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Die von mir montierte 8t Halbkettenzugmaschine Sd.Kfz. 7/1 von Tamiya, ausgerüstet mit einem 2 cm Flakvierling 38.
Die wichtigsten Daten zum Basis-Bausatz:
(Zum vergrössern bitte anklicken !) |
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| TOP |
Die interessante Optik. |
| FLOP |
Die in Deutschland verkauften Bausätze enthalten keinen Decalbogen. |
Allgemeines:
Die von Krauss-Maffei konstruierte Zugmaschine Sd.Kfz.7 diente hauptsächlich als Zugwagen und Mannschaftsfahrzeug für mittlere Artilleriegeschütze. In den Ausführungen als Selbstfahrlafette wurden der 2 cm Flakvierling 38 (Sd.Kfz.7/1) und die einfache 3,7 cm Flak 36 (Sd.Kfz.7/2) auf einer Plattform, um 360 Grad drehbar, montiert. Die seitlichen Gitterroste der Waffenplattform wurden später durch hölzerne Bordwände ersetzt. Die späten Versionen verfügten ausserdem über eine gepanzerte Kabine und einen Kühlerpanzer.
Tamiya bietet beide Waffenversionen als Bausätze im Maßstab 1:35 an. Beide Teilesätze sind allerdings schon etwas älter. Einige Details entsprechen nicht mehr den heutigen Erwartungen, andere Teile fehlen völlig. Einige Unstimmigkeiten konnten mit relativ einfachen Mitteln behoben werden. Es sollte noch erwähnt werden, das der von mir montierte Bausatz mit dem Vierling noch fünf Figuren und entsprechende Ausrüstungen enthält.
Die Lackierung wurde, wie fast immer, mit den Enamelfarben von Revell ausgeführt. Darauf beziehen sich die genannten Farbnummern. Für die Alterung wurden wasserverdünnte, schwarze und braune Acrylfarben genutzt. Trockengemalt wurde mit Eisen Nr.91, für richtig blanke Stellen wurde ein weicher Bleistift verwendet. Zuletzt wurde noch etwas Kreidestaub aufgetragen.
Das Fahrgestell:
Der Rahmen der Vorderachse (A46) wurde beweglich im Hauptrahmen gelagert. Der hintere Zapfen wurde nach dem einstecken mit einer oben aufgeleimtem Plastikscheibe gesichert. Dadurch bleibt die gesamte Vorderachse pendelnd gelagert. Sofern man sich an die Bauanleitung hält und die nicht zu verklebenden Teile auch tatsächlich nicht verklebt....
Alle Räder des Schachtellaufwerkes wurden auf Zahnstocher aufgesteckt, vorlackiert und nach dem durchtrocknen vervollständigt und an den Haltern angeleimt.
Die Seilwinde wurde noch mit einem aus Zwirn gefertigten Seil ausgestattet. Das Seil wurde an der Umlenkrolle am Heckblech angeklebt und straff in das Zugmaul eingehakt.
Das Endrohr vom Auspuff wurde noch aufgebohrt. Die Peilstäbe und der Aussenspiegel wurden durch aus Draht gefertigte Bauteile ersetzt. Die sind einfach stabiler als die Plastikteile. Die vorderen Kennzeichenbleche wurden aus Messingblech ausgeschnitten. Darauf wurden später die Decals aufgebracht.
Da mein Fahrzeug eine frühe Version vom Sommer 1941 darstellt, kam nur eine graue Farbgebung in Frage. Verwendet wurde etwas aufgehelltes Panzergrau Nr.78 . Die Vorderreifen und die Gummibandagen der Kettenräder wurden mit Mattschwarz Nr.8 behandelt. Der gesamte Auspuff wurde mit Rost Nr.83 und roten Acrylfarben (Lucas) gestrichen.
Die Vinylketten wurden mit Panzergrau Nr.78, Mattschwarz Nr.8 (Gummipolster) und Eisen Nr.91 behandelt. Die sehr flexiblen, aber auch sehr straffen Ketten wurden jeweils an mehreren Laufrollen mit Sekundenkleber massiv verklebt.
Der Aufbau (ohne Fahrerplatz):
Die angedeuteten Handgriffe an den Seitenteilen der Motorhaube wurden abgeschnitten und durch aus Draht gefertigte Teile ersetzt. Die Federspannknebel an den Seitenteilen fehlen leider völlig. Hier benutzte Ich Bauteile aus dem Opel Blitz Update Set Nr.1556 von Verlinden (Gekauft und so gut wie nichts daraus benutzt).
Spachtelarbeiten gab es bei der Montage der drei Bauteile C10 - C12 vom Führerhaus. Innen wurden mehrere, später sichtbare Auswerferstellen verschlossen. Nach dem Zusammenbau mussten die Übergänge unter dem späteren Scheibenrahmen verschliffen werden.
Am Scheibenrahmen wurden noch die Antriebe der Scheibenwischer ergänzt. Dafür wurden überfeilte Gußäste genutzt. Die Anschlußkabel wurden aus Kupferlitze hergestellt. Die später eingeleimte Scheibe aus dem Bausatz musste etwas gekürzt werden.
Auf den Kotflügeln wurden noch je ein dreifacher Gewehrhalter angebracht. Diese Teile wurden in ziemlich mühseliger Arbeit aus Ätzteilresten gebaut.
Das Gittermaterial konnte problemlos mit dem Plastikkleber verarbeitet werden. Man sollte allerdings nicht allzu oft daneben schnippeln. Bei mehr als einem Verschnitt reicht das Material nicht mehr aus.
Im Heckbereich wurden noch vier Werkzeug- und Ersatzrohrkästen auf der Plattform aufgeklebt. Drei der Kästen stammen aus dem Basisbausatz, ein zweiter Rohrkasten wurde dem Flak-Spritzling vom Flakpanzer IV entnommen. Der Kasten wird dort nicht benötigt.
Das angespritzte Kolonnenfahrgerät am Heck ist um 180 Grad gedreht. Das von mir montierte Teil stammt von Eduard, aus einem Ätzteilsatz für den LKW Mercedes-Benz L701 (Opel Blitz Lizenzbau).
Fast der gesamte Aufbau wurde wieder Grau lackiert. Die Scheibenwischer wurden Mattschwarz abgesetzt, das Verdeck wurde in einem dunklen Braun angestrichen.
Die vier an den Gitterrosten angebrachten Werkzeuge wurden vollständig bemalt und erst zum Schluß mit Stabilit-Express angeklebt.
Der Fahrerplatz:
Der gesamte Fahrerraum mit der Innenausstattung wurde als separate Baugruppe erstellt. Die offen dargestellte Batterie wurde mit einem aus Plastik gebauten Deckel versehen. Das entspricht dem Vorbild.
Die Instrumententafel wurde erst bemalt und dann angeleimt. Alle Instrumente wurden weiß, grün, rot und schwarz abgesetzt.
Die Bedienhebel erhielten einen eisenfarbigen Anstrich, das Lenkrad wurde mattschwarz bepinselt. Die Pedale wurden noch mit Auflagen versehen. Diese Ätzteile stammen wieder aus dem Opel Blitz Set Nr.1556 von Verlinden. Ein zusätzlicher Hebel, der ist auf den Vorbildfotos zu sehen, wurde aus Plastik angefertigt und an der Lenksäule angeklebt.
Die Polster der Sitzbänke, auch die der äusseren Heckbank, wurden mittelbraun gestrichen. Ansonsten wurde die graue Farbgebung des restlichen Fahrzeuges aufgebracht.
Der 2 cm Flakvierling:
Die Flak mit sämtlichen Magazinen wurde komplett vorgefertigt, vollständig bemalt und gealtert.
Aus reinen Kostengründen habe Ich wieder, wie schon beim Flakpanzer IV, die aus Plastik gefertigten Kanonenrohre aus dem Bausatz verwendet. Die Rohre wurden aufwendig überschliffen, aufgebohrt und mit den Rauchabzügen versehen. Das Visier bekam ein geätztes Fadenkreuz (Eduard). Bei einem ordentlichen und sauberen zusammenbau bleiben die Rohrsätze und das Visier beweglich. Ich habe darauf verzichtet und alle Teile fest fixiert.
In den großen Schutzschildern mussten je sechs Auswerfermarkierungen verspachtelt und verschliffen werden.
Es wäre wirklich mal an der Zeit, das der auch einzeln mit dem Sonderanhänger 52 erhältliche Vierling gründlich überarbeitet wird. Die Rohre erforderten wirklich viel Arbeit.
Die Rohre, die Waffenmechanik und die Magazine wurden mit einer Mischung aus Schwarz Seidenmatt Nr.302 und Eisen Nr.91 angestrichen. Die Sitzflächen der Schemel wurden braun abgesetzt. Der Rest des Geschützes erhielt den grauen Anstrich.
Sonstiges:
Zusätzlich wurden noch einige Gegenstände auf der Plattform und im Fahrerraum deponiert. Ein Helm, zwei Brotbeutel, ein Gasmaskenbehälter, eine MPi 40, ein Karabiner, eine Kartentasche und ein Fernglas wurden dem Tamiya-Programm entnommen. Der Kanister und die zusammengerödelte Plane stammen ebenfalls von diesem Hersteller. Eine Karte und eine Zeitschrift stammen aus den bekannten Bögen 35035 und 35165 von Plusmodel.
Die Magazine samt den Magazinkästen der Flak stammen teilweise wieder aus dem Basisbausatz. Zusätzlich lieferte der Spritzling des beim Flakpanzer IV gebauten Geschützes noch weitere Magazine. Ein Entfernungsmesser stammt von einer 2 cm Flak 38 (Italeri-Bausatz).
Beim Decalbogen greift mal wieder die deutsche Gesetzgebung. Da dieser Bogen auch SS-Nummernschilder und vollständige Helmsymbole für die Figuren enthält, wurde das Teil einfach aus dem Karton entfernt. Ein Aufkleber auf einer der Tüten in denen die Spritzlinge eingeschweisst sind, enthält einen entsprechenden Hinweis.
Meine Nummernschilder (WL-152029) wurden mit einem universell verwendbaren Satz von Elefant erstellt. Das Vorbildfahrzeug ist in dem Buch "Halbketten-Fahrzeuge des deutschen Heeres 1909 - 1945" zu sehen. Leider ist das auf dem linken Kotflügel angebrachte Wappen nicht deutlicher zu erkennen. Das Fahrzeug dürfte zu einer leichten Flakabteilung (Sfl) gehört haben.
Der weiße Eckanstrich an den Kanten des Fahrzeuges wurde schabloniert und auflackiert.
Fazit:
Das dieser Bausatz ein gewisses Alter erreicht hat, ist unverkennbar. Es ist halt alles etwas gröber und einfacher ausgeführt. Immerhin konnten einige Details mit geringen Mitteln verbessert werden.
Gewisse Abstriche muss man auch wieder bei der Flak machen. Das der Vierling vom Hersteller dringend mal aufpoliert werden sollte, sagte Ich ja auch schon beim Flakpanzer Wirbelwind. Um ein befriedigendes Ergebnis zu erzielen, muss man schon einige Arbeitszeit und Mühe investieren.
Der fehlende Decalbogen ist ein rein in Deutschland auftretendes Problem. Hier ist Eigeninitiative gefragt.
Von Eduard wird ein zum Basisbausatz passender Ätzteilsatz angeboten. Die Ätzteile wären im Mai / Juni 2006 für knapp 13 Euro vor Ort erhältlich gewesen. Die Bögen enthalten u.a. auch die Gewehrhalter und neue Schilde für die Flak. Das wäre eine lohnende Investition gewesen. Für neue Metallrohre müssten etwa 10 - 15 Euro, je nach Hersteller und Anbieter, auf den Tisch gelegt werden.
Interessant wäre auch ein Anhänger. In der Regel waren die Sd.Kfz. 7/1 mit einem Munitionsanhänger ausgerüstet. Ein entsprechend ausgestatteter Sd.Anh.51 wird von Italeri im Doppelpack recht günstig angeboten (Stand: September 2006).
Die Kosten:
Der Teilesatz wurde im April 2006 vor Ort, bei Modellbau Kölbel in Braunschweig, als Sonderangebot für exakt 15 Euro sehr günstig erworben. Ansonsten sind zwischen 22 und 28 Euro für den Bausatz zu bezahlen.
Die verwendete Literatur: Das oben schon erwähnte Buch dem Motorbuch-Verlag: "Halbketten-Fahrzeuge des deutschen Heeres 1909 - 1945" von Spielberger / Doyle, ISBN 3-87943-403-4, erhältlich z.B. bei Amazon .
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