Nazimorde
1989
27.7. Gelsenkirchen: Ein Obdachloser wird von zwei Nazis
so schwer zusammengeschlagen, dass er kurze Zeit später stirbt.
1990:
6.3. Berlin: Der pakistanische Student Mahmud Azhar
stirbt an seinen Verletzungen, nachdem er im Januar von einem rassistischen
Deutschen zusammengeschlagen wurde.
7.9.
Brandenburg: Der Pole Andrzej Fratczak wird von 3 Neonazis in einer Disco in
Lübbenau erstochen.
17.11. Kempten (Allgäu): Ein Mann aus der Türkei stirbt nach einem
Brandanschlag.
17.11. Berlin: Ein Äthiopier wird erstochen aufgefunden.
24.11. Eberswalde: 50 Nazis greifen eine Gruppe von Arbeitern aus Angola und
Mosambik an und töten den Angolaner Antonio Amadeu.
11.12. Berlin:
Drei Skinheads kommen in die Wohnung von Klaus Dieter R. schlagen derart brutal
auf den 24-Jährigen ein., dass dieser sich aus dem 10. Stockwerk in den Tod
stürzt.
28.12. Hachenburg im Westerwald: Der 17jährige Kurde Nihat Yusufoglu wird auf
offener Straße von einer Nazi-Gruppe erstochen.
31.12
Flensburg: Ein angetrunkener jugendlicher Skinhead schlägt in der Silvesternacht
1990 in Flensburg einen 31 Jahre alten Obdachlosen zusammen und tritt auf den
Wehrlosen danach noch mit seinen Stiefeln ein. Sechs Tage später stirbt der
Schwerverletzte an den Folgen der Schläge und Tritte.
1991:
1.1. Rosdorf bei Göttingen: Alexander Selchow wird von
zwei Nazis erstochen.
23.2. Sachsen: Ein Mann aus Afghanistan stirbt nach einem Überfall auf eine
Flüchtlingsunterkunft wegen nicht erhaltener medizinischer Hilfe.
31.3. Dresden: Der mosambikanische Arbeiter Jorge Joao Gomodai wird in der
Staßenbahn zusammengeschlagen und aus der fahrenden Bahn geworfen. Er stirbt
kurz darauf.
6. April
Dresden: Der 28-jährige Mosambikaner Jorge João Gomondai stirbt an seinen
schweren Kopfverletzungen. Eine Woche zuvor war er von Skinheads nachts in der
Straßenbahn drangsaliert, geschlagen und in Panik versetzt worden. Gomondai
stürzte aus der Bahn in den Tod.
8.5. Gifhorn: Der 23jährige Mathias Knabe wird von 20 Nazi-Skinheads angegriffen
und vor ein fahrendes Auto gehetzt. Am 4. 3. 1992 erliegt er seinen
Verletzungen.
1.6. Leipzig: Ein Nazi stößt einen 35jährigen Mann nach einem Streit aus der
Straßenbahn. Der Mann stirbt wenige Tage später an seinen Verletzungen.
4.6. Käsdorf (Niedersachsen): Helmut Leja wird von zwei Nazis angegriffen und
erstochen.
16.6. Friedrichshafen: Der 34jährige Angolaner Agostinho wird von einem DVU-Nazi
erstochen.
7.7. Gelnhausen: Ein Sinto wird von rassistischen Deutschen erschossen.
19.9. Saarlouis: Bei einem Brandanschlag auf eine Flüchtlingsunterkunft stirbt
Samuel Kofi Yeboah aus Ghana.
29.9. München: Ein Mann aus Rumänien wird von zehn Nazis überfallen und brutal
mißhandelt. Er stirbt am 10. 12. 1991.
12.11. Berlin: Nach Auseinandersetzungen mit rassistischen Deutschen stirbt der
19jährige Mete Eksi an seinen Verletzungen.
3.12. Hohenselchow (Mecklenburg-Vorpommern): Ein 30jähriger Mann wird von Nazis
erschlagen.
14.12. Der 27jährige Timo Kählke wird erschossen und in seinem Auto verbrannt.
Sowohl der 20 Jahre alte Mörder wie auch die drei Mittäter im Alter zwischen 20
und 29 Jahren gehören zur Wehrsportgruppe "I. Werwolf-Jagdeinheit Senftenberg".
1992:
5.1. Augsburg: Ein Nigerianer stirbt nach einer
Auseinandersetzung vor einer Diskothek
11.1. Hannover: Ein Bewohner einer Flüchtlingsunterkunft wird von einem
Bundeswehrsoldaten so schwer mißhandelt, daß er am nächsten Tag stirbt.
31.1. Lampertheim: Eine dreiköpfige Familie aus Sri Lanka kommt bei einem
rassistischen Brandanschlag auf eine Flüchtlingsunterkunft in den Flammen um.
6.3. Reilingen bei Mannheim : Ein Mann aus der Türkei wird von Nazis ermordet.
14.3. Saal bei Rostock: Der 18jährige Dragomir Christinel aus Rumänien wird von
rund 40 rassistischen Deutschen überfallen und erschlagen.
18.3. Buxtehude: Der 53jährige Gustav Schneeklaus wird von zwei Nazis
zusammengeschlagen, weil er Hitler einen Verbrecher genannt hat. Drei Tage
später erliegt er seinen Verletzungen.
19.3. Flensburg: Der 31jährige Obdachlose Ingo Finnern wird von einem Nazi
zusammengeschlagen und ins Hafenbecken geworfen und ertrinkt.
4.4. Hörstel (NRW): Nach Brandstiftung in einer Flüchtlingsunterkunft stirbt der
dort untergebrachte Erich Bosse.
24.4. Berlin-Marzahn: Der 29jährige Vietnamese Nguyen Van Tu wird auf offener
Straße von einem Nazi erstochen. Die zahlreich umherstehenden Deutschen sehen
tatenlos zu.
25.4. Werder: Peter K. aus Potsdam wird auf einem Fest von einem Mitglied der
Nazi-Gruppe 'Wannseefront' totgeschlagen.
10.5. Magdeburg: 60 Nazis überfallen ein Gartenlokal. Der 23jährige Thorsten
Lambrecht stirbt zwei Tage später an den Folgen eines schweren Schädelbruchs.
1.7. Neuruppin (Brandenburg): Der 50-jährige Emil Wendtland wird im Rosengarten
in Neuruppin erstochen. Drei Skins verabredeten sich zum "Penner klatschen" und
stießen auf den Obdachlosen. Nachdem sie ihn zusammengeschlagen haben, sticht
einer der Täter mit einem Messer auf den Wehrlosen ein..
5.7. Kreis Pasewalk: Zwei Jäger erschießen angeblich irrtümlich zwei „illegal„
einreisende Flüchtlinge in der Nähe der polnischen Grenze.
8.7. Kemnat-Ostfildern (b. Stuttgart): 7 Nazis erschlagen den Arbeiter Sadri
Berisha, einen 55 jährigen Kosova-Albaner, in einem Bauarbeiter-Wohnheim.
31. Juli Rheinland-Pfalz: Der 49-jährige Obdachlose Dieter Klaus Klein wird im
Park von Bad Breisig von zwei Skinheads zusammengetreten und danach mit einem
Kampfmesser niedergestochen. Der Obdachlose, der auf einer Brunnenmauer schlief,
war vom Lärm der Skinheads, die auch "Sieg Heil" riefen, aufgewacht und hatte
sich den Krach verbeten.
3.8. Stotternheim (Thüringen): Drei Nazis ermorden den 24jährigen Polen
Inreneusz Syderski.
24.8. Koblenz: Ein Nazi erschießt den 35jährigen Obdachlosen Frank Bönisch.
29.8. Berlin-Charlottenburg: Zwei Nazis ermorden den 58jährigen Obdachlosen
Günter Schwannicke.
November 1992 Lehnin (Brnadenburg): Der 52-jährige Obdachlose Rolf Schulze wird
von zwei Skinheads getreten, mit Fäusten traktiert, mit einer Propangasflasche
geschlagen und mehrmals im Kölpinsee untergetaucht. Später übergießen die Täter
die Leiche mit Benzin und zünden sie an.
10.10.
Hoyerswerda: Bei einem Nazi-Überfall auf antifaschistische Besucherinnen und
Besucher einer Diskothek wird Waltraud Scheffler von den Nazis so schwer
verletzt, daß sie am 23. 10 1992 an den Folgen stirbt.
19.10. Berlin: In der Nähe des Kurfürstendamm’s schlagen mehrere Rassisten einen
37jährigen Peruaner zusammen und erstechen ihn dann.
Nov. Königstwusterhausen (Brandenburg): Zwei Antifaschisten werden in der Nähe
der S-Bahn tot aufgefunden, nachdem Drohbriefe von Nazis vorausgeganegn waren.
13.11. Wuppertal: Zwei Nazis verletzen den 53jährigen Karl-Hans Rohn durch
Schläge und Fußtritte lebensgefährlich, überschütten ihn mit Alkohol und zünden
ihn an, weil sie ihn „für einen Juden“ gehalten haben.
21.11. Wülfrath: Der 92jährige Jude Alfred Salomon stirbt nach einer Schlägerei
mit einem ehemaligen SS-Oberführer der ‚Organisation Todt‘ in einem Altersheim
an Herzstillstand.
21.11. Ostberlin: Nazis ermorden den 27jährigen Antifaschisten Silvio Meier und
verletzen mehrere seiner Begleiter.
23.11. Mölln: Bei einem Brandanschlag von Nazis auf zwei von mehreren Familien
aus der Türkei bewohnte Häuser sterben Yeliz Arslan (10), Vahide Arslan (51) und
Ayse Yilmaz (14). Neun weitere Bewohner werden zum Teil schwer verletzt.
6.12. Jänschwalde: Ein kroatischer Arbeiter stirbt bei einem Brandanschlag.
27.12. Neuss: Ein Mann aus der Türkei wird von Nazis vor ein Auto getrieben.
Fazit 1992: Das Archiv für Sozialpolitik (Frankfurt/Main) zählt 1992 41
nachgewiesene oder vermutete Nazi-Morde.
1993:
7.1. Wetzlar: Ein Nazi tritt einen Obdachlosen tot.
15.1. Erfurt: Zwei Nazis verprügeln einen Mann und stoßen ihn vor ein Auto, das
ihn tödlich erfaßt.
18.1. Arnstadt: Zwei Nazis schlagen einen 46jährigen Mann zusammen und lassen
ihn auf einer verkehrsreichen Kreuzung liegen, wo er von einem Auto überfahren
wird.
22.1. Freiburg: Die Antifaschistin Kerstin Winter wird durch eine
Nazi-Paketbombe ermordet.
23.1. Schlotheim: Ein Punk wird von einem Nazi im Verlauf einer Schlägerei mit
einem Messer erstochen.
3.2. Suhl: Der Antifaschist Olaf H. wird erhängt in seiner Wohnung aufgefunden.
Freunde von Olaf bezweifeln auf Grund häufiger Nazi-Drohbriefe den Selbstmord.
19.2. Hoyerswerda: Eine Gruppe von Nazis greifen Musiker einer Band an, schlagen
Mike Zerna zusammen und kippen ein Auto auf ihn.
26.2. Hoyerswerda: Ein Mann stirbt an den Folgen eines Angriffs von Nazis.
9.3. Mülheim: Der 55jährige türkischer Rentner Mustafa Demiral wird am
Rhein-Ruhr-Zentrum von zwei REPs angegriffen. Ihm wird seine Hinrichtung
vorgespielt. Er stirbt daraufhin an einem Herzinfarkt.
24.4. Magdeburg: Mathias L. wird bei einem Nazi-Überfall auf eine Diskothek
ermordet.
27.4. Obhausen (Sachsen-Anhalt): Ein junger Mann stirbt an den Folgen einer
Verletzung, die er beim Überfall von Nazis am 24. April auf eine von
Antifaschistinnen und Antifaschisten besuchte Diskothek erlitten hatte.
29.4. Thüringen: Mitglieder einer Nazi-Metal-Band ermorden Sandro Beyer.
20.5. Coburg: Bei einem Brandanschlag auf ein Wohnhaus wird ein Mensch getötet
und vier weitere verletzt.
21.5. Göttingen: Ein 20jähriger Mann, der mit einem türkischen Bekannten und
einer bulgarischen Freundin auf einem Fest von Nazis verletzt wurde, starb kurze
Zeit darauf.
29.5. Solingen: Bei dem Nazi-Brandanschlag werden fünf Menschen aus der Türkei,
Saime Genç, Hülya Genç, Hatice Genç, Gülsüm Ince, Gülistan Öztürk ermordet.
10.6. Dresden: Ein Arbeiter aus Mosambik stirbt bei einem Brandanschlag.
17.6. Duelmen: Der 41jährige Kurde Abdi Atalan wird von zwei etwa 20jährigen
rassistischen Deutschen erschossen.
29.6. Mühlhausen (Thüringen): Ein Rassist tötet einen 26jährigen rumänischen
Flüchtling mit Messerstichen.
22.7. Uelzen: Ein Nazi hat einen sechzehn Jahre alten Schüler aus Lüneburg
niedergeschlagen und dann in Brand gesetzt.
19.9. Werneuchen bei Bernau: Der 51jährige Horst T. wird von 5 deutschen
Jugendlichen zusammengeschlagen, in Brand gesetzt und in den Oder- Havelkanal
geworfen.
5.10. Bad Wildungen: Bei einem Brandanschlag sterben ein Mann aus Sri Lanka,
seine deutsche Frau und ihre beiden Kinder.
10.10. Düsseldorf: Ein Obdachloser aus der Türkei wird von Nazis durch
Messerstiche ermordet.
7.12. Hamburg / Bremen: Der 19jährige Kolong Jamba aus Gambia wird von einem
Rassisten im Zug von Hamburg nach Bremen ermordet.
25.12. Kaltenkirchen: Ein Mann aus der Türkei stirbt bei einem Brandanschlag.
1993 Das Archiv für Sozialpolitik (Frankfurt/Main) zählt 1993 53 nachgewiesene
oder vermutete Nazi-Morde.
1994:
26.1. Humboldt-Gremberg: In einer Flüchtlingsunterkunft
wird gezielt gegen eine bosnische Roma-Familie ein Nazi-Brandanschlag verübt. In
Folge dieses Anschlags sterben am 7. Februar die 61jährige Raina Jovanovic und
am 12. März die 11jährige Jasminka.
1.2. Ein unbekannter Flüchtling aus Zaire, der als „blinder Passagier„ auf einem
deutschen Frachtschiff entdeckt wird, wird von der Mannschaft über Bord geworfen
und ertrinkt.
16.3. Stuttgart: Bei einem Brandanschlag von einem Nazi sterben sieben Menschen
aus anderen Ländern, und 16 werden schwer verletzt.
20.4. Göttingen: Bei einem Brandanschlag auf ein Wohnhaus in Göttingen stibt
eine Frau aus der Türkei.
22.6. Bochum: Der 9jährige Mohamed Badaoui erstickt in Folge eines
Brandanschlages auf eine Flüchtlingsunterkunft.
26.7. Berlin: 8 Rassisten greifen 2 Männer aus Polen an. Dabei wird einer der
beiden Polen in die Spree geworfen wo er ertrinkt.
27.9. Magdeburg: Farid Boukhit stirbt an den Folgen seiner Verletzungen vom
Nazi-Pogrom in Magdeburg vom 12. Mai 1994.
6.11. Der 18jährige Piotr Kania wird von Nazis ermordet.
8.11. Rotenburg: Ein Bundeswehrsoldat ersticht einen 18jährigen Antifaschisten.
20.11. Zittau: Ein Nazi ersticht den 18jährigen Michael Gäbler, der einige Nazis
zur Rede gestellt hat.
1994 Das Archiv für Sozialpolitik (Frankfurt/Main)zählt 1994 33 nachgewiesene
oder vermutete Nazi-Morde.
1995:
4.1. Zell: Bei einem Brandanschlag sterben zwei
kosova-albanische Mädchen im Alter von 2 und 4 Jahren.
8.1. Mellendorf b. Hannover: Eine Serbin und ihre drei Kinder sterben beim
Brandanschlag auf einen Wohncontainer.
5.2. Velbert:
Der Obdachlose Horst Pulter wird in der Nacht im Stadtpark von Velbert
erstochen. Eine siebenköpfige Gruppe von 16- bis 24jährigen Rechtsextremisten
will "Penner klatschen" und stößt auf den 65-Jährigen. Er wird mit Tritten
gequält, der 22-jährige Peter D. versetzt dem Obdachlosen einen tödlichen
Messerstich.
Juni Sachsen: Peter T. stirbt 9 Tage nach einem Nazi-Überfall in Sachsen im
Krankenhaus.
22.6. Bochum: Bei einem Brandanschlag auf ein Haus in dem hauptsächlich
Flüchtlinge aus dem Libanon lebten, erstickt der 9jährige Eisam Chandin am
Rauch.
29.8. Ulm: Bei einem Brandanschlag auf ein Hochhaus werden zwei Flüchtlinge aus
Ghana und dem Tschad ermordet.
5.9. Lübeck: Ein Deutscher und eine Frau aus der Türkei sterben bei einem
Brandanschlag auf ein Haus in Lübeck.
24.12. Bergkamen: Bei einem Brandanschlag auf eine Flüchtlingunterkunft sterben
3 Kinder.
1995 Dagmar K. und drei weitere Menschen werden von drei Nazis im Laufe des
Jahres ermordet.
1996:
18.1. Lübeck: Beim Nazi-Massaker werden 10 Menschen aus
Zaire, Ghana, Togo, Tunesien, Syrien und dem Libanon ermordet: Françoise
Makodila Landu (27), Christelle Makodila Nsimba (6), Jean-Daniel Makodila Kosi
(1), Legrand Makodila Mbongo (4), Miya Makodila (12) Christine Makodila (19),
Rabia El Omari (17), Silvio Bruno C. Amossou (27), Monica Maiamba Bungo (27),
Nsuzana Bungo (6)
15.2. Brandenburg: Der Antifaschist Sven Beuter wird von einem Nazi ermordet.
August Heilbronn: Ein 44-jähriger Mann wird von 6 Nazis totgeschlagen.
23.10. Leipzig: Der Syrer Achmed Bachir wird von zwei Nazis mit Messerstichen
ermordet.
1997:
1.1. Greifswald: Vier deutsche Rassisten ermorden einen
57jährigen Obdachlosen.
31. Januar Fredersdorf (Brandenburg): Der Vietnamese Phan Van Toau wird am am
Bahnhof von einem Deutschen hochgehoben und mit dem Kopf nach unten auf den
Betonboden geworfen. Das 42-jährige Opfer stirbt drei Monate später.
9.2. Magdeburg: Der 17-jährige Punk Frank Böttcher wird am 8. Februar 1997 in Magdeburg von einem Gleichaltrigen Neonazi mit Springerstiefeln getreten; als das Opfer am Boden liegt, stößt der Täter ihm mit einem Butterfly-Messer mehrmals in den Rücken. Böttcher stirbt im Krankenhaus.
13. Februar
Caputh (Brandenburg): Der 37 Jahre alte Italiener Antonio Melis wird am von
einem jungen Deutschen in der Havel ertränkt. Zuvor hat dieser gemeinsam mit
einem älteren Kumpan das Opfer durch Schläge und Tritte schwer misshandelt.
23. Februar 1997 Roseburg (Schleswig-Holstein): Der Berliner Neonazi Kay Diesner
erschiesst auf dem Autobahn-Parkplatz den Polizisten Stefan Grage. Sein Kollege
wird von dem Rechtsextremisten schwer verletzt. Diesner befindet sich auf der
Flucht, nachdem er vier Tage zuvor in Berlin-Marzahn den Buchhändler Klaus
Baltruschat angeschossen hat.
Mai 1997: Ein
42jähriger Vietnamese stirbt an den Folgen eines Nazi-Mordanschlages.
4.6. Friedrichshafen: Bei einem Brand vermutlich durch Brandstiftung stirbt der
26-jährige Kurde Bektas Heval.
8. Mai Wusterhausen (Brandenburg): Der arbeitslose Augustin Blotzki wird von
jungen Rechtsextremisten zu Tode geprügelt. Die Täter überfallen den 59-Jährigen
zwei Mal innerhalb weniger Stunden in seiner Wohnung. Der Mann wird geprügelt
und wegen seines Namens als "Bulgarensau" und "Ausländerschwein" beschimpft.
23.8. Potzlow:
Ein 45jähriger Mann wird von Nazis mit Baseballschlägern ermordet.
14.10. Bochum: Der 59-jährige Josef Anton Gera wird von mehreren Nazis ermordet.
1998:
26.3. Saalfeld: Die 14-jährige Jana Georgi wird von einem
Nazi mittags auf offener Straße erstochen.
1999:
13.2. Guben: der algerische
Flüchtling Omar Ben Noui wird nach einer organisierten Nazi-Hetzjagd vor den
Augen der deutschen Polizei in den Tod getrieben.
20.3. Duisburg-Walsum: Der 58jähriger Egon Efferts wurde von drei Nazis mit
Tritten und einem Strick ermordet
2005:
26.3. Dortmund: Der Dortmunder Punk Thomas S. (32), genannt Schmuddel, wird nach einer Auseinandersetzung mit einem Neonazi und seiner Freundin von diesem erstochen.