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Das von mir montierte Maultier mit einem speziell ausgerüsteten Kofferaufbau.
Die wichtigsten Daten zum Basis-Bausatz:
Einige Anmerkungen: Der Bausatz entspricht weitgehend dem alten Maultier Art.Nr. 221 . Unterschiedlich sind die Decalbögen. Der vom 6221 ist wesentlich erweitert und ergänzt worden. Absolut zu empfehlen. Ich erwarb von diesem Bausatz bereits im Mai 2004 drei Stück. Bei einen Stückpreis von 10,90 Euro musste man einfach zuschlagen....
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Das bewegliche hintere Kettenlaufwerk. |
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Der Zusammenbau des Führerhauses und die Vinylketten. |
Allgemein zum Vorbild:
Ein Opel Maultier mit einem Kofferaufbau fehlte noch in der 1:35 Modellsammlung. Es war gar nicht so einfach ein entsprechendes Vorbildfoto eines derartigen Fahrzeuges zu finden. In dem Buch "Lastkraftwagen der Wehrmacht" von Reinhard Frank findet sich ein Bild von einem Maultier mit einem Kofferaufbau und der Ausrüstung eines Leitstrahl Geräte-Kraftwagen. Das Fahrzeug dürfte zu einer Fernraketen-, also V2-Einheit gehört haben.
Das Buch wird übrigens auf der Literatur-Seite kurz vorgestellt.
Die Maultiere mit Kofferaufbau wurden auch als Sankra ausgerüstet. Von einem derartigen Fahrzeug war jedoch lediglich ein Bild eines Wagens auf Ford-Basis zu finden.
Allgemein zum Modell:
Das verwendete Basis-Modell wurde mit einem von Italeri stammenden Koffer ausgerüstet. Für den äusseren Umbau und die teilweise eingebaute Innenausstattung wurden diverse Teile aus der Bastelkiste genutzt.
Auf dem Vorbildfoto ist deutlich zu sehen das das Maultier eine helle, also dunkelgelbe Farbgebung trägt. Tarnflecken sind keine aufgebracht. Für die Lackierung wurden wieder die Enamel-Farben von Revell verwendet.
Die Alterung wurde nur sehr dezent mit schwarzer Acrylfarbe ausgeführt. Der Staub wurde aus diversen Kreiden gewonnen.
Das Fahrgestell:
Das reine Fahrgestell wurde weitgehend nach der Bauanleitung montiert. Der Motor, der Auspuff und der Kühler wurden wie üblich separat bemalt und erst nach der Lackierung des Rahmens angebracht.
Die Einzelteile der Carden-Loyd Laufwerke wurden ebenfalls separat bemalt, zusammengebaut und am Rahmen angeklebt. Die hinteren 4-Loch Leiträder aus dem Basis-Bausatz wurden durch 6-Loch Speichenräder aus der Bastelkiste ersetzt. Diese Ausrüstung entspricht dem verwendeten Foto.
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Das Bild: Die von Legend aus Resin gefertigten Muttern diverser Art, Art.Nr. LF1040 . Wenn Ihr auf das Bild klickt, wird das Foto vergrössert. |
Die Vorderräder aus dem Bausatz wurden durch Resin-Teile von Azimut ersetzt. Die beiden Räder waren eigentlich Ersatzreifen. Diese Ersatzreifen wurden mit Teilen von Italeri und Legend (Radmuttern) zu vollständigen Rädern aufgerüstet.
Die Träger für die Pritsche wurden nicht angeklebt. Der Kofferaufbau wurde später direkt auf den drei angespritzten Querträgern aufgeleimt.
Die vorderen Abschlepphaken wurden mit den Öffnungen nach unten und mittels zweier Distanzplatten (Plastiksheet) angeleimt. Die Sicherungen über den Öffnungen wurden aus 0,3 mm Draht angefertigt.
Lackiert wurde mittels der Airbrush mit einer Mischung aus Sand Nr.16 und Afrikabraun Nr.17 .
Die Ketten:
Die einzelnen Kettenglieder wurden nach dem austrennen aus den beiden Spritzlingen zunächst zu jeweils vier grösseren Segmenten (pro Wagenseite) zusammengeleimt. Zum austrennen sollte unbedingt ein sehr scharfes Messer verwendet werden. Das erspart einem später einiges an Feilarbeit an den "Angüssen".
Nach der Lackierung der Segmente erfolgte der Einbau, sprich das einleimen im vollständig fertiggestellten Kettenlaufwerk. Die Segmente wurden mit Sekundenkleber sowohl untereinander, als auch an den Rädern massiv verklebt. Alle Klebestellen wurden nach dem aushärten noch einmal farblich etwas nachbehandelt.
Eigentlich hätte Ich lieber eine Friul-Kette eingebaut. Dafür fehlte aber schlicht und einfach mal wieder das nötige Kleingeld. Immerhin kosten die rund 28 Euro....
Die Kabine:
Am Führerhaus wurden die schon hinläglich bekannten Arbeiten ausgeführt. Die Sitzbank in der Kabine wurde auf einem Rahmen aus einigen Streifen Plastiksheet etwas höher montiert. Die Lehne wurde in der Höhe etwas verkürzt. Die Profile an der Innenseite der Führerhausrückwand wurden aus Plastiksheet ausgeschnitten und aufgeleimt.
Am Armaturenbrett wurde eine Waffenhalterung aus Kupferlitze angebracht. Einen darin eingesteckten Karabiner 98k spendete die Ersatzteilkiste.
Auf der Sitzbank wurden noch eine MPi 40 mit Magazintasche, ein Stahlhelm und ein Essgeschirr deponiert. Diese Teile, von Italeri und Tamiya gefertigt, wurden der immer gut sortierten Zubehörkiste entnommen.
Die am Boden"blech" angespritzte Pedalerie wurde aus Kupferdraht und Blech neu angefertigt.
Die Kabine wurde mit einigen Entfeinerungen versehen. Die Leisten an den Motorhauben, seitlich am Teil 15, wurden schon vor dem verleimen mit den Seitenteilen abgefeilt und später verspachtelt und verschliffen. Ausserdem wurden diverse "frühe" Bauteile und Ausrüstungen nicht montiert. Im einzelnen:
Der "Opel Blitz"-Schriftzug auf dem Kühler wurde übrigens beibehalten.
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Der Gepäckträger entstand aus 0,3 mm Draht und etwas Plastiksheet. Im Gepäckträger wurden drei Kanister und ein Wagenheber untergebracht. Zu viele, aber vor allem zu schwere Teile sollte man da allerdings nicht hineinstopfen.
Die beiliegende Frontscheibe war ziemlich verschliert. Eine neue Scheibe wurde aus Cellon (Verpackungsmaterial) ausgeschnitten. Die Seitenscheiben wurden geöffnet dargestellt.
Ausserdem wurden noch die üblichen selbstgefertigten Teile aus Draht und Blech angebracht:
Von den Schanzwerkzeugen, Spaten und Spitzhacke, wurde nur der Spaten in den Halter gesteckt, die Hacke fehlt. Auf dem genutzten Vorbildfoto fehlt dieses Werkzeug auch.
An der Fahrerseite wurde noch eine zusätzliche Gerätetür "eingebaut". Quasi dort wo sonst die Axt angebracht wird. Die Maße entsprechen der hinteren Gerätetür der linken Wagenseite. Verwendet wurde Plastiksheet verschiedener Stärken, etwas Kupferlitze und zwei Scharniere aus dem von mir oft verwendeten Ätzteilsatz 35A39 von Aber.
Das Kolonnenfahrgerät mit Kabel entstand im Eigenbau aus Plastik, Blech und Kupferlitze.
Die vier Erdungsanker wurden aus Gußästen und den Gewinden diverser Selbstschneideschrauben gebaut. Die Halter am Koffer wurden aus Plastik (oben) und Blech (unten) gebaut. An den oberen Haltern wurden noch zwei selbstgefertigte Vorhängeschlösser montiert.
Die vorderen Kettenschutzbleche stammen vom verwendeten Basis-Maultier.
Im Innenraum wurden zwei große Kabeltrommeln eingeklebt. Die Trommeln wurden aus den Wagenrädern einer Feldküche von Academy und einigen Gußästen gebaut. Die Räder blieben beim Bau des Blitz Küchenwagen übrig. Als Kabel wurde gefärbte Paketschnur verwendet.
Nach dem Einleimen der Scheiben wurden zwei der Fenster noch mit einem Sichtschutz versehen. Dafür wurde gefärbtes Papier genutzt.
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Das Bild: Der Kofferaufbau in einem frühen Rohbaustadium. Die beiden Kabeltrommeln sind bereits eingeleimt. Am oberen, äusseren Rand sind die aufgeleimten Plastikstreifen der Dachverlängerung zu sehen. Die zahlreichen Spachtel- und Schleifarbeiten kann man wohl nicht übersehen. Die Heckpartie wurde auch völlig überarbeitet. |
Nach dem bemalen und einrichten des Innenraumes, sowie nach dem verglasen, wurden die Scheiben von aussen abgeklebt. Die Dachränder wurden rundherum, nach unten, um jeweils 5 mm verlängert. Anschliessend wurde das Dach fest mit dem Aufbau verklebt. Nach dem aushärten des Klebers wurden der "Deckel" und die neuen Ränder noch verspachtelt und verschliffen.
Der Aufbau wurde aussen vollständig in Dunkelgelb lackiert. Der Innenraum bekam einen hellgrauen Anstrich. Die Kabeltrommeln und die Erdungsanker wurden Weißaluminium gestrichen. Die Vorhängeschlösser wurden dunkelgrau und eisenfarbig angepinselt.
Die befestigung des Koffers auf dem Fahrgestell erfolgt durch drei am Boden angeleimte U-Profile. Die gehörten zu den Bauteilen vom Kofferaufbau dazu.
Sonstiges:
Die Kennzeichen (WH-1453584) wurden aus diversen Decalsätzen von Italeri und Elefant zusammengestückelt. Die Aufschriften auf den Staukästen und auf der Fahrertür wurden dem Decalbogen vom Basisbausatz entnommen.
Fazit:
Ein interessantes Fahrzeug das bei der Umsetzung ins Modell einige Arbeit erfordert. Die Anfertigung der Kabeltrommeln und der Bau der Erdanker dürfte wohl nicht jedermanns Sache sein. Der Bau der winzigen Vorhängeschlösser hat auch schon einen gewissen Reiz....
Beim Umbau des Koffers muss ebenfalls noch viel Arbeitszeit investiert werden. Fertige Teile die dem Vorbild halbwegs entsprechen, gibt es halt nicht.
Die Optik des fertiggestellten Modells rechtfertigt den Aufwand meines erachtens aber. Ein einem konkreten Vorbild entsprechendes Opel-Maultier mit Koffer im Maßstab 1:35 hat wohl nicht jeder in der Vitrine stehen. Oder etwa doch?
Die Kosten:
Wie schon erwähnt: Der Basis-Bausatz 6221 von Italeri wurde bereits im Mai 2004 vor Ort für 10,90 Euro erworben. Ein echtes Sonderangebot, eingekauft bei Modellbau Kölbel in Braunschweig.
Die Einzelgliederketten wurden ebenfalls in jenem Monat / Jahr eingekauft. Bei Kölbel waren dafür 5,90 Euro zu berappen.
Die restlichen Teile stammen halt aus der bestens sortierten Bastelkiste. Wer den Kofferaufbau separat erwerben muss, sollte nochmal rund 15 Euro für einen Blitz-Kofferwagen von Italeri (Art.Nr.368) einkalkulieren.
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