Von Graevenitz studierte zunächst von 1955 bis 1956 Volkswirtschaft an
der Universität Frankfurt am Main und wechselte kurze Zeit später das Fach: Kunst an der
Akademie der Bildenden Künste in München von 1956 bis 1961 bei Ernst Geitlinger.
Ende der 50er Jahre wird er Herausgeber
der Zeitschrift "Nota" und zu Beginn der 60er Jahre wird er Mitbegründer der
"Nouvelle Tendance". Er stand mit der Pariser "Groupe de Recherche d`Art
Visuel" in Verbindung, die sich mit kinetischer Kunst beschäftigte. In den Jahren
1958 bis 1959 entwickelte er weiße, statische Reliefs, deren Struktur je nach dem
Betrachterstandort variierte, so zum Beispiel die Arbeit "Vier Felder" von 1959.
Ein Jahr später schuf Graevenitz kinetische Kastenobjekte mit motorbetriebenen Elementen.
Dabei spielte die Unvorhersehbarkeit der Geschwindigkeit, der Objektbewegung eine zentrale
Rolle.
Graevenitz galt als Mitbegründer der
Gruppe "Nouvelle Tendence". Ab 1964 beschäftigte er sich mit kinetischen
Lichtobjekten, wie in der 1966 entstandenen Arbeit "Große Lichtwand". 1970
nimmt Graevenitz eine Dozentur an der Hochschule für Film und Fernsehen in München an.
Im selben Jahr zieht er von München nach Amsterdam (NL).
1983 stirbt Gerhard von Graevenitz bei
einem Flugzeugunglück in der Schweiz. |