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Panzerwerfer 42 auf Opel Maultier Fahrgestell, Sd.Kfz.4/1 von Italeri

Opel Maultier Panzerwerfer 42, Sd.Kfz.4/1 von Italeri
Der von mir montierte 15 cm Werfer auf Basis des Opel Maultier.


Die wichtigsten Daten zum Bausatz:

Einige Anmerkungen: Dieser Bausatz wird vom Hersteller schon seit längerer Zeit nicht mehr angeboten. Ein Vacu-Umbausatz von der Fa. Schmidt für die Maultier-Fahrgestelle ist ebenfalls nicht mehr erhältlich. Das gleiche gilt für einen Resin/Metallbausatz von ADV-Azimut.

Material:

Der Teilesatz
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Meine persönliche Bewertung:  
Schwierigkeitsgrad
Fahrzeugdetails
Paßgenauigkeit/Verarbeitung
Bauanleitung
Preis/Leistungsverhältnis

TOP

Das bewegliche, hintere Kettenlaufwerk und die geöffneten Klappen.

FLOP

Die Vinylketten.


Meine Version dieses Bausatzes

Allgemein:
Ab Mitte 1942 wurden knapp 300 Maultier-Fahrgestelle mit einem gepanzerten Aufbau und einem darauf montierten Zehnfach 15 cm Werfer ausgerüstet. Für die Fahrgestelle wurden ausschliesslich die auf dem Opel Blitz basierenden 2t Gleisketten-LKW verwendet. Im Original sind die Wagen z.B. in Saumur/Frankreich, im Panzermuseum Kubinka bei Moskau und im Kruse Museum in den USA zu sehen (gute Reise).
Diverse Vorbildfots finden sich in den Büchern "Opel Militärfahrzeuge 1906-1956" von Eckhart Bartels, zuletzt erschienen im Nebel-Verlag in der Reihe "Dörfler Zeitgeschichte", und in "Die Maultier Gleisketten-LKW" aus der Serie "Waffen-Arsenal" vom Podzun-Pallas Verlag.
Für sämtliche Lackierungen, egal ob mit dem Pinsel oder der Airbrush, wurden die Enamelfarben von Revell verwendet. Darauf beziehen sich die im Text genannten Farbnummern. Für die Verschmutzungen wurden handelsübliche Acrylfarben aus dem Künstlerbedarf verwendet. Die abgeschabten Stellen an denen das blanke Metall zu sehen ist, wurden mit einem Bleistift der Härte 2B aufgebracht.
Bei meinem Wagen sieht besonders das Heck etwas mitgenommen aus. Ein rostiger Durchschuss im rechten Kettenschutzblech, rostige Lackabplatzer und Kratzer durch Granatsplitter im Bereich der Hecktür. Der Rohrsatz des Werfers ist durch die Treibsätze ziemlich rußig und verschmutzt.

Motor, Kühler und Auspuff

Das Bild: Einige Anbauteile von den Blitz-Fahrgestellen. Motor, Auspuff und Kühler werden immer gleich für mehrere Bausätze vorbereitet.

Das Fahrgestell:
Das Fahrgestell wurde vollständig aus dem Karton heraus montiert. Wie üblich wurden der Motor, der Kühler und der Auspuff wieder separat vorlackiert. Der Auspuff erhielt seine Struktur mittels Sägemehl das in die Farbe eingestreut wurde.
Die einzelnen Carden-Loyd Laufwerke wurden ebenfalls vorlackiert und vormontiert. Die Gummi-Bandagen der Lauf-, Leit- und Stützrollen wurden mit Mattschwarz Nr.8 angestrichen. Die Federn wurden mit einer Mischung aus Eisen Nr.91, Rost Nr.83 und Schwarz Seidenmatt Nr.302 behandelt. Zum Schluss wurde noch etwas stark verdünnte Acrylfarbe "Siena gebrannt" von Lucas aufgepinselt.

Der Panzerwerfer 42, Sd.Kfz.4/1

Die Ketten:

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Das Bild: Die noch nicht montierten, aus Metall gefertigten Einzelgliederketten von Friulmodel. Wenn Ihr auf das Bild klickt, wird das Foto vergrössert.

Hier gilt das gleiche wie bei der Kettenmontage für das Werkstatt-Maultier. Das zusammensetzen der einzelnen Glieder mit den Drahtstiften ist eine etwas nervige Angelegenheit. Die Mühe lohnt sich aber durchaus.
Die im Bausatz enthaltenen Vinylketten waren zwar etwas weicher als die vom Revell-Maultier, im Endeffekt waren die aber immer noch zu steif. Über den oberen Rollen ergab sich einfach kein natürlich aussehender Durchhang. In Anbetracht der etwas diffizilen und zerbrechlich wirkenden Laufgestelle ist das ankleben der Plastikketten auch nicht gerade die beste Lösung.
Auf beiden Seiten wurden je 86 Kettenglieder verbaut. Das Typenblatt der Wehrmacht für das "Maultier"-Gleiskettenlaufwerk nennt übrigens 83 Kettenglieder als korrekte Länge. Das wirkte mir am Modell jedoch etwas zu straff.
Nach einer schwarzen Grundierung, erfolgte die Farbgebung mit einer Mischung aus Eisen Nr.91, Mattschwarz Nr.8 und sehr wenig Rost Nr.83 . Dieser Mix wurde mit einem Borstenpinsel aufgebracht. Zum Schluß wurden die Laufflächen noch einmal leicht über 600er Schleifpapier gezogen.
Der Bausatz bietet auch zwei kurze Ersatzkettenglieder. Auf die Anbringung wurde allerdings verzichtet.
Als Alternative für die Friul-Ketten könnten auch die etwa 10 Euro günstigeren Plastikketten von Modelkasten verwendet werden. Die sind z.B. bei MAKO-Modellbau erhältlich.

Das Bild: Das Fahrgestell ist fast fertiggestellt. Die Handwaffen und Werkzeuge sind zum Einbau vorbereitet. Die Decals der Kennzeichen wurden auf entsprechende Bleche aufgebracht. Die Lukendeckel der Fahrerkabine wurden mit transparentem 0,5 mm Plastiksheet verglast.

Das Fahrgestell

Der Aufbau:
Vor der Montage der beiden Hälften des Panzeraufbaus sollte man sich einige Gedanken darüber machen ob überhaupt, und wenn ja, welche Klappen geöffnet dargestellt werden sollen. Der Bausatz bietet hier mehrere Möglichkeiten. Letztlich hängt von den Klappen die Detaillierung und Bemalung des Innen- und Motorraumes ab.
Sofern sämtliche Klappen geschlossen sind, kann auf die Bemalung und Ausgestaltung des Innenraumes getrost verzichtet werden. Die schmalen Sehschlitze an der Fahrerkabine lassen keinen Einblick in den Innenraum zu.
Wenn die beiden Deckel des Motors geöffnet werden sollen, bietet sich eine weitergehende Detaillierung des eher kärglich ausgefallenen Aggregates an. Ähnlich wie z.B. bei meinem Werkstatt-Maultier.

Der Blick von oben

Das Bild: Ein Blick von oben auf das fertiggestellte Modell. Auch durch die relativ große Luke auf dem Rücken ist kein besonders großer Einblick in den Wagen möglich. Ein Behälter ist noch zu sehen.

Letztlich wurden bei meinem Modell die Luken an der Fahrerkabine und die zweiteilige Hauptluke auf dem Rücken des Wagens geöffnet. Diese Kombination ist auch auf vielen Vorbildfotos zu sehen.
Der Innenraum bekam einen hellgelben, matten Anstrich. Dieser Farbton wurde auch beim Innenanstrich von Panzern verwendet. Die Innenseiten der Rückenklappen wurden in der Aussenfarbe angestrichen.
Die Sitze erhielten eine mattbraune Farbgebung. Das Lenkrad, der Schalthebel und die Instrumente wurden mattschwarz angestrichen.

Der 15cm Werfer, das SdKfz. 4/1 Der 15cm Werfer, das SdKfz. 4/1

In den seitlichen Halterungen wurden die vier mitgelieferten, panzergrau angestrichenen Behälter für die Werfergranaten eingeklebt.
Der Boden und die Seitenwände erhielten noch einige Gebrauchsspuren. Am Boden wurden die Riffel mit einem Bleistift und etwas rostbrauner Acrylfarbe behandelt.
Der Werferaufbau wurde als separate Baugruppe gebaut, lackiert und gealtert. Die jeweiligen Hälften der beiden Rohrsätze mussten nach dem zusammenleimen noch etwas verspachtelt und verschliffen werden.
Die Innenseite der Kalotte erhielt den auch im übrigen Innenraum verwendeten hellgelben Anstrich. Die Handräder wurden eisenfarbig abgesetzt.
An den Seiten wurden die angespritzen Verteilerkästen der Kabel mit zwei aus Plastiksheet ausgeschnittenen Teilen vergrössert.
Die Werfergranaten erhielten einen schwarzgrauen Anstrich. Für den metallischen Glanz wurde Graphitpulver genutzt.

Der 15cm Werfer, das SdKfz. 4/1

Die grau angestrichene Antenne entstand aus Kupferlitze und wurde im aufgebohrten Halter mit Stabilit-Express eingeklebt.
An den vorderen Scheinwerfern wurden noch die Anschlusskabel nachgerüstet (Kupferlitze).
Die vier Sichtluken der Fahrerkabine erhielten Gläser. Die wurden aus durchsichtigem Plastiksheet ausgeschnitten und eingeleimt.
Alle großen Teile wurden Weiß grundiert und anschliessend mit einer Mischung aus Sandgelb Nr.16 und Afrikabraun Nr.17 gebrusht.
Die dem Bausatz beigefügten Decals konnten problemlos ohne Weichmacher o.ä. verarbeitet werden. Nach dem aufbringen der Schiebebilder bekam der gesamte Aufbau noch einen Überzug mit mattem Klarlack. Die Verschmutzungen wurden wieder mit verdünnten Acrylfarben und einem Pinsel aufgebracht.
Die Nummernschilder wurden auf weiß grundierte 0,2 mm Messingbleche aufgebracht und erst nach dem lackieren vom Aufbau mit Zwei-Komponenten Kleber am Fahrzeug montiert.

Die Handwaffen:

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Das Bild: Die unlackierten Spritzlinge aus dem Waffensatz Deutsche Infanterie von Tamiya, Art.Nr.35111 . Wenn Ihr auf das Bild klickt, wird das Foto vergrössert.

Alle auf dem Fahrzeug angebrachten Handwaffen stammen wieder einmal aus dem hinlänglich bekannten Waffensatz von Tamiya.
Am Fliegerbeschussgerät wurde ein MG 42 angebracht. An der geöffneten Luke auf dem "Rücken" des Werfers wurden noch eine MPi 40 und eine Panzerfaust abgelegt.
Die Lackierung der Waffen erfolgte mit dem Pinsel mit diversen Revell-Farben. Das MG und die MPi wurden zusätzlich noch mit etwas Graphitpulver behandelt.

Der 15cm Werfer, das SdKfz. 4/1

Fazit:
Eigentlich schon schade das der Bausatz zur Zeit (04.2003) nicht mehr vom Hersteller angeboten wird. Bei der Beschaffung ist also etwas Glück von Nöten. Das gepanzerte Maultier ergibt in der Vitrine oder auf dem Diorama doch einen netten Kontrast im Vergleich zum "normalen" Gleisketten-LKW.
Die Passgenauigkeit ist für Italeri-Verhältnisse durchaus gut. Das die meisten Klappen auch geöffnet dargestellt werden können und das das Fahrwerk beweglich ist, sind echte Pluspunkte. Erwähnenswert sind auch die ganz brauchbare Munition und die Behälter die mitgeliefert werden.
Nicht so prall sind die zu steifen Ketten. Und Ersatz dafür geht richtig ins Geld.
Trotzdem: für runde 15 Euro (zzgl. ev. VK) erhält der geneigte Modellbauer einen ganz ordentlichen Gegenwert.

Der 15cm Werfer, das SdKfz. 4/1

Die Kosten im Dezember 2003:
Der Basisbausatz wurde Mitte Dezember für 14,53 Euro über eBay erworben. Dazu kamen noch Versandkosten von 6,70 Euro.
Die Friulketten wurden im Januar 2004 vor Ort, bei Modellbau Kölbel in Braunschweig, für 29,85 Euro eingekauft.

Weitere Zurüstsätze die verwendet werden könnten:

Diese Bausätze sind z.B. bei MAKO-Modellbau erhältlich. Auf alle Fälle sollte man es sich gründlich überlegen ob es sich rechnet für kaum, oder z.T. auch gar nicht sichtbare Innenraumteile einen Haufen Geld auszugeben (Verlinden-Teile). Runde 20 oder 30 Euro für vernünftige Ketten sind m.E. die bessere Investition....

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