ein paar Worte über mich......und meinen astronomischen Werdegang. Ich heiße Rainer Heubaum, bin Jahrgang 63 und wohne seit meinem 11. Lebensjahr in der schönen norddeutschen Kleinstadt Eutin (das "Weimar des Nordens"). Ich habe mich schon in früher Jugend für Wissenschaft allgemein und Astronomie (und später Psychologie) im Besonderen interessiert. So kam es, dass ich als Jugendlicher mit einem billigen 8x40 Fernglas manchmal den Mond oder M31 beobachtete. Viele schöne Feldstecherobjekte wie M44 oder h und chi ("Gesundheit!") kannte ich aber noch nicht. Sternhaufen oder Doppelsterne fand ich damals recht langweilig und war mehr auf Mondkrater und Planeten heiß. Irgendwann Anfang der 80er kratzte ich dann nach ein wenig Literaturstudium zum Thema (mangels Internet und Gleichgesinnter vor Ort) mein knappes Schülergeld zusammen und bestellte bei "Quelle" einen 114/900er Reflektor auf parallaktischer Montierung (siehe FOTOS). Größere Öffnung und Farbfehlerfreiheit sowie der vermeintlich bequemere obere Einblick führten zu einer eindeutigen Entscheidung gegen den nur wenig teureren 60mm Refraktor. Eine Entscheidung, die rückblickend richtig war - trotz meiner damaligen Hauptinteressen. Das Gerät kam schließlich an,
wurde abends auf der Terrasse des elterlichen Gartens aufgebaut
und Jupiter gesucht. Schnell merkte ich, dass die (EQ1-artige) Montierung
das Teleskop ziemlich wackeln ließ. Die Enttäuschung
wuchs, als ich Jupiter fand und die Scheibe so klein und strukturlos
daherkam (wohl im H20 Okular), daß ich die sinnvolle Maximalvergrößerung
gar nicht mehr ausprobiert habe. Das soll alles sein, was man mit
so einem Gerät zu sehen bekommt? Rückblickend erinnere
ich mich vage, das Teleskop nicht ausgekühlt zu haben und daß
Jupiter noch sehr tief stand. Mithin kein Wunder, daß ich
enttäuscht war, zumal ich wie viele Anfänger die tollen
Fotos in Büchern im Hinterkopf hatte. Im Laufe der Jahre erstand ich aber immer wieder mal Feldstecher (8x40 bis 20x60) und einmal ein Zoomspektiv 10-30x50. Gerätschaften, die ich nahezu ausschließlich am Mond einsetzte. Wie so viele Laien war ich fälschlicherweise der Überzeugung, dass ein Feldstecher astronomisch zu mehr nicht zu gebrauchen ist. Immerhin, erinnere ich mich, im 20x60 Jupiter schon als Scheibchen wahrgenommen zu haben. Gelegentlich schaute ich auch mal den Andromedanebel und die Plejaden, wie ich mich heute erinnere. |
mein erstes Teleskop - |