Bei den Umbauarbeiten fällt einiger Schrott an....
Hoffentlich stehe Ich jetzt nicht als Klugscheisser da. Da es aber doch ein gewisses Interesse an meinen Umbauten gibt, habe Ich noch einige Tipps bzw. Erfahrungen zusammengestellt. Für die Fortgeschrittenen, bzw. Profi Um- und Selbstbauer sind das wohl alles alte Hüte. Aber schließlich fängt jeder mal an.
Zu den folgenden Themen habe Ich etwas zusammengestellt:
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Werkzeuge:
Unbedingt zu empfehlen ist eine Kleinbohrmaschine (Proxxon, Dremel etc.) mit entsprechendem Zubehör. Gewisse Arbeiten wie z.B. das Entfernen von Haltezapfen in der Karosserie oder das Aufbohren der Befestigungen der Fenstereinsätze, sind ohne eine derartige Maschine nur sehr mühsam oder gar nicht durchzuführen.
Ausserdem werden verwendet:
Die "Rohstoffe" wie Messingblech, Messing-, Neusilber- oder Kupferdraht, Polystyrolplatten etc., sind in jedem Modellbau- oder Modelleisenbahngeschäft, z.T. auch in Baumärkten, problemlos erhältlich.
Klebstoffe:
Ich verwende fast ausschliesslich den Zweikomponentenkleber Stabilit-Express von Henkel. Das Zeug ist zwar recht teuer, dafür aber auch in gut sortierten Supermärkten leicht erhältlich. Der Kleber ist fugenfüllend und bindet relativ langsam in etwa 10-15 Minuten ab. Während dieser Zeit kann man ein Bauteil auch schnell nochmal etwas "geraderücken". Nach dem vollständigen aushärten (ca. 45 Minuten) kann die Klebestelle mit Feile, Schleifpapier etc. weiter bearbeitet werden.
Stabilit-Express kann auch durchaus als Gießharz-"Ersatz" verwendet werden. Das lohnt sich allerdings nur bei kleineren Teilen. Bei diversen Cabrio-Umbauten habe Ich damit die neuen Verdecke direkt am Fahrzeug gegossen. Bei den Cabrio-Umbauten der Commodore A / Rekord C ist diese Methode beschrieben.
Sekundenkleber wird bei mir in der Regel nicht verwendet. Den "Milchglaseffekt" auf Klarsichtteilen beim Ausgasen des Klebers hat wohl jeder schon mal gesehen. Zudem bindet das Zeug beim Kontakt mit Sauerstoff sofort ab. Korrekturen sind dann nicht mehr möglich.
Lackierungen:
Bei Cabrioumbauten fallen nur wenige Trennstellen an. Sofern die Basisfarbe gefällt, ist eine komplette Neulackierung absolut überflüssig. Die bei einer Komplettlackierung entfallenden, aufgedruckten Schriftzüge auf den Hauben und/oder Kotflügeln lassen sich schlecht oder gar nicht wieder ersetzen. Das Abbeizen der alten Lackierung ist auch nicht ganz unproblematisch. Zudem sind einige Anbauteile ziemlich massiv in der Karosserie verleimt. Bei der Demontage gibt es garantiert Bruch. Entsprechende Decals oder Aufreibebeschriftungen für die Typenschriftzüge gibt es bislang nur wenige bzw. gar nicht.
Die entlackte Karosserie einer 1951er Olympia Cabrio-Limousine von Minichamps. Der ursprüngliche Lack wurde mit einem mehrtägigen "Tauchbad" in handelsüblicher Nitroverdünnung abgelöst. Alle aus Kunststoff gefertigten Anbauteile müssen natürlich vorher entfernt werden. Bei den bombenfest eingeleimten und eingepressten Rückleuchten gelang die Demontage allerdings nicht. Die wurden buchstäblich mit aufgelöst. Beim Neuaufbau des Fahrzeuges werden selbstgefertigte "Gläser" eingesetzt.
Die neu lackierte Karosserie.
Die entlackten bzw. unlackierten Bauteile müssen vor dem einfärben gründlichst (!) gereinigt werden. Dies gilt ganz besonders für Resin-Teile. Das beim gießen der Teile verwendete Trennmittel muß 100%ig entfernt werden. Bewährt hat sich das abschrubben in Seifenlauge, bzw. das Tauchbad in Wasser mit etwas Spülmittel. Das abschrubben erfolgt mittels einer alten Zahnbürste. Die Seifen- bzw. Spülmittelreste müssen mit viel Wasser ebenso gründlich entfernt werden. Nach dem abtrocknen müssen sich die gereinigten Teile "stumpf" anfühlen.
Beim Lackieren mit Sprühdosen verwende Ich ausschliesslich originale Autolacke und Grundierungen. Bei richtiger Handhabung ergeben diese Lacke eine glatte Oberfläche. Bei diversen Billig-Sprühdosen bekommt man oft, durch die recht groben Düsen der Dosen bedingt, eine pockige Oberfläche.
Für Pinsellackierungen werden die kleinen Farbdosen von Revell benutzt. Die sind in jedem Modellbaugeschäft und in gut sortierten Supermärkten erhältlich. Bei "gemischter" Verwendung von Auto-Sprühlacken und den Revell-Farben, muss die aufgesprühte Lackierung vollständig ausgehärtet sein. Ansonsten könnten die Lösungsmittelhaltigen Revell-Farben die Sprühfarben anlösen.
Wie man Rückleuchten farblich gestalten kann, wird in der Baubeschreibung meines blauen Commodore A GS 3000 erläutert.
Die beste Lösung für die Lackierarbeiten: Die Airbrush. Selbst mit der billigsten Airbrush, z.B. dem Starterset von Revell, lassen sich um Längen bessere Ergebnisse erzielen als mit den Sprühdosen. Von der freien Farbauswahl und dem möglichen anmischen eigener Farbtöne ganz zu schweigen.
Die einfache Anfänger-Airbrush von Revell. Die Spritzpistole ist im Set mit einer Druckluftdose, Regler, Luftschlauch, diversen Farben und einer kurzen Anleitung für ca. 33-37 Euro erhältlich.
Erhabene Zierleisten und Fensterrahmen:
Es gibt mehrere Methoden die Zierleisten und Fensterrahmen nach einer Neulackierung der Karosserie farblich abzusetzen. Z.B.:
Ein neuer Radiergummi wird an der Schmalseite dünn (!) mit Farbe bestrichen und anschließend ganz leicht auf die Zierleiste aufgedrückt. Mit etwas Übung ergibt das schön gleichmässige Einfärbungen.
Ebenfalls möglich: Ein etwa 5-7 mm breiter, steifer Borstenpinsel. Besonders Fensterrahmen lassen sich damit relativ problemlos einfärben. Der Pinsel wird in die Farbe getaucht, etwas abgestrichen und in einem Zug über den Fensterrahmen gezogen. Der Pinsel wird quasi in der Fensteröffnung geführt. Logisch: Die Verglasung darf natürlich noch nicht eingebaut sein....
Für verchromte Fensterrahmen kann auch ein simpler Silbermetallic-Filzschreiber genutzt werden. Derartige Stifte gibt es z.B. in den Schreibwarenabteilungen gut sortierter Supermärkte für etwa 3-4 Euro. Von mir benutzt: Der Stift Art.Nr. 3000314 der Fa. Sanford.
Die beste Lösung für "echte" Chromleisten: Die Verwendung der selbstklebenden Chromfolie von Bare Metal. Diese Folie ist in Modellbaugeschäften erhältlich. Der ca. 30x16 cm große Bogen kostet allerdings rund 7-8 Euro. Bei Bezugsschwierigkeiten: Die Folie ist z.B. über diverse Online-Shops und über die Auktionsplattform mit den vier Buchstaben erhältlich. In größeren Maßstäben wie 1:24 ist die Verarbeitung relativ problemlos. An 1:43-Modellen ist sehr viel mehr Präzision und einiges "fummeln" erforderlich.
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Planen für Pickup's:
Die Methode aus einem Einweg-Taschentuch Planen und Verdecke anzufertigen, stammt aus dem Militärmodellbau. Aus einem Einweg-Taschentuch wird das ungeprägte Mittelstück herausgeschnitten. Dieses Papierquadrat zerfällt in drei oder vier Papierlagen. Eine dieser Lagen wird eng um einen sehr dünnen, leicht biegbaren Draht gewickelt. Die Befestigung am Draht erfolgt mit Zwirn. Die Abbindungen sollten in möglichst gleichmässigen Abständen erfolgen. Nach dem Ablängen und anpassen wird die neue Plane mindestens zweimal mit Farbe überlackiert. Für ältere Gewebeplanen sollte ein matter Farbton gewählt werden. Die neuen Kunststoffplanen erhalten einen Glänzenden Anstrich. Die Befestigung an den Spriegeln erfolgt wieder mit Zwirn.
Die noch im Rohbau befindliche, zusammengerollte Plane entstand nach der beschriebenen Taschentuch-Methode. Das Taschentuch wurde um ein Stück 0,4 mm Kupferdraht gewickelt.
Die Spriegel wurden aus 0,8 mm Neusilberdraht gelötet. Details zur Anfertigung dieser Teile gibt es in der Baubeschreibung der P2-Pickup's.
Fenstereinsätze:
Bei den Cabrioumbauten wurden die einzelnen Scheiben entweder mit Stabilit-Express oder glänzendem Klarlack eingeklebt. In beiden Fällen müssen die Klebekanten der Scheiben mit z.B. 600er Schleifpapier angeschliffen werden. An den Klebekanten der Karosserie wurde die Farbe bis auf das blanke Metall entfernt. Mit glatten Klebeflächen ist keine dauerhafte Verbindung möglich.
Aus Vacu-Teilen ausgeschnittene Fenster werden mit doppelseitigem Klebeband wieder befestigt. Gut geeignet dafür ist Tesa Foto-Film. Das anschleifen oder aufrauhen der Klebeflächen ist nicht nötig. Vorallem auf glatten Flächen hält das Klebeband sehr gut.
Die bei den Bausätzen diverser Hersteller beigelegten Vacu-Teile werden zum Teil durch das zusammensetzen verschiedener anderer Baugruppen fixiert. Beispiele dafür sind u.a. der Opel Blitz von Gollwitzer und das Kapitän 1951 Cabrio von Tin Wizard. Die Fixierung der Verglasungen erfolgt durch die Armaturenbretter. Genaues zuschneiden der Vacu-Teile und exaktes, wiederholtes anpassen der Bauteile sind für einen guten Sitz der Fenster unbedingt notwendig.
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Für die Überrollkäfige wird Draht zum zusammenbinden von Blumen verwendet. Dieser Draht ist ca. 1,2 mm dick. Der eigentliche Draht an sich, ist ca. 0,8 mm stark. Zusätzlich ist das Metall dann mit einer grünen Kunststoffschicht beschichtet.
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Drei meiner P1 Umbauten.
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