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Das Wildenfelser Pfefferkuchen-Museum
Das Pfefferkuchen-Museum auf Schloss Wildenfels
Die erste Pfefferkuchenbäckerei wurde vermutlich 1805 von Karl Friedrich Klitzsch, geb. am 21. Dezember 1769 in Wildenfels, begründet. Er war der Sohn des Bäckers Johann Christian Klitzsch, hatte aber das Handwerk nicht zünftig erlernen können, weil er als 3. Kind von 8 Kindern frühzeitig zum Familienunterhalt beitragen musste. So verdiente er sich den Lebensunterhalt mit einen kleinen Kalkhandel. Diesen Kalk (Lösch- und Branntkalk), dessen Produktion in Wildenfels sozusagen vor der Tür lag, fuhr er mit einem Karren, dem Schiebbock, bis in die Glauchauer und sogar in die Altenburger Gegend.
Ende 1925 gab es im kleinen Städtchen Wildenfels 8 Pfefferküchler. Nach und nach wurde durch Geschäftsauflösungen die Zahl der Bäcker immer geringer, aber die echten Wildenfelser Pfefferkuchen gibt es zur Weihnachtszeit noch heute. Die Konditorei und Bäckerei Unger in Wildenfels, die 2009 ihr 100-jähriges Geschäftsjubiläum feierte, bietet als einzige diese Pfefferkuchen heute noch an. Diese wurden 1995 sogar patentiert. Seit September 2003 ist in zwei Räumen rechts neben dem ersten Schlosstorbogen auch ein Pfefferkuchenmuseum zu finden. Die dort vom Antikhof Heyder aus Wildenfels, als Leihgabe zu Verfügung gestellten Exponate zeigen nicht nur eine historische Ladeneinrichtung, auf deren Schild der Name Moritz Kahlert zu lesen ist, der seine Bäckerei im Jahr 1896 gegründet hatte, sondern auch Verpackungsarten, Verpackungsmaterial, verschiedene Backutensilien und Formen der Pfefferkuchen, dass so genannte Model. Die Geschichte der Pfefferküchlerei ist auf Text- und Bildtafeln sowie alten Schriftdokumenten aus jener Zeit anschaulich dargestellt.
Verschiedene Formen und Aufkleber verschönerten die Pfefferkuchen als Schneemann, Weihnachtsmann, Hänsel und Gretel oder versah sie mit Glückwünschen. M. Badock & R. Pristel
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