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ein paar Tipps und Basteleien

Der wichtigste Tipp für Neulinge: Unter KEINEN UMSTÄNDEN ohne fachliche Kenntnisse oder Beratung spontan auf Ebay Teleskope kaufen!!! Die Gefahr, auf Werbesprüche reinzufallen und Schrott angedreht zu bekommen ist zu groß!
Besser erst einmal Kontakt zu Hobbyastronomen oder Volkssternwarten suchen, Teleskoptreffen besuchen (das Beste!) oder zur Not im Internet das dort reichhaltig dokumentierte Wissen anlesen. Und: das erste Teleskop muss nicht unbedingt das eigene sein.

Auch dem 10Zöller habe ich einen 8cm-Lüfter verpasst. Da hier keine flache Rückplatte vorhanden ist, sondern sechs Rändelschrauben herausstehen, musste ich Bohrungen anbringen, die die Justagearbeit nicht behindern. Damit ich den Tubus trotz Lüfter mal hinstellen kann, habe ich als - abnehmbare - Füße 3 Filmdosen angeklebt. Da der Pattex-Kleber nicht richtig hält, werden die Deckel der Dosen irgendwann mal festgeschraubt werden müssen.

Rechts sieht man meine erste Verbesserung des 8" Dobsons: ein abgebrochener Griff eines Tchibo-Eiskratzers als Schwenkhilfe! Glatt abgesägt, angebohrt und eine kleine Gewindestange reingedreht, Tubus angebohrt und festgeschraubt. Zugleich sieht man auf dem Foto auch gut die Wirkung der zweiten wichtigen Optimierung, der Velourauskleidung, die ich mit nur einer Rolle Alcor und daher nur in der Gegend des Hauptspiegels und OAZ machte. Da ich die Fangspiegelspinne ungern ausbauen wollte, habe ich dort das Velour in Streifen an den Streben vorbei verklebt.

Die dritte Verbesserung galt der recht schwergängigen und ruckeligen Azimutverstellung. Die 3 Teflonpads  und ein zentraler Ring liefen auf gewöhnlicher weißer Resopalbeschichtung. Der Standardvorschlag lautet normalerweise, die Lauffläche mit Formica zu bekleben. Ich hatte es erstmal mit Silikonöl probiert, aber das half nur kurzfristig. Dann las ich in den Foren von "Astrotreff.de" von Vinylplatten als Lagerfläche. Da ich noch ein paar alte LPs hatte, die längst auf CD umkopiert waren, nahm ich eine solche und klebte sie mit sternförmigen Streifen doppelseitigem Klebeband auf die Bodenplatte. Vorher musste ich noch das Mittelloch der LP aufbohren, da die Drehachse zu dick war. Dann wurden die Teflonpads etwas nach innen versetzt, so dass sie am Rand der Platte laufen. Noch besser ist es, die Platte oben und die Pads unten anzubringen, dann kommt eventueller Dreck zwischen die Pads zu liegen, wo er nicht stört. Das Ergebnis: wesentlich bessere Dreheigenschaften - zum Nulltarif!

Was das Höhenlager angeht, so begnüge ich mich damit, die Andruckfedern nach Möglichkeit wegzulassen und statt dessen lieber auf eine passende Balance zu achten, was ebenfalls zu größerer Leichtgängigkeit führt. Dazu benutze ich ein magnetisches Gewicht. Wenn das nicht mehr reicht und ich brauche mehr Reibung, z.B. bei gleichzeitigem Einsatz des 8x50 Suchers und des Zooms, dann bringe ich zunächst nur eine der Federn an. Mit all diesen praktisch kostenlosen Optimierungen habe ich bislang noch kein Verlangen nach dem Neubau einer Rockerbox verspürt.

Die neueste Optimierung ist die des Okularauszugs, sie ist bereits gut auf Torsten Krahns Homepage unter "Tipps" beschrieben. Bei mir hatte der OAZ ein recht starkes Shifting, was sich durch Anziehen dieser zwei winzigen Justageschrauben fast beseitigen ließ. Die innenliegende Kunststoffschiene wurde dadurch von krumm auf gerade gedrückt. Das reicht mir so schon.

Als weiteren kleinen Umbau habe ich den ungenutzten Raum im Innern der Rockerbox für ein Aufbewahrungsfach genutzt. Darin bewahre ich jetzt die beiden Sucher auf. Nebenbei sinkt der Schwerpunkt der Box bei steigendem Gesamtgewicht, was der Stabilität zugute kommen sollte.

Um schneller beobachtungsklar zu sein, habe ich mal einen per Magnet anklebbaren Lüfter gebastelt. Viele Spechtler schwören auf eine solche Zwangsbelüftung des Spiegels. Die ersten Erfahrungen sind sehr positiv.  
Über die verschiedenen Ausgänge des "PowerCube" habe ich mit 6, 9 und 12 Volt noch die Möglichkeit, Leistung und Lautstärke des Lüfters in 3 Stufen zu variieren - von lautem "Kaltsaugen" bis zum kaum hörbaren "Tubusseeing wegfächeln".