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Ein Brennstofftransporter auf Basis des Opel Blitz 3t S.
Die wichtigsten Daten zum Bausatz:
Eine Anmerkung: Der von mir gebaute Bausatz wurde für 28,60 Euro (inkl. Versand) über ebay erworben. Das war doch etwas günstiger als beim Hersteller....
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| TOP |
Der Gesamteindruck wenn das Ding mal fertig ist. |
| FLOP |
Die fehlende Verglasung und der (Listen)Preis. |
Allgemein:
Der Blitz 3t S mit Tankaufbau unterscheidet sich optisch schon recht deutlich von den üblichen "Blitzen". Die als Kfz. 385 geführten Tankwagen waren bei der Luftwaffe als Flugfeldtankfahrzeuge eingesetzt. Bei den Fernraketenbatterien (V2) wurde der Wagen als Kfz. Pos.Nr. 404 für den Transport von Alkohol (B-Stoff) verwendet.
Der von TVA / Tom-Modell angebotene Teilesatz ist nicht unbedingt für den Anfänger geeignet. Grund: Die für den Tankaufbau zu verarbeitenden Vacu-Teile. Es ist schon einiges Geschick erforderlich um aus dem Vacu-Bogen einen gut aussehenden Aufbau zu schneidern.
Die Spritzgussteile stammen aus dem Italeri-Bausatz vom Opel Blitz 3t S mit Einheitskoffer, Art.Nr. 368. Von den im TVA-Karton befindlichen Spritzlingen bleiben noch diverse Teile für die Bastelkiste übrig.
Mein Wagen stellt ein frühes Luftwaffen-Fahrzeug, Zeitraum ca. Sommer / Herbst 1941 dar. Als Grundlackierung kommt nur eine graue Farbgebung in Frage. Beim Verdeck habe Ich mit Absicht ein etwas helleres Braun gewählt.
Für die Lackierung wurden die Farben von Revell genutzt, ein leichtes Washing erfolgte mit schwarzen Acrylfarben. Der "Staub" wurde mit der Airbrush und mit verschiedenen Kreiden aufgebracht.
Das Fahrgestell:
Wie eigentlich immer: Der Motor, der Kühler und der Reservereifen mit Halterung wurden separat vorlackiert und erst nach der Farbgebung des Rahmens angeklebt. Die Räder wurden auch komplett vorgefertigt und lackiert.
Die Achtloch-Felgen der Vorderreifen aus dem Bausatz wurden durch frühe Sechsloch-Felgen aus der Bastelkiste ersetzt. Diese Felgen lagen ursprünglich im Karton des Ironside-Blitz A. Mein Wagen ist also rundherum komplett alt, also 6-Loch "befelgt". Auf einem Vorbildfoto ist diese Ausrüstung auch zu sehen.
Die Auspuffrohre müssen beidseitig des Topfes etwas gekürzt und teilweise neu gebogen werden. Die Skizze in der Bauanleitung diente als Anhalt. Der Topf wurde am rechten Langträger, mit gebührendem Abstand zum Fahrzeugtank und einem Distanzstück aus Plastiksheet angeklebt. Das Biegen des Krümmerseitigen Rohres erfolgte über einer Kerze.
Das komplette Fahrgestell wurde mit einem etwas aufgehellten Panzergrau lackiert.
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Die Motorhaube und das Führerhaus:
Die Spritzgussteile der Motorhaube wurden nach der Anleitung zerschnitten. Beim zusammenkleben der Hauben-, Armaturenbrett- und Boden-Teile muss man sehr sorgfältig arbeiten. Ansonsten passt die neue Kabine später nur nach erheblichen Feil- und Anpassungsarbeiten auf die Bodenplatte.
Die Peilstäbe wurden, wie eigentlich immer, durch Eigenbauteile aus Draht ersetzt. Einziges Bordwerkzeug ist der an der Beifahrerseite angeklebte Wagenheber.
Die Sitzbank wurde mit einigen Streifen Plastiksheet etwas erhöht, die Rückenlehne wurde etwas abgefeilt. Am Armaturenbrett wurde eine Waffenhalterung aus 0,4 mm Kupferdraht eingeklebt. Darin befindet sich ein Karabiner 98k der aus einem der bislang schon montierten Blitz-Bausätze stammt.
Die Instrumente, die Schalthebel und das Lenkrad wurden farblich abgesetzt. Eine weitergehende Detaillierung des Innenraumes kann man sich getrost schenken. Die relativ kleinen Fenster lassen keinen sonderlich grossen Einblick zu. Und offen lässt sich die Kabine leider nicht darstellen.
Etwas diffizil ist das Entgraten vom separat in die Kabine einzusetzenden Fensterrahmen der Frontscheibe. Das verwendete Giessharz ist recht spröde und bricht sehr leicht. Übrigens fehlte beim feilen der typische Resin-Geruch den wohl jeder kennt. Keine Ahnung was das hier für ein Zeug ist.
Die Verglasung der Kabine wurde aus Cellon (Blister-Verpackungen) ausgeschnitten und nach dem lackieren mit Zweikomponentenkleber (Stabilit-Express) eingeleimt.
Im Karton liegt zwar der komplette Verglasungsgussast vom Italeri-Einheitskoffer, gebrauchen kann man davon aber nur die Scheinwerfergläser und den Aussenspiegel. Für die Kabine muss man sich schon selbst etwas einfallen lassen, der Bausatz bietet hier nichts an. Weder Rohmaterial noch fertige Teile.
Die Giessharzteile für die Winker (simple Klötze) blieben gleich am Gussast. Wesentlich besser sind die Winker-Bauteile B101 und B102 am Spritzgussast von Italeri. Die werden normalerweise am Kofferaufbau angeklebt.
Bei mir erhielten beide Teile je einen zweiarmigen Halter aus 0,3 mm Draht. Auf der Fahrerseite wurden zusätzlich noch zwei Drähte für den Zusatzscheinwerfer und den Aussenspiegel angeklebt.
Der Zusatzscheinwerfer bekam noch das Glas von einem der Frontscheinwerfer (Die haben nur Tarnblenden). Das Anschlusskabel wurde aus schwarzem Zwirn angefertigt. Beide Winker wurden an der Kabine in je zwei 0,4 mm Bohrungen mit Stabilit eingeklebt.
Bei den Scheibenwischern ist ebenfalls wieder Eigeninitiative angesagt. Der Bausatz bietet dafür auch keine Teile. Wie üblich wurden die Wischer aus dünner Kupferlitze gelötet und schwarz lackiert. Zur Befestigung wurden zwei Löcher über den Frontscheiben gebohrt. Als Anhalt diente das Deckelbild.
Der Tankaufbau:
Wer noch nichts mit Vacu-Bausätzen zu tun hatte, sollte sich vielleicht erstmal hier umschauen: Bei airmodel.de. Bei diesem Anbieter von Vacu-Teilen kann man einiges zum Thema nachlesen.
Die Einzelteile wurden mit einem scharfen Messer vorsichtig aus dem "Bogen" ausgeschnitten. Fast alle Kanten wurden mit Streifen von Plastiksheet (Reste des Bogens) verstärkt. Auf keinen Fall darf zuviel Kleber verwendet werden. Sonst "brät" man sehr schnell ein Loch in die Teile.
Beim Verkleben ging Ich in folgender Reihenfolge vor:
Nach dem vollständigen aushärten wurden alle Klebestellen mit Revell Plasto verspachtelt und gründlich verschliffen. Für die Spachtel- u. Schleifarbeiten sollte man sich wirklich viel Zeit nehmen. Das saubere überarbeiten der Klebenähte ist entscheidend für den Gesamteindruck.
Die Aufstiegsleiter wurde in vier neu erstellten Bohrungen mit Stabilit eingeleimt. Einige Handgriffe wurden durch 0,4 mm Drähte ersetzt. Am Schlauchfach auf der Fahrerseite wurden zwei aus Draht gefertigte Halter angebracht. Auf das aufschneiden und das einlegen von "Schläuchen", z.B. aus schwarzer oder grauer Kabelisolierung, habe Ich bewusst verzichtet.
Am Rückleuchten / Kennzeichenbauteil wurde ein aus Plastiksheet gebautes Tarnrücklicht angebracht.
Das auf dem Dachaufbau angebrachte Teil soll das Anhängerdreieck darstellen. Zumindest bei meinem Wagen, das Schild wurde entsprechend bemalt. Oder gab es eine spezielle Kennzeichnung, in der Art einer "Pulverflagge", bei den LKW die brennbare Flüssigkeiten transportierten? Die Bauanleitung schweigt sich hier leider auch mal wieder aus.
Sonstiges:
Vom Decalbogen wurden nur die beiden Nummernschilder verwendet. Auf zwei vorliegenden Vorbildfotos sind keine Aufschriften "Feuergefährlich" zu sehen. Also habe Ich auf die Anbringung verzichtet.
Eigentlich müssten auf der Fahrertür die zulässigen Gewichte und Lasten verzeichnet sein. Ein Decal dafür gibt es aber leider nicht.
Fazit:
Mit etwas Übung geht der Bau des Modells relativ leicht von der Hand. Beim Bau der Motorhaube ist genaues Arbeiten absolut notwendig. Sonst sind Probleme bei der Anpassung der Kabine vorprogrammiert.
Der Aufbau aus Vacu-Teilen ist mit Sicherheit nicht jedermanns Sache. Man sollte sich sehr viel Zeit dafür nehmen. Lieber langsam und präzise schneiden als einmal zu schnell, und dafür dann kräftig reingesäbelt. Und das geht bei Vacu's sehr schnell....
Die fehlenden Bemalungshinweise der Bauanleitung sind etwas ärgerlich. Vorbildfotos sind rar und meistens von mieser Qualität.
Die Decals lassen lediglich die Markierung eines Fahrzeuges zu. Ein bisschen arg wenig. Ein paar Nummernschilder müssten doch noch machbar sein.
Der Listenpreis von 40 Euro ohne die ev. anfallenden Versandkosten ist schon ziemlich happig. Die Schmerzgrenze ist beim Preis / Leistungsverhältnis doch überschritten.
Etwas positives noch: Einige der Spritzgussteile bleiben übrig und bereichern erstmal die Bastelkiste. Der enthaltene Antennenmast samt Zubehör ist schon verplant....
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