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Ein später Blitz 3t S mit einem Kofferaufbau mit Werkstatteinrichtung.
Die wichtigsten Daten zum Basis-Bausatz:
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Diverse Ausrüstungsgegenstände der beiden im Karton befindlichen Figuren. |
| FLOP |
Einige grundlegende Details fehlen oder sind falsch. |
Allgemein:
Am Anfang stand die Idee einen Blitz 3t S mit einem Kofferaufbau zu versehen. Da ein Allrad-Funkkoffer bereits gebaut wurde, entstand diesmal ein Werkstattfahrzeug. Der entsprechende Aufbau wurde bereits Mitte 2004 für viel Geld erworben. Dieser Bausatz sorgte für einige Stunden Frust und Ärger....
Die Idee ein spätes Fahrzeug zu bauen, ergab sich durch die Gelegenheit einen MB L701-Bausatz günstig erwerben zu können. Ein passender 8-Loch Felgensatz für ein spätes Fzg. war bereits auf Vorrat angefertigt worden.
Der Umbau des Führerhauses und das umarbeiten der Anbauteile war schon einmal durchgeführt worden, ist also inzwischen schon fast so etwas wie Routine.
Für die Lackierung wurden die Farben von Revell genutzt, das Washing erfolgte mit schwarzen und braunen Acrylfarben von Lukas. Der aus verschiedenfarbigen Kreiden bestehende Staub wurde mittels eines Pinsels aufgebracht.
Das Fahrgestell:
Der Motor, der Kühler, der Auspuff und der Reservereifen samt seiner Halterung wurden separat vorlackiert und erst nach der Farbgebung des Rahmens angeklebt.
Die Halterung für das Ersatzrad entstand im Eigenbau aus diversen Plastikresten. Als Vorbild diente die Halterung die am Italeri Kofferwagen verbaut wird.
Die bei einem späten Blitz notwendigen, zusätzlichen Blattfederpakete an der Hinterachse wurden aus Plastiksheet und Kupferlitze angefertigt. In der Bauteile-Rubrik ist ein Bild dieser Federn zu sehen (Das sind die kürzeren).
Das im Bausatz enthaltene Zugmaul für die Wagenfront wurde vorn stumpf an den Rahmen geklebt.
Die neuen Räder wurden aus diversen Teilen der Bastelkiste gebaut. Diese Räder werden ebenfalls in der Bauteile-Rubrik beschrieben. Ein Ersatz durch die Resinräder von Toro-Model oder die Felgen und Reifen von MR-Modellbau (Art.Nr. 35140) ist aber ebenfalls möglich.
Das Fahrgestell und alle anderen großen Baugruppen wurden mit der schon bekannten Mischung aus weißer Grundierung und Mattschwarz Nr.8 grundiert. Die Decklackierung erfolgte mit einer Mischung aus Sandgelb Nr.16, Afrikabraun Nr.17 und Lederbraun Nr.84 . Die Tarnflecken wurden aus Schwarzgrün Nr.40 und aufgehelltem Lederbraun Nr.84 aufgebracht. Mit diesem Mix wurden auch das Führerhaus und der Koffer nach dem grundieren gebrusht und bepinselt.
Das Bild: Der grundierte Kofferaufbau. Die meisten Anbauteile am Unterboden stammen vom Italeri Kofferwagen Art.Nr. 368. Diese Teile gab es beim Blitz Brennstofftransporter von TVA dazu.
Eine der beiden Werkbänke wurde mit einem Schraubstock aus dem Field Tool Shop von Italeri ausgerüstet. Die Griffe am Werkzeugschrank wurden aus Kupferdraht angefertigt.
Das Führerhaus und die Motorhaube:
Das Führerhaus und die Motorhaube wurden wieder erheblich abgeändert. Die Bastelkiste spendete die Türen, das Rohbauteil für das umgestaltete Dach und die Rückwand. Diese Teile blieben beim Bau des Blitz Tankwagen übrig.
Die Form der innen in der Kabine angeklebten "Profile" ist beim Afrika-Blitz A zu sehen. Statt eines Rückfensters wurde ein 2,5 mm Bullauge mittig eingearbeitet. Die Sitzbank wurde mit einigen Streifen Plastik etwas erhöht, die Rückenlehne wurde etwas abgefeilt.
Im Gegensatz zu den frühen Blitzen, hatte das Führerhausdach der späteren Blech/Holz Mischbauweise eine wesentlich höhere Wölbung. Am Modell wurde dieser Effekt wieder durch das aufkleben, verspachteln und verschleifen mehrerer Streifen und Lagen von Plastiksheet erzielt.
Die Regenleisten über den Türen wurden aus Kupferdraht neu angefertigt und mit Sekundenkleber angeleimt.
Der Führerhausboden ist im Basisbausatz enthalten, dieser musste durch leichtes überfeilen an den Motorvorbau angepasst werden.
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Am Armaturenbrett wurde wieder eine aus Kupferlitze gefertigte Waffenhalterung eingeklebt. Darin befindet sich ein Karabiner 98k aus dem Basisbausatz. Ber Basisbausatz lieferte auch den auf der Sitzbank abgelegten Stahlhelm und den dort deponierten Feldbecher.
Die angespritzten Türgriffe wurden entfernt und aus 0,4 mm Kupferdraht neu angefertigt.
Die kleinen Hauptscheinwerfer entstanden aus den beiliegenden Suppenterrinen-Scheinwerfern. Diese Bauteile wurden mit der Feile auf den Durchmesser der eingeklebten Tarnblenden verkleinert. Die Befestigungssockel wurden aus Plastiksheet und aus 0,4 mm Draht gebaut.
Wie üblich wurden zur besseren Detaillierung noch einige selbstgefertigte Teile montiert:
Der Werkstattkoffer:
Der Bau des Koffers verursachte sehr viel Ärger. Alle Bausatzteile sind aus gelbem Resin zwar sehr dünn, aber zum grössten Teil auch völlig verzogen gegossen. Es dauerte Stunden bis die Teile über einer Kerze so in Form gebracht waren, das alles halbwegs zusammenpasste.
Bei der in allen Ebenen verzogenen Rückwand im Heck half das allerdings nur bedingt. Letztlich musste dieses Bauteil in drei Stücke zerlegt werden. Anschliessend wurden diese Einzelteile "warm" gerichtet und mit Sekundenkleber wieder zusammengesetzt.
Auf dem Bild das den Teilesatz zeigt, ist der Verzug der Teile z.T. deutlich zu sehen.
Der gesamte Aufbau wurde mit Sekundenkleber verleimt. Als "Spachtelmasse" zum verfüllen einiger Fugen wurde Stabilit-Express Zweikomponentenkleber verwendet.
Zusätzlich wurden am oberen Rand des Koffers drei Doppel-T Profile aus Neusilber (Bastelkiste) eingeleimt. Zwei in Querrichtung, das dritte in Längsrichtung zwischen die beiden Querprofile. Das stabilisiert den Wagenkasten. Ausserdem dient das Längsprofil noch als Träger für eine Deckenlampe.
Diese Deckenlampe wurde aus dem Trichter vom Field Tool Shop von Italeri gebaut. Die Zuleitung entstand aus Zwirn, die "Glühlampe" aus etwas UHU-Alleskleber.
An den Innenseiten der Hecktüren wurden noch Werkzeughalterungen angebracht. Die Halter entstanden aus Plastiksheet und 0,3 mm Draht.
Unterhalb des Koffers wurden zahlreiche Teile vom Italeri-Kofferaufbau angeleimt. Diese Bauteile lagen im Karton des Brennstofftransporters von TVA. Angebracht wurden:
Die Winker wurden aus Plastiksheet, 0,3 mm Draht (Halter) und Kupferlitze (Zuleitungen) scratch gebaut.
Am Boden des Koffers wurden vier U-Profile mit Sekundenkleber angeleimt. Mit diesen Profilen ist der Aufbau am Fahrgestell verleimt. In den äusseren Ecken der vordersten und hintersten Profile wurden die vier Hebehaken eingeklebt. Die sehr zierlichen Haken stammen auch vom Italeri-Koffer.
Am hinteren Kennzeichenhalter (links, aus dem Basisbausatz) wurde das obere Rücklicht durch ein aus Plastiksheet gefertigtes Kolonnenfahrgerät ersetzt. Das rechte Licht wurde nicht montiert.
Die Griffe an den äusseren Koffer-Staukästen und den Türen wurden aus 0,3 mm Draht angefertigt. Das Türschild an der seitlichen Tür wurde aus einem Stück Messingblech ausgeschnitten, die lange Griffstange wurde aus 0,6 mm Draht gebogen und eingeleimt.
Die Trittstufen unterhalb der Seitentür wurden mit Riffelblech von Extratech belegt.
Unterhalb der Hecktüren wurden zwei röhrenförmige Halter angebracht. Darin kann die Aufstiegsleiter eingesteckt werden. An der Leiter wurden zwei entsprechende Stifte angeleimt. Ausserdem wurde die oberste Stufe mit einem Stück Plastiksheet verbreitert.
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Das Bild: Die unlackierten Spritzlinge aus dem Bausatz "Field Tool Shop" von Italeri, Art.Nr. 419 . Wenn Ihr auf das Bild klickt, wird das Foto vergrössert. |
Der Innenausbau, die Inneneinrichtung und das Werkzeug:
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Die Werkbänke und Schränke stammen aus dem Bausatz von Peddinghaus, die meisten Werkzeuge lieferte der schon erwähnte Bausatz "Field Tool Shop" von Italeri.
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Der Amboss und der Reisigbesen stammen aus Kofferbausatz von Peddinghaus. Die ebenfalls beiliegenden Gasflaschen samt Armaturen kamen in die Bastelkiste.
Aus dem Field Tool Shop wurden verwendet:
Die Axt stammt wieder aus den Restteilen vom Brennstofftransporter.
Die kleinen Werkzeuge wurden auf den Tischen und Werkbänken verteilt, zum Teil aber auch an den Halterungen an den Hecktüren verstaut. Die grösseren Gerätschaften wurden im Raum und unter den Tischen verteilt.
Der Innenraum des Koffers erhielt einen mittelgrauen Anstrich. Der Fussboden bekam zusätzlich noch eine schmutzig-braune Bemalung. Die Innenseiten der Hecktüren wurden in der äusseren Wagenfarbe gestrichen.
Das Dach vom Koffer ist abnehmbar ausgeführt, also einfach nur aufgesteckt.
Sonstiges:
Die Kennzeichen wurden einem Decalbogen vom Italeri-Blitz S entnommen.
Fazit:
Der Umbau des Basisbausatzes fällt etwas aus dem üblichen Rahmen. Ausser den Rädern mussten schliesslich noch die Zusatzfedern, der Ersatzreifenhalter und weitere Teile scratch gebaut werden. Aber es muss ja nicht unbedingt ein später Wagen werden.
Vom teuer bezahlten Kofferaufbau von Peddinghaus kann Ich nur abraten. Der heftige Verzug der Teile sorgte für einige Stunden frustrierende Arbeit. Einige Erfahrung im Umgang mit derartig vergurkten Teilen ist absolut notwendig. Ansonsten landet der Krempel garantiert in der nächsten Ecke.
Anbauteile für den Unterboden gibt es gar nicht. Weder Staukästen noch sonst irgendetwas. Hier ist man auf Ersatzteile oder den Eigenbau angewiesen.
Der Umbau eines Funkkoffers von Italeri ist nicht viel schwieriger als das richten und zusammensetzen der Kleinserienteile. Eine zweiflügelige Hecktür mit Rahmen kann aus Plastiksheet leicht angefertigt werden. Der Bau einer Treppe ist auch nicht sonderlich schwierig. Die Schränke und Tische stellen einen halbwegs begabten "Eigenbauer" auch nicht vor unlösbare Probleme.
Die Kosten:
Wie oben schon erwähnt: Der späte Blitz S wurde im August 2004 bei SGK-Modellbau in Braunschweig für 10,46 Euro eingekauft.
Für den Werkstattkoffer von Peddinghaus wurden unangemessene 45 Euro berappt (über ebay). Auf dem Karton war übrigens ein Preis von 70 Euro angegeben....
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