Reiner Kuprian

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Kuprian

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Onomastik

ÜbersichtAusbreitungSchreibweiseSiegfried-Sage

"Was sagt schon ein Name? Was wir eine Rose nennen, würde mit
jeder willkürlichen Bezeichnung einen genau so süßen Duft haben."

William Shakespeare
 

Übersicht

Onomastik ist die Lehre vom Ursprung und der Bedeutung von Familiennamen,

  • wie und wo sie entstanden sind,
  • was sie ursprünglich bedeutet haben,
  • wie die Ausbreitung heute aussieht und
  • welche verschiedenen Schreibweisen es gibt.

Zusammenfassung Kuprian

Zusammenfassung der Entwicklung des Namens Kuprian:

  • Zypern - die Griechen nannten die Insel Kypros (griechisch für Kupfer)
  • Cypriâna - Zypresse ein Baumname (Baum von Cupria, Zypern)
  • Cyprian - Heiligenname lateinischen Ursprungs (der von der Insel Zypern Stammende)
  • Verwendung in Märchenstoffen des Mittelmeerraumes
  • Verbreitung über die Spielmannsdichtung im Mittelalter (Siegfried-Sage)

Geschichte

Die ersten Menschen, von denen fest steht, dass sie einen Nachnamen annahmen, waren die Chinesen. Die Legende sagt, dass Kaiser Fushi um das Jahr 2852 v. Chr. die Pflicht zur Führung eines Nachnamens einführte.

Noch im frühen Mittelalter hatte jeder Mensch nur einen einzigen Namen, den Rufnamen. Der heutige Brauch, Nachnamen von Generation zu Generation weiterzugeben, hatte seinen Ursprung bei der venezianischen Aristokratie in Italien, etwa im 10. und 11. Jahrhundert. Die aus dem Heiligen Land zurückkehrenden Kreuzritter wurden sich dieses Brauchs bewusst und verbreiteten ihn in ganz Europa.

Um zwischen Einzelpersonen unterscheiden zu können, ging man langsam zu einem weiteren Namen über, der sich oft aus einer kennzeichnenden Eigenschaft ergab. Die Beinamen verbreiteten sich in Städten stärker als auf dem Lande. So hatten um 1150 in Köln ca. 18% einen zweiten Namen. Eine Umbenennung war jederzeit möglich. Ab dem Jahr 1370 taucht die Bezeichnung Nachname in Dokumenten auf.

Mit Sicherheit kann man sagen, dass spätestens im Jahr 1450 die meisten Menschen ungeachtet ihrer sozialen Herkunft, einen zweiten Namen hatten. Gegen Ende des 17. Jahrhunderts hatte jeder Bürger einen Beinamen. Bei jüdischen Bevölkerungsteilen dauerte die Integration bis Anfang des 19. Jahrhunderts an.

Mit der Einführung des Standesamtes im Jahre 1874 in Deutschland wurde die Namensgebung amtlich geprüft und Änderungen waren nur noch in Ausnahmefällen zulässig.

Die TOP 10 der am meisten in Deutschland verbreiteten Namen nach Duden sind:
Müller, Schmidt, Schneider, Fischer, Meyer, Weber, Wagner, Becker, Schulz, Hoffmann.
 

Familienname Kuprian

Cyprian(us): Aus dem gleich lautenden Heiligennamen lateinischen Ursprungs („der von der Insel Zypern Stammende“ zu griechisch Kýpros „Zypern“) gebildete Familiennamen.

Die C-Schreibung im Lateinischen und durch Namen, die durch das Lateinische vermittelt wurden, sind weitgehend zu K oder Z eingedeutscht worden.

Quelle: Duden, Familiennamen
 

 

Lateinische Namen: Die lateinische Namenswelt ist vor allem dadurch von der griechischen und germanischen unterschieden, da die Römer nicht nur einen, sondern drei Namen tragen: Rufname + Sippenname + Beiname.

Lateinische Fremdnamen konnten bei uns aus jeder dieser drei Gruppen entlehnt werden. So wurden römische Sippennamen (Gentilnamen) bei uns als Rufnamen gebräuchlich. Die Gentilnamen ihrerseits sind nach ihrer Bedeutung wie Beinamen entstanden. Manche der Vor- und Beinamen zeugen noch von der schlichten bäuerlichen Art der alten Römer, wenn sie etwa Zahlen als Vornamen für Kinder wählten. Häufig sind Namen nach der Herkunft benannt:
Cyprianus aus Cypern.

Mit einem "Namen-Buch der Kirche" tritt der katholische Theologe Georg Witzel 1541 den Protestanten entgegen. Er empfiehlt fremdsprachliche Heiligennamen wie Anastasius, Cyprian(us), Agnes als feine und der Frömmigkeit dienliche Namen.

Quelle: dtv-Atlas, Namenskunde
 

 

Cyprian von Karthago: Cyprian (Thascius Caecilius Cyprianus), Bischof von Karthago und ein wichtiger früher lateinischer christlicher Autor wurde vermutlich Anfang des 3. Jahrhunderts in Nordafrika (Tunesien), wahrscheinlich bei Karthago geboren. Hier wurde er auch erzogen. Er starb als Märtyrer bei Karthago am 14. September 258.

Quelle: http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Cyprianus.html
 

 

Zypern: Die Insel Zypern kann auf rund 9000 Jahre Geschichte zurückblicken. Aufgrund der reichen Kupfervorkommen nannten die Griechen die Insel Kypros (griechisch für Kupfer). Ab etwa 2000 v. Chr. entstanden auf der Grundlage des Kupferhandels Stadtkönigreiche. Die geografische Lage zwischen Europa, dem Nahen Osten und Afrika führte dazu, dass die Insel im Laufe ihrer Geschichte zum Schmelztiegel verschiedener Kulturen wurde. Assyrer, Perser und Ägypter wechselten sich in der Vorherrschaft über die Insel ab. Im Jahr 58 v. Chr. annektierten die Römer die Insel. Nach dem Zusammenbruch des Römischen Reiches gehörte Zypern ab 395 zu Byzanz. Der orthodoxe Glaube breitete sich aus. Kreuzritter unter der Führung von König Richard Löwenherz eroberten 1191 die Insel.

Quelle: http://www.planet-wissen.de/pw/index.html Suche: Zypern
 

 

Mit den Personenamen der Sagengestalten um Dietrich und den auf Südtiroler Boden entstandenen Epen (ostgotischer Sagenkreis) lieferten diese ein Namengut, das mit seinen Wurzeln bis in die Völkerwanderung zurückreicht, aber bis in die Neuzeit sich in Familiennamen erhielt. Mit der Spielmannsdichtung wanderte der Erzählerstoff von Land zu Land. So lässt sich gerade im Tiroler Gebiet erkennen, dass die Namen der Helden, Riesen und Zwerge dieses Sagenkreises und der spielmännischen Ausformung solcher Stoffe (auch das Epos von König Rother) gerne als Personennamen gewählt wurden, besonders weil sich Namen von Nebengestalten, die mit dem Kern der Dichtungsstoffe nicht überliefert sind, unter den Familiennamen finden.

Hier seien einige solcher Namen aufgeführt: Bis in die Gegenwart hat sich der Name des Sturmriesen Vasolt (in Imst 1312, im Burggrafenamt 13., 14. Jh.) und der mit ihm auftretende Riese Chuperan (Kuprian, kommt auch im Siegfriedslied vor) erhalten.

Einen mächtigen Eindruck muss die Gestalt des in tragischer Schuld verstrickten ersten Ostgotenkönigs Ermanarich hinterlassen haben, sein Geschlecht, der Stamm der Harlungen, ist bis nach Welschtirol als Namenpate wirksam gewesen. Ebenso wenig wie von diesem Kreis der Riesenname Chuperan zu trennen ist, der, wohl aus den Märchenstoffen des Mittelmeerraumes entlehnt, in diese Fabeln hineingeriet, kann der in Tirol mehrfach belegte Aspiran vom Personenkreis des Liedes von König Rother getrennt werden. Der Grund dafür kann doch nur die Bekanntschaft mit dem Sagenstoff sein.

Kuprian: Ötztal, Ger. Petersberg, früh im Ob. Inngebiet, seit 1615 im Lechtal, seit 18. Jh. Als Kupperion bis O. Perfuß reichend – 1419, 1423 Cuperian in Piburg, Ötz- und Lechtal ILA, Ub.  und Gd. A. Silz, 1427 Chuprian Kaunertal, Lechtal, 1434 Kuprianshof Laudegg („Verz. d. Einfänge“), Kuperion in Morter Sla S. 78, Tschars AB 2, 69, Naturns Ta 1, 118, im 15., 16. Jh. Kematen, Polling, Wenns

Kuprian: Beliebter Sagenname §10; der Riese Kuperon, Chuperan tritt (zusammen mit dem ebenfalls lebendig gebliebenen Fasolt) in den Dietrichepen, außerdem in der Sage vom hörnenen Seifrid auf. Der Name des Riesen ist ein Baumname cypriâna = „Zypresse; Baum von Cupria, Zypern“ (Lunzer PBB 39, 469 ff.).

Quelle: Karl Finsterwalder, Tiroler Familiennamenkunde
 

 

Dass die Lust zur Erfindung von Beinamen seit alters einem natürlichen Bedürfnis menschlichen Zusammenseins entsprang, liegt auf der Hand. Schon aus den Tagen der Germanen hören wir von einem Fürsten Alarich, der wegen seiner Kühnheit den Zunamen Baltha (der Kühne) erhielt.

Als dynamische Kraft für die Erhaltung alten Erbgutes wirkte nicht zuletzt die deutsche Heldensage mit ihren im Volksbewusstsein verwurzelte Gestalten, allen voran Dietrich mit seinem Waffenmeister Hildebrand. Dann die Gestalten der Nibelungensage: Siegfried, Rüdiger u.a.
Parsefal und Tristram stammen aus höfischer Lektüre. Volkstümlich war Wieland der Schmied. Auch die Sage von Walthari und Hildegund verrät sich mit zahlreichen Sprossformen wie Walzel, Welzel, Hille, Hiller; die Harlungen-Sage hat den getreuen Eckehard (Eckert, Eckel, ndd. Eggers) beigesteuert. Und sogar Kraftmeier wie die Riesen Asprian (aus der Rother-Sage) und
Kuprian (aus der Siegfried-Sage) leben in Familiennamen fort.

Kup(p)rion: Ein Nachklang der altdeutschen Heldensage, wo ein Riese Kuperan als Hüter des Drachensteins (mit der geraubten Kriemhild) vom jungen Seyfried erschlagen wird.
Belege:  Winand Copprian 1333 Lübeck, Conr. Meier gen. Kupprion Tübingen (siehe auch Asprian)

Asprian, Asprion (oberdeutsch, Württenberg/Österrreich): Name eines Riesen in der mittelhochdeutschen Sagendichtung von “König Rother” (vgl. auch Kuprian), mit der Variante Aspelan in der Thidreksaga (daher in Lübeck 1322 Aspelamus Sak.).
Belege: Steinmar u. Asprian 1267 Neckar, e. Landmann Aspiran 1266 Tirol, Hans Asprion 1486 Rottweil.

Quelle: Hans Bahlow, Deutsches Namenslexikon
 

Ältestes Urkunde zu Kuprian

Datum: 18. Dez. 1401, Signatur: Urkunde II 4202, Ort: Landesregierungsarchiv Innsbruck
Auszug:
Urkunde über die Abtrennung der oberen Kirche im Lechtal (Holzgau) von der Urkirche Elbigenalp, u. Errichtung einer eigenen Pfarrei in Holzgau.
"Wir die nachgeschribnen Vllin pärlin, Cuntz pawrenveint, Cuntz maldaner, Cristan Lange,
Nik Kuprian, Haintz Slichthaerlin ...".

Quelle: http://www.zannoth.de/genealogie/malthaner/Maldoner2.htm
 

Vorname Reiner

Rainer

 

Herkunftssprache:
Bedeutung/Herkunft:
Wörter:
 

Althochdeutsch
alter deutscher zweigliedriger Name
ragin = der Rat, der Beschluss;
heri = das Heer, der Krieger

Varianten:

 
 

Rainer
Reiner
Ragnar
Rainier
Raginhari

Deutsch
Deutsch
Skandinavisch
Französisch
Althochdeutsch (alte/ursprüngliche Namens-Form)


Quelle: http://www.kunigunde.ch/index.html
 

  [Stand: 26.05.2006]

© Copyright 2002 Reiner Kuprian