Einfache Checkliste für eine angenehme Emule Erfahrung

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Inhalt

0.0 Minimale Systemanforderungen
1.0 ISP Probleme
1.1 NAT
1.2 Portfilterung/ Trafficshaping/ Portblocking
1.3 Hohes Transfervolumen
2.0 LAN/Router
2.1 Portweiterleitung
2.2 Maximale Verbindungen
3.0 Client Computer
3.1 Netzwerkkarten (NIC) - Treiber
3.2 DSL - Treiber
3.3 Minimierung laufender Betriebssystem - Dienste
3.4 Schliessen offener Ports
3.5 Firewall und IP-Filter (auf dem Emule-Client PC)
3.6 TCP-Stack gegen Angriffe "abhärten"
4.0 Emule
4.1 Ports
4.2 Einstellungen/ Tipps
4.3 Server
4.4 Kademlia
5.0 Bemerkungen

0.0 Minimale Systemanforderungen

Diese Anforderungen sind für den 24/7 Dauerbetrieb von Emule unter Vollast gedacht, nicht für einen 24 Stunden Quickie. Wenn du nebenher noch arbeiten, surfen, spielen oder Filme anschauen willst, verwende eine CPU mit 1 GHz oder mehr und mindestens 768 MB RAM. Zu deinem eigenen Wohl.

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1.0 ISP Probleme

Viele Probleme, die du mit Emule erlebst, haben ihre Wurzel in der Wahl deines Internet Service Providers (isp).

1.1 NAT

Stelle sicher, dass du eine uneingeschränkt funktionsfähige Internet Anbindung hast !

Das bedeutet, dein ISP weist dir eine ÖFFENTLICHE IP-Adresse (Abkz. IP) (keine private IP-Adresse und vom Internet erreichbar) zu, die du dir nicht mit einem Haufen weiterer Benutzer teilen musst (z.B. NAT, Proxie).
Wenn das der Fall ist, befindest du dich gewissermassen in einem sehr grossen LAN OHNE Zugriff auf den Router.

DAS IST SEHR SCHLECHT. Du bleibst auf einer LOWID sitzen, egal was du auch machst !

Wenn du dir nicht sicher bist, zögere nicht, deinen ISP mit diesem Thema zu nerven. Hey, die wollen schliesslich dein Geld, also solltest du das Original und keinen billigen Abklatsch bekommen !

Wechsle deinen ISP auf der Stelle, wenn die irgendwelche Probleme machen !

Mit welcher IP du im Internet unterwegs bist, kannst du hier : www.wieistmeineip.de oder auch hier : www.whatismyip.com nachprüfen.

Private IP-Adressen (nur für den LAN-Betrieb) sind:

10.0.0.0 bis10.255.255.255
172.16.0.0 bis172.31.255.255
192.168.0.0 bis192.168.255.255

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1.2 Portfilterung/ Trafficshaping/ Portblocking

Stelle sicher, dass dein ISP keine dieser Techniken verwendet, um "unschuldige" P2P-Benutzer zu vergraulen. Viele Wiederverkäufer grosser Internetprovider benutzen diese Techniken, um Highend-Benutzer zum Verlassen zu "überzeugen".

Es ist daher sehr hilfreich, die Nutzungsbedingungen deiner Internetverbindung vor Vertragsabschluss aufmerksam durchzulesen. Informiere dich auch in Onlineforen wie www.onlinekosten.de , bevor du auf angebliche Schnäppchen hereinfällst !

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1.3 Hohes Transfervolumen

Dasselbe Problem besteht hier mit Wiederverkäufern und Benutzern mit hohem Transfervolumen.

Lösung: Benutze grosse Internetprovider als ISP. Die blocken/bremsen normalerweise nicht P2P-Benutzung und scheren sich nicht um hohe Transfervolumen.

Denen gehören die verdammten Leitungen.

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2.0 LAN/Router

Ein weiterer üblicher Problembereich sind Internetverbindungen via Router oder Lokale Netze.

2.1 Portweiterleitung

Denke daran: ALLE Verbindungen müssen durch deinen Router !

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2.2 Maximale Verbindungen

Die meisten LAN/W-LAN/DSL/Kabel-Router (und Fritz-Boxen !) können nur eine kleine Anzahl gleichzeitiger Internetverbindungen verarbeiten (normalerweise ungefähr 200-250).

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3.0 Client Computer

Nun schauen wir uns mal den unwilligen PC an.

3.1 Netzwerkkarten (NIC) - Treiber

Verwende aktuelle und stabile Treiber für alle deine NIC's.

Die Windows Standardtreiber sind meistens veraltet und haben Probleme mit der Anzahl an Netzwerkverbindungen zurechtzukommen, die Emule verwenden kann. Problematische Netzwerktreiber können den unangenehmen "blue screen of death" "IRQ NOT LESS OR EQUAL" auslösen und Windows zum Absturz bringen, genau dann wenn Emule mal so richtig rennt.

Um deine Netzwerktreiber aktualisieren zu können, musst du erst einmal deinen augenblicklichen Netzwerkchipsatz/ -hersteller kennen. Wenn du kein Handbuch zur Verfügung hast, ist der einzig sichere Weg, das Computergehäuse aufzumachen und selbst nachzuschauen. Vertraue deinem Betriebssystem (BS) nicht zu sehr. Manchmal erkennt es deine Netzwerkkarte nicht richtig und installiert deswegen falsche oder 'nicht gerade optimale' Netzwerktreiber.

Sobald du also die Chipsätze deiner Netzwerkkarten kennst, versuche mit Google oder Webseiten wie www.heise.de/ct/treiber an aktuelle Treiber für dein BS zu kommen. Am Besten direkt beim Chipsatz- oder Mainboardhersteller.

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3.2 DSL - Treiber

Falls du KEINEN ROUTER verwendest und nur über ein DSL-Modem mit dem Internet verbunden bist (pppoe):

Bei Netzwerkverbindungen sind die Up- und Download-Bandbreiten NICHT unabhängig. Um mit deiner maximalen Bandbreite hochzuladen und gleichzeitig mit einer vernünftigen Geschwindigkeit herunterzuladen, oder auch umgekehrt, benutze ein Tool wie CfosSpeed oder CFOS (www.cfos.de), welches Trafficshaping beherrscht, zusätzlich zu deinem DSL-Treiber. Als bessere Alternative zum Standard-DSL-Treiber von Windows XP ist raspppoe (www.raspppoe.com) zu empfehlen. Alternativ zum Trafficshaping kannst du die USS (upload speed sense) Funktion von Emule verwenden.

Beides (Trafficshaping und USS) kann zusammen funktionieren, muss aber nicht. Im Zweifelsfall hilft nur Ausprobieren !

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3.3 Minimierung laufender Betriebssystem - Dienste

Warnung: Nichts für absolute Anfänger !

Dies spart Speicher, CPU Ressourcen, und am Wichtigsten :
du wirst sehr viel weniger Kompatibilitäts und Sicherheitsprobleme haben.

Allgemeine Regel: Wenn du einen Dienst nicht brauchst, schalte ihn nach Möglichkeit komplett ab !

Für ausführliche Anleitungen zu BS-Diensten, welche du benötigst und welche nicht, schau mal hier: www.blackviper.com, www.winfaq.de, www.tecchannel.de nach.

Wenn dir das zu kompliziert ist, www.dingens.org oder www.ntsvcfg.de bieten ein Tool für Win2000/XP an, das die meisten Konfigurierungsarbeiten automatisch durchführt (aber nicht alle!). Trotzdem sehr nützlich.

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3.4 Schliessen offener Ports

Warnung: Nichts für absolute Anfänger !

Wenn du dich NICHT hinter einem Router befindest, setzt du deinen Computer dem "wilden" Internet mit einem ganzen Haufen standardmässig geöffneter Ports direkt aus. Du kannst das hier: https://grc.com/x/ne.dll?bh0bkyd2 oder auch hier: http://scan.sygate.com überprüfen.

Selbst wenn du bereits eine Firewall verwendest, um dich zu schützen, könnte sie nicht korrekt arbeiten, du hast sie absichtlich oder aus Versehen abgeschaltet oder sie ist einfach schlecht konfiguriert. Es ist also immer gut, diese Ports von Vorne herein zu schliessen !

Meine bevorzugte Anleitung für diese Arbeit befindet sich hier: http://www.hsc.fr/ressources/breves/min_srv_res_win.en.html.en
(leider nur englisch, wenn ich mal viel Zeit habe, mache ich vielleicht eine deutsche Version)

Danach sollten KEINE geöffneten Ports übrig sein, aber prüfe es besser noch einmal nach.

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3.5 Firewall und IP-Filter (auf dem Emule-Client PC)

Nachdem 3.3 und 3.4 durchgeführt wurden, bleiben nur 2 Firewall Themen übrig:

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3.6 TCP-Stack gegen Angriffe "abhärten"

Warnung: Nichts für absolute Anfänger !

Es gibt Tools und Anleitungen, welche die Standard - Netzwerkeinstellungen so ändern, dass dein Rechner unempfindlicher gegenüber vielen Angriffsformen (z.B. DOS) reagiert (auch ohne Firewall !). Da dies aber manuelles Ändern von Registry-Einträgen erfordert, solltest du das nur dann in Erwägung ziehen, wenn du auftretende Probleme auch selbst wieder beheben kannst.

http://www.sniff-em.com/harden-it.shtml Automatisches Tool : Harden-it (leider nur auf Englisch)
Microsoft:
http://support.microsoft.com/?scid=kb%3Bde%3B324270&x=13&y=11 Windows Server 2003
http://support.microsoft.com/?scid=kb%3Bde%3B315669&x=6&y=8 Windows 2000/XP
http://www.microsoft.com/germany/technet/datenbank/articles/900048.mspx Bedrohungen und Gegenmaßnahmen
Andere:
http://www.winguides.com/registry/display.php/1237/

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4.0 Emule

Jetzt erst kommen wir zur fraglichen Anwendung.

4.1 Ports

Der aktuelle offizielle Emuleclient (.46c) verwendet einen weiteren Port, zusätzlich zu denen, die du in den Optionen einstellen kannst. Er wird 'serverudpport' genannt und kann nur in der Textdatei 'preferences.ini' im 'config' Verzeichnis eingestellt werden.

Der gesammte Portsatz lautet dann:

Bei Routerverwendung müssen diese Ports weitergeleitet werden (2.1).

Meine Wahl für die ersten drei Ports ist für mein System üblicherweise 55, 56, 57.

So können auch die meisten Benutzer mit einem 'schlechten ISP' (siehe portblocking) ohne Probleme mit meinem Emule Kontakt aufnehmen. Ports unter 1024 werden von den ISPs normalerweise nicht angerührt. Auf einem Windows NT/2000/XP PC kannst du eine Liste von Ports und ihre übliche Verwendung in dieser Textdatei finden :

WINDOWS\system32\drivers\etc\services .

Stelle dabei nur sicher, dass du keinen Port auswählst, der schon auf deinem Rechner verwendet wird.
In einem solchen Fall findest du eine Fehlermeldung im Serverlog:
Fatal Error: Unable to create socket on port xxxx

Tools, die dir dabei helfen, sind z.b. ActivePorts (www.protect-me.com/freeware.html) ,TCPView (www.sysinternals.com/Utilities/TcpView.html), X-Netstat (www.freshsw.com) oder "netstat" in der Windows Eingabeaufforderung.

Wenn dir diese Einschätzung, welche Ports unter 1024 für dich geeignet sind, zu schwer fällt, kannst du z.B. auch Ports über 10000 verwenden. Diese werden häufig für Onlinespiele verwendet.

Im Prinzip ist aber jeder von dir unbenutzte Port von 1 - 65535 möglich. Im Zweifelsfall ausprobieren !

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4.2 Einstellungen/ Tipps

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4.3 Server

In letzter Zeit tauchen immer mehr Fake-Server im Ed2k-Netz auf, die die Nutzer ausspionieren, falsche Suchergebnisse und Quellen verbreiten. Um diesen Servern aus dem Weg zu gehen, gibt es einige Gegenmassnahmen. Wie zuverlässig diese sind, wird sich zeigen:

Seit 23. Feb 2006 sind Razorback 2.0 und 2.1 nicht mehr.
Alle Razorback Server sind nun Fake.

Die Vorgehensweise selber ändert sich nicht, nur die Quelle einer sauberen Server Liste:

1. Lösche server.met oder wenn Emule läuft, lösche einfach alle Server in der Serverliste.
2. Deaktiviere in den Servereinstellungen "Serveradressen von verbundenen Clients beziehen".
3. Aktiviere "automatisches Verbinden nur zu Servern aus statischer Liste".
4. Aktiviere "Feste Server nicht entfernen".
5. Lade eine saubere Serverliste entweder manuell mit ed2k://|serverlist|http://corpo.free.fr/server.met|/ oder benutze http://corpo.free.fr/server.met als einzigen Eintrag in addresses.dat .
6. Aktiviere "Auto-update der Serverliste beim Start".
7. Übernehme 5-10 Server, denen du vertraust, in die statische Liste.
8. Besorge dir wöchentlich eine aktuelle IP-Filterliste von Bluetack.
9. Lade in den Sicherheitseinstellungen die IP-Filterliste neu und aktiviere "Server anhand der IP filtern".

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4.4 Kademlia

Die Kademlia-Unterstützung (Serverloses Netzwerk) in Emuleclients ab Version .47 ist eine hervorragende Alternative zum serverbasierten Netzwerk. User mit genügend Upload-Bandbreite (min. 128 KBit) können beide Systeme gleichzeitig verwenden.

Die einzige Einschränkung besteht für User mit Routern oder USB-Geräten. Diese sind oft NICHT in der Lage KAD zu verwenden.

Auch so manche "Sicherheitssoftware" wie ZoneAlarm oder der "Wurmschutz" in Nortonprodukten bereitet Probleme.

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5.0 Bemerkungen

Diese Empfehlungen basieren auf meinen eigenen Erfahrungen meiner Emule-Nutzung und Internetverbindung seit 2002 und der Hilfe anderer Nutzer.
Eure Erfahrungen können davon abweichen. Um sicherzugehen, müsst ihr es schon selber versuchen.

Ein Dankeschön geht an (in alphabetischer Ordnung, um fair zu sein):
Anabolic-Frolic, Ashrak, crf, dani_555, fluke667, fractal.design, leuk_he, Paingiver, sauberesocke, SYS 64738, Unyure, xscarab, ...

 

Kommentare, Berichtigungen, Vorschläge, Ergänzungen, ... sind ausdrücklich willkommen.
Schickt eine PM an qm2003 im offiziellen Emule Forum (http://forum.emule-project.net).

Diese Checkliste darf frei kopiert werden, solange der Autor qm2003 weiterhin genannt und ein Verweis zu http://home.arcor.de/qm2003 gesetzt wird. Eine kurze Nachricht ( mailto:qm2003@arcor.de ) ist wünschenswert, aber keine zwingende Vorraussetzung.

zuletzt bearbeitet : 6. März 2006