21.09.2001

Braille-Elemente

Beschreiben der Braille-Elemente

Es gibt 3 Datenleitungen: Data, Clock und Strobe. Clock und Strobe sind vor der Datenübertragung auf low zu setzen.

 

Die Daten werden in ein Schieberegister geschrieben. Es muss also zuerst das letzte Element bzw. das niederwertigste Bit eines Elementes beschrieben werden. Das Signal welches an  „Data“ anliegt, wird während eines low/high Überganges von „Clock“ hereingeschoben, während alle anderen Daten um eine Speicherzelle weitergeschoben werden.

 

Sind so alle Bits in die Speicher geschoben, werden die Daten durch kurzes Setzen von Strobe auf high auf die Braille-Anzeige übertragen.

Bit/Byte:

7

4

6

3

5

2

1

0

Wert/Byte:

128

16

67

8

32

4

2

1

Bit/Nibble:

3 High

0 High

2 High

3 Lo

1 High

2 Lo

1 Lo

0 Lo

Wert/Nibble:

8 High

1 High

4 High

8 Lo

2 High

4 Lo

2 Lo

1 Lo

 

Stromverbrauch

Der Stromverbrauch laut Datenblatt[i]:

Permanent current 200V:         3mA per dot (all dots up or down)

Peak current 200V:                 50mA/50ms per dot

Daraus lässt sich der Stromverbrauch für den Fall, dass 30 mal pro Sekunde alle dots hoch- bzw. heruntergefahren werden berechnen:

Stromverbrauch eines Element: ((30*50ms)*50mA + (1s-30*50ms)*3mA)/1s*8 = 3,07mA

Stromverbrauch von 6 Elementen: 24,6mA

 

Der Stromverbrauch im Test

Es wurden im Test 30 mal pro Sekunde alle dots hoch- bzw. heruntergefahren. Dass das Modul mit einer extra Taste mehr verbraucht hat, ist wahrscheinlich nur Zufall. Bei verschiedenen Messungen schwankte der Stromverbrauch im Bereich von einigen 100mA. Hier sind die Höchstwerte angegeben:

 

 

1 Element

6 Elemente

mit Taste

0,2 mA

1,2 mA

mit Taste

0,33 mA

1,88 mA

 

Fazit

Der Stromverbrauch im Test ist um mehr als eine Zehnerpotenz größer. Da mehrere Elemente gemessen wurden, und die Abweichung der einzelnen Messungen eine viel kleine Schwankung hat, ist von einer inkorrekten Angabe im Datenblatt auszugehen.

Startbild

Beim Start von Sensware 4.xx wird das Bild 00 automatisch wie folgt generiert:

 

8

1

8

1

8

1

8

1

8

1

8

1

8

1

8

1

4

8

4

8

4

8

4

8

4

8

4

8

4

8

4

8

2

4

2

4

2

4

2

4

2

4

2

4

2

4

2

4

2

1

2

1

2

1

2

1

2

1

2

1

2

1

2

1

 

Der Code dazu lautet: 1, 1, 1, 3, 1, 1, 3, 0, 0, 1, 3, 0, 0, 1, 3, 0, 0, 1, 3, 0, 0, 1, 3, 1, 1, 3, 1, 1;

 

Einerseits sieht man dadurch sofort die Funktion des Programms und der Braille-Elemente, andererseits wird erreicht, dass immer mindestens ein Bild angezeigt wird.

 

Um das Startbild zu löschen, muss man erst die Daten für ein anderes senden, da falls nur ein Bild vorhanden ist, dieses nicht geändert werden kann. Dann lässt sich das Startbild durch Schreiben eines Bildes mit der Codelänge 0 löschen.

Auflösung

Die Breite eines Braille-Elementes und damit die Auflösung für 2 Punkte in x-Richtung beträgt 6,42mmi. Damit beträgt die durchschnittliche Auflösung in x-Richtung 3,21mm.

 

Der Abstand der Dots in y-Richtung beträgt 2,45mmi. Damit beträgt auch die Auflösung in y-Richtung 2,45mm.

 

Die Standartauflösung[ii] einer PS/2 Maus beträgt 4 Counts/mm.

Richtung

Braille

Counts/ mm

Counts/ Braille

Counts/ Braille gerun.

Fehler

 

Auflösung (gerun. Werte)

x

3,21mm

4

12,84 Counts

13

1,3%

13/4 = 3,25mm

y

2,45mm

4

9,8 Counts

10

2,0%

10/4 = 2,5mm

 

Es ist möglich, die Auflösung auf 8 Counts/mm per Befehl zu verdoppeln. Es wurde von mir gemessen, dass bei der Logitech-Maus Standardmäßig die höhere Auflösung eingestellt ist.

Richtung

Braille

Counts/ mm

Counts/  Braille

Counts/ Braille gerun.

Fehler

 

Auflösung (gerun. Werte)

x

3,21mm

8

25,68

26

1,3%

26/8 = 3,25mm

y

2,45mm

8

19,6

20

2,0%

20/8 = 2,5mm

 



[i] Braille – cell B10, metec AG, Gutenbergstr. 65A, D-70176 Stuttgart, Germany

[ii] http://panda.cs.ndsu.nodak.edu/~achapwes/PICmicro/mouse/mouse.html