Weihnachtsbräuche weltweit











Weihnachts-Bräuche weltweit - wie feiert man in:  ÄGYPTEN

Hier wird Weihnachten erst am 7. Jänner gefeiert!
Alle 43 Tage vor dem Weihnachtsfest ernähren sich die Ägypter nur mit vegetarischer Kost.

 

Weihnachts-Bräuche weltweit - wie feiert man in:  AMERIKA

Bunt gemischt ist dort das weihnachtliche Brauchtum für Merry Christmas. Ein besonderer Tag ist am 21.12. der Pilgertag. Die glückliche Landung der Pilgerväter wird mit einem Gericht gefeiert, in dem sich damals neuen unbekannten Zutaten wieder  finden, die der ersten Generation der späteren Amerikaner das Leben gerettet haben.

Überall aber bringt Santa Claus im Rentierschlitten, voran gespannt Rendeer Rudolph, die Geschenke in der Nacht auf den 25. 12 durch den Kamin. Für die Tiere stellen Kinder am 24.12.  Milch und Kekse bereit. Diniert wird Truthahn. Die meisten Vorgärten sind auf das hellste und grellste mit elektrische Weihnachtskerzen und Schmuck beleuchtet und verhangen.

 

Weihnachts-Bräuche weltweit - wie feiert man in:  ANTARKTIS

Meteorologen der Wetterstation feier ihren Heiligen Abend stets mit Wiener Würstchen mit Kartoffelsalat. Dazu leuchtet ein kleiner Plastik-Weihnachtsbaum.

 

Weihnachts-Bräuche weltweit - wie feiert man in:  AUSTRALIEN

Bei ihnen ist Hochsommer!
Tannenbäume sind rar, deshalb stellt hier fast jeder einen Plastiktannenbaum auf, oft bereits am 15. 12.;  Der Hitze wegen verlegen die Familien ihre Feier naturgemäß ins Freie. Auf Wiesen, Wald oder am besten am Strand, wo man bis in die Nacht beieinander sitzt, schwätzt, Lagerfeuer entfacht und Weihnachtslieder singt. Dabei ist der Weihnachtsmann immer mit von der Partie, wenn auch oft in der Badehose! Die Geschenke gibt es am Morgen des 25. 12.; Am nächsten Tag treffen sich Verwandte und Bekannte bei einen Truthahn Picknick.

 

Weihnachts-Bräuche weltweit - wie feiert man in:  BRASILIEN

Hier wird der Weihnachtsmann zu einer großen Weihnachtsparty mit rund 200.000 Menschen mit dem Hubschrauber in das Maracana-Stadion / Rio de Janeiro eingeflogen!

 

Weihnachts-Bräuche weltweit - wie feiert man in:  BULGARIEN

Hier kredenzt man für jeden Monat symbolisch 1 Gericht, somit in Summe werden 12 Gerichte aufgetragen! Zubereitet sind die Speisen meist aus Bohnen, Nüssen, Dörrpflaumen und Kuchen. Fleisch ist an dem Tag verpönt!

 

Weihnachts-Bräuche weltweit - wie feiert man in:  CHINA

In China feiert man kein traditionelles Weihnachtsfest!
Dafür aber am 31. Dez. zu Mitternacht das Glockenschlagen zum Neujahr (landesweit). Im Hanshan-Tempel in Suzhou, Dazhong-Tempel in Beijing, Jingci-Tempel in Hangzhou, Longhua-Tempel in Shanghai: In den berühmten Tempeln werden zum Jahreswechsel Glocken geschlagen, womit heute wie früher der Wunsch nach Harmonie für das kommende Jahr zum Ausdruck gebracht wird. Chinese New Year ist jedoch erst im Januar oder Februar.

 

Weihnachts-Bräuche weltweit - wie feiert man in:  ENGLAND

Es werden am Weihnachtsabend die Strümpfe über den Kamin gehängt. Durch diesen schlüpft Santa Claus in der Nacht vom 24. auf den 25. 12. und versteckt darin seine Geschenke. Zum traditionellen Weihnachtsschmaus am 25. 12. gehören der mit Brot und Hackgemisch oder sauren Äpfeln und Backpflaumen gefüllte Truthahn, Plumpudding und Eierpunsch.  Beim Dinieren mögen sie es etwas ausgeflippt! Alle tragen Papphütchen und lassen Knallfrösche platzen. Gegen 15 Uhr versammelt sich die Familie vor dem TV, der 10 minütigen Ansprache der Queen an das Commonwealth mit zu erleben.

Boxing-Day: Mit Sport hat Boxing-Day, wie der 2. Weihnachtsfeiertag in England heißt, nichts gemein. "Box" bedeutet im Englischen "Gefäß". Mit solchen Gefäßen erschienen einst die Azubis beim Lehrherrn, um ihr "Weihnachtsgeld" abzuholen. Daraus entwickelte sich im Familienkreis das Bescheren am 26. 12.;

 

Weihnachts-Bräuche weltweit - wie feiert man in: ESTLAND

Gnome beschenken im Advent Kinder mit Naschereien und Früchten. Kurz vor Weihnachten reinigen die Frauen ihre Besen besonders gründlich, da Teufel, die um diese Zeit ihr Unwesen treiben dem Volksglauben nach, benutzen diese Besen als Fluggeräte. Schmutzige Besen würden  die ansonsten netten Besenflieger zu üblen Streichen anspornen.

 

Weihnachts-Bräuche weltweit - wie feiert man in:  FINNLAND:

Es ist Tradition seit 1920, kleinere Weihnachtsfeiern ("Pikkujoulu") schon im Oktober abzuhalten. Der 1. Adventtag eröffnet jedoch erst die eigentliche Weihnachtszeit, wobei der "Lucientag" einen der Höhepunkte darstellt. "Lucia" in Begleitung von 10 jungfräulichen Frauen (die auserwählt sind) verbreitet in Krankenhäusern und Schulen vorweihnachtliche Stimmung.

Der Heilige Abend (Christmas Eve) ist von großer Bedeutung. Wenn der Christbaum festlich geschmückt wurde, beginnen alle Gesunden die feierlichen Stunden in der Sauna !!! Im Anschluss wird ein "gebackener Schwede" serviert, welcher ein Festtags-Schweinebraten ist.

Auch hier bringt Santa Claus ("Joulupukki") die Gaben, jedoch mit einem spez. Flugmittel. FinAir ist das "offizielle Transportunternehmen von Santa"!

"Hyvaa Joulua" so heißt der finnische Weihnachtsgruss. In Finnland soll das Zuhause des Joulupukki (echter Weihnachtsmann) sein. Wenn der nicht gerade in anderer Gestalt auf Reisen ist, ruht er in Rowaniemi am Fuße des Berges Korvatunumie aus oder bereitet das nächste Fest vor.

Joulupukki´s Briefadresse: Joulupukki, Maakunta Katu 10, ss-96100 Rowaniemi 

 

Weihnachts-Bräuche weltweit - wie feiert man in:  FRANKREICH

Einst lieferte Saint Nicolas seine Gaben am 6. 12. ab. Doch da Nicolas abgedankt hat, bringt die Gaben den Kindern vom 24. auf den 25. 12. nun Pere Noel (Kollege von Santa Claus). Der kommt durch den Kamin und legt seine Gaben in bereitgestellten Schuhe. Der Heilige Abend wird keineswegs besinnlich gefeiert, denn er ist ein Arbeitstag, jener jedoch mit einem großen Essen in effektvoll bunt geschmückten Restaurants und ausgelassenem Tanzen ausklingt. Festlich wird es erst am 25. 12., da werden u.a. die traditionelle "Foie Gras" (Gänsestopfleber) und der "Buche de Noel" (Kuchen mit Buttercreme) in der Form eines abgesägten Baumstammes, kredenzt.

 

Weihnachts-Bräuche weltweit - wie feiert man in:  GRIECHENLAND

In der Nacht zum 1. Januar legt der heilige Vassilius (Basilius) die Gaben für die Kinder vor ihr Bett. Für die Familie gibt es an diesem Tag Vassiliusbrot oder Vassiliuskuchen mit eingebackener Goldmünze. Wer sie findet, hat das ganze Jahr über Glück, aber auf alle Fälle die Goldmünze.

 

Weihnachts-Bräuche weltweit - wie feiert man in:  INDIEN

Hier müssen als lebende Weihnachtsbäume für Lichterkettenbehang die Bananenstauden, Palmen, Mangobäme herhalten. Dem Familienoberhaupt wird eine Zitrone geschenkt. Ein Symbol für dessen Verehrung.

 

Weihnachts-Bräuche weltweit - wie feiert man in:  ITALIEN

Verschiedene Feste werden begangen.
Am 6.12. kommt San Nicola, es finden Kinder Geschenke von San Nicola vor der Schlafzimmertüre. San Nicola ist nicht wie bei uns als Bischof (Nikolaus) gekleidet, doch auch er besucht die Kinder.

Am 13.12. beschenkt "Santa Lucia" die Kleinen, lebte jedoch nur in der Fantasie der Kinder. Die Heilige Lucia wurde 281 in Sizilien geboren und vermachte ihr Vermögen den Armen. Noch heute wird an dem Tag "Torrone die poveri," eine Mahlzeit für die Armen gekocht (Kichererbsen, in Zucker gekocht, bis daraus feste Masse entsteht).

Am 25.12. wird Il Bambinello Gesu (Christkind) gefeiert. Es kommt oft früh am Morgen. Wenn die Kinder erwachen, finden sie die Gaben vor der Schlafzimmertüre oder unter dem Tannenbaum.

Am 6.1. freuen sich alle Kinder auf La Befana, eine gutmütige, alte Dreikönigs-Hexe (deren Ursprünge ungeklärt sind). Daher stellen die Kinder abends ihre Schuhe vor die Tür oder hängen ihre Strümpfe und Socken über den Kamin. La Befana fliegt von Dach zu Dach durch die Kamine ins Haus. Für artige Kinder hinterlässt sie Naschereien, für unartigen lediglich Kohlen. La Befana sollte sich der Legende nach nicht schnell genug auf den Weg zur Krippe gemacht haben und verpasste den Stern. Seitdem irrt sie auf der Welt nach der Suche nach dem Christuskind. Sie hinterlässt in jedem Haus ihre Geschenke, mit der Hoffnung, dort das Christkind aufzufinden.

Regionale Bräuche: Ein Olivenbaum wird gefällt und für das Kaminfeuer gehackt. In Rom und Neapel tragen Kinder einen großen Stern mit einer kleinen beleuchteten Krippe von Haus zu Haus. Auch erwähnenswert, die berühmteste Krippe nennt Rom sein Eigen, das Santo Bambino.

 

Weihnachts-Bräuche weltweit - wie feiert man in:  JAPAN

Hier bringt die Geschenke der Hoteiosho, ein Weihnachtsmann gepaart mit Krampus in einer Person.

 

Weihnachts-Bräuche weltweit - wie feiert man in:  KENIA

Fröhlich gefeiert wird im Kreise der Familie. Am Heiligen Abend trifft man sich zu einem großen Festmahl. Danach gibt es Arbeit für die Kinder, nämlich Haus wieder reinigen, dekorieren, das Essen für den nächsten Tag vorbereiten usw.; Am Morgen des 25.12. wird eine Ziege geschlachtet, deren Fleisch in der Familie verteilt wird. Danach geht man von Haus zu Haus, um allen fröhliche Weihnachten zu wünschen und Geschenke auszutauschen. Zum Ausklang des Festes wird bis in den Morgen fröhlich und ausgelassen getanzt.

 

Weihnachts-Bräuche weltweit - wie feiert man in:  KOLUMBIEN

Am 14. Dezember beginnen die Weihnachtsfeierlichkeiten. Die ganze Familie geht mit Freunden in den Wald, für die Krippe Moos zu sammeln, die an diesem Tag aufgestellt wird. Abends wird zu Hause bis Mitternacht miteinander gebetet, dann gefeiert, musiziert und Weihnachtslieder gesungen. Die Feier  wiederholt sich an jedem der neuen Tage bis hin zum Heiligen Abend. Am 24.12. wird nach der Mitternachtsmesse mit Feuerwerk, Tanz auf der Straße und gutem Essen und Trinken gefeiert. Beschenkt werden nur die Kinder mit Kleinigkeiten, welche Erwachsene in der Nacht unter den Betten der Kinder verstecken, so dass diese sie am Morgen des 25.12. vorfinden.

 

Weihnachts-Bräuche weltweit - wie feiert man in:  MEXIKO

Mit den spanischen Erobern kamen vor 300 Jahren auch die Weihnachtsbräuche ins Land der Inkas und Azteken. Doch ein Teil ihrer eigenen Tradition konnten die Ureinwohner den Augustinermönchen abtrotzen. So wurden die Feste um die Ankunft des Gottes Huitzilopochtli später zu Ehren von Josef und Maria gefeiert. Dazu gehören die "Psadas", bunte Umzüge, bei denen die Herbergssuche nachgestellt wird. Dazu gibt es Trubel und Feuerwerk als auch viele Naschereien.

Wichtiger Teil des Festes: Die Pinata, ein liebevoll mit Sternen und Figuren dekoriertes Tongefäß, welches mit Früchten und Süßigkeiten gefüllt aufgehängt wird. Ein Spaß für die Kinder, die mit verbundenen Augen den Topf zerschlagen müssen und alles vernaschen dürfen.
Die Weihnachtskrippe ist im Freien aufgestellt wobei sich alle beteiligten.

Die "posadas": Als die ersten christl. Missionare nach Mexiko zogen, wollten sie den Vorfahren den Glauben durch Feste und Spiele vermitteln. Seitdem gehören die 'posadas' zur Vorbereitung auf Weihnacht und zur Weihnachtsfeier. Zu Adventbeginn werden 9 Familien ausgewählt, die in den 9 Tagen vor Weihnacht für 1 Tag und 1 Nacht "los peregrinos’, die Pilger, aufnehmen, das geht so:

Die "los peregrinos": Die Statue des hl. Josef, Maria und des  Engels  werden als Pilger symbolisch aufgenommen. Es sind die gleichen Figuren, mit denen später  die Krippe   in der Kirche aufgebaut wird. Die Dorfgemeinschaft zieht betend und singend mit den "peregrinos" zum Haus der betreffenden Familie, wo sie mit Wechselgesängen beim Hausherrn um Einlass bitten. Zuerst treten die Figurenträger ein. Die Statuen werden nach indianischen Brauch mit Blumenkränzen und Weihrauch begrüßt und zum blumengeschmückten Hausaltar gebracht. Das ganze Haus ist mit Blumen und Zweigen festlich hergerichtet. Der Fußboden aus gestampfter Erde, Holz oder Stein ist dicht mit Kiefernnadeln bestreut. Die gastgebende Familie lädt alle ein, sich hinzusetzen, dann erhalten die Gäste "aguinaldo"(1 Tasse Kaffee und 1 Stück Brot), zuerst die "peregrinos", danach alle anderen Besucher. Öfters schließen sich mehrere Familien zusammen, um das "aguinaldo" aufbringen zu können. Bevor die "peregrinos" am nächsten Abend weiterziehen, überreicht der Hausherr dem Kirchenvorsteher eine "piñata" (bunte, aus Pappmasche hergestellte Phantasiefigur, die mit süßen Überraschungen gefüllt ist). Sie wird für die Mitternachtsmette aufbewahrt.

In der heiligen Nacht versammelt sich die ganze Gemeinde um 24:00 Uhr vor der Kirche. Es werden Freudenfeuer und Feuerwehrkörper abgebrannt, und mit dem "Baile de la Flor", dem Blumentanz, beginnt die Mitternachtsmette. Nach der hl. Messe werden die Kirchenbänke zur Seite gerückt. Nun beginnt vor der Krippe das Geburtstagsfest für das Jesuskind. Den Höhepunkt bildet das Knacken der neun "piñatas". An einer Schnur wird jeweils eine "piñata" von der Decke herabgelassen. Mit einem Stock soll sie nun "geknackt" werden. Jeder hat nur 3 Schläge mit verbundenen Augen.

Zuerst die Kinder, dann die Jugendlichen und zuletzt die Erwachsenen, bis alle "piñatas" geknackt sind und ihr süßer Inhalt verspeist worden ist. Mit Musik, Liedern und einem Tanz klingt die fröhliche des Geburtstagsfeier Jesuskindes aus.

 

Weihnachts-Bräuche weltweit - wie feiert man in:  NIEDERLANDE

Hier regiert primär "Sinterklaas" welcher per Schiff ende November anreist, er gilt auch als Schutzpatron der Seeleute. "Sinterklaas" bringt am 6.12. in Begleitung von "Zwarten Piet", seine Gaben. Um ihn gnädig zu stimmen, stellen Kinder vor seiner Ankunft Wasser, Karotten oder Heu für sein Pferd auf den Kamin. Am 5.12. wird ein großer Sack vor die Tür gelegt, den Sinterklaas dann mit seinen Geschenken füllt (mit handtellergroßen Schokoladebuchstaben welche die Anfangsbuchstaben der Vornamen darstellen). Ein regionaler Amsterdamer Brauch ist es, dass vom Hafen eine große Prozession zum Königspalast zieht, wo der Heilige von Königin Beatrix in Empfang genommen wird. Am 6.12. hat sich aus dem Sternsingen ein Kinderfest entwickelt, wobei Kinder mit Lampions durch die Straßen gehen.

 

Weihnachts-Bräuche weltweit - wie feiert man in:  NORWEGEN

Beim "Julbord", begangen im Advent werden Verwandten und Freunden bis zu 50 div. Leckerbissen kredenzt. Auch der Lucientag ist hierbei ein Höhepunkt im Advent.

"Julenisse", so nennt man den Weihnachtsmann mit roter Zipfelmütze und langem weißem Bart. Bemerkenswert  seine Kniebundhose, die handgestrickten Kniestrümpfe, der Norwegerpullover und die Lodenjacke. Darüber trägt "Julenisse" einen schweren, wärmenden Pelz. Dem Volksglauben nach war er ein Kobold, der für die Menschen das Haus einst aufbaute. Als Menschen einzogen, übernahm er den Schutz von Haus und Hof, indem er nach dem Rechten schaute und hielt das Unglück vom Anwesen fern. Als Entlohnung erhofft er Reisbrei (mit geschmolzener Butter, Zucker und Zimt) oder Fladen und dazu Bier am Heiligen Abend. Auf vielen Höfen wurde ihm zudem in der Heiligen Nacht ein Bett gerichtet als auch ein Platz am Tisch freigehalten.

Am Heiligen Abend um 17.00 Uhr läuten die Glocken im ganzen Land das Weihnachtsfest ein. Viele Menschen begeben sich zum Gottesdienst.  Nach der Messe freut man sich auf den Weihnachtsschmaus und ist hungrig. Da die meisten seit dem üblichen Reisbrei zu Mittag nichts speisten. Aber zuerst muss der Kobold "Julenisse" seinen Teller mit Brei - wie oben erwähnt - serviert bekommen. Und wenn man zudem einen Teller Reisbrei in die Scheune stellt, ist er am nächsten Tag mit Bestimmtheit leer. Auf keinen Fall darf man es sich mit dem Kobold verderben. Fühlt er sich übergangen, kann er viel Ärger machen. 

Nach dem Weihnachtsdiner werden die  Christbaumkerzen entzündet. Das Weihnachtsevangelium wird vorgetragen. Im Anschluss reicht man sich die Hände, singt Weihnachtslieder und geht um einen Baum herum.
Dann kommt "Julmann" (Weihnachtsmann) mit immer der gleichen Frage: "Gibt es hier liebe Kinder?" Dann verteilt er seine Gaben und neben dem Christbaum beginnen Kinderaugen zu leuchten. Meist helfen dem "Julamann" dabei seine "Julenissen" (Kobolde) hilfreich. Bekommen die "Julenissen" nichts vom Reisbrei ab, machen sie Schabernack.

 

Weihnachts-Bräuche weltweit - wie feiert man in:  POLEN

Zum Heiligabend gehört die Weihnachtsoblade. Das sind große eckige Backobladen mit aufgeprägten Bild. Tagsüber wird gefastet. Wenn der erste Stern am Himmel aufleuchtet, versammelt man sich um den reichlich gedeckten Tisch zum Weihnachtsessen. Suppe, Fischgericht (meist Karpfen). Ein zusätzliches Gedeck steht auf dem Tisch, für 1 unerwarteten Gast.  Kerzenlicht wird entzündet, dann wird das Weihnachtsevangelium vorgelesen. Danach teilt man seine Weihnachtsoblade untereinander und wünscht sich Frohes Fest. Das Teilen der Obladen ist ein Zeichen dafür, dass die Familien das Leben miteinander teilen wollen, es ist eine Geste der Versöhnung. Dann setzen sich alle zum Essen an den Tisch. Die Kinder hoffen unter ihrem Teller ein Geldstück vorzufinden. In der Weihnachtsnacht sollen dort die Tiere sprechen können. >

 

Weihnachts-Bräuche weltweit - wie feiert man in:  PORTUGAL

Weihnachten wird in der Großfamilie auf dem Land gemeinsam mit den Nachbarn gefeiert. In einigen Dörfern wird auf dem Platz vor der Kirche ein Baumstamm verbrannt, damit sich die Menschen nach der Mitternachtsmesse wärmen können. In manchen Gegenden geht man von Tür zu Tür, spielt Querflöte, Gitarre, Akkordeon oder Mandoline und singt Weihnachtslieder. Zur Mitternachtsmette bringt man ländliche Produkte als Geschenk für das Jesukind mit. Nach der Mette trifft sich die ganze Familie zum Weihnachtsdiner: Stockfisch, Kürbiskrapfen oder heraus gebratene Weißbrotscheiben (mit Zucker und Zimt bestäubt), heiße Brotteigkrapfen und ein Getränk, aus Wein mit Honigrosinen und Zimt.

 

Weihnachts-Bräuche weltweit - wie feiert man in:  RUMÄNIEN

Zuvor bringt der Nikolaus am 5. Dezember die ersten kleinen Geschenke. Die großen Geschenke werden aber erst am Morgen des 25. Dezember ausgepackt, der mit einem gemeinsamen Frühstück samt gefüllten Eiern und Kuchen beginnt. Das traditionell rumänische Weihnachtsessen besteht aus Sarmale (Kohlrouladen) als Vorspeise, Braten oder Karpfen als Hauptgericht und reichlich Tzuika, einem sehr starken Pflaumenschnaps. Auch der Weihnachtskuchen (Cozonac), ein Sandkuchen mit Nüssen oder Mohn, darf nicht fehlen.

Am Abend zuvor, dem Mos Ajun (Heiliger Abend), wird zunächst streng gefastet – bis am Himmel die ersten Abendsterne erscheinen. Dann isst man Schwein und trinkt visinata (Sauerkirschlikör).

Sehr wichtig ist den Rumänen das Singen von Weihnachtsliedern – nicht nur in der Kirche: Während der Weihnachtstage ziehen Kinder von Haus zu Haus, mit Stofftasche um die Schulter, Stock in der Hand und Wollmütze tief ins Gesicht gezogen. Sie singen Weihnachtslieder, sagen Gedichte auf und wünschen alles Gute für Weihnachten und das Neue Jahr. Dafür werden sie mit Geld und Kuchen belohnt.

 

Weihnachts-Bräuche weltweit - wie feiert man in:  RUSSLAND

Nach dem Julianischen Kalender feiert die russisch-orthodoxe Kirche am 6.1. (entspricht dem 25.12.) die Geburt des Herrn. Väterchen Frost bringt hier die Gaben und wird in jedem Dorf mit Musik empfangen. Dazu gibt es mit Herzen dekorierte Kuchen. Für jedes Herz soll ein Traum in Erfüllung gehen.

 

Weihnachts-Bräuche weltweit - wie feiert man in:  SCHWEDEN

Am Morgen des 13.12. ist in Schweden der Tag der "Lichterkönigin". Die älteste Tochter erscheint als "Luziabraut" im weißen Kleid und einem Kranz aus Preiselbeerzweigen und brennenden Kerzen auf dem Kopf. Die "Lussibrud" weckt die Familie und übt sich im Zimmerservice. Sie serviert das Frühstück ans Bett. Zum "Julfest" an Weihnachten kommt der Weihnachtsmann, aber auch "Julgeiss" und "Julbock" gehören zum Fest. Genau wie das opulente Menü mit bis zu 38 Gängen, bei dem auch die "Julkorv" (spez. Bratwurst) kredenzt wird. Diese hat so große Bedeutung, dass sich auch Königin Silvia und ihre Familie dabei selbst an den Herd stellen.

 

Weihnachts-Bräuche weltweit - wie feiert man in: SPANIEN     Text von: Doris Blanco Jiménez-Zautner

Die Adventzeit ist ruhig, Krampus, Nikolaus, Adventkalender, Adventkranz etc. kennt man nicht. Aber immerhin Weihnachtsmärkte, wenn gleich auch mit genügend Ramschware versehen.

Kinder singen heitere Adventslieder die eher zur Belustigung dienen. Sie schreiben einem Brief an die Heiligen 3 Könige, um ihre Wünsche bekannt zu geben. In der Schule gibt es am letzten Schultag vor Weihnachten ein Krippenspiel, an dem alle Kinder aktiv teilnehmen und sie deshalb verkleidet kommen müssen!

Der Heilige Abend wird mit großzügigen Abendmahl gefeiert. Unentbehrlich in jeder spanischen Familie die hauseigene Krippe, die durchaus selbst gebastelt sein kann. In manchen Familien erfolgt bereits die erste Bescherung durch den Weihnachtsmann (Papá Noel). Zu Mitternacht findet die Mitternachtsmette („Misa de Gallo“) statt, aber es ist nicht jedermanns Sache, sie auch zu besuchen.

Am 28.12. ist der „Tag der Unschuldigen Kinder“, der dem 1. April in Österreich  gleichkommt und an dem man möglichst viele Mitmenschen zum Narren halten soll. Mag schon sein, dass in manchen Regionen Kinder als Bischof verkleidet werden, aber landesweite Tradition ist dies bestimmt nicht.

Den Jahreswechsel feiert man auch eher in familiärer Atmosphäre. Ganz typisch in Spanien, dass mit den letzten 12 Gongschlägen vor Mitternacht jeweils 1 Weintraube zu essen ist, damit das Neue Jahr Glück bringt. Erst nach Mitternacht beginnen Partys in Discotheken oder man feiert privat bei Freunden.

Aber das Allerwichtigste für die spanischen Kinder ist der 6. Jänner, Tag der Hl. 3 Könige. In Spanien bringen nämlich die Hl. 3 Könige die Geschenke, wobei Kaspar von den meisten Kindern zum „Lieblingskönig“ erklärt wird.  Bereits am 5. Jänner kommen Ihre Majestäten („„Reyes Magos“ ins Land. In jedem Dorf oder Stadtteil gibt es die lang ersehnte Cabalgata, der Umzug, bei dem die Hl. 3 Könige hautnah und in echter Ausführung bewundert werden können.  -  Vorm Schlafengehen stellt man einen Stiefel vor die Schlafzimmertür, Stroh für die Kamele und Turrón (typische spanische Süßigkeit zu Weihnachten), zwecks Verköstigung der Hl. 3 Könige selbst, auf. Das ist die aufregendste Nacht des ganzen Jahres. Am nächsten Morgen dann findet man neben dem Stiefel die Geschenke. Ganz böse Kinder bekommen Kohle (Zucker, der wie Kohlestücke aussieht).
Zum Fest der Hl. 3 Könige wird „Roscón de Reyes“, ein hervorragender Germteigkranz mit kandierten Früchten, gegessen, der eine kleine eingebackene Überraschung enthält, die wiederum vom Glückspilz der Familie gefunden wird. 

Weitere Bräuche:
Olentzero: Ist eine Figur, die um 1980 erfunden wurde und lediglich in einigen Täler in den nördlichen Provinzen Navarra und Guipuzcoa bekannt ist. 

 

Weihnachts-Bräuche weltweit - wie feiert man in:  UNGARN

Am 1. Weihnachtstag ziehen junge Männer als Hirten verkleidet mit einer Krippe unter dem Arm von Haus zu Haus, um kleine Theaterinszenierungen aufzuführen. Hierbei fallen stets Süßigkeiten für sie ab.

Quelle: http://www.kirchenweb.at/christkind/weihnachtsbrauchtum/weihnachtsbraeuche.htm

Weitere weltweite Bräuche: http://de.wikipedia.org/wiki/Weihnachten_weltweit