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Der von mir montierte MB Lizenz-Blitz mit der Hochpritsche.
Die wichtigsten Daten zum Bausatz:
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Diverse Ausrüstungsgegenstände der beiden im Karton befindlichen Figuren. |
| FLOP |
Einige grundlegende Details fehlen oder sind falsch. |
Allgemein:
Einige Fakten zum Vorbild, zusammengetragen aus diverser Literatur:
Das Vorbild des Italeri-Bausatzes ist eigentlich kein "richtiger" Opel-Blitz. Der Blitz 3t S mit dem aus Spanplatten gefertigten Einheitsfahrerhaus wurde nur bei Mercedes-Benz als erzwungener Lizenzbau ab August 1944 gefertigt. Opel fungierte lediglich als Zulieferer. Die späten, bei Opel gefertigten "Blitze" erhielten zuletzt ein Führerhaus das in Stahl- und Holzmischbauweise gebaut wurde. Die optische Form dieser Kabine unterschied sich nur in einigen Details von der frühen, kompletten Stahlbauweise. Diverse Fotos der Blitze, auch von den MB-Lizenzbauten, gibt es in dem Buch "Opel Militärfahrzeuge 1906-1956" von Eckhart Bartels, zuletzt erschienen im Nebel-Verlag in der Reihe "Dörfler Zeitgeschichte".
Italeri hat es sich mit dem Bausatz etwas sehr einfach gemacht. Einige Abweichungen zum Vorbild:
Die bereits seit 1942 ab Werk bei den "Blitzen" eingebaute Zusatzfederung an der Hinterachse fehlt. Die vorderen Felgen sind in Achtloch-Version ausgeführt, hinten sind jedoch die alten Sechsloch-Felgen verbaut.
Die Scheinwerfer in Suppenterrinen-Bauart müssen durch eine kleinere, vereinfachte Bauart ersetzt werden. Das falsche Armaturenbrett kann man ignorieren. Das ist nach der Fertigstellung eh nur sehr schlecht bis gar nicht mehr zu sehen.
Mit etwas Aufwand, sprich scratch gebauten Teilen, bzw. dem umarbeiten der Bausatzteile, lassen sich einige der Unstimmigkeiten beheben.
Als Grundfarbe kommt nur Dunkelgelb oder eine weisse Wintertarnung in Frage. Das Fahrgestell ist Grau lackiert. S/W Fotos von der Montage der LKW zeigen einen deutlichen Kontrast zw. Fahrgestell und Kabine.
Die aufgebrachten Tarnflecken wurden bei meinem Wagen zur Vorbereitung der Wintertarnung wieder abgewaschen. Der LKW präsentiert sich entsprechend schmuddelig. Schmutz in jeder Ritze.
Für die Lackierung wurden die Farben von Revell genutzt, ein kräftiges Washing erfolgte mit schwarzer und brauner Acrylfarbe. Der "Staub" wurde mit der Airbrush und mit diversen Kreiden per Pinsel aufgebracht.
Das Bild: Das Fahrgestell des abgespeckten Blitz. Über der Hinterachse wurden die oberen Federpakete mit den zusätzlichen Böcken nachgerüstet.
Das Fahrgestell:
Das Fahrgestell wurde zunächst weitgehend aus dem Karton heraus montiert. Der Motor, der Kühler, der Auspuff und der Reservereifen wurden separat vorlackiert und erst nach der Farbgebung des Rahmens angeklebt. Die eigentlich falsche Sechsloch-Felge des Reservereifen kann man getrost ignorieren. Nach dem aufkleben der Pritsche ist die nicht mehr zu sehen.
Die schon erwähnten zusätzlichen Blattfederpakete an der Hinterachse wurden im Eigenbau aus Plastiksheet, Kupferdraht und Litze angefertigt. Da die hinteren Kotflügel fehlen, hat man einen guten Einblick in diesen Bereich. Auf die Anfertigung der Federn sollte also nicht verzichtet werden.
Das im Bausatz enthaltene Zugmaul für die Wagenfront wurde vorn stumpf an den Rahmen geklebt. Warum das, laut Bauanleitung, nicht montiert werden soll, ist mir etwas schleierhaft. Bei den MB-Lizenzbauten war das definitiv angebracht.
Mein Wagen trug zunächst die dem Karton beiliegenden, eher schlecht gemachten Felgen. Im August 2004 wurden die sowieso nur aufgesteckten Räder abgezogen und durch selbst angefertigte Bauteile ersetzt. Die Vorderradfelgen stammen vom Blitz S der im August 2004 auf korrekte, alte "Sechslöcher" umgerüstet wurde. Die Radmuttern wurden abgeschnitten und an der korrekten Position, über den Speichen, neu aufgeleimt. Die neuen Hinterräder wurden dem in der Bauteile-Rubrik beschriebenen Achtloch-Satz entnommen.
Ein Ersatz durch die Resinräder von Toro-Model oder die Felgen und Reifen von MR-Models (Art.Nr. 35140) ist ebenfalls möglich.
Alle großen Baugruppen wurden mit der schon bekannten Mischung aus weißer Grundierung und Mattschwarz Nr.8 grundiert. Der Rahmen behielt diese graue Farbgebung, lediglich der große Staukasten wurde mit einer Mischung aus Sandgelb Nr.16 und Afrikabraun Nr.17 lackiert. Mit diesem Mix wurden auch das Führerhaus und die Pritsche nach dem grundieren gebrusht.
Das Bild: Das montierte und lackierte Fahrgestell. Der Sonderanhänger 51 ist mal probehalber angehängt. Die Reifen sind noch auf die ursprünglichen Felgen aufgezogen die im Karton lagen.
Das Führerhaus und die Motorhaube:
Am Armaturenbrett wurde wieder eine Waffenhalterung aus 0,4 mm Kupferdraht eingeklebt. Darin befindet sich der Karabiner 98k der beim Basisbausatz mitgeliefert wird. Die Instrumententafel wurde komplett vorlackiert und nach der bemalung und verglasung des Führerhauses eingeklebt.
Der Boden der Kabine und die Sitzbank bilden eine Baugruppe. Auf- und unter dem Boden"blech" wurden sämtliche Kleinteile montiert und lackiert. Die ganze Inneneinrichtung konnte später komplett von unten in das mit dem Armaturenbrett ausgerüstete Führerhaus eingeschoben werden. Einige Anpassungs- bzw. Feilarbeiten an der Bodenplatte und den Trittstufen waren allerdings notwendig bis das Teil richtig passte.
Der Innenraum wurde mit dem Pinsel mit diversen Revell-Farben angestrichen. Die Schalt- u. Handbremshebel, die Pedalerie und das Lenkrad bekamen einen mattschwarzen Anstrich. Die Instrumente wurden Mattschwarz und Weiss abgesetzt. Zwei Kontrollleuchten bekamen einen Tupfer roter Farbe. Eigentlich müssten die Instrumente beim Einheitsfahrerhaus mittig angeordnet sein. Das lässt sich im Modell allerdings nur schwer ändern.
Die Türen am Führerhaus stellen mit den jeweiligen Seitenteilen ein komplettes Bauteil dar. Die geöffnete Darstellung der Türen ist ohne grössere Kunstgriffe nicht möglich.
Die Sitzbank und die Kopfstütze des Fahrers an der Rückwand erhielten eine dunkelbraune Lackierung. Ansonsten wurde die Mischung Sandgelb/Afrikabraun verwendet.
Das Bild: Einige Bauteile und Baugruppen.
Der Halter des Aussenspiegels wurde durch 0,4 mm Kupferdraht ersetzt. Die angespritzten Türgriffe wurden entfernt und ebenfalls aus Draht neu angefertigt.
Die Scheinwerfer aus dem Bausatz wurden mit der Feile auf den Durchmesser der Tarnblenden verkleinert und in der Länge etwas verkürzt. Die Befestigungssockel wurden komplett entfernt und durch Halter aus 0,4 mm Draht ersetzt.
Die Pritsche und die Beladung:
Unter dem Pritschenboden wurden die vier senkrechten Halter für die Kotflügel vollständig entfernt. Ansonsten entsprechen die Arbeiten weitgehend denen die auch schon beim "normalen" Blitz-Pritschenwagen ausgeführt wurden:
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Das Bild: Die unlackierten Spritzlinge aus dem Kanisterbausatz von Italeri, Art.Nr.402 . Wenn Ihr auf das Bild klickt, wird das Foto vergrössert. |
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Für die Ladung wurden auch diverse Teile aus der Bastelkiste und dem Basisbausatz genutzt. Der Blitz S-Pritschenwagen diente auch bei der Beladung wieder teilweise als Vorbild.
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Die zusammengerödelte Plane wurde wieder aus zwei Planenbauteilen der Italeri- bzw. Revell-"Blitze" zusammengesetzt. Das zweite Bauteil stammt vom Werkstatt-Maultier
Die an der vorderen Stirnwand angebrachte Sitzbank dient als provisorischer Stand für den MG-Schützen. Auf dem Brett wurden noch einige Patronenhülsen (abgelängter Messingdraht) und ein Trommelmagazin für das MG34 angebracht. Die Waffe und die Magazine stammen aus dem hinlänglich bekannten "Waffensatz Deutsche Infanterie" von Tamiya.
Unter der Sitzbank wurde noch ein aus einer Mullbinde, Draht, Zwirn und viel Farbe gefertigtes Tarnnetz platziert.
Die nicht montierten, holzbraun angestrichenen "Bretter" der anderen beiden Sitzbänke wurden zwischen den Kanistern und der rechten Bordwand verstaut.
Das obligatorische Abschleppseil wurde aus verdrillter Kupferlitze angefertigt.
Der Anhänger:
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Das Bild: Die unlackierten Spritzlinge aus dem Bausatz für die 2 cm Flak 38 mit Sonderanhänger 51 von Tamiya, Art.Nr.35102 . Wenn Ihr auf das Bild klickt, wird das Foto vergrössert. |
Der angehängte Sonderanhänger 51 wurde fast vollständig aus dem Karton heraus gebaut. Die Zugöse wurde durch ein Eigenbauteil aus Blech ersetzt. Lackiert wurde wieder mit der Mischung Sandgelb/Afrikabraun.
Fazit:
Der Bausatz lässt sich relativ einfach montieren, größere Ungenauigkeiten bei der Passform gab es nicht. Die Spachtelmasse wurde lediglich an den Innenseiten der Pritsche und an den Übergängen von der Kühlermaske zu den seitlichen Hauben verwendet.
Einige deutliche Kompromisse im Bezug auf die Vorbildtreue und die Detaillierung muss man beim Bau aus der Schachtel heraus allerdings schon in Kauf nehmen.
Auf die Anfertigung der Federn an der Hinterachse würde Ich nicht verzichten. Für die Scheinwerfer wären auch Teile diverser deutscher, später Panzertypen verwendbar. Neue Räder wären auch zu empfehlen.
Eine gute Basis für diejenigen die eine gewisse Portion Arbeit zu schätzen wissen....
Die Kosten im November 2003:
Alle verwendeten Bausätze wurden im November 2003 bei SGK-Modellbau in Braunschweig erworben.
Den Basisbausatz von Italeri gab es für 15,35 Euro, die Kanister waren dort für 6,50 Euro erhältlich. Die 2 cm Flak wechselte für 7,25 Euro den Besitzer.
Die erwähnten 8-Loch Felgen von MR-Models sind z.B. bei MAKO-Modellbau für 16 Euro erhältlich.
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