Geschichte der BurgEntstehung: Ist unbekannt, wurde aber wahrscheinlich im Ausgehenden 12. Jahrhundert erbaut. Jahr 1268: Wird Dieter von Lindelbollen als erster Ministeriale in Zusammenhang mit der Burg erwähnt. Das Geschlecht der Lindelboller scheint aber bereits 1274 ausgestorben zu sein. Jahr 1274: Ging die Burg in den Besitz von Emich IV und Friedrich III von Leiningen über. Jahr 1317: Durch Teilung wurde die Burg nun an eine Seitenlinie der Leininger, die Leininger-Hardenburger weitergegeben. Mitte 14. Jahrhundert: Die Burg wurde Ganerbenburg. Jahr 1381: Stiftung der Nikolauskapelle von den Leininger und Bitscher Grafen. Jahr 1440: Belagerung der Burg durch kurpfälzische und bischhöflich-speyerische Truppen, der die Burg Widerstand. Jahr 1450: Belagerte der Bischof von Speyer und ein Kontingent aus Landau ebenfalls vergeblich die Burg. Im gleichen Jahr nahm aber der Hauptbesitzer der Burg, der Graf von Leiningen, die Burg ohne größeren Schaden anzurichten ein. Jahr 1525: Erfolgte die Zerstörung der Burg im Bauernkrieg durch den "Kleeburger Kolbenhaufen", der sie stürmte und dann verbrannte. Seit dieser Zeit ist die Burg eine Ruine. Jahr 1570: Bis zu diesem Jahr blieb die Burg im Besitz der Leininger-Hardenburger.
BesonderheitenDie Burg besitzt keine Ringmauer, ein gut erhaltenen Abtrittserker im Nordwestbau, einen Brunnen außerhalb der Burg.
LageDie Burg liegt auf einem Bergkegel, dessen Plateau sie komplett einnimmt.
Beschreibung des baulichen Zustandes
Die Burg nahm das Felsplateau vollständig ein. Eine Ringmauer gibt es nicht, diese Funktion übernahmen die Außenmauern der Gebäude, die am Rande des Plateau aufgestellt waren.
Eine Seltenheit ist auch der Brunnen, er liegt außerhalb der Burg. Ob dieser Brunnen durch ein Vorwerk geschützt war lässt sich heute mit Bestimmtheit nicht mehr feststellen. Damit sich im Belagerungszustand die Burgbewohner nicht nur auf die Wasserversorgung des Brunnen verlassen mussten, gab es auf dem Burgareal noch eine Zisterne. Vom aufgehenden Mauerwerk sind eigentlich nur noch die Außenmauern der Gebäude zu sehen, die die Außenmauer der Burg bildeten. Am südwestlichen Wohnbau kann man heute noch das Kellergeschoss mit Scharten und den Rittersaal beschauen. Auch ist im Rittersaal ein nicht besonders gut geglückter Rekonstruktionsversuch eines Kamins zu besichtigen. Der südliche Bau gilt als Verbindung von Rittersaal zu einem Rundturm, von den nur noch ein Kellergewölbe vorhanden ist. Im Nordwestbau kann man einen gut erhaltenen Abtrittserker besichtigen der über die sanitären Einrichtungen auf Burgen einen guten Einblick gibt. Sitzbänke in den Fensternischen und die romanischen Fenster geben einen Aufschluss über den Wohnkomfort früherer Zeiten. Die Gebäude im Nordteil der Burg inklusive des Bergfriedes sind komplett abgegangen. Erwähnenswert zum Schluss ist noch die Nikolauskapelle die bei Restaurierungsarbeiten in den 70er Jahren bis in Sockelhöhe wieder errichtet wurde.
AnfahrtswegVorderweidenthal (Kreis Südliche Weinstraße) in Richtung Silz verlassen. Nach ca. 1 Km erscheint an der linken Seite (kurz nach dem Sportplatz) ein Verkehrsschild das den Weg zum Lindelbrunn zeigt. Diesen Weg fahren bis zu der Gaststätte am Fuße des Burgberges. Vom Parkplatz sind es ca. 1,5 Km zur Burg zu laufen.
ÖffnungszeitenDas ganze Jahr hindurch. |