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Der von mir montierte Pak-Wagen, das Sd.Kfz. 251/22 der Ausführung D.
Die wichtigsten Daten zum Basis-Bausatz:
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Fast der gesamte Bausatz. Wenn er vollständig gewesen wäre.... |
| FLOP |
Ein kompletter Spritzgußrahmen und die Ätzteile fehlten in meinem Karton. |
Ein Vorwort zu dem von mir erworbenen Karton:
Der von mir erworbene Bausatz entpuppte sich nach dem auspacken als unvollständig. Alle Ätzteile für die Schutzschilde der Pak fehlten. Ebenso wurde der komplette Spritzgußrahmen D vermisst. Ich konnte (fast) alle fehlenden Teile aus meiner Bastelkiste entnehmen. Diese "Ersatz"teile blieben beim Bau der von AFV-Club stammenden 75 mm Pak für meinen Marder I von Trumpeter übrig. Ausnahme war das am Rahmen D enthaltene Zf. Das steuerte ein kontaktierter Kollege bei. Das Zielfernrohr wurde ja auch beim Marder I benötigt.
Das mal ein Teil am Rahmen zerbrochen ist, kann passieren. Das aber so viele Teile fehlen, ist absolut nicht akzeptabel. Reklamation beim Hersteller oder Importeur? Tolle Idee, kontaktiert mal den Hersteller in Taiwan oder den Europa-Importeur in Frankreich.
Was man daraus lernt? Den Inhalt sofort nach dem Kauf auf vollständigkeit überprüfen. Bei mir lag die Schachtel erst noch einige Wochen im Regal herum....
Allgemeines zum Vorbild und zum Modell:
Die vorletzte Ausrüstungsvariante des Sd.Kfz. 251 Ausf. D, der Pak-Wagen Typ 22, kam erst ab Dezember 1944 zum Einsatz. Hitler selbst, nahm auf den Bau dieser Variante des Schützenpanzers einen erheblichen Einfluß. Über die gebaute Stückzahl gibt es in der einschlägigen Literatur keine Angaben.
Das Modell im Maßstab 1:35 wurde fast vollständig aus dem Karton (und der Teilekiste) heraus gebaut. Diverse Ausrüstungsgegenstände wurden aus verschiedenen Sätzen von Tamiya, Italeri und Plusmodel ausgeschnitten und eingeleimt.
Diverse Vorbildfotos zeigen die Wagen in einer überwiegend dunklen, vermutlich dunkelgrün/rotbraunen Farbgebung. Die gelbe Standardlackierung tritt deutlich in den Hintergrund. Die hellen (gelben) Flächen sind auch relativ scharf abgegrenzt.
Lackiert wurde mittels der Airbrush und mit den Enamel- und Acryl-Farben von Revell. Auf diese Farbpaletten beziehen sich die eventuell genannten Farbnummern. Die Alterung wurde mit schwarzer Acrylfarbe von Lucas, einem weichen Bleistift, diversen Kreiden und einer Mixtur aus Erdbrauner Ölfarbe, brauner Kreide und etwas Verdünnung durchgeführt.
Beim Bau des Modells wurde auch diverse Literatur verwendet. Im Waffen-Arsenal Special Band 32 "Der mittlere Schützenpanzer Sd.Kfz. 251" von Walter Seifert und in "Halbketten-Fahrzeuge des deutschen Heeres 1909 - 1945" von Spielberger / Doyle sind diverse Bilder des Sd.Kfz. 251/22 enthalten. Auf meiner Literatur-Seite werden die Werke kurz vorgestellt.
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Die Räder und die Ketten:
Sämtliche Räder wurden auf Zahnstocher und Gußäste aufgesteckt und komplett mit Schwarzgrün Nr.40 und Braun Nr.85 vorlackiert. Die Gummibandagen wurden später mit dem Pinsel und Mattschwarz Nr.8 abgesetzt.
Die Ketten wurden ebenfalls vorlackiert. Benutzt wurde eine Mischung aus Eisen Nr.91 und Schwarz Seidenmatt Nr.302 . Die Gummipolster wurden später mit Mattschwarz Nr.8 ebenfalls farblich abgesetzt. Das ist eine genauso schöne Arbeit wie das anpinseln der Gummibandagen....
Alle Räder wurden erst nach der vollständigen Montage und Lackierung der Wanne an selbiger angeklebt. Die sehr flexiblen Vinylketten konnten problemlos auf den Rädern aufgezogen werden. Geklebt wurde mit Sekundenkleber. Die längere Kette (H2) wird auf der Funkerseite aufgezogen.
Ein Ersatz der gut detaillierten "Gummis" durch Einzelgliederketten lohnte sich für mich nicht. Durch die starke Verschmutzung des Laufwerkes bedingt, würden die eventuell besseren Details der Einzelglieder gar nicht richtig zur Geltung kommen.
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Die Bilder: Zwei Fotos aus der Bauphase. Wenn Ihr die Vorschaubilder anklickt, werden die Aufnahmen vergrössert und weitere Informationen angezeigt. Die beiden Bilder befinden sich in einer Datei.
Die komplette Wanne (ohne Waffe):
Die Unter- und Oberwanne wurden zunächst als separate Baugruppen erstellt. An der Oberwanne ergab sich ein Problem mit der äusseren Fahrersehklappe (Baustufe 12). Die Bauanleitung nennt das Teil S16. Da es jedoch keinen Rahmen S gibt, muss man das Bauteil TA2 benutzen.
Etwas unverständlich ist, das eine Antenne montiert werden soll, das Funkgerät samt Halter (Rahmen U) jedoch nicht erwähnt wird. Das Funkgerät wurde noch mit einem Antennenkabel aus Kupferlitze versehen. Die Leitung führt zum Antennenfuß und ist dort mit der aus Litze gefertigten Antenne verbunden. Das Fu wurde vorlackiert und erst nach der Grundlackierung der Oberwanne eingeleimt.
Eine Seite der Hecktür wurde geöffnet dargestellt. Dies ist auch mit den Klappen der Motorhaube möglich. Da jedoch keine Motornachbildung vorhanden ist, würde ich darauf unbedingt verzichten.
Die Klappe vom ersten Munitionsschrank kann auch geöffnet gebaut werden. Darin befinden sich auch entsprechende Hülsenböden. Dieses Teil wurde fertiggebaut, bemalt und später eingeleimt.
Die gesamte Vorderwand (U26) mit den Anbauteilen wurde vormontiert und vorlackiert. Das betraf auch den Fahrersitz.
Die Werkzeuge auf den Kotflügeln wurden ebenfalls vorlackiert und erst nach der fertigstellung des Fahrzeuges mit Stabilit-Express aufgeklebt.
Beide Wannenhälften wurden zunächst komplett in gelb lackiert. Anschließend erfolgte der Einbau der vorlackierten Innenraumteile. Nach der Alterung des vervollständigten Innenraumes, wurden die beiden Wannenhälften zusammengeklebt. Nach dem abkleben der oberen Öffnung und der geöffneten Hecktür erfolgte die weitere Außenbemalung mit Schwarzgrün Nr.40 und Braun Nr.85 .
Die 7,5 cm Pak 40 mit der Plattform:
Die Bohrungen in den geätzten Schilden mussten etwas erweitert werden. Die winzigen Bolzen hätten sonst nicht tief genug gesessen. Seitlich an den Kanten mussten die Schilde noch etwas angefeilt werden. Die unteren Seiten mussten gekürzt werden. Ich verwendete ja Teile die eigentlich von der Räder-Pak stammen.
Auf alle Fälle sollte überprüft werden, ob das komplettierte Schild auch tatsächlich in die Öffnung der Oberwanne passt. Eventuell müssen die Ätzteile noch etwas nachgebogen werden. Nach der Montage an der Waffe ist das biegen nicht mehr möglich.
Die aus Resin gefertigte, zugewickelt dargestellte Mündungsbremse gibt es, wie oben schon erwähnt, nur bei der Erstausgabe dieses Bausatzes. Ich habe dieses Teil auch verwendet. Der Strick mit dem der "Beutel" zugebunden ist, wurde aus Kupferlitze angefertigt.
Die Waffenplattform für die Pak wurde ebenfalls komplett vorgefertigt, bemalt, gealtert und erst nach dem verkleben von Ober- und Unterwanne eingebaut.
Sonstiges:
Zusätzlich wurden noch zahlreiche Gegenstände im und am Wagen platziert. Ein Helm, ein Sturmgewehr 44, eine passende Magazintasche und eine Panzerfaust 60 wurden dem Tamiya-Programm entnommen. Eine Feldmütze und ein Feldbecher wurden aus einem der Opel Blitz-Spritzgußrahmen von Italeri ausgetrennt. Eine Karte und eine Zeitschrift stammen aus den bekannten Bögen Nr.35035 und Nr.35165 von Plusmodel.
Das am Heck angebrachte, aus dem Basis-Bausatz stammende MG 42 wurde noch mit einem geätzten Visier von Eduard ausgerüstet. Ein im Wagen befindliches MG 34 von Tamiya bekam auch noch ein Visier von Eduard. Beide Waffen wurden mit Gurttrommeln bestückt. Auf dem Wagenboden befinden sich noch zwei Gurtkisten und zwei weitere Gurttrommeln (mit Halter). Diese Teile lieferte wieder Tamiya. Ebenfalls von Tamiya: Der aussen angerödelte Kanister.
Das aus Resin gegossene Scherenfernrohr von AFV-Club ist auch wieder nur in der ersten Ausgabe dieses Bausatzes enthalten. Anbringen muss man das allerdings auch nicht. Ich habe darauf verzichtet. Die ebenfalls enthaltene Figur kam auch in die Bastelkiste.
Die verwendeten Kennzeichen und die Lasttafel stammen vom beiliegenden Decalbogen. Die Balkenkreuze wurden mit Eduard Express Mask-Schablonen auflackiert. Der Decalbogen von AFV-Club enthält keine Balkenkreuze.
Fazit:
Zu den fehlenden Teilen sage Ich nichts mehr, das ist oben schon abgehakt worden.
Ein Bausatz der viel Bastelspaß vermittelt, aber auch einiges Fingerspitzengefühl benötigt. Der Einbau der Bolzen in den Pak-Schilden ist wirklich recht spaßig....
Die Passgenauigkeit ist gut bis sehr gut. Über die Reihenfolge beim zusammenbau der Wannenteile und über den Anbau der beiden Staukästen kann man wohl streiten. Hier muss jeder selbst entscheiden, wie er am besten klar kommt.
Die Unklarheiten mit der Funkausrüstung und der Fahrersichtklappe sind nicht so dramatisch. Nach etwas suchen wurden die passenden Bauteile gefunden und die "Probleme" schnell gelöst. Die ansonsten gute bis sehr gute Bauanleitung könnte in diesen Punkten verbessert werden.
Von AFV-Club wird auch diverses Zubehör separat angeboten. Erhältlich sind z.B. Einzelgliederketten in früher-, später- und Abschlußausführung. Munition für die Pak ist ebenfalls als Zubehör zu bekommen.
Ein Bausatz des Sd.Kfz. 251/22 wird auch von Dragon angeboten. Dieser Teilesatz ist zwar etwas teurer, bietet aber auch eine reichhaltigere Ausstattung. U.a. befinden sich auch Einzelgliederketten und mehrere Mündungsbremsen für das Kanonenrohr im Karton. Allerdings soll die Wanne dieses Modells nicht im Maßstab 1:35 gehalten sein. In diversen Foren ist darüber berichtet worden. Da haben sich die Herren von Dragon wohl etwas vermessen.
Einen Vergleich der beiden Baukästen kann man sich auf der Website von Perth Military Modelling durchlesen (englisch) und anschauen.
Die Kosten:
Der Teilesatz wurde im April 2006 vor Ort, bei Modellbau Kölbel in Braunschweig, für 19,47 Euro als Sonderangebot erworben.
Das Bild: Halbkettenfahrzeuge der Wehrmacht als Waffenträger. Links das Sd.Kfz. 7/1 mit dem 2 cm Flakvierling 38, in der Mitte das Sd.Kfz. 251/22 Ausf. D mit der 7,5 cm Pak 40 L/46 und rechts das Sd.Kfz. 10/5 mit der 2 cm Flak 38.
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