Ein überarbeitetes Opel Admiral 1938 Cabriolet im Maßstab 1:43


Das Opel Admiral 1938 Cabriolet

Das überarbeitete Opel Admiral 1938 Cabriolet im Maßstab 1:43.


Der Umbau: Admiral 1938 Cabriolet
Das Basismodell: Modellautos R.Budig (Vertrieb), Opel Admiral 1938 Cabriolet; Art.Nr. ?
Der / Die Teilespender: -
Der Schwierigkeitsgrad:
Das Baujahr: 2008

Ein überarbeitetes Admiral 1938 Cabriolet im Maßstab 1:43

Allgemeines zum Vorbild und zum Modell:
Der Opel Admiral wurde 1937 erstmals auf der Internationalen Automobilausstellung IAA vorgestellt. Ab Werk wurde der Wagen als viertürige Limousine und Pullmann-Limousine oder als Cabriolet in viertüriger Ausführung angeboten. Das Auto wurde vom Februar 1938 bis zum Oktober 1939 gefertigt. Während des Krieges war der Admiral ein beliebtes Opfer für Umbauten durch die Deutsche Wehrmacht. Besonders bekannt sind behelfsmäßige, aus Holz gefertigte Krankenwagenaufbauten.
Im Maßstab 1:43 wurde der Admiral mal vor langer Zeit als mehr oder weniger guter, eher schwächlich detaillierter Weißmetall-Bausatz angeboten. Diese Teilesätze sind heute sehr gesucht, entsprechend selten zu finden und daher auch relativ teuer. Eine Alternative, allerdings nicht in finanzieller Hinsicht, ist das hier vorgestellte Kleinserienmodell. Die hauptsächlich aus Resin und aus Ätzteilen gefertigte, gut detaillierte Miniatur ist als Fertigmodell in Blau oder Schwarz bei verschiedenen Modellauto-Händlern im Angebot.
Natürlich gibt es auch an einem derartigen Modell noch etwas zu verbessern oder zu verändern. Mein Admiral soll einen Wagen aus den frühen fünfziger Jahren wiedergeben. Einige neue Ausstattungsteile wurden montiert und farblich wurden auch noch einige Kleinigkeiten nachgebessert. Und etwas Chrom durfte natürlich auch nicht fehlen.... .
Für alle Lackierarbeiten wurden die Enamel-Farben von Revell verwendet. Darauf beziehen sich die eventuell genannten Farbnummern.

Das Admiral 1938 Cabriolet

Das zerlegen:
Einfach und schnell : Nach dem abschrauben vom Sockel werden im Wagenboden zwei Schrauben sichtbar. Nach dem lösen dieser beiden Schrauben können das Fahrgestell (mit den Sitzbänken) und die Karosserie auseinander gezogen werden. Die Achsen sind lediglich eingelegt. Das massiv gegossene Verdeck ist aufgeklebt. Dieses Bauteil wurde mit einem kräftigen, aber gefühlvollen "Ruck" von der Karosserie getrennt.

Arbeiten am Fahrgestell:
Die Reifen wurden abgezogen und die blauen Bereiche der Felgen wurden anschließend mattsilber lackiert. Der blau gespritzte Wagenboden erhielt einen neuen Anstrich mit Schwarz Seidenmatt Nr.302 . Die angedeutete Ölwanne, der Getriebeblock und das Endrohr vom Auspuff wurden mit Eisen Nr.91 farblich abgesetzt.

Arbeiten an der Karosserie:
Die Innenseiten der Radkästen erhielten einen schwarzen Anstrich mit Schwarz Seidenmatt Nr.302 .
Im rechten vorderen Kotflügel wurde ein 0,4 mm Loch für den vorderen Kennzeichenhalter gebohrt. Der Halter wurde aus einem Stück Messingblech und aus einem Drahtstück zusammengelötet.
Die Antenne wurde aus 0,3 mm Edelstahldraht abgelängt und in einer vorbereiteten Bohrung auf der Beifahrerseite eingeleimt.
Der ursprünglich weiß lackierte hintere Kennzeichenhalter bekam vor dem aufbringen der Nummerntafel noch einen neuen silbernen Anstrich.
Das Verdeck wurde in Schwarz Seidenmatt angepinselt. Die ursprüngliche blaue Farbgebung wirkte mir einfach zu aufdringlich.
Mit der bekannten Bare Metal Foil wurden behandelt :

  • Die Zierleiste zwischen den Frontscheiben,
  • die Zierleiste auf der Motorhaube,
  • die seitlichen Zierleisten an der Karosserie,
  • die beiden Scharniere der Kofferraumklappe,
  • die Stoßstangen,
  • alle Zierleisten auf den Trittbrettern und die Ränder der Trittbretter.

Das Admiral 1938 Cabriolet

Der Admiral bekam auf der Fahrerseite noch einen Außenspiegel. Der verchromte Spiegel stammte von einem geschlachteten VW Käfer von Cararama. Dieses Bauteil wurde mit einem Stück 0,3 mm Draht in einer neu erstellten Bohrung an der Fahrertür eingeleimt.

Das Admiral 1938 Cabriolet

Arbeiten an der Inneneinrichtung:
In den Fußräumen wurden die bei meinen Modellen üblichen Teppiche verlegt. Diese Teppiche wurden aus sehr feinem Wildleder zugeschnitten.
Der weiße Lenkradkranz wurde neu lackiert. Der Kranz bekam eine schwarze Farbgebung, die Speichen blieben unlackiert.
Die Pedalerie ist im Prinzip nicht vorhanden. Am Wagenboden unterhalb der Steuersäule sind lediglich einige "Erhebungen" angegossen. Neue Pedale fertigte Ich im Eigenbau aus Blech und Draht an. Diese Teile wurden schwarz lackiert und in entsprechenden Bohrungen eingeklebt.
Am Armaturenbrett bekam der lediglich weiß lackierte Tachometer noch ein Decal aus der Bastelkiste spendiert.

Sonstiges:
Die Kennzeichen stammen aus einem Decalbogen von TL-Decals. Ich wählte zwei der schwarzen Nummerntafeln aus der Besatzungszeit aus. Die Schilder wurden noch mit etwas glänzendem Klarlack gesichert. Der Bogen mit den Schiebebildern, Art.Nr. 6402 "Deutsche Nummernschilder", beinhaltet auch einige Sätze der weißen Schilder. Einige der neuen Euro "H"-Nummern sind auch enthalten. Der Satz ist also universell für verschiedene Epochen nutzbar. Als Zugabe sind auch "D"-Schilder im Preis inbegriffen.
Die Mini-Vitrine mit dem Holzsockel war im Kaufpreis des Admiral enthalten. Die Beschriftungen für den Sockel wurden auf dem PC angefertigt.

Das Admiral 1938 Cabriolet

Das Fazit und die Kosten:
Von einem Umbau kann man hier ja eigentlich nicht sprechen. Der Schwierigkeitsgrad fällt auch entsprechend niedrig aus. Die meisten neuen Teile konnten problemlos im Eigenbau gefertigt werden.
Vermutlich wird sich einigen Leuten eher der Magen umdrehen. So nach dem Motto : "Wie kann man an einem derartig teuren Modell nur herumkleben und herumpinseln??". Ganz einfach : Für mich steht die Detaillierung immer im Vordergrund. Und da kann man halt (fast) immer noch "einen draufsetzen". Auch bei einem Kleinserienmodell.
Bausätze sind von diesem Modell, meines Wissens, leider nicht erhältlich (Stand September 2008). Einen der provisorischen Krankenwagen der Wehrmacht daraus anzufertigen oder umzubauen, wäre doch schon recht reizvoll. Wäre auch mal schön zu erfahren, wer dieses Modell tatsächlich fertigt....
Das Basismodell wurde im März 2008 für 77,53 Euro, inkl. VK und der Vitrine, über eine Internet-Auktion bei Modellauto Budig in Berlin relativ günstig erworben. Ansonsten sind, je nach Anbieter, zwischen 130 und 155 Euro fällig. Das ist also kein ganz so billiges Vergnügen. Aber Qualität und Individualität haben halt ihren Preis!
Die Farben, der Klebstoff und die Bare Metal Foil schlagen mit rund 14 - 16 Euro zu Buche. Wie immer gilt : sofern nicht sowieso schon vorhanden. Die paar noch zusätzlich benötigten Blech- und Drahtreste dürfte wohl jeder in seiner Bastelkiste finden.
Der Decalbogen mit den Nummernschildern wurde direkt im Online-Shop des Herstellers TL-Decals für 9 Euro plus 2 Euro VK eingekauft. Dieser Bogen ist wirklich sehr empfehlenswert und für das gebotene auch relativ günstig erhältlich. Die Qualität ist sehr gut, die Verarbeitung war völlig problemlos.

Das Admiral 1938 Cabriolet

Die Bilder: Oben das Admiral Cabriolet im Ursprungszustand, so wie es erworben wurde. Auf dem unteren Foto ist das überarbeitete Modell auf dem neu beschrifteten Sockel zu sehen.

Das Admiral 1938 Cabriolet


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