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Termoli

Auch wenn das Wetter im April noch nicht zum Baden einlädt, wollten wir in unserem Urlaub wenigstens einmal ans Meer. Also planten wir einen Ausflug nach Termoli, einem Ort, der zugleich Hafen, Industriestadt und Seebad ist. Das "Tor zum Molise", wie die Stadt auch genannt wird, war in der Antike einer der wichtigsten Häfen des Römischen Reiches.

Gleich bei unserer Ankunft hatten wir Glück. Wir fanden sofort einen Parkplatz mitten in der Stadt und auch der Autoverkehr hielt sich in Grenzen. Wie wir später erfuhren, lag das nur daran, dass gerade siesta war. Um diese Zeit sind normalerweise nur Touristen unterwegs und die gab es im April noch nicht so zahlreich.
Von unserem Parkplatz aus sind wir eine Weile durch kleine Gassen der erst nach 1847 erbauten Neustadt in Richtung Meer gelaufen. Das erste, was wir von der Altstadt gesehen haben, war ein alter Turm. Er war Teil des Stadttores und bildet den einzig erhaltenen Rest der Stadtbefestigung.

Etwas oberhalb des Turmes befindet sich das Kastell mit dem zweiten Eingang in die Altstadt. Diese Festung, im Jahre 1247 gebaut, macht durch ihre massive Form mit hohen Mauern einen uneinnehmbaren Eindruck. Hinter dem Kastell hat man linker Hand einen schönen Ausblick auf den Badestrand. Überhaupt bietet die Altstadt, die auf einer befestigten Landzunge steht, viele Aussichtspunkte.

Durch malerisch enge Gassen, leider waren noch alle Straßencafes geschlossen, sind wir auf den Domplatz gekommen. Das Bild dieses Platzes bestimmt die Kathedrale San Basso aus dem 13. Jahrhundert. Von der alten Bausubstanz ist durch Brände und Plünderungen viel vernichtet worden. Trotzdem ist die Fassade unglaublich reich an Sakralarchitektur und selbst die riesige Eingangstür erzählt eine Geschichte.

Nach so viel Kultur mussten wir uns erst einmal abkühlen und das geht am besten am Meer. Allerdings haben wir uns darauf beschränkt, mit den Füßen ins Wasser zu gehen. Vom Strand aus kann man auch die besten Fotos von der Landzunge mit der Altstadt und dem Trabocco machen. Es gibt in Termoli noch einige dieser hölzernen Pfahlbauten, die dem traditionellen Fischfang dienen.

Der Strandbetrieb beginnt wohl erst im Mai, denn bei unserem Besuch wurde überall noch kräftig repariert und renoviert. Sowohl in der Altstadt als auch hier am Strand war es fast menschenleer, aber wenn mit den warmen Temperaturen die Strandurlauber in die Stadt kommen, lebt die Stadt sicher richtig auf.