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Wildenfelser Zwischengebirge - Landschaftsmuseum -
Das Wildenfelser Zwischengebirge ist eine fossile Karstlandschaft, welche sich als Bergrücken zwischen den Gemeinden Wildenfels, Grünau und Schönau erhebt. In diesem Gebiet wurde mit Unterbrechungen von ca. 1680 bis 1950 neben Kalkstein auch schwarzer und roter Marmor nur in geringen Mengen abgebaut. Irgendwann kamen einige Leute auf die Idee mit dem Gesteinsabbau wieder zu beginnen. Daraufhin genehmigte das sächsische Wirtschaftsministerium 1991 den Gesteinsabbau auf einer Fläche von 62 Hektar. Das hätte bedeutet, dass so ziemlich der gesamte Berg, die Steinbrüche, die Tiere und Pflanzen verschwunden wären. Nur durch den Protest der einheimischen Bevölkerung und dem engagierten Einsatz, von Frau Rosemarie Damm, als erste Vorsitzende des Förderverein, das "Netzwerk Bürgerinitiativen gegen Gesteinsabbau", und ihren zahlreichen Mitstreitern ist es gelungen den Gesteinsabbau auf unbestimmte Zeit zu verhindern. So konnte im März 2001 auf einer öffentlichen Versammlung in der Landgaststätte Wiesenburg verkündete werden, "der Berg bleibt!" Alljährlich wird dieser Erfolg zum Walpurgisfeuer, am 30. April und im Juli zum Bergfest, auf der Grünauerflur gefeiert und gleichzeitig in diesem Rahmen an die Bevölkerung appelliert, für den Erhalt des Zwischengebirges als Landschaftsschutzgebiet weiter zu kämpfen. Das Zwischengebirge ein "Museum in der Landschaft" Am 21. März 1994 wurde das Wildenfelser Zwischengebirge zum Landschaftsschutzgebiet erklärt. Die zahlreichen Kalksteinbrüche auf der Grünauer und Schönauer Flur sind heute einmalige Biotope. Auf dem Kalkboden gedeihen viele Pflanzen, von denen auch einige leider auf den Roten Listen der vom Aussterben bedrohten Arten stehen. Man kann dort z.B den Milzfarn sehen, das einzige noch in Sachsen bekannte Vorkommen. In einigen Steinbrüchen kann man die seltenen Edelkrebse beobachten, am Himmel kreisen von der Thermik getragen majestätisch Bussarde und Gabelweihen, bunte Schmetterlinge flattern über die Wiesen und im Frühjahr blühen an den Wegen und Feldrändern seltene Blumen und wachsen seltene Pflanzen. Eine Höhle im Schwarzen-Marmorbruch, dient vielen Fledermäusen als Unterschlupf. Im Bruch selbst, findet man zahlreiche Weinbergschnecken, die mit ihrer stattlichen Größe beeindrucken. Das Wildenfelser Zwischengebirge ist alles in allem ein Gebiet mit einer schützenswerten Fauna und Flora. Lehr- und Wanderpfad durchs Wildenfelser Zwischengebirge Nicht allein für Naturfreunde und Hobbygeologen wurde im Zeitraum von 2003 bis 2004 durch den Museumsverbund Ecomuseum Zwickauer Land im Auftrag des Deutschen Landwirtschaftsmuseums Schloss Blankenhain, der neue Naturlehrpfad "Museum in der Landschaft" durchs Wildenfelser Zwischengebirge eingerichtet. Er vermittelt nicht nur den "Lebensraum Steinbruch" mit seiner vielfältigen Pflanzen- und Tierwelt, sondern der informative Wanderweg verbindet auch alle historischen, technischen und Naturdenkmale in einem Rundweg, der von Wildenfels über Schönau, Grünau und zurück nach Wildenfels führt. Die Wegführung ist mit diesem Symbol "Wildenfelser Zwischengebirge - Lebensraum Steinbruch". Hier kann man die seltenen Pfanzen- und Tierarten an Hand von Modellen und naturkundlichen Präparaten in Vitrinen betrachten und mehr über die geologischen Beschaffenheiten erfahren, die im Zwischengebirge und den Steinbrüchen vorkommen. Von der ersten Informationstafel im Schlossgarten führt der ca. 4,5 km lange Lehr- und Wanderpfad zum Kalkbrennofen in Schönau, zu den Karsthöhlen im Schwarzen Marmorbruch und vom Kalk-Ringbrennofen in Grünau, vorbei am Roten Marmorbruch wieder nach Wildenfels.
Die Karte zeigt die Wanderroute zu den einzelnen Stationen.
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