Die klassische Staatswirtschaftslehre hielt Schuldenmachen nur für berechtigt, wenn damit reale Werte geschaffen wurden und sie verlangt möglichst rasche Tilgung aller öffentlichen Verpflichtungen um die Zinslast zu beschränken und die Währungsstabilität zu sichern.
In den Lehrbüchern steht immer noch die falsche Theorie von Keynes und viele Professoren glauben immer noch man könne damit Probleme lösen. Keynes geht davon aus, dass alle Krisen durch erhöhte Staatsausgaben überwunden werden können und diese Ausgaben, auch wenn sie Schulden bedeuten, problemlos sind.
Der Keynesianismus wird aber immer weniger laut gelobt, da er letztendlich zum Staatsbankrott führt und die Praxis gezeigt hat, dass er kontraproduktiv ist. Schulden der öffentlichen Hand sind ungesunde Schulden. Der Staat nimmt Geld auf, weil er zahlungsunfähig ist, weil er mehr ausgab als er einnahm. Die Schulden schaffen keine zusätzlichen Werte, zahlen sich nicht von selber ab und müssen von den Ersparnissen der Bürger finanziert werden. Sobald diese Ersparnisse nicht mehr fließen, kommt es zur Katastrophe.
Der Staat lockt das Geld mit hohen Zinsen an. Geld darf aber nicht mehr kosten als es bringt. Ein hoher Zins kann nicht verdient werden und zwingt zur Aufnahme immer neuer Kredite und bedeutet praktisch Zinseszins. Durch Schuldenmachen werden Lasten in die Zukunft verlagert, Kosten-Nutzen-Vergleiche unmöglich, und maßlose Ansprüche akzeptiert weil diese niemand am eigenen Leibe spürt, solange die Zinsen nicht mehr ausmachen, als früher der ganze Staatsverbrauch.
Schon 55 vor Chr. erklärte Marcus Tullius Cicero vor dem römischen Senat:
"Wenn der Staat nicht Bankrott gehen soll, muß der Staatshaushalt ausgeglichen werden. Da müssen die öffentlichen Schulden verringert und vollständig zurückbezahlt werden. Da muß die Arroganz der Behörtden kontrolliert und gemäßigt werden. Da müssen die Bürger wieder lernen zu arbeiten, statt auf öffentliche Rechnung zu leben."