Wer ist Jesus Christus?

 

Die einen halten ihn für einen Propheten, die anderen für eine Legende oder gar für einen Lügner

Aber die Bibel sagt uns, dass Gott in der Gestalt des Menschen Jesus Christus persönlich auf die Erde kam um sich den Menschen zu offenbaren und ihnen den Weg des Heils zu zeigen.

Jesus wurde während der Regierungszeit des römischen Kaisers Augustus geboren (Lukasevangelium 2, 1), also zwischen 31 v. Chr. und 14 n. Chr. Schwierig ist aber, das genaue Geburtsjahr zu bestimmen. Nach Matthäusevangelium 2, 1 und Lukasevangelium 1, 5 fiel seine Geburt noch in die Regierungszeit von Herodes dem Großen, der 4. v. Chr. starb. Die Steuererhebung, die Jesu Eltern nach dem Bericht des Lukasevangeliums nach Bethlehem führte (2, 1), fand aber erst im Jahr 6/7 n. Chr. statt, nachdem der hier ebenfalls erwähnte Quirinius auch erst 6 n. Chr. sein Amt angetreten hatte; außerdem fand diese nur in Judäa statt, erfasste also nicht Josef als Bürger von Nazareth in Galiläa. Als Weihnachtsstern, der nach dem Matthäusevangelium (2, 2) die drei Weisen zu Jesus führte, galt bislang eine Begegnung von Saturn und Jupiter im Mai, dann im Oktober und noch einmal im Dezember des Jahres 7 v. Chr., wobei ihr Aufleuchten an der Spitze des Zodiaklichtes am 27. November im Jahr 7 v. Chr. besonders eindrücklich war. Neuere Studien des Max-Planck-Instituts für Aeronomie nehmen als wahrscheinlicher an, eine im Frühling des Jahres 5. v. Chr. im Sternbild Adler aufleuchtende Nova sei der "Stern von Bethlehem" gewesen. Wenn wir die Geburtsgeschichte des Lukas als legendär betrachten, ergibt sich als wahrscheinlicher Geburtstermin also das Frühjahr 5 v. Chr.

Matthäusevangelium und Lukasevangelium berichten von Jesu Geburt in Bethlehem. Das älteste Evangelium, das des Markus, kennt diese Überlieferung nicht und spricht nur von seiner Heimat Nazareth (Markusevangelium 1, 24; 6, 1 u.a.), ebenso hält es das Johannesevangelium (1, 45), das den Geburtsort Bethlehem sogar ausdrücklich bestreitet (7, 41f). Die Erzählungen im Matthäus- und Lukasevangelium sind wohl als Glaubensaussagen über die Davidsohnschaft und Messianität Jesu zu verstehen: David wurde dort geboren und auch Micha kommt von hier, "der Herrscher in Israel werden soll; sein Ursprung ist in der Vorzeit" (5, 2).

Der Stammbaum Jesu im Lukasevangelium (3, 23 - 38) führt die Abstammung Jesu über Joseph als Vater bis auf David und weiter auf Abraham und bis auf Adam zurück, ähnlich im Matthäusevangelium (1, 1 - 17) und in der ältesten Überlieferung, der bei Paulus im Römerbrief (1, 3); Paulus stellt auch ausdrücklich fest, dass "Gott seinen Sohn sandte, von einem Weibe geboren" (Galaterbrief 4, 4). Auch die Geburtsgeschichte des Lukas geht selbstverständlich davon aus, dass Maria und Joseph Jesu Eltern sind (Lukasevangelium 2, 4f).

Schon sehr bald entstand aber die Überlieferung von der jungfräulichen Geburt durch Maria, mit der die Göttlichkeit Jesu aufgezeigt werden soll. Matthäus erzählt deshalb etwas umständlich von der Erscheinung des Engels in Josefs Traum (Matthäusevangelium 1, 18 - 25). Auch die anderen Erzählungen rund um die Geburt Jesu haben theologische und keine historische Bedeutung: Die bekannte "Weihnachtsgeschichte" des Lukasevangeliums (2, 1 - 20) mit der Verkündigung der Engel und dem Besuch der Hirten im Stall, die deutlich macht, dass Jesus besonders zu den Menschen am Rande der Gesellschaft gesandt wurde; die Erzählungen des Matthäus vom Besuch der drei Weisen und vom Kindermord (Matthäusevangelium 2, 1 - 12. 16 - 18), die den universalen Anspruch Jesu und seine heilsgeschichtliche Bedeutung vor Augen stellt; sowie der Bericht von der Flucht nach Ägypten (Matthäusevangelium 2, 13 - 15), der Jesus mit dem Schicksal und der Heilsbedeutung == Mose verbindet.

 Von Kindheit und Jugend Jesu wissen wir nichts, auch von seinem Aussehen oder Charakter ist nichts überliefert - das Grabtuch von Turin kann da wohl nicht helfen. Dass er in Nazareth, also in einfachen bäuerlichen Verhältnissen aufwuchs, als erstgeborener Sohn den Beruf seines Vaters als Bauhandwerker erlernte und zusammen mit vier Brüdern - von denen Jakobus und Simon später für die junge Kirche bedeutsam wurden - und mehreren Schwestern aufwuchs, berichtet das Markusevangelium (6, 3). Allein das Lukasevangelium erzählt die idealtypische Geschichte vom 12-jährigen Jesus, der im Tempel in Jerusalem ob seiner Kenntnis der Bibel Aufmerksamkeit erregt (2, 41 - 47). Weil von Joseph dann keine Rede mehr ist wird vermutet, er sei früh gestorben und Jesus als ältester Sohn habe Verantwortung als Familienoberhaupt und Ernährer getragen.

Jesus kam dann im Alter von etwa 30 Jahren (Lukasevangelium 3, 23) in Kontakt mit Johannes, dem Täufer, der im Jahr 28 auftrat (Lukasevangelium 3, 1). Möglicherweise lebte Jesus selbst einige Zeit als Gefährte Johannes, von dem er sich im Jorden taufen ließ (Markusevangelium 1, 9), jedenfalls waren einige der Jünger Jesu zuvor Johannes-Jünger (Johannesevangelium 1, 37). Bald schon trat Jesus selbst hervor mit seiner Botschaft: "Die Zeit ist erfüllt und das Reich Gottes ist genaht; tut Buße und glaubet" (Markusevangelium 1, 15). Mit dieser Botschaft traf er auf die bei den Juden damals glühend erwartete Zeitenwende der Befreiung vom Joch der römischen Fremdherrschaft, Unterdrückung und Ausbeutung und des Kommens des verheißenen Messias. Anders als Johannes ruft er die Menschen nicht zu sich in die Wüste, heraus aus ihrem Alltag und in ein asketisches Büßerleben, sondern er geht zu ihnen und mit ihnen, um sie nicht nur zur Umkehr zu mahnen, sondern ihnen die Heilsbotschaft in Wort und Tat nahezubringen.

Jesus zog durch Galiläa, um die Menschen zu erreichen. Er verlies seine Familie (Lukasevangelium 8, 19 - 21) und wanderte ohne Besitz und Habe durchs Land (Matthäusevangelium 8, 20), angewiesen auf die Unterstützung von Anhängern, darunter auch besonders Frauen (Lukasevangelium 8, 3). Ein besonderer Schwerpunkt seines Wirkens war offenbar die Hafen- und Grenzstadt Kapernaum, die in den Evangelium 16 Mal erwähnt und im Matthäusevangelium (9, 1) als "seine Stadt" bezeichet wird. Von hier stammten mehrere der Jünger, die sich ihm anschlossen, so Petrus und sein Bruder Andreas, aber auch Matthäus. Der Kreis seiner Nachfolger wurde später typisiert auf die "zwölf Jünger" als Repräsentaenten der 12 Stämme Israels, er umfasste tatsächlich eine größere Anzahl von Männern und Frauen, schon früh wird Maria Magdalena genannt (Lukasevangelium 8, 2). Die Menschen - nicht nur in Kapernaom - waren zunächst begeistert von der Botschaft Jesu und vor allem den Heilungen, die er vollzog (Markusevangelium 2, 2), die anfängliche Anhängerschaft führte aber nicht zu der durch Jesus erwarteten grundlegenden Besinnung und Änderung des Lebenswandels (Matthäusevangelium 11, 23); ähnliches galt offenbar auch für eine gewisse Zahl seiner Nachfolger (Johannesevangelium 6, 66).

Ein Grund der Enttäuschung über Jesus war wohl, dass er die konkreten politischen Erwartungen mancher Anhänger nicht erfüllte. Die Geschichte von der Versuchung Jesu (Matthäusevangelium 4, 1 - 11) zeigt, wie man von ihm erwartete die Lösung der sozialen Probleme im Land, die Herstellung der nationalen Souveränität und den sichtbaren Anbruch der Gottesherrschaft auf Erden; all dies wurde von Jesus als "teuflische Verführung" abgelehnt. Noch in der nachösterlichen Begegnung mit seinen Jüngern auf dem Weg nach Emmaus kommt deren Enttäuschung zur Geltung: "Wir aber hofften, er sei es, der Israel erlösen sollte" (Lukasevangelium 24, 21). Auch der Verrat seines Jüngers Judas (Matthäusevangelium 26, 25) wird oft dadurch erkläert, dass dieser Anhänger der Aufstandsbewegung der Zeloten gewesen sei und aus Enttäuschung über Jesu' fehlende Konfrontation mit der römischen Besatzungsmacht gehandelt habe. Die offene Konfrontation mit der römischen Macht vermied er in der Frage nach dem Steuerzahlen (Markusevangelium 12, 13 - 17). Jesus lehnte auf jeden Fall jegliche Gewaltanwendung ab und lehrte sogar, seine Feinde zu lieben (Matthäusevangelium 5, 38 - 47). Seine fein-ironisch gefärbte Ablehnung der Römerherrschaft zeigt aber die Geschichte von der Austreibung der Dämonen vom besessenen Gerasener, wo der Dämon seinen Namen "Legion" - also "viele" oder aber auch die Bezeichnung einer Militäreinheit der Römer - nennt und er anschließend auf eine Herde von 2000 Schweinen übergeht, die daraufhin in den See Genezareth stürzten und ertranken - die in Syrien stationierte 10. Legion der Römer hatte auf ihren Feldzeichen einen Eber.

Auffallend für jene Zeit war, wie Jesus sich auch den Frauen zuwandte und sie Ernst nahm. Auch ihnen gilt seine Lehre, so z.B. besonders deutlich in der Geschichte von Maria und Martha. Er überschritt die traditionellen Abgrenzungsregeln gegenüber Frauen wie in der Geschichte von der Heilung der blutflüssigen Frau (Markusevangelium 5, 25 - 29), ließ sich auch deren Zuwendung gefallen (Markusevangelium 14, 3 - 6). In einmaliger Weise nahm er Kinder ernst: das "Kinderevangelium" (Markusevangelium 10, 13 - 16) zeigt das gängige, abweisende Verhalten der Jünger gegenüber Kindern und im Gegensatz dazu die beosndere Zuwendung Jesu und seine Wertschätzung gerade der Kinder.

Jesus sprach seine Muttersprache, Aramäisch, die Sprache des Volkes. Er war aber auch der liturgischen und biblischen Sprache, des Hebräischen, mächtig und seine Kenntnis der Bibel rief Erstaunen hervor (Lukasevangelium 2, 47). so wird er allenthalben als "Rabbi", als Lehrer der Schrift angesehen. Eine besondere Form der Lehre und Verkündigung waren die Gleichnisse: einfache Geschichten aus der Lebenswelt der einfachen Leute auf dem Lande, zu verstehen ohne Vorwissen für jedermann und in ihrer Aussage wirkkräftig in sich. Im Gleichnis stellt er einen Pharisäer - einen Menschen, der mit Gottes Geboten in seinem Leben wirklich ernst macht und deshalb allgemein geachtet wurde - einem Zöllner gegenüber - einem Mann der gehobenen Mittelschicht, oft mit betrügerischen Methoden und im Dienst der verhassten Römer - und vergleicht deren Gebetspraxis mit dem Ergebnis, das demütige, bußfertige Gebet rechtfertige den Zöllner (Lukasevangelium 18, 9 - 14).

Gleichnisse dienen Jesus besonders zur Veranschaulichung des kommenden Reiches Gottes, das mit seiner Wirksamkeit schon angebrochen ist (Matthäusevangelium 12, 28). Wie aus einer der kleinsten Samen, dem Senfkorn, eines der größten Gewächse wird, so wird das Himmelreich auch gegen alle Erwartung kommen (Matthäusevangelium 13, 31f) und sich wie eine kostbare Perle erweisen, für die es lohnt, auf alles andere zu verzichten (Matthäusevangelium 13, 45f). Das bekannte Gleichnis vom verlorenen Sohn macht deutlich, dass vor Gott keiner unwürdig ist und jeder auch nach allen Verfehlungen die Chance zur Umkehr hat.

Das Gleichnis vom barmherzigen Samaritaner zeigt neben Jesu Botschaft, den Gefallenen zu helfen, auch die unerschrockene Überwindung geltender Abgrenzungen (Lukasevangelium 10, 25 - 37). Das Gleichnis vom reichen Mann und armen Lazarus enthält neben dem Aufruf zu sozialer Gerechtigkeit die Mahnung, sich auf das Gottesreich vorzubereiten (Lukasevangelium 16, 19 - 31). Mit deutlichem Bezug auf das berühmte Weinberglied des Jesaja (5, 1 - 7) mahnt Jesus im Gleichnis von den bösen Weingärtnern, ihn nicht zu verkennen (Markusevangelium 12, 1 - 12).

Jesus war Jude, auch in seinem unbedingten Festhalten an der jüdischen Thora, dem Gesetz (Matthäusevangelium 5, 17). Aber auch buchstabengetreues Verhalten kann die Erfüllung der Thora verfehlen, wie Jesus immer wieder durch seinen Umgang mit dem Sabbatgebot deutlich macht: kein Gebot darf absolut gesetzt werden, Maßstab ist allein Heilung und Heil des Menschen (Markusevangelium 3, 1 - 5). Auch in seinen ethischen Forderungen, so in der wichtigen Bergpredigt mit ihren "Antithesen" (Matthäusevangelium 5, 21 - 48) wird nicht eine neue Ethik gelehrt,; neu ist aber, dass der Forderung die Heilszusage vorangeht mit den Seligpreisungen (Matthäusevangelium 5, 3 - 11). So wird möglich, nicht nur Forderungen zu hören - sondern sich tatsächlich zu verhalten, wie es der "Goldenen Regel" entspricht: "Alles nun, was ihr wollt, dass es euch die Menschen tun, das sollt auch ihr ihnen tun"; auch diese Regel findet sich schon zuvor ebenso in jüdischer Lehre bei Rabbi Hillel.

Die Behauptung Jesu, er sei Gottes Sohn, sahen gesetzestreue Juden, vor allem die strengen Pharisäer, als massive Gotteslästerung an. Die fast sprichwörtliche Gegenerschaft war wohl unvermeidbar. Jesu Selbstbezeichnung als "Menschsohn", wie er sich öfter nennt, war wohl auch ein Versuch, unter Aufnahme eines traditionellen Begriffs aus dem Buch Daniel seine endzeitliche Sendung mit einem nicht anstößigen Begriff zu beschreiben. Aber es galt auch deutlich zu machen, dass gut gemeintes Festahlten am Gesetz der Thora ursprünglich menschenfreundliche Gebote in eine sinnentleerte und nur noch normative Handlungsanweisung verwandeln kann, was besonders in der Frage des Sabbatgebotes immer wieder deutlich wurde: "Der Sabbat ist um des Menschen willen geschaffen worden und nicht der Mensch um des Sabbats willen" (Markusevangelium 2, 28). Pharisäer bauen auf die verändernde Kraft der Gebote, während bei Jesus das Geschenk der frohen Botschaft zur Folge hat, freiwillig und freudig Gottes Vorgaben einzuhalten.

Jesus wirkte aber hauptsächlich nicht durch Lehre, sondern auch durch die Heilungen, die er vollbrachte. Nach dem Erstaunen über seine vollmächtige Lehre verbreitete sich sein Ruf aufgrund der Heilung eines Besessenen in Kapernaom (Markusevangelium 1, 22 - 28). Besonders das Markusevangelium betont seine Rolle als Dämonenaustreiber: Jesus heilte "und die unreinen Geister warfen sich, wenn sie ihn erblickten, vor ihm nieder und schrieen: Du bist der Sohn Gottes." (Markusevangelium 3, 11). Ein endgültiger Machtwechsel fand statt: Befreiung aus der Macht unreiner Geister durch Gottes Geist. Die Heilung Aussätziger (Lukasevangelium 5, 12 - 16) gab den Betroffenen nicht nur ihre Gesundheit zurück, sondern machte auch ihre Wiedereingleiderung in die Gesellschaft möglich. "Eine Kraft ging von ihm aus und heilte alle" (Lukasevangelium 6, 19).

Spätestens nach der Ermordung von Johannes dem Täufer wird Jesus auch mit seinem eigenen gewaltsamen Ende gerechnet haben, kaum zwei Jahre nach seinem ersten öffentlichen Auftreten. Ort seines Wirkens waren bislang Galiläa und die angrenzenden Gebiete der zehn Städte mit griechischer Tradition südöstlich des Sees Genezareth (Markusevangelium 5, 1) und Phöniziens bis nach Tyrus - dem heutigen Sur im Libanon (Markusevangelium 7, 24). Nun machte er sich auf den Weg in die Hauptstadt und die Stadt des Heils, nach Jerusalem. Zunächst wird vom seinem triumphalen Einzug am Palmsonntag berichtet (Matthäusevangelium 21, 8 - 11), was an den Tatsachen aber wohl vorbeigeht; die weiteren Schilderungen lassen deutlich werden, wie unbeachtet sein Schicksal weithin blieb. Auch die Berichte vom Einzug in Jerusalem machen aber deutlich, wie sich durch Jesus der göttliche Heilsplan erfüllt, wie ihn das Alte Testament vielfach vorhergesagt hat.

Vom letzten Abend mit seinen Jüngern und der Feier des Abschiedsmahles am Vorabend des Passahfestes berichtet schon die älteste Überlieferung bei Paulus (1. Korintherbrief 11, 23 - 26). Jesus gab Brot und Wein eine neue Deutung, erklärte sie zu seinem eigenen Fleisch und Blut und zur Besiegelung des neuen Bundes, der nun durch ihn zwischen Gott und den Menschen in Erneuerung und Erweiterung des ersten Bundes zwischen Gott und Noah (1. Mose 9, 8 - 17) und seinen Nachkommen geschlossen wurde. Jesus forderte dabei seine Anhänger auf, ihm in der Zukunft im Pflegen eines solchen gemeinsamen Erinnerungsmahls zu begegnen (Markusevangelium 14, 22 - 25). Diese letzte Mahlzeit wurde so zum Vermächtnis und zur Verheißung; die Vergegenwärtigung Jesu und seines Heilshandelns in der Feier der Eucharistie ist Zentrum jeder katholischen Messe, Das Abendmahl auch in evengelischen und orthodoxen Gottesdiensten das Mahl der wirksamen Gemeinschaft der Christen mit Jesus.

Jesus starb wohl an einem Freitag während des Passahfestes oder am Tag vor dem Fest, also nach jüdischem Kalender am 14. oder 15. Nisan, wahrscheinlich im Jahr 30 - möglich sind aber auch die Jahre 27, 31, 33 oder 34. Seinem Tod ging eine Verhandlung vor dem "Sanhedrin", dem "Hohen Rat" der jüdischen Tempelherren voraus. Jesus wurde der Gotteslästerung bezichtigt (Markusevangelium 14, 62 - 64). Dass hier ein Todesurteil gefällt wurde, ist eher unwahrscheinlich: weder war der hohe Rat zu solchem Urteil berechtigt (vgl. auch Johannesevangelium 18, 31), noch konnte diese Versammlung ein Urteil unmittelbar nach der Verhandlung und gar des Nachts fällen. Das Urteil wurde wohl von Pontius Pilatus nach standgerichtlichem Verfahren ausgesprochen, der Jesus aufgrund seines als politisch verstandenen Herrschaftsanspruch verurteilte (Matthäusevangelium 27, 11); die Evangelien spielen deutlich die Verantwortung Pilatus' herunter, der sprichwörtlich "seine Hände in Unschuld wusch" (Matthäusevangelium 27, 24). Das Urteil wurde unmittelbar danach vollstreckt als Kreuzigung, der römischen Strafe für Rebellen und Widerstand Leistende, wie auch die Kreuzesinschrift bezeugt: "Jesus, der König der Juden" (Matthäusevangelium 27, 37). Die Evangelien berichten, dass Jesus vergleichsweise schnell - schon nach sechs Stunden - starb; oft warteten die Gekreuzigten zwei qualvolle Tage lang auf Erlösung. Bei ihm waren in diesen schweren Stunden nur Frauen: Maria Magdalena, (Maria) Salome von Galiläa und Maria des Kleophas (Markusevangelium 15, 40), nach dem Zeugnis des Johannesevangeliums auch seine Mutter Maria und sein Jünger Johannes (19, 25f).

Die Grablegung musste aufgrund des herannahenden Sabbats eilig vollzogen werden. Joseph von Arimathaia hatte dem Bericht der Evangelien nach das Grab zur Verfügung gestellt. Christen bekenne, dass Jesus in der Zeit seines Todes "hinabgestiegen in das Reich des Todes" ist, um auch den in der Unterwelt schmachtenden Menschen das Heil zu verkünden und die zu erlösen, die sich von ihm rufen lassen. Auch die teuflischen und Höllenmächte werden von Jesus überwunden.

Als am Morgen nach dem Sabbat drei seiner Anhängerinnen, darunter Maria Magdalena und (Maria) Salome von Galiläa, die zunächst aus Eile unterbliebene Totensalbung nachholen wollten, fanden sie das Grab leer. Ein Bote, ein Engel sprach sie an: "Ihr sucht Jesus von Nazareth, den Gekreuzigten; er ist auferweckt worden, er ist nicht hier" (Markusevangelium 16, 6). Die Osterbotschaft ist die zentrale Botschaft des Christentums: der scheinbar Gescheiterte, der schändlich am Kreuz Gestorbene, der Leidende, der den Menschen das Heil gebracht hatte: er lebt. Diese alles entscheidende "frohe Botschaft" erfuhren und erlebten diese Frauen als erste. Und die männlichen Jünger - die zuvor noch am Boden zerstört und auf dem Weg nach Hause waren, weil der, an den sie geglaubt hatten, im Grab lag - fingen dann auf einmal an, von seiner Rückkehr zu erzählen. Vergessen waren Angst und Verzweiflung und Enttäuschung: der Ruf "Jesus lebt" gewann schnell mehr Anhänger, als Jesus selbst zu seinen Lebzeiten hatte.

 

Die Jünger hatten sich ja nach dem ziemlich eindeutigen Zeugnis der Evangelien nach der Gefangennahme Jesu versteckt und versucht, in Sicherheit zu bringen. Berichtet wird, wie selbst Petrus seinen bewunderten Herrn verleugnete (Matthäusevangelium 26, 69 - 75). Die Evangelien berichten dann von Erscheinungen des Auferstandenen vor seinen Jüngern in Jerusalem (Johannessevangelium 20, 19 - 29), auf deren Flucht nach Emmaus (Lukasevangelium 24, 13 - 32) und nach ihrer Rückkehr in ihre Heimat Galiläa ((Matthäusevangelium 28, 16 -18). Dort erteilt er ihnen die Verheißung und den Auftrag, der jeder Taufe zugrunde liegt: "Mir ist alle Gewalt gegeben im Himmel und auf Erden. Darum gehet hin und machet alle Völker zu Jüngern und taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes und lehret sie alles halten, was ich eich befohlen habe! Und siehe, ich bion bei euch alle Tage, bis an das Ende der Welt." (Matthäusevangelium 28, 18 - 20). Das Lukasevangelium berichtet dann, wir Jesus sich mit seiner Himmelfahrt von seinen Jüngern verabschiedete und von der Erde entschwand (Lukasevangelium 24, 50 - 51).

Als erster männlicher Zeuge der Auferstehung wird später oft Petrus genannt. Das Johannesevangelium berichtet, wie Petrus den am Ufer erschienenen Auferstandenen erkannte und von Jesus Christust den Auftrag erhielt: "Weide meine Lämmer." (21, 1 - 19). Dem Paulus erschien Jesus nach dem Bericht der Apostelgeschichte einige Zeit später, und bewirkte seine Bekehrung (9, 1 - 20).

"Jesus sitzt zur Rechten Gottes, von dort wird er kommen, zu richten die Lebenden und die Toten", so bekennt das Apostolische Glaubensbekenntnis Jesu Christi Wirksamkeit in Gegenwart und Zukunft. Durch den an Pfingsten ausgegossenen Heiligen Geist wirkt er auch heute in dieser Welt.
 

Nachdenklich geworden???

Ich hoffe doch, dass jeder Leser, der bis hierher nicht an die Wahrhaftigkeit der Bibel geglaubt hat zumindest nachdenklich geworden ist.
Was ist, wenn die Bibel doch recht hat, und unsere einzige Rettung der Glaube an Jesus Christus ist??
Dann ist es Zeit umzukehren und sein Leben Jesus Christus zu geben.
Solange wir hier auf der Erde sind, haben wir Zeit umzukehren und Busse zu tun für unser verfehltes Leben.
Warte nicht zu lange, du weisst nicht was morgen kommt....dann ist es vielleicht schon zu spät.

Viele fragen nach dem Sinn des Lebens....
Die Bibel gibt Antwort darauf:
Der Sinn des menschlichen Lebens ist ein Leben in Gemeinschaft mit Gott.

JESUS CHRISTUS IST DER WEG ZU GOTT!!!

Johannes 14,6:
Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich.


                                                                                       

Er hat es für Dich getan!!!