Über Wirtschaft haben fast immer nur Leute nachgedacht, die selbst überhaupt nicht gewirtschaftet haben. Fast jeder der heute behauptet, etwas von Wirtschaft zu verstehen, ist selber überhaupt kein Teil dieser Wirtschaft. Vorwiegend handelt es sich um Professoren der Nationalökonomie, also Beamte auf Lebenszeit. Sie sind heute von der Marktwirtschaft entfernter als man denken kann, denn kaum ein Beamter ist in der Lage, das Wesen der freien Wirtschaft zu begreifen.
Freiwillig wäre kein Bürger bereit, die als Wohltaten verkauften, massenhaften staatlichen Ausgaben zu finanzieren. Weil die Bürger von sich aus nie bereit wären, Schulden aufzuhäufen, um damit Filme in Hollywood, Schiffsbau in Korea oder andere Dinge zu subventionieren, fühlt sich ein von seiner Omnipotenz überzeugter Staat gezwungen, immer mehr Kredite aufzunehmen, womit er letztlich die freie Wirtschaft ruiniert. Es ist ein Irrweg, wenn die Regierung glaubt, um Wachstum zu schaffen, bräuchte man der Wirtschaft nur noch weitere kreditfinanzierte Subventionen zuführen. Wer so handelt, arbeitet, ohne es zu wissen, an der Vernichtung des Staates und der Volkswirtschaft.
Je mehr öffentliche Investitionen durchgeführt werden, umso weniger private Investitionen die sich rechnen wird es geben, denn es gibt keine staatlichen Investitionen die sich auf Dauer rechnen. Je mehr der Staat investiert, desto geringer wird das Wirtschaftswachstum und somit die Steuereinnahmen. Das liegt daran, dass die staatlichen Investitionen mit Krediten finanziert werden, welche mit Zins und Zinseszins zurückbezahlt werden müssen. Zinsen und Tilgungen können nur mit Steuererhöhungen bezahlt werden. Je länger diese Wahrheit in die Zukunft verlagert wird, desto teurer kommt es die Menschen zu stehen. Es kann nur eine Konjunktur- und Strukturpolitik geben: den sofortigen Abbau der Staatsverschuldung.
Im Gegensatz zur privaten Wirtschaft wird beim Staat nicht bilanziert. Es gibt keine Gewinn- und Verlustrechnung. In der "kameralistischen Buchhaltung" werden Folgekosten von Investitionen nicht erfaßt. Erfaßt werden auch nicht die Ausgaben für Steuervergünstigungen, die das System unüberschaubar machen. Transparenter wäre es, denen die man unterstützen möchte, das Geld direkt aufs Konto zu überweisen. Am besten wäre es, sämtliche steuerlichen Ausnahmen zu beseitigen und statt dessen, sofern noch möglich, für alle Bürger die Steuern zu senken.
Warum gehen die Staatsschulden immer weiter in die Höhe? Alle Staaten müssen immer wieder Kredite aufnehmen, weil sie sonst die hohen Zinslasten für die aufgehäuften Schulden nicht mehr bedienen könnten. Es ist eine politische Wahnvorstellung, daß man letztendlich mehr kassieren könnte als man ausgibt. Würde der Staat uns in Höhe der Schulden die er aufgehäuft hat, tatsächlich besteuern, würden sich die Bürger solche Lasten nicht mehr bieten lassen. Deshalb wird bis zum großen Crash alles in die Zukunft verschoben.