Geschichte der BurgEntstehung: Um die Mitte des 12. Jahrhunderts Jahr 1195: Wird die Burg zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Jahr 1212: Wird das Geschlecht der Hohenecker zum ersten Mal erwähnt. Sie bleiben im Besitz der Burg bis zum Jahr 1665. Jahr 1269: Erwähnung einer Burgkapelle. Sie lässt sich heute auf den Burgareal nicht mehr lokalisieren. Mitte 14. Jahrhundert: In dieser Zeit wird die Burg zur Ganerbenburg. Unter anderen findet man als Gemeiner die Scharfenecker, der Herzog von Lothringen und die Herren von Crapfberg. Jahr 1481: Die Kurpfalz kommt in den Besitz von 25% der Burg. Jahr 1525: Die Burg wird im Bauernkrieg beschädigt und bald darauf wieder hergestellt. Jahr 1560: Erfolgten größere Umbauarbeiten an der Anlage. Jahr 1668: Die Burg wird von Kurfürst Karl Ludwig eingenommen. Jahr 1689: Die Burg wird in Pfälzischen Erbfolgekrieg in die Luft gesprengt und ist seitdem eine Ruine. Jahr 1806: Stirbt das Geschlecht der Hohenecker mit dem Tot von Philip Karl von Hoheneck aus. Jahr 1987: Seit diesem Jahr ist die Burg in Besitz der Stadt Kaiserslautern.
BesonderheitenDie mächtige und gut erhaltene Schildmauer die noch in einer Höhe von 11 Meter erhalten ist.
LageAuf einem 50 x 80 Meter Felsplateau in Spornlage über den gleichnamigen Ort.
Beschreibung des baulichen Zustandes
Unterburg
Der Zutritt zur Unterburg erfolgt am besten zu beiden Seiten des Felsriffes das in früherer Zeit als natürliches Hindernis den Zugang zur Unterburg verhinderte. Die der Burg zugewendete Seite diese Felsriffs beherbergt eine Felsenkammer, die heute als Wachraum angesprochen wird. Vom Kammertor (16.Jahrhundert) im Nordosten, das vor das Felsenriff gezogen war, haben sich noch einigen Mauerresten und ein paar runde Schießscharten erhalten, die es ermöglichten das Felsriff der längen nach zu bestreichen. Der Zutritt hier erfolgte in frühere Zeit sehr wahrscheinlich über eine Zugbrücke. Wie viele Stockwerke dieses Tor damals besaß, konnte ich nicht rekonstruieren. Betritt man nun durch das Kammertor die Unterburg so kann man feststellen, dass sich hier relativ wenig aufgehendes Mauerwerk erhalten hat. Die bemerkenswertesten Reste sind gleich beim Durchgang am Kammertor die links erkennbaren Mauerreste eines ehemaligen Gesindegebäudes, vom dem sich die Grundmauern und in Südosten die Giebelwand erhalten haben. Ansonsten sind noch Teile der Umfassungsmauer im Nordwesten und Südosten zu besichtigen. Weitere Gebäude der Unterburg lassen sich leider nicht mehr lokalisieren, da solche Reste in der Neuzeit den Restaurierungsarbeiten zum Opfer fielen. Oberburg In der Mitte des Burgareals ragt ein ca. 40 x 25 m großes Felsplateau aus dem Boden, das die Ober-/Kernburg beherbergt. Diese Anlage ist unverkennbar aus der Stauferzeit und hat ihre parallelen in den Burgen Gräfenstein und Landeck. Der beeindruckenste Teil der Kernanlage ist die Schildmauer die in einer Höhe von ca. 11 Metern erhalten ist. Sie wird noch überragt von den Resten des ehemals fünfeckigen Bergfrieds der im innern einen viereckigen Grundriss besaß und in ca. 20 m Höhe erhalten ist. Über einen neuzeitlichen Zugang im Südosten der Kernburg, der originale Eingang lässt sich leider nicht mehr rekonstruieren, stößt man im Nordwesten der Kernanlage auf den Palas der Burg, der im 1. Obergeschoss den Rittersaal und in 2. Obergeschoss eine Kapelle beherbergt haben soll. Auch haben sich einige sehr schöne Fenster erhalten wie z.B. ein Doppelfenster mit Dreiviertelsäulchen in der Wand zum Burghof hin. Das Erd- und Kellergeschoss war für Verteidigungszwecke mit Schießscharten ausgestattet. Auch war dieses Haus mit einer Abortanlage im 1. und 2. Obergeschoss ausgestattet. Das Gebäude im Westen der Kernburg wird als Kemenatengebäude angesprochen. Wie der Name schon sagte diente das Gebäude somit den Burgherrn und seiner Familie als Wohnung. Nach den Resten zu urteilen, hatte das Gebäude drei Stockwerke. Das anschießende Gebäude im Südosten, vermutlich auch aus dem 16. Jahrhundert, soll die Funktion einer Küche oder eines Wirtschaftsgebäudes inne gehabt haben. Hier hat sich auch noch der Rest eines Treppenturmes erhalten. Betrachtet man die Schildmauer von der Mitte der Kernanlage, so kann man in der linken Ecke noch die Reste der Rüstkammer der Burg entdecken. In der rechten Ecke war der Brunnen untergebracht der heute aber verschüttet ist.
AnfahrtswegAm besten erreicht man die Burg über Kaiserslautern. Von Kaiserslautern aus folgt man der B 270 bis man an dem gleichnamigen Ort vorbei kommt. Im Ort selbst erkundigt man sich nach der Rochus-Kapelle. Hier kann man in der Nähe parken. Von der Kapelle führt ein mäßig steiler Weg direkt zur Burg hinauf.
ÖffnungszeitenDas ganze Jahr hindurch. |