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Der von mir montierte Allrad-Blitz mit Hochpritsche entstand aus einem Ironside-Bausatz.
Die wichtigsten Daten zum Bausatz:
Einige Anmerkungen: Der von mir erworbene Bausatz war nicht mehr ganz vollständig. Zwei der von Italeri beigesteuerten Kleinteile aus Spritzguss fehlten. Dafür waren noch zahlreiche "Blitz"-Teile enthalten die für den Bau eines Allradfahrzeuges eigentlich nicht nötig sind. Für einen Gesamtpreis von 17 Euro kann man sich nicht beschweren. Die wären allein schon für den Allrad-Umbausatz von Plusmodel oder für einen kompletten 8-Loch Rädersatz von MR fällig. Das zeigt sich auch bei der Bewertung des Preis/Leistungsverhältnisses.
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Die Räder inkl. neuem Reserverad. |
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Der heftige Verzug des aus Resin gefertigten Hauben / Kabinenbauteils. |
Allgemein:
Der Anfänger oder ein ungeduldiger Mensch hätte sich mit diesem Teilesatz vermutlich etwas schwer getan. Material- und Klebstoffbedingt gab es doch einige zusätzliche Arbeiten und Wartezeiten die einkalkuliert werden mussten.
Mein Allrad-Blitz mit Hochpritsche stellt ein Fahrzeug des Deutschen Afrika Korps aus dem Jahre 1942 dar. Der LKW und die angehängte FlaK sind ziemlich stark verstaubt, die halbwegs gereinigten Gerätschaften einer Feldwerkstatt wurden gerade verstaut. Die Mündungen der Geschützrohre und die Pritsche sind noch nicht abgedeckt. Die Türen am Wagen sind noch geöffnet.
Für sämtliche Lackierungen, egal ob mit dem Pinsel oder der Airbrush, wurden die Enamelfarben von Revell verwendet. Darauf beziehen sich die im Text genannten Farbnummern. Das Washing wurde wieder mit Acrylfarben durchgeführt die mit Wasser stark verdünnt wurden. Der Staub wurde mit der Airbrush und mit Kreide aufgetragen.
Noch ein Wort zu den angebrachten DAK-Palmen: Die Symbole an den Fahrzeugen sind vollständig. Auf den gezeigten Bildern mussten die Hk'e jedoch aufgrund der wohl allseits bekannten Gesetzeslage unkenntlich gemacht werden. Die meisten Modellbauer dürften das wohl aber auch wissen.
Das Fahrgestell:
Der Rahmen vom Fahrgestell stammt vom Italeri-Maultier. Die vorderen Federböcke der Vorderachse und die hinteren Kettenführungen wurden mit einem scharfen Messer abgetrennt. Die neuen Böcke wurden zuerst an den neuen Federn angeleimt. Anschliessend wurden die so komplettierten Federn am Rahmen angeklebt. Durch diese Reihenfolge erhält man die exakte Position an der die Vorderachse später sitzen muss.
An der Hinterachse wurden vier Federböcke aus der Bastelkiste verwendet, die blieben beim Bau des FlaK-Blitz A übrig. Die im Ironside-Bausatz enthaltenen, aus Resin gegossenen Böcke traten den Weg in die Bastelkiste an.
Die Zinngussfedern der Hnterachse mussten noch etwas gebogen werden. D.h.: die Enden der oberen Federn wurden etwas nach oben gebogen, die unteren wurden etwas begradigt. Für die jeweils oben liegenden Zusatzfedern wurden am Rahmen noch je zwei aus Plastiksheet angefertigte Federböcke angeklebt.
Die Achsschenkel und der Querlenker an der Vorderachse wurden aus Draht im Eigenbau hergestellt.
Etwas problematisch war die Herstellung einer haltbaren Verbindung zwischen den aus Zinnguss gefertigten Antriebswellen und den aus Resin gegossenen Achsen. Auf Sekundenkleber wurde verzichtet, Stabilit-Express Zwei-Komponentenkleber war die bessere Wahl.
Die Bilder oben und unten: Einige der Baugruppen und Teile im Rohbau. Am noch unlackierten Fahrgestell wird die Vielfalt der verwendeten Materialien besonders deutlich.
Der große Staukasten auf der Fahrerseite fehlte bei meinem Bausatz. Dieses Teil wurde aus 0,5 mm Plastiksheet, Kupferlitze u. etwas Stabilit-Express scratch gebaut.
Das vordere Zugmaul wurde etwas zurückversetzt, also etwas weiter zur Wagenmitte hin angeleimt.
Nach einer grauen Grundierung wurde der gesamte Rahmen mit etwas aufgehelltem Afrikabraun Nr.17 gespritzt.
Die vorlackierten Räder wurden in den Achsen mit 1 mm Draht verstiftet. Der Auspuff wurde ebenfalls vorlackiert. Diese Bauteile wurden erst nach der vollständigen Lackierung des Rahmens angeleimt.
Die Kabine und die Motorhaube:
Das große Resin-Bauteil für die Kabine und die Motorhaube erforderte einige vorbereitende Arbeiten. Sehr ärgerlich war der heftige Verzug auf der Fahrerseite. Der Kotflügel, das Trittbrett und ein Teil des Kabinenbodens waren völlig krumm und schief. Mit erhitzen und biegen war das Teil nicht in Form zu bringen.
Letztlich half nur das anreissen einer Bruchlinie, das abbrechen, neu anleimen und anschliessende überschleifen der Klebestelle. Das war eine sehr mühsame Arbeit und das brechen war auch nicht ganz ohne Risiko.
Die diversen Stellen der Angüsse mussten natürlich auch noch überarbeitet und geschliffen werden. In der Stoßstange wurden mehrere Luftblasen mit Stabilit verfüllt und verschliffen.
Die Öffnung für den Kühlergrill musste etwas erweitert werden. Ausserdem wurde der Rahmen um die Kühleröffnung etwas runder geschliffen. Ein Kühlermaskenbauteil aus einem Italeri-Bausatz diente dafür als optische Vorlage.
Da die Türen sowieso einzeln angebaut werden müssen, bietet sich die geöffnete Darstellung der Einstiege geradezu an. Im eigentlich ganz gut detaillierten Innenraum wurde die Sitzbank mit einigen Streifen Plastiksheet etwas erhöht eingebaut. An der Innenseite der Rückwand wurden noch einige aus Plastiksheet gefertigte Profile angeleimt.
Am Armaturenbrett wurden noch eine Waffenhalterung aus Kupferdraht und Litze angebracht. Die Türgriffe wurden durch selbstgefertigte Teile aus 0,4 mm Draht ersetzt.
Der Karabiner 98k in der Waffenhalterung und die MPi 40 (mit Magazintasche) auf dem Fahrersitz stammen aus den diversen Blitz S Bausätzen von Italeri. Aus einem dieser Bausätze wurden auch das Essgeschirr und der Feldbecher entnommen.
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Ausserdem wurden noch die üblichen Verbesserungen an der Aussenseite der Kabine durchgeführt:
Die Pritsche:
An den seitlichen Bordwänden der Hochpritsche wurden noch die röhrenförmigen Halter für die Spriegel angebracht. Am Spriegelteil aus dem Bausatz wurden die Halter aus Messingblech neu angefertigt und angeleimt. Die einzelnen Bügel wurden mit einem scharfen Messer noch etwas eingeschnitten.
Für das Kennzeichen wurde ein neuer Halter aus Blech ausgeschnitten. Die Tarnrückleuchte entstand aus Plastiksheet.
Die zusätzlich angebrachten Benzinkanister lieferte der schon öfter verwendete Tamiya-Satz "German Fuel Drum Set", Art.Nr. 35186. Die Halterungen der Kanister blieben beim Bau der Beladung für den MB Lizenz-Blitz übrig und stammen aus dem "Jerrycan"-Set von Italeri.
Die Beladung:
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Das Bild: Die unlackierten Spritzlinge aus dem Bausatz "Field Tool Shop" von Italeri, Art.Nr. 419 . Wenn Ihr auf das Bild klickt, wird das Foto vergrössert. |
Die auf der Pritsche untergebrachten Gegenstände aus der Feldwerkstatt wurden fast komplett aus der Schachtel heraus erstellt. Allerdings konnten nicht alle im Bausatz enthaltenen Teile auch untergebracht werden. Auf der Pritsche ist einfach nicht genug Platz.
Unter der Werkbank wurde noch eine aus Plastiksheet angefertigte Werkzeugablage angeklebt. Darin sind diverse Werkzeuge wie z.B. die Maulschüssel eingeklebt.
Ein Wasserkanister wurde wieder dem "German Fuel Drum Set" von Tamiya entnommen. Ein auf der vorderen Sitzbank abgelegter Stahlhelm stammt von Italeri.
Die Lackierung der Einzelteile erfolgte mit dem Pinsel mit diversen Revell-Farben.
Die angehängte FlaK:
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Das Bild: Die unlackierten Spritzlinge der 2cm Vierlings FlaK 38 von Tamiya, Art.Nr. 35091 . Wenn Ihr auf das Bild klickt, wird das Foto vergrössert. |
Das Geschütz wurde auch weitgehend aus der Schachtel heraus gebaut. Auf Ätzteile o.ä. wurde gänzlich verzichtet. Die Rohre der FlaK wurden allerdings noch etwas überarbeitet. Die Mündungen wurden aufgebohrt, bzw. mit einem Fräser der Minibohrmaschine (im Handbetrieb !) erweitert.
Die bessere, auch schon beim FlaK-Blitz erwähnte Lösung: der Einbau der Messingrohre von Schatton. Ist bei einem Vierling allerdings auch eine Kostenfrage. Metallrohre für die FlaK werden auch von New Connection angeboten.
Die am Geschütz angebundene Plane wurde aus einem Papietaschentuch, etwas Zwirn und viel Farbe angefertigt.
Die Decals stammen aus dem Ironside-Bausatz, bzw. von der einfachen 2 cm FlaK 38 die beim FlaK-Blitz A eingebaut wurde.
Die im Bausatz enthaltenen Werkzeugkisten und die nicht in den Halterungen verstauten Magazine wurden erstmal in der Bastelkiste zwischengelagert. Die werden bei einem später folgenden Fahrzeug sicher noch gebraucht.
Sonstiges:
Die Kennzeichen wurden aus dem schon beim Allrad FlaK-Blitz verwendeten Decalsatz von Elefant und diversen WH-Schildern aus der Bastelkiste zusammengesetzt.
Die AK-Palmen stammen von einem der Decalbögen die sich im Karton des Basisbausatzes befanden. Der gehörte wohl zu einem alten Blitz-Bausatz von Revell. Keine Ahnung ob dieser Bogen tatsächlich original in den Ironside-Karton hineingehört, oder ob der vom Verkäufer einfach noch mit dazu gepackt wurde. Ist letztlich auch egal.
Fazit:
Bei der Beschaffung dieses Bausatzes ist schon etwas Glück von Nöten. Der Teilesatz ist, für mich jedenfalls, der Einkauf des Jahres 2003 im Bezug auf das Preis/Leistungsverhältnis.
Der Verzug des Resin-"Klotzes", sprich der Motorhaube, war wirklich heftig. Ein Anfänger hätte das Teil vermutlich in die Ecke geworfen. Die Mischbauweise Plastik / Resin / Metall erfordert doch schon gewisse Kenntnisse im Bezug auf die Verarbeitung, Verklebung und Lackierung.
Mit einigen zusätzlich gebauten Verfeinerungen konnte doch ein recht ansprechendes Modell erstellt werden.
Die Kosten im Dezember 2003:
Der Basisbausatz wurde wie schon erwähnt, bereits Ende Dezember 2003 für 12,50 Euro über eBay erworben. Dazu kamen noch die Versandkosten von 4,50 Euro.
Der Werkstatt-Bausatz wurde vor Ort, bei SGK-Modellbau in Braunschweig, für 6,50 Euro eingekauft. Die FlaK war dort für 7,65 Euro erhältlich.
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