Akademie der Wissenschaften
'Das Erdöl ist eine nutzlose Absonderung der Erde -
eine klebrige Flüssigkeit, die stinkt und in keiner Weise
verwendet werden kann.'
(Aus einer Verlautbarung der 'Akademie der Wissenschaften' in St.
Petersburg 1806)
Aristoteles
Die Lehren des grichischen Philosophen Aristoteles
(384-322 v.Chr.), einen Schüler Platons, gelten als
richtungsweisend für die gesamte abendländische Philosophie.
Die folgenden Beispiele sollen zeigen, daß auch derart
bedeutende Persönlichkeiten nicht vor Irrtümern gefeit sind.
Die Welt besteht aus den fünf Elementen Feuer, Wasser, Luft,
Erde und Äther. Die ersten vier sind irdischer Natur, das
fünfte erfüllt den Himmel.
Schwere Gegenstände fallen schneller als leichte.
Gegenständliche Körper bleiben nur in Bewegung, solange sie mit
dem Beweger in Berührung stehen.
Das Gehirn enthällt kein Blut, besitzt keine Empfindungen, ist
der kälteste Teil des
Körpers und dient dazu, die Wärme des Menschen zu mäßigen.
Der hintere Teil des menschlichen Schädels ist leer.
Männer besitzen mehr Zähne als Frauen
Es gibt eine Gattung Ochsen, die einen Knochen im Herzen tragen.
Das Blut im unteren Körperteilen ist dicker und schwärzer als
unten.
Das Blut der Frau ist dicker und schwärzer als das des Mannes.
Der Mann und die oberen Körperteile sind edler.
Das Rebhuhnweibchen kann durch die Stimme des Männchen
befruchtet werden.
Die linke Körperhälfte des Menschen ist kälter
Nur der Mensch besitzt Fleisch an den Beinen
Ein Tropfen Wein in einem großen Faß Wasser wird zu Wasser.
Fliegen haben 4 Beine.
Viele dieser Lehren erstaunen, denn sie hätten anhand der
Realität einfach wiederlegt werden können. Aristoteles muß
aber zugute gehalten werden, daß Überlieferungen, denn um
solche handelt es sich, zu seiner Zeit nahezu als heilig galten.
Eine konträre Position hätte dem Ansehen des Philosophen
höchstwahrscheinlich mehr geschadet als genützt.
Avery Brundage
Wir haben 60 Jahre ohne Fernsehen gelebt, und wir werden
auch noch weitere 60 Jahre ohne Fernsehen auskommen.
(Avery Brundage, Präsident des Internationalen Olympischen
Komitees, 1960)
Winston Churchill
Die Atomenergie mag vielleicht so gut sein wie die uns
heute bekannten Sprengstoffe, aber es ist sehr unwahrscheinlich,
etwas sehr viel gefährlicheres herstellen zu können.
(Winston Churchill im Jahre 1939)
Christoph Daum
Eher gewinnt der Stich in Wimbledon, als daß
Kaiserslautern Deutscher Fußballmeister wird.
(Christoph Daum, Fußballtrainer, einem Monat vor dem Sieg von
Stich in Wimbledon zu den Chancen des späteren Deutschen
Meisters 1. FC Kaiserslautern)
Decca (Plattenfirma)
Uns gefällt ihr Sound nicht, und Gitarrenmusik ist
ohnehin nicht gefragt.
(Begründung der Plattenfirma Decca, die die Beatles ablehnte,
1962)
Ferdinand Foch
Flugzeuge sind interessante Spielzeuge ohne
militärischen Wert.
(Marschal Ferdinand Foch, Militärstratege)
Sigmund Freud
Trotz seines unbestritten brillianten Geistes verfiel
Sigmund Freud einer dümmlichen Zahlenmystik des Berliner
Chirurgen Wilhelm Fliess. Diese besagte, das das Leben eines
Menschen durch bestimmte Zyklen bestimmt wird. Diese Zyklen
werden ihrerseits durch die Zahlen 23 und 28 determiniert. Fliess
hielt alles für wichtig, was sich auf eine Zahl in der Form
23x+28y zurückführen ließ. Diese Idee faszinierte Freud, fand
er sie doch unentwegt in der Realität bestätigt. Viele bekannte
Personen starben im Alter von 51 Jahren (23*1 + 28*1), der 13.
eines Monats ist ein Glückstag, da 23*3 + 28*(-2)=13. Das sich
beinahe jede Zahl auf diese Weise erzeugen läßt, kam Freud
nicht in den Sinn...
In seinen jungen Jahren experimentierte der spätere Begründer
der Psychoanalyse ausgiebig mit dem damals noch recht unbekannten
Rauschgift Kokain. Dadurch erhoffte er sich, auf medizinischem
Gebiet rasch zu einem Namen zu kommen. Nach kurzer Zeit und
einigen Selbstversuchen zeigte er sich restlos begeistert von der
Droge. Er beließ es nicht nur bei Selbstversuchen, sondern
verteilte das Zeug auch großzügig an seine Familie und
Kollegen. Seiner Verlobten schrieb er: 'Wehe, Prinzeßchen, wenn
ich komme. Ich küsse Dich ganz rot und füttere Dich ganz dick,
und wenn Du unartig bist, wirst Du sehen, wer stärker ist, ein
kleines sanftes Mädchen oder ein großer wilder Mann, der Cocain
im Leib hat.' Kurz darauf veröffentlichte er seinen ersten
Aufsatz über Kokain, ein einziges Loblied auf die Pflanze, die
er als ein Universal-Heilmittel darstellte. Mäßiger
Kokaingenuß fördere demnach die Gesundheit und ein hohes
Lebensalter. Die damals schon bekannten negativen Berichte tat
Freud als Folge von Maßlosigkeit ab. Die Schlußfolgerung
lautete: 'Die Coca ist ein weit kräftigeres und unschädlicheres
Stimulans als der Alkohol, und ihrer Anwendung in grossem
Maßstabe steht derzeit nur ihr hoher Preis im Wege. Dieser
Aufsatz wurde übersetzt und machte den damals 28jährigen
Assistenzarzt international bekannt. Freud empfahl Kokain gegen
alle möglichen Krankheiten: Hysterie, Hypochondrie, Syphilys,
Verdauung , Morphium u. Alkoholenzug. Aber schon bald mehrten
sich die Berichte von Patienten Freuds, die nicht mehr von der
Droge lassen konnten, obwohl nach Freuds Meinung keine
Suchtgefahr bestand. Ein Kollege, den Freud durch Kokain von
seiner Sucht nach Morphium heilen wollte, starb. Freud mußte
sich zu Recht vorwerfen lassen, durch falschen Ehrgeiz Mitschuld
an der ersten Kokainwelle in Europa zu haben. Trotz fataler
Folgen hielt Freud noch lange an seinem Irrtum fest und versuchte
in diversen Aufsätzen die Folgen des Kokainkonsums
herunterzuspielen. In späteren Jahren wollte Freud allerdings zu
diesen Thema nicht mehr Stellung beziehen. Erst 1924 kam er auf
dieses Thema zurück. In einer Darstellung versuchte er, die
Schuld am ganzen Desaster auf jemand anderen abzuwälzen - und
zwar auf seine damalige Verlobte...
Weitere prominente Kokser: Georg Trakl, Sarah Bernhardt, Emile
Zola, Papst Pius X, Jules Verne, Pitigrilli, Conan Doyle, Gotfrid
Benn, J. R. Becher und Ernst Jünger.
Lee De Forest
'Auf das Fernsehen sollten wir keine Träume vergeuden,
weil es sich einfach nicht finanzieren läßt.'
Trotz allen kommenden wissenschaftlichen Fortschritts wird der
Mensch nie einen Fuß auf den Mond setzen.
(Dr. Lee De Forest, Erfinder der Vakuumröhre und Vater des
Radios)
Edmond Halley
Die Erde ist hohl.
(Edmond Halley, engl. Astronom, 1656-1742)
Halley war Direktor des Observatoriums in Greenwich, erkannte die
periodische Wiederkehr von Planeten und entdeckte die
Eigenbewegung der Fixsterne. Nach ihm wurde der Halleysche Komet
benannt.
Erich Honecker
Zwischen der sozialistischen DDR und der
imperialistischen BRD gibt es keine Einheit und wird es keine
Einheit geben. Das ist so sicher und so klar wie die Tatsache,
daß der Regen zur Erde fällt...
(Erich Honecker, 1981)
Die Inquisition
Die Annahme, das die Sonne im Zentrum steht und sich
nicht um die Erde dreht, ist töricht, absurd, im theologischen
Sinne falsch und ketzerisch.
(Die Inquisition zu Galileo's Vorschlägen)
Immanuel Kant
Kant entwickelte eine äußerst eigenwillige Theorie
über die Entstehung von Wanzen. Um sein Schlafzimmer, das in
Sonnenrichtung lag, kühl zu halten, ließ Kant die Fensterläden
stets dicht geschlossen. Dies wurde jedoch während einer seiner
Reisen versäumt. Nach seiner Rückkehr bemerkte der Philosoph,
daß er Wanzen hatte. Da er vorher keine hatte und sich auch
sicher war, keine von seiner Reise mitgebracht zu haben, folgerte
er, die Wanzenplage könne nur von dem durch das geöffnete
Fenster eingedrungenen Sonnenlichtes hervorgerufen worden sein.
Wenn die Fensterläden aber wieder geschlossen würden, könnten
sich die Wanzen aus Mangel an Sonnenlicht nicht mehr vermehren
und würden aussterben. Obwohl niemand seine abstruse Theorie
teilte, glaubte Kant fest daran. Als Beweis führte er auf, daß
keine Wanzen mehr sein Schlafzimmer heimgesucht hätten, seitdem
er die Läden konsequent geschlossen hielte. Tatsächlich sorgte
aber ein Schüler Kants dafür, daß die Wanzen verschwanden,
indem er in Abwesenheit des Meisters sein Zimmer täglich
säuberte und lüftete.
Ernst Mach
'Ich kann die Relativitätstheorie ebensowenig
akzeptieren, wie ich die Existenz von Atomen und anderen solchen
Dogmen akzeptieren kann.'
(Nach dem österreichischen Physiker und Philosophen Ernst Mach
(1838-1916) wurde die Mach-Zahl benannt, die das Verhältnis der
Geschwindigkeit eines Flugzeugs zur Schallgeschwindigkeit
ausdrückt.)
Napoleon Bonaparte
Was, bitte sehr, veranlasst sie zu der Annahme, dass ein
Schiff gegen den Wind und gegen die Strömung segeln könnte,
wenn man nur ein Feuer unter Deck anzünde? Bitte entschuldigen
sie mich. Ich habe keine Zeit, um mir so einen Unsinn anzuhören.
(Napoleon Bonaparte)
Ken Olson
Es gibt überhaupt keinen Grund, warum irgendjemand
einen Computer bei sich zu Hause haben will.
(Ken Olson, Gründer und Präsident von Digital Equipment, 1977)
Sir William Preece
No, Sir. Die Amerikaner brauchen vielleicht das Telefon,
wir aber nicht. Wir haben sehr viele Eilboten.
(Sir William Preece, Chefingenieur der britischen Post, 1896 zu
Graham Bell, als dieser ihm die praktische Verwendbarkeit des
Telefons demonstriert hatte.)
Lord William Thompson Kelvin
'Diese Strahlen des Herrn Röntgen werden sich als
Betrug herausstellen.'
Nach Lord Kelvin, Erfinder eines Gasthermometers und Präsident
der 'Royal Society', wurde die Temperatur 'Kelvin' bezeichnet.
Das Radio hat keine Zukunft.
(Lord Kelvin, Präsident der 'Royal Society' um 1910)
Es ist unmöglich, Flugmaschinen zu bauen, die schwerer als die
Luft sind.
(Lord Kelvin)
Kolumbus
Kolumbus war überzeugt von der Theorie, Indien über
eine Westroute schneller erreichen zu können als über die
bisher bekannte Ostroute. Diese Annahme beruhte aber auf einem
Irrtum des Entdeckers: Kolumbus schätzte den Umfang der Erde,
ausgehend von Berechnungen des antiken Astronomen Ptolemäus, auf
28.000 Kilometer. Bei einem derartig geringen Erdumfang wäre
eine Westroute tatsächlich kürzer gewesen. Aber diese Zahl war
falsch. Zu einem weitaus genaueren Wert kamen die Experten des
spanischen Königshofes: Sie berechneten den Erdumfang, gestützt
auf ein Gutachten des Mathematikers Paolo Toscanelli, auf 39.000
Kilometer und kamen damit dem tatsächlichen Umfang von 40.024 km
erstaunlich nahe. Kolumbus Vorhaben wurde also völlig zu Recht
am spanischem Königshof abgeschmettert. Die Geschichte, Kolumbus
wurde wegen seiner Theorie von der Kugelgestalt der Erde
ausgelacht, ist ein Mythos. Kein Interlektueller zu seiner Zeit
zweifelte noch ernsthaft an der Kugelform.
Dr. Dionysius Larder (1793 - 1859)
Dr. Dionysius Larder glaubte, dass Zugfahrten mit hoher
Geschwindigkeit unmöglich wären. Die Passagiere könnten, so
argumentierte er, bei diesen hohen Geschwindigkeiten nicht mehr
atmen und müßten ersticken.
Der Direktor d. amerik. Patentamtes
Alles was erfunden werden kann ist bereits erfunden
worden.
(Der Direktor des amerikanischen Patentamtes im Jahre 1899)
Bertrand Russell
Der englische Mathematiker, Philosoph und
Nobelpreisträger ist den meisten Menschen als Gegner von Gewalt
und Militarismus bekannt. Weniger bekannt ist, daß er diese
pazifistische Grundhaltung nicht immer vertrat: Kurz nach dem
zweiten Weltkrieg fordete er mehrfach in Reden und diversen
Publikationen die atomare Vernichtung der Sowjetunion. Für
Russel war Stalin weitaus gefährlicher als Hitler, die Atombombe
erschien ihm, wie er es in dem 1945 veröffentlichten Artikel
"Humanity's last chance" ausdrückte, als die
"Letzte Chance der Menschheit". Später wollte der
Philosoph von diesen Thesen nichts mehr wissen. Wie heißt es
doch: Einsicht ist der beste Weg zur Besserung.
Lord Ernest Rutherford
'Die Energie, die durch Atomzertrümmerung produziert
wird, ist eine armselige Sache. Jeder, der von der Umwandlung
dieser Atome eine Kraftquelle erwartet, redet nur Blabla.'
(Lord Ernest Rutherford, engl. Atomphysiker, 1871-1937, im Jahre
1933)
Mary Somerville
Das Fernsehen hat keine Zukunft. Es ist nur ein
Strohfeuer.
(Mary Somerville, Radiopionier, im Jahre 1948)
Georg Ernst Stahl
Stoffe, die verbrennen, werden deshalb leichter, weil
aus feinen Poren ein Gas, Phlogiston, entweicht.
(Georg Ernst Stahl, deutscher Wissenschaftler)
Nikola Tesla
Atomenergie läßt sich weder zivil noch militärisch
nutzen.
(Nikola Tesla, am. Physiker u. Elektrotechniker serb. Herkunft,
1856-1943)
H. M. Warner
Wer in drei Teufels Namen will schon Schauspieler
sprechen hören?
(H.M. Warner von Warner Brothers im Jahre 1927)
Thomas J. Watson
Ich bin überzeugt, daß weltweit ein Bedarf nach nicht
mehr als 5 Computern besteht.
(Thomas J. Watson, Präsident von IBM, 1943)