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Opel Kapitän 1939 im Maßstab 1:35

Opel Kapitän 1939
Der von mir erstellte Opel Kapitän, Modell 1939, Maßstab 1:35.


Die wichtigsten Daten zum Basis-Bausatz:

Material:

Der Teilesatz
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Meine persönliche Bewertung:  
Schwierigkeitsgrad
Fahrzeugdetails
Paßgenauigkeit/Verarbeitung
Bauanleitung
Preis/Leistungsverhältnis

TOP

Die Form der Karosserie.

FLOP

Der Bausatz enthält keine Verglasung.


Meine Version dieses Bausatzes

Allgemeines zum Vorbild und zum Modell:
Der Opel Kapitän aus dem Modelljahrgang 1939 wurde in zahlreichen Exemplaren auch bei der Wehrmacht bei allen Teilstreitkräften eingesetzt. Dabei gab es mehrere Karosserievarianten, Cabrios waren auch im Angebot. Die viertürige Limousine war auch mit einem Stoffschiebedach lieferbar. Ab 1947 wurde der Wagen, in leicht veränderter Form, wieder in Rüsselsheim produziert.
Ein viertüriger Wagen mit Schiebedach war das Vorbild für mein Modell. Ein entsprechendes Foto fand sich in dem Buch "Opel Militärfahrzeuge 1906 - 1956". Das Werk wird auf meiner Literaturseite kurz vorgestellt. Das Bild zeigt einen Kapitän einer Versorgungseinheit die der Panzergruppe Kleist zugeordnet war. Das Foto dürfte den Wagen im Sommer 1941, spätestens 1942 in Russland zeigen.
Für das Modell kam nur die dunkelgraue Farbgebung in Betracht. Ein Tarnanstrich wird nicht aufgebracht. Lackiert wurde mit den Enamelfarben von Revell, mittels der Airbrush und den Pinseln. Die Alterung wurde mit schwarzen und braunen Acrylfarben ausgeführt. Der Staub wurde aus diversen Kreiden gewonnen, für blankes Metall wurde ein 4B Bleistift genutzt.

Opel Kapitän 1939

Das Fahrgestell und die darauf befindliche Innenausstattung:
Auf dem Bauteil vom Fahrgestell wurden auch einige Teile der Inneneinrichtung aufgeklebt. Die Sitzbänke mussten lediglich entgratet werden. Der mittige Schalthebel wurde aus Draht neu angefertigt. Der Knauf wurde aus Stabilit-Express geformt. Die neu angefertigte Pedalerie entstand aus Plastikresten im Eigenbau.
Die beiden Federpakete der Hinterachse waren sehr unsauber gegossen. Eine Luftblase musste mit Stabilit vergossen werden. Die Räder sind einteilig ausgeführt, separate Reifen gibt es nicht. Die Angüsse liegen etwas ungünstig.
Der Einbau der komplettierten Hinterachse und der vorderen Achsschenkel sollte gleichzeitig erfolgen. Ansonsten besteht die Gefahr das später eines der Räder in der Luft hängt. Beim verkleben der Räder mit dem Fahrgestell wurde eine Glasplatte als Standfläche benutzt. Die Vorderräder können auch eingeschlagen dargestellt werden.
Das aufgebohrte Auspuffendrohr wurde aus einem Stück Rundplastik gebaut.
Das gesamte Fahrgestell wurde zunächst komplett Mattschwarz gebrusht. Die Radkappen und die Innenseiten der Räder wurden später in der Karosseriefarbe abgesetzt. Die Auspuffanlage und die angegossene Ölwanne erhielten einen mit etwas schwarz versetzten, eisenfarbigen Anstrich.
Der Innenraum bekam einen mittelgrauen Anstrich. Die Sitzpolster wurden in einem leicht glänzenden, hellbraunen Farbton gestrichen.

Opel Kapitän 1939 im Rohbau Opel Kapitän 1939 im Rohbau Opel Kapitän 1939 im Rohbau Opel Kapitän 1939 im Rohbau

Die Bilder: Vier Fotos aus der Bauphase. Wenn Ihr die Vorschaubilder anklickt, werden die Aufnahmen vergrössert und weitere Informationen angezeigt. Alle Bilder befinden sich in einer Datei.


Der Aufbau:
Der Wespe-Bausatz bietet die Option die vorderen Türen geöffnet darzustellen. Entsprechende zusätzliche Türen liegen dem Bausatz bei. Die geschlossen dargestellten Türen an der Karosserie müssten natürlich vorher ausgesägt werden. Ich habe darauf verzichtet. Das offene Dach genügte mir.
Da mein Wagen ein Schiebedach erhalten sollte, musste zunächst eine Öffnung in das Dach eingearbeitet werden. Zwei im Dachausschnitt in Längsrichtung eingeklebte, L-förmige Führungsschienen wurden aus Ätzteilresten angefertigt.
Das geöffnet dargestellte Faltdach wurde aus einem mehrfach lackierten Stück Papiertaschentuch und einem Stück Draht gebaut.
Der vorn links angebrachte Notek-Tarnscheinwerfer stammt aus dem Bausatz vom Sd.Kfz. 251/22 von AFV-Club. Der Halter wurde aus einem Stück Blech ausgeschnitten, für die Zuleitung wurde Kupferlitze genutzt.
Der vordere Kennzeichenhalter wurde aus einem Ätzteilsatz von Elefant entnommen. Das etwas schief hängende Nummernschild entspricht dem Vorbildfoto.
Beim entgraten der beiden feinen Stoßstangen muß man vorsichtig zu Werke gehen. Beide Teile waren aus sehr sprödem Resin gegossen. Vorallem die Halterungen entpuppten sich als sehr bruchempfindlich....

Opel Kapitän 1939 Opel Kapitän 1939

Der am Heck angebaute Kennzeichenhalter wurde verändert, sprich: völlig neu erstellt. Eine Halterung wurde aus einem Stück Blech angefertigt. Daran befindet sich wieder ein Nummernschildblech aus Messing von Elefant. Das darüber befindliche Kolonnenfahrgerät wurde scratch aus Plastik und Blech gebaut. Als Anschlußkabel dient wieder etwas Kupferlitze.
Die Scheibenwischer, Ätzteile von Schuco, fanden sich in meiner 1:43 Ersatzteilkiste. Die Arme mussten etwas gekürzt werden. Der Basis-Bausatz von Wespe bietet keine Scheibenwischer an.
Der Innenspiegel wurde aus Blech und Draht gelötet. Eine kleine Kurbel, für das Faltdach, wurde aus 0,3 mm Draht gebogen, lackiert und angeklebt.
Eine Verglasung sucht man in diesem Bausatz ebenfalls vergebens. Alle Scheiben wurden aus sehr dünnem Plastiksheet ausgeschnitten. Die Frontscheiben wurden passgenau ausgeschnitten und eingeklebt, die Seiten- u. Heckscheiben wurden hinterlegt. Die Scheiben sitzen beim Vorbild auch recht tief in den Karosserieteilen. Das anfertigen der Glasteile war eine sehr diffizile und zeitraubende Arbeit. Beide Glasteile der Fahrertür wurde geöffnet dargestellt.
Der Innenanstrich erfolgte in einem etwas helleren Grauton. Die Instrumente am Armaturenbrett, die inneren Türgriffe und die angedeuteten Fensterkurbeln wurden farblich abgesetzt. Das Armaturenbrett und das Lenkrad wurden bereits vor dem Einbau vollständig bemalt.

Opel Kapitän 1939

Die weitere Ausrüstung:
Im Innenraum wurden noch die bei meinen Modellen schon obligatorischen Gegenstände und Ausrüstungen deponiert. Alle Teile wurden mit dem Pinsel in diversen Farbtönen aus dem Revell-Programm lackiert. Im einzelnen:

Die Kennzeichen und Anschriften:
Der Bausatz von Wespe enthält keine Decals. Hier ist also auch wieder Eigeninitiative gefragt.
Auf dem verwendeten Vorbildfoto ist das Nummernschild (WH-794782) gut lesbar. Das weiße "K" der Panzergruppe Kleist ist ebenfalls deutlich zu erkennen. Die Ziffern auf dem Kennzeichen wurden mit einem Bogen von Elefant erstellt. Alle restlichen Aufschriften, auch das "WH", wurden aus verschiedenen Bögen von Italeri ausgeschnitten.
Was fehlt: Die Lastanschriften auf der Fahrertür. Da habe Ich nichts auch nur halbwegs passendes gefunden.

Opel Kapitän 1939

Fazit:
Ein Bausatz für die Fortgeschrittenen der einen etwas zwiespältigen Eindruck hinterlässt. Einerseits bietet der Teilesatz eine sehr interessante Vorbildauswahl. Das ist doch mal etwas anderes als der x-te Tiger I. Andererseits verfügt der Bausatz über eine nur sehr mickrige Ausstattung. Keine Scheiben, keine Scheibenwischer, keine Decals....
Die zusätzlichen Türen für Fahrer und Beifahrer reißen da auch nichts raus.
Die fehlende Verglasung ist für mich nicht akzeptabel. Zumindest müsste bei dem recht hohen Preis wenigstens ein einfaches Vacu-Teil enthalten sein. Die Gußqualität der großen Bauteile, Aufbau und Fahrgestell, war sehr gut. Dagegen fielen die Kleinteile deutlich ab. Scheinbar sind die Gußformen mittlerweile wohl etwas verschlissen.
Wenn man ein ansehnliches Modell auf die vier Räder stellen möchte, muß man schon eine erhebliche Portion Arbeit investieren.
Über den Preis kann man sicherlich auch streiten. Die im Normalfall verlangten knapp 60 Euro sind jedoch definitiv zu viel für das gebotene.

Opel Kapitän 1939

Die Kosten:
Der Bausatz wurde im Mai 2006 für 47,95 Euro erworben. Davon wurden noch 15% Rabatt durch den Verkäufer abgezogen. Ein echtes Sonderangebot, eingekauft beim Modellbau-König (Bauske) in Delmenhorst. Ansonsten sind für den Teilesatz, wie erwähnt, knappe 60 Euro zu löhnen.

Der Blitz 3t S Küchenwagen und der Kapitän 1939

Das Bild: Links der Opel Blitz 3t S Küchenwagen und rechts der Opel Kapitän 1939.


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Copyright © in 2007 by Rik *Berti* Hartl