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Der Kartondeckel des MB Lizenz-Blitz mit dem Holzvergaser.
Die wichtigsten Daten zum Bausatz:
![]() (Der Teilesatz im Gesamtüberblick, zum vergrössern bitte anklicken !) |
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| TOP |
Die Holzgasanlage. |
| FLOP |
Die schlechten, bzw. falschen Felgen. |
Allgemeines zum Vorbild und zum Modell:
Wie schon mal erwähnt: Während der Kriegszeit mussten in Deutschland zahlreiche zivile Kfz mit Holzgasanlagen oder mit Flaschengas betrieben werden. Diesel und Vergasertreibstoffe blieben der Wehrmacht und den als kriegswichtig eingestuften Fahrzeugen von Behörden und Rüstungsunternehmen vorbehalten.
Beim Ersatzheer und bei den Heimatdienststellen der Wehrmacht wurden aber auch die alternativen Treibstoffe genutzt. Sehr bekannt sind die mit Flaschengas betriebenen Fahrschulpanzer. Auf Fotos sind auch LKW mit Imbert-Holzgasanlagen, Zivilkennzeichen und "WH"-Kennung auf dem Kotflügel zu sehen.
Auch schon öfter in meinen Baubeschreibungen der im Maßstab 1:35 gehaltenen Opel Blitz 3t erwähnt : Das Vorbild des Italeri-Bausatzes ist eigentlich kein echter Opel Blitz. Der Blitz 3t S mit dem aus Holzplatten gefertigten Einheitsfahrerhaus wurde ab August 1944 nur bei Mercedes-Benz als erzwungener Lizenzbau gefertigt. Opel fungierte lediglich als Zulieferer. Die Kartonbeschriftungen, auch bei der Art.Nr. 6386, könnte Italeri wirklich langsam mal korrigieren. Die Bezeichnung "Coal-Engine" passt auch nicht, "Wooden-gas" trifft es besser....
Ob Ich diesen Bausatz jemals montieren werde, steht noch in den Sternen. In dieser Form wahrscheinlich wohl nicht. Einen L701 mit Holzgasanlage habe Ich schließlich schon erstellt: Mercedes-Benz L701 mit Imbert-Holzgasanlage.
Einige Bilder und Details zum Bausatz:
Der erste Spritzgußrahmen (A) enthält u.a. die Pritsche und den Fahrgestellrahmen mit einigen Anbauteilen, sowie die leider falschen Felgen (frühe 6-Loch) für die Hinterachse und den Reservereifen. Ein Austausch der im Bausatz enthaltenen Felgen und Reifen gegen die Resinräder von z.B. Toro-Model oder die Räder von MR-Models wäre die beste Lösung. Weitere Kleinserienhersteller wie Real-Model, Trakz und Leadwarrior bieten ebenfalls Austauschteile an. Allerdings ist die Beschaffung zum Teil etwas schwierig.
An diesem Spritzling sind auch die neuen Bauteile für die Holzgasanlage und für die etwas modifizierte Pritsche enthalten. In den anderen Blitz-Bausätzen von Italeri, Revell und Heller befanden sich an dieser Position zwei Figuren mit entsprechenden Ausrüstungsgegenständen (Helme, Waffen etc.). Negativ fallen die sehr deutlichen Auswerferstellen an den Innenseiten der Bordwände auf.
Die Gehäuse vom Brennofen und vom vorderen Absitzer sind zweiteilig gespritzt. Um einige Spachtelarbeiten wird man nach dem zusammenleimen der Teile wahrscheinlich nicht herumkommen.
Der zweite Spritzgußrahmen (B) entspricht exakt dem zweiten Rahmen aus dem Bausatz "Opel Blitz Late Version", Art.Nr. 6386, bzw. dem einst von Revell unter der Art.Nr. 03011 angebotenen Teilesatz für den MB L701. An diesem Rahmen befinden sich die Bauteile für das Führerhaus (mit Innenausstattung), für den Motorvorbau und für den Motor. Ausserdem sind einige Teile für das Fahrgestell an diesem Spritzling enthalten.
Auch an diesem Rahmen: Die 8-Loch Felgen für die Vorderräder. Diese Felgen weisen nach wie vor den gleichen Fehler auf wie die Bauteile in den anderen Blitz-Bausätzen von Italeri: Die jeweils acht Radmuttern sind an der falschen Position angespritzt. Die Muttern müssten sich über den Speichen und nicht über den Löchern befinden.
Unverändert geblieben sind auch die für den L701 unpassenden, weil viel zu großen Frontscheinwerfer, samt den zugehörigen Blenden. Der im Bausatz enthaltene Notek-Tarnscheinwerfer (mit Halter) sollte, entgegen der Bauanleitung, schon angebracht werden.
Das Bauteil Nr.97 (Kennzeichenhalter mit Rücklicht) müsste man auch schon etwas überarbeiten. Hier fehlt das über dem Kennzeichenblech befindliche Kolonnenfahrgerät (Nachtmarschgerät). Ein entsprechendes Ersatzteil (zweifach enthalten) liefert z.B. der recht preisgünstig erhältliche, und universell verwendbare Satz "German Tank Accessories" Nr.6424 von Italeri.
Die ersten beiden Seiten der recht ausführlichen Bauanleitung sind aufgeschlagen. Die Bauanleitungen aller Blitze (nicht die der Maultiere) von Italeri, Revell und Heller enthalten einen Fehler. Der Querlenker der Vorderachse muß nach innen, also zur Fahrzeugmitte hin eingebaut werden. Die Vorderachse müsste also entgegen der Skizze um 180 Grad gedreht an den Federn befestigt werden.
Für die Verglasung der Kabine und für die Gläser der Frontscheinwerfer ist ein separat verpackter, klar gespritzter Rahmen (C) vorhanden. Die Scheiben sind allerdings etwas verschliert.
Die aus Vinyl gefertigten Reifen dürften nicht zu übersehen sein. Der achte Reifen wird nicht benötigt und könnte die Bastelkiste bereichern.
Der Decalbogen bietet Markierungen für Sechs Fahrzeuge an. Die Nummernschilder:
Im Beutel mit dem Decalbogen befindet sich auch noch ein kurzes Stück schwarzer Plastikschlauch. Der Schlauch wird an der Holzgasanlage benötigt.
Fazit:
Ein etwas ergänzter, aber in der Grundform nach wie vor alter Teilesatz. Die Chance die Spritzgußformen der Felgen und die der Lampen endlich mal zu überarbeiten, hat Italeri leider vertan.
Um den Erwerb neuer Räder kommt man eigentlich nicht herum. Zumindest dann nicht, wenn man ein gutes Endergebnis erzielen möchte. Die Frontscheinwerfer kann man mit etwas zusätzlicher Arbeit selbst neu gestalten.
Die Montage des Bausatzes dürfte auch für den Anfänger relativ problemlos zu bewältigen sein. Auf alle Fälle dürften die Spritzgußteile von Italeri etwas leichter zu handhaben sein, als die aus Resin gegossenen Bauteile von Calibre35. Siehe auch : Mercedes-Benz L701 mit Imbert-Holzgasanlage. Qualitativ unterscheiden sich die Spritzgußteile nicht sonderlich von den Resin-Teilen. Die Rohrführung ist bei Italeri etwas anders als im Bausatz von Calibre35.
Auf alle Fälle ist dieses "Komplett-Paket" von Italeri bei einem Preis von etwa 14 - 17 Euro finanziell günstiger als die Teile von Calibre35. Für diesen Umrüstsatz müsste man im Durchschnitt, je nach Anbieter, allein schon etwa 21 Euro auf den Tresen legen. Dieses Geld könnte man jetzt in neue Räder investieren.
Wer noch zusätzliche Ätzteile verarbeiten möchte, kann z.B. auf den Satz Nr.35235 von Eduard zurückgreifen. Auf der Website von Eduard werden die entsprechende Umbauanleitung und die Layouts der Platinen zum Download angeboten.
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