Vorwort
Wenn man die junge Generation befragt, was es für Schwule und Lesben in Chemnitz gibt oder einmal gab, kommen nur wenige Locations zum Vorschein. Was einmal war, schein fast schon in Vergessenheit zu geraten. Wer erinnert sich schon noch an die „schwule Vergangenheit von Chemnitz“?
Gut bei der heutigen Generation, man sollte es Ihnen nicht verübeln, scheint die Vorstellung das es vor Jahren auch schon Schwules Leben in Chemnitz gab unerreichbar fern zu sein. Ganz zu schweigen von den gesellschaftlichen Umständen und Paragraphen so zum Beispiel §175, welche dafür sorgten das man nicht wirklich offen schwul leben konnte.
Schön ist es dann zu beobachten wenn man abends in einer Bar sitzt, bei einem Bier und einen Schweinerückensteak mit Würzfleisch und einige Herrschaften der Kategorie „fünfzig plus“ das Etablissement betreten und von der Jugend gedanklich die Frage aufkommt „was wollen die denn hier?“ – Vielleicht das gleiche wie jeder andere auch, einfach nur in geselliger Runde beisammen sitzen, ein Bier trinken und sich unbefangen zu unterhalten. In der Gewißheit, das es nicht mehr verboten oder verpönt ist. Ja, zugegeben man will sich natürlich auch nach Jungs umschauen.
Wie ist es denn in der heutigen Zeit? Im Fernsehen laufen Schwule Filme und Serien vor dreiundzwanzig Uhr, Bars, Discotheken, Clubs und Vereine bieten offiziell Schwule (Erlebnis) Gastronomie an und Politiker bekennen sich in den Medien öffentlich zu Ihrer Homosexualität.Wer konnte schon vor zwanzig / dreißig Jahren sich so leicht outen, mit seinem Freund Hand in Hand durch Chemnitz bzw. Karl-Marx-Stadt laufen ohne böse Blicke oder Kommentare zu ernten?
Wir möchten mit dieser Arbeit nicht nur die heutige Generation ansprechen und Ihnen zeigen das es auch vor Ihrer Zeit schon Schwule in Chemnitz gegeben hat, welche die Chemnitzer Szene aufgebaut haben und sich genauso wie wir heute in Bars oder Discos getroffen haben.
Ebenso möchten wir natürlich auch die älteren Generationen ansprechen. Die nicht ganz unbeteiligt daran waren das wir heute so unbefangen unser Schwulsein ausleben können. Die selbst in einer teils schwierigeren Zeit damit leben mußten und das offen Schwule Leben ermöglicht haben. Vielleicht können wir mit dieser Arbeit bei dem einen oder anderen Erinnerungen an seine Jugend wecken und uns damit bei Ihnen bedanken.
Ivo Kästner & Thoralf Lüder
Gut bei der heutigen Generation, man sollte es Ihnen nicht verübeln, scheint die Vorstellung das es vor Jahren auch schon Schwules Leben in Chemnitz gab unerreichbar fern zu sein. Ganz zu schweigen von den gesellschaftlichen Umständen und Paragraphen so zum Beispiel §175, welche dafür sorgten das man nicht wirklich offen schwul leben konnte.
Schön ist es dann zu beobachten wenn man abends in einer Bar sitzt, bei einem Bier und einen Schweinerückensteak mit Würzfleisch und einige Herrschaften der Kategorie „fünfzig plus“ das Etablissement betreten und von der Jugend gedanklich die Frage aufkommt „was wollen die denn hier?“ – Vielleicht das gleiche wie jeder andere auch, einfach nur in geselliger Runde beisammen sitzen, ein Bier trinken und sich unbefangen zu unterhalten. In der Gewißheit, das es nicht mehr verboten oder verpönt ist. Ja, zugegeben man will sich natürlich auch nach Jungs umschauen.
Wie ist es denn in der heutigen Zeit? Im Fernsehen laufen Schwule Filme und Serien vor dreiundzwanzig Uhr, Bars, Discotheken, Clubs und Vereine bieten offiziell Schwule (Erlebnis) Gastronomie an und Politiker bekennen sich in den Medien öffentlich zu Ihrer Homosexualität.Wer konnte schon vor zwanzig / dreißig Jahren sich so leicht outen, mit seinem Freund Hand in Hand durch Chemnitz bzw. Karl-Marx-Stadt laufen ohne böse Blicke oder Kommentare zu ernten?
Wir möchten mit dieser Arbeit nicht nur die heutige Generation ansprechen und Ihnen zeigen das es auch vor Ihrer Zeit schon Schwule in Chemnitz gegeben hat, welche die Chemnitzer Szene aufgebaut haben und sich genauso wie wir heute in Bars oder Discos getroffen haben.
Ebenso möchten wir natürlich auch die älteren Generationen ansprechen. Die nicht ganz unbeteiligt daran waren das wir heute so unbefangen unser Schwulsein ausleben können. Die selbst in einer teils schwierigeren Zeit damit leben mußten und das offen Schwule Leben ermöglicht haben. Vielleicht können wir mit dieser Arbeit bei dem einen oder anderen Erinnerungen an seine Jugend wecken und uns damit bei Ihnen bedanken.
Ivo Kästner & Thoralf Lüder