –Antwort erhalte ich keine.

Achja, bei meinen neuen Mitbewohnern handelt es sich um sogenannte Wasserzähler.

Dabei ist mir persönlich völlig unklar wie sich Wasser zählen lassen soll: ...1 Wasser, 2 Wasser...etc.?-Und die 4 zählen nicht nur das Wasser, sondern auch noch getrennt nach warmem und kaltem Wasser, also der eine: 1 warmes Wasser, 2 warme Wasser... und der Andere: 1 kaltes Wasser etc. pp.

Am liebsten würde ich die vier Häßlichen ja wieder aus meiner Wohnung schmeißen, aber meine Nachbarn haben mir davon abgeraten.

Sie meinten, es handle sich bei den Dingern um eine richtige Plage, überall im Haus seien sie mit der gleichen Masche eingezogen. Und wenn man sie nun wieder loswerden wolle, so sei daß zum Einen sehr schwer, zum Anderen kämen sie wahrscheinlich wieder und man bekäme nur noch mehr Probleme.

©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)


Ende?                                                                              

Manchmal... geht es nicht mehr weiter

Du steht oben auf der Leiter

Nach der letzten Sprosse...

Kommt nichts mehr

 

Manchmal... geht es nicht mehr weiter

Du bist der Wellenkronenreiter

Auf dem Gipfel der Bewegung...

Umkehr nun unmöglich

 

Manchmal... geht es nicht mehr weiter

Du bist der Beste aller Streiter

Nach dem schwersten aller Gegner...

Kommt keine Herausforderung mehr

 

Manchmal... geht es nicht mehr weiter

Du bist der Weltenglückbereiter

Doch nach der Überwindung des Unglücks...

Hat das Glück keine Basis mehr

 

Manchmal... geht es nicht mehr weiter

Du bist der erfahrenste Berater

Doch sagen kannst du nicht...

Was nach dem Tod geschieht

 

Manchmal... geht es nicht mehr weiter

Ist des Poeten Stimme heiser

Und nach dem letzten Vierzeiler...

Kommt nichts mehr

©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)


Erholung:                                                                   

 

Bin gerade aufgestanden

Ganz schön anstrengend

Wär lieber liegengeblieben

Erstmal regenerieren, puh

 

Dann Kaffee machen

Brote schmieren

Müsli essen und Zeitung lesen

Und dann alles verdauen, puh

 

Bin gerade auf den Balkon gegangen

Ganz schön anstrengend

Die frische Luft, Bewegung und so

Erstmal ausruhen, puh

 

Dann eine Rauchen

Die Balkonseite wechseln

Leute beobachten die sich abhetzen

Und dabei entspannt relaxen

 

Bin gerade auf dem Sprung

Zur Arbeit

Doch wieder diese Anstrengung

Ich meld mich lieber krank

Bin nicht gesund

Brauche dringend

Schlaf und

Erholung

Copyright by Poetslam (Frederic Höring)


Erinnerung                                

Es ist so schön

So schön

So schön ist es

Doch

Ich muss jetzt leider geh´n

Irgendwann

Irgendwo

Werden wir uns wiederseh´n

Doch wird die Welt

Sich bis dahin weiterdreh´n

 

Deine Liebe hält mich wach

Bist du da

Bin ich stark

Bist du weit fort

So bin ich schwach

Und das Gefühl

Lässt irgendwie nicht nach

 

Du bist so schön

So schön

So schön bist du

Doch

Ich muss jetzt leider geh´n

Irgendwann

Irgendwo

Werden wir uns wiederseh´n

Doch wird die Welt

Sich bis dahin weiterdreh´n

 

Deine Worte

Durchdringen mein Herz

Bist du da

Hör ich dir zu

Bist du weg

So bleibt mein Schmerz

Und die Träne

Fällt endlos

Bodenwärts

 

Erinnerung

Ist so schön

So schön

Doch

Wird auch Sie leider geh´n

Irgendwann

Irgendwie

Werde ich die Welt versteh´n

Doch bis dahin

Werd ich mich

Nach dir umdreh´n

©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)


Erstaunen:                                                                 

 

Zieh die Augenbrauen hoch

Runzel die Stirn

Und mach den Mund

Weit, weit auf

 

Zuck zusammen

Schau interessiert

Sag Ah und Oh

Und Wow und Achso

 

Zitter ein wenig

Kneif dich selbst

Atme tief durch

Realisier das erstmal

 

Fall fast vom Hocker

Sag Das zieht dir glatt die Schuhe aus

Und dann sei erstaunt

Wie gut du erstaunt wirken kannst

 

©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)


Es kann ja wohl nicht sein:     

Es kann ja wohl nicht sein

daß ihr immer nur davonlauft

Es kann ja wohl nicht sein

daß den ganzen Tag nur Bier ihr sauft

Es kann ja wohl nicht sein

daß die Arbeit euch nur schlaucht

Es kann ja wohl nicht sein

daß zum Schlafen einen Sarg ihr braucht

Es kann ja wohl nicht sein

daß das Lebennur schlecht ist

Es kann ja wohl nicht sein

das wer böse ist, im Recht ist

Es kann ja wohl nicht sein

daß ein Betrüger der Hecht ist

Es kann ja wohl nicht sein

daß die Bildzeitung wahrheit misst

Es kann ja wohl nicht sein

daß jemand beim Sonnenaufgang errötet

Es kann ja wohl nicht sein

daß man seine Freundin belügt hey

Es kann ja wohl nicht sein

daß man seinen Freund verrät hey

Es kann ja wohl nicht sein daß man einen Mörder tötet

Es kann ja wohl nicht sein

daß man immer nur zuschaut

Es kann ja wohl nicht sein

daß Kritik einen umhaut

Es kann ja wohl nicht sein

daß man ungestraft die Umwelt versaut

Es kann ja wohl nicht sein

daß man anderen ihre Zukunft verbaut

Es kann ja wohl nicht sein

daß man „Probleme" einfach abschiebt

Es kann ja wohl nicht sein

daß man Gott mehr als seinen Nächsten liebt

Es kann ja wohl nicht sein

daß man dem Bürger einen Arschtritt gibt

Es kann ja wohl nicht sein

daß man seine Ideale aus den Augen verliert

©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)        


Exgeist-Nervensäge:       

Ref.: Geh mir nicht auf den Wecker

Geh mir aus der Sonne

Erzähl mir keinen Scheiß

Den ich nicht hören will

Du warst beim Arzt?

Ich will es gar nicht wissen!

Du hast nen Neuen?

Und er kann gut ficken?

Dir geht es gut?

Wen soll das interessieren?

Du nervst mich nur:

Willst du das nicht kapieren

Ref.

Ob ich eine Freundin hab?

Ich werds dir nicht erzählen!

Ob ich mit ihr im Bett schon war

Brauch dich nicht angehen

Du fragst mich warum?

Ich nicht mehr mit dir rede?

Weil ich mich nun mal

Nicht gern im Kreise drehe!

Ref.

Du bist glücklich ohne mich?

Das freut mich für dich.

Du bereust die Trennung nicht?

-Ja,ja natürlich

Ob ich ne neue Nummer hab?

Wofür ist das wichtig?

Du hast dich von mir getrennt!

-Ich stell das nur mal richtig.

Ref.

Du hast noch Geld von mir

Deine Eltern lassen grüßen

Ich soll mich wieder melden

Da sie von Trennung nichts erfahren dürfen

Ja, ja du störst mich nur

Merkst du das denn nicht?

Ich brauche dich nicht mehr

Verschwinde aus dem Licht!

©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)          


Feuerteufel:                               

Er ist ein Pyromane

Zog mit seiner Fahne

Los

Fast jede Nacht

Bloß

Er wollte sie nicht schwenken

Nur als Brandpapier verwenden

12 Häuser sind zerstört

In der Stadt mit dem Turm

Dann wurde er entdeckt

Und Verhört

In einer Zelle nah dem Turm

Sein Name in jeder Zeitung

Gefürchtet sein Tun

In geistiger Verwirrung

Wie konnte das geschehen?

Die Sucht trieb ihn

In das soziale Abseits

In den Ruin

Erst in die Krankheit

Nun in die Anstalt

Dort wird er geheilt

Doch wer weiß

Nach 10 Jahren Therapie

Wirds da wieder heiß?

Ist er wirklich dann geheilt?

Oder steht nur noch mehr abseits?

©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)


Flieg, flieg, flieg:                                                                                 

 

Flieg

hoch und weit

Flieg

nicht zu-hoch oder-weit

 

Flieg

schön und gut

Flieg

doch sei auf der hut

 

Flieg

im prächtigen Kleid

Flieg

die Flügel so breit

 

Flieg

und beobachte genau

Flieg

Machtvoll...schlau

 

Flieg

und stürze hinab

Flieg

pass die Beute ab

 

Flieg

heimwärts zum Neste

Flieg

zur Familie

 

Flieg

kraftvoll und elegant

Flieg

gefühlvoll...imposant

 

Flieg

flieg

Flieg

Adler...König der Lüfte

 

©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)


Flocke und Tröpfchen:       

Flocke

fällt tief

Auf die Erde hinab

Flocke

fällt tief

In sein Erdengrab

Flocke

ist kalt

Und wenn die Sonne scheint

Dann ist es

mit Flocke

Sehr schnell vorbei

Dann steigt

Flockes Seele

In den Himmel hinauf

Flocke kommt zu

Tröpfchen

Und füllt die Regenwolke auf

 

Tröpfchen

fällt tief

Auf die Erde hinab

Tröpfchen

fällt tief

In ihr Erdengrab

Tröpfchen

ist nass

Doch wenn die Sonne scheint

Dann ist es

mit Tröpfchen

Sehr schnell vorbei

Dann steigt

Tröpfchens Seele

In den Himmel hinauf

Das Schicksal von

Flocke und Tröpfchen

nimmt erneut seinen Lauf

©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)                


Frage:                                  

 

Bürgersteig

Licht

der Laterne

Es regnet

Tropfen

auf der Wange

Reflektiert

die Sterne

Sehnsucht

nach

dir

Du fehlst

mir

Berlin

endlose Strasse

Ich

gehe nach

der Frage

Wo

Bist

Du

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Frau:                                                                   

Haare hast du

Als Frau

2 Ohren

Und 2 Augen auch

 

Ne Nase

Und n´ Mund dazu

Und dein Bauch

Frau bist du

 

Ein Gehirn

Und 2 Füße

2 Beine

Und Körpergröße

 

Einen Hintern

Und 2 Titten

2 Hände

Und viel freien Rücken

 

Reden kannst du

Riechen auch

Hören und sehen

Schall wie Rauch

 

Beißen ist dir möglich

Trinken sowieso

Laufen kannst du

Und denken, yo

 

Lieben tust du

Hassen auch

Leben

Und atmen auch

 

Tun irgendwas

Ruh´n irgendwo

Ficken irgendwie

Frau sein so

 

Nur manchmal

Ist die Fassade Schein

Steckt unterm Kleid

Ein geschminktes Männlein

©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)


Freisein:                                                           

 

Frei wie der Wind

Frei wie ein Kind

Frei wie die Gedanken

Die in der Freiheit sind

 

Denken heißt frei sein

Gedanken sind Freiheit

Komm laß uns denken einfach

frei sein

 

Reden heißt frei sein

Worte sind Freiheit

Über alles reden bedeutet

Frei sein

 

Frei wie der Wind

Frei wie ein Kind

Frei wie die Gedanken

Die in der Freiheit sind

 

Helfen heißt frei sein

Handeln ist Freiheit

Wir wollen suchen wollen

Frei sein

 

Lieben heißt frei sein

Respekt ist Freiheit

Meinungen, Gefühle zeigen

Frei sein

 

Frei wie der Wind

Frei wie ein Kind

Frei wie die Gedanken

Die in der Freiheit sind

 

Fliegen ein Vogel

Tauchen wie ein Fisch

Laufen wie ein Löwe

Mensch sein

 

©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)


Fremdgeruch:                                                        

Parfum?

Als Medizin?

Weil der Körper stinkt?

Und Duschen nichts bringt?

Weil jemand dich nicht riechen kann?

Und er dich parfümiert dann doch liebt?

 

Parfum?

Was wenn es zur Neige geht?

Der benebelte die Wahrheit riecht?

Oder ihn ein andrer Duft noch mehr verführt?

Mit ihm dann auch der Glanz verfliegt?

Er hatte nur den Duft geliebt?

 

Parfum?

Ein Geruch von Extravaganz?

Ein kleines Fläschchen Glückssubstanz?

Aufgesprühtes Wohlgefühl?

Zeichen für den Lebensstil?

Oder nur ein Ablenkspiel?

Parfum?

©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)


Fruehlingsfluss:          

Rauschen höre ich

Warm umgibt es mich

Blau in der Ferne und helles Licht

Im grünen Gras liege ich

Zufriedenheit erfüllt mich

Ich denk an dich

Meine Augen schließe ich

Ein Blick streift mich

Genieß mein Glück

Die Füße kühlen sich

Ruhe umgibt mich

Es riecht süßlich

Den Wind fühle ich

Angenehm berührt er mich

An dich denke ich

Rauschen höre ich

Traum umhüllt mich

Das Wasser fliesst auch ohne mich

©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)


Gefuehle:                               

 

Du fühlst dich schlecht?

-Das ist dein gutes Recht!

Jeder hat mal Höhen und Tiefen

Das gehört einfach zum Leben.

 

Ok? Lehn dich zurück!

Höre gute, ruhige Musik.

Und koste den traurigen Augenblick...

...Aber nur kurz... dann lass es zurück:

 

Heule! Dicke Tropfen ins halbleere Glas Wein,

Niemand hält dich zurück: Du darfst ruhig schrein!

Vielleicht bist du´s nicht aber, du fühlst dich allein,

Schlag dein Kopfkissen, grab die Faust tief hinein.

 

Atme tief aus, tief ein, tief aus, tief ein,

Beschimpfe wen du magst deine Freunde werdens dir verzeih´n

So, fühlst du dich nun besser? –ist die Luft jetzt rein?

 

Ok, noch mal tief ein, tief aus, und schlafe ein:

Morgen wird vieles besser sein

Ruf deine Freunde an, erklär ihnen alles

Sie werden lächeln und dich verstehen...

-versprochen!!!

©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)


Genieß das Leben:                        

Gott sagt lies die Bibel?

Und Unterdrücke deine Triebe?

Du sollst nur den Nächsten lieben?

Wie dich selbst?

Und nie deinen Freund betrügen?

Ref.: Nur dann darfst du ins Paradies?

Dorthin wo´s kein Böses gibt?

Der Weg zum Ziel beschritten ist?

Jeder Wunsch in Erfüllung geht?

Gott sagt wenn du ruhig bleibst?

Niemals in der Kirche fehlst?

Immer deine Eltern ehrst?

Und nie eines Anderen Weib begehrst?

Ref.: Nur dann wirst du Gast im Paradies?

Wirst Sorgenfrei und überdies

Mit Engeln reden?

Die dir dort dort von Gott erzählen?

Ich genieße jetzt mein Leben

Oder hast du Gott schon mal gesehen?

Sei einfach so wie du bist

Und mache alles was du willst

Ref.: Dann kannst du das Paradies erleben

Jetzt, Sofort, und hier auf Erden

Feste Feiern und Krüge heben

Fremdgehen und in Luxus schwelgen

Aber alle Mensche lieben

Und in Frieden leben

Und sollt´s im Himmel doch ein Paradies geben

Dann, Amen, So sei es eben und:

Auf Wiedersehen

©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)


Gestern, Heute, Morgen:           

Gestern war ich noch jünger

Nun bin ich einen Tag älter

Und noch ein paar Erfahrungen ärmer

Als ich morgen haben werde

Vor einer Woche war der Wochentag

Der morgen Gestern gewesen sein wird

Und das Ende der Woche

Deren Anfang bedeutet

Bald ist es Zeit

Mit Verspätung aus der Vergangenheit

Gerade noch pünktlich durch die Gegenwart

Die Zukunft zu früh zu erreichen

Jetzt haben wir Sommer

Den wir kürzlich nicht hatten

Auch nicht lange haben werden

Und doch muß es nicht der Letzte gewesen sein

Und in der Zukunft

Wird Heute Vergangenheit sein

Gleichwohl doch auch Gegenwart

Oder einfach ein Tag

Gestern war ich noch Zukunft

Nun bin ich Gegenwart

Morgen werde ich Geschichte sein

Und dann?

Und dann, dann, da—nn

Irgendwann

Kommt dann irgendwas

So ist das!

©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)


Gluecklich:                                                                                                  

 

Lächel

Nur für mich

 

Schau dir zu dabei

Bin glücklich

 

Warum ich gucke

Fragst du dich

 

Du lächelst

Reicht das nicht?

 

Schöne Augen

Wie die Sonne

 

Geöffnet und ich

Bin glücklich

 

Du mußt gehen

Ich bleib sitzen

 

Zum Abschied ein Lächeln

Ich bin glücklich

 

©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)


Groß:                                        

 

Ich wär so gerne groß

Ein großer Macher

Ein großer Macker

Ein großer Mensch

Ein großer Gold-Dukaten-Kacker

 

Ich wär so gerne groß

Das große Los

Der große Boss

Im größten Schloss

Auf´m größten Ross

 

Ich wär so gerne groß

Ein großer Denker

Ein großer Lenker

Ein großer Sportler

Ein großer Schenker

 

Ich wär so gerne groß

Der größte Casanova

Der größte Musikstar

Ein großes Wunda

Das schönste, größte Modell auf der Gala

 

Ich wär so gerne groß

Ein großer Entertainer

Ein großer Trainer

Ein großer Tänzer

Ein großer Erzähler

 

Ich wär so gerne groß

Der größte Lover

Von allen der große Brother

Immer größer then the other(s)

Der Größte ever

 

Ich wär so gerne groß

Ein großer Prolet

Ein großer Rumkotzer

Ein großer Ignorant

Ein großer Protzer

 

Ich wär so gerne groß

Ein großer Arbeitskräfteentlasser

Ein großer Kleine-Leute-Hasser

Ein großer Kinder-in-die-Welt-Setzer

Ein großer Meinungsmacher

 

Ich wär so gerne groß

Der größte Vollidiot

Der größte Egoist

Der größte Macho

Der größte Chauvinist

 

Ich wär so gerne groß

Die größte Gefahr

Der größte Feind

Der größte Asoziale

Der größte Arschkriecher

 

©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)

 


Gute Fee:                  

 

Ref.: Ole, ole, ole

         Ich bin die gute Fee

         Auch wenn du mich nicht siehst

         Ich bin immer für dich da

 

Deine Freundin die ist weg

Dein Hund er ist verreckt

Dein Haus ist nicht mehr da

Doch du fühlst dich wunderbar

 

denn: Ref.

 

Dein Geld wurde geklaut

Deine Karriere versaut

Deine Zukunft verbaut

Doch du bist hoch erfreut

 

denn: Ref.

 

Du wurdest verletzt

Vor die Haustür gesetzt

Von Freunden vergrätzt

Doch dein Glück ist fast komplett

 

Du kannst es selbst nicht verstehn

Mich nicht hörn und auch nicht sehn

Doch es kann ruhig noch was passiern

Denn dir wird nichts geschehn

 

denn: Ref.

 

©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)


Hinterher:                                           

Man läuft häufig etwas hinterher

Schaut häufig hinter schönen Menschen her

Zeigt häufig seinen Hintern her

Und auch klüger ist man hinterher

Man erinnert sich meißt hinterher

News erfährt man hinterher

Ist hinter Glück und Reichtum her

Namen kommen hinter Herr

Man stirbt immer hinterher

Bezahlt wird man hinterher

Rechnung kriegt man hinterher

Hinter Frühling geht der Sommer einher

Ausruhen tut man meistens hinterher

Meist folgt man hinter Herrschern her

Der Page geht hinter dem Gaste her

Hinter dem Regen folgt die Sonne daher

Aufwachen tut man hinterher

Erleichtert ist man hinterher

Hinter dem Boot kommt die Welle her

Die Zukunft folgt hinterher

Der Böse ist hinter dem Guten her

Er ist ein Hintergeher

Hinter schwedischen Gardinen landet man nachher

Überhaupt folgt die Landung hinterher

Verdauen tut man hinterher

Man putzt hinter dem Ofen her

Urteilen kann man erst hinterher

Zu spät ist es meißtens hinterher

Manchmal steht man hinter dem Her(d)

Verteidigungsminister stehen immer hinter dem Heer

Der Schmerz folgt hinter der Verletzung her

Das Aufschreiben dieses Gedichts folgte der Idee dafür hinterher

©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)


Hymne:              

Kinder regier´n diese Welt

Sie agiern weil es ihnen gefällt

Und sie tun es für diese Welt

Nicht für Ruhm, erst recht nicht für Geld

Kinder retten diese Welt

Ihr Lächeln verhindert Gewalt

Und sie tun es für sich selbst

Und für jeden, dem es gefällt

Ref.: Dies ist eine Hymne gegen das Geld

Dies ist eine Hymne für uns´re Welt

Dies ist eine Hymne gegen das was zerstört

Dies ist eine Hymne die uns allen gehört

Liebe regiert diese Welt

Sie verbindet was zusammen gehört

And she rules all over the world

Für jeden der ihre Hand festhält

Liebe rettet diese Welt

Ihr Gefühl die Gesichter erhellt

Irgendwann sie jeden mal befällt

Denn: Liebe rettet diese Welt

Ref: Dies ist eine Hymne gegen Gewalt

Dies ist eine Hymne für Zusammenhalt

Dies ist eine Hymne gegen Intoleranz

Dies ist eine Hymne, ich lad dich ein zum Tanz

Die family regiert diese Welt

Sie gibt Schutz und Normalität

And the world is one family

Stütze dich voll auf sie

Die family rettet diese Welt

Ihr Rückhalt ist es der zählt

Sie vermittelt Liebe und Spaß

Für jeden, auf sie ist verlaß

Ref.: Dies ist eine Hymne gegen irgendeinen Feind

Dies ist eine Hymne auf das was uns eint

Dies ist eine Hymne gegen die Infanterie

Dies ist eine Hymne für uns´re family

Die Natur regiert diese Welt

Sie ist dasjenige was uns am Leben hält

Und sie ist das Paradies

Für jeden der sie genießt

Die Natur regiert diese Welt

Sie gibt uns Nahrung und sie erzählt

Uns unsere Vergangenheit

Die Natur uns von den Grenzen befreit

Ref.: Dies ist eine Hymne gegen Marktwirtschaft

Dies ist eine Hymne auf uns´re Kraft

Dies ist eine Hymne gegen die Konjunktur

Dies ist eine Hymne für uns´re Mutter Natur

Musik regiert diese Welt

Wir singen weil es uns gefällt

Good vibrations all over the world

Ihre styles verändern die Welt

Die Musik rettet diese Welt

Es gibt keinen der ihr nicht zuhört

Sie ist die Wahrheit die sich nicht verstellt

Wir singen zusammen, das ist es was zählt:

Denn:

Dies ist eine Hymne für die Kinder dieser Welt

Dies ist eine Hymne auf die Liebe, heyhey

Dies ist eine Hymne für die family

Dies ist eine Hymne für die Natur

come sing with me:

Dies ist eine Hymne für die Musik

Dies ist eine Hymne für den, den man Liebt

Dies ist eine Hymne für die, die sie singt

Dies ist eine Hymne nur für uns

©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)


Ich brauche dich             

Und die Zu-kunft Hier auf meinem Gesicht

Vermisse Gegen-wart Und ich bitte dich

Ohne Ver-nunft Erzähl mir noch ein Gedicht

Deiner Person –halt

Von deiner Liebe. Ich

Komm zu mir zurück Höre dir zu und

Ich vermisse dich Ich küsse dich und

Du warst noch gar nicht fort? Ich umarme dich

Egal ich brauche dich

Und die Zukunft

Bleib hier bei mir Ohne Vernunft

Dann zeig ich dir Brauche die Gegenwart

Meine Liebe für Deiner Liebe halt

Nur einen Blick von dir

Laß dich einfach geh´n

Was wär ich ohne dich (Mich)Deine Gefühle seh´n

Dieser Welt unwürdig Über alles reden und

Könnte heulen und Die Welt verbessern und

Hab doch gar keinen Grund

Ich weiß genau

Denn du hältst meine Hand Du bist die schönste Frau

Hältst mich fest Bist du kleiner als ich?

Und ich verspreche dir Du bist die größte für mich

Daß ich den Rest meines Lebens hier

Und jedes Wort, daß

An deiner Seite steh Deinen Mund verläßt

Und für dich kämpfe und Ist ein Beweis für mich

Auch zu später Stund Daß es dich wirklich gibt

Neben dir liege. Bunt Du lächelst mich an

Sind deine Kleider, hoffe Und ich erinner mich dran

Du machst weiter Daß alles weitergeht

Und immer weiter Die Erde sich weiterdreht

Denn deine Nähe ist Doch wenn du bei mir bist

Meine Zuversicht Mir eine Zukunft gibst

Und ich glaube dran Dann singe ich für dich

Daß du die meine bist Dieses Lied das ich

Zu der ich ehrlich bin Nur für dich schrieb

Und die mich glücklich macht Als Beweis dafür

Die meine Sorgen teilt Daß ich nur dich lieb´

Und die das Feuer entfacht Und keine andre will

Ist die Nacht auch kalt

Die mir Geschichten erzählt Und die Zukunft

Und die nie müde wird Ohne Vernunft

Zu sagen daß sie mich liebt Mit vielen Kindern und

Uns beiden ist Grund

Ich mag deine Hände

Daß ich gerne

In die Zukunft seh´

Alle Probleme

Mit dir durchsteh´

Denn ich liebe dich

©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)


Ich liebe dich:                                         

Ich schau aus dem Fenster
Und es geht mir gut
Ich weiß nicht wo du bist
Du bist auf der Hut
 
Es ist deine Art die ich
So an dir mag
Ich schaue nach dir aus
Und sag:
 
Wo bist du ich
Weiß es nicht
Ich hab dich nie gesehn und doch:
Ich liebe dich!
 
Wär ich bei dir
Ich läg in deinem Arm
Ich weiß die Liebe zu dir
Sie hält mich warm
 
Ich suche den Weg heraus
Aus meinem Traum
Um dich zu finden
Im Weltenraum
 
Wo bist du ich
Weiß es nicht
Ich hab dich nie gesehn und doch:
Ich liebe dich!
 
Und eines Tages kreuze ich
Deinen Weg
Und geh mit dir
Bis die Zeit stillsteht

©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)


Ihr Lächeln:                                       

Ich ging auf die Straße
Und dasWetter es war scheiße
Und ich hoffte es würd´nichts geschehn
 
Da kam die Sonne
Und sie lächelte mich an
Und sie sagte mir was das Wetter sie alles kann
 
Sie nahm mich in den Arm
Und sie lächelte mich an
Und wir hielten uns gegenseitig warm
 
Ich ging auf die Straße
Und dasWetter es war scheiße
Und ich hoffte uns würd´nichts geschehn

©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)


Im Kreis:                                                                                                  

 

1.)    Im Kreis

Steht ein Greis

 

Und versucht verbissen

In der Ecke zu stehen

 

2.)    Im Kreis

Geht ein Preuß´

 

Und versucht beflissen

Ihn zu verlassen

 

3.)    Im Kreis

Liegt das Zentrum

 

Und weiß

Es kommt nicht drumrum

 

4.)    Im Kreis

Dreht sich leis

 

Wer versucht trotz Tatsachen

In alle Richtungen zur gleichen Zeit zu schauen

 

5.)    Im Kreis

Von Erholung und Verschleiß

 

Versucht manch einer allein

Der allzeit Allergrößte zu sein

 

6.)    Im Kreis

So weis

 

Versucht der Kontraste-Fan Schwarz zu erblicken

Allein: Es wird ihm nicht glücken

 

7.)    Im Kreis

Im ungeernteten Mais

 

Versuchen viele mühsam zu erkennen

Spuren von Ufo´s ferner Galaxien

 

8.)    Im Kreis

Ist ein Kreis

 

Ist noch ein Kreis

Und noch ein Kreis

 

 

9.)    Und noch ein Kreis

Und wer weiß

 

Wieviele Kreise es gibt?

(Uups hat jemand die fehlende 4.Zeile gesehen?-Anm. d. Autors)

 

    10.) Im Kreis

           Läuft heiß

 

            Wer versucht die Kreise zu zählen

            Er müßte die Unendlichkeit

            Beim Namen nennen!

                (Aha, da ist ja die 4.Zeile in die 5. gerutscht!-Anm. d. Autors)

 

©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)


In die Welt:                                                    

Mit der Mütze auf dem Kopf
Und dem Schild in der Hand
Und dem Rucksack auf dem Rücken
Steh ich am Straßenrand
Und halte meinen Daumen raus
 
Bin ich Arbeitslos na und?
Für trübsalblasen gibt es keinen Grund
Es gibt soviel zu entdecken
So viele schöne Ecken
Wenig Geld ist kein Hinderungsgrund
 
Habe ich Hunger ja dann:
Suche ich, etwas das ich essen kann
Oder singe schöne Lieder
Für ein Brot und ein Glas Flieder
Dann wartet mein Zelt vor der Stadt wieder
 
Jeden Tag eine and´re Stadt
Jedes Jahr ein and´res Land
Sehe freundliche Gesichter
Treffe Spieler, Träumer, Dichter
Die Freiheit macht sie groß
 
Mit der Mütze auf dem Kopf
Und dem Schild in der Hand
Und dem Rucksack auf dem Rücken
Steh ich am Straßenrand
Und halte meinen Daumen raus
 
Jeden Tag eine and´re Stadt
Jedes Jahr ein and´res Land
Sehe freundliche Gesichter
Treffe Spieler, Träumer, Dichter
Die Freiheit macht sie groß
 
Und wird es mir zuviel
Bleibe ich wo ich grade bin
Suche mir eine Arbeit
Eine Frau und ein Haus
Und irgendwann zieh ich wieder los
 
Mit der Mütze auf dem Kopf
Und dem Schild in der Hand
Und dem Rucksack auf dem Rücken
Steh ich am Straßenrand
Und halte meinen Daumen raus

©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)


  Interview mit einem Papier: in drei Blättern        

Zur Information: Der Fragesteller interviewt die berühmten Drillinge „Papier" nach ihrem Privatleben, ihrem Beruf und ihren Hobbies. Da alle das Gleiche machen, fragt er jeden der Drei etwas anderes!-das erspart Wiederholungen!)

Blatt1:

Guten Tag Herr Papier. Bis vor kurzem waren Sie ja noch ein eher unbeschriebenes Blatt in der hiesigen Kunstszene! Wie kommt es daß sich das geändert hat?

Nun ja, zunächst mal Grüße ich Sie auch recht herzlich!

Und nun zu Ihrer Frage: Bis vor drei Tagen war ich tatsächlich noch ein Blatt von vielen. Aber dann habe ich eine neue Bekannte kennengelernt, die Frau Feder.

Sie hat mir zu dem Ruhm verholfen!

Aber war da nicht noch jemand nötig?

Stimmt genau!

Mein Freund, der „Poeta", hat mir auch sehr geholfen, denn er hat mir die wichtigen

Bühnen hier gezeigt und mich dem Publikum vorgestellt! –ohne ihn und die Frau Feder wäre dieser Erfolg nicht möglich gewesen.

Nachdem wir das geklärt haben: Es gibt da ja dasd Gerücht, das viele Menschen Angst

vor Ihnen gehabt haben sollen!-wie gehen Sie damit um?

Ja, es ist wohl besser kein Blatt vor den Mund zu nehmen: Ich kann bestätigen, daß die

Menschen sich vor mir gefürchtet haben und Angst hatten, daß ich sie aussaugen und Ihre Geheimnisse, Schwarz auf Weiß, preisgeben könnte.

Alle Menschen bis auf Einer!-oder?

Auch das ist richtig: Mein Freund der „Poeta"! Aber auch er war zunächst im Gesicht so weiß wie ich! Sie hätten ihn sehen sollen! –Daß er sich dennoch getraut hat war echt überraschend: Ich bin immer noch ganz platt deswegen!

Kurze Pause, Umblättern, dann:

Blatt2:

Und:... haben Sie vor etwas Angst?

Natürlich!

Z.B. daß die Frau Feder mal etwas mit einem Anderen anfangen könnte, einem Kollegen von mir z.B., oder das jemand meinen Wert verkennen und mich als wertloses Feuerpapier mißbrauchen könnte!

...Zum Bleistift aber auch: Vor dem Altern!

Was meinen Sie damit?

Ich habe kürzlich von Kollegen gehört, die sich in sogenannten Büchern zusammengetan haben und dann nach und nach immer mehr vergilbten, bis sie so sehr an Alzheimer litten, daß sie niemandem mehr zur Information dienen konnten!...

...Viele wurden ja auch durch den Dreck gezogen, in der Luft zerissen, beschmutzt,

zerknüllt oder einfach vergessen nicht war?

Genau! Ich würde sagen das Angst unter diesen Umständen nur zu Papierlich ist!

Apropo: Sie haben gerade von einem Feuerpapier gesprochen, was Sie nie werden

wollten wenn ich sie richtig verstanden habe.

Wollten Sie denn schon immer in die Lyrische Ecke gehen?

Nein.

Kurz nachdem ich auf die Welt gekommen bin war es mein Traum in der Werbung tätig zu werden: All die bunten Farben und so!

Dann dachte ich, ich könnte den Menschen mitteilen was es Neues in der Welt gibt oder zumindestens das Wetter von Morgen.

-Nun bin ich aber überglücklich, daß soviele verschiedene Menschen von mir hören.

Kurze Pause, Umblättern, dann:

Blatt3:

Wie ist denn eigentlich das Verhältnis zu den anderen beiden Drillingen Herr Papier?

Nun ja, Wie Sie wissen, bin ich der jüngste von uns Drei´n. Demenentsprechend groß

waren auch meine Befürchtungen, man könnte mich von meinen Brüdern trennen!-was aber nicht geschehen ist! Wir hängen sehr aneinander und wurden von den gleichen Dingen des Lebens gezeichnet.

Wie weit reicht denn Ihre Verbundenheit?

Bei uns weiß jeder immer wo der Andere grad ist, was er gerade macht, wie es ihm

geht oder wie er aussieht!

Aha, Aussehenist ein gutes Stichwort: Wie sieht es denmit Ihren Hobbies aus?

Naja, am liebsten liege ich natürlich faul herum und mache nichts. Ansonsten bin ich

aber auch gern in Bar´s und Cafe´s und auf Bühnen oder freue mich auch immer sehr über die Treffen mit der Frau Feder.

Die Zeit ist gleich rum, kommenwir zur letzten Frage: Was erhoffen Sie sich für die

Zukunft?

Das sich das Blatt nicht zum Schlechten wenden möge und meine Freunde zu mir

stehen werden wenn einmal schlechte Zeiten kommen. Ein wenig pessimistisch muß man aber sein, bei der ganzen Konkurrenz die gerade im Bereich der Neuen Medien für Furore sorgt und uns zu verdrängen droht.

Ich danke Ihnen sehr herzlich für Ihre Bereitschaft zu diesem Interview! Wünsche

Ihnen viel Glück für die Zukunft! Auf Wiedersehen!

Gern geschehen! –Bis zum nächsten Mal!

Ende

©Copyright by Poetslam (Frederic Höring) 


Irish beersong:                             

 

A                               D        A

Oh i´m drinking my pint o´beer

                  D                D     A      A

That´s the reason why i am here

              D              D

And it´s cold and fresh

          E        E

And i pay it cash

             A                  D        A

So i´m drinking my pint o´beer

 

Oh i´m drinking another pint o´beer

Some day it could be away that´s my fear

And it´s fresh and well

And we all go to hell

So we´re drinking another beer

 

Oh i´m drinking next pint o´beer

And we´re singing bout the irish history

It was bloody hard

But now we start

To drink another beer

 

©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)


Irland – Ich denke an sie:                 

Sie saß an der Theke

Und trank Tee

Und sie schaute auf den Boden

Denn sie hatte fernweh

Und ich wußte nicht

Ob ich richtig seh

Diese schöne Frau

Dort trank Tee

Sie saß an der Theke

Und trank Tee

Irish Cream

Riecht so gut

Ich sah sie an der Theke

Mir war klar

Ich brauchte nur noch

Etwas Mut

Dann ging ich auf sie zu

Sagte Hallo,

Du siehst so traurig aus,

Geht es dir gut?

Sie saß an der Theke

Und trank Tee

Und sie schaute auf den Boden

Denn sie hatte fernweh

Ich legte meinen Arm

Um Sie

Und bestellte

Eine Tasse Tee

Tee

Mit einem Keks

Und mit Milch

So ist das stets

Und der Tee

Er dampfte vor sich hin

Und da kam

Ihr etwas in den Sinn

Sie saß an der Theke

Und trank Tee

Und sie schaute auf den Boden

Denn sie hatte fernweh

Weißt du woran ich denke

Fragte sie

Ich schaute sie fragend an

Und trank einen Schluck Tee

Immer wenn ich

Diesen Tee see

Denke ich an Irland

Sagte sie

Der Keks so fein

Ist Irland

Und der Tee

Der Ozean

Und der Keks ist so klein

Sagte sie

Und der Ozean

So groß wie nie

Sie saß an der Theke

Und trank Tee

Und dachte an Irland

So schön

Sie saß an der Theke

Und trank Tee

Und sie schaute mich an

Sie hatte fernweh

Ich trank an der Theke

Meinen Tee

Und ich schaute

Die ganze Zeit auf Sie

Wie sie erzählte

Mir schien

Irland vor Augen

Zu stehn

Sie saß an der Theke

Und trank Tee

Und doch war Irland

So fern für sie

Sie saß an der Theke

Und trank Tee

Mit Tränen in den Augen

Denn sie hatte fernweh

 

Irgendwann

Musste ich gehn

Und sie blieb alleine

Da stehn

Sie trank noch an der Theke

Manchen Tee

Und dachte an Irland

So schön

Ich aber

Ich musste gehn

Und dachte fortan

Immer nur an sie

©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)


It is love:                    

Baby i love you

Baby i can´t do...

...Anything without you.

Baby i love you

Baby you know it´s true

Baby don´t pass through...

...Please stay here with me.

Baby you love me

Baby that´s why we are free

Baby let me see...

...Your naked body in the sea.

Baby i don´t know

Baby why don´t you show

Baby your feelings for me...

...Those of love and sorrow.

Baby don´t use your head

Baby first the fools than the head instead

Baby your face is coloured red:

Please give me your heart

I´ve lost mine

And then let us start

A new live together

For today and forever

Love is so much better

Then to stay alone

No matter

©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)


Klarer Blick:                                                                

 

Durch´s Durchsichtige betrachtet

Scheint die Welt wunderbar

Schnee der in der Sonne glitzert

Und eine Gruppe die über den Schnee hinschlittert

 

Alles hinter durchsichtbarer Wand

- Rote Nasen, Schal´s und Mützen

Die Wintertiere und gefrorenen Pfützen -

Ist sie gegen Kälte doch ein Pfand

 

Klare Luft hinter blitzblankem Glas

Vögel sammeln sich um´s Vogelhaus

Diesseits Lebkuchen und geheizt

Draußen 4. Jahreszeit

 

Geöffnet kurz und dann geschlossen

Kommt kalter Schwall hindurchgeschossen

Es friert einen jeden der sterblich

Ist, Die Luft im Raum bessert sich

 

Dann wieder da die klare Grenze

Zwischen warmem Leben und frostiger Todeskälte

Zwischen wunderbarem Winter

Und Warten auf den Sommer

Copyright by Poetslam (Frederic Höring)


Kleiner Junger grosser Traum:             

Ein kleiner Junge

Joe genannt

Sitzt allein im Wüstensand

Mit einer Gitarre in der Hand

Singt und träumt vom fernen Land

Er will so gern ein Cowboy sein

Mit Pferd und Ruhm und Sheriffstern

Mit Colt und einer Westernbraut

Da wo er geht wird aufgeschaut

Ein kleiner Junge

Joe genannt

Sitzt allein im Wüstensand

Mit einer Gitarre in der Hand

Singt und träumt vom fernen Land

Im Traum kann er ein Ritter sein

Tapfer, stark, geadelt sein

Seinem Volke Gutes tun

Und sich erfreu´n am hohen Ruhm

Ein kleiner Junge

Joe genannt

Sitzt allein im Wüstensand

Mit einer Gitarre in der Hand

Singt und träumt vom fernen Land

Als Sportler darf er Siege feiern

In Athen, in Rom, in London

Er bricht Rekorde überwindet jede Hürde

Im Traum kann er ein Sportler sein

Ein kleiner Junge

Joe genannt

Sitzt allein im Wüstensand

Mit einer Gitarre in der Hand

Singt und träumt vom fernen Land

Er darf die Welt vom Bösen befrein

Der Held des Friedens auf Erden sein

Kann sein Glück mit andren teil´n

Und Symbol für eine Zukunft sein

Ein kleiner Junge

Joe genannt

Sitzt allein im Wüstensand

Mit einer Gitarre in der Hand

Singt und träumt vom fernen Land

Und während so der Junge träumt

Schlägt Well auf Welle an den Strand

Die Sonne geht unter in die Nacht

Dafür das Herz des Jungen lacht

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Kleines Segelboot:                                                                                                   

Es weht ein leichter Wind
Vom Land hinaus aufs Meer
Von fern eine Kinderstimme
Ein Stern spiegelt sich im Meer
 
Und ganz weit draußen
Das Auge sieht es kaum
Entfernt sich ein kleines Segelboot
Um in die weite Welt zu schaun
 
An Bord ist es ruhig
Kein Wort ist mehr zu hörn
Nur eine Kerze flackert
Im Wind
 
Das Ufer ist nicht mehr zu sehen
Eine Welle bricht am Bug
Die letzte Möwe fliegt zurück
an den Strand
 
Der Weg ist noch weit
Und das Ziel ist unbekannt
Der Wind treibt das Schiff
So ruhig er kann
 
Es weht ein leichter Wind
Vom Land hinaus aufs Meer
Von fern die Kinderstimme
Hört man hier nicht mehr
 
Und ganz weit draußen
Das Auge sieht es nicht
Entfernt sich ein kleines Segelboot
Und bricht die Gischt
 
Das Meer glitzert unter
Des Mondes schein
Verträumt und eingeschlafen
Scheint die Welt zu sein
 
Du schläfst in meinem Arm
Du träumst so schön
Bald wiegt das Lied vom Wind auch mich
In den Schlaf
 
So treiben wir dahin
Übers tiefe blaue Meer
Der Sonne und den Sternen
Den Delphinen hinterher
 
An Bord ist es ruhig
Kein Wort ist mehr zu hörn
Nur die kleine Kerze
Flackert im Wind

©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)


Komm wir gehen fort:               

Du siehst: ich liebe dich

Ich weiß: Du liebst auch mich

Komm jetzt wir gehen fort

An einen andren Ort:

Wo wir alleine sind

Wo unsre Träume sind

Dort wo uns niemand stört

Wo uns die Welt gehört

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Krieg:                                                                                

Krieg ist ein Zeichen
Von geistiger Schwäche
Und Überheblichkeit
Von endlosem Leid
Ob Milosevic oder Mao
Hitler oder Stalin
Ich oder Du
Nur der Schwache schlägt zu
Das Bewerten eines Menschen
Nach Herrkunft oder Aussehen
Zeugt vom Verleugnen der Geschichte
Und der Realität
Krieg ist ein Bote
Von Tod und Verderben
Von eisiger Kälte
Und blutiger Kämpfe
In einer Zukunft voller Kriege
Niederlagen und Siege
Steht am Ende der Verlust
Dieser einen Welt

©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)


Lächeln:                  

Ich habe ein Problem

Ich liebe alle Frauen

Die Lächeln

Ich habe ein Problem

Ich liebe alle Frauen

Die Lächeln

Ich muß ihnen in die Augen seh´n

Kann ihnen nicht mehr aus dem Wege geh´n

Ja:

Ich muß ihnen in die Augen seh´n

Kann ihnen nicht mehr aus dem Wege geh´n

So schön

und drum habe ich ein Problem

Denn ich liebe alle Frauen

Die lächeln

Ja ich habe ein Problem

Ich liebe alle Frauen

Die Lächeln

So schön

Kann mich nicht entscheiden mit welcher

Soll ich geh´n, mit welcher will ich geh´n

So schön

Und im Kopf beginnt sich alles zu dreh´n

Ich finde alle Frau´n die lächeln schön

So schön

Ich muß ihnen in die Augen seh´n

Kann ihnen nicht mehr aus dem Wege geh´n

So schön

Und drum habe ich das Problem

Frauenlächeln so schön

So- schön

©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)


Lagerfeuer der Hoffnung:                    

Es brennt ein Feuer

Inmitten der nacht

Irgendwo

Zwischen Wasser und Land

Jemand hat

Die Gitarre in der Hand

Singt sich und die Andern

Durch die Macht

Mit ruhiger Stimme

Das Feuer brennt

Irgendwo

Zwischen Tag und Nacht

Er singt und singt

Der Funken springt

Über auf die Andren

In der Nacht

Besingt die Welt

Das Feuer das brennt

Irgendwo

Zwischen Erde und Sternenzelt

Von Hoffnung und Liebe

Schmerz und Leid

Von sich und den Anderen

In der Nacht

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Leider:                                                                

Leider

Kann ich dir nicht sagen

Was ich dir wirklich sagen will

Denn

Du bleibst immer still

Und

Ich weiß nicht

Was das soll

 

Leider

Kann ich dich nicht umarmen

Obwohl du doch oft da bist

Denn du flüchtest dann

Und doch

Dein Körper und Du

Ihr seid wunderbar

 

Leider

Kann ich dich nicht gewinnen

Für ein Leben mit mir

Denn

Du wirst mir immer entrinnen

Und

Ich Dich

Niemals wiederfinden

©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)


Lili und Jacob (hommage an den Film Erbsen auf halb Sechs)                                    

Lili?

hörst du mich?

Lili?

ich brauche dich.

Du?

ich bin blind,

fühlst du mich?

Es regnet,

-auch auf dein Gesicht?

Ich konnte sehen,

du nie!

Ich mußte meine Welt verlassen,

dafür durfte ich dich treffen!

Erinnerst du dich?

...ich bin weggelaufen,

vor dir!

...Du hast mich verfolgt.

Spuren im Kornfeld...

war es so Gelb?

so wie die warmen Kieselsteine?

Unsere Spuren,

wir wissen wo sie sind.

Du bist mir gefolgt,

hast mich nicht aufgegeben,

hast mir deine Welt gezeigt.

Nun bin ich bereit,

in deine einzutauchen...

Lili?

bist du da?

Lili?

ich hab dich alleingelassen.

Nun stehe ich im Regen...

Lili?

ist das deine Hand?

Wollen wir gehen?

PS: Ich habe selten bei einem Film so geheult, unbedingt sehenswert, ich musste dieses Gedicht einfach loswerden. Gez. der Autor poetslam

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Mein Engel und Ich:                      

Ja, es war irgend so ein Montag in irgend so einer 21. Woche in irgend so einem Jahr 2004 gewesen. Da kam meine Freundin herein und sagte hey es ist schon Mai...Zeit zum Aufstehen. –Wie lange hatte ich geschlafen? Das halbe Jahr? In welchem Jahrtausend sind wir? fragte ich. Sie starrte mich an wie ein Pferd. Wir wollten doch weggehen!... Sach bloß!-wann denn?

Vor ner halben Stunde!...-Achso. Und wo sind wir hingegangen?

1 paar Punps drehten sich ruckartig um die viel zu hohen Hacken, Stoff wehte bemüht hinter zwei langen Beinen hinterher, noch gerade so durch die sich schließende Tür. Deren Knall beim Auftreffen auf den erschrockenen Rahmen, wurde auch nicht durch den Gegenwind gemindert, den die rauschenden Haare meiner Freundin bei ihrer Kehrtwende hinterließen; jedenfalls nicht in bedeutendem Maße.

Bedeutend war nur die Wolke die meine kochende Freundin hinterlassen hatte. Hätte sie noch gespuckt, hätte ich gedacht es regnet. –Aber dafür ist sie sich wohl zu fein.

Naja, nun war ich wach und bekam Hunger, doch zu meinem Entsetzen, hatte nur die Schlafzimmertür geknallt. Was war mit der Wohnungstür, hatte sie geklemmt? War sie geklaut worden? Oder saß der Grund meines Unwohlseins in der Küche?

Was nun, warten bis das Unwetter sich verziehen würde oder schnell durch das Tiefdruckgebiet laufen und mich verziehen oder mit der Regengöttin über Vergebung verhandeln. Warum musste sie auch immer weggehen wollen. Zuhause kann man viel besser schlafen als wenn man auf allen Hochzeiten tanzt. –Ach du scheiße Hochzeit. –Nein nicht meine eigene: Ich bin Atheist und hasse sowohl Kirchen als auch Verträge!- Aber ihre beste Freundin! Und wir waren als Helfer bei ihrer Feier vorgesehen.

Ich sprang aus dem Bett und legte mich gleich wieder hin. An die glatten Fliesen würde ich mich nochmal gewöhnen müssen. Erstmal Zähneputzen und die Gedanken sortieren.

Sortieren ist immer gut wenn unerwartetes passiert.

Ich musste an meine erste Freundin denken und daran als sie mich verlassen hatte:

Auch damals musste ich erstmal sortieren: Meine Gedanken, meine Socken, meine Freunde und natürlich die Photos. Bis ich mein Leben sortiert hatte, dauerte es damals eine ganze Weile, was sogar dazu führte, das ich meinen Job beim BRK schmiss und anfing, neben meinem Studium bei Lego am Fliessband bunte Steinchen in präparierte Kästchen zu sortieren: immer 3 Grüne, 2 Gelbe und 1 Rotes Steinchen pro Karton...und eine Anleitung.

Die hatte mir eigentlich gefehlt...Wie funktionierte das Leben als Single doch gleich?

Mit der Zeit begann ich mich zu erinnern und alles klappte wieder wie früher.

Bis dieser Engel in mein Leben geschneit war. Dann kehrte sich das Problem um:

Ich konnte nicht mehr heimkommen wann oder wenn ich wollte, musste meine Freunde die einen Irokesen oder eine derartige Gesinnung trugen aussortieren und mich mit den Regeln der Zivilisation begnügen. Aber ihr Körper der war schon Sahne und das war wohl auch der Grund unseres Zusammenseins: das wir einander so ähnlich waren!!!

Ok, ich mag Punk und sie Pop oder Klassik, ich mag verruchte Kneipen und eine chaotische Wohnung, sie das P1 und Meißner Porzellan, ich ihren Körper und sie meinen Charakter (oder doch mehr mein Fingerspiel?). Aber das entscheidende war wohl, das wir beide Sahne waren: ihr Körper war so feincremig und süß wie Sahne, während ich bei ihrem Anblick dahinschmolz wie Sahne auf heißem Apfelstrudel.

O Gott, wo war ich stehengeblieben? Achja, im Bad beim Zähneputzen! und wieso nochmal? Wegen der Sahne jetzt fällts mir wieder ein! So ganz sortiert war ich noch nicht, also erstmal anziehen: wenn ich meiner Freundin nackt gegenübertrete nimmt sie mich ja doch nicht ernst

(so könnte auch der Glückliche von Ina, der Freundin meiner Freundin heißen, da er Psychologie studiert und immer alles so ernst nimmt)... schon wieder schweifte ich ab und mir fielen einige Witze ein, die alle von diesem Thema handeln und in etwa so flach sind wie der nun folgende exemplarisch ausgewählte:

Ein Pärchen ist beim Vorspiel und die Frau ist sehr erregt, in ihrer Extase sagt sie zu ihrem Partner:“Nimm mich Ernst“, darauf er: „Ich nehme dich doch ernst“.

Selten so gelacht... (da kommen Erinnerungen an die Flachwitzrunden auf, die in der 12. Klasse immer Donnerstags in der Freistunde stattfanden). 

Nun noch Gel in die Haare und ein Lächeln ins Gesicht und so warf ich mich in die tobende See.

Doch, als ich durch den Flur in die Küche schlich und mich vorsichtshalber beim Öffnen der Tür an der Klinke festklammerte, hörte ich nur noch eins: „Wow, so hab ich dich ja noch nie gesehen!-komm mit!“ ,und schon lag ich wieder im Bett und wusste nicht wie mir geschah.

Als wir dann mit 2 Stunden Verspätung aufbrachen, sahen wir beide etwas ungebügelt aus und das Gel hatte mir eine Frisur gefestigt, die meine Freundin meinen Freunden verboten hätte. Aber ändern ließ sie es mich nicht mehr: „Wir müssen los!“.

Auf dem Weg sagte sie dann noch: „Morgen musst du rechtzeitiger aufstehen, damit wir endlich mal pünktlich kommen – sonst schütte ich dir einen Eimer Wasser über den Kopf!“.

Was?? Morgen schon wieder irgendwohin?!? Wenn ich leicht in Ohnmacht fallen würde, wäre ich gefallen, aber dafür bin ich nicht stark genug – und: der Hunger war stärker.

 

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 Mein Haus und das Ding am Himmel:                            

Letztens erst wieder:

Ich sitze am PC und hol mir Einen runter: Einen von den Songs die total geil sind; Und von denen ich finde, daß man sie einfach besitzen muß – da beginnt das Röhren.

...Ein mir wohlbekanntes Geräusch! Es kommt von 4 Blättern, die sich mit ungeheurer Geschwindigkeit und Wucht durch die Luft schneiden.

Zu wissen was jetzt wieder auf mich zukommt reicht um mich wieder zu reizen:

Kommt dieses Ding eigentlich immer nur zu mir?

Und gibt es nicht auch andere und anderswo böse Menschen?

Oder wird immer nur meine Sparkasse überfallen?

-Ich hole schon mal mein Handy und die dazugehörige Mini-Kamera.

Schließlich ist es eines meiner Hobbies meine Freunde zu Photographieren und ganz besonders gern diejenigen in Grün, die über meinem Dach etwas suchen, das sie bei mir nicht finden können.

Zumindest habe ich niemanden weglaufen sehen und diesem Niemand dann auch meine Tür nicht geöffnet...

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Mein Kopf: (oder Scheißtag, Teil2)           

Sie sind nicht die Erste

die sagt,

daß ich nochmal meinen Kopf vergesse.

Und manchmal denke ich

Es wäre wohl besser wenn er jetzt zu Hause läge

auf dem Kopfkissen und schliefe.

Dann bräuchte er nicht mitanzusehen

wie ich mich durch den Pechtag quäle

Er läge dann bei meinen Hausaufgaben,

die ich ausnahmsweise mal gemacht

aber gewohnheitsmäßig nicht mitgenommen habe.

Und mein Brot?

Schitt, nicht dran gedacht!-und ein Kommilitone fragt:

hast du meine Cd mitgebracht?

Oh Gott, die Sonne scheint doch in meinem Kopf ist es Nacht!

Vielleicht hab ich auch gar keinen Kopf

habe ihn abgehackt,

in ein Paket verpackt,

dieses zugeschnürt,

an mich selbst adressiert und

wohin geschickt?

Wohin weiß nur mein Kopf!

Tja, wenn ich ihn zufällig wiederfinde

pack ich die Gelegenheit auf jeden Fall beim Schopf,

setze die Zentrale wieder auf meine Hals und hoff,

das er sich besser erinnern möge:

Auch an Dinge die zwar öde

oder Schade doch wichtig sind!

Ohne mich kann er nicht Leben

Ohne ihn bin ich blind, und

ohne Erinnerung

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Meine Traumfrau:                  

Sie hat lange schöne Beine

Und glänzende, weiche Haare

Sie hat dunkle Augenfarbe

Und ne kleine, gerade Nase

Meine Traumfrau

SIe hat wunderschöne, weiße Zähne

Brauch kein Make Up und keine Creme

Sie ist locker und hat Humor

Raucht nicht und ihr Verstand ist klar

Meine Traumfrau

Sie ist nicht zu dick, hat festen Busen

Rote Zungen und Lippen zum Liebkosen

Ihr Wille ist stark

Und: Sie mag Nacht und Tag

Meine Traumfrau

©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)


Morgen:                                        

 

sieh den Untergang

rot umgreift die Welt

das runde Etwas

 

das Runde verschwindet langsam

rot wird zu Pink

es bleibt noch etwas

 

es breitet sich sogar noch aus

erreicht seinen Höhepunkt

und löst sich dann auf

 

in dem dunklen Blau

das die ruhige Zeit begleitet

verbrauchte Kräfte wieder auffrischt

 

und die Karten für Morgen neu mischt

 

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Mülllied":               

Schmeiß den Müll aus dem Fenster in den Hof

Wer Müll sortiert ist selber schuld

Wer unter deinem Fenster steht ist (selber) doof

Schmeiß den Müll durch die Tür in den Hausflur

Wer oben wohnt ist selber schuld

Wer Müll nicht mag ist (selber) doof

Schmeiß den Müll von der Brücke in den Fluß

Wer drin schwimmt ist selber schuld

Wer verseuchte Fische ißt ist (selber) doof

Schmeiß den Müll aus dem Auto in den Park

Wer drüber stolpert ist selber schuld

Wer Pärke schützt ist (selber) doof

Schieß den Atommüll von der Erde auf den Mars

Wer glaubt das Ende naht ist selber schuld

Verbrauchte Energie kommt sofort zurück:

Das war´s

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Mütze:                

Mein Spitzname ist Mütze!

Und im Sommer schwitze-

n Die Leute sehr

Sehn sie mich mit Mütze

Am Meer

Ob ich selbst schwitze?

Ich glaube es fast nicht,

Schließlich läuft mir die Soße

Ja nicht übers Gesicht!

Und niemand darf Mütze anfassen

Dafür würd ich ihn ewig hassen!

-Lieber nehm ich Pillen gegen Haarwuchs

Als daß ein Coiffeur flugs

Mir Mütze wegnähme

Und die Sonne auf meinen Schädel schiene!

Wisst ihr wie gefährlich das ist,

Wenn der Wind den Schädel streift

Oder Petrus von oben runterpißt?

Mütze ist rot

Und beschützt mich!

Ja, denn er leuchtet wie ein Rücklicht.

Wird er angestrahlt

Nimmt jeder Fahrer Rücksicht.

Und werde ich mal rot

Vor Scham oder Wut

Passe ich noch besser zu Mütze

Is ja och janz jut.

Und treff ich mich mit Freunden,

Und keiner weiß nen Treffpunkt,

Treffen wir uns bei Mütze

Oder wenn du mich suchst frag die Leute:

Haben Sie Mütze gesehen?

Nur aufs Land würd ich mich nicht wagen,

Schließlich könnt der Bulle Angst vor mir haben

Und ich will ihn ja nicht verjagen.

Mütze verdeckt auch meine Ohren,

Weswegen manche glauben,

Ich sei ohne geboren.

Ok, in Mützes Begleitung hör ich manchmal schlecht,

Vor allem Kritik fängt Mütze locker weg.

Auch etwas anderes ist so nie ein Problem:

Dadurch daß nichts zum einen Ohr reinkommt,

Kann auch nichts zum Anderen wieder hinausgehn!

Mittelohrentzündung kann mir auch nicht passieren,

Schließlich verhindert Mütze

Daß meine Ohren im Winde frieren.

Und nen Ohrring brauch ich nicht

Kann ich mir sparen –is zwar schick,

Doch bekäme ihn ohnehin niemand zu Gesicht!

Und dank Mütze kann ich vermeiden,

Das gute Gedanken meinem Kopf entweichen.

Mütze ist wirklich mein bester Freund

Wir bleiben für immer vereint.

Und Mütze ist stark

-Ich hab noch nie gesehn daß er weint!

Und ist er obenauf

Bin ich auch gut gelaunt!

Die meißten Frauen stehen auf Mütze, echt cool!

Doch beim Sex sind die weniger erbaut,

Aber Mütze is halt überall dabei!

Wir sind ein Herz und eine Seele:

Wir zwei!

©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)


Music is a thing                             

A

Hey Hey

D

Alles Klar

E

Hat lang gedauert

A

Doch nun sind wir da

Wir rappen die Welt

Den Eiffelturm das kleinste Zelt

Für alle da draußen

Haben wir´n Tipp:

Hier gehts voll ab

Denn wir sind echt hipp

Und ihr hier drin´

Ihr wisst es

Also macht mal hophop

Wir machen die Styles dazu

That´s our job

It´s a mix of Dancehall and Pop...

Reggae, Hiphop and Rock

Die Uhr macht Ticktock

Und noch ehe sie 2x geschlagen

Haben wir die Welt gerockt

Und sämtliche Charts getoppt

Music is a thing

Of participation

A thing that rocks

Does´nt carry about a nation

You will see

The relation

Between love

And our vibrations

Wir geben euch alles

Was wir haben

Wir werden euren Puls

In die Höhe jagen

Nur ein Herz das schlägt

Im Takt mit dem Beat

Ist eines das liebt

Und sich freut das es lebt

Reggae is

Our soul

Hiphop will make us

Seem to be cool

Rock will make

Our messages true

And Dancehall is our

Presant for you

Zum Reggae hebt den Fuß

Zum Hiphop die Hand in die Luft

Zum Rock geht ab

Und zum Dancehall singt das es grooved

Alles Klar?

Music is a thing...

Zum Reggae...

We make party tonight

Being together to fight

All the bad things alright

Out of reach but not out of sight

Music is a thing...

©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)

every chord two times the following tabs

e|xxxxxxxxxxxx|

a|xxxxxxxxxxxx|

d|----/-/-----------|

g|----------|--|----|

h|----------|--|----|

E|----------|--|----|

two times staccato the d-side then beating the sides ghE fast down and up

©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)


Nichts Neues im Westen:             

Im Westen nichts Neues

Kaum sag ich´s, bereu ich´s

Was Neues gibt´s schon:

Ein Loch im Haushalt und eins im Ozon

Wir die wir Rechte vertreten

Wir die wir alles zerreden

Wir die wir nichts mehr bereuen

Wir die wir Gerüchte verstreuen

Ich hör nur: Aufrüsten

Wir müssen mithalten

Dürfen nicht nachlassen

Uns´rem Volk helfen

Der Gegner ist stärker

Seine Waffen sind moderner

Wir brauchen auch C-Waffen

Wie wäre es sonnst zu schaffen

Selbstschutz ist Pflicht

Nur Krieg der zur Sicherheit verhilft

Ist ja auch Heilig

Also nicht Grundlos

Das ist nichts Neues

Kaum sag ich´s, bereu ich´s

Was Neues gibt´s schon:

Ein Loch im Kopf ein´s im Ozon

©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)


Ohne Worte                                                                 

150.000*

Keine Zahl

Ein Grauen

 

Ein Jahr geht zuende

Es läßt

Erschauern

 

Eine Welle

Spült es hinfort

Dann noch eine...

 

Überrollt den Strand

Zurück fließt

Eine Träne

Über den Sand

 

Eine Träne

Für unglaublichen

Verlust

 

Eine Träne

Für Hoffnung

Auf 2005

*(Geschrieben in Erinnerung an die vielen Toten der Tsunami-Katastrophe im indischen Ozean und um die schrecklichen Bilder aus dem Fernseher zu verarbeiten, die mich zum Weinen gebracht haben. Beim Schreiben des poems wurde die Zahl der Toten noch mit etwa 80.000 angegeben –schlimm genug. Nun wurde die Zahl nach oben korrigiert auf 150.000)

©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)


Ose an die Steckdose:                                                               

 

Steckdose

Du bist so klein

Du passt in meine Hose

Meine kleine Steckdose

 

Du stehst ständig

Unter Strom

Das schadet nie

Auf langer Reise

 

Gib meiner Taschenlampe Licht

Und Sound meinem Radio

Meinem Laptop Saft

Ich mag dich so

 

Steckdose

In der Wand

Ich bekomm dich nicht lose

Bist mit dem Kabel im Bund

 

Du bist nie dort

Wo man dich braucht

Und haust die Sicherung oft raus

Wenn dich was schlaucht

 

Gibst mir den Rest

Wenn ich dir zu nahe komm

Und will ich etwas in dich stecken

Ist es rund und du hast Ecken

 

©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)


Paerchen von Beruf:  (Warum ich mit meiner besten Freundin zusammen bin)                                      

 

Jeder kennt das.

Wenn zwei berühmte Menschen behaupten, sie seien ein Pärchen.

Und sich auch so verhalten.

Also Händchen haltend. Ab und zu rumknutschen. Verträge abschließen.

Aber eigentlich glaubt man, daß sie doch kein Pärchen sind.

Daß sie nur so tun als ob.

Daß sie ihre Filme oder Musik vermarkten wollen, oder so.

Werbegag und so.

Auch genannt, das sogenannte „Wir heiraten, alle schauen auf uns, wir bleiben länger zusammen als die Leute vermuten, sie schauen weiter auf uns, wir scheiden uns doch, alle schauen noch mehr auf uns“-Syndrom.

Ein Berufspärchen zeichnet sich dadurch aus, daß es in der öffentlichen Diskussion steht.

 

Zugegeben, wahrscheinlich sind diese Vermutungen von Bildlesern und Boulevardmedien meißtens in Anflügen von Verfolgungswahn aufgestellt und unhaltbar.

Doch existieren diese Vermutungen, wie das Beispiel des Scientisten, pardon Scientologymembers Tom Cruise und seiner britischen Flamme zeigt.

 

Ich bin nicht berühmt!

Ich habe keinen Film gedreht! Außer den paar kurzen Handysequenzen.

Auch habe ich keine CD veröffentlicht, wenngleich ich schon manchmal mein Gitarren- gezupfe für die Ewigkeit auf Rohlinge banne.

Ich arbeite in der Betreuung von alten Menschen und mir macht das auch Spaß.

Und schließlich bin ich auch weder besonders schön noch reich.

Für meine beste Freundin gilt das Gleiche, nur daß sie mit jemandem zusammen ist, den ich nicht kenne. Und, entschuldigung, daß sie vielleicht etwas schöner ist...

 

Dennoch sind wir sowas wie ein Berufspärchen.

Klingt komisch, ist es auch.

 

Tja, wenn man mit den älteren Damen der Gesellschaft sich öfters unterhält, so wie es mein Job ist, bleibt man immer über die aktuellen Beziehungsprobleme der Reichen und Schönen auf dem Laufenden.

Der Fehler ist dann, Menschen die es gewohnt sind, die Beziehungen anderer, anhand von den geringsten Informationen, die sich hinter riesigen bunten angeblichen Beweisfotos verstecken, und sich in den hunderten von Illustrierten tummeln, zu analysieren, von Frauen zu erzählen.

Da läuten 1000de von Alarmglocken. Bilder schwirren in Köpfen herum. Und Fragen werden gestellt.

Ist sie schön? Woher kennen Sie sie? Was macht sie so? Möchten Sie Kinder mit ihr haben?

Oha, warum hat man das nur erzählt? Warum hat man seinen Freundeskreis nicht auf männliche Personen reduziert und lediglich erwähnt, daß man vor etwa einem Jahr mit einer ziemlich süßen Frau zusammen war, die aber leider bei einem Autounfall umgekommen ist; nur um auch auszuschließen, man sei schwul und auszuschließen, das daraus vielleicht doch noch ne Versöhnungsstory werden könnte.

 

Ich habe ehrlich gesagt ab und zu von meiner besten Freundin erzählt.

Ist sie schön?

Ja.

Woher kennen Sie sie?

Uni und Job.

Was macht sie so?

Uni und Job.

Wollen Sie heiraten?

Nein.

Warum?

1. Ich glaube nicht an ewige Versprechen und

2. Sie ist mit einem zusammen den ich nicht kenne und

3. Wir sind weder verliebt noch haben wir eine Beziehung.

Aber sie machen doch soviel zusammen?

Ja.

Sehen Sie!

Was sehe ich?

Ja, sie hängt offenbar an Ihnen!

Achja?

Das wird schon!

Ich gebe auf.

 

Also antworte ich auf die Frage, wie geht es Ihrer Freundin, womit nicht die beste Freundin gemeint ist, wohl aber die gleiche Person, die auch meine beste Freundin zu sein scheint, mit dem Gesundheitszustand meiner besten Freundin, als wäre sie meine Freundin.

Ihr wiederum richte ich dann die Grüße der alten Damen aus. Und halte meine beste Freundin auf dem Laufenden, ob wir gerüchtemäßig noch zusammen sind.

Die Lösung wäre wahrscheinlich, eine neue Freundin zu suchen, sie den alten Leuten vorzustellen und zu sagen, daß man die Alterspyramide in  Deutschland wieder umkehren möchte.

Für einen schüchternen Menschen wie mich aber keine einfache Sache.

 

Wir werden erstmal in der Diskussion bleiben, von Menschen, mit denen wir nur beruflich zu tun haben und ein Berufspärchen bleiben.

Offiziell zusammen, inoffiziell befreundet; und wir werden neben den Nachteilen der schwierigen Trennung von Privatfreundschaft und Berufsbeziehung, die Vorteile der gestiegenen Trinkgelder und Achtung der Rentnerinnen genießen.

 

©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)


Pechsträhnentag:                    

Ein Tag wie gestern und morgen

Ein Tag voller Kummer und Sorgen

Mit dem linken Bein aus dem Bett

Mit dem Rechten gegen ein Brett

Die linke Hand trifft neben dem Bett die Vase

Die Rechte trifft die eigene Nase

Ein Tag wie gestern und morgen

Ein Tag voller Kummer und Sorgen

An der Haustür quetsche ich mir einen Finger

Die Müdigkeit macht alles noch schlimmer

Für den Kaffee habe ich keinen Filter

Und das Auto wird auch nicht jünger

Bei der Arbeit dann die Krönung

Erst zu spät und Stress und Pech und

Dann der Feierabend, doch statt Ruhe und Erholung

Steh ich zunächst im Stau und bekomm nur noch Reihe 1 im Kino

Ein Tag wie gestern und morgen

Ein Tag voller Kummer und Sorgen

 ©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)


Poeten:                    

Ich bin ein Stummfisch

auch ein Redner

Bin dein Freund

und mal:

dein Gegner

Meißt bin ich ehrlich

Von Zeit zu Zeit:

ein Lügner

Immer im Dienste

Ihrer Majestät:

dem Zuhörer

Wie jeder der dichtet

bin ich dem verpflichtet

an den sich mein Gedicht richtet

Ich schreibe über Kunst

Und über Liebe

Über Gefühle

Kritisiere

mal Subjektiv, mal rational

was mir nicht gefällt

Du, Ich, Scheinmoral?

Ich werfe vor:

Den Kritikern meine Gedanken

Sie zu bewerten und mir zu verraten

wo sind meine Probleme, wo sind meine Schranken

Dir mein Gedicht

Es zu lesen, zu reflektieren

Was gefällt dir, was sei zu korrigieren

Den Kollegen meine Arbeit

Sie zu verarbeiten und fortzuentwickeln

den kritischen Dialog, zu pflegen

Denen die mich nicht mögen

Das sie mich nicht verstehen, aber:

Geschmäcker sind eben verschieden

Mir selbst meine Imkompetenz

in vielen Fragen und den Drang

trotzdem etwas dazu zu sagen

Ich beherrsche die Kunst

Wörter zu Sätzen und diese zu Versen zu fügen

Und versuche dabei

dem Anspruch des Lesers zu genügen

Ihm in meinen Reimen

Einen Teil seiner Welt zu zeigen

dir Hoffnung zu machen

Die Feder schreibt:

meine Gedanken zu Papier

in Reimform, als Lied oder Gedicht

Ich bin Poet, deswegen bin ich hier

©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)


Politiker:                     

Traue einem Politiker

Nicht über den Weg

Denn sonst legt er dich rein

Mit dem was er erzählt

Traue einem Politiker

Nicht über den Weg

Denn sonst fällst du herein

Auf das was er Erzählt

Ein Politiker

Kennt sein Wahlprogramm

Maximal

4 Monate lang

Dann ist es im egal

Die Wahl ist vorbei

Er ist gewählt

Und das wie ist einerlei

Ein Politiker

Kennt sein Wahlprogramm

Nur so lang

Wie es ihm dienen kann

Dann ist es ihm egal

Politik wird real

Der Wähler ist entsetzt

Er wurde wieder mal versetzt

Traue einem Politiker

Nicht über den Weg

Denn sonst legt er dich rein

Mit dem was er erzählt

Traue einem Politiker

Nicht über den Weg

Denn sonst fällst du herein

Auf das was er Erzählt

Ein Politiker

Kennt seine Wähler nur

Während der wichtigen

Kanzlerkandidatur

Dann sind sie ihm egal

Ihre Meinung ist banal

So leicht zu verarschen

Bei der nächsten Wahl

Ein Politiker

Mag die Wähler nur

Die nicht nachdenken

Über das was sie tun

Drum sind sie ihm egal

Ihre Meinungen banal

So leicht zu verarschen

Bei jeder Wahl

Und doch ist es ne Kunst

Der Glücklichste zu sein

Unter allen Dummen

Im staatlichen Verein

©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)


Princess of Munig City:                         

Ref.:She´s princess of munig city

No other girl is so pretty

She plays with boys

Like with sextoys

She´s princess of munig city

No other girl is so pretty

She plays with boys

If she

looks in someones eyes

He get´s paralysed

If she has sex with him

He feels like in a dream

But when she says it was nice – goodbye

He wants to die, he wants to die

Ref.:She´s Queen of munig city

No other woman is so pretty

She´s enjoying her life

She´s nobodys wife

She´s Queen of munig city

No other woman is so pretty

She´s enjoying her life

She causes

troubles all around

And don´t cares about

She get´s what she want

Everyone is forgetting his doubts

But when she says was nice to meet you all – goodbye

All men want to die, all men want to die

Ref.:She´s dictator of munig city

No other lady is so pretty

She has power over all men

But one isn´t enough she wants them all

She´s dictator of munig city

No other lady is so pretty

She has power over all men

But one isn´t enough she wants them all

She causes

troubles all around

And don´t cares about

She get´s what she want

Everyone is forgetting his doubts

But when she says was nice to meet you all – goodbye

All men want to die, all men want to die

Repeat all refrains and then Strophe 1

©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)


Quoten – Idioten?:                                   

Hey,

Ihr redet dauernd nur von Quoten.

Quoten hier, Erfolg da.

Wie hoch ist eigentlich,

Der Quotient der Idioten,

Hier im Staat?

Quoten für die Im mi gra tion

Kann ein Wort:

„Ausländer",

Nicht mehr hör´n,

Und sowieso,

Den Sinn nicht versteh´n.

Als würd die Welt nicht

gleichermaßen allen,

Sondern ein Bereich den Deutschen,

Ein anderer,

Den Namibiern gehörn.

Stellt sich die Frage:

Nach Kriterium:

Gibt es außer Bürokratischem,

Auch ein natürlich, logische

Erklärung?

-Warum man ein Europäer ist,

Anstatt ein freier Weltbürger,

Schlicht?

Versteh nicht,

Warum,

Man Angst vo andren Menschen hat,

Aus jedem,

Den man nicht kennt,

Extremisten macht.

Wind macht auch nicht

An des Menschen Grenzen halt,

Nur,

Weil ihm ein Ausweis fehlt!

Und Quoten z.B. für Taifune?

-Nur weil bei Winden

Unterrepräsentiert?

Sorry,

Aber für den,

Der´s nie kapiert!

Tja liebe Götter,

Sollte es euch doch geben,

Schickt,

Please, please,

Keinen Propheten!

Schickt Hermes

Als Boten,

Und Überbringer:

Der Einsicht,

Zu den Quoten-Idioten:

Die Briefmarke,

Bezahl ich euch.

Nun wieder zu euch,

Und euren Quoten,

Quoten hoch oder Quoten tief,

Wie hoch ist eigentlich

Der Quotient der Idioten,

Im TiVi?

Quoten für die Fernsehstation,

Gottschalk, Big Brother

Für die Nation.

Wenn Quoten

Dann für Information

Aber:

Auch das hatten wir schon.

So bleiben Quoten

Über dem Anspruch,

Werbung und Show,

Als komerzieller Fluch.

Es findet wer sucht:

Ein paar Sendeplätze

Sind nämlich doch

Für Bildung gebucht.

Der Zuschauer,

Freiwilliges Quotenschwein?

Die Sender und Zeitungen,

Als gezwungener Zuchtverein?

Weiß nicht was ich wählen soll?

Aber finde Teletubbies cool?

Und weiß nicht,

Was ich davon halten soll:

3, 2, 1, meins!

Toll!

Wie läufts

Mit euren Quoten?

Quoten gut?

Oder sind sie schlecht?

Wie hoch ist eigentlich,

Der Quotient der Idioten?

..Psst sag´s lieber nicht!

Quoten für deutsche Hits,

Denn:

Im Radio wird nichts

„Deutsches" mehr gespielt.

Ein schlechter Witz:

In den Charts

Nichts Anderes,

Als deutsche Beats

Und deutscher Gesang.

Ein dummer Radiosender der spielt,

Was keiner hören will,

Außer dem Künstler,

Und dessen Plattenfirma –ill!

40% für Newcomergroups,

Als Forderung der Millionär-Troups.

Lindenberg,

Spar dir den Schmuh.

Pfeif deine Deppen zusammen,

Und gib endlich ruh.

Trinkt weniger

Hochprozentiges,

Und die Prozente die ihr spart,

Gebt meinetwegen aus,

Für deutsche Gruppen,

Und deren Start.

Was sollen all die Quoten?

Quoten hier,

Und Quoten da:

Wie hoch ist der Quotient,

Der Quoten,

In jedem

Satz,

Den ihr sagt?

Einen Vorschlag,

Hab ich noch für euch:

Ne Quote für Quoten!

Und eine für Idioten!

Und eine für deutsche Maler,

In der Pinakothek der Moderne!

Und eine für Ausländer,

Im Bundestag der Zeit der Ferne!

Und eine für deutsche Lebensmittel,

Denn,

Deutsche Lebensmittel eß ich so gerne!

Und eine für deutsche Sportler,

Weil´s so wenige davon gibt!

Und eine für deutsche Auto´s,

Die sind doch so beliebt!

Und eine für deutsche Autoren,

Wird Zeit,

Das die mal wieder jemand liest!

Und eine für die Frauen,

Sind die nicht so untauglich,

Das die eine brauchen?

Hey,

Ich freu mich bereits:

Auf die Zeit,

Ohne Quoten,

Ohne Geiz.

Die einzigen Quoten,

Sollten jene sein,

Die besagen,

Das 0% an Vorschriften,

Aber 100 Prozent an Freiheit,

Existiert,

Für alle Bürger,

Und die Künstler,

Die die Kunst,

Interessiert.

Denn ich will,

Hören was ich will.

Ich will,

Lesen was spannend ist.

Ich will sehen,

Was es zu sehen gibt!

Ich will Multikulturell,

Wo es meiner Unterhaltung dient!

Aber auch dort,

Wo sich mein Leben abspielt!

Ich bin auch für

Meinungsfreiheit:

Also redet ruhig weiter,

Doch wird die Zeit,

Euch überholen.

Oder ihr sorgt dafür,

Das sie euch recht gibt,

Dann bleibe sie mir gestohlen:

Denn für den Dieb,

Der mir meine Vielfalt vermiest,

Fehlt mir einfach:

Jede Sympathie.

Notfalls such ich

In der ganzen Welt,

Den Platz,

Wo Alles und Jeder,

Sein darf wie´s ihm,

Oder ihr gefällt.

Schließlich leben

Wir alle

Unter´m gleichen

Sternenzelt,

Trinken das gleiche Wasser,

Sehen die gleiche Welt,

Sind alle Lebewesen,

Unnötig,

Das sich eines für das „Bessere" hält.

Also „rest in peace",

Lebt in Frieden,

Und vergesst eure

Blöden Reden,

Über Quoten und Idioten,

Habt Respekt vor allen

Und genießt die Freiheit,

Zu hören,

Was immer gut ist,

Und nun tu ich euch den gefallen

Und höre auch auf hier rumzulallen.

©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)


Raus!:                                

Geh raus,
Verschwinde
Aus meinem Haus.
 
Ich will dich nicht mehr seh´n,
Kannst mir bitte aus dem Wege geh´n?
Anstatt im selbigen mir zu stehn?
 
Es ist vorbei,
Wenn du Weg bist
So bin ich frei
 
Dann kommt meine Zeit
Dann bin ich
Für den Neuanfang bereit
 
Bist du immer noch hier?
Das Feuer ist aus!
Ich sag´s nicht zweimal:
Raus!
 
Es gibt nichts mehr zu bereden
2 derartig fremde Seelen
Die sich besser nicht mehr sehen
 
Wenn du nicht abziehst,
Nerven weiter strapazierst,
Und weiterhin mein Glück zerstörst,
 
Erfährst du wo du hingehörst
-Weißt du wo der Pfeffer wächst?
Oder soll ich noch´n Taxi rufen,
Das dich in der Wüste absetzt?
 
Endlich,
Du bist weg
Und ich bin glücklich
 
Ohne die Zwangsjacke,
Kann tun was immer ich will
Frei wie ein Falke
Ohne Pflichten ohne Drill

©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)


Romantik:                                    

Komm auf meine Bank
Schau in den Sonnenuntergang
 
Komm in meinen Arm
Wird dir warm?
 
Sei ganz ruhig
Hör mir zu
 
I wanna sing this song for you
Bis Morgen dann der Sonnenaufgang kommt
Möchte ich das du mit mir träumst
 
Ich liebe dich bitte sag jetzt nichts
Sitz nur mit mir im Abendlicht
 
Um uns die Schatten die die Bäume werfen
Im leisen Wind Fledermäuse fliegen
 
Wie der Atem den wir bewegen
Wenn der Mond scheint
 
Hat das Warten ein Ende
Ruhig halten sich unsre Hände
 
Schließlich kommt der Traum von hinten
Läßt uns Arm in Arm
In ferne Weite sinken

©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)


Rot steht dir gut:                   

Du bist so schön
Und dein Kleid ist so rot
Und du weißt
Rot steht dir gut
und: hey,hey,hey,he—y
hey, hey, hey
 
Deine Haare so blond
Deine Augen so blau
Dein Mund ist so rot
Und rot steht dir gut
und: hey,hey,hey,he—y
hey, hey, hey
 
Deine Haut ist so schön
Deine Finger sind so zart
Deine Nägel lackierst du rot
Und rot steht dir gut
und: hey,hey,hey,he—y
hey, hey, hey
 
Deine Beine so lang
Deine Stimme so klar
Deine Schuhe so rot
Und rot steht dir gut
und: hey,hey,hey,he—y
hey, hey, hey
 
Ich liebe dich
Und das sage ich dir
Und schnell wirst du rot
Aber rot steht dir gut
und: hey,hey,hey,he—y
hey, hey, hey

©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)


Ruhig                                      

 
Flammen knistern
zum Rauschen am Fluß
 
Stimmen flüstern
Sand knirscht unterm Fuß
 
Genieße das leiese Geräusch der Gitarre
Nimm es auf und sing mit
 
Laß die Stimmung knistern
zum Rauschen am Fluß
 
Dann kuschel dich an mich
und schlaf ruhig ein
 
Stimmen flüstern
Sand knirscht unterm Fuß

©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)


Saufen:                                                                           

Anfangs bin ich depressiv
Nach kurzer Zeit dann agressiv
Doch dann trink ich noch mehr
Und zwar exzessiv
 
Alk
Ich trink so gerne Alkohol
Danach fühl ich mich so wohl
Alk
Alkohol
 
Auf ner Feier erst´n Bier
Dann ne Flasche Rum
-Und eine mit Likör
Dann ein Bommerlunder
Zum Dessert
 
Alk
Ich trink so gerne Alkohol
Danach fühl ich mich so cool
Alk
Alkohol
 
Nach ner ¾ Stunde bin ich breit
Fühl mich besser mit der Zeit
Ob meine Konzentration
Wohl noch reicht?
Mein Heimweg ist weit
Ist egal
Jetzt wollen wir saufen
 
1, 2, 3:
 
Alk
Ich trink so gerne Alkohol
Danach fühl ich mich so wohl
Alk
Alkohol

©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)


Sauflied                       

Will nich angeln
un nich an Bäumen hangeln
Will nich fischen
will bloß tanzen
Auf kleinen Tischen
frische Biere zischen
Und die Stimmung genießen
Die Sonne scheint heiß
es brennt der Asphalt
Ich genieß mein Bier
denn es ist geil kalt
Was interessiert mich/uns
meine/unsere schwarze Seele
Solang noch Bier fließt
durch unsere Kehle

©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)


Scheißtag:                  

Pech verfolgt mich schon den ganzen Tag
Ich weiß genau, daß es mich mag
Es ist in mich verliebt,
Wie schön daß es Liebe gibt
 
Schwarze Katze vom Balkon
Ich schau hinauf und falle schon
Mein Fahrrad es quietscht
Mein Computer ist vergnügt
Wenn er in sein Element gerät
Und immer hoch und runter fährt.
Auch die Telefon-leitung ist hin
Ruf mich nicht an s´hat keinen Sinn!
 
Pech verfolgt mich schon den ganzen Tag
Ich weiß genau, daß es mich mag
Es ist in mich verliebt,
Wie schön daß es Liebe gibt
 
Meine Freundin simst mich an,
sagt mir was ich sie alles kann.
Mein Handy: fällt in den Dreck,
Ah, jetzt sind sie beide weg.
Außerdem bin ich müde,
Meine Augen sind gereizt,
Woraufhin der trockne Wind
Die Tränen in die Augen treibt.
Und als wär das nicht genug,
Beginnt es jetzt auch noch zu regnen,
Dieser Tag er ist Betrug:
Warum muß er mir denn begegnen
 
Er verfolgt mich schon den ganzen Tag
Er weiß genau wie ich ihn mag!
Er ist in mich verliebt,
Wie schön daß es Liebe gibt!
Pech verfolgt mich schon den ganzen Tag
Ich weiß genau, daß es mich mag
Es ist in mich verliebt,
Wie schön daß es Liebe gibt
 
Schwarze Katze vom Balkon,
Ich sehe dich und weiß es schon
Wenn du mich siehst, du lachst mich aus
Brennt etwa schon mein Haus?
Und der Discman ist kaputt:
Er spielt allweil das selbe Lied.
Und mein Wellensittich hat sich in meine Ex-Freundin verliebt:
Und man sieht es genau: Auch er ist ihr typ.
 
Pech verfolgt mich schon den ganzen Tag
Ich weiß genau, daß es mich mag
Es ist in mich verliebt,
Wie schön daß es Liebe gibt
 
Der Computer hat sich derweil zum 10.male aufgehängt
Und ich frag mich ob er dabei an das gleiche wie ich denkt?
Meine Gitarre ist heute auch ziemlich verstimmt:
Wie gut daß diesmal alle einer Meinung sind!
Ich suche das Stimmgerät,
Weiß nicht wo hab ichs hingelegt.
Auf einmal höre ich ein knatschen,
Hab ne geliehne Cd zertreten.
 
Pech kommt wohin ich geh,
Ob ich nun sitze, liege oder steh;
Und ich weiß es ist mir treu;
Bin ich Allergiker: Es sorgt für Heu!

©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)


Schicksal:                                            

In einer Zelle ohne Bett
Schnarchen laut und fest
Auf steinhartem, kaltem Boden
Unfähig zu fliehen
 
In einer Zelle ohne Bett
Wird unsanft geweckt
Es beginnt ein neuer Morgen
Voller alter Sorgen
 
In einer Zelle ohne Bett
Die Pflegerin ist nett
Sie hat niemals Probleme wie er
Sie ist nicht wie sein Vater
 
In einer Zelle ohne Bett
Wird er vor die Tür gesetzt
Er will zurück in den Raum
Anderes hat er kaum
 
Ohne Zelle ohne Bett
Ist er der Kälte ausgesetzt
Kauft von seinem kleinen Geld
Whiskey der warmhält
 
In einer Zelle ohne Bett
Scharcht er tief und fest
Wie schon so oft
In die Ausnüchterungszelle gesteckt
 
In einer Zelle ohne Bett
Schläft jemand tief und fest
2 Jahre bevor
Der Säufer vor einer Bar erfror

©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)


Schoen:                                                                           

 

Es ist schön den Schnee schmelzen zu sehn

Schön, die Wärme der Sonne zu fühln

 

Es ist schön wieder spazieren zu gehn

Schön, auf grünem Rasen zu stehn

 

Es ist schön in der Sonne zu liegen

Schön, einen leichten Windhauch zu spüren

 

Es ist schön den Frühling zu begrüßen

Schön auch, wenn Knospen wieder sprießen

 

Es ist schön den Stimmen zu lauschen

Schön, wenn fern die Bäche rauschen

 

Es ist schön wenn die Sonne den Tag erhellt

Schön, wenn es einen wieder nach draußen zieht

 

Es ist schön, wenn es schön ist

Und schön, wenn der Himmel blau, die Wiese grün ist

 

Es ist schön, wenn es schöner nicht mehr geht

Schön also, wenn der Frühling einzieht

 

©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)


Schoen aber wirr und ungerecht        

Loch:
 in meinem Kopf
In meinem Koch-
Topf:
Wo ist dein Deckel
Wo ist dein In-
Halt:
Wo willst du hin
Geh nicht fort von
Mir:
Ist schlecht
Mir ist alles jetzt
Recht:
Hat der Prophet
der den Weltuntergang
Sieht:
Doch viel schlimmer aus
Als es eigentlich
Ist:
Die Welt doch schön
Die Sonne so wunder-
Bar:
Aller Probleme
Und schuld ist
Hilene:
Ich mag dich sehr
Ich will mit dir ans
Mehr:
Von deiner Liebe
Schau was ich dir dafür
Gebe:
Dir einen Kuß
Schreibe dir ein Ge-
Dicht:
Bin ich nicht
Vielmehr bin ich unge-
Schickt:
Dir jemand Rosen
Denk nicht an ihn denk an
Mich:
Ael Schumacher
Stell den Wecker auf halb
Drei:
Bier oder mehr
Ich vermisse dich so
Sehr:
Ich auch vergesse
Höre ich doch noch deine
Setze:
Mich erstmal hin
Denn ich lieb dich mehr noch als vor-
Hin:
Und weg
Bin ich von deinem Haarge-
Steck:
Dich nicht an
Denn ich bin krank vor Sehnsucht nach dir-
Ekt:
Vor deiner Tür
Herrscht Anbeter Ge-
Wirr:
Ist mein Haar
Und das Lied das ich für dich
Schrieb:
Dir einen Brief
Bevor ich dich ver-
Ließ:
Es dich wissen:
 
    Hab´n Loch im Kopf
    Du bist mein Deckel und mein Topf
    Ich bin dein Inhalt
    Du hast Recht
    Und mir ist Schlecht
    Die Welt ist trotzdem schön
    Aber ungerecht

©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)


Schoene neue Welt:                          

 
Manchmal, habe ich Momente
Da umgreifen meine Arme
Die ganze Welt
 
Geben allen Menschen Schutz
Und einen friedlichen Ort
Unterm Sternenzelt
 
Ok, nur Phantasie
Aber ein schöner Gedanke
Denn ich liebe die Freiheit
Und Phantasie kennt keine Schranke
 
Manchmal, habe ich Momente
Da umgreift meine Liebe
Die ganze Welt
 
Gibt allen Menschen Nähe
Und ein gutes Gefühl
Wenn der Mond die Nacht erhellt
 
Ja, nur Phantasie
Doch es ist gerade sie
Die ein Realist braucht
Um die Wahrheit zu erkennen
 
Manchmal, habe ich Momente
Da verändert mein Wille
Die ganze Welt
 
Zeigt allen Menschen ihren Weg
Und eine Lösung
Wenn die Dunkelheit nicht geht
 
Auch, nur Phantasie
Meine Utopie
Doch eine
Die mir irgendwie gefiel
 
Manchmal, habe ich Momente
Da wünschte ich diese hätte
Die ganze Welt
 
Würden von allen Menschen geteilt
Und geliebt
Schöne neue Welt

©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)


                Senf                                                                                        

1.  Wir waren auf einem Straßemfest
      Und aßen Würstchen mit Senf
      Ich mag keinen Senf
     War von ihr zu vernehmen
     Und:
     Du magst ihn doch, oder?
     Darf ich dir meinen Senf dazugeben?
2.  Wir waren in einem Park spazieren
     Und sie erzählte von ihren Problemen
     Ich weiß nicht was ich machen soll!
     War von ihr zu vernehmen,
     Und:
     Hast du vielleicht ne Idee?
     Und so begann ich meinen Senf dazu zu geben.
 
©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)

Sie kam sah und ging wieder                          
 
Ich stand
An einem Stand
Und sah
Wie mich jemand ansah
Es freute mich zu sehn
Das es sie freute mich zu sehn
Und der Augenblick
In dem wir uns in die Augen blickten
War so schön
Wie sie schön war
Mir war warm
Und das nicht weil es warm war
Sondern weil ich nicht wußte was auf mich zukam
Als sie auf mich zukam
Und dann der Kuß den sie mir gab
Als sie mir den Kuß gab
Und das Gefühl von Hähe
Als ich ihre Nähe fühlte
Und ich spürte was
Was ich selten spürte:
Eine Person liebte mich
Die ich auch liebte
Alles drehte sich um sie
Als sie sich umdrehte
Es zog mich zu ihr
Noch bevor ich zu ihr zog
Und ich liebte es
Wenn sie mich liebte
Aber:
Die Liebe ging von mir fort
Als sie von mir fortging
©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)

Skandinavien (Alternativer Titel: Warum ich kein schwedisches Mobiltelefon besitze)                                      
 
Langsam bewege ich mich vorwärts. Immer an der verschneiten Straße entlang, die sich durch sanfte Hügelketten schlängelt. Diese steigen an der linken Seite hoch und an der Rechten hinab, bis die Wellen des Meeres den Hang begrenzen und der Fjord beginnt. Auf den Wellen treibt Eis und ab und zu eine Öhlbohrplattform.
Manchmal steht der Straße ein Fels im Weg, so daß sie einen Bogen machen muß. Aber manchemal macht die Straße auch einen so unerklärlichen Bogen, daß es beim Bau Ungereimtheiten gegeben haben muß. Vielleicht hat ja ein Rentier sich vomWeihnachtsmannschlitten ziehen erholt und die Bauarbeiten wollten nicht warten bis es weitergezog; oder es hatte dort sogar eine Lappenzeltsammlung gestanden. Das ein König hier in den Sonnenuntergang geritten sein soll halte ich für ein Gerücht, auch wenn manche Bäume, mit Schnee beladen, sicherlich so aussehen, als würde ein Wasa dort reiten, von mir aus auch in den Sonnenuntergang. Ab und zu wird die Straße von einer Loipe gekreuzt.
Auf diesen Kreuzungen, kreuzen sich die Wege von Volvofahrerinnen, Skilangläufern, Fußgängern und Rentieren und es stehen dort extra Ikea-Klappstühle, sowie Holzkamine und Smoerrebroed-Vorräte bereit, damit die Verkehrsteilnehmer bei 2 oder 3 Vodkaverstärkten Punschrunden herausfinden können, wer Vorfahrt hat. Das ist Traditionsgemäß derjenige, der zuerst dem Drang pinkeln zu müssen, nicht mehr widerstehen kann. Da ich kurz zuvor, eine dicke skandinavische Fichte in ein gelbes Gewand gekleidet hatte, bin ich also durchaus im Vorteil, als ich an einer der Kreuzungen, fern jeden Dixiehäuschens, mit einem Elch (von rechts/Loipe), einem entgegenkommenden Volvo und einem von links (ebenfalls Loipe) heranbrausenden Langläufer zusammentreffe.
Während ich ein Buch ohne Inhalt mit mir rumtrage, das mein Tagebuch ist und die aufregendsten Erlebnisse der letzten Tage in schriftlicher Form summiert, sehe ich bei den anderen 3en grüne Tüten. In diesen transportieren sie ihren Rum rum.
Wie sich beim anschließenden, zwingendem Punschtrinken (Ist Tradition, erklärte ich bereits) herausstellt, befinden sich die anderen 3 jeweils auf dem Rückweg.
Der Elch ist zurück aus seiner Kur in der Schweiz und freut sich nun auf die ihm so vertrauten Wälder und Elchschnitten an der Küste Skandinaviens. Die schweizer Kühe können da nicht mithalten, das verstehe ich schon. Der Langläufer hatte trainiert und war lang gelaufen, weswegen er auf dem Rückweg jetzt Skier benötigt. Die Volvofahrerin schließlich, kam gerade von einem Besuch bei Freunden und alle 3 hatten sich vor 3-4 Wochen schon mal in besagtem Sprituosenladen getroffen, wo sie ihr halbes Gehalt in Hochprozentiges investierten. Daher brauchte der Volvo jetzt nochmer Sprit, der Langläufer noch länger bis nach Hause und der Elch hält mich für Zwillinge oder zumindestens für Schizophren. Bei jedem Baum der ihm begegnet muß er sich entscheiden welcher davon der Richtige und welcher dem Alk entsprungen ist. Aber bis hierher hat er es ja unverletzt geschafft. Außer dem Gejammer, wird, frei nach nordischer Art, weniger geredet als mehr getrunken.
Alle wollen schnell weiter. Schließlich scheint der Mond, es fällt Schnee und es ist auch nicht gerade lauschig warm.                                                                                                               Nur die Entscheidung läßt auf sich warten. So langsam werde ich zum Elch, während die Blasenkapazität des Elchs, jener des Tanks des Volvos zu ähneln scheint, die Volvofahrerin anfängt kommunistische Arbeiterlieder zu singen und der Langläufer anfängt zu überlegen, wie weit es noch bis nach Dänemark sein möge, und ob in der Zwischenzeit die Brücke über den Belt fertig geworden sei, was bedeuten würde, das er nicht übers Eis zu laufen bräuchte.
Das einzige was mich nicht erfrieren läßt, sind der Punsch und der Anblick der blonden heißen Norwegerin, während mir der schwedische Elch und der Ole Eindar Björndalen Dänemarks, ruhig den Holmenkollen runterrutschen können.                                                                                                                                                                                                                Plötzlich fange ich dann an zu sprechen:                                                                                                                                                                                                                                                    „Moin, moin, mein Name ist Frederic und ich mag viel Sonne und wenig Fisch!"                                                                                                                                                                                Die Anderen schauen mich entgeistert an. Der Norddeutsche kann sprechen! –Und: er beschwert sich.                                                                                                                                      Ich schlage also vor: „Hey ich verzichte auf meine Vorfahrt, wenn ihr mir sagt, wo ich hier die nächste Sauna finde!". Dummerweise entbrennt jetzt eine Diskussion. Saunen gibt es in allen Himmelsrichtungen wie Sterne am skandinavischen Himmelszelt. Die Frage ist, welche die Beste sei, die finnische, die norwegische, oder gar die dänische Sauna?                     Der Elch rät mit: „Die schwedischen Saunen sind alle von Ikea und haben schöne Namen, aber sie harzen sehr und im Inneren ist nicht viel Plat, da überall Regale stehen.".        Dieser Tipp hilft mir natürlich auch nicht viel weiter und so frage ich ob jemand ein Handy dabei hat. 3 Armbewegungen und es werden mir 3 Nokiahandys entgegengehalten. Ich entscheide mich für eines mit Standbyheizung und rufe die Auskunft an. Sofort höre ich Veronas Stimme, die mir erklärt, daß sie schon immer gerne finnische Bonbons mochte und sich in Riccola eine Sauna befindet. Ich sage nur kurz: „Die Chwiezer habens erfunden!" und lege auf noch bevor Frau Pooth abheben und mir ihre Vorlieben erzählen kann.          Kurz vor dem Erfrieren sage ich dann noch „Skal", trinke die Neige meines Punsches aus und mache mich auf den Weg in´s Ungewisse.                                                                       Hinter mir lasse ich die anderen 3 zurück, die sich auf Schwedisch, Norwegisch und Dänisch fließend unterhalten; und ein großes, gelbes Peace-Zeichen auf der Kreuzung.              Ich höre erst wieder auf zu gehen, als ich wieder in Norddeutschland bin, wo mein Rausch endlich zuende ist und ich feststelle, daß sich in meinem Tagebuch die Adressen von Elch und Däne befinden, sowie ein Lippenstiftküßchen plus Telefonnummer der Norwegerin, mit der Bitte versehen sie möglichst bald zurückzurufen, da sie sich, zu dem Zeitpunkt, an dem ich dies lesen, schon sehr nach mir sehnen würde. Auch die anderen beiden schreiben, ich solle sie mal besuchen kommen.Ich trinke den letzten Rest, zum Abschied geschenkt bekommenen, selbstgebrannten Vodkas und gehe mir ein Siemenshandy kaufen.
©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)

Soll die Welt denn untergehen?:           
 
Wer´s noch net kapiert hat
Wird´s nimmer mehr versteh´n
Hab keinen Bock mehr mehr
Immer nur das gleiche zu erzähl´n
Doch macht´s auch keinen Spaß
Euch beim Abdreh´n zuzuseh´n
Soll alles was gut ist auf der Welt
Wirklich untergeh´n?
 
Dieser Song
Wisst ihr eigentlich warum ich den sing?
Für Leute wie euch!
Ich steig gegen euch in den Ring
Werf euch Worte an den Kopf
Versteht ihr den Sinn?
 
Ihr zieht den Umweltschutz
Mit der Wirtschaft in den Schmutz
Schwingt große Reden
Und haut bei Charitygalas auf den Putz
Ihr spendet und habt ein reines Gewissen?
Leute glaubts mir ihr habt euch selbst beschissen!
Umweltschutz braucht Forschung
Neue Technologie und Entwicklung
Es kostet nicht nein es schafft Arbeitsplätze
und nicht die Billiglohnländer sind das Problem
Sondern daß die Leute dort einfach weniger verdien´
Und wer spendet hat zuviel Geld
Muß man Milliardär sein damit der Mensch was zählt?
Warum verdient ein Fußballer mehr als ein Minenarbeiter
Ein deutscher mehr als ein afrikanischer Scurity-Begleiter?
Das System fördert die Innovation, ja klar?
Und Konkurrenz die Entwicklung, nicht wahr?
Alles richtig doch fördert es auch denDruck
Ein besseres, billigeres, massenhafteres Produkt herzustellen
und somit den Umkehrschluss:
Billigproduktion vergiftet den Himmel, die Natur und den Fluss!
Immer weniger Leistung und höhere Steuern
Ich fühle mich als würde man mir ständig auf´s neue eine Scheuern
Und wenn ich mit den Leuten rede sagen die
Du hast recht
Drehen sich um
Und mir wird gleich doppelt schlecht
Weil ich weiß daß alles so bleibt wie es ist
Der Mensch seine Ideale zu schnell vergisst
Schon vor der ersten Hürde über den haufen wirft
Nach Macht und Anerkennung giert
Und die Schuld dem Nächsten in die Schuhe schiebt
Manch einer fühlt sich auch unter Ignoranten verlor´n
Und fragt sich: Hey warum bin ich nur gebor´n?
Denn die Zahl der Menschen die´s erkennen ist klein
Und diejenigen die die Konsequenzen ziehen
Haben die Mitgliederzahl eines örtlichen Fußballvereins
Mir ist klar
Ihr werdet´s nimmer mehr versteh´n
Und gerade deshalb
Werd´ ich´s euch noch öfter erzähl´n
 
Dieser Song
Wisst ihr eigentlich warum ich den sing?
Auch für mich
Um mich selbst dran zu messen!
Mir Ziele zu setzen und meine Werte zu verbessern
Ausserdem um meinen Frust rauszulassen
Und den Alltag in Worte zu fassen!
Mir ist klar
Ihr werdet´s nimmer mehr versteh´n
Und gerade deshalb
Werd´ ich´s euch jetzt nochmal erzähl´n
Dieser Song
Wisst ihr eigentlich warum ich den sing?
Auch für mich
Um mich selbst dran zu messen!
Mir Ziele zu setzen und meine Werte zu verbessern
Ausserdem um meinen Frust rauszulassen
Und den Alltag in Worte zu fassen!
©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)

Soundcheck:                                          
 
We make a soundcheck
That´s something you won´t forget
We check out if every cable is connec-
ted and if everything sounds correct
if the virus of music infec
-ted the large group of spec
-tators before stage and ac
-tors and the look of our faces
So,so,so,
Check, check
Two, two, two
One Two
 
We just check the light
That everything is allright
That you will have a wonderful night
And that everyone will wake up who´s tired
We will check your voices
And will check your dances
We will check our songs
And their succes
So,so,so,
Check, check
Two, two, two
One Two
 
We check your party today
How is your felling?-please say
We will see you dancing!-okay?
We will rock you our way
We will check if we´re loud enough
If our sound is tough
If we can make you laugh
And make you bounc
-ing to our sounds
So,so,so,
Check, check
Two, two, two
One Two
So,so,so,
Check, check
Two, two, two
One Two
 
©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)

Stell dir vor:               
 
Stell dir vor du ruhst dich aus
Und ein Mörder ist im Nachbarhaus
Er arbeitet still und ersäuft ganz cool
Deinen Nachbarn im Swimmingpool
 
Jeden Tag und jede Stunde
Jede Minute, jede Sekunde
Auf dieser Welt Unrecht geschieht
Unrecht geschieht, Unrecht geschieht
Unrecht geschieht
 
Stell dir vor du drehst für eine Stunde
Im Dunkeln noch eine Runde
Und nicht weit hinter deiner Strecke
Liegt eine Frau vergewaltigt kurz vorm Ende
 
Jeden Tag und jede Stunde
Jede Minute, jede Sekunde
Auf dieser Welt Unrecht geschieht
Unrecht geschieht, Unrecht geschieht
Unrecht geschieht
 
Stell dir vor du bist auf der Autobahn
An einem Anhalter ausnahmsweise mal vorbeigefahrn
Der Nächste hat ihn mitgenommen
Im Schatten des Waldes ließ er sein Leben
Stell dir vor du bist verliebt
Doch eine andere Person ist schneller
Die Beiden wollen Kinder
Der Eine stirbt an Aids die Andere an Tripper
Stell dir vor du gehst nicht ins Altersheim
Wie dein Kegelkollege es tut
2 Wochen später gibts ein großes Gewitter
Und alles brennt minutenschnell nieder
 
Jeden Tag und jede Stunde
Jede Minute, jede Sekunde
Auf dieser Welt Unrecht geschieht
Unrecht geschieht, Unrecht geschieht
Unrecht geschieht
 
Stell dir vor du liegst faul am Strand
Deine Freunde baden im Meer
Ein Hai taucht auf und alles schreit und tobt
Einer deiner Freunde wird gebissen und stirbt
Stell dir vor du bist beim Fußballspiel
Minuten vor Schluß ist alles klar du gehst
Später vom Bus aus siehst du noch die Massen
Die in Panik die zerstörte Tribüne verlassen
Stell dir vor du bist bei einer Demo
Gegen Rechtsradikale, Gewalt und soziale Probleme
Und in deinem Lieblingslokal dem Inder
Verletzen 3 Glatze gerade zwei Kinder
 
Jeden Tag und jede Stunde
Jede Minute, jede Sekunde
Auf dieser Welt Unrecht geschieht
Unrecht geschieht, Unrecht geschieht
Unrecht geschieht
 
Stell dir vor du bist beim Bundestag
Für Diskussion und grüne Politik
Und dann schickt der Bt seine Soldaten
In den Kampf irgendeines Krieges
Stell dir vor du bist bei der Arbeit
Und machst gerade im Freien ne Pause
Da stürzt ein Flugzeug in die Halle
Und wird für viele zur Todesfalle
Stell dir vor du hast eingekauft
Und steigst gerade in deinen Wagen
Als Terroristen mit ungeheurer Wucht
Das Einkaufscenter in die Lüfte jagen
 
Jeden Tag und jede Stunde
Jede Minute, jede Sekunde
Auf dieser Welt Unrecht geschieht
Unrecht geschieht, Unrecht geschieht
Unrecht geschieht
 
Stell dir vor du bist in der Kirche
Und betest für deine Gesundheit
Da fällt neben dir jemand vom Stuhl
Mit Herzinfarkt er ist sofort tod
Stell dir vor du wärst Arm
Oder reich aber ohne Glück
Hätte es dann nicht dich 12x erwischt?
Und unter Sorgenbeton erdrückt?
Stell dir vor du bewiesest Moral
Liebe, Gerechtigkeits- und Verantwortungsgefühl
Anderen ginge es dann wohl besser
Und dir vermutlich auch nicht schlechter!
 
©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)

Stern, Sonne und Mond:            
 
Gelber Punkt im tiefen Blau
Ruhig leuchtest du stet´s
Nur Morgen´s bist du zu seh´n
Dann mußt du wieder geh´n
 
Dann wird es hell
Der Tag kommt schnell
Und: rotes Licht auf kleinen Wellen
Beginnt der Horizont sich zu erhellen
 
Ein gelber Punkt im hellen Blau
Wandernd und strahlend stet´s
Nur am Tag bist du zu seh´n
Am Abend mußt du weiterzieh´n
 
Dann wird es dunkel
Die Nacht kommt zügig
Der Himmel färbt sich rot
Und die Natur wird ruhig
 
Du gelber Punkt im Sternenmeer
Der Sonne Licht du verbreitest
Bis in den Morgen bist du zu sehen
Dann mußt auch du dich wieder fortbewegen
 
©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)

Streitgespräch mit einem Ignoranten:                                                 

 

    Du Wichser!

I:  Ja?

    Wie: Ja? – Du Arsch!

I: Nana...

    Kannst du reden du Windelscheisser?

I: Ja.

    Dann sag was!

I: Ja.

    Wie: Ja?

I: Jott A.

    Stroh im Kopf, wa?

I: Ich?

    Ja Du! – Trottel!

I: Weiß nicht.

    Was weißt du überhaupt? – Blödmann!

I: So?

    Bescheuerter Ignorant!

I: ...verrückt eher...

    Fick mich!

I: Gerne.

    Schwul oder wie?

I: Nur hilfsbereit...

    Dich erschießen würde helfen...

I: Wozu?

    Deine häßliche Visage zu beseitigen!

I: Achso.

    Dich Penner kratzt wohl gar nichts, wa?

I: Höchstens mal n Floh am Sack, im Moment nichts, nein.

    Bist witzig, wa?

I: Ja.

   Du Idiot!

I: Denke ich auch manchmal...

    Dir hat jemand ins Hirn geschissen.

I: Mir auch?

    Willst du etwa sagen mir?

I: Nein.

    Willst du mich etwa anmachen?

I: Habe ich das gesagt?

    Gedacht! – Du Drecksau!

I: Schmutzige Gedanken mag ich.

    Perverses Schwein!

I: ...eher offen für alles...

    Gibts eigentlich was, was dich aufregt du Schlaftablette?

I: Ja, über Menschen die sich aufregen, über die könnte ich mich aufregen, aber das lohnt

         nicht...

 

©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)


Streitgespräch mit einem Streitsüchtigen:                                                    

 

    Hi.

S: Laber mich nicht an!

    Wollte nur...

S: Verpiss dich!

    ...sagen...

S: Schnauze endlich...

    ...daß...

S: sonst gibts Schläge!

    ...ich dich liebe!

S: Komm mir nicht zu nahe!

    Warum nicht?

S: Fick dich selbst!

    Macht keinen Spaß...

S: Dann such dir n´ anderen Penner!

    Ich liebe dich unsterblich!

S: Jaja, dann tu mir mal n´ Gefallen!

    Ja?

S: Bring dich trotzdem um!

    Was soll diese Kälte?

S: Was soll das Generve?

     Ich nerve nicht. Ich liebe dich!

S: Genau, das meine ich, du nervst gewaltig!

    Arschloch!

S: Sag das nochmal!

    Verdammter Wichser!

S: Verzieh dich Schlampe!

     Wie hast du mich genannt?

S: Zieh ab oder es gibt wirklich Schläge...

    Ich liebe dich aber so!

    Aua!

    Das gibt eine Anzeige wegen Körperverletzung!

S: Das war´s wert du Nervensäge!

 

©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)


TelKönig: (...Die Telekom lebt, die Leitung ist Tod.)             
 
Wer telefoniert so spät wenn andere schon am schlafen sind?
Der Vater mit seinem Kind!
Er hält den Hörer, er ihn ans Ohr hält,
Er hustet hinein, denn er ist erkält
 
Mein Sohn warum red´st du mit mir nicht?
Verstehst Vater du mich denn nicht?
Nein mein Sohn: die Leitung rauscht!
Aber warte:...wenn man angestrengt lauscht....!
 
Du liebes Kind nun red mit mir!
Gar schöne Geschichten erzähle ich dir;
Und der Cia der horcht gespannt,
Er hat dein Telefon verwanzt!
 
Mein Vater, mein Vater hörest du nicht?
Mein Telefon klingelt: den Anrufer kenn ich nicht!
Sei ruhig, bleibe ruhig, mein Kind;
Behalte die Nerven: lege auf geschwind!
 
Willst feiner Knabe du Drogen kaufen?
Wir haben exklusive Angebote am Laufen:
Schöne Frauen verführen dich am Rhein
Und kiffen und küssen und ficken dich allein!
 
Mein Vater, mein Vater und merkst du nicht,
Was Telekönig mir alles verspricht?
Mein Sohn, Mein Sohn, ich höre es auch:
Mir scheint das ist genau was ich jetzt brauch!
 
Gib mir die Nummer und gib sie mir bald!
...Und gibst du sie mir nicht, so brauch ich Gewalt!
Mein Vater, mein Vater, das kannst du nicht tun:
Du bist doch meinVater...und ich bin dein Sohn! ?
 
Dem Vater grauset´s, er leget auf geschwind,
Er richtet die Waffe auf das ätzende Kind,
Bekommt die Nummer mit Müh und Not...
...Er ruft sie an, doch die Leitung ist Tot.
 
©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)

Terror:                                                    

Explosion

Schreiende Menschen

Es zerreißt die Stille

Dann die Trommelfelle

Stille

 

Leben

Heiter und beinahe friedlich

Es reizt den Hass

Färbt der geistig schwachen Blick rot

Die Folge

Tod

 

Fragen

Warum und warum so

Verstörtes Verhältnis

Und so

Diverse Antworten

 

Der Weg

Gewalt

Unaufhaltsam

Richtung

Frieden

Dem Ziel

 

Möglich

Waffenstillstand

Für ungewisse Zeit

Frieden

Unwahrscheinlich

©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)


Toedliche Wahrheit:                                                          

Gefangen!

Hier!

Unschuldig!

Wer glaubt mir?

 

Schuld?

Erwiesen!

Verurteilt?

Unvollständige Indizien!

 

Der Richter?

Seiner Sache sicher!

Der Schein trügt!

Ich, er und es,

Wir wissen es besser!

 

Der Henker?

Nur der Vollstrecker!

Tut nur seine Pflicht!

Die itzt,

Die Hinrichtung,

Eines Unschuldigen ist!

 

Er,

Der Mörder frei!

Der Richter,

Er war gar nicht dabei!

Fällte das 2.

Todesurteil!

 

Der Henker,

Überläßt das Urteil and´ren!

Nicht nachdenken,

Unwiderruflich handeln!

Ich und Es,

Die Opfer,

Wir folgen den And´ren!

©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)


Träumer                            
 
Ich fang an zu träumen
Von einer besseren Welt
Von Menschen und von Tieren
Die in Frieden leben
 
Ich fang an zu träumen
Von einer besseren Welt
Von meinem Paradies
Es gibt nichts das es entstellt
 
Ich fang an zu träumen
Von einer besseren Welt
Mit Gerechtigkeit und Liebe
Und ohne die Macht des Geld´s
 
Ich fang an zu träumen
Von einer besseren Welt
Jeder hat die Freiheit
Zu tun was ihm gefällt
 
Ich fang an zu träumen
Von einer besonderen Welt
Doch bin ich jetzt schon 20
Hab von Besserung noch nichts gemerkt
 
Ich bin ein Träumer
Träumer träumen Träume
Bis sie ausgeträumt sind
Träum ich meine Träume
Bis sie ausgeträumt sind
Träum ich meine Träume
 
Ich bin grad so schön am träumen
Da klingelt ein Handy
War so schön zu träumen
Nun hat die Welt mich wieder
Nun hat die Realität mich wieder
 
©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)

Trauer:                                       
 
Ich weine weil mir zum Heulen ist
Und könnte Lachen weil´s doch so bescheuert ist
Das gerade jetzt eine Träne fließt
Fällt und sich über meinen Fuß ergießt
 
Es ist alles gut, der Wind weht sacht,
Weiß nicht was mich traurig macht
Die Sterne funkeln, eine schöne Nacht
Ein Gefühl das nicht zur Stimmung passt
 
Das feuchte Auge reflektiert den Stern
Halte Ausschau: daß Glück scheint so fern
Und verschwimmt hinter Tränen
Frage mich, was ist mein Kern
 
Meine Gedanken umkreisen den Mond; suchen die Sonne
Was ist anders, das mich treffen konnte
Nichts daß sich ankündigte, zusammenbraute
Etwas das mich derart umhaute
 
Lehne mich an die warme Wand
Die Zeit fließt wie im Glas der nasse Sand
Meine Seele ist aufgewühlt, wie ein Bogen gespannt
Der Pfeil will nicht, zu sehr zittert die Hand
 
Traue nur langsam mich zu erinnern
Mich des Schmerzes zu entsinnen
Der Vergangenheit zu entrinnen
Und die Kontrolle über meine Trauer zurückzugewinnen
 
©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)

Traumhaus                    
 
So schließ die Augen
Tret doch ein
Komm in mein Traumhaus
Träum dich ein
So schließ die Augen
Tret doch ein
Komm in mein Traumhaus
Träum dich ein
Träum dich ein
 
Im Traum ist noch ein Haus erlaubt
Dessen Wände nicht nur aus Ziegeln
Sondern aus Würde erbaut
Sicherheit gebend
Und viel Geduld (repeat)
 
So schließ die Augen
Tret doch ein
Komm in mein Traumhaus
Träum dich ein
So schließ die Augen
Tret doch ein
Komm in mein Traumhaus
Träum dich ein
Träum dich ein
 
Das Haus mit Fenstern aus Liebe
Vernunft ist die Schwelle, zum Raum der Gefühle
Unter einer Decke der Einsicht
Ein großes Dach
Der Weitsicht
 
Auf einem Fundament des Zusammenhalts
Und einem Boden der Fruchtbarkeit
Einem Garten in dem Die Zukunft reift
Einem Bild des Friedens
Von uns gemalt
 
So schließ die Augen
Tret doch ein
Komm in mein Traumhaus
Träum dich ein
So schließ die Augen
Tret doch ein
Komm in mein Traumhaus
Träum dich ein
Träum dich ein
 
©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)

Tropfen                          
 
Tropf, Tropf
Mir fällt der Himmel auf den Kopf
Mir fällt der Himmel auf den Kopf
Mir fällt der Himmel
Auf den Kopf
Tropf
 
Platsch patsch
Siehst du was er macht, macht?
Er macht uns alle nass, nass
Das ist was er macht, macht!
Am Tag und in der Nacht,
Nacht
 
Blitz, Blitz
Grell, verzweigt und spitz, spitz
Donnert es und blitzt es
Regnet es mir
Auf den Kopf
Tropf
 
Sturm, Sturm
Fegt er um den Turm, Turm
Peitscht den Regen, Sturm, Sturm
Gegen den Wind
Von
Vorn
Gegen den Wind
Von
Vorn
Gegen den Wind von
 
Wolke,
Groß und schwer
Und sollte,
Weiterzieh´n
Ich wollte
Die Sonne wär da
Und schien mir auf den Kopf
Tropf
 
©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)

U-Bahn                                  

Die U-Bahn hat...

Einen Fahrer

Zwei Gleise

Drei Kontrolleure

Vier Räder pro Waggon

 

Fünf Waggons für je hundert Fahrgäste

Sechs Fahrkarten auf der Automatenliste

 

Sieben-Tage-Woche

Acht Linien

Neun-Minuten-Takt

und: Zehn-Minuten-Verspätung

©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)


Ungezogenheiten (Teil 1: Im Kino):                           
 
Oh Dandy !
-Da klingelt ein Handy !
Ich...
Bin nicht pingelich[sic]
Aber:
Hätt ich´n Bogen
...und nen Pfeil
Ich...ungelogen(!):
Ich schickte ihn steil!
-Das Gerät wär kaputt,
Doch:
Die Welt wär wieder heil
 
©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)
(siehe auch Grafik unter myshit -> mygalery)

Warten:                   
 
Warten
Auf Godot?
Nein.
Nicht mehr lange
Und ich seh das Ende der Schlange.
Mann mir wird echt bange:
Den Letzten beißen meißt die Hunde
Und drängelt man sich vor,
Beißt einen die Schlange!
Zwickmühle:
Außen Schwüle
Innen Kühle
Wahl zwischen Schweißnaß
Eiskaltem Bier vom Faß
Oder laufendem Hundefraß?
Schon klirren die Ketten
Der Kampfhunde vorm Laden
Die auf die Wartenden
Warten
 
Nur die Harten
Kommen in den Garten!
Und dort heißt es wieder:
Warten!
-Auf die Gäste,
Der Party,
Dem Fest der Feste:
Wer zuerst kommt mahlt zuerst,
Auf den Letzten warten die Reste!
Zwickmühle:
Im Garten gewühle,
Im Partykeller Schwüle.
Wahl zwischen Schweißnaß,
Eiskaltem Bier vom Faß
Oder zertrampeltem, grünem Gras.
Schon klirren die Gläser des Partyservice
Die auf die Wartenden
Warten
 
Die Antwort,
Warum wir Warten,
Weiß ganz allein der Wind!
Also: Warten!
Auf den Wind!
Der Erste duckt sich sofort,
Den Letzten haut es um
Und er weht hinfort.
Zwickmühle:
Vorne Kühle,
Hinten Schwüle.
Wahl zwischen Schweißdurchweicht,
Wind der einem entgegentreibt,
Oder Tequila Sunrise mit gecrunchtem Eis.
Schon klirren die Kornflaschen,
Die vom Wind geschoben,
Sich Richtung Wartende drängeln.
Auch ein blindes Huhn findet mal nen Korn.
-Nur die Antwort nicht:
Aber Wissen ist Macht!
-Nichts wissen macht auch nichts:
Auf die Erleuchtung
Warten!
 
In diesem Sinne:
Auch wer Bildzeitung liest,
Liest Zeitung!
Aber nicht jeder
Der Bunte anschaut
Schaut bunt aus!
-Auch nicht jeder
Für den der Kicker gut ist,
Ist ein guter Kicker.
Zwickmühle:
Vorne das Cover,
Hinten die Werbung.
Wahl zwischen Bildergalerie,
Werbung in Serie,
Oder Zeitungsente samt Presselüge?
Schon klirren die Münzen,
Auf die die Verleger
Warten!
 
The-Times-They-Are-A-Changin´:
Warten,
Auf die Veränderung:
Der Letzte wird Erster,
Der redselige Stumm?
-Veränderung im Kleinen!
-Sei´s drum.
Zwickmühle:
Vorne fängts an,
Hinten hörts auf:
Wahl zwischen gewohntem Tagesablauf,
Kampf um Veränderung,
Oder wer wem zuerst auf die Fresse haut?
Schöner die Klingen nie klirren!
-Die Wartenden
Auf das Ergebnis warten!
 
©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)
 

Warten auf dich:                                                                         

Meine linke Hand wärmt ein Glas Bier
Und die Rechte umklammert ein Bild von dir
Wahrscheinlich sitze ich schon Stunden hier
Schaue auf das Bild und träum von dir
 
Und die linke Hand wärmt das Glas Bier
Und die Rechte umklammert jenes Bild von dir
Lange schöne Haare und dein Lächeln so süß
Ich küsse dein Photo und merk ich bin verliebt
 
Und wahrscheinlich sitze ich jetzt schon Stunden hier
Schaue auf dein Bild und träum von dir
Die Sonne geht schon unter sie scheint mir ins Gesicht
Doch das ist mir egal ich warte hier auf dich
 
Und wahrscheinlich sitze ich noch Stunden hier
Schaue auf das Bild und träum von dir
Deine langen schönen Haare und dein Lächeln so süß
Ich küsse dein Photo denn ich bin verliebt
 
Und die linke Hand wärmt das Glas Bier
Und die Rechte umklammert jeness Bild von dir
Die Sonne geht schon unter scheint mir nicht mehr ins Gesicht
Doch es ist mir egal ich warte hier auf dich
 
©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)

Warum traurig sein?:                     
 
Warum bist du so traurig?
Ich würde dich viel lieber lachen seh´n!
Komm geh mit mir ein kleines Stück
Ich nehm´ dich in den Arm und zeige dir:
Ein kleines Stück von meiner Welt
Und hoff das sie dein Antlitz erhellt
 
Warum bist du so traurig?
Ich würde dich viel lieber lachen seh´n!
Ich führ dich zu den Sternen und
Dem Mond, dem Glück so fern
Ich laß dich meine Schätze seh´n
Denn ich...ich hab dich gern
 
Warum bist du so traurig?
Ich würde dich viel lieber lachen seh´n!
 
©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)

Was ich alles fuer dich tue:                                           

 
Ich würde dir Rosen kaufen
–klar
Würde für dich mit Boxern raufen
Ich würde dich in den Sonnenuntergang tragen
Und dann mit dir auf den Sonnenaufgang warten
 
Ich würde dich zum Kino einladen
Würde Karten für Titanic besorgen
Ganz vorne auf dem Bug!
-Und dir meine Schwimmweste borgen.
 
Ich würde dir schöne Ringe schenken
-klar
Und jedes Jahr an den Hochzeitstag denken
Ich würde dich vom Alltag ablenken
Und, sollte es nötig sein, deine Schulter wieder einrenken
 
Ich würde dich zum Essen einladen
Und Kerzen anzünden
-Magst du Schildkrötensuppe?
-Und wie gefällt dir das nun leere Aquarium?
 
Ich würde dich zum Lachen bringen
-klar
Würde für dich Liebeslieder singen
Ich würde für für dich Stringtangas anziehen
Und für dich beim Strippoker verlieren
 
Ich würde dich zum Tanzen auffordern
Und dich dabei bewundern
Ich würde dich anfeuern dabei
Und die Kohlen unter deinen Sohlen selbst entflammen
 
Ich würde dir sagen: Ich liebe dich
-klar
Würde dich küssen: Mitten in´s Gesicht
Ich würde deinen Körper streicheln
Und nur zur Toilette von deiner Seite weichen
 
Ich würde dich Zuhause bei mir, galant verführen
Dich zur schönsten aller Frauen küren
Dann sagen: Es war schön mit dir
Und sagen: Andere warten – da ist die Tür!
 
©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)

WeiberSka:                                                                                   

Es gibt so viele schöne Weiber in München
Das ist die Stadt der schönsten Weiber das ist München
Wenn sie dich mit ihren süßen Blicken umwerfen
Dann vergißt du wie du heißt und
Nach Hause zu gehen
Und wenn sie Nachts durch die Straßen flanieren
Dann kannst du ihnen
In den Ausschnitt stieren
 
Es gibt so viele schöne Weiber in München
Das ist die Stadt der schönsten Weiber das ist München
Es gibt so viele schöne Weiber in München
Das ist die Stadt der schönsten Weiber das ist München
 
Und wenn sie ihre Beine übereinander schlagen
Dann bist du verliebt und
Mußt es ihnen sagen
Und wenn sie dir dann sagen sie ham einen Freund
Dann gib ihr einen Kuß und sag
Es hat dich sehr gefreut
Denn am nächsten Tisch wartet schon die Nächste
Und die ist von allen Ladys doch
Die Schönste
 
Es gibt so viele schöne Weiber in München
Das ist die Stadt der schönsten Ladys das ist München
Es gibt so viele schöne Weiber in München
Das ist die Stadt der schönsten Ladys das ist München
Es gibt so viele schöne Weiber in München
Das ist die Stadt der schönsten Ladys das ist München

©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)


 
Weihnachtsmann, Frauenkalender und draußen Regen                                                                                  
(Dieses Gedicht habe ich geschrieben anhand von vorgegebenen Phrasen oder Wörtern, die im Gedicht gekennzeichnet sind, sowie als Folge einer Diskussion über Emanzipation mit meiner Schwester – Dafür sei ihr gedankt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen hatten)
 
Ein Blick aus dem Fenster genügt
Draußen herrscht das Ungemütliche
Weihnachten bei sechs Grad plus
Und Wolken – wohin das Auge im Dunkeln nicht sieht
 
Sähe es hin
Sterne sähe es keine
Vielmehr würde es feucht
Als würde es heulen
Aber das Wasser flösse dabei hinein ins Auge
 
Der Regen macht klar
Normal ist das so nicht
Frühlingstemperaturen und Herbststurm peitscht Gischt
Der Weihnachtsmann hat ein Problem
Er hat es satt, alles so männlich zu seh´n
 
Schön wäre es Freundinnen zu haben
Schön auch, bewundert zu werden
Schön wäre es im Kalender sich zu sehen
„Sie war so stark, und kämpfte so verwegen"
Für Emanzipation
Bei Gleichheit dagegen
 
Schön wär´s eine Frau zu sein
Doch normal ist das nicht
Oh happy day" tönt ihm entgegen
Mit unbändiger Dynamik
Vernebelt es die Sicht
 
Wie ein Phantom das einem Alptraum gleicht
Er ist „der Große"
Der Weihnachtsmann, an Gaben reich
Dabei steht er auf Liebe
Und Gospelmusik
Und ist beileibe kein
Abenteuer – Freak
 
Der Pixelkönig des World-Wide-Web
Bis Ostern kommt
Und alle Jahre wieder:
Die Action-Biene, die
Mit fulminantem Streich
Und großem Herz
Und etwas Witz
Für Kinder, Männer, Frauen schwitzt
 
Wie schön wär da ein Sex-Aufstand
Der ihn vom Himmel brächt aufs Land
Mit der Kleinstadt-Hausfrau würde er tauschen
Könnte kochen, essen, plauschen
Sie dürfte dann den Kinderwünschen lauschen
 
Die Legende des Weihnachtsmannes
Würde zur Frau
Und er mit Pointen-Feuerwerk
Zum The Punisher
Im Substanz-Werk
 
Ein alter Mann auf neuen Abwegen
Ein Blutsbruder
Mit Poetinnen und Poeten
Mal Trendsetter, mal Schwammkopf
Doch nie verlegen
Als Netzschwinger oder Kultknobler
Heldentaten zu vollführen
 
Mal würde die Antike
Zum Leben erweckt
Mal die Welt aus Sicht
Der Hausfrau gecheckt
Und dann
Zu guter Letzt
Der Performername
The Incredibles"
durch:
U24You"
ersetzt
©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)

Wellen: (21.10.´05)               

Manchmal

stelle ich mir vor

Was um mich rum passiert

 

Welche Bakterie

mich angreift

Und welche mir hilft

 

Wie ist die Temperatur

um mein linkes Ohr

Und wie warm ist mein erregter Schwanz

 

Was die Funkwellen bedeuten

die mich umschwirren

Und wieviele es wohl grad sind

 

Einer ruft

seine Freundin an

Doch sie geht nicht dran, tuuut

 

Eine telefoniert

mit ihrem Geliebten

Um ihm das Anrufen zu verbieten

 

2 haben

heißen Telefonsex

Denn sie ist weit weg

 

Fernsehwellen

unendlich vieler Bilder

Auf ihrem Weg zum Fernseher

 

Mikrowellen

Von Heizgeräten und Sendemasten

Wollen meine Gesundheit belasten

 

Wieviel Staubkrümel gerade

auf mir landen

Und wieviele von mir runterfallen

 

Wer ist der Typ

der meine Nachbarin grad fickt

Und so komisch dabei stöhnt

 

Wo

kommt die Musik her

Die durch die Decke dröhnt

 

Was du denkst

wenn du das hier liest

Und ob du es verstehst

 

Was wär

wenn ich jemand anders wär

Als ein Irgendwer

 

Ob mein Nachbar

noch lebt

Oder wer gerade stirbt

 

Welches Leid

mich umgibt

Und ob es bald aufhört

 

Was wichtig

ist

Und was nicht

 

Was so passiert

um mich herum

Während ich so träume

©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)


Wer ist Schuld?                                                       

Ihr spielt Fußball, Golf und Tennis
Und ihr fahrt teure Ferraris,
Ihr lebt in eurem großen Schloß
Und in eurer Firma seid nur ihr der Boß,
 
Ihr tragt Rolex und meißt ne dicke Kette
Und anschließend bekommt ihr ne fette Rente,
Ihr geht in Luxusbars, bekommt Rabatte
Und Kredite, und Champagner
Und Schwarzgeld sowie Rendite
 
Ihr spendet Geld, für die Armen dieser Welt
Und nehmt Patemschaften von deren Kindern
Dabei wird grade euer Geld
Jede Gerechtigkeit verhindern:
 
Wer ist Schuld?-seid ihr!
Denn euer Reichtum kostet Arbeitsplätze:
Wer ist Schuld?-sind wir!
Denn wir rauben den armen Ländern ihre Schätze!
 
Eure Yacht liegt vor der Costa Brava
Und jedes Wochenende: fliegt ihr nach Mallorca.
Ihr nehmt Koks und ihr, beschimpft die Arbeitslosen
Zahlt selbst keine Steuern, tragt Armani-Hosen
 
Ihr tragt Pelze kleiner Tiere um den Hals
Und macht Werbung für „Rettet den Urwald"!
Eure Karte läßt euch überall hinein,
Und der Buttler läßt euch das Badewasser ein.
 
Ihr spendet Geld an die Unicef und Unesco
Und ruft auf zu Widerstand und Demos.
Dabei ist gerade euer Aufruf zum Protest
Nur Bewußtseinserleichterung, grotesk.
 
Wer ist Schuld?-seid ihr!
Denn euer Reichtum geht auf kosten des Friedens:
Wer ist Schuld?-sind wir!
Denn während andre Hungern sind wir mit dem Essen unzufrieden!
 
Wir haben Geld, teure Häuser, viele Auto´s.
Wir haben Straßen, Bäder, viele Disco´s.
Wir haben Schmuck, Freizeit und Marmor-klo´s.
Wir haben Bilder an der Wand und große Fenster mit Rollo´s.
 
Sie haben Schmutz, Armut, keine Arbeit
Sie haben Aids, Löcher in der Straße und Krankheit
Sie haben Träume von besserer Zukunft
Sie haben nur ein schlechtes Vorbild in uns

©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)


Wetter:                                                                                             

a.: Heute haben wir Wetter

b.: Gestern war es auch schon da

a.: Wetter ist immer und überall

b.: Und doch ist es unfassbar

 

a.: Wetter kann gut sein

b.: Oder schlecht

a.: Einem

     Ist es immer recht

 

a.: Es kann auch warm sein

b.: oder Kalt

a.: Sommer

b.: Oder Winterzeit

 

b.: Stürmig

a.: Oder Windstill sein

b.: Hagel

a.: Oder Sonnenschein

 

a.: Wer sich ärgert ist ein Narr

b.: Wetter, das ist immer da

a.: Drum Mensch ärger dich nicht

     Nimm es hin, so wie es ist

 

b.: Auch ist es eigentlich

     Nie gut oder wirklich schlecht

a.: Und kalt oder warm

     Ist´s auch wirklich nicht

 

a.: Wetter ist Wetter

b.: Und doch ein Begriff

b.: Abstrakt und schwer berechenbar

a.: Wie Wetter nunmal ist

 

a.: Wetter ist gleichzeitig

     Gut und schlecht

     Erstrahlt in Berlin die Sonne

b.: So Tokyo im Blitzlicht

 

a.: Wetter gleicht sich selbst aus

b.: Der Wind folgt der Hitze

b.: Und ein Wolkenbruch kann Erlösung sein

a.: Nach schweißtreibender Schwüle

 

a.: Es treibt das Wasser

     Durch die Welt

     Dunst steigt auf

     Regen fällt

 

b.: Wen das stört, der ist ein Narr

     Nicht immer ist gutes Wetter himmelklar

     Und wer sich ärgert gleich wie ein Tor

     Den bringts auch nicht weiter als zuvor

 

b.: Wenn die Atmosphäre

      Voller Wolken ist

a.: Wähnt hinter der verdeckten Troposphäre

     Der Klügere, daß dort die Sonne ist

 

a.: Wetter und Erde

b.: Stehn im Zusammenspiel

a.: So erwärmt die Luft das Meer

b.: Und der Golfstrom die Luft ebensosehr

 

a.: Und der Hahn

     kräht weiter morgens auf dem Mist

b.: Denn Wetter ändert sich doch nicht

      Es bleibt was es ist

©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)


Wie ich mal nicht in der Lotterie gewann:                                                                   

Und das kam so: Jeder kennt das, man schläft und träumt von vielen Dingen. Man schläft in einem exclusiven Wasserbett, neben sich die Freundin und Weltschönheitskönigin der letzten 10 und nächsten 20 Jahre. Dann klingelt das Telefon und man wird von einem guten Freund zum Essem eingeladen. Raus aus den Wellen und den Armen der Liebe, rein in den neuen Armani. Keine Fliege, die trägt der Kellner, also Krawatte und Stecknadel. Ein Küsschen für die Schönheit, die eigene und die der Freundin.

Ok, nicht mehr viel Zeit, mit dem Fahrstuhl ins Erdgeschoss, durch den Empfangssaal und am Swimmingpool vorbei, zum Auto. Da es schnell gehen soll und der Chauffeur gerade nicht da ist, den Drittwagen. Türen hoch, 320 Pferde auf die Straße gebracht und ab zum nahen Strandrestaurant. Dort wartet der Bürgermeister, ein Freund schon auf einen, um bei einem wunderbaren Essen und bei einem guten Tropfen, auf die sonnige blaue See schauend, die Unterlagen und Genehmigungen für das neue Hotelprojekt zu überreichen.

Nunja, soweit der Traum. Aber zurück ins Bett: Langsam die Realität überschauend. Das Telefon klingelt. Rangehen: ok. Aber bloß nicht den Namen sagen, den wollen SIE wissen. Hallo, Frederic Höring hier [–Scheiße]. Schönen Guten Tag, schön das Sie es sind Herr Höring, Sie haben an unserem Gewinnspiel teilgenommen und wollen das Auto oder 35.000 € gewinnen? Jaja, natürlich. Schön Herr Höring, dann muss ich einmal Ihre Daten nachprüfen.

- Die Daten stimmen, auch wenn ich ihr erklären muss, wofür die Abk. App. steht. Sie versteht das dann.

Wie ist denn das Wetter in München, Herr Höring? –Es regnet.

Ok, Herr Höring, dann drücke ich Ihnen die Daumen für das Gewinnspiel und... –Dankeschön, aber machen Sie das dann bitte nur bei mir, sonst bringt es mir nämlich nichts! Das mache ich, Herr Höring. Den nächsten Zweien werde ich nicht die Daumen drücken. [- ok, immerhin etwas erreicht, die Zwei haben schonmal keine Chance mehr!] –Herr Höring! –Ja. Also, wir haben hier noch ein Los der Goldenen Klassenlotterie mit einer 96%igen Gewinngarantie für Sie bereitliegen. Dieses ist extra für Sie reserviert und wenn Sie den Wagen nicht gewinnen [Gedankengang: wie, nicht gewinnen?], können Sie ihn sich ja dann kaufen und um die Welt fahren...Ich habe ein Interesse an keinem Los! Wieso haben Sie kein Interesse an dem Los: Sie nehmen damit Teil an den noch größeren Gewinnausschüttungen der Klassenlotterie, mit Gewinnen von bis zu 11 Mio. und können einen Platz in der Skl-Show von Günther Jauch mit bis zu 5 Mio.€ gewinnen. –Mögen Sie den Herrn Jauch?

Naja, solange ich ihn nicht persönlich treffe schon. Ok, Herr Höring, aber 11 Mio. können Sie sicher gebrauchen, gerade wenn Sie den Wagen gewinnen, werden Sie Spritgeld brauchen. –Och wissen Sie, ich wohne in der Stadt, da muss man nicht für jede Fahrt den Wagen nehmen [leiser Gedankengang: zumal ich ihn, den Wagen, ohnehin verkaufen wollen würde, aber pssst, Sie redet wieder]. Wollen Sie denn das Geld nicht? –Mir reicht eigentlich der Wagen, die 11 Mio. gönne ich den Anderen. Nagut Herr Höring, von dem Geld können Sie doch auch Weltreisen machen, oder Frauen zum Essen einladen oder... [Gedankengang: Frauen, nicht schlecht, Sie argumentiert mit ihrem Geschlecht!Ich unterbreche aber:]Hey, ich kann kochen, wenn ich Frauen zum Essen einladen will, dann koche ich selbst! –kurzes fröhliches Lachen ihrerseits. Nagut Herr Höring, dann lade ich Sie zum Essen ein und schicke Ihnen das vorgemerkte Los an Ihre genannte Adresse. –Also, ich höre Ihnen ja gerne zu wenn Sie reden, [wieder fröhliches Lachen ihrerseits in meinem Ohr, schon eine nette Stimme] aber meine Antwort zu der Losfrage kennen Sie! Ok, Herr Höring obwohl ich Sie zum Essen einladen würde, und als Ihre persönliche Glücksfee weiterhin für Sie zuständig währe [Sagte sie „währe" –gebunden an das Los?-oder „bin", also auch für das Gewinnspiel um das Auto?-Ich weiß es nicht mehr so genau], haben Sie kein Interesse? Sie haben es erfasst, sage ich, es sei denn....Sie können mir garantieren, das die 96%ige Garantie[Gedankengang: Garantie = 96%?-Was nun? –Garantie oder 96%?], die Sie mir geben, Gewinnen bringen, die höher liegen, als die absolute Summe, die ich einsetzen muss. Wieder lacht sie. Langsam verliebe ich mich in Sie. Dann wieder Sie: Das kann ich Ihnen natürlich nicht garantieren, aber Sie müssen schon was tun, wenn Sie Glück haben wollen! –Naja, ich hoffe eigentlich darauf, Glück zu haben, nämlich ohne mitzuspielen, trotzdem zu gewinnen. Ich will nämlich schon Geld gewinnen, aber dafür nicht zuerst welches verlieren.-Das wäre Glück. Jetzt lachen wir beide: Sie über das was ich gesagt habe, ich, weil sie lacht. Also, wenn Sie mir 11 Mio. geben, nehme ich die gerne, und gehe auch gerne mit Ihnen Essen, aber ein Los nehme ich nicht. Schon gut Herr Höring, ich sehe schon, das das mit Ihnen nichts wird, dann wünsche ich Ihnen viel Erfolg bei dem Gewinnspiel und noch einen schönen Tag! –Dankeschön, ich wünsche Ihnen auch einen Schönen Tag.

Tschüüüß. –Aufwiederhören.

So werde ich denn wohl nicht in der Lotterie gewinnen. Kann ich das Auto trotzdem gewinnen? –Muss ich beim nächsten Mal glatt mal nachfragen. [Beim nächsten Gewinnspiel hören wir uns wieder, oder?-Das nächste Mal kommt bestimmt!]

PS: Damit kein falscher Eindruck entsteht: Ich telefoniere gerne mit diesen Damen, auch wenn ich keine Lose

kaufe. Zum Beweis: Ich habe schonmal mit einer Studentin telefoniert, die mich wegen einer Umfrage

angerufen hat, ein sehr persönliches Gespräch, über eine halbe Stunde lang. Wenn diese diese Geschichte

hören sollte, Sie darf sich gerne nochmal melden und mir sagen, um welche Umfrage es denn gegangen

wäre, wenn wir uns nicht über anderes Unterhalten hätten. –Auch eine Frau mit einer zauberhaften Stimme.

©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)


 
...will daß ihr mir zuhört:                                                                                                               
 
Ich will daß ihr mir zuhört                                                  Was mich irritiert
Hab daß Mikro in der Hand                                              Wovon ich glaube
Sing für euch                                                                       Daß ihr es nie kapiert
Über was mich stört                                                           (Auch)Wenn ihr an Krebs krepiert
 
Kann nicht zuseh´n                                                            Das Geschwür bleibt haften
Wie ihr die Welt zerstört                                                   Während Gräser entsaften
Kann nicht zuhör´n                                                            Und Wüsten entsteh´n
Ihr seid total verstört                                                         Die euren Gedanken ähnlich seh´n
 
Und ich will                                                                         Sich in den Schranken der Rationalität
Daß ihr mich seht                                                               Um die Selbsterhaltung drehn
Ich steh still
Wenn ihr euch umdreht                                                     Während andere vor die Hunde geh´n
                                                                                               Seid ihr auf der Bank
Hört bloß auf                                                                       Um euer Geld zu zähl´n
Mit eurem Gelaber                                                              Den Wagen zu waschen oder fern zu seh´n
Scheiß auf die Bild und
Lottosysteme von Faber                                                  Wer euch glaubt weiß es nicht besser
                                                                                              Stürzt ins offene Messer
Ihr seid manipuliert                                                            Der Gerechtigkeit
Sterilisiert                                                                            Die auf eurer Seite weilt
Trinkt euer Bier
Zu Pommes frittiert                                                            Den Schmerz auch die Wahrheit nicht heilt
                                                                                              Die eurer Welt entsagt
Sucht stundenlang                                                            Die euer Handeln anklagt
Nach Zebrastreifen                                                            Und doch an eurer Sturheit versagt
Und könnt dem Auto
Dann doch nicht ausweichen                                           Doch: Ihr sagt nur Rechtes:
                                                                                               Vergeßt es
Den Stengel im Mund                                                        Ihr sagt so gut wie nichts
Erzählt euren Kindern                                                        Bemerkt es
Drogen sind ungesund                                                     Wenn ihr was sagt
Und könnt doch nicht verhindern                                   Versteht es
                                                                                              Und denkt drüber nach
Daß die Milch im Fläschchen                                           Das ist es:
Und das geliebte Häschen
Dem Alkohol, dem Alltag weichen                                  Was ich vermisse!!!
Und sie eurem Vorbild nacheifern
 
Doch: Ihr tut (nur) euer Bestes
Vergeßt es
Ihr macht so gut wie nichts
Bemerkt es
Ihr macht nur kaputt
Versteht es
Was euch nicht gehört
Das ist es:
 
©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)

Will see you in Heaven:                                                                                         

Honey
Honey i leave you
Honey
Honey i leave you
 
Honey
I will miss you
Honey
I want to kiss you
 
Honey
Honey i will have to leave you
Honey
Honey i will miss you
 
Honey
My train is leaving the station
Honey
Beauty of the nation
 
Honey
My train is leaving the station
Honey
Your the beautyfulst woman of the nation
 
Honey
I miss your voice
Honey
But i don´t have any choice
 
Honey
I must leave you
But honey
I will miss you
 
Honey
Will you ever love me
Honey
I will love you
 
Honey
I will not leave you
But honey
I have to leave you
 
Honey
I say goodbye
And i wish you
Only the best things
 
Honey
The only thing to remember
Important
In my Life Is you
 
Honey
I say goodbye
Honey
I wish you a beautiful Life
 
Honey
I hope you can´t see me cry
And honey
I wish that i can fly
 
Honey
I would come back to you
Honey
I love you that´s true

©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)


 
Wintermärchen                    
 
Es war mal eine Wintersnacht
Es war so furchtbar kalt
Und ich ging ganz alleine
Durch den düstren Wald
Ich weiß nicht mehr wohin
Ich weiß nicht mehr warum ich ging
Ich ging mehr so dahin
Im Suchen lag kein Sinn
 
Es war mal eine Wintersnacht
Es war so furchtbar kalt
Und ich ging ganz alleine
Durch den düst´ren Wald
Ich geh durch den Wald
Auf einmal schreit es halt, halt halt
Schnee auf den Wipfeln
Auf den Bäumen
Auf den Höh´n
Hinter mir seh´s Mädchen steh´n
Wolken treibt der Wind
Sterne funkeln, Augen blitzen
Weißt du wo wir sind
Wolkenvorhang, Stimmen rufen:
Antwort weiß der Wind
Wolkenvorhang, Stimmen rufen:
Antwort weiß der Wind
 
Immer dem Wind nach
Immer dem Kind nach
Nur der Wind weiß wirklich wo wir sind
Immer dem Wind nach
Immer dem Kind nach
Nur das Kind weiß wirklich wo wir sind
 
Es war mal eine Wintersnacht
Es war so furchtbar kalt
Und ich ging ganz alleine
Durch den düstren Wald
Ich weiß nicht mehr wohin
Ich weiß nicht mehr warum ich ging
Ich ging mehr so dahin
Im Suchen lag der Sinn
 
©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)

Wissenschaft (die Wissende schafft):                             

 

Intro:  Ärzte braucht das Volk sehr viele

           Für Gesundheit und für Forscherei

           Doch steht vor dem Doktortitel die Hürde

           Des Fleißes und der Lernerei

 

Zu fortgeschrittener Stunde war´s

Im Lichte einer Kerze

Das er im dicken Buche las

Was Medizin ihn lehrte

 

Nur wenige Minuten später

Legte er´s ermattet nieder

Schaute den Berg Papier sich an

Und wünschte den Wald sich wieder

 

Gedanken fuhren durch sein haupt

Wie sollte er bestehen?

Sein Leben hing vom Ausgang ab

Und „Jedermanns Gehilfe“ war nicht zu sehen

 

Die Eule flog am Haus vorbei

Einblick in´s kalte Dunkel

Das Buch so schwer der Lernerei

Daneben der Flamme Gefunkel

 

 

Zu fortgeschritt´ner Stunde war´s

Im Schummerlicht der Kerze

Das er das dicke Buch mit Blicken maß

Denen Abscheu nicht entbehrte

 

Nur wenige Augenblicke später

Legte er sich ermattet nieder

Den Kopf er unterm Kissen barg

Dem Buch der Platz darauf oblag

 

Erfüllt von der Verzweiflung Hohn

Trachtend nach des Buches Wissen

Doch nicht gewillt zu hohem Frohn

War dem Aberglauben er zu vetrau´n beflissen

 

Nun war der Schlaf allerdings sehr beschwert

Alp und Atemnot ließen ihn schwitzen

Und dennoch blieb der Erfolg verwehrt

Es wollt´ alles nichts nützen

 

Bald schien die Sonne in sein Zimmer

Zeit war´s um aufzubrechen

Von der Nacht gezeichnet und mit blassem Schimmer

Mußte er mit dem schlimmsten rechnen

 

Outro: Den Doktortitel woll´n sehr viele

           Benötigt, bemittelt und beliebt

           Doch steht dem allem wohl im Wege

           Die Wissenschaft die ihn vergibt

 

©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)


Wo führt das hin:                                                                        

Blick nach vorn

beim Rückwärtstreten.

 

Zusammenstoß

mit dem,

 

der sich gerad

gebückt.

 

Trotz Enge,

nach dem

 

Kind im Wagen.

Schreiend,

 

Ruhe fordernd,

vom

 

Pöbel der laut schnattert,

schlafen verunmöglicht.

 

Trotz der Wichtigkeit

für

 

eine kommende Persönlichkeit,

die

 

Noch nichts sagen kann,

derweil

 

sie später

nichts mehr zu sagen hat,

 

den

Menschen,

 

die Fragen stell´n:

Mutter, Lehrer, Reporterin;

 

welche auch nichts wissen

über des Lebens Sinn,

 

da

man ständig

 

stolpert,

sich verspricht,

 

den

Weg nicht kennt,

 

oder vergißt:

das Wort,

 

gar

den Namen,

 

oder das man ist,

was man ist...

 

Wo

führt das hin?

©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)


Wohin du willst:                                                                                  

Ich geh mit dir wohin du willst
Auch bis ans Ende dieser Welt
Ich nehme dich bei der Hand
Und geh mit dir zum Strand
 
Dort bau ich uns ein Floß
Und wir fahren raus aufs Meer
Nur noch der Wind und die Wellen
Um uns her
 
Ich fahr mit dir wohin du willst
Auch bis ans Ende dieser Welt
Ich nehme dich mit auf das Floß
Und mach die Leinen los
 
Dann sitzen wir auf unsrem Floß
Und fahren raus aufs Meer
Nur noch den Wind und die Wellen
Um uns her

©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)


Wo ist Helga? (2005)                                                                       

Wo ist Helga?

Hast du sie gesehen?

Alle rufen und suchen,

Und das schon seit Jahren!

 

Zelt an Schnur

Hallt ihr Name,

Bei Wind und Wetter,

Wie eine Fanfare.

 

Über den Chiemsee

Und´s Reggae-Festival.

Gibt die Musik ruh,

Hat Helga Revival.

 

Doch wo ist Helga?

Hört sie zu?

Versteckt sie sich?

Mag sie Reggae nicht?

 

All die coolen Leute,

Die fetten Vibes and styles,

Die schönen Bräute

Und die Party-Meute?

 

Die Berge fern am Horizont?

Die Musik als Background,

Wenn der Letzte schlafen geht,

Die Sonne schon ihr Licht aufdreht?

 

Und jedes Jahr,

Zur gleichen Zeit,

Warten fette Line-Ups

Auf die Welt:

 

Alle tanzen und singen

In die Nacht hinein;

Doch können sie nicht schlafen:

Wo mag Helga sein?

 

Und meldet sich eine,

Sagt: Ich bin doch hier!

Geht die Diskussion weiter,

Wer glaubt schon ihr?

 

Helga ist längst Legende,

Und der Weg das Ziel:

Drum lebe der Reggae

Vom Chiemsee gibts nie zuviel

 

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x den Traum                                  
 
Du hast den Gedanken                                                                                                             Es ist nur ein Traum
Die gute Idee                                                                                                                              Der die Sehnsucht befreit
Ab jetzt wird alles anders
Und nur du weißt wie
                                                                                                                                                       Du hast den Gedanken
                                                                                                                                                       Die gute Idee
Die Umwelt malst du grün                                                                                                         Ab jetzt wird ...
Und den Himmel malst du blau
Mir malst du ein Bild                                                                                                                  Die Städte malst du bunt
Auf dem sind alle Menschen schlau                                                                                       Und Konflikte malst du friedlich
                                                                                                                                                       Und mir malst du ein Bild
                                                                                                                                                       Auf dem steht: „Ich lieb dich"
Es ist nur ein Traum
Und du schläfst an meiner Seite
Es ist nur ein Traum                                                                                                                    Es ist nur ein Traum
Ich lieb dich Gestern, Morgen, Heute                                                                                      Doch wir träumen ihn weiter
                                                                                                                                                       Es ist nur ein Traum
Du hast den Gedanken                                                                                                               Doch dieser Traum ist heiter
Die gute Idee
Ab jetzt wird alles anders                                                                                                           Du hast den Gedanken
Und nur du weißt wie                                                                                                                  Die gute Idee
                                                                                                                                                        Ab jetzt wird ...
Die Flüsse malst du rein
Und die Zukunft malst du rosa                                                                                                  Die Grenzen malst du offen
Und mir malst du ein Bild                                                                                                            Und die Welt malst du tolerant
Auf dem steht nur: „alles Super"                                                                                               Und mir malst du ein Bild
                                                                                                                                                        Den Kniefall von Willy Brandt
Es ist nur ein Traum
Und ich schlaf an deiner Seite                                                                                                   Es ist nur ein Traum
Es ist nur ein Traum                                                                                                                    Doch er führt uns zum Ziel
Doch er bewegt uns beide                                                                                                         Es ist nur ein Traum
                                                                                                                                                        Und doch ein schönes Spiel
Du hast den Gedanken
Die gute Idee                                                                                                                                 Du hast den Gedanken
Ab jetzt wird alles anders                                                                                                            Die gute Idee
Und nur du weißt wie                                                                                                                   Ab jetzt wird alles ...
 
Den Wald malst du gesund                                                                                                          Die Herzen malst du gut
Und die Tiere malst du glücklich                                                                                                 Und die Menschen malst du ehrlich
Und mir malst du ein Bild                                                                                                              Und mir malst du ein Bild
Auf dem sind alle Menschen wichtig                                                                                        Auf dem steht: „Liebe ist unsterblich"
 
Es ist nur ein Traum                                                                                                                      Es ist nur ein Traum
Doch er bleibt an unsrer Seite                                                                                                     Doch wir leben für ihn
(re. oben weiter)                                                                                                                             Es ist nur ein Traum
                                                                                                                                                          Er gibt unsrem Leben Sinn (links weiter)
 
Du hast den Gedanken
Die gute Idee
Ab jetzt wird alles anders
Und nur du weißt wie
 
Phantasie malst du sehr groß
Und die Westen malst du weiß
Und mir malst ein Bild
Auf dem hat jeder etwas Reis
 
Es ist nur ein Traum
Und doch ist er die Zukunft
Es ist nur ein Traum
Auf den die ganze Menschheit hofft
 
Du hast den Gedanken
Die gute Idee
Ab jetzt wird alles anders
Und nur du weißt wie
 
©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)

Zerstörung                      
 
Als ich gestern Morgens
Auf die Straße ging
Glaubte ich zu träumen
Alles war dahin
 
Standen einst noch Häuser
NunRuinen um mich her
Konnte es kaum glauben
Alles war so leer
 
Wo gestern noch der Bach so blau
Das Blut nun floß zum Meer
Und ich war alleine
Schweigen traf mich schwer
 
Wohin noch die Sonne schien
Nun Körper bedecken des Grases grün
Und wohin ich schaue
Kann ich meine Freunde seh´n
 
Sah ich gestern Auto´s fahr´n
So höre ich nun die Panzer zieh´n
Kann den Menschen nicht verzeih´n
Die dieses Unglück raufbeschwör´n
 
©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)

Zugfahrt:                                                                                                                            

Ich sitze im Zug,
es ist kurz vor Mitternacht
und ich kann nicht schlafen weil:
der Zug sonn´Krach macht.
Außerdem unterhalte ich mich lieber,
mit der Thailänderin, der Studentin dem Italiener:
mir gegenüber.
Ihre Geschichten,
halten mich wach.
Man kennt sich zwar mitnichten,
doch man lacht:
zusammen,
und vergißt dabei:
Die Müdigkeit,
halb eins, halb zwei, halb drei...

©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)


Zukunft:                                                                                                                             

Dreh dich zu mir um
zeig mir dein Gesicht
Komm... dreh dich um:
zu mir
 
Wir reden über
die Vergangenheit
über eine längst
vergessene Zeit
 
Lass uns über die
Zukunft sprechen
Eine ferne Zeit
berechnen

©Copyright by Poetslam (Frederic Höring)