GeschichteEntstehung: Nach der Bauform und den verwendeten Buckelquadersteinen wird die Burg auf den Anfang des 13. Jahrhunderts datiert. Jahr 1236: Wird ein Gotfrid Puellare (möglicher Sohn von Heinrich von Fleckenstein) erwähnt. Dieser, oder sein Vater könnten die ersten Besitzer der Burg gewesen sein. Jahr 1276: Verlieren die Puller die Burg in einer Fehde gegen Rudolf von Habsburg. Die Burg wird somit zur Reichsburg und die Puller werden sogleich wieder mit ihr belehnt. Jahr 1284: Die Burg wird nach einer Belagerung von pfälzischen Kurfürst Ruprecht I. erobert. Jahr 1401: Erste urkundliche Erwähnung als Reichsburg. Jahr 1438: Wird ein Vertrag unterzeichnet in dem Wirich II. von Hohenburg die Burg zum Lehen erhält. Jahr 1442: In diesem Jahr wird die Burg erfolglos vom Straßburger Bischof belagert. Jahr 1457: Kurfürst Friedrich den Siegreiche erobert die Burg. Ende 15. Jahrhundert: Mit Richard Puller stirbt der letzte der männlichen Linie der Puller. Dadurch gelangt die Burg über die Tochter Wirichs III an Schweikhard von Sickingen. Jahr 1500: Ab diesen Jahr baut Franz von Sickingen, der Sohn Schweikards, die Burg zu einer modernen Feste aus. Jahr 1523: Nach dem tot des Franz von Sickingen wird die Burg von seinen Gegnern eingenommen, eingeäschert und von Kurfürst der Pfalz konfisziert. Jahr 1542: Die Burg wir an Franz Conrad von Sickingen, dem Sohn von Franz, zurückgegeben und blieb bis zum Jahre 1614 im Besitz der Familie. 16. Jahrhundert: Durch das Ganze Jahrhundert hindurch finden an der Burg Wiederherstellungs- und Erweiterungsarbeiten statt, so z.B. in den Jahren 1547, 1573 und 1578. Jahr 1689: Wird die Burg durch die Franzosen in Pfälzischen Erbfolgekrieg Zerstört und blieb seit dem Ruine.
BesonderheitenDen Geschützturm, den Franz von Sickingen im Südwesten der Burg nach 1500 errichten lies.
LageDie Burg steht auf einem über 500 Meter hohen Bergrücken im französisch-deutschen Grenzgebiet bei Nothweiler.
Beschreibung des baulichen Zustandes
Der Geschützturm (Barbakane)
Der Zugang in die Burg erfolgt im Südosten den Geschützturm, den Franz von Sickingen im frühen 16. Jahrhundert erbauen lies. Der Geschützturm hat einen Durchmesser von ca. 17 Metern, die Mauerstärke beträgt ca. vier Meter. Der Geschützturm ist dem ehemaligen äußeren Tor der Burg vorgelagert. Beim durchqueren eines der beiden Eingänge sollte auf die Schießscharten und den schönen Wappenstein der Sickinger geachtet werden. Der Zwinger Nach dem durchschreiten des Geschützturmes ereicht man den Zwinger im Norden der Burg. Leider ist hier kein aufgehendes Mauerwerk zu lokalisieren, da alles überwuchert ist. Um nun in die eigentliche Burg zu gelangen wendet man sich nach rechts und durchschreitet dort ein noch relativ gut erhaltenen Renaissancetor. Die Unterburg In der Unterburg haben sich nur geringe Mauerreste der ehemaligen Bebauung erhalten. Gegenüber dem Kernfelsen im südlichen Teil der Unterburg stand an die Schildmauer angelehnt der Palas der Burg. Von diesem hat sich im östlichen Teil der Unterburg, außer weiteren geringen Mauerresten, nur der Treppenturm des Palas erhalten. Dieser Turm bildete der Verbindungsglied zwischen Schildmauer und Palas. Weiterhin haben sich Mauerreste der Burgkapelle erhalten, die sich an die östliche Seite des Kernfelsens anlehnen, die Reste der Türpfosten lassen auf einen ehemals prächtigen Ausbau der Kapelle schießen. Zwischen Zwinger und westliche Seite des Kernfelsens stand ein weiteres Gebäude dessen Funktion ich noch nicht klären konnte. Im Treppenaufgang am Fuß des Kernfelsen wurde der Brunnen geschrotet. Die Einlässe rechts davon dürften, wie auf den Fleckenstein, für den Brunnen die Winde beherbergt haben. Der Kernfelsen Der Kernfelsen beherbergte früher einmal ein Gebäude mit den Ausmaßen 9 x 12 Metern. Bei dem Gebäude handelte es sich sehr wahrscheinlich um einen Bergfried, der wegen seiner Ausmaße vielleicht sogar als Wohnturm gedient haben könnte. Der alte Zugang zum Turm erfolgte sehr wahrscheinlich auf dem gleichen Wege wie heute. An der östlichen Wand des Kernfelsens kann man noch die Teile einer Wendeltreppe erkennen die in späterer Zeit eingebaut wurde und vermutlich von der Ringmauer einen Zugang in Höhe der Plattform in den Bergfried ermöglichte. Sonstiges Wenn man schon einmal auf der Hohenburg verweilt, sollten Sie nicht versäumen die ganz in der Nähe befindliche Burg Löwenstein zu besuchen, die früher einmal ein Raubritternest war.
AnfahrtswegVon Erlenbach/Pfalz mit seiner Burg Berwartstein fährt man Richtung französische Grenze über Bundenthal, Rumbach und Schönau. Von Schönau über die Grenze Richtung Lembach. Auf dieser Strecke ist auf der linken Seite ein Schild zur Burg Fleckenstein aufgestellt, dem zu folgen ist. In der nähe der Burg kann das Auto in einem Waldparkplatz abgestellt werden. Hier sind überall Heinweisschilder angebracht, die den Weg zur Burg zeigen.
ÖffnungszeitenDas ganze Jahr hindurch. |