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Winter-Radeln

Radfahren im Winter bei eisigen Temperaturen kann genauso schön sein wie Skifahren oder Wandern.
Dazu sollte man sich funktionell kleiden, um nicht zu frieren oder zu schwitzen in allzu dichten Textilien.
Gut sind mehrere dünne Kleidungsstücke übereinander getragen.


Folgende Kleidung und Ausrüstung hat sich zum Radeln im Winter selbst bei Temperaturen um - 10 °C bewährt:






Kopf

3 Schlauchschals
(2 dünne, ein 3. aus Fleece):

  • 1 dünner über Ohren und Wangen, der aus Fleece darüber
    (den 2. dünnen Schlauchschal zum Wechseln mitnehmen).

  • Der Helm darf nicht fehlen, damit die Eiszapfen nicht direkt am Kopf entstehen ;-)

  • Die Radbrille schützt die Augen vor eisigem Wind






  • Hände

    3 Paar Handschuhe:
    2 Paar wasser- und winddichte (ein Paar zum Wechseln, da innen schnell kondensfeucht, das kann zum Auskühlen der Finger führen).
    1 Paar Fleecehandschuhe
    (Fäustlinge sollen noch besser warmhalten)
    Füße

  • Zehenwärmer aus Neopren in die Schuhe (oder auf die Schuhe: Aussparung für Clickpedale vorhanden). Oder:
  • Regengamaschen: sie sind wasser- und winddicht. Oder:
  • Zur Not Plastiktüten über die Schuhe bzw. im Schuh zehenbedeckende Plastiktütenstücke. Oder:
  • Schuhe eine Nummer größer, da das Luftpolster isoliert und die Wärme bewahrt.
  • Es gibt auch Neopren-Überschuhe zu kaufen, die sehen so ähnlich aus wie die Regengamaschen.
  • Rumpf

    drunter:

  • Funktionsunterhemd dünn
    (wie Skiunterwäsche)
  • Shirt mit winddichtem Frontmaterial
  • Funktionsunterhemd (mit angerauhter Innenseite)
  • Fleece-Shirt, eher nicht so dick
    (ja richtig, alle auf einmal tragen!)



  • und drüber:

    Funktionsjacke mit windabweisendem Material
    an Front / Ärmeloberseiten und
    winddurchlässigem Fleece an Rücken und Ärmelunterseiten,
    damit keine Kondensfeuchte entsteht.
    Foto oben:
    Skilanglaufjacke, bestens zum Winderradeln geeignet.
    evtl. drüber über "drüber":

    Regenjacke wind- und wasserdicht.
    Bei Pausen zum Schutz vor Auskühlen.
    Gehört mit in die Tasche für alle Fälle.
    und ganz oben drüber:

    Reflektorweste bei Dämmerung/Dunkelheit.
    In fast jedem Baumarkt für ca. 5,- Euro erhältlich.
    Beine
    drunter:

    Funktionsunterhose
    (wie Skiunterwäsche)



    drüber:

  • Thermoradlerhose mit
    doppellagigen Kniezonen oder:
  • Skilanglaufhose (hat auch Kniezonen) oder:
  • andere bequeme Hose

  • und drüber über "drüber"
    + + + Rainlegs + + +
    schützt bei Niederschlag
    und hält Oberschenkel und Knie warm

    schützt auch vor eisigem Wind und ist
    viel einfacher an-/ausziehbar und man schwitzt nicht so wie in einer Regenhose.
    zusätzlich:

    Regenhose,
    wind- und wasserdicht oder:
    andere winddichte Hose.
    Gehört mit ins Gepäck.



    Sonstiges
  • Bei Schnee und Eis mit Spikesreifen und geringem Reifendruck fahren, siehe Mindestdruckangabe auf der Raddecke.

  • Getränkeflasche nicht im Flaschenhalter am Fahrradrahmen transportieren, da sich dort Eiskristalle in der Flasche bilden können,
    besser Getränke in der Tasche verstauen. Oder: Getränk in Thermoskanne mitnehmen.

  • Nach der Tour das Rad mit einer Bürste vom Schnee befreien, bevor es in den Keller kommt.

  • Nach der Tour das Rad mit destilliertem Wasser (oder gemischt mit Leitungswasser 1:1) abspülen, um Streusalzschäden zu vermeiden,
    und dann das Rad mit Lappen trocken wischen. Das kann natürlich entfallen, wenn man auf unbestreutem Neuschnee geradelt ist.

  • Werkzeug, Flickzeug, Luftpumpe und Silikonspray mitnehmen.

  • Nabendynamos sind bestens geeignet bei Schnee und Regen, Seitenläuferdynamos verweigern oft ihren Dienst bei Schnee und Regen.


  • und jetzt viel Spaß beim Winterradeln!





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