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Hier gibt es in alphabetischer Reihenfolge ein paar allgemeine Tipps fürs Wohnmobil in Frankreich und das ganze Drumherum.

 

Wahnsinn
(oder was man nicht unbedingt
regelmäßig machen sollte)
Wasser (bordeigenes)

                           

Abwasser

Ja, ja, das leidige Zeug, das nach Spülen und sonstigem übrig bleibt...

Eigentlich sollte ein Abwassertank an/in/unter Ihrem Fahrzeug eingebaut sein. Wenn nicht holen Sie das bitte schnellstens nach. Nichts schädigt unseren Ruf mehr als eine wachsende Pfütze unter dem WoMo. Entleeren Sie den Tank möglichst an Entsorgungsstationen oder in Gullis, von denen Sie genau wissen, dass sie an ein Klärwerk angeschlossen sind. Der Straßengraben sollte nun wirklich tabu sein.

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Ausrüstung

Nein, was nicht so alles in ein WoMo passt...

Mithaben sollte man:

Ersatzkeilriemen, Ersatzbirnchen (fürs Auto und für den Wohnbereich), Fahrzeugkabel, Ersatzsicherungen, Kraftstoffschlauch, Schlauchschellen in verschiedenen Größen, Ersatzschlüssel, natürlich passendes Notfallwerkzeug, Starthilfekabel, Abschleppseil, Tesaband, selbstverschweißendes Isolierband, die gängigsten Schrauben, Muttern und Unterlegscheiben, Klappspaten, eine Gießkanne oder einen Faltkanister für Frischwasser, ein längeres Stück Wasserschlauch mit 3/4-Zoll-Überwurfmutter oder besser mit "Wasserdieb", eine Kleinkartusche Silikon oder besser Sikaflex, Alleskleber.

Wer meint, das wäre zuviel, sehe bitte unter "Wahnsinn" nach. Im Vertrauen: Es könnte mehr sein.

Wenn also noch Platz für so Sachen wie faltbare Ersatzwindschutzscheibe oder Kleinkompressor vorhanden ist, immer hinein damit.

Und... das war bisher nur die Geschichte mit dem Auto. Aber ich werde diesen und jenen tun, bevor ich Ihnen Ihre persönliche Ausrüstung vorschreibe.

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Autobahngebühren

Die nehmen Geld fürs Fahren!!

Und das nicht nur, wenn man 'was falsch gemacht hat.

Zu den Autobahngebühren kann man so oder so eingestellt sein. Eins steht fest: Die bezahlten Strecken sind einfach topp in Schuss. Das gilt auch für die Raststätten und Toilettenanlagen auf den Parkplätzen.
Nur ist es mir in all den Jahren nicht gelungen, das Tarifsystem zu durchschauen. So kostet die Strecke Belgien-Paris für ein WoMo mit Anhänger mal 97 Franc, für ein WoMo ohne Anhänger mal 132 Franc usw. Richtung Süden ist gegenüber den Strecken nördlich von Paris ein ständiger Preisanstieg zu beobachten. Ok, dafür ist es mehr als doppelt so schnell möglich von A nach B zu kommen wie auf den Landstraßen. Bezahlt wird übrigens am besten mit Kreditkarte, dann hat man halb aus dem Fenster hängend nicht das Gefummel mit dem Kleingeld am Hals.

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Autohilfsdienste

Und wenn die ganze Notfallausrüstung nicht reicht?

Leider gibt es in Fronkreisch nichts (mehr), was unseren Automobilclubs ähneln würde. Und damit auch keine gelben oder andersfarbigen Engel auf der Autobahn. Am besten besorgen Sie sich vor der Fahrt einen Schutzbrief ihres Vertrauens.
Zumindest auf den Autobahnen erreichen Sie über die Notrufsäulen Hilfe durch (bezahlte) Pannendienste, wenn Ihr Französisch dafür ausreicht.

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Anreise

Nein, nicht die Strecke...

...wo Sie wohnen und wie es von dort nach Frankreich geht. Das müssen Sie schon selbst wissen.
Hier geht es darum, wie meiner Meinung nach die Anreise als solche stattfinden könnte.
Sie sollte eigentlich schon ein Stück Urlaub sein. Also: Keine Kilometerfresserei auf Teufel komm' raus. Wir halten es so, dass in Richtung Bretagne für uns die Autobahn bei Amiens endet und von dort gemütlich über Land gedröselt wird. Das gilt so auch für die Fahrt in Richtung Mittelmeer. Da ist spätestens in Lyon Schluss mit Schnellstraße.
Als Durchschnittstempo müssen Sie "überland" mit ca. 40 km/h wegen der Ortsdurchfahrten
rechnen.

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Baden

Hinein ins Nass...

Uuups, eigentlich nicht mein Thema. ...oder habe ich Flossen? Nee, nee, da werfe ich lieber den Drachen in die Luft.
Nun ja, als Tester sind die Kids mit. Die waren zu Ostern (bei Sonne) sogar schon im Atlantik unterwegs. Sooo kalt kann es also nicht sein. Im Übrigen: Suchen Sie unter den Stellplätzen solche mit Sandstrand , dann können Sie es  selber ausprobieren.
An den Stränden mit Rettungswache sind Luft- und Wassertemperatur meistens auf einer Tafel angegeben. Ebenso sind dort aktuelle Gefahren notiert (Strömungen usw.).
Achten Sie bitte an solchen Stellen auf die Fahnen:

Rot      -          Baden verboten
Gelb    -         Baden gefährlich
Grün    -         Alles OK
Keine  -         Mittagspause (ca. 12 bis 14 Uhr), Baden auf eigene Gefahr

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Barrieren/Schranken

Die lassen uns nicht auf den Parkplatz...

...und das nicht weil der voll wäre sondern wegen dieser mehr oder weniger hässlichen Querhölzer/-rohre über Parkplatzeinfahrten. Die verdanken wir zum Teil profilierungssüchtigen Bürgermeistern, zum Teil aber auch den Genossen, die es mit Abwasser und Co. nicht so genau nehmen. Also noch mal deutlich: Abwasser, Porta-Potti-Inhalte und Müllhaufen lassen wir bitte nicht in der freien Wildbahn zurück. Dafür sind hier genug Entsorgungsmöglichkeiten erwähnt.
Außerdem möchte ich noch lange Atlantikwasser genießen, ohne dumm angesehen zu werden.
Lassen Sie bitte auch Ihre Campingmöbel im WoMo und die Markise eingefahren, solange Sie auf einem normalen Parkplatz stehen. Auf offiziellen Stellplätzen richten Sie sich in dieser Beziehung einfach nach dem Platzangebot, dem Verhalten der "Nachbarn" oder dem eventuell ausgehängten Regelwerk. Aber bitte mit Feingefühl. Versetzen Sie sich in die Lage möglicher Anwohner, schauen sich Ihren Stellplatz an und überlegen, ob Sie so etwas vor Ihrer Haustür sehen möchten. Wenn Sie mit ruhigem Gewissen "Ja" sagen können, ist alles ok.

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Campingplätze

Dusche gefällig?

Campingplätze mit Dusche gibt's wie Sand am Meer. Ab drei Sternen sind sie durchweg gut gepflegt. Die Preise sind etwa wie bei den Autobahngebühren, nämlich undurchschaubar. Aber unmittelbar am (Atlantik-)Strand muss man für ein WoMo mit vier Personen in der Saison schon mit ca. 45 DM pro Nacht rechnen. Am Mittelmeer, vor allem an der Cote d'Azur wird es teuerer (bis 65 DM/Nacht). In den Pyrenäen sind wir schon für 18 DM auf einem topgepflegten Platz untergekommen.
Also: Selbst suchen und ausprobieren. Die Campingführer vom ADAC haben sich in diesem Zusammenhang als sehr verlässlich erwiesen.

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Freies Übernachten

Wo stehen wir heute Abend?

Vielleicht an einem Traumstrand, wenn Sie den folgenden Tipp beachten.

In der Zeit vom 15.06. bis 15.09. sind in bestimmten Regionen (z.B. Cote d'Azur, Vendee) fast alle Parkplätze für WoMos gesperrt! Unsere Lieblingsgegend Bretagne ist aber selbst dann ein WoMo-Paradies.

Darf man überall stehen? Oder darf man nicht?
Es gilt ein entschiedenes vielleicht. Fakt ist, dass man uns noch nirgendwo vertrieben hat und Faustregel ist, dass man überall stehen darf, wo es nicht ausdrücklich verboten ist. Übrigens heißt "Camping interdit" übersetzt "keine Zelte aufbauen". Also stehen die Franzosen auch an solchen Plätzen lustig mit dem WoMo. Selbst wenn wir aus Versehen mal auf wirklich verbotenem Terrain landeten und beim Frühstück die Gendarmerie vorbei kam, hieß es nur "Bon jour et bon appetit". Mag sein, dass es in der Hochsaison anders ist. Im Frühjahr und Herbst gab es bisher nie Probleme.
Damit es so bleibt, halten Sie sich möglichst an Verbotsschilder und suchen Sie sich einen anderen Platz, wenn an einem nicht offiziell als Stellplatz ausgewiesenem Fleckchen schon mehrere WoMos stehen.
Bitte bauen Sie keine WoMo-Burgen! Sonst müssen wir mit weiteren Verbotszonen rechnen.

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Einkaufen

...und wo gibt's was zu Essen?

Frankreich ist das Land der Supermärkte. Praktisch hat jedes mittlere Dorf mindestens einen, meistens sogar mit Tankstelle. Das Angebot geht von "genug" in den Kleinen bis "unfassbar" in den Grossen. Vor allem die Fischtheken sind besser als in unseren Spezialgeschäften. Die Preise liegen etwa auf deutschem Niveau, für Fleisch etwas höher.
Frische Baguettes gibt's in der Supermarktbäckerei in guter Qualität. Besser schmecken sie natürlich aus dem Ofen einer Boulangerie.
Ladenöffnungszeiten sind eigentlich kein Thema. Nur nach 20 Uhr haben fast alle Geschäfte zu. Ansonsten wird hier al gusto geöffnet. D. h. auch Sonn- und Feiertags findet man offene Läden. Ostermontags übrigens seltsamerweise vorwiegend Baumärkte.
Außerhalb der Saison nehmen die kleineren Supermärkte die Mittagspause ernst und sind meistens von 12.30 Uhr bis 14.30 Uhr geschlossen.

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Entfernungstabelle

Angaben in km unter Berücksichtigung der günstigsten aber nicht unbedingt kürzesten Strecke.
Zur Entfernungsermittlung suchen Sie bitte den Schnittpunkt von Zeile und Spalte der betreffenden Städtenamen.

Amiens

 

717

Bordeaux

 

612

618

Brest

 

241

567

375

Caen

 

616

531

1016

696

Lyon

 

926

652

1266

1007

313

Marseille

 

513

320

300

290

616

969

Nantes

 

930

398

1012

935

387

259

714

Narbonne

 

138

581

595

233

459

771

382

793

Paris

 

608

185

433

429

567

835

135

580

471

La Rochelle

 

518

1065

1078

732

490

803

866

877

490

955

Strasbourg

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Gas

Es wird kalt...

...und der Gasvorrat nähert sich dem Ende.

Gas hat wohl fast jeder für Heizung, Herd und Kühlschrank im Auto. Leider können unsere Propanflaschen in Frankreich nicht gefüllt werden. Und mit den französischen Flaschen kann man wegen anderer Größen und Gewinde auch nicht viel anfangen. Also heißt es "reichlich mitnehmen". Dabei haben wir aber im Sommer für drei Wochen noch nie mehr als 11 kg gebraucht. Zwei Flaschen sollten also immer reichen. Oder man hat einen Gastank unterm Auto (wir jetzt auch ). Autogas (LPG, GPL) zum Füllen bekommt man an etwa jeder dritten Tankstelle, soweit man an den entsprechenden Adapter gedacht hat. Übrigens kostet der Liter ca. 1,10 DM (Feb. 2001).

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Geld

Wer hat schon genug davon?

Aber so viel in der Tasche brauchen Sie davon in Frankreich gar nicht.
Währung ist seit 01.01..2002 der EURO. Na ja, eigentlich jedenfalls. Übliches Zahlungsmittel ist die Kreditkarte. Mit allen gängigen gibt es keine Probleme. Bares sollte man aus Bequemlichkeits- und Sicherheitsgründen nur im Wert von 100 EURO mit sich 'rumschleppen. Und davon dann einen gehörigen Teil in Münzen. Die will nämlich jeder haben: Das Pfandschloss am Einkaufswagen, die Entsorgungsstation, die Parkplatzschranke usw.
An Nachschub für Ihre Barbestände kommen Sie an den Geldautomaten (Distributeur de Billets). Die neueren Modelle bieten inzwischen eine deutschsprachige Benutzerführung und akzeptieren auch die EC-Karte.
In den Tipps werden Sie noch Preise in Franc finden, da wir unmöglich rechtzeitig zur Währungsumstellung alles auf die neuen EURO-Preise abklappern konnten.
Wenn jemand vor uns einen aktuellen Preis herausfindet, wäre eine kleine Email nett.
Vor allem sobald die Münzstückelung für  Parkautomaten, usw. bekannt ist.
Einkaufswagen nahmen im Februar 2002 Geldstücke von 1 Euro und 10 FF an.
Entsorgungsstationen sind meistens auf 1 Euro eingestellt.

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Kartenmaterial

Wo müssen wir 'lang?

Selbst uns als alten Frankreichhasen stellt sich diese Frage ab und zu noch. Speziell wenn 'mal wieder eine neue Umgehungsstraße gebaut wurde.
Eigentlich gibt es dann nur eine Wahl: Michelin. Geschmackssache ist es, ob man Einzelkarten oder einen Atlas wählt. Nur ist der Atlas wesentlich preiswerter. Da kostet ganz Frankreich im Maßstab 1:200 000 so viel wie zwei Regionalkarten. Außerdem bringt der Atlas ein komplettes Ortsverzeichnis und einige Innenstadtpläne mit. Für die großräumige Planung hat sich die Frankreichkarte von Kümmerli & Frey (1:800 000) bewährt.
Und alle 2 Jahre sollte man den Bestand schon erneuern. Oder sind ca. 50 DM zuviel, wenn dadurch einige Kilometer an Umweg gespart werden?

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Kleidung

Wer läuft schon nackt 'rum?

Obwohl so etwa ab Les Sables d'Olonne ganz nackt am Strand auch üblich ist. Davon ab, es gilt das Zwiebelprinzip. Nehmen Sie lieber mehr dünne Sachen mit, die man bei Bedarf übereinander anziehen kann als dicke Pullis, in denen man sich tot schwitzt. Wir haben auf Neujahr in der Vendee schon 17 Grad plus erlebt. Allerdings auch schon 15 Grad minus. Zur Not gibt es ja noch die Supermärkte (siehe den Tipp zum Einkaufen).

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Literatur

Wenn meine Tipps ausgereizt sind...

...hilft eventuell andere Literatur weiter. Wir haben uns zu Beginn unserer WoMo-Reisen gut mit den Büchern des WOMO-Verlags (www.womo.de) durchgeschlagen. Für ein bis zwei Urlaube pro Region reichen die Bände und sind mit ca. 25,- DM auch noch erschwinglich.
Mittlerweile sind wir natürlich nicht mehr auf Hinweise zu Stellplätzen und Entsorgungsstationen angewiesen. Als beste Helfer haben sich eine gute Landkarte in Verbindung mit

-    Dumont Reise-Taschenbüchern und

-    Dumont Kunstreiseführern

erwiesen.

Sehr gut sind auch die grünen Michelin-Reiseführer (ebenfalls ca. 25,- DM), die es inzwischen für fast jede Region Frankreichs in deutsch gibt.

Als nette Anregung, aber eigentlich mehr zum Schmökern, bieten sich noch die Bordbücher von "Reisemobil International" aus dem CDS-Verlag an.

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Sicherheit

Wieso ist das WoMo leer?

Hart gesagt, weil Sie es wahrscheinlich selbst schuld waren.

Natürlich habe auch ich Horrorgeschichten von beraubten und bediebten Mobilisten gehört und gelesen. Aber hat sich schon jemand die Mühe gemacht, die entsprechenden Orte auf der Landkarte zu suchen? Ja? Und?
Richtig, es sind nicht die Gegenden, wo sich WoMo-Fahrer im allgemeinen herumtreiben.

Hauptsächlich betroffen von Aufbrüchen sind die großen Städte, bestimmte Autobahnabschnitte und die Cote d'Azur. Hier würde ich ein WoMo keine fünf Minuten unbeaufsichtigt stehen lassen! Leider schließt sich das Elsass so langsam dem Reigen an.

Aus langjähriger Erfahrung kann ich nur sagen, dass anderswo alles klappt, wenn nur die einfachsten Grundregeln eingehalten werden. Also WoMo niemals mit der gesamten Besatzung aber ohne etwas in der Hand verlassen. Selbst der Dümmste fragt sich dann, ob die Touris wirklich ohne Handtasche, Fotoausrüstung und ähnlichen Schnickschnack zu Hause weggefahren sind. Und schaut vielleicht im Auto nach...
Für diesen Fall kommen Sie bloß nicht auf die Idee, Geld, Schecks und ähnliches irgendwo im Fahrzeug zu verstecken. An die Stellen hat jeder halbwegs clevere Dieb auch schon gedacht. Befolgen Sie lieber meinen Tipp zum Thema Geld. Dann können Sie alles lebensnotwendige dicht am Körper mit sich tragen.
Oder bauen Sie einen Minitresor im Auto ein. Selbst die Blechkisten von Brabantia sind erstaunlich widerstandsfähig. Das kenne ich aus eigener Erfahrung nach einem verbummelten Schlüssel.

Übrigens wurde unseren befreundeten Mitfahrern kürzlich ihr WoMo aufgebrochen. Aber nicht in Frankreich sondern auf einer ruhigen Wohnstraße vor ihrer Haustür. Und das ist in 10 Jahren der einzige Fall, von dem ich nicht aus dritter Hand Kenntnis habe.

Soweit zum Diebstahl. Vor anderen Unannehmlichkeiten wie nächtlichen Überfällen mussten wir bisher keine Angst haben und werden sie auch in Zukunft nicht bekommen. Wenn wir irgendwo wirklich ganz alleine auf weiter Flur stehen, ist es da auch so einsam, dass die Bevölkerung nicht einmal weiss, wie "Bösewicht" geschrieben wird. An allen anderen Stellen findet man zumindest ein weiteres WoMo vor (anscheinend fahren alle immer an dieselben Orte).

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Sprache

Palle wuuhh...

...oder so ähnlich wird es Ihnen entgegenschallen.
Französisch, was sonst?
Vielleicht in dem einen oder anderen Randgebiet auch nicht (Elsass, Baskenland, Bretagne, Languedoc). Aber selbst wenn Sie kein Französisch sprechen, nach einem freundlichen "Bon jour, Madame/Monsieur" werden die Menschen erstaunlich sprachbegabt und verstehen zur Not auch Kisuaheli, wenn nur genug Gesten beigefügt werden (sogenanntes Karatefranzösisch). Andererseits werden sie aber auch ebenso erstaunlich taub, wenn man sie mit "Tach" oder "Good morning" begrüßt. Also schauen Sie vor der Fahrt in ein Wörterbuch und prägen Sie sich die wichtigsten Höflichkeitsfloskeln ein.

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Straßen

Warum holpert es so?

Spätesten bei dieser Frage sollten Sie 'mal wieder auf Ihre Karte sehen. Denn dann sind Sie wahrscheinlich weit ab aller dickeren Linien auf dem Papier.
Allgemein gilt für die französischen Straßen von...bis. Autobahnen (zumindest bezahlte) und Nationalstraßen sind eigentlich gut. Ebenso alle mehrspurig ausgebauten Departmentstraßen. Halten Sie sich auf Ihrer (Michelin-)Karte einfach an rot/gelbe und rote Strecken. Rein gelb kann alles sein, weiß wird abenteuerlich und weiß mit gestricheltem Rand ein echtes Erlebnis (soweit überhaupt befahrbar).
Ach ja... und glauben Sie den Schildern. Im Gegensatz zu deutschen Verkehrsingenieuren stellen Franzosen die Blechtafeln selten für Spaß auf. Und großzügige Toleranzen gibt's dann schon gar nicht, erst recht nicht bei Höhen- und Breitenbeschränkungen.
Gewöhnen Sie sich schon 'mal an Umwege, denn im Nachbarland führen alle Wege nach Paris. Vor allem Ost-West-Verbindungen sind dünn gesät.

Wegweisungen gibt es auf zwei Arten: Sichtbare und Unsichtbare. Im Ernst, die alten Schilder sind aus emaillierten Stein, etwa kniehoch und meistens nicht zusehen. So etwas treffen Sie in der Bretagne noch auf vielen Nebenstraßen an. Neue Wegweiser entsprechen den bekannten Blechtafeln. Weißer Untergrund deutet innerörtliche Ziele an, grüner (meist gut ausgebaute) Fernstraßen und blauer Autobahnen. Eins ist aber den alten und neuen Exemplaren gemeinsam: Immer wird die entsprechende Straßennummer aufgeführt. Das erleichtert die Orientierung mit der Landkarte gewaltig.
Falls innerorts Ihre gewünschte Richtung 'mal nicht beschildert ist, folgen Sie einfach den Angaben "Toutes Directions" oder "Autres Directions". Irgendwann stoßen Sie dann schon wieder auf konkrete Ortsnamen.

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Stellplatzsuche

Wo bleiben wir heute?

Wenn Sie andere als die beschriebenen Plätze suchen, hier ein paar Tipps für die Aktion.

Vorweg: Machen Sie nicht den Fehler, bei Einbruch der Dämmerung noch einen Traumplatz mit Meerblick finden zu wollen. Das führt meistens zu mittleren Ehekrisen. Halten Sie sich dann lieber an das Stichwort Notfall weiter unten.
Als Übernachtungsplätze bieten sich fast alle Parkplätze an, die mit einem stilisierten Picknicktisch gekennzeichnet sind. Ein schlichtes "P" auf blauem Grund weist meistens auf Parkbuchten unmittelbar an der Straße hin. Verirren Sie sich bitte nicht auf Plätze die mit "Nomades" oder "Gens du Voyage" ausgeschildert sind. Da stehen die Leute, die bei uns früher allgemein auch mit "Fahrendes Volk" bezeichnet wurden.
Einige schöne Plätze haben wir gefunden, indem der Wegweisung "Ecole voille" oder "Port de Plaisance" gefolgt wurde. An den Yacht- und Sporthäfen bzw. Segel- und Surfschulen gibt es meistens gute Parkplätze. In etwas abgelegeneren Gegenden kann auch das manchmal schlecht sichtbare Hinweisschild "Plage" nützlich sein. Innerhalb der Touristenhochburgen müssen Sie am Strand mit WoMo-Verboten rechnen. Erfolg verspricht auch die Methode, sich auf der Michelinkarte Stellen zu suchen, die als Aussichtspunkte gekennzeichnet sind oder den Schildern zu Sehenswürdigkeiten zu folgen. Dort ist meistens auch eine Übernachtungsmöglichkeit gegeben.
Für den Notfall:
Lieber auf einem Lkw- oder Supermarktparkplatz übernachten als sich gegenseitig Vorwürfe über verpasste Einfahrten und zu wenig Aussicht zu machen.
Beachten Sie vor allem an der Cote d'Argent und im Midi die Verbotsschilder in den Wäldern. Das Waldbrandrisiko ist wirklich erheblich und dann nachts schlaftrunken das WoMo aus der Gefahrenzone zu manövrieren nicht erforderlich!!

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Strom

Warum passt der Stecker nicht?

Wahrscheinlich weil Sie falsch eingepackt haben. Frankreich gehört nun wirklich nicht zu den Ländern, wo man mit "Weltsteckern" hantieren muss. Auf den Campingplätzen und an den Eurorelais sind mittlerweile die (hoffentlich) bekannten CEE-Stecker üblich. Wenn dem ausnahmsweise nicht so ist, brauchen Sie aber auch nicht zu verzweifeln. Sehen Sie sich Ihren Schuko-Stecker 'mal von der Kontaktseite aus an. Da kommen die beiden Stifte für die "normale" Verbindung 'raus und seitlich zwischen ihnen sehen Sie den Schutzleiter. Wenn einer dieser Schutzleiterkontakte (volkstümlich "Erde") etwas in die Steckerfläche hineinragt und auch noch ein Loch hat, ist alles OK. In dieses Loch passen die Schutzleiterstifte der französischen Steckdosen.
Wenn das Loch fehlt, holen Sie sich im nächsten Supermarkt einen passenden Stecker. Aber basteln Sie bitte nur ein neues Verlängerungskabel, wenn Sie zumindest grobe Grundlagen der Elektrotechnik beherrschen.

Besser ist es, sich zu Hause passend einzudecken, und zwar mit

-    1 Kabel mit beidseitigem CEE-Anschluß (Stecker/Kupplung) und

-    1 Kabel mit CEE-Kupplung und Schukostecker mit Loch.

Übrigens entspricht das Zusammenstecken mehrerer Kabel nicht den CEE-Vorschriften und wird auf den meisten Campingplätzen nicht gern gesehen.

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Tanken

Nanu, das Auto stottert!

Sehen Sie doch 'mal auf Ihre Tankuhr...
Ein dichtes Tankstellennetz lässt da keine Probleme aufkommen. Gebietsweise kann es nach 22 Uhr etwas eng werden. Prinzipiell gilt: Autobahntankstellen sind teuer, die an Supermärkten billig. Benzin und Super ist teurer als bei uns, Diesel (auch Gasoil oder Gazole ausgeschildert) ist je nach Saison sogar billiger als hier. Nur die Winterfestigkeit vom Diesel entspricht nicht dem deutschen. Im Winter sollte also je nach Temperatur Benzin zugesetzt werden. Mit flockigem Diesel ist bekanntlich nicht flockig fahren.

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Telefon

Ruf' doch 'mal zu hause an...

Telefonzellen sind wesentlich dichter gestreut als bei uns. Allerdings verlangen fast alle nach einer französischen Telefonkarte. Die gibt's im Tabakgeschäft und an vielen Tankstellen, selten bei der Post.

Die Vorwahl nach Deutschland ist 0049, danach kommt der Rest ohne die "0" der nationalen Vorwahl.

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Unfall

Hoffentlich knallt's nicht...

...aber wenn doch, vergessen Sie bitte Vieles, was Sie eventuell aus Deutschland gewohnt sind. Verkehrsunfälle ohne Verletzte stören die Polizei in Frankreich wenig. Wenn Sie dort angerufen haben und alle Beteiligten sind wohl auf, machen Sie sich auf eine längere Wartezeit gefasst. Die Beamten werden sich darauf beschränken, den Personalienaustausch zwischen den Unfallgegnern zu ermöglichen und das war's. Den Rest müssen Sie schon selbst erledigen. Ebenso gut können Sie also auf staatliche Hilfe verzichten und sich die Daten der Gegenseite selbst notieren. Wichtig ist vor allem die Nummer des Versicherungsnachweises, der bei französischen Autos auf der Frontscheibe pappt. Ohne die können Sie eine Schadenregulierung vergessen und ohne Anwalt auch. Suchen Sie sich am besten jemanden, der mit einem französischen Kollegen eng zusammenarbeitet, wenn Sie Chancen auf eine vernünftige Entschädigung haben wollen. Übrigens werden Anwaltkosten und Nutzungsausfall nicht ersetzt.

Grundsätzlich sollten Sie sich vor der Abreise eine grüne Versicherungskarte und einen europäischen Unfallbericht besorgen. Das erleichtert die ganze Sache erheblich.

Notrufnummern:
Polizei                     17
Feuerwehr             18
Krankenwagen      15

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Waassseeerrrr...

Spätestens wenn morgens zum Zähneputzen oder Kaffeekochen nur warme Luft aus dem Hahn kommt, denkt man an die irgendwo im WoMo 'rumschwappenden Liter.
Da wir nicht in der Wüste sind, sondern in Mitteleuropa, findet sich schnell Nachschub. Eigentlich gibt es in jedem Dorf irgendwo einen öffentlich zugänglichen Wasserhahn. Achten Sie zur Not auf Beschilderungen zu Toilettenanlagen. Auch an Friedhöfen haben Sie meistens Glück.
Es empfiehlt sich Wasser zweifelhafter Herkunft gegen Verkeimung zu schützen. Bewährt haben sich Mittel auf Silberionenbasis (z. B. Certisil oder Microsept). Sie sind geschmacksneutral und auch bei Überdosierung gesundheitlich unbedenklich. Gängige Verpackungsgröße sind Dosierfläschchen für 1000 Liter Wasser. Das sollte eigentlich für einen Urlaub reichen.

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Wahnsinn

Ein wenig Geplauder aus dem Nähkästchen gefälligst?

WoMo nicht im Dünensand parken. Es sei denn man neigt zu 6-stündigen Buddelorgien.

Nie mit nur einer Kreditkarte losziehen, wenn man keinen Hang dazu hat mit 7 Litern Diesel im Tank und 4,30 DM Barem zu hause anzukommen.

Nicht auf einer 4-Tagestour im Elsass beschließen, ans Meer zu wollen, so man nicht absolut langstreckentauglich ist.

Nie im Hochsommer in die Camargue, ohne 45 Grad um 19 Uhr und hubschraubergroße Mücken zu mögen.

Bloß nicht im Winter mit ungeprüfter Batterie losziehen, es sei denn man hat für den dann wahrscheinlichen Heizungsausfall Eskimos unter den Vorfahren.

Nicht ohne passenden Wagenheber und mit plattem Ersatzreifen auf Tour gehen, wenn niemand mit ist, der die Hinterachse bis zu nächsten Tankstelle angehoben halten kann.

Und wälzen Sie sich nicht auf Campingplätzen unter dem Auto herum, um eine defekte Dieselleitung zu reparieren, außer Sie wollen eine gleichmäßig dunkle Hautfarbe mit entsprechendem Aroma.

Achten Sie beim Übernachten auf Markplätzen auf die Beschilderung, wenn das WoMo beim Erwachen nicht Teil eines Blumenstandes sein soll. (Nie gab es frischeres Frühstück!)

Kontrollieren Sie die Befestigung aller Unterflurtanks, wenn Sie nicht mehrere hundert Meter Ihrer Fahrstrecke mit deutlichen Flüssigkeitspuren markieren wollen oder Fan größerer Mengen von Reparaturharz mit Glasfasereinlage an den Fingern sind.

Achten Sie auf die Warnbaken an Unterführungen, wenn Sie kein CabrioWoMo wollen.

Lassen Sie Ihre Frau nicht mit dem einzigen Autoschlüssel losziehen, wenn Sie nicht in der Lage sind, Ihr WoMo kurzfristig mit einem Schraubendreher zu starten.

Lassen Sie Trecker im Überholverbot vor Bahnübergängen in Ruhe, es sei denn Sie können dem freundlichen Gendarm erklären, warum sie keine "nöffßong frong" (ca. 270 DM) haben - übrigens blieb es bei einem erhobenen Zeigefinger.

Fahren Sie nie ohne geeignetes Frischwassergefäß los, außer Sie wollen einen Urlaub lang das Wasser mit einer Salatschüssel bunkern.

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Kleines Wörterbuch
(in subjektiver Reihenfolge der Wichtigkeit)

Guten Tag

Bonjour

Guten Abend

Bonsoir

Auf Wiedersehen

Au revoir

Hallo / Tschüss

Salut (bitte nur bei guten Bekannten benutzen!)

Wie geht's?

Ca va?

Danke, gut.

Merci, bien. oder Va bien.

Bitte

S'il vous plait

Danke

Merci

Wie bitte?

Pardon?

Entschuldigung!

Pardon!

Macht nichts.

De rien.

Ich verstehe nicht.

Je ne comprends pas.

Sprechen Sie bitte langsam.

Doucement, s'il vous plait.

Wann?

Quand? oder
A quelle heur?

Zelt

Tent

zelten

camping

Wohnwagen

Caravan

Wohnmobil

Camping Car

verboten

interdit

Abstellen verboten

Stationnement interdit

Stellplatz

Emplacement

Parkplatz

Parking

Wo ist...?

Ou est...?

Geben Sie mir...bitte

Donnez-mois...s'il vous plait

Haben Sie...?

Vous avez...?

offen/geöffnet

ouvert

geschlossen

fermé

wieviel?

combien?

Schönen Tag noch!

Bon journee

Sehr hübsch

tres jolie

Sehr teuer

trop cher

Ich habe eine Panne.

Je suis en panne.

Zahlen bitte

L'addition, s'il vous plait.

ein bischen

un peu

Montag

lundi

Dienstag

mardi

Mittwoch

mercredi

Donnerstag

jeudi

Freitag

vendredi

Samstag

samedi

Sonntag

dimanche

Tag

jour

Woche

semaine

Stunde

heur

Wasser

eau

Strom

electricite

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