Ansicht der Burg Landeck vom Halsgraben aus, Bild aus dem privaten Fotoarchiv von J. Wegmann

Geschichte der Burg


Entstehung:
Es wird vermutet, dass die Burg nach 1168 für eine andere Zerstörte Burg (das Schlössel) erbaut wurde.

Jahr 1210:
Die Burg ist Reichslehen im besitzt der Grafen von Eberstein.

Jahr 1222:
Ist die Reichsburg im Gemeinschaftsbesitz der Grafen von Leiningen und Zweibrücken-Bitsch.

Jahr 1237:
Ging die Burg durch Erbteilung innerhalb der Leininger an Emich IV. von Leiningen über, der dann die Seitenlinie Leiningen-Landeck gründete. Zu der Herrschaft gehörten zur damaligen Zeit 14 Dörfer, darunter auch Landau (1274 zur Stadt erhoben).

Jahr 1238
Im Auftrag dieser Hochadligen verwalteten Vögte die Burg, als Burgmannen kennt man Konrad von Klingen und Heinrich von Ingenheim.

Jahr 1289:
Der Sohn von Emich fällt Kinderlos im Kampf, was gleichbedeutend mit dem Aussterben der Leininger-Landeck Linie war.

Jahr 1290:
König Rudolf von Habsburg übergab das Lehen an Otto III. von Ochsenstein, samt allen Zubehörden.

Jahr 1404:
Die Hälfte des Ochsensteiner Anteiles geht an das Bistum Speyer.

Jahr 1485:
Das Geschlecht der Ochsensteiner stirbt in diesem Jahr aus. Der restliche Anteil der Ochsensteiner Herren geht an die Abtei Klingenmünster.

Jahr 1504:
Durch die bayerische Fehde fiel der Kurpfälzer Teil der Burg an Herzog Alexander von Zweibrücken.

Jahr 1507:
In diesem Jahr erhielt die Kurpfalz ihren Anteil an der Burg von den Zweibrückern wieder zurück.

Jahr 1525:
Im Bauernkrieg scheint die Burg kaum Schaden genommen zu haben, es ist nur die Rede von ein paar Brandschäden.

Jahr 1570:
Die Kurpfalz übernimmt auf dem Erbweg (Bitscher Anteil) drei Viertel der Anteile an der Burg.

Jahr 1618-1648:
Die Burg übersteht den Dreißigjährigen Krieg unbeschadet.

Jahr 1689:
Im Pfälzischen Erbfolgekrieg wird die Burg durch französische Truppen eingeäschert und ist seit dem Ruine.

Jahr 1881:
Seit diesem Jahr kümmert sich der Landeck-Verein um die Erhaltung der Ruine.

Besonderheiten

Gut erhalten Bergfried der 23 Meter aufragt und besichtigt werden kann.

Lage

Die Burg steht auf einem Ausläufer des Treitelberg, der durch einen langen und tiefen Halsgraben von Berg abgetrennt ist.



Beschreibung des baulichen Zustandes

Grundriss der Burg Landeck Die Anlage wird vom quadratischen Bergfried an der nördlichen Angriffsseite beherrscht. Der mit Buckelquadern aus der Stauferzeit errichtete Bergfried ist einer der am besten erhalten Bergfriede der Pfalz. Zu beachten ist allerdings, dass der heutige Eingang (der originale Eingang ist auf der Rückseite der Turmes zu besichtigen) und die Zinnen der Plattform eine Zutat aus dem 19. Jahrhundert sind.
Rechts und links des Bergfriedes erstreckt sich die Schildmauer der Burg, die in 10 Meter Höhe erhalten ist. Die Schildmauer ist auch als Teil der Ringmauer anzusehen die die Kernanlage umschließt.
Vom langgestreckten östliche Fachwerkbau haben sich nur unwesentliche Teile der Giebelseiten erhalten. Im Sommer wird dieser Platz als Biergarten für die vielen Besucher der Burg genutzt.
Das Wohngebäude der westlichen Seite ist auch gleichzeitig der Palas der Burg gewesen. Das Gebäude war im Gegensatz zum östlichen Bau aus Stein gemauert. Nach den Kragsteinen und Balkenlöchern zu urteilen, kann auf eine Höhe von drei Stockwerken bei diesem Gebäude geschlossen werden. Sehenswert sind auch die Doppelfenster mit Sitzbänken in der Ringmauer die man über neuzeitliche Treppen erreichen kann und Aufschluss über den Wohnkomfort dieses Gebäudes geben.
Beide Wohnhäuser waren an die Ringmauer angelehnt.
Der südliche Bau der Heute die Toiletten und eine Aussichtsplattform beherbergt wird als Verbindungsbau zwischen dem Wohnhaus im Osten und dem im Westen angesprochen.
Um die ganze Anlage erstreckt sich ein um das Jahr 1416 erbauter Zwinger, der noch in recht gutem Zustand erhalten ist. In die Zwingermauer sind ein eckiger Flankierungsturm und vier Halbschalentürme eingebaut, die alle mit Schlüsselscharten ausgestattet sind. Im westlichen Teil der Mauer befindet sich eine weitere Schießscharte. Dieser Teil der Burg kann auch jederzeit besichtigt werden.
Die Wasserversorgung der Burg wurde anscheinend nur durch eine Zisterne sicher gestellt. Die Sickerzisterne ist heute nach ihrer Renovierung wieder auf dem Burghof zu besichtigen. Ein Brunnen wurde bei den einzelnen Grabungen auf dem Burgareal nicht gefunden.
Zu erwähnen ist noch das im Norden zu findende Vorwerk mit einem im Westen eingebauten Halbschalenturm der aus kleinen Quadern gemauert ist und die Brücke (ehemals eine Zugbrücke) die auf drei gemauerten Pfeilern über den Halsgraben führt.

Anfahrtsweg

Die Burg Landeck ist von Klingenmünster aus über eine gut beschilderte Straße bei der Landeck-Klinik zu erreichen. Der Parkplatz liegt direkt vor der Burg. Es gibt aber noch eine Reihe anderer Wege auf denen die Burg erwandert werden kann.

Öffnungszeiten

Das ganze Jahr hindurch. Die Burgschenke ist, außer montags, ab 10 Uhr geöffnet.

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