A
Der Affenmensch im Koffer
Arboris
Zeichnerisch sehr ordentlich, in mit einem Thema, das nicht alltäglich ist (Anthropologie), Ende des 19. Jahrhundert u.a. auf Java spielend, leicht angesext (was bei der Qualität der Zeichnungen eine reine Freude ist), leider wie so oft bei Comics, die in der Vergangenheit spielen, mit Figuren (vor allem den weiblichen), denen man den Ursprung im ausgehenden 20. Jahrhundert anmerkt. Ich habe keine Schwierigkeiten damit, mir vorzustellen, daß eine vernachläßigte Ehefrau damals fremdging, aber ich habe Probleme mit der Vorstellung, daß sie halbnackt durch die Gegend lief - ohne von den Männern als Nutte angesehen zu werden.
Und bevor jemand schreibt, ich solle nicht so konservativ sein: ich liebe den nackten weiblichen Körper, egal ob in Wirklichkeit, ob auf Fotos, im Film, im Comic. Ich mag nur nicht, wenn gesellschaftliche Entwicklungen ignoriert werden - genau deshalb lasse ich die Finger von Stoffen, die in Zeiten spielen, die ich nicht selbst erlebt habe.

1 - 1996
Cover: Chris Lamquet
Der Holländische Chirurg
Le chirurgien hollandais
Chris Lamquet
Aus Pithécanthrope dans la valise 1 (1996)
Akim
Hethke
Eine billige
Tarzan-Kopie von Augusto Pedrazza. War in den
50er Jahren recht beliebt.
Aus heutiger Sicht: Schrott.
Ich kenne Norbert Hethke nicht. Er war (ist?) Verleger der
Sprechblase (neben der
Comixene das langlebigste Comicfachmagazin, wenn auch längst nicht so gut) und ist bekennender Lehning-Fan (vorallem die Wäscher-Serie
Sigurd hat es ihm angetan). Da er meint, was ihm gefällt, muß allen gefallen, versucht er immer und immer wieder den alten Schrott auf den Markt zu werfen. Am Hauptbahnhof in Stuttgart kann man noch heute eine
Sigurd-Ausgabe finden.
Irgendwie ist diese Beharrlichkeit bewunderungswürdig. Schade, daß er seine Energie nicht für Lohnerendes einsetzt.

Akim
Hethke
Von Augusto Pedrazza.
Reprint der
Lehning-Serie.

005
Das große Mondopfer
Robert Renzi (Autor), Augusto Pedrazza (Zeichnungen)
Akim
Lehning
Tarzan-Kopie. Weder zeichnerisch noch textlich gelungen.

034 - 1959
Cover: Hansrudi Wäscher
Kampf zwischen Himmel und Wasser
Hansrudi Wäscher (Zeichnungen)
Albert Enzian
Delta/Ehapa
Eine meiner absoluten Lieblingsserien. Giftig, witzig, gut erzählt. Greg präsentiert sich hier als großartiger Humorist, in den Kurzgeschichten ebenso wie in den albenfüllenden Storys.
Erster Kontakt in
MV-Comix, später in
16/22 und unter dem Originaltitel
Achille Talon. Leider wechselten mit dem übersetzer auch immer gleich die Namen der Nebenfiguren (Interpunktia, Semicola, Commata von Gänsefuß). Damit taten die Verlage dem Leser keinen Gefallen.

001 - Februar 1976
Alien
Moewig
Comic zum Film.
Ehrlich gesagt, ich habe den Film nie gesehen und ich habe auch nicht vor, ihn mir jemals anzutun. Ich mag keine Filme, die Ekel hervorrufen.
Als Alien in die Kinos kam, wurde viel über die Schockeffekte berichtet. Ich erinnere mich, daß Cinema sich damals über Seiten mit dem Puls der Zuschauer beschäftigte.
Die Comicfassung ist nicht schlecht.

(1979)
Archie Goodwin und Walter Simonson
Aliens
Feest
Eine Comicserie, die auf Filmen beruht. Nichts außergewöhnliches, denn immerhin haben die bekanntesten Disney-Helden ebenfalls im Kino begonnen. Hier geht es um Filme, die sich an Erwachsene richten und Comics, die ihre Zielgruppe doch eher im Unter-18-Bereich suchen.
A comic-series, that is based on films. Nothing exceptional, because after all the most known Disney-heroes also began in the cinema. Here, it is about movies for adults and comics, whose target group is in the sub-18-area.

vergrößern4 - 1993
Cover: Kilian Plunkett
Das Labyrinth 1
Labyrinth 1
Jim Woodring (Script), Kilian Plunkett (Pencils), Kilian Plunkett (Inks)
Aliens: Labyrinth 1 (September 1993)
Das Labyrinth 2
Labyrinth 2
Jim Woodring (Script), Kilian Plunkett (Pencils), Kilian Plunkett; Monty Sheldon (background inks) (Inks) (Inks)
Aliens: Labyrinth 2 (Oktober 1993)

- Um ehrlich zu sein - die Geschichte ist hervorragend erzählt. Es beginnt langsam, nimmt dann Fahrt auf.
- To be honest - the story is very well told. It begins slowly, then picks up speed.
All-Star Comics
DC
Was ist aus der Justice Society geworden?
Die Helden der 40er Jahre in der Gegenwart. Die Idee war gut, die Ausführung nicht. Sicher, die Charaktere waren älter, aber sie benahmen sich noch wie in den alten Tagen. Keine Spur von Alter. Hinzu kam dann noch Joe Staton, der mit realistischen Serien ständig scheitert (Ausnahme:
Green Lantern), während er bei Serien, die den Karikaturenstil vertragen, hervorragend ist (
Plastic-Man und
E-Man).

073 - August 1978
Cover: Joe Staton (Pencils) , Joe Giella (Inks)
Be It Ever So Deadly
Paul Levitz (Script), Joe Staton (Pencils), Joe Giella (Inks)
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