Von der ADS-Front - Aus ADSler Sicht.





Journalismus ist
die Addition von Personen,
die Addition von Berufsrollen und
das Ergebnis von Kommunikationsprozessen.

(Journalismusforschung
- Scholl/Weischenberg 1998
)


Journalismus ist
der Produktionsprozess von Medienaussagen, der "klassenabhängig"
ist sowie den Bedingungen der Kapitalverwertung und der Entwicklung der "Produktivkräfte" unterliegt.

(materialistische Medientheorie
- W. D. Hund / B. Kirchhoff-Hund 1980)

Der  Originalmodus des journalistischen Handelns ist durch die Einbettung der Massenkommunikation über das soziale Handeln in lebensweltliche Kontexte verständigungsorientiert.
(Legitimus der Mainzer Schule
- Baum 1994
)


Entscheidend ist die Frage,
wie journalistische Berufseinstellungen legitimiert sind, also "ob diejenigen, die den größten Einfluss auf die Inhalte der Massenkommunikation ausüben,
mit dieser Macht so umgehen, dass der Gemeinschaft daraus kein Schaden erwächst".

(Legitimistischer Empirialismus
- Wolfgang Donsbach 1982)


Für institutionelles Handeln, wie es das journalistische Handeln darstellt, in der nicht einzelne Akteure (Journalist) im Mittelpunkt stehen, sondern die Zusammenhänge journalistischer Handlungen (Handlungsnetze) als komplexe soziale Ereignisse, ist es charakteristisch, daß die Funktion und der Zweck der Institution den Rahmen bilden für die Intentionen von Einzelhandlungen. Umgekehrt eröffnen die individuellen Handlungen aufgrund ihres indexikalischen Charakters auch einen Weg zur Rekonstruktion der Funktionen und Zwecke von Institutionen.
(kritische Handlungstheorie
- Bucher 2000)


Journalismus ist ein Funktionssystem in der Gesellschaft. Er ist gesellschaftlich eingebettet und stets abhängig vo einem soziohistorisch zu bestimmenden Gesellschaftssystem. Die journalismusspezifische Funktion identifiziert sich in der "Herstellung und Bereitstellung von Themen zur öffentlichen Kommunikation."
(funktionalistische Systemtheorie
- Rühl 1980 / 1992)

Aus einer integrativen Perspektive wird Journalismus als ein Mediensystem bestimmt durch Normen (Systeme), Strukturen (Institutionen), Funktionen (Medienaussagen) und Rollen (Medienakteure). Er liefert nach diesen Bedingungen und Regeln Wirklichkeitsentwürfe.
(Integrative Sozialtheorie
- S. Weischenberg - 1992)

Journalismus ist ein "kultureller Diskurs" und Teil der Populärkultur. Er dient als Bereich der Alltagskultur als Sphäre zur (Re-)Produktion von Bedeutung, Sinn und Bewußtsein.
(Cultural Studies
- J.Hartley 1996/S.Allan 1999/R.Renger 1999)


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