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Vorwort zu dieser Ausgabe
Mit Genugtuung konnten wir feststellen, dass unser Erstlingswerk als neue Redaktion der „radikal“ eingeschlagen ist. Die Reaktionen auf die Nummer 161 waren so zahlreich, wie heftig und reichten von Luftsprüngen bis zu intellektuellem Ekel vor soviel vermeintlichem „Rot“. Der Großteil dessen, was uns zu Ohren kam, war erst einmal positiv. Es überwog die Freude darüber, dass die Radi weiter erscheint, das die Repressionsbehörden das Ding nicht kaputt kriegen.
Stimme erheben – Wahlen boykottieren!
Ein Aufruf der Revolutionären Linken
Der Wahlkampf zur Bundestagswahl am 27. September 2009 steht nach den Europawahlen und vor allem dem ausklingenden Sommerloch unmittelbar vor der Tür. Wir kennen die Bilder: VertreterInnen parlamentarischer Parteien halten Fensterreden und versuchen sich gut in Szene zu setzen. Die Werbetafeln und Plakat-Serien der zur Wahl stehenden Parteien zieren die Straßenzüge bis in jeden Winkel dieser Republik, die Briefkästen sind mit bunten Flyern des/der KandidatIn von vor Ort vollgestopft und im TV laufen als Prolog die Werbespots vor der 20-Uhr-Tagesschau.
Streiks durchsetzen – Solidarität organisieren!
Ein Aufruf der Revolutionären Linken
Die bürgerliche Koalition der Schwarz-Gelben-Regierung ist
seit dem 27. Oktober des Jahres unter Dach und Fach. Lobbyverbände
aus Wirtschaft und Wissenschaft haben ganze Arbeit
geleistet und dafür gesorgt, dass in der Koalitionsrunde ein
Vertrag geschlossen wurde, der von Verbandsvertretern des
deutschen Kapitals mit Lobes-Hymnen quittiert wurde.
Der Weg von der „Hassbrennerei“
zum organisierten Sozial-Rebellismus
ein Nachtrag zur Militanzdebatte
von Einige aus der ex-(mg)
Militante GenossInnen haben in ihrer Erklärung
zu einem Stein- und Farbflaschenanschlag
auf das Wohnhaus des Hamburger
Innensenators Ahlhaus (Interim 669, 23. Oktober
2009) dazu ermuntert, eine Debatte über
Zielauswahl und Zielpräzision des „Sports“,
(hochwertige) PKWs zu flambieren, zu führen:
„... darüber wird zu reden sein müssen.“ Wir
nehmen diesen Spielball auf, da erstens jene
BekennerInnen lediglich, aber immerhin, den
Einwurf zu einer solchen Auseinandersetzung
getätigt haben, und wir zweitens eine latente
Neigung verspüren, zusätzlich einige Gedankengänge
und Vorschläge ins Spielgeschehen
einzubringen.
Brandbombenanschlag gegen die Agentur für Arbeit in Berlin-Wedding
- kommunique der revolutionären aktionszellen (raz) -
Wir übernehmen die Verantwortung für zwei Brand- bzw. Sprenganschläge gegen eine Einrichtung des staatlichen Arbeitszwangs
und der Armutsverwaltung: In den frühen Morgenstunden
des 30. Dezembers 2009 haben wir einen Brandsatz
herkömmlicher Art und einen kombinierten Brand-/
Sprengsatz vom Typ „Gasaki“ am Gebäude der Agentur für
Arbeit in Berlin-Wedding in der Müllerstrasse gezündet. Beide
Bastelwerke legten wir jeweils an einem hinteren Eingangsbereich
ab. An der Außenwand neben einem Seiteneingang
haben wir die Parole „Klasse gegen Klasse“ und unser Gruppenkürzel
hinterlassen.
Gasaki - ein kombinierter
Brand-/Sprengsatz niedriger Intensität
Praxisanleitung der Revolutionären Aktionszellen (raz)
Die gute alte Tradition der radikal bleibt uns erhalten:
wir haben die Möglichkeit bekommen,
euch in dieser Ausgabe die Bastelanleitung
„Gasaki – ein kombinierter Brand-/Sprengsatz
niedriger Intensität“ vorzustellen. In einer Nummer
der „Kostenlos-Interim“ (701, 11.12.09) befindet
sich bereits eine erste Erläuterung zum
Modell Gasaki, die allerdings äußerst knapp
ausgefallen ist und wenig Informationen der
Handhabung und Anwendung enthält. Diese
Lücke wollen wir mit dieser Anleitung ein wenig
weiter schließen.
International classwar - Für den Sieg im Klassenkrieg!
Der Volkskrieg in Indien
Wie bereits im Vorwort versprochen wollen wir
ab dieser Radi Ausgabe neben einem Überblick
über militante Aktionen in Deutschland
auch einen Überblick über Klassenkämpfe der
revolutionären Linken weltweit bieten. Zusätzlich
dazu wird es in jeder Ausgabe eine Vorstellung
einer revolutionären Organisation/Bewegung
geben, um dem Ganzen ein bisschen
mehr Kontur zu verleihen.
Die revolutionären Kräfte in Brasilien im letzten Jahrhundert
Ein Überblick
Wir beginnen unseren historischen Überblick mit der Gründung der Kommunistischen Partei Brasiliens (PCB), der größten und bedeutendsten Organisation der brasilianischen Linken im letzten Jahrhundert. Um dem Anspruch der historischen Korrektheit zu entsprechen, muss gesagt werden, dass die Geschichte der revolutionären Linken in Brasilien nicht an einem bestimmten Zeitpunkt begonnen werden kann.
Die Kollektivität als Garant der revolutionären Bewegung
Mit einem indianischen Sprichwort, welches
lautet „laufe mir nicht hinterher, vielleicht kann
ich dich nicht führen, laufe mir nicht voran, vielleicht
kann ich dir nicht folgen, laufe neben mir,
so dass wir gleich sein können“, möchten wir
unsere Textserie „für ein revolutionäres Leben“
fortsetzen. Nachdem wir in dem ersten Text
der Reihe auf die „Verantwortung“ in Bezug
auf den revolutionären Aufbauprozess eingegangen
sind, vertiefen wir mit diesem Text das
Thema „Kollektivität“.
Teil 4 der Rezensions-Reihe zum mg-Interview
von dgsch
Das Interview mit der militanten gruppe (mg)
(S. 28 – 54) macht fast die Hälfte des aktuellen
radikal-Heftes (60 Seiten + Tarnumschlag)
aus. Es ist ein ungewöhnliches Interview: Es
besteht aus 14 Fragen und den jeweiligen Antworten
– also im Durchschnitt fast zwei Druckseiten
Antwort pro Frage, wobei sich tendenziell
sagen läßt, daß die Antworten auf die ersten
Fragen kürzer und die späteren Antworten länger
ausfallen.