Du bist nicht mein Bruder
01. Lachen ist billig
02. Alles, was du schon immer hören wolltest
03. Humor
04. Michael
05. Ich weiß ich weiß ich weiß
06. Alles
07. Ich bin er
08. Ihr größter Wunsch
09. Sorgen
10. Wie füreinander gemacht
11. Du bist nicht mein Bruder
4:09
6:17
6:52
4:18
5:34
4:43
5:27
6:30
3:32
5:58
3:45
Jahr: 1993
Format: CD
Label: What's so funny about/Indigo
Das angeblich bestverkaufteste Album der Gruppe + Du bist nicht mein Bruder in einer A cappella Version

Credits:
Gesang - Max Müller
Bass - Kerl Fieser
Gitarre/Chor - Frank Behnke
Schlagzeug/Chor - Florian Koerner von Gustorf

Außerdem:
Gesang: Gundula Schmitz
E-Piano/Orgel: Tom Scheutzlich
Männerchor: Rheinheart Heinemann, Florian Koerner von Gustorf, Tom Scheutzlich

Violincello bei "Lachen ist billig": Oscar "Ringo" Lima

"Alles was du schon immer hören wolltest"
Frauenchor: Else Stratmann, Sana Beckelmann, Gundula Schmitz
akustische Gitarre: Marc Elsner
Mundharmonika: Ralf Daniel
Slide Gitarre: Tom Scheutzlich

"Lachen ist billig" & "Sorgen" - gemixt von Berhard Steudel
"Ich weiß ich weiß ich weiß": aufgenommen im Rauchhaus Berlin von Tom Scheutzlich, 4-Spur
"Ich bin er" - gemixt von Berhard Steudel und Max Müller

"Du bist nicht mein Bruder"
aufgenommen mit Diktiergerät von Gundula Schmitz im Hotel Metalistor, St. Petersburg 1991/92
Balalaika: Frank Behnke
Nachbearbeirung (Orgel, Schlagzeug): Tom Scheutzlich
Gesang: MUTTER; Gundula Schmitz, Ingeborg und Rheinheart Heinemann, Ludmilla Bauer, Gunter Puttrich-Reignard, Jürgen Bauer, Lisa Angerer, Felix Breitkreuz, Ewi Ocherbauer, Martina Welzer, Jimi Witte, Semjon Semin, Oleg Labetzkij, Walek Frantisek

Tracks 2, 3, 4, 5, 6, 8 und 10 aufgenommen im Multiple Noise Studio (Berlin) von Niklas Ehlert. Alle Samples: Tom Scheutzlich
Gemixt im Multiple Noise Studio von Marc Elsner, Tom Scheutzlich und Max Müller



Linernotes:

Die Rockmusik Industrie ist eine Welt steten Wandels. Eine Welt, in der Rockbands selten länger als zwei Jahre zusammenbleiben, es sei denn, daß vier hochtalentierte und selbstbewusste Charaktere zusammentreffen, wie die Mitglieder der Band MUTTER. In den Genuss ihres unverwechselbaren Stils kam ich zum ersten Mal im Jahre 1987, ein Jahr nach der Gründung. Meine ungewisse Erwartung an diese erste Begegnung mit MUTTER an einem Spätsommerabend im Frontkino Berlin wurde von einer Neugier begleitet , die ich zuletzt aus frühen Jugendzeiten zu kennen glaubte. Doch alles was sich mir auf diesem Konzertabend darbot übertraf bei weitem meine Erwartungen. Eine ungezähmte und auch dramatische Art und Weise in ihrer musikalischen Zusammenarbeit rüttelte in mir und auch der restlichen Zuhörerschaft eine gewisse Aggressivität wach. Dieses Gefühl wurde aber keineswegs von einer primitiven Aneignung schon bestehender Strukturen genährt. Im Gegenteil: es war die Überschreitung von künstlichen Grenzen, die von anderen Musikern immer wieder gesetzt werden. MUTTER erkundet alle Möglichkeiten und bringt damit ständig neue musikalische Ideen in ihrem Spiel zum Ausdruck. Einem Spiel, das sympatisch impulsiv jeden in seinen kraftvollen Bann zieht und dennoch unaufdringlich ist.
Zahlreiche Versuche bekannter Kritiker aus internationalen Presseorganen unserer Zeit, MUTTER zu zähmen (von Art Core über Doom Metall bis Lärmrock), schlugen fehl. Eine für mich akzeptable Wortschöpfung für die Beschreibung ihres Sound wird es wohl nie geben. Aber eines weiß ich: MUTTER hat durch ihr eigenwilliges Spiel und ihre hervorragenden Kompositionen von sich reden gemacht und werden es auch in der Zukunft tun.

Dipl. Ing. Gundula Schmitz