Hier ein kleiner Bericht von unserer Mosel-Tour 2008

 

Ein doch noch goldenes Oktober-Wochenende lockte den Stammtisch Ruhrtal mit seinen Seven zu einer Exkursion in die Weinberge an die Mosel und auf die Höhen des Hunsrück.

Vier Piloten und ihre hartgesottenen Beifahrerinnen hatten sich am Freitag dem 24.Oktober 2008 mit ihren Seven gut eingemummelt auf den Weg aus dem Ruhrgebiet an die Mosel gemacht. Mit der selben Karawane reiste Günter. Diesmal schonte er aber seinen heißen VM Seven auf der Anreise und transportierte ihn deshalb per Hänger. Es war zwar recht frisch aber trocken und zuweilen sogar sehr sonnig. So ging es über die Autobahn zielstrebig über Köln in Richtung Trier schnurstracks nach Veldenz an der Mosel. Dort trafen im Laufe des Tages noch drei weitere Warmduscher ein die aus Rücksicht auf den aktuellen Gesundheitszustand (Adam), Frau und Hund (Klaus, das bin ich) oder aus Verunsicherung durch die Wettervorhersagen (Friedhelm) aber mit ihren Allwetterautos anreisten. Und spät abends gesellte sich dann noch Nachzügler Hubert dazu der seinen Seven auch im Transportanhänger mitführte. So waren es schließlich 6 Seven und 3 zivile Begleitfahrzeuge aus dem Hause Peugeot, Audi und Mercedes Benz die an diesem Wochenende das Moseltal und ein Teil des Hunsrück durchstreifen wollten.

Ausgangspunkt war dabei die Pension von Werner und Gerlinde Platz in Veldenz, gleichzeitig auch Weingut und Brennerei. Eine Weinprobe stand somit auch auf dem Wochenendplan.

Aber am Samstag sollte es nach dem guten Frühstück erstmal mit den Seven und den drei Begleitfahrzeugen das Moseltal entlang gehen. Und irgendwann vor der Einmündung in den Rhein vor Koblenz wollten wir uns auf die Höhen des Hunsrück pirschen und in großem Bogen wieder Richtung Veldenz zurückkehren.

Und so ging es los angeführt vom Reiseleiter Friedhelm in seinem offenen Peugeot 207 der Moselweinstrasse von Bernkastel-Kues über Traben-Trarbach immer auf der rechten Seite der Mosel mit herrlichem Blick auf die bunten Weinberge. Man hatte das Gefühl man würde die verschiedenen Lagen und Rebsorten an ihren Farben erkennen. Weiter ging es über Zell auf der linken Moselseite nach Alf. Dort haben wir einen Stopp eingelegt um in der Apotheke ein geeignetes Mittel gegen Yetis Sodbrennen zu erfragen. Das war nämlich eine der wenigen Erinnerungen an die als Generalprobe vorgezogene Weinprobe im kleinen Kreis am Freitag Abend. Diese Gelegenheit wurde von einigen Anderen als willkommene Pinkelpause benutzt. Da Sevenfahrer keine Wildpinkler sind wurde das auf der anderen Straßenseite liegende Weinlokal Moselgarten aufgesucht. Aber hier haben wir eine eindeutige Demonstration des Sprichwortes „Wie man aus Sch…. Geld macht“ erfahren. Verärgert über diese moderne Wegelagerei aber dennoch mit deutlich entspannterem Gesichtsausdruck kletterten wir wieder in unsere Fahrzeuge und brausten von dannen.

Die Fahrt führte uns über St. Aldegund, Ediger-Eller, Nehren bis nach Cochem immer am Fuße der Weinberge auf der linken Moselseite. Rechte Hand am Moselufer campierten noch recht viele Camper in ihren Wohnwagen und Wohnmobilen während wir in den Weinbergen zahlreiche Gruppen ausmachen konnten die noch bei der Weinlese waren. Ob es sich dabei wohl um eine Spätlese gehandelt hat ?

Bei Treis-Tarden haben wir dann die Mosel zum letzen Mal überquert und sind dort zwischen den schmucken Fachwerkhäusern direkt den Hang hinaufgestürmt. Die Straße schlängelte sich in engen Windungen steil den Berg hinauf bis auf die Höhen des Hunsrück. Mal ging es schnurstracks auf der Hunsrückhöhenstraße auf einem Höhengrat entlang, mal im Schuß ins nächste Tal hinab um sich wieder hinter einer Biegung in Serpentinen der nächsten Bergkuppe zu nähern. So durchstreiften wir den Hunsrück bis zum angepeilten Zwischenziel Kastellaun. Dort im Landgasthof Altes Stadttor haben wir uns zu Mittag gestärkt. Besonders die Kürbiscremesuppe und das Hirschsteak können wir bestens empfehlen.

Gut gestärkt haben wir dann den Heimweg nach Veldenz angetreten. Dabei folgten wir zum einen einem Großteil der Deutschen Alleenstraße zum anderen der Hunsrück Schiefer- und Burgenstraße immer am Rande des Naturpark Saar-Hunsrück bis nach Moorbach. Von dort oben am Haardtkopf (658 müN) ging es dann in endlos scheinenden Windungen den Weinbergen um Veldenz entgegen.

Mit einem ausgiebigen und schmackhaften gemeinsamen Abendessen und der anschließenden Weinprobe haben wir die Ausfahrt dann abschließen lassen. An dieser Stelle soll aber nicht unerwähnt bleiben das die am Freitag Abend begonnene Planung für das Großevent Ruhrgebiet 2010 zu vorgerückter Stunde noch fortgesetzt wurde. Die Grobplanung und eine Ideensammlung hatte Opa ja schon mit Kugelschreiber auf einer Tischdecke verewigt. Und heute am Samstag wurde in einer Talentsichtung festgestellt wer denn den Tanz 2010 eröffnen könnte. Die Jury konnte sich trotz reichlichem Weingeist aber nicht entscheiden so dass ein salomonisches Urteil getroffen werden musste. Schließlich machte Günter ein überraschendes Angebot: Sowohl Hubert mit einer Partnerin seiner Wahl als auch ich (Klaus) wurden noch am selben Abend unter Vertrag genommen. Jetzt kann 2010 kommen. Denn wir Sevenianer sind keine Kulturbanausen und es wäre doch schön wenn nicht nur Manni Manta sondern auch Seven Sevenianer am Kulturspektakel Kulturhauptstadt 2010 oder „Wir sind das Ruhrgebiet“ teilnehmen könnten. Möglicherweise waren wir aber alle nur ein Opfer Bachus dem Geist des Weines geworden.

Spätestens am Samstag Morgen war der Weingeist vollends verflogen und es ging dann nach dem Frühstück in aller Ruhe in kleineren Grüppchen zurück. Reiseleiter Friedhelm und ich wollten noch einen kleinen Abstecher zum Nürburgring machen. So sind wir denn über die Autobahn direkt Richtung Eifel gefahren in der Grünen Hölle noch mal etwas Benzingemisch einzuatmen und Motorenmusik zu hören. An der Auffahrt zur Nordschleife haben wir dann auch schon einige interessante Fahrzeuge ausmachen können wie z.B. einen Lotus 2 eleven, aber auch einen Caterham Seven oder einen komplett offenen Ariel. Leicht bekleideter großer Gitterrohrrahmen. Und da dachten wir vorher noch „mehr offen als im Seven geht nicht“.

Nach einer ausgedehnten Pause mit interessanten Eindrücken von Fahrzeugen an und auf der Strecke hier am Ring haben wir dann endlich den letzten Step unserer Heinmreisee angetreten und zwar immer auf der Autobahn wieder an Köln vorbei bis nach Hagen. Und dort fing es dann erst an zu regnen. Hatten wir ein Glück. Von Freitag bis Sonntag Nachmittag super Wetter. Da hätten sogar wir Warmduscher mit dem Seven fahren können. Deshalb haben Friedhelm und ich uns auch fest vorgenommen: Das nächste Mal auf jeden Fall mit dem Seven.

In diesem Sinne ein herzlicher Gruß an alle die ihre Seven jetzt abgemeldet haben oder doch noch fahren dürfen

Vom running-man