Der Bergfried der Burg von Norden gesehen, Bild aus dem privaten Fotoarchiv von J. Wegmann

Geschichte


Entstehung:
Die erste Erwähnung war in Jahre 1150 als Reichsburg der Staufer.

Jahr 1317:
Seit dieser Zeit befindet sich die Burg als Reichslehen in Besitz der Leininger

Jahr 1330:
Kaiser Ludwig verpfändet die Burg an seine Neffen die Pfalzgrafen Rudolf II. und Ruprecht I.

Jahr 1379:
Die Leininger werden gezwungen den kurpfälzer Anteil der Burg herauszugeben.

Jahr 1463:
Scheiden die Grafen von Leiningen als Mitbesitzer aus. Ihr Anteil, den Sie an die Lichtensteiner verloren hatten, ging von diesen an die Herzöge von Zweibrücken und der Kurpfalz über.

Jahr 1525:
Wir die Burg im Bauernkrieg zerstört und nicht wieder aufgebaut. Das Amt kommt zuerst nach Dörrenbach, dann nach Minfeld.

Jahr 1559:
Gelangt die Ruine in den alleinigen Besitz der Herren von Pfalz-Zweibrücken.

Jahr 1815:
Kommt die Ruine unter bayerische Verwaltung.

Jahr 1949-1986:
Stand die Ruine unter französischer Verwaltung.

Besonderheiten

Keine.

Lage

Auf einen bewaldeten Bergkegel des Mundatwaldes.



Beschreibung des baulichen Zustandes

Grundriss Reichsburg Guttenburg Zu diesem Bericht muss ich vorschicken, das einige Informationen zu Bauteilen der Burg stellenweise auf einen Teilungsvertrag aus dem Jahre 1427 zurückgehen. Man muss sich in heutiger Zeit dieses Instrumentes bedienen, da die Burg bis in das 20. Jahrhundert als Steinbruch gedient hat und dadurch viel Bausubstanz eingebüßt hat.

Zugang zur Burg
Der Zugang zu der Burg erfolgte in früherer Zeit durch drei Toranlagen. Von der ersten Toranlage mit Flankierungsturm konnte ich bei meinem Besuch im Spätherbst leider nichts vorfinden. Die Möglichkeit besteht, das die noch eventuell vorhandenen Fundamente unter dem Laub begraben waren.
Von der zweiten Toranlage ist ebenfalls kaum noch etwas zu finden, außer einer Ausschrotung in der Südspitze der Kernfelsens, die sehr wahrscheinlich als Rückwand für eine Wachstube gedient haben dürfte und einige kleinere Abarbeitungen am Felsen die zu der Verriegelung des zweiten Tores gehört haben könnten.
Die dritte Toranlage, durch die man den inneren Zwinger der Unterburg betritt, ist auch Heute noch gut erhalten. Gut sichtbar sind dort noch die Vorrichtungen für die Riegelbalken.

Zwinger
Die Unterburg war im Westen durch einen vorgelagerten Zwinger gedeckt der sich gleich an die dritte Toranlage anschloss und sich bis zum anderen Ende der Unterburg im Norden hinzog. Bei meinem Besuch gab es jedoch kein sichtbares aufgehendenes Mauerwerk mehr zu sehen.
Des weiteren gab es noch einen inneren Zwinger in der südwestlichen Teil der Unterburg. Die Zwingermauern wurden in diesem Fall im Westen durch die Ringmauer der Unterburg gebildet, im Osten durch eine weitere Mauer, die Heute nicht mehr sichtbar oder unter Schutt begraben ist.

Ringmauer der Unterburg
Die Ringmauer im Südwesten des Areals ist noch gut in ca. 2,5 Meter Höhe erhalten. Dies kann leider von dem Teil im Nordwesten nicht mehr behauptet werden. Auch ist mittlerweile der auf dem Grundriss verzeichnete Schalenturm in der westlichen Ringmauer nicht mehr sichtbar.

Die Unterburg
Die Unterburg erstreckte sich an der westlichen Längsseite des Kernfelsens der Burg. Durchschreitet man das dritte Tor und betritt somit den ehemaligen inneren Zwinger der Unterburg, so kann der Besucher mit einem Blick nach rechts eine glatt abgearbeitete Felswand mit mehreren Balkenlöcherreihen erkennen, die auf ein dreistöckiges Gebäude hinweisen das dort gestanden hatte. Von diesem Gebäude sind leider nur noch ein paar Steinreihen und die Balkenlöcher erhalten geblieben. In den oben genannten Teilungsvertrag wurde das Gebäude ehemals als "Steinernes Haus" bezeichnet.
Im Nordwesten der Unterburg müssen einmal Wirtschaftsgebäude (wahrscheinlich aus Fachwerk) gestanden haben, deren Funktion uns Heute nicht mehr bekannt sind und deren Fundamente zur Zeit durch Schuttberge bedeckt sind.
Am Ende des inneren Zwingers bildete ein viertes Tor, das Heute bis auf einige Abschrotungen und einen schmaler Fahrweg mit Bodenrille fast völlig abgegangen ist, den Aufgang zur Oberburg über eine neuzeitliche Treppe. In früherer Zeit wurde dieser Aufgang zur Oberburg wahrscheinlich durch einen komplett abgegangenen Treppenturm bewerkstelligt, was sich aber Heute nicht mehr belegen lässt.
Die Zisterne die laut des Teilungsvertrages in der Unterburg vorhanden sein muss, konnte bei meinem Besuch der Burg nicht lokalisiert werden. Das gleiche gilt für die Zisterne der Oberburg.

Oberburg
Die Oberburg liegt auf einen ca. 50 Meter langen Felsenriff aus Sandstein. Aus dem schon genannten Teilungsvertrag kann entnommen werden, das dieses Felsenriff mit drei Türmen bestanden war. Zwischen den Türmen standen jeweils noch ein Gebäude. Von der Bebauungen sind Heute leider nur noch Reste des mittleren Turmes, des Bergfrieds, vorhanden, der von außen fast seiner ganzen Buckelquaderverkleidung beraubt ist.

Die Burg ist eine der am wenigsten besuchten in unserem Raum, da der Baubestand durch Abbruch nicht mehr so übermäßig ist und sie auch relativ abgelegen liegt. Auch wurde zu ihrer Erschließung bisher recht wenig unternommen. Die eine oder andere Frage zu dieser Burg könnte durch ausgedehnte Grabungen bestimmt noch gelöst werden.
Trotz allem lohnt ein Besuch der Burg wegen des schönen Ausblickes den man von der Oberburg in den Mundartwald hat.

Anfahrtsweg

Von der Ortschaft Rechtenbach die bei Bad Bergzabern liegt, folgt man ab dem PVW-Haus den Weg der mit dem gelben-grünen Rechteck markiert ist. Von Rechtenbach aus sind es ca. 4-5 km.


Öffnungszeiten

Das ganze Jahr hindurch.

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