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SepinoSepino, ein kleiner Ort am Fuße des Gebirgsmassivs Matese, hat eine lange Geschichte und viele Zeugnisse vergangener Zeiten zu bieten. Es gibt drei Stationen der Geschichte, die man rund um diesen Ort besichtigen kann. Die älteste ist die samnitische Befestigungsanlage Sáipins, die sich oberhalb Sepinos auf dem Hügel Terravecchia (altes Land) befindet. Allerdings ist diese archäologische Zone nicht touristisch erschlossen und ohne ortskundigen Führer und eine anstrengende Wanderung bzw. Klettertour kaum zu erreichen. Im Tal bauten die Samniter zeitgleich eine Handelsstation, die 3 Jahrhunderte später von den Römern überbaut wurde. Diese römische Siedlung, die zuerst Saepinum und später in Altila hieß, haben wir besichtigt. Drittens wäre dann noch Sepino selbst zu nennen. Diese Stadt wurde von den Einwohnern Altilas nach der Plünderung der Stadt durch die Sarazenen im 9. Jahrhundert an einem etwas sichereren Standort gegründet. Aber zurück zu Altila, das heute eine Ausgrabungsstätte ist und besichtigt werden kann.
Noch bevor wir die Ausgrabungsstätte betreten hatten, waren wir schon von der Bauweise der relativ gut erhaltenen Stadtmauer mit ihren Türmen beeindruckt. Durch das Stadttor, vorbei an den ersten Bauernhäusern gelangten wir zur Kreuzung der zwei durch Saepinum führenden Straßen. Auffallend sind hier die zwanzig ionischen Säulen einer großen Halle. Wendet man sich jetzt in Richtung Porta Beneventum gegangen, kann man z.B. das Forum, einen kleinen Tempel, eine Aula, Brunnen, Becken zum Auffangen von Regenwasser und viele andere Bauwerke der Römer entdecken. In diesem Bereich wurde noch gearbeitet, als wir im September die Anlage besucht haben. Da sich hier auch die Bauerhöfe befinden, wird es wohl noch einige Zeit so bleiben.
Wir wenden uns in Richtung der Porta Támmaro. Während uns rechts des Weges Schafe beäugen, gibt es auf der linken Seite wieder einige römische Gebäude zu sehen. Bei einem Brunnen kurz vor dem Stadttor biegen wir nach links ab. Durch einen schmalen Gang kommen wir zu den Torbögen, die den Eingang des Theaters bilden.
Über einen Aufgang geht es zu den Thermen, die sich direkt vor der Stadtmauer befinden. Am Ende der langen Reihe kleiner Räume sieht man schon das Porta Bovianum, das von allen Toren am besten erhalten ist.
Uns hat an dieser archäologischen Stätte besonders der lockere Umgang mit der Geschichte gefallen. Wo sonst laufen Touristen und Schafe auf gleichen Wegen durch Jahrtausende alte Ruinen? |
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