Eine optisch verbesserte Kapitän P 1958 Limousine in 1:43 (Basis: Starline)
Die verbesserte 1958er Limousine aus der Fertigung von Starline.
| Der Umbau: | Kapitän P 1958 Limousine mit Faltdach |
| Das Basismodell: | Starline, Kapitän P 1958 Limousine, Art.Nr.550147 |
| Der / Die Teilespender: | - |
| Der Schwierigkeitsgrad: | |
| Das Baujahr: | 2010 |
Allgemeines zum Basismodell :
Wie schon bei den Modellen von Hauteville erwähnt und gezeigt : Viele Jahre waren nur eher spärlich detaillierte und recht teure Resin-Modelle des Kapitän 1958 verfügbar. Im Februar 2010 stellten Starline und Neo auf der Nürnberger Spielwarenmesse gleich zwei neue Modelle dieses Vorbildes vor. Während Starline ein aus Druckguß und Kunststoff gefertigtes Modell anbietet, wird die Miniatur von Neo aus Resin und Ätzteilen produziert. Das Modell von Neo ist auch entsprechend teurer.
Als Basis für den hier gezeigten Umbau diente ein Modellfahrzeug aus der 2010er Fertigung von Starline. Im Mai 2010 war der Kapitän in vier verschiedenen zweifarbigen Lackierungsvarianten erhältlich. Ich entschied mich für ein Exemplar in der Farbaufteilung Saharagelb / Alabastergrau.
Allgemeines zum Modellumbau :
Während das Modell von Neo über ein geöffnet dargestelltes Faltschiebedach verfügt, fehlt dieses Goodie beim Starline Kapitän. Ich rüstete das Faltdach nach. An der Außenseite der Karosse lassen sich einige Details mit etwas Bare Metal Foil problemlos überarbeiten. Ebenso kann der Innenraum noch etwas verfeinert werden. Einige der verwendeten Farben stammen, wie bei mir üblich, aus dem Sortiment von Revell. Darauf beziehen sich die eventuell genannten Farbnummern. Zum Teil wird auch Acryl-Farbe aus Sprühdosen genutzt.
Zunächst wurde das Basismodell in einige Baugruppen zerlegt :
Karosserie und Fahrgestell sind vorn und hinten mit je einer Schraube verbunden. Die Innenausstattung ist in der Karosse eingesteckt. Die Verglasung ist vierteilig ausgeführt.
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Arbeiten an der Karosserie :
Der Ausschnitt im Dach wurde mit einem Edding-Filzschreiber angezeichnet und mit der Proxxon Minibohrmaschine und einer Trennscheibe ausgearbeitet. Die Maße : 35 mm (Länge) x 24 mm (Breite) . Die Kanten der Ausschnitte wurden mit der Feile und etwas Schleifpapier geglättet. Alle Innenkanten des Dachausschnittes wurden mit Revell Eisen Nr.91 angestrichen.
Die Befestigungsstege der Verglasungen wurden gekürzt. Die Scheiben wurden später mit Stabilit-Express wieder eingeleimt. Der gesamte Fahrgastraum der Karosserie bekam einen neuen Cremefarbenen Anstrich. Dafür wurde Revell Nr.312 verwendet.
Im Dach beim Innenspiegel wurde noch eine kleine Handkurbel eingeklebt. Diese Kurbel wurde aus 0,3 mm Draht gebogen.
Das geöffnet dargestellte Faltdach wurde nach bewährter Methode aus einem mit Mattweiß Nr.4 eingefärbten Papiertaschentuch hergestellt. Nach dem ausschneiden, falten und zusammenkleben wurde dieses Bauteil mit Stabilit-Express auf dem Dach angeleimt. An der vorderen Kante wurde noch ein Stück 0,4 mm Draht als Verstärkung eingeklebt.
Die etwas klobig wirkenden Scheibenwischer ersetzte Ich durch Ätzteile. Die markanten Lufteinlässe unterhalb der Frontscheibe wurden mit Schwarz Nr.302 nachbehandelt.
Die vorderen Zusatzleuchten am Kühlergrill wurden mit Silber Nr.90 und glänzendem Klarlack Nr.1 nachbehandelt. Starline hat die Lampem fälschlicherweise als Blinker dargestellt. Die richtigen Blinker wurden noch mit etwas Gelb Klar Nr.730 überlackiert. Die Rückleuchten wurden mit Rot Klar Nr.731 nachbehandelt.
Die seitlichen Zierleisten wurden mit Bare Metal Foil verchromt. Diese Leisten waren auch am Vorbildfahrzeug etwas breiter. Die gleiche Arbeit wurde auch an den Schwellern und an den "Kiemen" der hinteren Kotflügel ausgeführt. Beim Basismodell sind diese Details lediglich silberfarben auflackiert.
Die Kennzeichenhalter wurden entfernt. Die neuen Halter wurden aus dünnem Blech zugeschnitten. Die Decals der Nummernschilder stammen aus dem Bogen Nr. 6402 (Kfz-Kennzeichen Deutschland) von TL-Decals. Diesem Bogen wurde auch ein an der Kofferraumklappe aufgebrachtes D-Schild entnommen.
Die in einer neu erstellten Bohrung eingeklebte Antenne wurde aus 0,3 mm Edelstahldraht abgelängt.
Arbeiten an der Innenausstattung :
Die Kanten der Sitze und der hinteren Sitzbank wurden mattweiß abgesetzt. Vier Fußmatten wurden aus Hellgrau lackiertem Papier zugeschnitten.
Arbeiten am Fahrgestell :
Hier gab es nur sehr wenig zu tun. Die Radkappen bekamen in der Mitte jeweils noch einen weißen und einen gelben Farbtupfer.
Am Unterboden wurde die Auspuffanlage farblich noch etwas nachbehandelt. Das Endrohr wurde noch etwas tiefer aufgebohrt.
Sonstiges :
Kurz und knapp : Der Boden der Minivitrine wurde grau lackiert.
Das Fazit und die Kosten :
Ein eher leichter Zwei-Sternchen Umbau der keine so überragenden Fähigkeiten erforderte. Bei den Arbeiten am Ausschnit für das Faltdach war die Minibohrmaschine mit einer Trennscheibe mal wieder eine sehr nützliche Hilfe. Die wenigen Arbeiten mit der Bare Metal Foil waren problemlos auszuführen. Etwas Gedukd benötigte Ich um das neue Dach in die richtige Form zu bringen.
Ob man so einen Umbau überhaupt anfertigen muß? Da kann man wohl mal wieder geteilter Meinung sein. Schließlich ist der Faltdach-Kapitän ja von Neo erhältlich. Aber : Diese Resin-Miniatur ist doppelt so teuer wie das Modell von Starline. Wer den optisch überzeugendsten 58er Kapitän haben möchte, kommt an der Miniatur von Neo jedoch nicht vorbei.
Wie oben schon erwähnt : Ich erwarb den gelben Kapitän von Starline bereits unmittelbar nach dem erscheinen Ende Mai 2010. Inklusive anteiliger Versandkosten zahlte ich 25,95 Euro für das Modell. Die Preise im Versandhandel und im örtlichen Fachhandel schwankten zwischen 22,95 Euro und 28,95 Euro. Preise vergleichen lohnte sich also mal wieder.
Für die Bare Metal Foil, die Farben und die Klebstoffe müssten noch etwa 20 - 25 Euro einkalkuliert werden. Wie immer gilt jedoch : Je nach Einkaufsquelle und falls nicht sowieso schon vorhanden. Etwas Draht, ein wenig Blech und ein Papiertaschentuch dürften wohl in jeder Bastelkiste zu finden sein.
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